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Beziehung retten durch Zweitwohnung?

31. März 2013 um 9:08

Hallo,
ich bin mit meinem Mann seit 2 Jahren zusammen. Letztes Jahr haben wir geheiratet und sind zusammen gezogen. Dieses Jahr kam unsere Tochter zur Welt.
Mein Mann hat einen 5 jährigen Sohn aus einer vorherigen Beziehung. Mein Mann hat entschieden, dass der Kleine 2 mal die Woche bei uns uebernachtet, einmal unter der Woche und einmal ist er Fr auf Sa und abwechseln Sa auf So bei uns.
Zu mir: ich mache eine Weiterbildung, Prüefung in 6 Monaten. Ich habe alles verschoben wg. Schangerschaft, Umzug etc. Aber es wartet noch viel Lernerei auf mich.
Mein Vater liegt zur Zeit im Sterben - Krebs. Seine Lebensgefährtin ist mit der ganzen Familie verstritten. Es ist sehr schwer.
Bevor ich meine Frage stelle hier noch die Ausgangssituation: der Sohn meines Mannes ist sehr schwierig im Umgang. Er flippt dauernd aus, wenn man sich mit ihm unterhält. Er schreit gleich los und droht an zu hauen. Manchmal haut er mich auch. Er ist sehr laut und nicht rücksichtsvoll. Es war eine harte Zeit im Wochenbett mit Baby, Stillen etc. und dem Kleinen der so renitent ist. Ich habe mit dem Kleinen gesprochen und gesagt, lass uns Freunde sein und ich will Dir doch nichts böses etc. Aber irgendwie komme ich an ihn nicht ran. Er sagt auch immer er will mit seinem Papa alleine sein und ich soll endlich abhauen.
Sein Vater, mein Partner ist ein eher cholerischer Typ. Er schreit den Kleinen ab und zu richtig hart an. Auf der anderen Seite ist er wieder sehr weich mit ihm, erlaubt ihm viel, macht viel Entertainment mit ihm etc. Dinge die sich seine Mutter auch finanziell nicht leisten kann. Wir haben ein großes Haus gemietet, das ist für ihn natürlich auch super im Gegensatz zu der kl. Whg der Mutter.
Ich halte diese Situation aber für die nächsten z.B. 10 Jahre, also langfristig, nicht aus.
Ich kann so nicht leben. Mein Mann hat enschieden, dass der Kleine so oft wie möglich bei uns sein soll, wir zusammen in Urlaub fahren sollen etc. Ich hatte da keinerlei Mitspracherecht. Das ist auch ok, er soll mit seinem Kind soviel Zeit verbringen wie beide brauchen und wollen. Aber mir war nicht bewußt, auf was ich mich da einlasse. Ich habe die Situation anders eingeschätzt am Anfang unserer Beziehung.
Ich habe für mich entschieden aus diesem Horror auszusteigen.
Man Vater wird in den nächsten Wochen sterben. Ich habe dann etwas extra Geld und möchte mir eine Whg mieten wohin ich mich zurückziehen kann.
Ich will meine Ehe erhalten und auch weiter mit meinem Mann zusammen leben, aber ich möchte gehen, wenn ich es nicht mehr aushalte.
Und mein Baby schützen vor dem Geschrei und dieser dauernden agressiven Stimmung.
Ich bin schon selbst ganz traurig gelaunt, wenn die Termine näher rücken, dass der Junge uns besucht.
Ich habe keine Eltern zu denen ich mal gehen könnte. Meine beste mütterliche Freundin wurde vor 2 Wochen auf Brustkrebs diagnostiziert. Die kann ich damit auch nicht nerven.
Frage: wie bringe ich das mit der Zweitwohnung am besten meinem Partner bei, ohne dass er total sauer, traurig etc. sein wird. Ich weiß das zerstört sein Bild von der perfekten Familie. Für mich ist es dagegen der Rettungsanker.
Und findet ihr meine Idee quatsch? Alternative wäre ganz aus zu ziehen.
So denke ich reicht 1 Zimmer in der Nachbarschaft.

Sorry für den langen Text, aber wollte es einigermassen beschreiben.

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31. März 2013 um 21:22

Vielen Dank für Eure Meinungen
ihr habt mich sehr zum Nachdenken gebracht, vielen Dank dafür.
Ich werde es mit der "Flucht" vorerst lassen auch wenn ich in dieser Situation nur weg will.
Das Haus ist groß, die Zimmer klein. Ich ziehe mich schon z.T. zurück, aber das ist keine richtige Lösung.
Ich kann nicht lange schreiben, weil das Baby noch wach ist...
Das mit meinem Vater ist eine schwere Zeit für mich. Er wird zuhause palliativ betreut, heute hat er Blut gespuckt. Der Arzt war da. Der Tumor ist jetzt an den Blutgefäßen. Wenn er sich weiter durchfrisst wird mein Papa demnächst innerlich verbluten. Ja und meine Freundin hat am Donnerstag ihre Brut-OP wg. Mamakarzinom.
Ich denke es kommt alles zusammen. Da ist dann der Sohn von meinem Mann einfach too much obendrauf.
Ich habe leider auch keine Zeit mit den beiden etwas zu unternehmen, weil ich in den letzten Wochen in den Krankenhäusern unterwegs war und nun meinen Vater zuhause besuche.
Ich werde mit meinem Mann sprechen zwecks erziehung. Ich glaube mein Fehler war bisher, dass ich mich aus der Erziehung raus gehalten habe. Aber wenn ich das weiter mache, dann wird der Kleine mich wie einen 2te Klasse Menschen behandeln. Das ist langfristig nicht lebbar.
So, jetzt ruft ein kleiner Mensch da hinten nach mir.

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