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Beziehung ohne Beine

3. Juli um 16:58

Hi, ich bin ein schlanker, gepflegter sportlicher 49 jähriger Mann, mit guter Ausbildung ,Beruf und guten Umgangsformen. Zur Zeit bin ich Single, suche aber eine Partnerin.
Ich habe bei einem schweren Unfall vor einem Jahr beide Beine verloren, sie mussten mir beidseitig vollständig in der Hüfte amputiert werden, das war hammerhart, da es mein sehr aktives uns sportliches Leben vollständig veränderte, ich konnte mir ein Leben ohne Beine anfangs überhaupt nicht vorstellen und war die ersten Monate sehr depriemiert. Ich kam mit meinem so stark verkürzten (nur noch 92 cm groß, früher 187cm) überhaupt nicht klar.
Dieses änderte sich erst in der sehr guten Reha, ich lernte meinen neuen Körper zu akzeptieren, lernte gut Rollstuhl zu fahren und merkte schnell, dass ohne Beine doch fast alles geht, nur halt anders. Inzwischen habe ich meine Behinderung und meinen so stark verkürzten Körper voll akzetiert und komme gut im Leben klar, es war sehr komfortabel so lange Zeit Beine gehabt zu haben, aber man kann auch ohne Beine ein schönes und interessantes Leben führen. Mein Haus ist vollständig behindertengerecht umgebaut, mein Auto auch, ich stehe wieder voll im Leben, zwar nicht auf zwei Beinen, dafür auf den vier Radern meines Rollis
Einzig die Partnersuche ist problematisch, ich unternehme viel, rolle viel aus, und werde auch oft von Frauen angesprochen, bzw. komme mit ihnen ins Gespräch, aber leider dreht sich dann meist alles um meine Behinderung. Entweder haben die Damen ein Helfersyndrom oder sie "stehen" auf Amputationen. Ich bin aber ein ganz normaler Mensch wie früher mit vielen Facetten und mochte nicht dauernd nur auf meine beinlosigkeit reduziert werden.
Hat jemand einen Rat für mich wo ich jemanden kennenlernen kann, der mich als ganzes sieht. Ich habe schon überlegt ob ich mich bei einer Partenvermittlung anmelden soll, hatte ich früher als ich noch vollstændig war, noch nie gemacht, da es immer ohne ging.
Wie sind so Eure Erfahrungen mit Partnervermittlungen???
LG axel

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10. Juli um 11:10
In Antwort auf fisherax

Hi, ich bin ein schlanker, gepflegter sportlicher 49 jähriger Mann, mit guter Ausbildung ,Beruf und guten Umgangsformen. Zur Zeit bin ich Single, suche aber eine Partnerin.
Ich habe bei einem schweren Unfall vor einem Jahr beide Beine verloren, sie mussten mir beidseitig vollständig in der Hüfte amputiert werden, das war hammerhart, da es mein sehr aktives uns sportliches Leben vollständig veränderte, ich konnte mir ein Leben ohne Beine anfangs überhaupt nicht vorstellen und war die ersten Monate sehr depriemiert. Ich kam mit meinem so stark verkürzten (nur noch 92 cm groß, früher 187cm) überhaupt nicht klar.
Dieses änderte sich erst in der sehr guten Reha, ich lernte meinen neuen Körper zu akzeptieren, lernte gut Rollstuhl zu fahren und merkte schnell, dass ohne Beine doch fast alles geht, nur halt anders. Inzwischen habe ich meine Behinderung und meinen so stark verkürzten Körper voll akzetiert und komme gut im Leben klar, es war sehr komfortabel so lange Zeit Beine gehabt zu haben, aber man kann auch ohne Beine ein schönes und interessantes Leben führen. Mein Haus ist vollständig behindertengerecht umgebaut, mein Auto auch, ich stehe wieder voll im Leben, zwar nicht auf zwei Beinen, dafür auf den vier Radern meines Rollis
Einzig die Partnersuche ist problematisch, ich unternehme viel, rolle viel aus, und werde auch oft von Frauen angesprochen, bzw. komme mit ihnen ins Gespräch, aber leider dreht sich dann meist alles um meine Behinderung. Entweder haben die Damen ein Helfersyndrom oder sie "stehen" auf Amputationen. Ich bin aber ein ganz normaler Mensch wie früher mit vielen Facetten und mochte nicht dauernd nur auf meine beinlosigkeit reduziert werden.
Hat jemand einen Rat für mich wo ich jemanden kennenlernen kann, der mich als ganzes sieht. Ich habe schon überlegt ob ich mich bei einer Partenvermittlung anmelden soll, hatte ich früher als ich noch vollstændig war, noch nie gemacht, da es immer ohne ging.
Wie sind so Eure Erfahrungen mit Partnervermittlungen???
LG axel

Hallöchen
Also zur Partnervermittlung kann ich dir sagen, dass das denke ich gar keine schlechte Idee ist. Ich würde dir empfehlen bereits im Profil klar zu machen, dass du nicht auf deine Beginderung reduziert werden möchtest oder jemand bist der Hulfe sucht deswegen, weil du dennoch sehr selbstständig bist.

Es ist natprlich klar, dass vor allem beim ersten kennenlernen sich viel um deine Behuinderung drehen wird, zu mal es ja sehr offensichtlich ist aber du kannst ja einer Frau beim Kenenlerne auch direkt (auf freundliche Weise) vermitteln, dass du gerne über andere Themen sprchen möchtest. Aber du kannst es auch niemandem übel nehmen, da vor allem in iunser heutigen Gesellschaft eben so ist, dass man mit Behinderung ausgequetscht wird und die Leute sih vor keiner Frage mehr zurückhalten (meine Beste Freundin ist blind, da spreche ich aus Erfahrung). 
ich Kann dir nur auf den Weg geben, dass du es immer wieder mit solhen Frauen zu tun haben wirst aber mit Geduld wirst du jemanden finden, der dir da symphatischer ist. Mit einer Partnervermittlung kann das natürlich hilfreich sein, aber sei geduldig.  
 

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10. Juli um 12:09

Ich denke, du wirst doch Kontakt zu anderen Rollstuhlfahrern haben, hast du die mal nach ihren Erfahrungen gefragt 

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5. August um 19:12
In Antwort auf alinalo

Hallöchen
Also zur Partnervermittlung kann ich dir sagen, dass das denke ich gar keine schlechte Idee ist. Ich würde dir empfehlen bereits im Profil klar zu machen, dass du nicht auf deine Beginderung reduziert werden möchtest oder jemand bist der Hulfe sucht deswegen, weil du dennoch sehr selbstständig bist.

Es ist natprlich klar, dass vor allem beim ersten kennenlernen sich viel um deine Behuinderung drehen wird, zu mal es ja sehr offensichtlich ist aber du kannst ja einer Frau beim Kenenlerne auch direkt (auf freundliche Weise) vermitteln, dass du gerne über andere Themen sprchen möchtest. Aber du kannst es auch niemandem übel nehmen, da vor allem in iunser heutigen Gesellschaft eben so ist, dass man mit Behinderung ausgequetscht wird und die Leute sih vor keiner Frage mehr zurückhalten (meine Beste Freundin ist blind, da spreche ich aus Erfahrung). 
ich Kann dir nur auf den Weg geben, dass du es immer wieder mit solhen Frauen zu tun haben wirst aber mit Geduld wirst du jemanden finden, der dir da symphatischer ist. Mit einer Partnervermittlung kann das natürlich hilfreich sein, aber sei geduldig.  
 

Hi, vielen Dank für Deine Nachricht. Kann leider erst jetzt Antworten da ich 4 Wochen auf Reisen und offline war.
Ja, ich denke Dein Vorschlag ist gut, einen Partnervermittlung wählen und gleich in das Profil reinschreiben dass ich vollkomen beinlos, nur noch 92 cm kurz, aber sehr selbständig bin, nicht auf die Behinderung reduziert werden möchte und mit meinem neuen Körper auch sehr gut zurechtkomme.

Klar wird es sich dann beim ersten Treffen auch um meine Behinderung gehen, dazu ist sie ja zu schwer und auch offensichtlich, auch sieht ein halber Mann schon spektakulär aus, das ist mir alles klar,  aber es darf und soll halt nicht das Hauptthema sein.
Ja, ich kann Dich bestätigen das man als extrem Amputierter in Gesprächen regelrecht ausgequetscht wird, tausende Fragen wie es ist ohne Beine zu leben, wie es ist amputiert zu sein, wie es ist nur noch 92cm groß zu sein, wie es ist sich ohne Beine im Rollstuhl zu bewegen, aber auch ob man ohne Beine auch noch guten Sex haben kann, wie etc. etc.
Ich werde es jetzt wohl mal mit einer Partnervermittlung versuchen.

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5. August um 19:15
In Antwort auf herbstblume6

Ich denke, du wirst doch Kontakt zu anderen Rollstuhlfahrern haben, hast du die mal nach ihren Erfahrungen gefragt 

Hi, vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe Kontakt zu zwei Rollstuhlfahrerinen, denen geht es leider genauso wie mir

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5. August um 21:53

kann mir gut vorstellen, dass das die partnersuche nicht einfacher macht... am ehesten könnte ich mir vorstellen, dass es über gemeinsame hobbys oder interessen funktionieren könnte!?

jedenfalls sinnvoller als ne partnervermittlung... nach was sollen die denn suchen? mehr als "schlanker, gepflegter sportlicher 49 jähriger Mann ohne Beine, mit guter Ausbildung ,Beruf und guten Umgangsformen, zur Zeit Single, sucht eine Partnerin." können die doch auch nicht schreiben... was sollten da für brauchbare antworten kommen?

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5. August um 21:56
In Antwort auf fisherax

Hi, vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe Kontakt zu zwei Rollstuhlfahrerinen, denen geht es leider genauso wie mir

und eine von denen wäre keine option?

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6. August um 13:00
In Antwort auf batweazel

und eine von denen wäre keine option?

Nein, sind beide mehr als 25 Jahre jünger und auch so würde es nicht passen, da wir sehr unterschiedlich sind

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6. August um 14:19
In Antwort auf batweazel

kann mir gut vorstellen, dass das die partnersuche nicht einfacher macht... am ehesten könnte ich mir vorstellen, dass es über gemeinsame hobbys oder interessen funktionieren könnte!?

jedenfalls sinnvoller als ne partnervermittlung... nach was sollen die denn suchen? mehr als "schlanker, gepflegter sportlicher 49 jähriger Mann ohne Beine, mit guter Ausbildung ,Beruf und guten Umgangsformen, zur Zeit Single, sucht eine Partnerin." können die doch auch nicht schreiben... was sollten da für brauchbare antworten kommen?

Klar macht meine totale Beinlosigkeit die Partnersuche nicht einfacher und klar ist es auch, das eine erfolgreiche Partnersuche, wie vorher als ich noch vollständig war, nur über gemeinsame Interessen und Hobbys geht und gerade deshalb glaube ich wäre eine Partnervermittlung nicht uninteressant, Frau weiß sofort das ich Ohnbeiner bin, hat aber auch gleich einen Überblick über meine Attribute und meine Hobbys und Interessen, und weiß dass ich mit meiner Behinderung gut zurechtkomme und nicht auf diese reduziert werden möchte.
im realen Leben beim Kennenlernen in Kneipen, Veranstaltungen etc. komme ich halt praktisch nur mit Frauen ins Gespräch die ein Helfersyndrom haben oder die amputierte Manner sehr anziehend finden, da geht es dann aber wirklich in erster Linie um meine Amputationen. Ist aber auch klar, denn ein wirklich kurzer halber Mann sieht ja auch spektakulär aus, und wird natürlich auch wegen dieser Besonderheit angesprochen, die anderen Atribute und Interessen geraten da in den Hintergrund.
Dabei ist die Beinlosigkeit für mich inzwischen gar kein Thema mehr, es war sehr komfortabel viele Jahre Beine gehabt zu haben, aber ich habe festgestellt, dass man auch ohne Beine hervorragend leben kann und auch alles, wenn auch manchmal etwas anders, machen kann. 
Für eine Partnerin hätte meine Beinlosigkeit auch nicht soviele Auswirkungen wie anfangs gedacht, denn ich extrem selbständig und flink in meinem Rollstuhl oder auf Händen und Beckenkorb und kann fast alles machen.
Sie muss halt nur selbstbewusst sein, denn ein beinloser Mann wir halt überall angegafft.

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6. August um 16:02

Dass du keine Beine mehr hast, ist ja nicht zu übersehen und außerdem eine nicht alltägliche Tatsache/Erscheinung. Wenn du jetzt eine Frau finden würdest, für die das keine Thema ist, die also so tut als hätte sie das quasi "nicht bemerkt", wäre dass doch auch nicht ehrlich. 

Deine nicht mehr vorhandenen Beine werden für den Rest deines Lebens Thema sein. Vor allem für neue Leute. Deine besten Freunde werden irgendwann - vielleicht jetzt schon -  Witze darüber machen, andere werden dich bemitleiden, die nächsten sind aufdringlich hilfreich und wieder andere werden sich angewiedert abwenden. Lediglich für dein näheres Umfeld wird deine Beinlosikeit irgendwann völlig normal sein. 

Du wirst noch viele Menschen - Männer wie Frauen - kennenlernen und irgendwann ist eine Frau dabei, mit der du dich super verstehst, die weder Mitleid noch das Helfersyndrom hat, die deine Beinlosigkeit nicht so ernst nimmt und die irgendwann sagt.......hey, super, du kannst mir wenigstens nicht davonlaufen.........und genau die ist es dann. 
 

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6. August um 17:23
In Antwort auf loreto_875199

Dass du keine Beine mehr hast, ist ja nicht zu übersehen und außerdem eine nicht alltägliche Tatsache/Erscheinung. Wenn du jetzt eine Frau finden würdest, für die das keine Thema ist, die also so tut als hätte sie das quasi "nicht bemerkt", wäre dass doch auch nicht ehrlich. 

Deine nicht mehr vorhandenen Beine werden für den Rest deines Lebens Thema sein. Vor allem für neue Leute. Deine besten Freunde werden irgendwann - vielleicht jetzt schon -  Witze darüber machen, andere werden dich bemitleiden, die nächsten sind aufdringlich hilfreich und wieder andere werden sich angewiedert abwenden. Lediglich für dein näheres Umfeld wird deine Beinlosikeit irgendwann völlig normal sein. 

Du wirst noch viele Menschen - Männer wie Frauen - kennenlernen und irgendwann ist eine Frau dabei, mit der du dich super verstehst, die weder Mitleid noch das Helfersyndrom hat, die deine Beinlosigkeit nicht so ernst nimmt und die irgendwann sagt.......hey, super, du kannst mir wenigstens nicht davonlaufen.........und genau die ist es dann. 
 

Hi, vielen Dank für die sehr gute und hilfreiche Antwort, ja Du hast Recht meine vollständige Beinlosigkeit ist nicht zu übersehen und eine wirklich nicht alltägliche Erscheinung. Ja und da die Beine ja leider nicht nachwachsen werden sie für den Rest meines Lebens für neue Leute Thema sein. Für mich hat der Verlust meiner Beine ja in den ersten Wochen im Krankenhaus und dann in den Monaten in der Reha ja auch alles überstrahlt und war eigentlich das einzige womit ich mich beschäftigte, auch konnte ich mir ein halbwegs normales Leben ohne Beine überhaupt nicht vorstellen, auch das Körpergefühl in einem halben Körper ganz ohne Beine war am Anfang extrem gewöhnungsbedürftig.
Umso erstaunlicher fand ich, dass ich mich in den letzten drei Monaten, als ich nach der Reha wieder zuruck ins "normale" Leben kam, so schnell an den neuen Körper und meine Beinlosigkeit gewöhnte.
Aber Du hast natürlich recht für neue Leute ist das natürlich immer ein Thema wie es ja für mich am Anfang auch war. Ich merke das ja auch an den Reaktionen wenn ich in der Öffentlichkeit unterwegs bin, angegafft werde ich immer, im Rollstuhl etwas weniger, aber besonders wenn ich auf Händen und Beckenkorb unterwegs bin, oder so Treppen erklimme.
Seit ich amputiert bin werde ich draußen mehr angesprochen als vorher, was aus den geschilderten Gründen ja auch normal ist, aber leider fast nur von Frauen mit Helfersyndrom und übertriebenem Mitleid (Mitleid mag ich gar nicht) oder aber von welchen die auf meine Amputationen stehen und das auch offen sagen.
Der Idealfall wäre, wie Du beschreibst, eine die meine Beinlosigkeit nicht so ernst nimmt. Ein Ohnbeiner hat ja auch Vorteile ich kann, wie Du schreibst, nicht weglaufen und ich bin mit 92cm Größe und 38 Kg Gewicht klein, kompakt, auf das Wesentliche reduziert und gut transportabel.

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7. August um 9:32
In Antwort auf fisherax

Hi, ich bin ein schlanker, gepflegter sportlicher 49 jähriger Mann, mit guter Ausbildung ,Beruf und guten Umgangsformen. Zur Zeit bin ich Single, suche aber eine Partnerin.
Ich habe bei einem schweren Unfall vor einem Jahr beide Beine verloren, sie mussten mir beidseitig vollständig in der Hüfte amputiert werden, das war hammerhart, da es mein sehr aktives uns sportliches Leben vollständig veränderte, ich konnte mir ein Leben ohne Beine anfangs überhaupt nicht vorstellen und war die ersten Monate sehr depriemiert. Ich kam mit meinem so stark verkürzten (nur noch 92 cm groß, früher 187cm) überhaupt nicht klar.
Dieses änderte sich erst in der sehr guten Reha, ich lernte meinen neuen Körper zu akzeptieren, lernte gut Rollstuhl zu fahren und merkte schnell, dass ohne Beine doch fast alles geht, nur halt anders. Inzwischen habe ich meine Behinderung und meinen so stark verkürzten Körper voll akzetiert und komme gut im Leben klar, es war sehr komfortabel so lange Zeit Beine gehabt zu haben, aber man kann auch ohne Beine ein schönes und interessantes Leben führen. Mein Haus ist vollständig behindertengerecht umgebaut, mein Auto auch, ich stehe wieder voll im Leben, zwar nicht auf zwei Beinen, dafür auf den vier Radern meines Rollis
Einzig die Partnersuche ist problematisch, ich unternehme viel, rolle viel aus, und werde auch oft von Frauen angesprochen, bzw. komme mit ihnen ins Gespräch, aber leider dreht sich dann meist alles um meine Behinderung. Entweder haben die Damen ein Helfersyndrom oder sie "stehen" auf Amputationen. Ich bin aber ein ganz normaler Mensch wie früher mit vielen Facetten und mochte nicht dauernd nur auf meine beinlosigkeit reduziert werden.
Hat jemand einen Rat für mich wo ich jemanden kennenlernen kann, der mich als ganzes sieht. Ich habe schon überlegt ob ich mich bei einer Partenvermittlung anmelden soll, hatte ich früher als ich noch vollstændig war, noch nie gemacht, da es immer ohne ging.
Wie sind so Eure Erfahrungen mit Partnervermittlungen???
LG axel

Partnersuche gestaltet sich mit und ohne Behinderung schwierig. Ich möchte dir raten, was ich auch einem guten Freund raten würde. 
Geh raus, lebe dein Leben, hab Spaß. Aktivität und eine positive Einstellung zum Leben haben schon manchem geholfen. 
Ich wünsche dir wunderbare Erlebnisse!

VG Sis

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7. August um 10:36
In Antwort auf sisteronthefly

Partnersuche gestaltet sich mit und ohne Behinderung schwierig. Ich möchte dir raten, was ich auch einem guten Freund raten würde. 
Geh raus, lebe dein Leben, hab Spaß. Aktivität und eine positive Einstellung zum Leben haben schon manchem geholfen. 
Ich wünsche dir wunderbare Erlebnisse!

VG Sis

Danke für Deine tolle Antwort, ja Partnersuche ist mit und ohne Behinderung nicht leicht. Ansonsten befolge ich schon voll Deinen Rat. Am Anfang der Reha war es für mich hammerhart die ersten Male rauszurollen und mich mit meinem extrem verstümmelten Körper zu zeigen, auch fand ich das ständige angegafft werden schrecklich. Ich konnte meinen neuen Körper und meine neue Situation als Schwerstbehinderter einfach nicht annehmen. Aber irgendwann machte es "Klick" und mein Kopf hatte sich auf die neue Situation eingestellt, von da an ging es steil bergauf.
ich gehe viel raus, lebe mein Leben, habe trotz Beinlosigkeit viel Spaß und habe wieder eine positive Einstellung zum Leben, denn ich habe festgestellt, dass man auch ohne Beine fast alles machen kann und extrem viel Spaß haben kann. Auch ist das ständige angegafft werden nun vollige Normaität für mich und stõrt mich gar nicht mehr, denn es sieht ja doch ungewöhnlich aus wenn man beidseitig hüftexartikuliert und so kurz wie ich bin.



 

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7. August um 11:10

Es freut mich, dass Du trotz deiner Beinlosigkeit wieder Spaß am Leben hast, viel unternimmst und Deine Behinderung voll akzetiert hast. Du kommst so positiv und interessant rüber dass Du sicher bald eine passende Partnerin finden wirst die Deine Beinlosigkeit überhaupt nicht stört.
Ich bin seit einem Jahr mit einem beidseitig oberschenkelamputierten Mann zusammen und bereue keine Minute davon.Er kann mir, auch ohne Beine alles geben was ich von einem Mann erwarte und die Beziehung ist einfach nur schön.
Klar hatte ich am Anfang Zweifel und ex war schwierig für mich, da mein gesammtes Umfeld es nicht verstehen konnte, das ich mich ausgerechnet in einen Mann ohne Beine verliebt hatte, ich wurde davor gewarnt wie schwierig es sein wird mit einem schwerstbehinderten zusammen zu sein, etc.etc. Hat mich alles nicht gestört und ich folgte zum Glück meinen Gefühlen, denn es ist die beste Beziehung die ich je hatte und wir werden bald heiraten. Auch mein ganzes Umfeld hat seine Meinung revidiert und festgestellt dass wir eine völlig "normale" Beziehung haben und seine Beinlosigkeit überhaupt keine Rolle mehr spielt.
Meine beste Freundin die mich nachdem ich ihn damals ihr vorstellte fragte" was willst Du denn mit einem solchen Vollkrüppel" hat sich tausendmal dafür entschuldigt und findet unsere Beziehung auch klassse.
Auch stört mich das dauernde angeschaut werden, wenn wir händchenhaltend durch die Gegend gehen/rollen überhaupt nicht mehr, ich habe halt einen außergewöhnlichen Partner, den nicht jede hat und bin stolz darauf.


 

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7. August um 15:47
In Antwort auf saskiatv

Es freut mich, dass Du trotz deiner Beinlosigkeit wieder Spaß am Leben hast, viel unternimmst und Deine Behinderung voll akzetiert hast. Du kommst so positiv und interessant rüber dass Du sicher bald eine passende Partnerin finden wirst die Deine Beinlosigkeit überhaupt nicht stört.
Ich bin seit einem Jahr mit einem beidseitig oberschenkelamputierten Mann zusammen und bereue keine Minute davon.Er kann mir, auch ohne Beine alles geben was ich von einem Mann erwarte und die Beziehung ist einfach nur schön.
Klar hatte ich am Anfang Zweifel und ex war schwierig für mich, da mein gesammtes Umfeld es nicht verstehen konnte, das ich mich ausgerechnet in einen Mann ohne Beine verliebt hatte, ich wurde davor gewarnt wie schwierig es sein wird mit einem schwerstbehinderten zusammen zu sein, etc.etc. Hat mich alles nicht gestört und ich folgte zum Glück meinen Gefühlen, denn es ist die beste Beziehung die ich je hatte und wir werden bald heiraten. Auch mein ganzes Umfeld hat seine Meinung revidiert und festgestellt dass wir eine völlig "normale" Beziehung haben und seine Beinlosigkeit überhaupt keine Rolle mehr spielt.
Meine beste Freundin die mich nachdem ich ihn damals ihr vorstellte fragte" was willst Du denn mit einem solchen Vollkrüppel" hat sich tausendmal dafür entschuldigt und findet unsere Beziehung auch klassse.
Auch stört mich das dauernde angeschaut werden, wenn wir händchenhaltend durch die Gegend gehen/rollen überhaupt nicht mehr, ich habe halt einen außergewöhnlichen Partner, den nicht jede hat und bin stolz darauf.


 

Danke für Deine interessante und mutmachende Antwort. Ich finde es großartig dass Du Deinem gesamten negativ zu der Beziehung stehendem Umfeld wiederstanden hast und zu Deinem Partner gestanden hast. Die Belohnung dafür hast Du ja durch die, wie Du schreibst, tolle Beziehung bekommen. Ich denke auch, wenn alles in der Beziehung stimmt, die Chemie stimmt und beide Partner glücklich und verliebt sind ist es völlig egal ob einer von beiden Beine hat oder eben nicht. 
Ich finde es auch toll das Du stolz auf Deinen beinlosen Partner bist, kannst Du auch.
Es ist am Anfang extrem hart an beiden Beinen amputiert zu sein, ich konnte mir als sehr sportlicher Mensch ein Leben ohne Beine überhaupt nicht vorstellen und war extrem unglücklich. Umso erstaunlicher finde ich in welch kurzer Zeit ich mich an meine Beinlosigkeit gewöhnt habe und wieder glücklich und zufrieden bin. Klar ich hätte nichts dagegen wenn der Unfall nie passiert wäre und ich noch vollständig wäre, da er aber nunmal passiert ist mache ich das beste daraus und bin jeden Tag aufs neue erstaunt wie gut es sich auch ohne Beine leben lässt. Für mich wäre es wohl sehr viel schlimmer wenn ich einen oder beide Arme verloren hätte oder blind wäre, das ist sehr viel einschränkender weil man vieles nicht mehr machen kann. Ich kann alles machen, nur meine Fortbewegung ist halt anders als mit Beinen, am mit meinem Rolli, meinem Rollbrett oder auf Händen und Beckenkorb bin ich bisher überall hin gekommen.
Wann wollt Ihr heiraten? Ich wünsche Euch dazu alles Gute

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8. August um 18:57
In Antwort auf fisherax

Danke für Deine interessante und mutmachende Antwort. Ich finde es großartig dass Du Deinem gesamten negativ zu der Beziehung stehendem Umfeld wiederstanden hast und zu Deinem Partner gestanden hast. Die Belohnung dafür hast Du ja durch die, wie Du schreibst, tolle Beziehung bekommen. Ich denke auch, wenn alles in der Beziehung stimmt, die Chemie stimmt und beide Partner glücklich und verliebt sind ist es völlig egal ob einer von beiden Beine hat oder eben nicht. 
Ich finde es auch toll das Du stolz auf Deinen beinlosen Partner bist, kannst Du auch.
Es ist am Anfang extrem hart an beiden Beinen amputiert zu sein, ich konnte mir als sehr sportlicher Mensch ein Leben ohne Beine überhaupt nicht vorstellen und war extrem unglücklich. Umso erstaunlicher finde ich in welch kurzer Zeit ich mich an meine Beinlosigkeit gewöhnt habe und wieder glücklich und zufrieden bin. Klar ich hätte nichts dagegen wenn der Unfall nie passiert wäre und ich noch vollständig wäre, da er aber nunmal passiert ist mache ich das beste daraus und bin jeden Tag aufs neue erstaunt wie gut es sich auch ohne Beine leben lässt. Für mich wäre es wohl sehr viel schlimmer wenn ich einen oder beide Arme verloren hätte oder blind wäre, das ist sehr viel einschränkender weil man vieles nicht mehr machen kann. Ich kann alles machen, nur meine Fortbewegung ist halt anders als mit Beinen, am mit meinem Rolli, meinem Rollbrett oder auf Händen und Beckenkorb bin ich bisher überall hin gekommen.
Wann wollt Ihr heiraten? Ich wünsche Euch dazu alles Gute

Wir heiraten im November und freuen uns schon sehr darauf.
Toll dass Du Dich in so kurzer Zeit mit Deiner Beinlosigkeit arrangiert hast und nun wieder aktiv bist und im Leben stehst/sitzt.
Bei meinem Partner dauerte die Gewöhnung an seine Beinlosigkeit doch etwas länger,  nach seinen Erzählungen zwei - drei Jahre, bei ihm ist es jetzt fünf Jahre her.
Als ich ihn vor einiger Zeit kennenlernte war er aber schon voll darüber hinweg und sehr gut drauf und positiv.
Wenn ich rechtbgelesen habe bist Du beidseitig hüftexartikuliert, hast somit keine Stümpfe, also noch deutlich kürzer als mein Freund, er hat ja noch beidseitig ca. 15cm kurze Stümpfe. Wie kannst Du sitzen, geht das ohne Stümpfe einigermaßen. Kannst Du Prothesen tragen, wahrscheinlich eher nicht?

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9. August um 11:20
In Antwort auf saskiatv

Wir heiraten im November und freuen uns schon sehr darauf.
Toll dass Du Dich in so kurzer Zeit mit Deiner Beinlosigkeit arrangiert hast und nun wieder aktiv bist und im Leben stehst/sitzt.
Bei meinem Partner dauerte die Gewöhnung an seine Beinlosigkeit doch etwas länger,  nach seinen Erzählungen zwei - drei Jahre, bei ihm ist es jetzt fünf Jahre her.
Als ich ihn vor einiger Zeit kennenlernte war er aber schon voll darüber hinweg und sehr gut drauf und positiv.
Wenn ich rechtbgelesen habe bist Du beidseitig hüftexartikuliert, hast somit keine Stümpfe, also noch deutlich kürzer als mein Freund, er hat ja noch beidseitig ca. 15cm kurze Stümpfe. Wie kannst Du sitzen, geht das ohne Stümpfe einigermaßen. Kannst Du Prothesen tragen, wahrscheinlich eher nicht?

Ja ich wundere mich auch immer wieder wie schnell und gut ich mich an die neue Situation gewöhnt habe. Vor einem Jahr direkt nach dem Unfall und meinen Amputationen war ich völlig verzweifelt, habe tagelang, was sonst nicht meine Art ist geheult, wusste nicht was ohne Beine auf mich zukommt und konnte meinen schwer verstümmelten Körper gar nicht annehmen. Das ging eigentlich die ganze Zeit im Krankenhaus so, erst in der Reha würde es schrittweise besser und auf einmal hat es in meinem Kopf" Klick" gemacht und ich hatte die Situation angenommen, meinen deformierten Körper angenommen, die Beinlosigkeit angenommen , angenommen von nun an Schwerstbehinderter zu sein und angenommen das meine Beine definitiv nicht nachwachsen.Von da an ging es steil bergauf, ich Stelle nicht mehr fest was ich nicht mehr kann, sondern freute mich darüber was ich, trotz Beinlosigkeit alles kann.
Und an dem was ich nicht konnte übte ich akribisch bis ich es konnte. Ich stellte in der Reha auch fest, dass Leute wie ich, die vor dem Unfall sehr aktiv und sportlich waren, ja eigentlich mehr verloren haben, schneller und besser sich an die Behinderung gewöhnten als unaktive Leute die nur auf der "Couch" lagen.
Heute habe ich kein Problem mehr mit meiner Beinlosigkeit, es war sehr bequem so lange Beine gehabt zu haben, aber ich kann inzwischen hervorragend ohne sie leben.
Wenn man es voll angenommen hat ist das beinlose Leben auch oft interessant und abwechslungsreich, man kommt täglich an neue Herausforderung und Situationen welche man lösen muss und wenn man sie gelöst hat ist man stolz darauf wie gut das wieder geklappt hat. Das ständige angegafft werden in der Öffentlichkeit fand ich anfangs so schrecklich, auch das hat sich ins Gegenteil gekehrt, inzwischen finde ich es interessant die Blicke zu studieren, denn ein nur noch 92cm großer Mann ohne untere Korperhälfte sieht ja auch ungewöhnlich aus.
Zu Deinen Fragen: Ja ich habe keinerlei Stümpfe, meine beiden Beine wurden in den Hüftgelenken vollständig amputiert. Auf meinem Korperstumpf kann ich schlecht, eigentlich nicht sitzen, deshalb trage ich einen Kunststoffbeckenkorb, welcher mir Sitzfläche und Stabilität gibt, er ist unten gummiert, sodass ich auch guten Grip habe, wenn ich auf Händen und Beckenkorb Treppen bewältige. Prothesen habe ich keine, das macht bei meiner Amputationshöhe nicht wirklich Sinn, meine primäre Fortbewegungsart ist der Rollstuhl mit dem ich hervorragend zurechtkomme.Ich fahre einen chicen schwarzen sehr leichten Carbonrollstuhl. In besonderen Situation benutze ich mein Rolkbrett, Treppen bewãltige ich auf Händen und Beckenkorb, auch zuhause bewege ich mich meist mit Hânden und Beckenkorb fort.
Trâgt Dein Freund Prothesen, wie bewegtes sich fort, was habt Ihr für Hobbys?

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9. August um 15:34

Ja, ich habe viele Hobbys und bei manchen komme ich auch mit Rollstuhlfahrerinnen zusammen. Ich hätte überhaupt kein Problem mit einer Beziehung zu einer Rollstuhlfahrerin, habe aber festgestellt, dass alle Rollstuhlfahrerinnen die ich bisher kenngelernt habe, einen "laufenden" Mann suchen, da sie der Meinung sind, dass es besser ist wenn in einer Beziehung nur ein Teil im Rollstuhl sitzt.

Mir ist auch klar, dass meine Beinlosigkeit immer als erstes auffällt und das diese natürlich viele Frauen abschreckt. Allerdings, macht sie mich nicht aus und die Auswirkungen sind ,im Gegensatz zum Erscheinungsbild eines nur noch halben Körpers, eher gering, denn ich bin durch meine Sportlichkeit und Ausdauer, mein sehr geringes Gewicht, meine sehr kleine Größe und meinen perfekten Carbon Rolli, sehr beweglich, zumal ich auch gar keine Probleme damit habe mich auch in der Öffentlichkeit auf Händen und Beckenkorb oder Rollbrett fortzubewegen, da sind Die alle Blicke gewiss!!!!!
Ich habe keine Probleme in Züge, Lokale oder Schwimmbecken zu kommen, ich bin da viel viel bewglicher als ein Querschnittsgelähmter der seine nicht nutzbaren Beine mit sich schleppen muss.
Die Einschränkungen für eine Partnerin sind also eher gering, sie muss nur selbstbewusst sein und mit den ständigen Blicken umgehen können, wenn sie mit einem beinlosen Partner unterwegs ist

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9. August um 15:46

Ich suche nicht krampfhaft nach einer Partnerin, ich fände es schön wenn sich wieder etwas ergeben würde, aber es muss nicht unbedingt sein.
Ich mache klar so weiter wie bisher, bin sehr aktiv und unternehmungslustig, bin vollkommen selbständig und auf keinerlei Hilfe angewiesen.
Ich genieße das Leben und die vielen neuen Eindrücke wenn ich unterwegs bin, das Leben ohne Beine ist ganz, ganz anders als das Leben vorher mit vollständigem Körper, aber, wie gesagt, nicht schlechter, es ist sehr abwechslungsreich und ich erlebe viele Dinge die ich mit Beinen nicht erlebt hätte, auch freue ich mich unglaublich über jede Herausforderung die ich beinlos gemeistert habe.
Aber warum denkst Du so negativ über eine mögliche Beziehung?
Das von Dir geschilderte kann passieren, ist aber doch eher die Ausnahme. Und es kann vol!ständigen Männern genauso passieren, wie Ohnbeinern.

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11. August um 16:19
In Antwort auf fisherax

Ja ich wundere mich auch immer wieder wie schnell und gut ich mich an die neue Situation gewöhnt habe. Vor einem Jahr direkt nach dem Unfall und meinen Amputationen war ich völlig verzweifelt, habe tagelang, was sonst nicht meine Art ist geheult, wusste nicht was ohne Beine auf mich zukommt und konnte meinen schwer verstümmelten Körper gar nicht annehmen. Das ging eigentlich die ganze Zeit im Krankenhaus so, erst in der Reha würde es schrittweise besser und auf einmal hat es in meinem Kopf" Klick" gemacht und ich hatte die Situation angenommen, meinen deformierten Körper angenommen, die Beinlosigkeit angenommen , angenommen von nun an Schwerstbehinderter zu sein und angenommen das meine Beine definitiv nicht nachwachsen.Von da an ging es steil bergauf, ich Stelle nicht mehr fest was ich nicht mehr kann, sondern freute mich darüber was ich, trotz Beinlosigkeit alles kann.
Und an dem was ich nicht konnte übte ich akribisch bis ich es konnte. Ich stellte in der Reha auch fest, dass Leute wie ich, die vor dem Unfall sehr aktiv und sportlich waren, ja eigentlich mehr verloren haben, schneller und besser sich an die Behinderung gewöhnten als unaktive Leute die nur auf der "Couch" lagen.
Heute habe ich kein Problem mehr mit meiner Beinlosigkeit, es war sehr bequem so lange Beine gehabt zu haben, aber ich kann inzwischen hervorragend ohne sie leben.
Wenn man es voll angenommen hat ist das beinlose Leben auch oft interessant und abwechslungsreich, man kommt täglich an neue Herausforderung und Situationen welche man lösen muss und wenn man sie gelöst hat ist man stolz darauf wie gut das wieder geklappt hat. Das ständige angegafft werden in der Öffentlichkeit fand ich anfangs so schrecklich, auch das hat sich ins Gegenteil gekehrt, inzwischen finde ich es interessant die Blicke zu studieren, denn ein nur noch 92cm großer Mann ohne untere Korperhälfte sieht ja auch ungewöhnlich aus.
Zu Deinen Fragen: Ja ich habe keinerlei Stümpfe, meine beiden Beine wurden in den Hüftgelenken vollständig amputiert. Auf meinem Korperstumpf kann ich schlecht, eigentlich nicht sitzen, deshalb trage ich einen Kunststoffbeckenkorb, welcher mir Sitzfläche und Stabilität gibt, er ist unten gummiert, sodass ich auch guten Grip habe, wenn ich auf Händen und Beckenkorb Treppen bewältige. Prothesen habe ich keine, das macht bei meiner Amputationshöhe nicht wirklich Sinn, meine primäre Fortbewegungsart ist der Rollstuhl mit dem ich hervorragend zurechtkomme.Ich fahre einen chicen schwarzen sehr leichten Carbonrollstuhl. In besonderen Situation benutze ich mein Rolkbrett, Treppen bewãltige ich auf Händen und Beckenkorb, auch zuhause bewege ich mich meist mit Hânden und Beckenkorb fort.
Trâgt Dein Freund Prothesen, wie bewegtes sich fort, was habt Ihr für Hobbys?

Mein Freund hat Prothesen, da seine Stümpfe aber recht kurz sind ist die Fortbewegung darauf aber sehr mühsam und klappt auch nur mit zwei Stöcken, so ist seine Hauptfortbewegungsart, wie bei Dir, der Rollstuhl. Mit ihm ist er auch sehr flink, wenig und ausdauernd unterwegs. Zuhause ist er auch viel auf Po und Hânden unterwegs.
Wie ist das tragen Deines Beckenkorbs, ist das eher bequem oder unbequem ?
Wann oder wozu nutzt Du Dein Rollbrett, mein Freund hat keines.
Ja, die ständigen Blicke, waren für mich Anfangs auch ungewohnt und unangenehm, hat sich aber bei mir auch schnell ins Gegenteil umgekehrt, ich bin stolz auf meinen Freund, er gibt mir alles und mehr was ich von einem Mann erwarte.
Ich achte auf viele Faktoren bei einem Mann, vieles ist mir wichtig, Beine haben auf dieser Liste aber keine hohe Priorität.
Was hast Du am Wochenende gemacht?

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12. August um 16:15
In Antwort auf saskiatv

Mein Freund hat Prothesen, da seine Stümpfe aber recht kurz sind ist die Fortbewegung darauf aber sehr mühsam und klappt auch nur mit zwei Stöcken, so ist seine Hauptfortbewegungsart, wie bei Dir, der Rollstuhl. Mit ihm ist er auch sehr flink, wenig und ausdauernd unterwegs. Zuhause ist er auch viel auf Po und Hânden unterwegs.
Wie ist das tragen Deines Beckenkorbs, ist das eher bequem oder unbequem ?
Wann oder wozu nutzt Du Dein Rollbrett, mein Freund hat keines.
Ja, die ständigen Blicke, waren für mich Anfangs auch ungewohnt und unangenehm, hat sich aber bei mir auch schnell ins Gegenteil umgekehrt, ich bin stolz auf meinen Freund, er gibt mir alles und mehr was ich von einem Mann erwarte.
Ich achte auf viele Faktoren bei einem Mann, vieles ist mir wichtig, Beine haben auf dieser Liste aber keine hohe Priorität.
Was hast Du am Wochenende gemacht?

Ja, das kann ich mir vorstellen, dass das Gehen auf zwei Oberschenkelprothesen bei kurzen Strümpfen sehr mühsam ist und er deshalb meist den Rolli nutzt.
Inzwischen habe ich mich perfekt an meine Beckenkorb gewöhnt und finde ihn bequem, anfangs war das Tragen schon sehr speziell und Gewöhnungsbedürftig, als ich das erste Mal mit meinem Körperstumpf in den Kunststoffbeckenkorb reinglitt, empfand ich das als sehr unbequem und einengend und wollte gleich wieder raus, aber ich gewöhnte mich dann aber schell daran, er ist ja auch sehr wichtig für mich denn er gibt mir eine stabile und inzwischen auch bequeme Sitzfläche. An heißen Tagen ist es in ihm ziemlich war, und auch das zur Toilette gehegehen ist ein wenig umständlich, aber daran habe ich mich auchgut gewöhnt.
Mein Rollbrett ist sehr parktisch, mit ihm kann ich mich rollend fortbewegen und auch kleinere Treppen und mehrere Stufen bewältigen, was mit dem Rolli ja nicht so gut klappt. Ich kann meinen Beckenkorb an dem Rollbrett fixieren und mich so am Treppengeländer mitsamt meinem Beckenkorb Stufe fur Stufe hochziehen oder hinunterlassen. Das klappt sehr gut, ich bin mit ihm auch schnell und ausdauernd unterwegs, allerdings viel bodennäher als im Rollstuhl, ich bin damit natürlich sehr klein und muss mich z.B. an der Kasse im Supermarkt immer erst bemerkbar machen, da bei  vielen Kassen mich die Kassiererin hinter dem Transportband nicht sieht.
DasWochenende war schön, ich war beim einem DFB Pokalspiel, im Kino in Kneipen und in Restaurants. Was habt Ihr gemacht?

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19. August um 13:29

Hi, wir waren eine Woche auf Mallorca, war sehr schön und wir haben es uns gut gehen lassen. Ich kann mir gut vorstellen das so ein Kunststoffbeckenkorb am Anfang ganz schön unbequem, warm und gewöhnungsbedürftig ist, aber schön das Du Dich so schnell gut an ihn gewöhnt hat's, denn ohne ihn zu sitzen stelle ich mir ganz ohne Stümpfe sehr schwer vor, mein Freund hat ja wegen seiner sehr kurzen Stümpfe auch manchmal leichte Schwierigkeiten stabil zu sitzen.Wie machst Du es beim Toilettengang, musst Du mit Deinem Körperstumpf aus dem Beckenkorb, oder hast Du andere Lösungen?
Das Rollbrett hört sich interessant an, das könnte auch etwas für meinen Freund sein, wo hast Du es her, was ist das für ein Modell?

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20. August um 17:30

Der Toilettengang ist im Rollstuhl ohne Beine auf normalen, engen Toiletten immer ein Problem, egal ob wie ich ganz ohne Stümpfe im Beckenkorb oder wie bei Deinem Freund mit kurzen Stümpfen. Auf Behindertentoiletten mit viel Platz klappt es, auf normalen engen leider nicht. Zum Urinieren kann ich im Beckenkorb bleiben und eine Klappe öffnen, zur Darmentleerung muss ich aus dem Beckenkorb. Da ich dass aber lieber Zuhause in sauberer Atmosphäre mache, irrigiere ich mich bevor ich ausgehe, dann bin ich mir sicher dass ich unterwegs nicht meinen Darm entleeren muss, dass klappt sehr gut. Auf dem Rollbrett oder auf Händen und Beckenkorb gehe ich unterwegs sowieso nicht auf Toilette, dass ist mir da einfach zu bodennah.
Das Rollbrett hat keine Marke, das ist Eigenbau, ich sah im Internet das sowas vor allem in Osteuropa oft von Beinlosen eingesetzt wird und ich hielt es für bestimmte Zwecke als sehr gute Ergänzung zu meinem chicen, leichten Carbonrolli.
Natürlich ist mein Rolli absolut meine primäre Fortbewegungsart und ich fühle mich in ihm sehr wohl und bin in ihm sehr flink, beweglich und ausdauernd und er ersetzt meine fehlenden Beine ganz hervorragend, aber trotzdem ist das Rollbrett manchmal eine gute Ergänzung. Wenn Ihr Interesse habt, sage ich Euch gerne wie ich es gebaut habe

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26. August um 16:46
In Antwort auf fisherax

Der Toilettengang ist im Rollstuhl ohne Beine auf normalen, engen Toiletten immer ein Problem, egal ob wie ich ganz ohne Stümpfe im Beckenkorb oder wie bei Deinem Freund mit kurzen Stümpfen. Auf Behindertentoiletten mit viel Platz klappt es, auf normalen engen leider nicht. Zum Urinieren kann ich im Beckenkorb bleiben und eine Klappe öffnen, zur Darmentleerung muss ich aus dem Beckenkorb. Da ich dass aber lieber Zuhause in sauberer Atmosphäre mache, irrigiere ich mich bevor ich ausgehe, dann bin ich mir sicher dass ich unterwegs nicht meinen Darm entleeren muss, dass klappt sehr gut. Auf dem Rollbrett oder auf Händen und Beckenkorb gehe ich unterwegs sowieso nicht auf Toilette, dass ist mir da einfach zu bodennah.
Das Rollbrett hat keine Marke, das ist Eigenbau, ich sah im Internet das sowas vor allem in Osteuropa oft von Beinlosen eingesetzt wird und ich hielt es für bestimmte Zwecke als sehr gute Ergänzung zu meinem chicen, leichten Carbonrolli.
Natürlich ist mein Rolli absolut meine primäre Fortbewegungsart und ich fühle mich in ihm sehr wohl und bin in ihm sehr flink, beweglich und ausdauernd und er ersetzt meine fehlenden Beine ganz hervorragend, aber trotzdem ist das Rollbrett manchmal eine gute Ergänzung. Wenn Ihr Interesse habt, sage ich Euch gerne wie ich es gebaut habe

Ja, der Toilettengang unterwegs ist auch für meinen Freund ein Problem. In normale Toiletten kommt er meist mit dem Rolli nicht gut oder gar nicht rein, wenn doch kann er nicht umsetzen auf die Toilette, ein Urinal kann er auch nicht benutzen, er versucht immer alles zu Hause zu erledigen, wenn er unterwegs doch muss suchen wir eine Behindertentoiletten, wenn wir keine finden, nehme ich ihn mit auf die Damentoilette und helfe ihm. Wie funktioniert das irrigieren.
Ja, das Rol!brett interessiert uns auch, es scheint eine gute Ergänzung zum Rollstuhl für Beinlose, bitte teile uns mit wie Du es gebaut hast

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28. August um 15:12
In Antwort auf saskiatv

Ja, der Toilettengang unterwegs ist auch für meinen Freund ein Problem. In normale Toiletten kommt er meist mit dem Rolli nicht gut oder gar nicht rein, wenn doch kann er nicht umsetzen auf die Toilette, ein Urinal kann er auch nicht benutzen, er versucht immer alles zu Hause zu erledigen, wenn er unterwegs doch muss suchen wir eine Behindertentoiletten, wenn wir keine finden, nehme ich ihn mit auf die Damentoilette und helfe ihm. Wie funktioniert das irrigieren.
Ja, das Rol!brett interessiert uns auch, es scheint eine gute Ergänzung zum Rollstuhl für Beinlose, bitte teile uns mit wie Du es gebaut hast

Für das Irrigieren habe ich ein Gerät, ich führe einen Schlauch in meinen After ein, blase an ihm einen Ballon auf, damit er im Hintern bleibt und spritze dann Wasser ein, der Darm entleert sich dann danach, ist am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich dran gewöhnt hat ist es Klasse, denn ich muss unterwegs nicht mehr meinen Darm entleeren, was als totaler Ohnbeiner ja nicht so einfach ist, da ich dazu aus meinem Beckenkorb raus muss.
Das Rollbrett habe ich selbst gebaut, ich habe mir dazu ein Rollbrett aus dem Baumarkt geholt, wichtig ist eines mit möglichst grossen und weichen Rädern zu wählen, habe die Sitzfläche leicht abgepolstert, damit auf schlechten Wegen nicht zu derbe Schläge in meinen Beckenkorb und meinen Körperstumpf gelangen und habe eine Halterung gebastelt mit der ich das Rollbrett fest an meinem Beckenkorb fixiere. Das hat den Vorteil, dass ich so auch kleinere Treppen mit mehreren Stufen bewâltigen kann indem ich mich, mit am Beckenkorb fixiertem Rollbrett am Geländer Stufe für Stufe hochziehe. Mit einiger Übung klappt das sehr gut. Zur Fortbewegung habe ich Lederhandschuhe an mit denen ich mich und das Rollbrett am Boden anschiebe. 
Der einzige Nachteil am Anfang war, dass ich bei dieser Fortbewegungsart natürlich sehr klein bin und das es ungewöhnlich aussieht, also gaffen die Leute extrem. In der Anfangszeit, als ich much an mein neues Leben ganz ohne Beine gewôhnen musste, nervte mich das sehr, heute stört es mich gar nicht mehr, denn ich habe meinen beinlosen Körper vollkommen angenommen und komme sehr gut ohne Beine zurecht.
Wenn Dein Freund auch ein Rollbrett bauen will muss er nur schauen wie er, da er ja keinen Beckkorb wie ich trägt, seinen Körper an ihm fixiert.

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