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Beziehung mit einem Araber bzw. Iraker - wer hat Erfahrung?

12. Januar um 14:53 Letzte Antwort: 13. Januar um 13:18

Hallo liebe Community!

Ich würde gerne eure Meinungen zu einem Thema hören. Und zwar geht es bei mir um eine Beziehung mit einem Iraker bzw Kurde. 
Er ist 34, lebt seit seinem 17. Lebensjahr in Deutschland. Er arbeitet schon mehrere Jahre in einer Einrichtung für Kinder, hat in dem Dorf, wo er wohnt, einen guten Ruf und hat durch Fußball viele deutsche Freunde. Er spricht gut Deutsch, wenn auch noch Luft nach oben ist. 
Er hatte bis jetzt immer lange Beziehungen zu deutschen Frauen. 
Seine gesamte Familie ist noch im Irak und scheint tolerant zu sein, zumindest was er erzählt: sie verlangen von ihm kein Geld, für sie spielt keine Rolle ob seine Freundin Deutsche oder Kurdin ist. Sie sagen, Hauptsache er ist glücklich. Er nimmt ihnen zwar Geschenke mit, wenn er in die Heimat fliegt (und dadurch braucht er relativ viel Geld), aber er sagt, er macht das von sich aus und achtet darauf, dass das die Beziehung finanziell nicht belastet. 
Er ist Moslem, aber ist nicht sehr religiös. 
Er hat auch ein paar kurdische bzw arabische Freunde. 

Jetzt sind wir ganz am Anfang der Beziehung, aber meine Eltern bzw. vor allem meine Mutter, hat große Bedenken. Ich hatte schon mal eine Beziehung zu einen Russen, wo ich durch die unterschiedlichen Kulturen schon gelitten habe weil die Unterschiede größer waren. Und daran erinnert sie mich ständig, dass es ja da auch nicht geklappt hat usw. Noch dazu arbeiten meine Eltern beide mit Flüchtlingen und Migranten, das heißt sie kennen die arabische Kultur ein wenig. Meine Mutter, zu der ich einen sehr engen Kontakt habe (und schon auch noch eine gewisse Abhängigkeit besteht), meint dass die Beziehung nicht klappen wird, aufgrund der unterschiedlichen Herkunft. 

Ich selbst bin halt jetzt sehr verunsichert. Ich bin oft blind vor Liebe, gestehe Problem nicht gleich ein und habe Angst, dass ich bei der neuen Beziehung auch die Zeichen nicht sehe. Jetzt im Moment habe ich aber das Gefühl, dass seine Herkunft kein Problem ist. Ich nehme ihn nicht als "Vollblut-Araber" an und habe nicht das Gefühl, dass seine Kultur im Alltag so sehr zu spüren ist. 

Jetzt würde ich gerne mal von denjenigen unter euch, die auch mit einem Araber zusammen/verheiratet sind, wissen: wie ist es bei euch? Fühlt ihr große Unterschiede und leidet ihr darunter? Das glaubt nämlich meine Mutter, dass mir das passieren wird. Und ich glaube es eigentlich nicht, bin aber durch sie verunsichert. Ich habe schon oft nicht auf ihren Rat gehört und dann doch gelitten. 

Ich würde mich über Antworten sehr freuen! 

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12. Januar um 16:42

jetzt noch nicht. am Anfang ist doch immer alles schön...   aber später...  bei der Hochzeit... bei Kindern. 
Müsstest du konvertieren?
welche Religion sollen eure Kinder bekommen?

verbietet er dir irgendetwas? 

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12. Januar um 17:01
In Antwort auf carina2019

jetzt noch nicht. am Anfang ist doch immer alles schön...   aber später...  bei der Hochzeit... bei Kindern. 
Müsstest du konvertieren?
welche Religion sollen eure Kinder bekommen?

verbietet er dir irgendetwas? 

Nein er verbietet mir nichts, er sagt auch in seinen früheren Beziehungen mit seinen deutschen Ex Freundinnen war er tolerant. Also die gingen auch weg, tranken Alkohol usw. Und so ist es bei mir auch. Wie gesagt, er ist nicht sehr religiös. Er sagt selbst, für ihn spielt Religion keine Rolle und er hält nix davon, wenn Männer ihre Frauen zum konvertieren überreden. Wie gesagt, für ihn spielt die Religion keine Rolle. 

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12. Januar um 23:13

Er lebt doch schon sein halbes Leben in Deutschland und scheint gut integriert und mit sich selbst im Reinen zu sein.
Kannst du dir vorstellen, islamisch zu heiraten (ohne zu konvertieren), falls es ihm doch wichtig wird? Und auch wenn ihm seine Religion nicht so wichtig ist: Wäre es für dich in Ordnung, wenn eure Kinder zumindest auf dem Papier Moslems werden würden?

Du fragst nach Erfahrungen: Ich bin mit einem Syrer verheiratet, seit Kurzem haben wir auch ein wunderbares Kind. Wenn ich in die beiden oben genannten Dinge nicht eingewilligt hätte, wäre unsere Beziehung sicherlich gescheitert. Aber meinem Mann ist seine Religion zumindest theoretisch sehr wichtig. Ich kann dir sagen, es war ein sehr harter Kampf, an einen einigermaßen entspannten und harmonischen Punkt in unserer Beziehung zu kommen und hat uns beiden sehr viel Energie abverlangt. Aber es hat sich gelohnt und wir schätzen einander sehr. 

Ich kann mir nicht vorstellen, dass dein Partner so anstrengend ist - er ist ja schon ewig hier und scheint recht entspannt zu sein. Kann schon sein, dass die Herausforderung trotzdem größer ist, als bei einer Beziehung zu einem Deutschen. Aber wenn ihr euch wirklich liebt und ihr beide bereit seid, für die Beziehung zu kämpfen, gibt es doch keinen sinnvollen Grund, es nicht zu versuchen. 

Ich wünsche dir alles, alles Gute! 

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13. Januar um 0:37
In Antwort auf user999858221

Hallo liebe Community!

Ich würde gerne eure Meinungen zu einem Thema hören. Und zwar geht es bei mir um eine Beziehung mit einem Iraker bzw Kurde. 
Er ist 34, lebt seit seinem 17. Lebensjahr in Deutschland. Er arbeitet schon mehrere Jahre in einer Einrichtung für Kinder, hat in dem Dorf, wo er wohnt, einen guten Ruf und hat durch Fußball viele deutsche Freunde. Er spricht gut Deutsch, wenn auch noch Luft nach oben ist. 
Er hatte bis jetzt immer lange Beziehungen zu deutschen Frauen. 
Seine gesamte Familie ist noch im Irak und scheint tolerant zu sein, zumindest was er erzählt: sie verlangen von ihm kein Geld, für sie spielt keine Rolle ob seine Freundin Deutsche oder Kurdin ist. Sie sagen, Hauptsache er ist glücklich. Er nimmt ihnen zwar Geschenke mit, wenn er in die Heimat fliegt (und dadurch braucht er relativ viel Geld), aber er sagt, er macht das von sich aus und achtet darauf, dass das die Beziehung finanziell nicht belastet. 
Er ist Moslem, aber ist nicht sehr religiös. 
Er hat auch ein paar kurdische bzw arabische Freunde. 

Jetzt sind wir ganz am Anfang der Beziehung, aber meine Eltern bzw. vor allem meine Mutter, hat große Bedenken. Ich hatte schon mal eine Beziehung zu einen Russen, wo ich durch die unterschiedlichen Kulturen schon gelitten habe weil die Unterschiede größer waren. Und daran erinnert sie mich ständig, dass es ja da auch nicht geklappt hat usw. Noch dazu arbeiten meine Eltern beide mit Flüchtlingen und Migranten, das heißt sie kennen die arabische Kultur ein wenig. Meine Mutter, zu der ich einen sehr engen Kontakt habe (und schon auch noch eine gewisse Abhängigkeit besteht), meint dass die Beziehung nicht klappen wird, aufgrund der unterschiedlichen Herkunft. 

Ich selbst bin halt jetzt sehr verunsichert. Ich bin oft blind vor Liebe, gestehe Problem nicht gleich ein und habe Angst, dass ich bei der neuen Beziehung auch die Zeichen nicht sehe. Jetzt im Moment habe ich aber das Gefühl, dass seine Herkunft kein Problem ist. Ich nehme ihn nicht als "Vollblut-Araber" an und habe nicht das Gefühl, dass seine Kultur im Alltag so sehr zu spüren ist. 

Jetzt würde ich gerne mal von denjenigen unter euch, die auch mit einem Araber zusammen/verheiratet sind, wissen: wie ist es bei euch? Fühlt ihr große Unterschiede und leidet ihr darunter? Das glaubt nämlich meine Mutter, dass mir das passieren wird. Und ich glaube es eigentlich nicht, bin aber durch sie verunsichert. Ich habe schon oft nicht auf ihren Rat gehört und dann doch gelitten. 

Ich würde mich über Antworten sehr freuen! 

Dei ne Mutter soll mal.die Kirche im Dorf lassen und ihre Tochter stärken. Das schickt sich für eine Mutter und dich nicht von Anfang an Schwächen. Der Kerl ostbals junge her gekommen und tut alles um hier normal zu leben, lässt sich nichts zu Schulden kommen u d wird schon verurteilt. Das ist so derart mies! Pfui! 

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13. Januar um 0:38

Wie alt bist du? Es liest sich fast, als ob du sehr jung bist. 

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13. Januar um 3:52
In Antwort auf user999858221

Hallo liebe Community!

Ich würde gerne eure Meinungen zu einem Thema hören. Und zwar geht es bei mir um eine Beziehung mit einem Iraker bzw Kurde. 
Er ist 34, lebt seit seinem 17. Lebensjahr in Deutschland. Er arbeitet schon mehrere Jahre in einer Einrichtung für Kinder, hat in dem Dorf, wo er wohnt, einen guten Ruf und hat durch Fußball viele deutsche Freunde. Er spricht gut Deutsch, wenn auch noch Luft nach oben ist. 
Er hatte bis jetzt immer lange Beziehungen zu deutschen Frauen. 
Seine gesamte Familie ist noch im Irak und scheint tolerant zu sein, zumindest was er erzählt: sie verlangen von ihm kein Geld, für sie spielt keine Rolle ob seine Freundin Deutsche oder Kurdin ist. Sie sagen, Hauptsache er ist glücklich. Er nimmt ihnen zwar Geschenke mit, wenn er in die Heimat fliegt (und dadurch braucht er relativ viel Geld), aber er sagt, er macht das von sich aus und achtet darauf, dass das die Beziehung finanziell nicht belastet. 
Er ist Moslem, aber ist nicht sehr religiös. 
Er hat auch ein paar kurdische bzw arabische Freunde. 

Jetzt sind wir ganz am Anfang der Beziehung, aber meine Eltern bzw. vor allem meine Mutter, hat große Bedenken. Ich hatte schon mal eine Beziehung zu einen Russen, wo ich durch die unterschiedlichen Kulturen schon gelitten habe weil die Unterschiede größer waren. Und daran erinnert sie mich ständig, dass es ja da auch nicht geklappt hat usw. Noch dazu arbeiten meine Eltern beide mit Flüchtlingen und Migranten, das heißt sie kennen die arabische Kultur ein wenig. Meine Mutter, zu der ich einen sehr engen Kontakt habe (und schon auch noch eine gewisse Abhängigkeit besteht), meint dass die Beziehung nicht klappen wird, aufgrund der unterschiedlichen Herkunft. 

Ich selbst bin halt jetzt sehr verunsichert. Ich bin oft blind vor Liebe, gestehe Problem nicht gleich ein und habe Angst, dass ich bei der neuen Beziehung auch die Zeichen nicht sehe. Jetzt im Moment habe ich aber das Gefühl, dass seine Herkunft kein Problem ist. Ich nehme ihn nicht als "Vollblut-Araber" an und habe nicht das Gefühl, dass seine Kultur im Alltag so sehr zu spüren ist. 

Jetzt würde ich gerne mal von denjenigen unter euch, die auch mit einem Araber zusammen/verheiratet sind, wissen: wie ist es bei euch? Fühlt ihr große Unterschiede und leidet ihr darunter? Das glaubt nämlich meine Mutter, dass mir das passieren wird. Und ich glaube es eigentlich nicht, bin aber durch sie verunsichert. Ich habe schon oft nicht auf ihren Rat gehört und dann doch gelitten. 

Ich würde mich über Antworten sehr freuen! 

Ich glaube, es hängt sehr davon ab, wie sehr ihn seine Kultur prägt und wie sehr er ein Entgegenkommen von dir erwartet. Es kann ja durchaus auch bereichernd sein, eine neue Kultur kennenzulernen und die Aspekte, die einem daran gefallen, in sein Leben aufzunehmen.
Wirkt er denn reflektiert? Kann man mit ihm reden? Und vor allem: Kannst du ihm deine Bedenken mitteilen? 
Nur wegen einer arabischen Herkunft würde keine Beziehung ausschließen

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13. Januar um 8:57
In Antwort auf witnessinadaydream

Er lebt doch schon sein halbes Leben in Deutschland und scheint gut integriert und mit sich selbst im Reinen zu sein.
Kannst du dir vorstellen, islamisch zu heiraten (ohne zu konvertieren), falls es ihm doch wichtig wird? Und auch wenn ihm seine Religion nicht so wichtig ist: Wäre es für dich in Ordnung, wenn eure Kinder zumindest auf dem Papier Moslems werden würden?

Du fragst nach Erfahrungen: Ich bin mit einem Syrer verheiratet, seit Kurzem haben wir auch ein wunderbares Kind. Wenn ich in die beiden oben genannten Dinge nicht eingewilligt hätte, wäre unsere Beziehung sicherlich gescheitert. Aber meinem Mann ist seine Religion zumindest theoretisch sehr wichtig. Ich kann dir sagen, es war ein sehr harter Kampf, an einen einigermaßen entspannten und harmonischen Punkt in unserer Beziehung zu kommen und hat uns beiden sehr viel Energie abverlangt. Aber es hat sich gelohnt und wir schätzen einander sehr. 

Ich kann mir nicht vorstellen, dass dein Partner so anstrengend ist - er ist ja schon ewig hier und scheint recht entspannt zu sein. Kann schon sein, dass die Herausforderung trotzdem größer ist, als bei einer Beziehung zu einem Deutschen. Aber wenn ihr euch wirklich liebt und ihr beide bereit seid, für die Beziehung zu kämpfen, gibt es doch keinen sinnvollen Grund, es nicht zu versuchen. 

Ich wünsche dir alles, alles Gute! 

Wenn ich in die beiden oben genannten Dinge nicht eingewilligt hätte, wäre unsere Beziehung sicherlich gescheitert.

wow krass

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13. Januar um 11:52

Ich kenne einige aus meinem Bekanntenkreis die mit einem muslimischen Menschen eine Beziehung führen oder verheiratet sind. Daran ist nichts ungewöhnlich. Es sind Menschen, keine Aliens. Nicht jeder Moslem ist streng gläubig, sowie nicht jeder Christ streng gläubig ist.

Einige die ich kenne sind aus Liebe zum Partner konvertiert. Ihnen wurde es aber nicht aufgezwungen oder etwas in der Art. Für andere spielt die Religion in der Beziehung keine Rolle.

Ich glaube die Medien vermitteln ein falsches Bild, welches viele dann genau so sehen. Ich kann aus dem bekanntenkreis bestätigen, dass es nicht so sein muss.

Für Menschen, die sich wirklich aufrechtig lieben spielt die Religion oder Herkunft keine Rolle.

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13. Januar um 12:58

Und das ist wieder Schubladendenken. Nur weil manche so sind, sind nicht alle so. Das ist das was ich damit sagen möchte.

 

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13. Januar um 13:15

Dann widersprichst Du Dir. Erst sagst Du "hab ich doch nicht gesagt dass alle so sind" und dann "und nicht schubladendenken... siehst ja: realität".

Schubladendenken bedeutet alle über einen Kamm zu schrerren

Wie dem von Dir beschriebenen Fall:
Jeder sollte selbst wissen was er/sie möchte oder nicht. Wenn sie islamisch Heiraten möchte und Ihre Kinder so erziehen möchte, bitte. Aber wenn man nur mit jemandem zusammensein möchte, wenn dieser den selben glauben annimmt dann ist es keine Liebe.

Für mich hat Religion nichts in der Liebe zwischen zwei Menschen verloren. Mir wäre egal, welcher Religion mein Partner angehört. Religion sollte etwas sein zwischen einem Menschen und sein Gott, etwas Privates - nichts das zwischen einer Ehe/Beziehung/Freundschaft oder sonstiges stehen sollte.

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13. Januar um 13:18

Da steht aber: zumindest nur auf dem Papier Moslems werden würden. Da steht nichts von "islamisch erziehen". Wie viele "Christen" sind heutzutage schon noch christlich erzogen?!
Und davon abgesehen: Wenn Frau es mit sich machen lässt?!? Vielleicht hat es sie ja gar nicht extrem gestört, dann "lässt sie es doch nicht mit sich machen". Gibts in deiner Welt eigentlich irgendsowas wie "Kompromissbereitschaft" ind Beziehungen/Ehen/Kindererziehung und kennst du in allem immer nur schwarz/weiß und Hauptsache drauf, statt mal drüber nachzudenken?!?

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