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Beziehung mit einem Hochbegabten

3. Februar 2016 um 0:05

Seit ein paar Monaten bin ich mit meinem Freund zusammen, welcher hochbegabt ist. Eigentlich läuft zwischen uns soweit alles gut und ich bin glücklich, doch manchmal habe ich Zweifel, ob ich Ihn langweile. Er erzählt mir oft, dass ihm diverse Smalltalkthemen anderer Personen zu wider sind und Ihn dies langweilt. Daher stellt sich mir immer wieder die Frage, ob er das mit mir ähnlich empfindet Ich selbst würde mich als gut gebildet bezeichnen, aber eben im gut durchschnittlichen Bereich... Oft fehlen Ihm auch gleichgesinnte Ansprechpartner, mit denen er sich in seinen Interessensgebieten, wie Physik, Mathematik etc austauschen kann, was auch nicht gerade mein Interessensschwerpunkt ist. Ich bin mir manchmal einfach nicht sicher, ob er sich nicht vllt eine Partnerin wünscht, mit der er sich da mehr austauschen kann...Hat jemand ähnliche Erfahrungen die er mit mir teilen möchte oder ist in einer ähnlichen Situation? Was ist Eure Meinung dazu?

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3. Februar 2016 um 1:35

Also das mit dem seltsam...
und eigen kann ich bestätigen...Manchmal sitz er Tage vor dem PC und programmiert /berechnet irgendwelche Dinge und ist in seiner eigenen Welt und meldet sich dann auch nicht...Das kann ich dann nicht so nachvollziehen aber akzeptiere es. Allerdings stelle ich dann ab und an meinen Stellenwert in Frage, was das melden betrifft, aber dafür gibt es ja auch viele gute Seiten an Ihm die das wieder ausgleichen...Sicherlich gab es auch Dinge, die er an mir interessant fand/findet, aber manchmal habe ich etwas Angst, dass je besser wir uns kennen, es für Ihn langweilig werden könnte...aber vllt steiger ich mich da auch einfach etwas zu sehr rein...

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3. Februar 2016 um 3:27

Liebe Tussideluxe!
Ich nehme an, dass Du mich kennst, auch wenn ich erst seit zwei Jahren auf diesem Portal bin.

Ich glaube nicht, dass Du die Wahrheit hören willst. Und weil ich das glaube, kann und werde ich Dir nicht antworten. Ich würde es gerne, aber ich KANN es nicht. Das ist meine Antwort auf Deine Frage. Du bist doch gebildet, oder? Hast Du schon mal versucht, einen Smaragd in der dunkelsten Nacht zu finden?

Liebe Grüße,

lib

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3. Februar 2016 um 7:06

Meine Meinung dazu:
männliche Nobelpreisträger haben meistens keinerlei Probleme, wenn sie mit einer geistig eher einfach gestrickten Gefährtin zusammen sind, die weiblichen Nobelpreisträger (natürlich inklusive all ihrer Vorstufen) scheinen jedoch zu erwarten, dass für sie nur andere Nobelpreisträger in Frage kommen.

Dieses bestens gepflegte Vorurteil hat für dich den unschätzbaren Vorteil, dass es deinem Kerl höchstwahrscheinlich egal sein wird, falls du nicht die hellste Kerze auf diesem Planeten bist, vermutlich wird er andere Qualitäten an dir wertschätzen.

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3. Februar 2016 um 8:52

Intelligenz ist eine komische Sache
Die meisten Hochbegabten sind nur auf einigen Gebieten wirklich herausragend und in den anderen Bereichen "relativ" normal veranlagt.

Dein Freund scheint seine Interessen auf das zu konzentrieren, worin er besonders gut ist und da fehlt ihm natürlich in Dir ein passendes Gegenstück, aber in den anderen Bereichen des täglichen Lebens bist Du ihm vermutlich durchaus ebenbürtig.

Ich denke, das Problem liegt nicht in seiner Begabung, sondern am mangelnden Interesse an diesen anderen Bereichen und die Gefahr besteht darin, dass er sich in einen "Fachidioten" entwickelt.

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3. Februar 2016 um 10:02

Dieses Problem muss man gar nicht stigmatisieren...
JEDER, der sich anders fühlt, hat unterschiedliche Strategien, damit umzugehen.

Die Leichteste ist natürlich, andere Menschen "nach unten" zu bewerten. Das geschieht übrigens auf beiden Seiten. Die Hochbegabten sind unterfordert, während das Gegenüber oft überfordert ist. In deinem Fall machst du dir zB sogar sorgen, ob du ihm "reichst", was wohl auch in eine Art Überforderung führen könnte, weil du so wie du bist völlig in Ordnung bist. Ich würde die ganze Geschichte mal aus einer anderen Perspektive betrachten, zB wie es sich anfühlt, ihn als Partner an deiner Seite zu haben. Du schreibst, dass du "eigentlich" glücklich bist. Was bedeutet dieses eigentlich. Zweifelst du nur an dir oder insgeheim auch an ihm ?

Es hilft bestimmt, zu erkennen, wo die eigenen und die Grenzen des Anderen liegen. Und auch zu wissen, dass man gar keinen perfekten Partner braucht und auch keiner sein muss, um eine erfüllende Partnerschaft zu führen. Schließlich ist Liebe ja auch ein Prozess, der sich weiter entwickelt und wächst...

Mir fällt dazu zB mein eigenes Faible für Psychologie ein. Ich finde die Seele und ihr Eigenleben faszinierend. Deshalb muss ich dieses Thema allerdings nicht mit Menschen ausschlachten, die diese Thematik nicht so anziehend finden. Dafür eignen sich zB solche Plattformen wie gofeminin viel besser, weil hier reger Austausch herrscht. Früher war ich noch auf einem anderen Dampfer, da wollte ich andere Menschen von meinem Wissen überzeugen, imponieren, was weiß ich. Ich bin leiser geworden, zurückhaltender. Wohl auch deshalb, weil ich erkannt habe, dass ich auch "nur" ein Mensch wie alle anderen bin....

Alles Liebe dir, euch...
JT

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3. Februar 2016 um 17:12
In Antwort auf joshuastree1

Dieses Problem muss man gar nicht stigmatisieren...
JEDER, der sich anders fühlt, hat unterschiedliche Strategien, damit umzugehen.

Die Leichteste ist natürlich, andere Menschen "nach unten" zu bewerten. Das geschieht übrigens auf beiden Seiten. Die Hochbegabten sind unterfordert, während das Gegenüber oft überfordert ist. In deinem Fall machst du dir zB sogar sorgen, ob du ihm "reichst", was wohl auch in eine Art Überforderung führen könnte, weil du so wie du bist völlig in Ordnung bist. Ich würde die ganze Geschichte mal aus einer anderen Perspektive betrachten, zB wie es sich anfühlt, ihn als Partner an deiner Seite zu haben. Du schreibst, dass du "eigentlich" glücklich bist. Was bedeutet dieses eigentlich. Zweifelst du nur an dir oder insgeheim auch an ihm ?

Es hilft bestimmt, zu erkennen, wo die eigenen und die Grenzen des Anderen liegen. Und auch zu wissen, dass man gar keinen perfekten Partner braucht und auch keiner sein muss, um eine erfüllende Partnerschaft zu führen. Schließlich ist Liebe ja auch ein Prozess, der sich weiter entwickelt und wächst...

Mir fällt dazu zB mein eigenes Faible für Psychologie ein. Ich finde die Seele und ihr Eigenleben faszinierend. Deshalb muss ich dieses Thema allerdings nicht mit Menschen ausschlachten, die diese Thematik nicht so anziehend finden. Dafür eignen sich zB solche Plattformen wie gofeminin viel besser, weil hier reger Austausch herrscht. Früher war ich noch auf einem anderen Dampfer, da wollte ich andere Menschen von meinem Wissen überzeugen, imponieren, was weiß ich. Ich bin leiser geworden, zurückhaltender. Wohl auch deshalb, weil ich erkannt habe, dass ich auch "nur" ein Mensch wie alle anderen bin....

Alles Liebe dir, euch...
JT

An diese Unterforderung glaube ich nicht
Ich denke, dass es durchaus einiges an Mühe kosten kann, "nach unten" kompatibel zu sein.
Man neigt zB dazu den Leuten die einfachsten Dinge lang und breit zu erklären, während man die echt schwierigen Dinge für selbstverständlich hält. Gerade solche Grenzen zu erkennen ist nicht so leicht.

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4. Februar 2016 um 7:54

Einbildung
Ich bin stutzig angesichts dieses eher herablassenden Umgangs mit einer Hochbegabung. Allem Mythos und Geniekult entgegen, handelt es sich nicht um eine Behinderung, und geht auch nicht mit sozialer Isolation einher. Es liegt für mich eher nahe, dass seine Isolation andere Gründe hat, und er eine Hochbegabung dann eher vorschiebt, weil sie gesellschaftsfähiger ist als soziale Behinderung. Und nein, die beiden stehen ganz und gar nicht in kausalem Zusammenhang, auch wenn der Mythos teils intensiv zelebriert wird. Da sind viele Eitelkeiten imSpiel

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4. Februar 2016 um 11:40

Da
mach dir wirklich mal gar keine Gedanken.

Warum übernimmst du hier die Verantwortung? Viele hochbegabte sind nicht mit hochbegabten zusammen.

Stell dir vor du würdest z.B. Pferde lieben, gerne darüber fachsimpeln, Stunden im Wald, auf dem Reitplatz sein.

Dein Freund würde sich die Frage stellen: Ob ich wirklich genug bin? Ich mag ja Pferde gar nicht. Wär ja ungefähr so ähnlich. Die Hauptsache ist doch, dass es irgendeinen Interessenschwerpunkt gibt.

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