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Beziehung mit Kiffer

3. September 2012 um 0:21

Hallo. Vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen. Ich bin seit 4 Jahren mit meinem Freund zusammen und seit 3 Jahren leben wir auch in einer gemeinsamen Wohnung. Als ich ihn kennengelernt hatte hat er mich gefragt wie ich zu Drogen stehe. In diesem Moment hab ich nicht wirklich nachgedacht und gesagt, dass kiffen für mich kein Problem wäre aber alles andere gar nicht geht. Er war dann sehr erfreut und hat mir gesagt, dass er kifft und das gleich von Anfang an sagen möchte weil er mit seiner Exfreundin da solche Probleme hatte weil er es vor ihr verheimlichen wollte. Im Grunde war es schon von Anfang an so, dass er sofort nach dem Aufstehen die erste Bong geraucht hat. Auf den Tag verteilt waren das dann schon so einigeaber er war trotzdem sehr sehr aktiv. Nach 5 Monaten hatte er dann gesagt, dass er aufhören möchte und es nur schafft wenn ich ihm dabei helfe und er so eine Art Druckmittel hat. Er hat dann gesagt, dass er aufhört und wenn er es nicht schafft ich ihn verlassen soll. Nach langem hin und her habe ich dann zugestimmt. Wie es so kommt war er bereits nach ein paar Tagen kurz vor dem einknicken. Dann hab ich ihm gesagt, dass er sich das alles gut überlegen soll, weil ich sonst weg bin. Danach sind wir schlafen gegangen. Mitten in der Nacht wache ich auf und sehe ihn mit der Bong in der Hand und viel Rauch um ihn herum. Ich war entsetzt. Hab langsam angefangen meine Sachen zu packen und ihm gesagt, dass es jetzt aus ist. Hab mir relativ viel Zeit gelassen, auch als ich das Haus verlassen wollte (hatte die Hoffnung, dass er mir gleich sagt, dass es ihm leid tut und er mich nicht verlieren möchte). Najaich ging nach Hause und hab ein paar Tage lang nichts von ihm gehört. Dann hab ich ihn angerufen weil ich recht enttäuscht war, dass er sich nicht mal meldet. Darauf kam nur, dass wir es doch so vereinbart hatten und er doch keiner Frau nachrennt blabla er mich aber liebt. Naja, so sind wir dann wieder zusammengekommen. Ich hatte nie ein wirklich großes Problem mit der kifferei aber habe festgestellt, dass ich bei ihm wohl nie die Nr. 1 sein werde. Nachdem wir dann entschlossen haben zusammenzuziehen hab ich mir gedacht, dass ganze wird sich bessern. Wir haben eine große Wohnung gefunden (er hat ein kleines Musik-kiffer Zimmerchen bekommen wo er auch kiffen darf). Das hat im Grunde auch recht gut gepasst. Aber seit ungefähr 1,5 Jahren ist es immer schlimmer geworden. Er kifft (meiner Meinung nach) immer mehr und verändert sich. Er zieht sich zurück, ist schlecht gelaunt, hat immer irgendwelche Leiden. Er redet sich immer darauf aus, dass er so viel arbeiten muss und darum so ko ist. Aber im Grunde sieht unser Zusammenleben so aus: Er steht auf geht kiffen duschen arbeiten Mittagspause kurz heim kiffen + was essen arbeiten kommt genervt von der Arbeit nachhause kifffen legt sich auf die couch und schläft. Ich darf nicht wirklich mit ihm reden, weil ihn das nervt und er sich doch nach der Arbeit ausruhen muss usw. Früher waren wir viel unterwegs hatten viel Spaß gemeinsam. Jetzt ist es relativ schwer ihn aus dem Haus zu bekommen. Er entschuldigt sich zwar immer und sagt, dass es ihm leid tut aber er so fertig ist und ich doch was alleine oder mit anderen unternehmen kann. Ich hab aber mittlerweile schon keine Lust mehr dazu. Ich geh mit Freunden aus und jedes Mal kann ich erklären und ausreden finden warum ich denn alleine unterwegs bin. Auch sein Freundeskreis fragt mich dann immer was denn mit ihm los ist, dass sie ihn nicht erreichen und ob bei uns alles in Ordnung ist. Ich hab aber bisher noch nie etwas negatives gesagt, einfach weil ich Streit mit ihm vermeiden wollte. Mit seinem besten Freund hab ich einmal kurz darüber unterhalten der kam jedoch mit der Aussage, dass ich seine Freundin bin und ihn da rausreißen soll und dass nicht gestatten soll (hahawie wenn das so einfach wäre). Zusätzlich kommt auch, dass er im Haushalt absolut garnichts macht (wobei das nicht soo wichtig ist aber mich stört es, wenn er einfach nur Müll macht Asche, Bierflaschen und co in Kästen lagert oder irgendwo reinstopft EKLIG!!!). Ich hab ihn auch schon öfters darauf angesprochen. Er möchte aber nicht wirklich sehen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Er sagt dann nur, dass er gestresst wegen der Arbeit ist und das sich das wieder legt. Ich kann das schon nicht mehr hören. Mir kommt es vor als hätte ich keinen Freund sondern einen extremst anstrengenden Mitbewohner. Kein Sex seit mind. 9 Monaten, keine intensiven Küsse nur so dann und wann ein Bussi, keine Zärtlichkeiten, keine sinnvollen Unterhaltungen, viel Streit und Auseinandersetzungen und und und. Was soll ich machen? Verlassen kann ich ihn momentan nicht irgendwie hofft mein inneres noch immer auf eine Besserung und daher möchte ich auch nicht aufgegeben. Außerdem würde er ohne mich nichts auf die Reihe kriegen er hat Schulden und ist teilw. Einfach unfähig Rechnungen zu bezahlen oder ähnliches (ist mir egal Einstellung). Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Würde mich über eine Antwort freuen.
LG

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3. September 2012 um 1:16

Toll
Er hat Depressionen. Glücklich sieht anders aus. Aber wer ist schon glücklich ? Therapie wird dann immer gesagt. Ja. Amphetamintherapie.

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3. September 2012 um 6:58

Ihr habt keine Beziehung mehr.
Wenn du echt, tatsächlich, ehrlich nicht dazu fähig bist einen Schlussstrich zu ziehen - was wirklich sehr, sehr traurig ist und von wenig Selbstliebe zeugt - dann behandle ihn wenigstens wie das was er mittlerweile ist, ein anstrengender Mitbewohner. Hör auf seine Sachen und seinen Dreck wegzumachen, hör auf seine Rechnungen zu bezahlen, hör auf ihn retten zu wollen. Du siehst das alles hat bis jetzt nichts gebracht und mit deinem Verhalten unterstützt du seines nur, auf die Art "Mama wirds schon richten". Ja richtig, Mama, nicht Freundin oder Partnerin. Wenn du Glück hast treibt ihn eine "jetzt ist es mir auch egal - Einstellung" deinerseits zwangsläufig dazu, endlich wieder etwas zu tun.
So wie es jetzt ist hilfst du ihm auch nicht und dir erst recht nicht. Du wirst daran noch zugrunde gehen, wenn du nichts änderst.

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3. September 2012 um 7:18

Alles, was du schreibst,
klingt nicht nach einer Liebesbeziehung, schon gar nicht nach einer erfüllenden. Nachdem du selbst Grund nach Grund aufzählst, was einfach nicht passt bei dem Kerl, fragst du,nach Hilfe? Ganz einfach: pack deine Sachen und geh!

Es gibt nichts, das man retten könnte, wozu also Kraft auf einen Kampf gegen die Droge aufwenden, den ER sicher nicht führen wird? Da rutschst du eher in die klassische Co-Abhängigkeit.

Nochmal: pack deine Sachen und lass diese Zeitverschwendung von einem Kerl hinter dir!

Freundliche Grüße,
Christoph

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3. September 2012 um 12:26

Ich kenne
einen Typen persönlich der vor ~15 Jahren 1-2 Jahre lang jeden Tag gekifft hat und dann plötzlich von einem auf den anderen Tag aufgehört hat, mit der Begründung, Zitat "Interessiert mich nicht mehr". Hat nach eigenen Angaben weder Entzugserscheinungen noch Gelüste nach Gras gehabt.

Heute: Unternehmer, Regierungsberater, IQ über 140, Mensa, mehrfacher Buchautor.

Es gibt andere Verläufe. Nur eben sehr selten.

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3. September 2012 um 12:42
In Antwort auf zsuzsa_12086324

Ich kenne
einen Typen persönlich der vor ~15 Jahren 1-2 Jahre lang jeden Tag gekifft hat und dann plötzlich von einem auf den anderen Tag aufgehört hat, mit der Begründung, Zitat "Interessiert mich nicht mehr". Hat nach eigenen Angaben weder Entzugserscheinungen noch Gelüste nach Gras gehabt.

Heute: Unternehmer, Regierungsberater, IQ über 140, Mensa, mehrfacher Buchautor.

Es gibt andere Verläufe. Nur eben sehr selten.


der braucht die tüten vielleicht um seinen iq wieder in regionen zu bekommen,in denen er wieder in der lage ist mit anderen menschen zu kommunizieren...das kiffen dümmer macht ist ja erwiesen...

kleenern scherz..aber vielleicht watt dran

sky

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3. September 2012 um 12:55
In Antwort auf skyeye70


der braucht die tüten vielleicht um seinen iq wieder in regionen zu bekommen,in denen er wieder in der lage ist mit anderen menschen zu kommunizieren...das kiffen dümmer macht ist ja erwiesen...

kleenern scherz..aber vielleicht watt dran

sky

@Skyeve
...da könnte was dran sein. Er hat mal im Zuge des Lektorats gemeint "Wenn ich damals nicht soviel gesoffen und gekifft hätte, hätte ich schon längst meine eigene Einstein-Rosen Brücke in der Garage". Und das war nur halb als Scherz gesagt...

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