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Beziehung mit einem Zocker?

10. Mai 2015 um 23:39 Letzte Antwort: 13. Mai 2015 um 9:36

Hallo. Ich bin seit 5 Monaten in einer Beziehung (Wir sehen uns durch die Distanz nur am Wochenende). Vielleicht kommt es mir auch "schlimmer" vor, als es tatsächlich ist, aber ich erzähl einfach mal..

Wir telefonieren wenn er auf seiner Arbeit ist. Er sagt ich soll da anrufen, merke aber, dass er nur "ja" oder "ok" antwortet, also nicht wirklich zuhört. Abends, nach seiner Arbeit telefonieren wir vielleicht 1x in der Woche. Wir machen eine Uhrzeit aus, wann ich ihn anrufe. Ich ruf dann an und das erste was ich höre, ist sein Onlinespiel im Hintergrund. Nach ca. 4-5 Minuten heißt es "Du hast immer das Glück und rufst an, wenn ich aufs WC muss". Also legen wir auf. Ich versteh es nicht. Ich mach mein TV aus und geh vorher aufs WC..

Wenn er dann hier ist, ist er oft an meinem Laptop, wieder wegen dem Onlinespiel. Ich hab ihm schon mal gesagt, dass mich das stört. Entweder sitzt er vor dem Laptop oder er schaut irgendeine Serie. Und seitdem ich ihm das gesagt hab, streichelt er mich und nimmt dann den Laptop zur Hand. Ich hab dieses Wochenende gemeint "Ich find es schei*e und du brauchst mich nicht künstlich zu besänftigen..".. Ich bin dann mit meinem Hund rausgegangen, weil es mich einfach gestresst hat. Ich hab wirklich das Gefühl, als richtet er sein Leben nur nach dem Spiel.

Ich weiß nicht was ich machen soll. Er rechtfertigt sein "Laptopverhalten" damit, weil ich ja mit anderen in WhatsApp auch schreibe. Allerdings sind es 3-4 Momente, die ich nutze um zu schauen, ob es was wichtiges gibt. Aber ich verbringe einfach nicht zig Minuten darin. Ich weiß einfach nicht damit umzugehen. Ich liebe ihn, aber das zieht mich nur runter. Ich fühle mich ehrlich gesagt schon fast wie eine, wo er am Wochenende einfach mal seinen sexuellen "Druck" ablassen kann. Schon alleine das ich sowas denke, zeigt mir eigentlich, dass ich handeln muss.. Aber ich weiß einfach nicht wie-kann mir jemand Tipps geben?

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11. Mai 2015 um 1:46

Dein Freund
liebt das Spiel, nicht Dich! (Geht es bei diesem Spiel um Geld?)

Du schreibst: "Ich fühle mich, ehrlich gesagt, schon fast ..., wo er am Wochenende seinen Druck ablassen kann." Es ist gut, dass Du das weißt! Ich glaube Dir, dass Du Ihn liebst, aber ER macht sich nichts aus DIR, denn wenn er das tun würde, nähme er Dich in den Arm und würde mit Dir kuscheln und reden. Das IST keine Liebe, liebe Butterfly! Und das wird auch niemals eine Liebe werden, weil ein Zocker nur das Spiel kennt, er ist nach dem Spiel SÜCHTIG, nicht nach DIR!
Gib ihm den Laufpass und such Dir einen netten Typen, der KEINER Sucht ausgesetzt ist!

Viel Glück!

lib

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11. Mai 2015 um 8:00

Wenn dein Freund spielsüchtig ist, könnte es dir passieren, dass er alle sein (euer) Geld verzockt.

Da würde ich höllisch aufpassen. Das ist meinen Nachbarn auch passiert, er ist mittlerweile in Therapie.

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11. Mai 2015 um 19:54

/:
Ich verstehe das verhalten deines Freundes nicht. eigentlich sollte er die Zeit nutzen die er mit dir hat wenn ihr euch doch nur am Wochenende seht...
Ich würde ihn wirklich nochmal darauf ansprechen und ihm erklären wie du dich fühlst etc. Wenn er da immer noch nicht drauf eingeht , interessiert es ihn nicht wie es dir geht.
Du musst selbst wissen ob du diese Beziehung unter diesen Umständen noch weiter führen willst.

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13. Mai 2015 um 6:04

Vielen Dank für EURE Antworten
Vorerst: Ich hab einen Fehler gemacht und ihm meinen ganzen Frust geschrieben (dazu gleich). Wir haben lange darüber gesprochen und wahrscheinlich hätte ich mir den Ärger sparen können. Als ich den Text, was ich ihm geschrieben hab, mir nochmal durchgelesen hab, hatte ich schon ein schlechtes Gewissen ihm gegenüber. Es schien (genauso wie in diesem oberen Beitrag) als gäbe es wirklich nichts positives an ihm. Mein Frust hatte sich echt angestaut und das nur, weil ich nicht darüber gesprochen hatte. Ich hätte ihn gleich darauf ansprechen sollen. Als es das Fass quasi zum Überlaufen gebracht hatte, war er grad dabei, dass so in seinem Spiel zu richten, dass er von der "Führerposition" "weg" kommt.

Im nachhinein kann ich mir echt selbst in den Hintern beissen, dass ich nichts gleich gesagt hab. Aber ich bin froh, dass wir nun darüber gesprochen haben. Er hat sich selbst zugestanden, dass das ganze nicht in Ordnung war und er auch zu viel Zeit im Spiel verbringt und es mir gegenüber nicht okay war. Er sagte mir auch, was ihn stört, zum Beispiel dass ich mir den Frust immer aufstaue bis es nicht mehr geht. Ich muss gestehen, dass ich da dann das erste mal das Gefühl hatte, dass ich hätte reden sollen und nicht ihm schreiben.

Was ich echt toll fand, er kam von sich aus mit Kompromisse. Er hat wohl selbst gemerkt, dass das Spielen einfach zu viel war und ich auch ernst gemacht hätte. Ich glaube für ihn ist es auch "schwer". Als er single war, war er ständig am Zocken und an so manches gewöhnt man sich und man merkt es erst, wenn man damit dann konfrontiert wird-kenne ich ja von mir selbst.

Ich glaube ich hab ihm mit dem Negativ-Text Unrecht getan. Das er neben mir liegt und mich fragt "wie geht es dir", ist echt schön von ihm. Mir auch zuhören kann, mir versucht zu helfen, mir Küsse auf die Stirn gibt und all das-das hätte ich nicht außer Augen lassen sollen. Mit Laptop war er echt ein Arschi Aber ich bin das auch, wenn ich meinen Mund nicht aufbekomme.

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13. Mai 2015 um 9:00


Ich hatte eine mehrjährige Beziehung mi einem Spielefreak. Mein Lebensstil war es nicht, ich hatte andere Wünsche nach Reallife. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass er sich ändern wollte. Für mich muss sich auch niemand ändern, wenn es nicht passt passts halt nicht.
Ich bin so froh, dass das dann ein Ende fand und ich zu Menschen die besser in mein Leben passten.

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13. Mai 2015 um 9:36

Du verstehst da wohl etwas falsch.
Du spricht über Menschen, die eine Verantwortung dem eigenen Kind gegenüber tragen. Ich bin selbst erwachsen und mein Freund ebenfalls-jeder trägt die Verantwortung für sich selbst.

Zudem sollte man nicht alle unter einem Hut stecken.
Ich selbst (hab nichts mit derartigen Drogen am Hut) kenne zum Beispiel auf Menschen die Kiffen. Sie sind jetzt nicht in meinem engsten Freundeskreis, aber man kennt sich und dreht sich nicht einfach um, wenn man sich übern Weg läuft.

Vielleicht liegt es daran, weil ich selbst ebenfalls eins/zwei "Suchten" nachgegangen bin. Der Unterschied ist nur, ich habe die eine Sucht nicht mehr und die andere befindet sich gerade im "Aushalten". Sollte man mich deswegen jetzt verurteilen?

Wenn ich weiß, dass manche mit diesen Süchten nicht klar kamen, dann versuche ich ihnen entgegen zu kommen-allerdings mussten mir selbst auch erst die Augen geöffnet werden.

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