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Beziehung mit einem verheirateten Mann

23. Dezember 2009 um 3:39

Hallo liebe Gemeinde,
ich habe mir schon öfter Beiträge durchgelesen aber noch nie selber geschrieben.

Nun zu meinem Problem:
Ich bin seit ca 2 1/2 Jahren mit einem verheirateten Mann zusammen.
Er ist knapp 30 Jahre älter als ich (26) und lebt mit seiner Frau zusammen.Das heißt das er den Tag mit mir verbringt und die Nacht bei seiner Frau.
Er hat 2 Kinder (nicht mehr klein, leben zuhause). Er hat nicht vor sich jemals von seiner Frau zutrennen, das hat er mir schon am Anfang der Beziehung gesagt.
Ich habe erst von seiner Ehe erfahren als ich mich schon verliebt hatte und es zu spät war.
Die Gründe das er sich nicht trennen will ,sagt er, sind das er sich verpflichtet fühlt und das die Familie ohne ihn auseinander brechen würde. Er weiß auch das ich gerne einmal heiraten und Kinder haben möchte. wir haben schon öfter über dieses Thema geredet und es gibt eigentlich
nur zwei möglichkeiten. 1. Er verläßt seine Frau und kommt zu mir. 2. Wir trennen uns
Es ist nur so das mir sehrviel an ihm liegt. Er hat mir in schweren Zeiten zurseite gestanden
(Psychische Erkrankung) und hat auch weiterhin noch viel Geduld mit mir.
Ich liebe seine Persönlichkeit und wir haben viele Gemeinsamkeiten. Für ihn ist die Beziehung so in Ordnung
wie sie ist. Er sagt er würde auch ein Kind mit mir bekommen, aber ich wünsche mir auch für das Kind
einen Vater der immer da ist .
Letztendlich ist er nicht bereit sich zutrennen und ich bin nicht wirklich bereit die Situation so weiter zu akzeptieren. aber den Gedanken an eine Trennung kann ich auch nicht ertragen und so verdränge ich den Trennungsgedanken der aber regelmäßig wieder auftaucht.
Ich kann keinen Schlussstrich ziehen. Ich habe auch Angst alleine zusein schon in der Vergangenheit
habe ich mich von einer in die nächste Beziehung gestürzt und bin öfters an den Falschen geraten.
Weiß nichtmehr weiter.....
Habt ihr mal so eine Ähnliche Situation gehabt?
Würde mich über Erfahrungen und Tipps freuen

wollmaus3

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23. Dezember 2009 um 3:56


Danke für diese schnelle und offene Antwort.....Du hast wohl recht.Nur fällt es mir schwer das so zu sehen und die Konsequenzen daraus zuziehen....Ich weiß nicht wie ich den Absprung schaffen soll.Mir wird es warscheinlich mehr wehtun als ihm. LG wollmaus83

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23. Dezember 2009 um 4:13

Vielleicht ändert er seine Meinung man weiß es nie
Da bleibt dir nichts anderes übrig als zu warten.

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23. Dezember 2009 um 5:14

Danke lyoon
Heute wird das Thema wohl nochmal auf den Tisch kommen, am Mittag kommt er zu mir.Mal sehen......lg wollmaus83

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23. Dezember 2009 um 5:38

Nicht einfach...
Hallo minabelle5,
tatsächlich ist es so das ich niemanden habe außer ihn.
Wenn er mittags zu mir kommt , wache ich auf(bin zurzeit arbeitsunfähig). Dann verbringen wir den Tag miteinander , wenn er geht, schlafe ich. Ich habe keine Freunde bis auf gelegentliche Kontakte mit Freunden bzw Bekannten von meinem Freund.
In meinem Leben ist er der Mittelpunkt.
Vielleicht müsste ich versuchen wieder unter Menschen zukommen und die verbindung langsam zulösen.
Wahrscheinlich weiß er auch das ich so auf ihn fixiert bin -damit meine ich nicht das er es auf bösartige weise ausnutzen würde. Aber es ist ihm warscheinlich ganz recht...

Danke für die aufmunternden Worte
lg wollmaus

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23. Dezember 2009 um 12:20

Hallo liebe Wollmaus,


Deine Geschichte geht mir doch recht zu Herzen. Ich meine förmlich herauslesen zu können, wie ratlos Du bist. So wie sich Deine Schilderung einiger Deiner Lebensaspekte und Dein Tagesablauf anfühlt, liest es sich für mich als wärst Du eine Borderlinerin. Ich möchte Dir damit jetzt nicht zu nahe treten und vielleicht irre ich mich ja auch aber so ist meine Einschätzung. Verzeih bitte, wenn ich damit falsch liegen sollte.

Wie kommt es, dass Du arbeitsunfähig bist? Oder dass es in Deinem Leben letztlich nur noch einen einzigen Menschen gibt (ihn, den 56-jährigen)? Wie kam es zu dieser sozialen Isolation? Glaubst Du, dass Du so Deinen Weg machen wirst und Deine Wünsche nach Kinder und Familie in Erfüllung gehen?

Du meinst, der Mann hätte Dir in schweren Zeiten zur Seite gestanden. War er einfach da und hat Dich in akuten Momenten gehalten?

Richtig gut hast Du erkannt, dass ihm Deine Abhängigkeit von ihm gelegen kommt. Weißt Du wie man Abhängigkeit so richtig perfekt aufzieht? Es geht so: er nutzt bzw. fördert Deinen Hang, Dich zu isolieren. Sobald Du isoliert bist und nur noch ihn hast, bist Du in der Abhängigkeitsfalle. Ich glaube nicht, dass er das bewusst macht. Aber er macht es.

Damit hilft er Dir jedoch keineswegs, sondern im Gegenteil. Damit leistet er Beiträge zur Verschleppung Deiner ungünstigen Lebenssituation, Deiner Arbeitsunfähigkeit, Deiner sozialen Isolation und damit Deiner Abhängigkeit von ihm.

Jeder, der tatsächlich an Deinem persönlichen Wohl interessiert wäre (und das muss nicht unbedingt ein Partner sein), der hätte Dir schon längst geholfen, aus Deiner Isolationshaft auszubrechen. Er hätte versucht, Dir goldene Brücken zu bauen, über die Du nur noch hättest laufen müssen. Damit Du raus kommst, unter Menschen, anfangs seichte soziale Kontakte aufbaust, peu a peu immer mehr und vertieftere. Damit Du grundsätzlich in der Lage bist, ein eigenes Leben führen zu können und nicht in trostloser Abhängigkeit auf andere angewiesen bist. So wie Dein Status im Moment ist, bist Du allein kaum noch "überlebensfähig". Das ist das Ergebnis u.a. Deiner sozialen Isolation.

Dein Lebensbegleiter hilft Dir jedoch nicht aus der Isolation raus. Im Gegenteil. Er will gar nicht, dass Du aus der Isolation raus kommst, weil das ist eine wichtige Grundlage für Deine willfähige Abhängigkeit von ihm. Er hat mit dafür gesorgt, dass Du so tiefgreifend isoliert bist. Für ihn ergeben sich zahlreiche "Vorteile". Allen voran, kann er sich Deiner sicher sein. An wen solltest Du Dich denn alternativ wenden? Du hast ja niemanden sonst außer ihn! Er hat damit es auch geschafft, sich jegliche Konkurrenz oder wie auch immer gearteten Alternativen vom Hals zu schaffen. Du bist nur noch auf ihn fixiert - zu 100%.

Weißt Du, wenn Du mal aus Deinem Isolationsloch raus kommst und auch nur ein wenig vom Leben da draußen mitbekommst, wirst Du Dich fragen, wieso Du so lange in dieser Isolation stecken konntest. Du wirst dann einiges nachholen wollen.

Du hast früher schon schlechte Erfahrungen mit Ex-Partnern gesammelt? Wer nicht? Es liegt doch meist am eigenen Auswahlmuster, wenn man sich in Serie mit den Falschen einlässt. Es gibt jedoch auch noch Alternativen nur hast Du die bislang übersehen. Alternativen, die Dich nicht als abhängiges und willfähiges Gebrauchsobjekt wünschen, sondern ein Interesse an Dir als Frau und Mensch haben! An Deinen Bedürfnissen, Wünschen, Sehnsüchten. Und die Dir diesbezüglich gerne entgegen kommen möchten.

Schau, dass Du aus der Isolation heraus kommst. Sie schadet Dir menschlich, seelisch, psychisch. Und wahrscheinlich längst auch irgendwo körperlich. Du wirst ansonsten auf keinen grünen Zweig kommen können. Diese Suche nach einem Ausweg aus der Isolation sehe ich als aktuell viel wichtiger an, als Deine Überlegungen im Hinblick auf Deinen Lebensabschnittsgefährten. Stell' Dir mal vor, Du würdest jetzt ein Kind bekommen. In Deiner Situation, als arbeitsunfähige Frau, die es nicht schafft vor dem Mittag aus dem Bett zu kommen und die am frühen Abend schon schläft, weil sie grundsätzlich zu erschöpft ist. All Deine Wünsche nach Familie, Kinder, Arbeitsfähigkeit, Zufriedenheit und vielleicht sogar Glück setzen voraus, dass Du die Isolation überwindest. Und vielleicht stellt sich dann auch gar nicht mehr die Frage danach, was mit Deinem Lebensabschnittsgefährten ist oder nicht ist.

Wünsche Dir viel Kraft und drücke Dir die Daumen!!

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23. Dezember 2009 um 12:34

Das ist keine beziehung...
...das ist ja schon psychische abhängigkeit...

du hast keinen anderen lebensinhalt mehr wie ihn...

du gehst nicht arbeiten, schläfst bis mittags, hast keine freunde, gehst nicht unter leute, usw...

du bist jung...wie wäre es wenn du lernst auf eigenen beinen zu stehen?

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4. Januar 2010 um 11:46
In Antwort auf deniz_12348112

Danke lyoon
Heute wird das Thema wohl nochmal auf den Tisch kommen, am Mittag kommt er zu mir.Mal sehen......lg wollmaus83

Aus sicht einer freundin
hallo liebe wollmaus
es ist wahnsinn,als ich deinen beitrag gelesen habe,denn meine beste freundin hat genau das selbe problem und ich dachte im ersten moment du beschreibst da ihr leben!!!

aus dieser situation kannst du dich nur selbst befreien.ich hätte meiner freundin so gern geholfen,aber leider kann ich das nicht,was ich schweren herzens zugeben muss.

was ich daran am schlimmsten finde,durch ihre abhängigkeit,werden wir niemals die möglichkeit haben gemeinsame abende zu verbringen,gemeinsam in den urlaub zu fahren etc. alles was so (kitschige) pärchen zusammen alles tun,denn es dreht sich alles nur um diesen mann!
nicht nur das sie ihr eigenes leben verbaut (was sie auch weiß), sondern auch die freundschaft zu ihrer beste freundin und sie fehlt mir schrecklich!

ich bin mir sicher auch du hast eine beste freundin!
das soll dir keineswegs ein schlechtes gewissen machen,aber ich wollte nur klar stellen,dass nicht nur du und dieser mann(und seine familie) da drin stecken,sondern auch die freunde und die leiden genauso darunter!!!

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