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Forum / Liebe & Beziehung

Beziehung retten, aber wie?

Letzte Nachricht: Gestern um 19:17
K
knirpse
Gestern um 17:07

Mein Mann und ich sind seit 15 Jahren zusammen und waren auch immer sehr, sehr glücklich. Wir haben 2 Kinder und uns ein eigenes Haus gebaut. Das hat in den letzten Jahren sehr viel Unruhe gebracht, da es oft kompliziert war und viele Probleme gab. Wir wollten immer 3 Kinder, ich hab allerdings gewartet, weil mein Mann ohnehin genug Stress hatte... Weihnachten 2021 bekam ich meine Periode nicht und ging zum Arzt. Es war aber ein Fehlalarm. Als ich heimkam meinte mein Mann, oh Gott er ist so froh und er weiß jetzt, dass er definitiv kein Kind mehr will. Wow, das hat mich sehr getroffen. Ich stand plötzlich vor einer riesigen Wand. Und was ist mit mir? Mein Wunsch ist nach wie vor sehr groß, schließlich haben wir immer davon geträumt. Ich dachte es hängt mit dem Stress zusammen und wartete wieder, machte ihm aber deutlich, dass ich schon sehr gerne an unserem Traum festhalten möchte. Das Jahr 2022 war geprägt von viel Streit, Unverständnis, Frust. Doch auch immer wieder schöne Momente und immer wieder versuchte ich dieses sensible Thema anzusprechen. Da war sie wieder da diese Wand und dieses klare NEIN! Und wieder fragte ich mich, was ist mit mir? Vor ein paar Tagen das gleiche Thema, viele Tränen und Unverständnis. Mir ist klar, dass mir meine Beziehung wichtiger ist, als ein drittes Kind. Doch gleichzeitig frage ich mich, wie ich damit klar kommen soll, dass er mich überhaupt nicht in seine Entscheidung miteinbezieht. Er sagt Nein, meine Meinung interessiert ihn nicht. Wie würde es euch an der Stelle gehen und vor allem, was würdet ihr an meiner Stelle machen?

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K
kassandra80
Gestern um 17:17

Im Grunde ist das ja eine Patt-Situation: Dein Partner sagt "Nein" und Du sagst "Ja". Genauso wie Du Dich fragst "Was ist mit mir?" kann sich Dein Mann auch fragen was mit ihm ist. Warum gilt Dein Wunsch mehr als seiner? Du schreibst von einem "gemeinsamen Traum", aber es ist offenbar nur noch Dein Traum und Du beharrst darauf. 

Wie kommt es eigentlich dazu? Ihr habt bereits 2 Kinder und daher fällt es mir als Aussenstehende etwas schwer nachzuvollziehen warum es so absolut notwendig für Dich ist ein drittes Kind zu bekommen? Dein Wunsch geht sogar so weit, dass die Beziehung darunter leidet und Du sie offenbar gefährdet siehst (Siehe Thread-Titel "Beziehung retten"

Träume sind ein Antrieb und es ist wichtig dass man darauf hinarbeiten kann. Leider ist es nicht immer möglich alle Träume zu erfüllen. Ihr seid ja schon sehr weit gekommen - habt ein Haus, 2 Kinder und Du beschreibst die Beziehung grundsätzlich als glücklich. 

Dennoch beharrst Du auf die vermeintliche "Perfektion" dieses Traums, dass es unbedingt 3 Kinder sein müssen. Obwohl Dein Mann für sich inzwischen weiss, dass ihm 2 Kinder genug sind. Seine Erkenntnis ist ja durchaus legitim. Manchmal holt die Realität einfach die Träume ein und man merkt, dass es einem zuviel wird. Aus welchen Gründen auch immer. Dann sollte man als Partner auf die Reaktion des anderen eingehen können und darüber sprechen. 

Das kann ich irgendwie aus Deiner Sicht nicht erkennen. Du schreibst, dass Deinen Partner Deine Meinung nicht interessiert und/oder er Dich nicht darin einbezieht. Du aber machst es genauso. Oder siehst Du das nicht? 

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K
knirpse
Gestern um 17:43

Natürlich stimmt das, was du schreibst. Ich bin in dem Punkt genauso stur. Doch ich glaube es ist eher der Weg, wie es zu dieser jetzigen Situation gekommen ist... Das Haus haben wir für 3 geplant. Als wir eingezogen sind zeigte mein Mann meiner Freundin das Haus und sprach von den 3 Kindern... und dann der eine Nachmittag. Es gab kein wirkliches Gespräch, bei dem man einfach gemeinsam darüber gesprochen hätte, ob es denn auch nicht so schön ist, sondern einfach diese Wand die er da vor mir aufgebaut hat. Ja du hast recht, ich frage was ist mit mir und sehe ihn nicht. Trotzdem kann ich diesen Traum nicht abstellen. Dieses Gefühl, dass da noch jemand fehlt und dass da noch Platz ist, ist einfach sehr groß. 

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det92
det92
Gestern um 18:00

Och finde ein Kind in die Welt zu setzen ist eine wahnsinnig große Verantwortung. Für mindestens 20 Jahre. Pläne ändern sich manchmal im Leben... Oder hast du noch die Gleichen Ziele, wie mit 21 ?

Man kann es nicht einfach wieder weggeben wie ein Golfschlägerset, ein Moped oder eine Kraftstation. Daher sollten immer beide Partner absolut überzeugt sein von dem Wunsch und sich die Verantwortung auch zutrauen. Wenn man nicht selbstbewusst hinter einem Vorhaben steht, geht dies meist schief. Und wie schlimm wäre es erst für das Kind, wenn es merkt, das es nicht von beiden Seiten absolut gewünscht ist, auch im Vergleich zu den Geschwistern ? 

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sonnenstern
sonnenstern
Gestern um 18:53

Hast du schon mit deinem Mann gesprochen, warum er kein Kind mehr will. Begründet er es?

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K
kassandra80
Gestern um 19:17
In Antwort auf knirpse

Natürlich stimmt das, was du schreibst. Ich bin in dem Punkt genauso stur. Doch ich glaube es ist eher der Weg, wie es zu dieser jetzigen Situation gekommen ist... Das Haus haben wir für 3 geplant. Als wir eingezogen sind zeigte mein Mann meiner Freundin das Haus und sprach von den 3 Kindern... und dann der eine Nachmittag. Es gab kein wirkliches Gespräch, bei dem man einfach gemeinsam darüber gesprochen hätte, ob es denn auch nicht so schön ist, sondern einfach diese Wand die er da vor mir aufgebaut hat. Ja du hast recht, ich frage was ist mit mir und sehe ihn nicht. Trotzdem kann ich diesen Traum nicht abstellen. Dieses Gefühl, dass da noch jemand fehlt und dass da noch Platz ist, ist einfach sehr groß. 

Pläne sind gut und schön, aber diese können sich immer ändern. Er hat das damals bestimmt auch genauso wie Du gewollt, aber das war einmal. Jetzt hat sich seine Meinung dazu geändert und die aktuelle Realität ist es, mit der Du Dich auseinandersetzen solltest. Es hilft ja nichts einfach starr daran festzuhalten. 

Vermutlich hat erst die Situation mit dem Fehlalarm ihm klar bewusst gemacht, dass er keinen Kinderwunsch mehr hat. Das kann passieren. Jeder entwickelt sich stetig weiter und plötzlich merkt man dass man weitere Veränderungen der Lebensumstände nicht mehr möchte. Und Du wirst sicher zustimmen, dass ein Kind zu bekommen mit zu den grössten Veränderungen im Leben gehört. 

Du sprichst von einer Wand die Dein Mann vor Dir aufgebaut hat, Du trägst aber auch dazu bei und baust eine mindestens genauso grosse Wand vor ihm auf. Wenn wir schon bei der bildhaften Sprache sind muss mindestens einer von Euch eine Tür oder voerst ein Fenster dort hineinbauen, damit ihr über das Thema sprechen könnt. Denn von allein wird sich das Problem zwischen Euch nicht lösen lassen, sondern eher noch werden sich die Fronten verhärten. 

Ich kann mir gut vorstellen, dass Dein Mann genau weiss wie sehr Du Dir ein 3. Kind gewünscht hast und er das nun zunichte macht. Mit Sicherheit hat er ein schlechtes Gewissen und weiss wohl auch nicht wie er mit der Situation umgehen soll. Männer sind oft überfordert, wenn es um Gespräche zu Konfliktlösungen geht und vor allem bei Themen die derart emotional sind. Du schreibst ja selbst, dass es viele Tränen und Frust gab. 

Deinen Traum sollst Du nicht einfach abstellen, aber genausowenig kannst Du stur darauf beharren und Deinen Willen einfach durchsetzen wollen. Ihr als Paar müsst jetzt einen gemeinsamen Weg finden das zu verarbeiten und jeweils Verständnis für den anderen entwickeln. Solltet ihr es nicht schaffen konstruktiv darüber zu reden wäre es vielleicht eine gute Idee einen Paartherapeuten hinzuzuziehen. Wäre das vielleicht eine Möglichkeit? 

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