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Beziehung mit Zwangserkranktem

1. Februar um 5:53

Hallo ihr,
ich hoffe es wird nicht zu konfus, lang wird es leider. Momentan weiß ich einfach nicht weiter...
Mein Freund und ich kannten uns schon länger, bevor wir zusammen kamen. Ab da verlief dann alles super schnell, super intensiv, irgendwie herrschte das Gefühl endlich so angenommen zu werden wie man ist und man selbst sein zu können. Das wir nicht völlig kompatibel waren (z.B. bezüglich einiger Wertevorstellung, Urlaubsvorlieben, ect.) hat sich da schon abgezeichnet. Aber frisch verliebt und rosarote Brille... 
Er war ehrlich; ich wusste seit Beginn der Beziehung, dass er an Zwangsgedanken und teils auch Handlungen leidet, Depressionen waren auch dabei, aber irgendwie nicht so stark. Die Zwangserkrankung wird aber immer schlimmer und schränken sein Leben und langsam meins immer mehr ein. Seine Mutter macht meist was ihm kurzeitig Erleichterung verschafft, obwohl sie selber eine schicksalsgebeutelte Frau ist oder vielleicht ist das auch das jahrlange Wirken seiner Krankheit. Jedenfalls widersetzte ich mich meisten, habe aber mittlerweile keine Kraft mehr dagegen anzugehen. So gleichgültig sind die Themen aber dann doch nicht, dass kein Streit daraus resultiert. Tatsächlich streiten wir fast täglich, auch über Nichtigkeiten ( Krümmel auf dem Boden, ich würde die fix wegsaugen, gut ist, nein Drama herrscht. Wir steiten nicht darüber, wer es weg macht, obwohl ich das gerne selber machen würde, sonder darüber wie ich angeblich nicht schnell genug war, den Kinder das Brot wegzunemen bevor sie's zerreiben und Brösel runter fallen bzw. würde ich sie immer mit dem Essen spielen lassen) So reden wir kaum noch miteinander. Jeder bedauert das, aber die Angst einen erneuten kraftsaugenden, ergebnislosen Streit zu produzieren überwiegt. Ich weiß, dass Totschweigen nichts bringt, aber mittlerweile sind andere Dinge, wie mich um die Kinder kümmern wichtiger, als mich nutzlos im Kreis zu drehen. Bitte ich um Unterstützung behauptet er, dass er mehr machen könnte, wenn es ihm besser ginge und dass ihm alles wegen seiner Krankheit so schwer fällt. OK, soweit korrekt, aber soll deshalb alles auf mir lasten? Ich habe meine Wohlfühlzone schon längst verlassen, meine Gesundheit leidet auch. Ich solle doch eher weniger mit ihm Streiten, als dadurch dafür zu sorgen, dass es ihm schlechter geht. Arrhgh. Was soll ich da argumentieren? Er bleibt uneinsichtig. Versucht mich zu erpressen. Ich bin mir nicht mal sicher ob ihm klar ist, was seine Aussagen bewirken. Lösungsvorschläge hat er auch keine. Bevor die Kinder weinen, springe ich.
Wir haben Zwilling die jetzt ca. 1.5 jahre alt sind. Manchmal denke ich, ich hätte 3 Kinder. Er bekommt eigentlich kaum was alleine hin, unterstützt fühle ich mich gleich null. Wehe, ich wertschätze das was er tut nicht, dann kann er`s ja auch gleich lassen. Tatsächlich bin ich in letzter Zeit froher und bekomme auch mehr erledigt, wenn er nicht da ist und Ansprüche stellt, wie die Dinge zu erfolgen haben. Ich arbeite 4h pro Tag, die Kinder sind bis 13 Uhr in der Kita, er versucht sein Studium zu machen. Behördengänge, Haushalt, Einkaufen, Kinder betreuen, wenn ich dann nach Hause komme, Essen machen mittags sowieso fast immer, abends in Bett bringen ist meistens auch mein Job, und die Nacht durch muss ich auch noch springen (da ich sie ja viel besser beruhigen kann und sie von ihm angeblich nicht die Flasche akzeptieren, was er 2 min versucht und wenn das nicht klappt, das Kind wieder bei mir abläd) und sie wenn sie krank sind betüdeln, fällt alles mir zu. Er geht morgens um 8 Uhr und kommt 4x die Woche nach 15 Uhr nach Hause, manche Vorlesungen gehen bis 18 Uhr. Zur Zeit ist sein großes Thema die Unordnung, die abends herrscht (Spielzeug in Wohnung verteilt, zusammengelegte Wäsche auf dem Sofa, Essen der Kleinen auf dem Tisch,..), welche tags entsteht. Wenn er mir die Kinder abends kurz abnehmen würde, könnte ich das problemlos in 20 min aufräumen, aber er meint, ich müsste die Kinder tags am Unordnung machen hindern,.... das ist ne Sisyphusaufgabe. Kinder spielen und ich kann/will sie nicht permanent bespielen, geschweige, dass ich es einsehe, alles zu machen. Während ich die Kinder ins Bett bringen, kann er nicht kurz die Sachen zusammen sammeln. Seine Mutter hilft finanziell seinen Part zu tragen. Tatsächlich überschüttet sie die Kinder mit Liebe aber nicht mit Konsequenz, was mir das Leben auch wieder schwer macht, da ich das "Verziehen" wieder ausbügeln muss. Sie überflutet uns mit Anziehsachen für die Kleinen, das ist tatsächlich nützlich, auch wenn das solche Formen annimmt, das sie bei sich zu Hause ne 2. Komplettgarnitur zum Anziehen hat. Aber das ist eigentlich eine andere Baustelle. Sollte der Tag kommen, wo ich mir anhören muss wie undankbar ich bin, weil sie doch so viel für uns/ die Kleinen getan hat, werde ich mich dann damit beschäftigen. Denn momentan nehme ich ihre Art und sämtliche Umstände die das mit sich bringt, hin um so wenigstens eine kleine Pause zu erhalten. Ich bin so gestresst, dass ich alles mögliche vergesse, nur noch auf "Autopilot" funktioniere, das nötigste für den nächsten Tag mache und auf Zärtlichkeiten hab ich schon gleich 3x keine Lust. Das stellt für mich auch kein Problem dar, aber da werde ich zusätzlich unter Druck gesetzt.

Er lässt mich auch auflaufen, was die kindkranktage beim Arbeitgeber angeht. Es ist Ende Januar und ich hab noch 5 fürs Jahr übrig, da das leider eine längere Krankheitsgeschichte war. Er konnte keine Vorlesungen ausfallen lassen, ist ja kurz vor den Prüfungen. jetzt brennt der Hintern und anderseits kommt er nicht in die Puschen, wenns ans Lernen geht, krankheitsbedingt oder doch Bequemlichkeit? Da geh ich die Wände hoch. Er meint, ich bräuchte nicht unbedingt arbeiten gehen, klar, wäre ihm lieber ich bliebe zu Hause, dann hätte er nochmal weniger Stress. Ich möchte aber nicht auf Kosten seiner Mutter leben.

So weit. Seine letzte Therapie hat er abgebrochen. Will auch nicht zur  Paartherapie. 
Was bleibt mir zu tun? Haben die Kinder etwas von so einem Zuhause? Denn, wenn sich nichts ändert, nehmen die Kinder sicherlich Schaden. 
Welche Hilfen bekomme ich wo? Finanziell und emotional? Ich wollte in Kur gehen, weil ich meine Gelassenheit verloren habe und emotional auf Abwegen unterwegs bin.
Ich mach ja auch nix mehr für mich selber.

Was mach ich, wenn ich mich trenne und die Kinderkranktage aufgebraucht sind?  Die Kita hat Schließtage, soviel Urlaub habe ich nicht. Wo gibt's da vielleicht Zuschüsse?

Wenn ich meinen Job verliere, bin noch in der Probezeit, wo erhalte ich Unterstützung. Ich hab davor genügend Jahre gearbeitet um Arbeitslosengeld zu erhalten, aber dann bekäme ich wohl auch kein Wohngeld mehr. 
Wer vermittelt bezahlbaren Wohnraum an Alleinerziehende mit 2 Kindern? 
Mein Freund ist emotional nicht stabil. Es gab schon Momente, wo ich zugelassen habe, dass er sich mit einem Messer schneidet oder Stiche zufügt, wenn er mich damit versucht hat emotional zu erpressen. Seidem lässt er es. Hat sich trotzdem beschissen angefühlt und seiner Bewertung, Kommentare haben ihr übriges beigetragen.
Wie bekomme ich die Trennung hin? Er hat Tage an denen er mit seinem Leben nicht mehr klar kommt, nicht mehr will und ein weinender Haufen Elend ist. Er hat nur noch seine Mutter. Der Vater ist vor ein paar Jahren erst gestorben. Die Mittleidspunkte... Ich weiß nicht mal mehr was das mit uns als Paar ist. Um das Pensum zu bewältigen, habe ich mich innerlich irgendwie entfernt. Nicht dass ich das nicht angesprochen hätte...aber er weiß auch nicht was er tun kann.. Ich solle mir doch Hilfe holen oder nicht mehr Arbeiten, dann könnte ich die Zeit während die Kinder in der Kita sind für mich nutzen.

An sich mag ich meinen Freund, aber dass er sich der Verantwortung entzieht, macht mir das Leben schwer.

Könnt ihr mir was raten? Irgendwelche Erfahrungen? 
 

Mehr lesen

1. Februar um 7:22

Familienberatungsstellen
und Jugendamt aufsuchen, Möglichkeiten abklären.

Kitas vertreten sich in den Ferien gegenseitig oder bei den zuständigen Trägern (Stadt, Kirche) nachfragen. 

Der Vater ist ja auch noch da, oder hat er keinerlei Interesse an den Kindern? Wenn bei ihm Interesse besteht, kann er die Aufgaben erlernen, um verantwortungsvollen Umgang mit den Kindern zu haben, sodass er nicht vollkommen ausgeschlossen wird und du/ihr alle davon profitiert... 

Deine Krankheitstage beim Arbeitgeber  könnte der Vater dir überschreiben, wenn er sie nicht in Anspruch nimmt...

Such dir auch einen Babysitter, die Kosten sind absetzbar.   

Außerdem ist es möglich und nicht verwerflich eine Zeitlang von weniger Geld zu leben oder einen minderwertigen Job anzunehmen, solange du deinen Mut und deine Zuversicht nicht verlierst...denn ab dem Grundschulalter sind Kinder relativ selbständig, haben eine gute Immunabwehr aufgebaut, so dass du wieder mehr arbeiten kannst...

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1. Februar um 7:26
In Antwort auf blablablub

Hallo ihr,
ich hoffe es wird nicht zu konfus, lang wird es leider. Momentan weiß ich einfach nicht weiter...
Mein Freund und ich kannten uns schon länger, bevor wir zusammen kamen. Ab da verlief dann alles super schnell, super intensiv, irgendwie herrschte das Gefühl endlich so angenommen zu werden wie man ist und man selbst sein zu können. Das wir nicht völlig kompatibel waren (z.B. bezüglich einiger Wertevorstellung, Urlaubsvorlieben, ect.) hat sich da schon abgezeichnet. Aber frisch verliebt und rosarote Brille... 
Er war ehrlich; ich wusste seit Beginn der Beziehung, dass er an Zwangsgedanken und teils auch Handlungen leidet, Depressionen waren auch dabei, aber irgendwie nicht so stark. Die Zwangserkrankung wird aber immer schlimmer und schränken sein Leben und langsam meins immer mehr ein. Seine Mutter macht meist was ihm kurzeitig Erleichterung verschafft, obwohl sie selber eine schicksalsgebeutelte Frau ist oder vielleicht ist das auch das jahrlange Wirken seiner Krankheit. Jedenfalls widersetzte ich mich meisten, habe aber mittlerweile keine Kraft mehr dagegen anzugehen. So gleichgültig sind die Themen aber dann doch nicht, dass kein Streit daraus resultiert. Tatsächlich streiten wir fast täglich, auch über Nichtigkeiten ( Krümmel auf dem Boden, ich würde die fix wegsaugen, gut ist, nein Drama herrscht. Wir steiten nicht darüber, wer es weg macht, obwohl ich das gerne selber machen würde, sonder darüber wie ich angeblich nicht schnell genug war, den Kinder das Brot wegzunemen bevor sie's zerreiben und Brösel runter fallen bzw. würde ich sie immer mit dem Essen spielen lassen) So reden wir kaum noch miteinander. Jeder bedauert das, aber die Angst einen erneuten kraftsaugenden, ergebnislosen Streit zu produzieren überwiegt. Ich weiß, dass Totschweigen nichts bringt, aber mittlerweile sind andere Dinge, wie mich um die Kinder kümmern wichtiger, als mich nutzlos im Kreis zu drehen. Bitte ich um Unterstützung behauptet er, dass er mehr machen könnte, wenn es ihm besser ginge und dass ihm alles wegen seiner Krankheit so schwer fällt. OK, soweit korrekt, aber soll deshalb alles auf mir lasten? Ich habe meine Wohlfühlzone schon längst verlassen, meine Gesundheit leidet auch. Ich solle doch eher weniger mit ihm Streiten, als dadurch dafür zu sorgen, dass es ihm schlechter geht. Arrhgh. Was soll ich da argumentieren? Er bleibt uneinsichtig. Versucht mich zu erpressen. Ich bin mir nicht mal sicher ob ihm klar ist, was seine Aussagen bewirken. Lösungsvorschläge hat er auch keine. Bevor die Kinder weinen, springe ich.
Wir haben Zwilling die jetzt ca. 1.5 jahre alt sind. Manchmal denke ich, ich hätte 3 Kinder. Er bekommt eigentlich kaum was alleine hin, unterstützt fühle ich mich gleich null. Wehe, ich wertschätze das was er tut nicht, dann kann er`s ja auch gleich lassen. Tatsächlich bin ich in letzter Zeit froher und bekomme auch mehr erledigt, wenn er nicht da ist und Ansprüche stellt, wie die Dinge zu erfolgen haben. Ich arbeite 4h pro Tag, die Kinder sind bis 13 Uhr in der Kita, er versucht sein Studium zu machen. Behördengänge, Haushalt, Einkaufen, Kinder betreuen, wenn ich dann nach Hause komme, Essen machen mittags sowieso fast immer, abends in Bett bringen ist meistens auch mein Job, und die Nacht durch muss ich auch noch springen (da ich sie ja viel besser beruhigen kann und sie von ihm angeblich nicht die Flasche akzeptieren, was er 2 min versucht und wenn das nicht klappt, das Kind wieder bei mir abläd) und sie wenn sie krank sind betüdeln, fällt alles mir zu. Er geht morgens um 8 Uhr und kommt 4x die Woche nach 15 Uhr nach Hause, manche Vorlesungen gehen bis 18 Uhr. Zur Zeit ist sein großes Thema die Unordnung, die abends herrscht (Spielzeug in Wohnung verteilt, zusammengelegte Wäsche auf dem Sofa, Essen der Kleinen auf dem Tisch,..), welche tags entsteht. Wenn er mir die Kinder abends kurz abnehmen würde, könnte ich das problemlos in 20 min aufräumen, aber er meint, ich müsste die Kinder tags am Unordnung machen hindern,.... das ist ne Sisyphusaufgabe. Kinder spielen und ich kann/will sie nicht permanent bespielen, geschweige, dass ich es einsehe, alles zu machen. Während ich die Kinder ins Bett bringen, kann er nicht kurz die Sachen zusammen sammeln. Seine Mutter hilft finanziell seinen Part zu tragen. Tatsächlich überschüttet sie die Kinder mit Liebe aber nicht mit Konsequenz, was mir das Leben auch wieder schwer macht, da ich das "Verziehen" wieder ausbügeln muss. Sie überflutet uns mit Anziehsachen für die Kleinen, das ist tatsächlich nützlich, auch wenn das solche Formen annimmt, das sie bei sich zu Hause ne 2. Komplettgarnitur zum Anziehen hat. Aber das ist eigentlich eine andere Baustelle. Sollte der Tag kommen, wo ich mir anhören muss wie undankbar ich bin, weil sie doch so viel für uns/ die Kleinen getan hat, werde ich mich dann damit beschäftigen. Denn momentan nehme ich ihre Art und sämtliche Umstände die das mit sich bringt, hin um so wenigstens eine kleine Pause zu erhalten. Ich bin so gestresst, dass ich alles mögliche vergesse, nur noch auf "Autopilot" funktioniere, das nötigste für den nächsten Tag mache und auf Zärtlichkeiten hab ich schon gleich 3x keine Lust. Das stellt für mich auch kein Problem dar, aber da werde ich zusätzlich unter Druck gesetzt.

Er lässt mich auch auflaufen, was die kindkranktage beim Arbeitgeber angeht. Es ist Ende Januar und ich hab noch 5 fürs Jahr übrig, da das leider eine längere Krankheitsgeschichte war. Er konnte keine Vorlesungen ausfallen lassen, ist ja kurz vor den Prüfungen. jetzt brennt der Hintern und anderseits kommt er nicht in die Puschen, wenns ans Lernen geht, krankheitsbedingt oder doch Bequemlichkeit? Da geh ich die Wände hoch. Er meint, ich bräuchte nicht unbedingt arbeiten gehen, klar, wäre ihm lieber ich bliebe zu Hause, dann hätte er nochmal weniger Stress. Ich möchte aber nicht auf Kosten seiner Mutter leben.

So weit. Seine letzte Therapie hat er abgebrochen. Will auch nicht zur  Paartherapie. 
Was bleibt mir zu tun? Haben die Kinder etwas von so einem Zuhause? Denn, wenn sich nichts ändert, nehmen die Kinder sicherlich Schaden. 
Welche Hilfen bekomme ich wo? Finanziell und emotional? Ich wollte in Kur gehen, weil ich meine Gelassenheit verloren habe und emotional auf Abwegen unterwegs bin.
Ich mach ja auch nix mehr für mich selber.

Was mach ich, wenn ich mich trenne und die Kinderkranktage aufgebraucht sind?  Die Kita hat Schließtage, soviel Urlaub habe ich nicht. Wo gibt's da vielleicht Zuschüsse?

Wenn ich meinen Job verliere, bin noch in der Probezeit, wo erhalte ich Unterstützung. Ich hab davor genügend Jahre gearbeitet um Arbeitslosengeld zu erhalten, aber dann bekäme ich wohl auch kein Wohngeld mehr. 
Wer vermittelt bezahlbaren Wohnraum an Alleinerziehende mit 2 Kindern? 
Mein Freund ist emotional nicht stabil. Es gab schon Momente, wo ich zugelassen habe, dass er sich mit einem Messer schneidet oder Stiche zufügt, wenn er mich damit versucht hat emotional zu erpressen. Seidem lässt er es. Hat sich trotzdem beschissen angefühlt und seiner Bewertung, Kommentare haben ihr übriges beigetragen.
Wie bekomme ich die Trennung hin? Er hat Tage an denen er mit seinem Leben nicht mehr klar kommt, nicht mehr will und ein weinender Haufen Elend ist. Er hat nur noch seine Mutter. Der Vater ist vor ein paar Jahren erst gestorben. Die Mittleidspunkte... Ich weiß nicht mal mehr was das mit uns als Paar ist. Um das Pensum zu bewältigen, habe ich mich innerlich irgendwie entfernt. Nicht dass ich das nicht angesprochen hätte...aber er weiß auch nicht was er tun kann.. Ich solle mir doch Hilfe holen oder nicht mehr Arbeiten, dann könnte ich die Zeit während die Kinder in der Kita sind für mich nutzen.

An sich mag ich meinen Freund, aber dass er sich der Verantwortung entzieht, macht mir das Leben schwer.

Könnt ihr mir was raten? Irgendwelche Erfahrungen? 
 

Kann ja nicht die Lösung sein, dass du nicht mehr arbeitest und dann ist Ruhe im Karton . Das ist ja eine fatale Aussage .

Er hat ja genug Zeit sich auch um die Kinder und den Haushalt zu kümmern .

Wenn ich mir das so durchlese, kann ich mir gut vorstellen, dass man da an seine Grenzen kommt . Auf der einen Seite darfst du machen und tun - und er lehnt sich zurück . Verweigert Therapie und Co und legt dir Nahe, das Arbeiten aufzugeben . Kritisiert noch dein Tun und erpresst dich .

Studieren kann er ja auch mit seiner Krankheit, dann wird das mit dem Spielzeug wegräumen, Küche aufräumen, mal kochen, mit den Kindern rausgehen auch klappen . Ich denke er will nicht und andere dürfen für ihn . Und da fühlt man sich auch alleine gelassen, ich würde mich auch nicht von der Schwiegermutter aushalten lassen, das man dann sowieso an den Kopf geknallt bekommt, wenn man sich trennt .

Wozu studiert er eigentlich ? Das schafft er und im Gegenzug ist er nicht in der Lage das Spielzeug seiner Kinder zu verräumen, oder mal Wäsche zusammenfalten ? Einen Spaziergang mit seinen Kindern zu unternehmen ?

Ich würde mich an eine Beratungsstelle wenden . Dort bekommst du bestimmt gute Tipps usw. Auch bezüglich Wohnungen usw. - und das Finanzielle .

Der legt sich ganz schön zurück und hat gute Ausreden parat . Aber offensichtich hat seine Mama immer alles "geregelt und repariert" .

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1. Februar um 7:37
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Hallo ihr,
ich hoffe es wird nicht zu konfus, lang wird es leider. Momentan weiß ich einfach nicht weiter...
Mein Freund und ich kannten uns schon länger, bevor wir zusammen kamen. Ab da verlief dann alles super schnell, super intensiv, irgendwie herrschte das Gefühl endlich so angenommen zu werden wie man ist und man selbst sein zu können. Das wir nicht völlig kompatibel waren (z.B. bezüglich einiger Wertevorstellung, Urlaubsvorlieben, ect.) hat sich da schon abgezeichnet. Aber frisch verliebt und rosarote Brille... 
Er war ehrlich; ich wusste seit Beginn der Beziehung, dass er an Zwangsgedanken und teils auch Handlungen leidet, Depressionen waren auch dabei, aber irgendwie nicht so stark. Die Zwangserkrankung wird aber immer schlimmer und schränken sein Leben und langsam meins immer mehr ein. Seine Mutter macht meist was ihm kurzeitig Erleichterung verschafft, obwohl sie selber eine schicksalsgebeutelte Frau ist oder vielleicht ist das auch das jahrlange Wirken seiner Krankheit. Jedenfalls widersetzte ich mich meisten, habe aber mittlerweile keine Kraft mehr dagegen anzugehen. So gleichgültig sind die Themen aber dann doch nicht, dass kein Streit daraus resultiert. Tatsächlich streiten wir fast täglich, auch über Nichtigkeiten ( Krümmel auf dem Boden, ich würde die fix wegsaugen, gut ist, nein Drama herrscht. Wir steiten nicht darüber, wer es weg macht, obwohl ich das gerne selber machen würde, sonder darüber wie ich angeblich nicht schnell genug war, den Kinder das Brot wegzunemen bevor sie's zerreiben und Brösel runter fallen bzw. würde ich sie immer mit dem Essen spielen lassen) So reden wir kaum noch miteinander. Jeder bedauert das, aber die Angst einen erneuten kraftsaugenden, ergebnislosen Streit zu produzieren überwiegt. Ich weiß, dass Totschweigen nichts bringt, aber mittlerweile sind andere Dinge, wie mich um die Kinder kümmern wichtiger, als mich nutzlos im Kreis zu drehen. Bitte ich um Unterstützung behauptet er, dass er mehr machen könnte, wenn es ihm besser ginge und dass ihm alles wegen seiner Krankheit so schwer fällt. OK, soweit korrekt, aber soll deshalb alles auf mir lasten? Ich habe meine Wohlfühlzone schon längst verlassen, meine Gesundheit leidet auch. Ich solle doch eher weniger mit ihm Streiten, als dadurch dafür zu sorgen, dass es ihm schlechter geht. Arrhgh. Was soll ich da argumentieren? Er bleibt uneinsichtig. Versucht mich zu erpressen. Ich bin mir nicht mal sicher ob ihm klar ist, was seine Aussagen bewirken. Lösungsvorschläge hat er auch keine. Bevor die Kinder weinen, springe ich.
Wir haben Zwilling die jetzt ca. 1.5 jahre alt sind. Manchmal denke ich, ich hätte 3 Kinder. Er bekommt eigentlich kaum was alleine hin, unterstützt fühle ich mich gleich null. Wehe, ich wertschätze das was er tut nicht, dann kann er`s ja auch gleich lassen. Tatsächlich bin ich in letzter Zeit froher und bekomme auch mehr erledigt, wenn er nicht da ist und Ansprüche stellt, wie die Dinge zu erfolgen haben. Ich arbeite 4h pro Tag, die Kinder sind bis 13 Uhr in der Kita, er versucht sein Studium zu machen. Behördengänge, Haushalt, Einkaufen, Kinder betreuen, wenn ich dann nach Hause komme, Essen machen mittags sowieso fast immer, abends in Bett bringen ist meistens auch mein Job, und die Nacht durch muss ich auch noch springen (da ich sie ja viel besser beruhigen kann und sie von ihm angeblich nicht die Flasche akzeptieren, was er 2 min versucht und wenn das nicht klappt, das Kind wieder bei mir abläd) und sie wenn sie krank sind betüdeln, fällt alles mir zu. Er geht morgens um 8 Uhr und kommt 4x die Woche nach 15 Uhr nach Hause, manche Vorlesungen gehen bis 18 Uhr. Zur Zeit ist sein großes Thema die Unordnung, die abends herrscht (Spielzeug in Wohnung verteilt, zusammengelegte Wäsche auf dem Sofa, Essen der Kleinen auf dem Tisch,..), welche tags entsteht. Wenn er mir die Kinder abends kurz abnehmen würde, könnte ich das problemlos in 20 min aufräumen, aber er meint, ich müsste die Kinder tags am Unordnung machen hindern,.... das ist ne Sisyphusaufgabe. Kinder spielen und ich kann/will sie nicht permanent bespielen, geschweige, dass ich es einsehe, alles zu machen. Während ich die Kinder ins Bett bringen, kann er nicht kurz die Sachen zusammen sammeln. Seine Mutter hilft finanziell seinen Part zu tragen. Tatsächlich überschüttet sie die Kinder mit Liebe aber nicht mit Konsequenz, was mir das Leben auch wieder schwer macht, da ich das "Verziehen" wieder ausbügeln muss. Sie überflutet uns mit Anziehsachen für die Kleinen, das ist tatsächlich nützlich, auch wenn das solche Formen annimmt, das sie bei sich zu Hause ne 2. Komplettgarnitur zum Anziehen hat. Aber das ist eigentlich eine andere Baustelle. Sollte der Tag kommen, wo ich mir anhören muss wie undankbar ich bin, weil sie doch so viel für uns/ die Kleinen getan hat, werde ich mich dann damit beschäftigen. Denn momentan nehme ich ihre Art und sämtliche Umstände die das mit sich bringt, hin um so wenigstens eine kleine Pause zu erhalten. Ich bin so gestresst, dass ich alles mögliche vergesse, nur noch auf "Autopilot" funktioniere, das nötigste für den nächsten Tag mache und auf Zärtlichkeiten hab ich schon gleich 3x keine Lust. Das stellt für mich auch kein Problem dar, aber da werde ich zusätzlich unter Druck gesetzt.

Er lässt mich auch auflaufen, was die kindkranktage beim Arbeitgeber angeht. Es ist Ende Januar und ich hab noch 5 fürs Jahr übrig, da das leider eine längere Krankheitsgeschichte war. Er konnte keine Vorlesungen ausfallen lassen, ist ja kurz vor den Prüfungen. jetzt brennt der Hintern und anderseits kommt er nicht in die Puschen, wenns ans Lernen geht, krankheitsbedingt oder doch Bequemlichkeit? Da geh ich die Wände hoch. Er meint, ich bräuchte nicht unbedingt arbeiten gehen, klar, wäre ihm lieber ich bliebe zu Hause, dann hätte er nochmal weniger Stress. Ich möchte aber nicht auf Kosten seiner Mutter leben.

So weit. Seine letzte Therapie hat er abgebrochen. Will auch nicht zur  Paartherapie. 
Was bleibt mir zu tun? Haben die Kinder etwas von so einem Zuhause? Denn, wenn sich nichts ändert, nehmen die Kinder sicherlich Schaden. 
Welche Hilfen bekomme ich wo? Finanziell und emotional? Ich wollte in Kur gehen, weil ich meine Gelassenheit verloren habe und emotional auf Abwegen unterwegs bin.
Ich mach ja auch nix mehr für mich selber.

Was mach ich, wenn ich mich trenne und die Kinderkranktage aufgebraucht sind?  Die Kita hat Schließtage, soviel Urlaub habe ich nicht. Wo gibt's da vielleicht Zuschüsse?

Wenn ich meinen Job verliere, bin noch in der Probezeit, wo erhalte ich Unterstützung. Ich hab davor genügend Jahre gearbeitet um Arbeitslosengeld zu erhalten, aber dann bekäme ich wohl auch kein Wohngeld mehr. 
Wer vermittelt bezahlbaren Wohnraum an Alleinerziehende mit 2 Kindern? 
Mein Freund ist emotional nicht stabil. Es gab schon Momente, wo ich zugelassen habe, dass er sich mit einem Messer schneidet oder Stiche zufügt, wenn er mich damit versucht hat emotional zu erpressen. Seidem lässt er es. Hat sich trotzdem beschissen angefühlt und seiner Bewertung, Kommentare haben ihr übriges beigetragen.
Wie bekomme ich die Trennung hin? Er hat Tage an denen er mit seinem Leben nicht mehr klar kommt, nicht mehr will und ein weinender Haufen Elend ist. Er hat nur noch seine Mutter. Der Vater ist vor ein paar Jahren erst gestorben. Die Mittleidspunkte... Ich weiß nicht mal mehr was das mit uns als Paar ist. Um das Pensum zu bewältigen, habe ich mich innerlich irgendwie entfernt. Nicht dass ich das nicht angesprochen hätte...aber er weiß auch nicht was er tun kann.. Ich solle mir doch Hilfe holen oder nicht mehr Arbeiten, dann könnte ich die Zeit während die Kinder in der Kita sind für mich nutzen.

An sich mag ich meinen Freund, aber dass er sich der Verantwortung entzieht, macht mir das Leben schwer.

Könnt ihr mir was raten? Irgendwelche Erfahrungen? 
 

Das Leben mit psychisch kranken Menschen kann die Hölle sein, weiß ich aus eigener Erfahrung. Die fehlende Einsicht Hilfe annehmen zu müssen um an sich zu arbeiten, macht einen wütend. Das Selbstmitleid und die Aussage "ich kann doch nix dafür, ich bin krank" bzw. "ich kann nix ändern, ich weiß nicht wie" ärgern noch mehr.
Mein Rat an dich: nichts mehr tolerieren! Verlangen dass er eine Therapie macht um endlich in der Lage sein zu können, ein anständiger Vater und Partner zu sein! Ansonsten Konsequenzen ziehen. Nicht nur androhen sondern durchziehen.
Wohnung suchen und gehen. Hilfe wirst du bekommen, google mal "staatlich Hilfe für alleinerziehende Mütter", da wird dir aufgezeigt wie und wohin du dich wenden kannst.
Aber auf keinen Fall in diese Situation verharren. Du machst dich kaputt. Aber deine Kinder brauchen eine ausgeglichene Mutter und wenn dein Freund den Arsch nicht hochkriegt um seinen Teil dazu beizutragen, dass ihr zusammen als Familie glücklich sein könnt, dann lebst du besser ohne ihn, auch wenn es anfangs schwer wird. Aber dein Leben wird besser werden. Alles Gute und viel Kraft dir. 

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1. Februar um 8:51

So wird seine Krankheit nicht besser werden. Du solltest gehen, auch mit denn hintergrund dass du deine Kinder der Gefahr einer psychischen Erkrankung ausssetzt wenn sie dem ganzen täglich ausgesetzt sind. Schütz sie und ermögliche Ihnen ein normales Leben.

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1. Februar um 9:37

Steht dabei - er ist der Vater .

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1. Februar um 9:38
In Antwort auf herbstblume6

So wird seine Krankheit nicht besser werden. Du solltest gehen, auch mit denn hintergrund dass du deine Kinder der Gefahr einer psychischen Erkrankung ausssetzt wenn sie dem ganzen täglich ausgesetzt sind. Schütz sie und ermögliche Ihnen ein normales Leben.

@ herbstblume - ist es nicht so, dass Kinder deren Eltern Depressionen haben - selbst dazu neigen ?

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1. Februar um 9:39
In Antwort auf blablablub

Hallo ihr,
ich hoffe es wird nicht zu konfus, lang wird es leider. Momentan weiß ich einfach nicht weiter...
Mein Freund und ich kannten uns schon länger, bevor wir zusammen kamen. Ab da verlief dann alles super schnell, super intensiv, irgendwie herrschte das Gefühl endlich so angenommen zu werden wie man ist und man selbst sein zu können. Das wir nicht völlig kompatibel waren (z.B. bezüglich einiger Wertevorstellung, Urlaubsvorlieben, ect.) hat sich da schon abgezeichnet. Aber frisch verliebt und rosarote Brille... 
Er war ehrlich; ich wusste seit Beginn der Beziehung, dass er an Zwangsgedanken und teils auch Handlungen leidet, Depressionen waren auch dabei, aber irgendwie nicht so stark. Die Zwangserkrankung wird aber immer schlimmer und schränken sein Leben und langsam meins immer mehr ein. Seine Mutter macht meist was ihm kurzeitig Erleichterung verschafft, obwohl sie selber eine schicksalsgebeutelte Frau ist oder vielleicht ist das auch das jahrlange Wirken seiner Krankheit. Jedenfalls widersetzte ich mich meisten, habe aber mittlerweile keine Kraft mehr dagegen anzugehen. So gleichgültig sind die Themen aber dann doch nicht, dass kein Streit daraus resultiert. Tatsächlich streiten wir fast täglich, auch über Nichtigkeiten ( Krümmel auf dem Boden, ich würde die fix wegsaugen, gut ist, nein Drama herrscht. Wir steiten nicht darüber, wer es weg macht, obwohl ich das gerne selber machen würde, sonder darüber wie ich angeblich nicht schnell genug war, den Kinder das Brot wegzunemen bevor sie's zerreiben und Brösel runter fallen bzw. würde ich sie immer mit dem Essen spielen lassen) So reden wir kaum noch miteinander. Jeder bedauert das, aber die Angst einen erneuten kraftsaugenden, ergebnislosen Streit zu produzieren überwiegt. Ich weiß, dass Totschweigen nichts bringt, aber mittlerweile sind andere Dinge, wie mich um die Kinder kümmern wichtiger, als mich nutzlos im Kreis zu drehen. Bitte ich um Unterstützung behauptet er, dass er mehr machen könnte, wenn es ihm besser ginge und dass ihm alles wegen seiner Krankheit so schwer fällt. OK, soweit korrekt, aber soll deshalb alles auf mir lasten? Ich habe meine Wohlfühlzone schon längst verlassen, meine Gesundheit leidet auch. Ich solle doch eher weniger mit ihm Streiten, als dadurch dafür zu sorgen, dass es ihm schlechter geht. Arrhgh. Was soll ich da argumentieren? Er bleibt uneinsichtig. Versucht mich zu erpressen. Ich bin mir nicht mal sicher ob ihm klar ist, was seine Aussagen bewirken. Lösungsvorschläge hat er auch keine. Bevor die Kinder weinen, springe ich.
Wir haben Zwilling die jetzt ca. 1.5 jahre alt sind. Manchmal denke ich, ich hätte 3 Kinder. Er bekommt eigentlich kaum was alleine hin, unterstützt fühle ich mich gleich null. Wehe, ich wertschätze das was er tut nicht, dann kann er`s ja auch gleich lassen. Tatsächlich bin ich in letzter Zeit froher und bekomme auch mehr erledigt, wenn er nicht da ist und Ansprüche stellt, wie die Dinge zu erfolgen haben. Ich arbeite 4h pro Tag, die Kinder sind bis 13 Uhr in der Kita, er versucht sein Studium zu machen. Behördengänge, Haushalt, Einkaufen, Kinder betreuen, wenn ich dann nach Hause komme, Essen machen mittags sowieso fast immer, abends in Bett bringen ist meistens auch mein Job, und die Nacht durch muss ich auch noch springen (da ich sie ja viel besser beruhigen kann und sie von ihm angeblich nicht die Flasche akzeptieren, was er 2 min versucht und wenn das nicht klappt, das Kind wieder bei mir abläd) und sie wenn sie krank sind betüdeln, fällt alles mir zu. Er geht morgens um 8 Uhr und kommt 4x die Woche nach 15 Uhr nach Hause, manche Vorlesungen gehen bis 18 Uhr. Zur Zeit ist sein großes Thema die Unordnung, die abends herrscht (Spielzeug in Wohnung verteilt, zusammengelegte Wäsche auf dem Sofa, Essen der Kleinen auf dem Tisch,..), welche tags entsteht. Wenn er mir die Kinder abends kurz abnehmen würde, könnte ich das problemlos in 20 min aufräumen, aber er meint, ich müsste die Kinder tags am Unordnung machen hindern,.... das ist ne Sisyphusaufgabe. Kinder spielen und ich kann/will sie nicht permanent bespielen, geschweige, dass ich es einsehe, alles zu machen. Während ich die Kinder ins Bett bringen, kann er nicht kurz die Sachen zusammen sammeln. Seine Mutter hilft finanziell seinen Part zu tragen. Tatsächlich überschüttet sie die Kinder mit Liebe aber nicht mit Konsequenz, was mir das Leben auch wieder schwer macht, da ich das "Verziehen" wieder ausbügeln muss. Sie überflutet uns mit Anziehsachen für die Kleinen, das ist tatsächlich nützlich, auch wenn das solche Formen annimmt, das sie bei sich zu Hause ne 2. Komplettgarnitur zum Anziehen hat. Aber das ist eigentlich eine andere Baustelle. Sollte der Tag kommen, wo ich mir anhören muss wie undankbar ich bin, weil sie doch so viel für uns/ die Kleinen getan hat, werde ich mich dann damit beschäftigen. Denn momentan nehme ich ihre Art und sämtliche Umstände die das mit sich bringt, hin um so wenigstens eine kleine Pause zu erhalten. Ich bin so gestresst, dass ich alles mögliche vergesse, nur noch auf "Autopilot" funktioniere, das nötigste für den nächsten Tag mache und auf Zärtlichkeiten hab ich schon gleich 3x keine Lust. Das stellt für mich auch kein Problem dar, aber da werde ich zusätzlich unter Druck gesetzt.

Er lässt mich auch auflaufen, was die kindkranktage beim Arbeitgeber angeht. Es ist Ende Januar und ich hab noch 5 fürs Jahr übrig, da das leider eine längere Krankheitsgeschichte war. Er konnte keine Vorlesungen ausfallen lassen, ist ja kurz vor den Prüfungen. jetzt brennt der Hintern und anderseits kommt er nicht in die Puschen, wenns ans Lernen geht, krankheitsbedingt oder doch Bequemlichkeit? Da geh ich die Wände hoch. Er meint, ich bräuchte nicht unbedingt arbeiten gehen, klar, wäre ihm lieber ich bliebe zu Hause, dann hätte er nochmal weniger Stress. Ich möchte aber nicht auf Kosten seiner Mutter leben.

So weit. Seine letzte Therapie hat er abgebrochen. Will auch nicht zur  Paartherapie. 
Was bleibt mir zu tun? Haben die Kinder etwas von so einem Zuhause? Denn, wenn sich nichts ändert, nehmen die Kinder sicherlich Schaden. 
Welche Hilfen bekomme ich wo? Finanziell und emotional? Ich wollte in Kur gehen, weil ich meine Gelassenheit verloren habe und emotional auf Abwegen unterwegs bin.
Ich mach ja auch nix mehr für mich selber.

Was mach ich, wenn ich mich trenne und die Kinderkranktage aufgebraucht sind?  Die Kita hat Schließtage, soviel Urlaub habe ich nicht. Wo gibt's da vielleicht Zuschüsse?

Wenn ich meinen Job verliere, bin noch in der Probezeit, wo erhalte ich Unterstützung. Ich hab davor genügend Jahre gearbeitet um Arbeitslosengeld zu erhalten, aber dann bekäme ich wohl auch kein Wohngeld mehr. 
Wer vermittelt bezahlbaren Wohnraum an Alleinerziehende mit 2 Kindern? 
Mein Freund ist emotional nicht stabil. Es gab schon Momente, wo ich zugelassen habe, dass er sich mit einem Messer schneidet oder Stiche zufügt, wenn er mich damit versucht hat emotional zu erpressen. Seidem lässt er es. Hat sich trotzdem beschissen angefühlt und seiner Bewertung, Kommentare haben ihr übriges beigetragen.
Wie bekomme ich die Trennung hin? Er hat Tage an denen er mit seinem Leben nicht mehr klar kommt, nicht mehr will und ein weinender Haufen Elend ist. Er hat nur noch seine Mutter. Der Vater ist vor ein paar Jahren erst gestorben. Die Mittleidspunkte... Ich weiß nicht mal mehr was das mit uns als Paar ist. Um das Pensum zu bewältigen, habe ich mich innerlich irgendwie entfernt. Nicht dass ich das nicht angesprochen hätte...aber er weiß auch nicht was er tun kann.. Ich solle mir doch Hilfe holen oder nicht mehr Arbeiten, dann könnte ich die Zeit während die Kinder in der Kita sind für mich nutzen.

An sich mag ich meinen Freund, aber dass er sich der Verantwortung entzieht, macht mir das Leben schwer.

Könnt ihr mir was raten? Irgendwelche Erfahrungen? 
 

Das ist kein gesundes und harmonisches Umfeld für Deine Zwillinge.

Du machst doch jetzt schon alles alleine und er ist und benimmt sich ja wirklich wie ein 3. Kind.

Ich denke, dass Du mit den Zwillingen alleine besser zurecht kommst und Du hast ja auch eine Verantwortung Deinen Kindern gegenüber und der wirst Du nicht gerecht, wenn Du sie diesem "ungesunden" tagtäglichen Klima aussetzt.

Würde ein Mann mich emotional erpressen, indem er droht sich mit dem Messer selbst zu verletzen und es auch schon getan hat, wäre ich sofort am Telefon, um ihn einweisen zu lassen.

Wenn jemand solche Mittel einsetzt, kann eine Suizidgefährdung vorliegen und manche begehen auch einen "erweiterten" Suizid - zumindestens besteht die Gefahr.

Ich denke, für alle anderen Probleme, Wohnung, Finanzen usw. lassen sich lösen (Jugendamt, Pro-Familia usw.).

Mach Dir bewußt, dass Dein Freund psychisch schwer erkrankt ist und keine Anstalten macht, sich in Behandlung zu begeben und damit stellt er eine latente Gefahr für Deine Kids dar. Was ist, wenn er austickt und nicht sich mit dem Messer bedroht, sondern die Zwillinge?

Deine Zwillige sollten Vorrang haben und unter einem Dach mit ihm, ist schädlich für die Kids und ich bin mir sicher, dass wenn Du Dich an die zuständigen Behörden wendest, Dir umgehend geholfen wird.

Du bist inzwischen selbst in einem Zustand, der Dich co-erkranken lässt.

Ich wünsche Dir viel Kraft, die notwendigen Schritte zu unternehmen, damit Du und Deine Zwillinge wieder zur Ruhe kommen können.

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1. Februar um 9:53
In Antwort auf beulah_12891185

@ herbstblume - ist es nicht so, dass Kinder deren Eltern Depressionen haben - selbst dazu neigen ?

Ja, Co-Erkrankungen kommen sogar sehr häufig bei Familienangehörigen von psychisch Erkrankten mit direktem und ständigen Kontakt vor.

Die Ursache liegt darin, dass diese Familienmitglieder einer ständigen psychischen und emotionalen Stresssituation ausgesetzt sind und je nach Dauer, Intensität und eigener psychischer Konsitution, kommen manche schneller und manche später an dem Punkt, wo sie durch die Lebenssituation selbst depressiv werden.

Jeder Mensch verträgt nur ein bestimmtes Maß an Leid und Dauerstress, bevor die eigene Psyche dies nicht mehr verkraftet.

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1. Februar um 10:35

Er ist der Vater der Kinder, die er sich auch gewünscht hat.

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1. Februar um 11:11

Ich danke euch für die bisherigen Kommentar! Es tut gut liebe Worte zu lesen. 
@ theola: Ich werde deine Aussagen nicht persönlich nehme, denke aber dass du keine oder nur sehr oberflächlich Erfahrung mit zwangserkrankten Menschen hast. Seine Erkrankung ist schlimmer geworden. Zudem war er Anfangs in der Lage seinen Pflichten nachzukommen und hat andere Dinge sehr gut verschleiert. Ich weiß ja nicht was du eine angemessene Kennenlernzeit nennst, aber dieser Vorwurf ist haltlos. 

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1. Februar um 12:03

Achso, er ist seit er 16 ist diagnostiziert, medikamentös eingestellt und hat 3 Therapie hinter sich. Die 4. wurde abgebrochen. Die Vorgeschichte und Treffen in Selbsthilfegruppen haben zu der Überzeugung geführt, dass ihm nicht zu helfen sei. Natürlich kann ich ihn zur Wiederaufnahme seiner Therapie  nötigen, aber wenn er nur für andere hingeht, aber die Auseinandersetzung mit seinen Problemen verweigert, da hat das ganze natürlich keinen Erfolg. Therapiewillig ist er nur kurz vor dem Zusammenbruch. Mal eben einweisen lassen ohne entsprechend spezialisierte Ärzte ist nutzlos. Da ist er aus dem Verkehr, aber nicht behandelt. Wartezeit auf einen stationären Platz beträgt 6 Monate + x und sobald es ihm besser geht, war's das mit der Einsicht.

Er hat einige Ausbildungen abgebrochen, sein vorheriges Studium geschmissen, eine Ausbildung fertig gemacht, damit in einem Pharmaunternehmen gearbeitet und dann da diese Ausbildung ja doch nur 2. Wahl war und die Kollegen alle blöd, er mit Menschen nicht kann, blablabla... sich jetzt ein Studium gesucht, dass ihm gefällt und wo er später überwiegend alleine arbeiten kann. Ob er's fertig bringt, bezweifle ich stark.

Ich bin tatsächlich an dem Punkt, wo mir glasklar ist, dass sich was ändern muss. Und ich weiß, dass Änderung nur durch mich erzwungen werden kann. 
Das Schreiben hier hat mir auch ein stückweit geholfen, mir Sachen bewusster zu machen.
Die Frage war ja auch eher wie ich nach Trennung meine Lebensumstände meistern und Hilfe erhalten kann. 
 

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1. Februar um 19:31

Ich arbeite bereits seit die Kleinen 1Jahr alt sind wieder halbtags. Mir machen die Fehltage Sorgen, die mit zwei Kleinen Kindern automatisch zusammenkommen  und auf Grund dessen, befürchte ich, dass mein Arbeitgeber mir erklärt, dass ich so nicht tragbar bin. Es ist ein relativ kleines Ingenieurbüro. Schon klar, dass er das offiziell so nicht formulieren darf, aber wer steckt da drin. 

Wir sind jetzt seit 3 Jahren zusammen. Bitte draufstürzen und urteilen  
Ich habe genügend reflektiert und jetzt nütz es herzlich wenig über würde, was wäre wenn, hätte man mal früher hinter die Fassade geguckt, zu spekulieren. Eine Beziehung kann auch nach 5 Jahren abwägen in die Brüche gehen oder Wesenzüge offenbaren die erst bei extremer Belastung zu Tage kommen.
 

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1. Februar um 22:41

Wenn du sagst, er macht nur ne Therapie, wenn er "kurz vorm Zusammenbruch" ist, würd ich folgendes tun: Sachen packen, die Kinder nehmen und weggehen. Dann mit ihm sprechen und ihm mitteilen, dass du dir um dich und um die Kinder Sorgen machst und keinen anderen Ausweg derzeit siehst, du dir aber vorstellen könntest, zurück zu kommen, wenn er eine erneute Therapie unternimmt. Das mit Wartezeit und so sollte kein Hindernis für dich sein. In erster Linie musst du Dich UND deine Kinder schützen!

Vielleicht erhält er durch den Weggang den nötigen "Anreiz" etwas zu ändern und sein Leben zu ordnen. Wenn nicht, dann wird auch nichts anderes auf der Welt ihm helfen können... Aber immerhin sind deine Kinder "aus dem Schussfeld". Das sollte an erster Stelle stehen.

Ich wünsche dir von Herzem viel Kraft und viel Glück! Vielleicht hilft es ja... 

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1. Februar um 23:30
In Antwort auf beulah_12891185

@ herbstblume - ist es nicht so, dass Kinder deren Eltern Depressionen haben - selbst dazu neigen ?

Auf jeden Fall werden sie durch so auffälliges Verhalten der Eltern krank, wenn sie so klein sind werden die Störungen besonders tiefgehend.

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2. Februar um 9:28
In Antwort auf herbstblume6

Auf jeden Fall werden sie durch so auffälliges Verhalten der Eltern krank, wenn sie so klein sind werden die Störungen besonders tiefgehend.

Danke für die Rückmeldung !

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