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Beziehung laufen lassen??

1. Juli 2012 um 18:05

Hallo,
mein Freund und ich (er 24, ich 22) sind jetzt fast 2 Jahre lang zusammen und wollen Ende des Jahres endlich zusammenziehen. Er hat im Moment viel Stress durch eine neue Arbeitsstelle (die im aber sehr viel Spaß macht). Da versteh ich es natürlich, dass er am Wochenende müde ist und am liebsten einfach nur entspannen will. Das ginge mir auch so, klar. Ich verstehe auch, dass man nach 2 Jahren nicht mehr diese übertriebene Verliebtheit hat, die man zu Anfang hatte. Ich würde mir trotzdem wünschen dass er - wie soll ich das sagen - liebevoller oder.....aufmerksamer ist. D.h. mir einfach und plötzlich, ohne dass ich damit rechne, zu sagen wie sehr er mich doch liebt und dass ich seine absolute Traumfrau bin. Ich liebe das und ich vermisse das sehr. Oder diese kleinen Berührungen, die man so in den Alltag einbaut, dass man sie gar nicht merkt. Und doch fehlen sie mir. Ich denke auch, dass das besser wird, wenn wir endlich zusammen wohnen und uns nicht nur am Wochenende sehen können. Und zumindest dieser Stress "Am Wochenende muss ich wieder zu ihr fahren, was machen wir dann, ich muss noch Sachen packen, hoffentlich gibts keinen Stau..." auch mal aufhört. Das ist - zumindest für ihn - Stressfaktor pur.
Und das sorgt dann bei mir wieder für Stress. Weil mein Frauenhirn dann denkt und denkt und denkt und sämtliche Logik ausschaltet. "Liebt er mich nun weniger als ich ihn, weil er gar nicht mehr diese Zuneigung zeigt wie zu Anfang? Was soll ich machen? Blablabla...." Und dadurch kommt es dann zu eigentlich gar nicht so gemeinten indirekten Vorwürfen ihm gegenüber und das nervt ihn dann wieder, ist ja klar.
Naja, dieses Wochenende konnte ich ihn dann endlich mal dazu bringen mir das so zu sagen (mit dem denken und dass ihn dass dann stresst .....das wusste ich ja in den tiefen meines Unterbewusstseins, aber Frau verdrängt das ja nunmal...) Und dann sagte er in einem wirklich langen, intensiven, auch schönen Gespräch, dass ich mich und ihn nicht immer so stressen soll durch mein ständiges Nachdenken und Nachfragen. (Kennt das einer? Oder bin ich alleine damit? Oder ist das nunmal so, dass man IMMER über alles nachdenkt udn dann zu viel interpretiert? Oder muss ich das einfach abstellen? Ich bin völlig verwirrt) Daraufhin sagte ich: "Ich bin nunmal so, ich muss denken.....wie soll ich das denn machen?"
Und er sagte: "Lass es doch einfach laufen. Lass die Beziehung doch ganz einfach laufen, ohne zu denken und zu interpretieren und ohne Vorwürfe."

Ich find den Satz gut, schön. Ich bin so froh dass er sowas endlich mal gesagt hat und nicht wieder von mir und meinen Fragen genervt war und einfach abgeschaltet hat.
ABER: Was soll das heißen? (das konnte er mir auch nicht so genau erklären)
Was versteht IHR unter "laufen lassen"? Im positiven Sinne. Man kann eine Beziehunge auch "laufen lassen", nach dem Motto: Sie ist eh am Ende. Aber so meinte er das nicht, das hab ich auch verstanden.
Nur, wie lässt man eine Beziehung laufen. Für mich bedeutet eine Beziehung dass man sich Gedanken macht, über den Partner nachdenkt, sich fragt was er wohl möchte. Ist das bei mir schief gelaufen und ich soll das einfach lassen? Oder heißt das ich soll seine Macken akzeptieren und nicht zu viel in sein Verhalten interpretieren, dass er wahrscheinlich gar nicht mal böse
meint? Und mich nicht immer fragen, warum er dies und das nicht mehr macht? Aber wenn ich diese Sachen vermisse? Manche Sachen fehlen mir so sehr udn ich habe Angst, dass dieses Fehlen uns voneinander entfernt, so wie kleine Rituale auch zum Leben und Alltag dazugehören. Der morgendliche Kaffee fehlt einem auch und bringt einen durcheinander, auch wenn die Welt davon nicht untergeht.
Puh, das war noch nicht alles, aber ich kann im Moment nicht mehr dazu sagen. Ich hoffe das hat überhaupt jemand verstanden und will mir darauf antworten, ich weiß das ist sehr wirr.
Danke trotzdem!

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1. Juli 2012 um 18:23

>>Ich bin nunmal so, ich muss denken.....wie soll ich das denn machen?<<
Tja... Du hast das einfach nicht gelernt. Du hast Dein Gedankenradio von morgens bis abends zwischen den Ohren. Und Du IDENTIFIZIERST Dich damit. Du glaubst, dieses Gedankengebäude zu sein.

Und das ist sooooo unglaublich FALSCH.

Ich könnte jetzt viel über Bewusstsein (bewusstes Sein) und Zustände des Bewusstseins referieren - aber das bringt nichts.

Dein erster Schritt kann sein, dass Du statt >>ich muss denken<< vielleicht zu einem "manchmal denke ich" kommst. Wenn Du diesem Radio in Deinem Kopf mal genau zuhörst... es macht durchaus mal die eine oder andere Pause. Das Radio besteht aus Worten - und den Pausen dazwischen. "Konzentriere" Dich mehr auf die Pausen

Als Buchtipp dazu mal das bekannte "Jetzt - Kraft der Gegenwart von Eckhart Tolle" oder auch vom gleichen Autor "Leben im Jetzt".

Und in meditativen Zuständen geht es genau darum: Nicht-Denken. Stille (nicht nur im Kopf). Dieses Denken, dieses Gedankengebäude, dieses Glaubenssystem, das oft EGO genannt wird, es lässt sich durchlöchern und abbauen. Es kann sich auch auflösen...
Und -hier hat Dein Freund Recht- mehr "Zwischenräume" in Deinem Denken verändern Deine Welt. Sie wird ruhiger, ausgeglichener, Hochs und Tiefs werden "flacher" und doch intensiver.

Der Mensch in seiner wahren Natur ist REINES BEWUSSTSEIN. Kein Denken.

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1. Juli 2012 um 18:29
In Antwort auf ford_12830113

>>Ich bin nunmal so, ich muss denken.....wie soll ich das denn machen?<<
Tja... Du hast das einfach nicht gelernt. Du hast Dein Gedankenradio von morgens bis abends zwischen den Ohren. Und Du IDENTIFIZIERST Dich damit. Du glaubst, dieses Gedankengebäude zu sein.

Und das ist sooooo unglaublich FALSCH.

Ich könnte jetzt viel über Bewusstsein (bewusstes Sein) und Zustände des Bewusstseins referieren - aber das bringt nichts.

Dein erster Schritt kann sein, dass Du statt >>ich muss denken<< vielleicht zu einem "manchmal denke ich" kommst. Wenn Du diesem Radio in Deinem Kopf mal genau zuhörst... es macht durchaus mal die eine oder andere Pause. Das Radio besteht aus Worten - und den Pausen dazwischen. "Konzentriere" Dich mehr auf die Pausen

Als Buchtipp dazu mal das bekannte "Jetzt - Kraft der Gegenwart von Eckhart Tolle" oder auch vom gleichen Autor "Leben im Jetzt".

Und in meditativen Zuständen geht es genau darum: Nicht-Denken. Stille (nicht nur im Kopf). Dieses Denken, dieses Gedankengebäude, dieses Glaubenssystem, das oft EGO genannt wird, es lässt sich durchlöchern und abbauen. Es kann sich auch auflösen...
Und -hier hat Dein Freund Recht- mehr "Zwischenräume" in Deinem Denken verändern Deine Welt. Sie wird ruhiger, ausgeglichener, Hochs und Tiefs werden "flacher" und doch intensiver.

Der Mensch in seiner wahren Natur ist REINES BEWUSSTSEIN. Kein Denken.

>>wie lässt man eine Beziehung laufen.<<

Fällt mir gerade noch auf... hierzu findest Du in "Kraft der Gegenwart" das Kapitel 8, "lebendige Beziehungen"...

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1. Juli 2012 um 19:07

Cefeu,
klar, im Moment gehts nur um mich und darum, dass mir so vieles fehlt.
Deine Idee finde ich gut, ich hab da selbst schon drüber nachgedacht. Aber dann fängt mein Kopf wieder an (jetzt verflucht mich singlecoach wahrscheinlich ) zu denken "Aber was ist, wenn ich meinen eigenen Hobbies nachgehe, bzw mir welche zulege und er damit zufrieden ist. Wenn er den Abstand genießt und ihm eben NICHTS fehlt. Mach ich mir dann nicht ein Leben lang selbst Vorwürfe, dass ich mein eigenes Ding gemacht habe? Dass ich nicht mehr auf ihn eingegangen bin!?"

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1. Juli 2012 um 19:30

Cefeu,
das stimmt wohl.
Dennoch besteht für ihn (und für mich) kein Zweifel daran, dass wir bald zusammenziehen werden und das zeigt zumindest mir, dass ihm doch was an mir und der Beziehung liegen muss.....es sei denn er sucht nur ne billige Haushälterin, das wäre natürlich fatal

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1. Juli 2012 um 19:31

Das Pferd...

...lässt sich nicht von dieser Seite aufzäumen.

Wenn ihr schon denken wollt, dann hier:
>>Lass die Beziehung doch ganz einfach laufen, ohne zu denken und zu interpretieren und ohne Vorwürfe.<<

Was heißt denn das???

Das Problem ist IMMER bei der Autorin dieses Beitrags. Obiges heißt jedoch nicht zwingend, dass er sich nicht für die BeZIEHung zuständig fühlt. Dazu würde ich gern mal seinen Ansatz "ohne zu denken" kennen lernen. Denn dieser Satz -in meiner Interpretation- zeigt, dass ihm diese BeZIEHung zu "verkopft" und "zugedacht" ist. Gut, er könnte es anders ausdrücken, damit es für Dich verständlicher wird: "Hör doch mal auf, die Beziehung (und mich) anders zu wollen als sie ist (ich bin). Schau einfach mal, was IST. Nicht auf das, was sein SOLLTE..."

Und: wenn Du einmal feststellst, was DIR in dre BeZIEHung fehlt, dann findest Du das, was DIR fehlt. Und dann darfst Du Dich auf den Weg machen, das Fehlende IN DIR zu finden. Denn er kann es nicht "liefern"... er ist nicht für Dein Glück, Deine Liebe, Deinen Frieden verantwortlich. Geht nicht und das ist auch nicht sein Job.

Sorge zunächst dafür, dass es DIR gut geht. Komme aus der Fülle Deiner Liebe zu ihm und Ihr habt gute Chancen, dass die Partnerschaft plötzlich mit großer Qualität "wie von selbst läuft"...

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1. Juli 2012 um 19:40

Aber dennoch ist es ja so,singlecoach,
dass trotzdem die Zuneigung in Form von kleinen Aufmerksamkeiten beispielsweise weniger geworden ist. Das ist ja eine Tatsache, was meine Gedanken daraus machen ist wirklich MEIN Problem und nicht seins. Ich versuch es nur dazu zu machen und das ist falsch, das weiß ich. Irgendwo muss ja aber dieser "Teufelskreis" seinen Anfang genommen haben, d.h. entweder müssen zuerst seine Zärtlichkeiten weniger geworden sein oder ich war der Auslöser dafür, dass sie weniger geworden sind, verstehst du wie ich das meine?!

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1. Juli 2012 um 19:49



erstmal mein respekt für beide user diedir hier geantwortet haben. ich lese ihre beiträge sehr gern und binoft einer meinung aber in diesem fall nicht oder aber nur zum teil.

ich könnte dem allen zustimmen wenn ihr 5, 7 oder 10 jahre zusammen sein würdet... aber es sind gerade mal 2. normalerweise eine absolute hochflugphase in einerbeziehung, weil in dieser zeit ein solider grundbau enstanden ist...

wenn du also jetzt schon diese dinge vermisst und dein partner von deinem kopfkino genervt ist... dann seid ihr meiner meinung nach zu verschieden was zwischenmenschlichkeiten angeht und habt unterschiedliche bedürfnisse...

da es sich auch noch um eine we bez. handelt und man eh noch ein größeres kuschelbedürfnis hat..., wie soll das dann im zusammenleben werden wo man noch mehr zeit verbringt

dein kopfkino findet in diesem fall aus deinem bauchgefühl her statt, weil du sicherlich auch schon fühlst, dass ihr da sehr unterschiedliche bedürfnisse habt und das verunsichert dich..., zu recht.



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1. Juli 2012 um 19:56

Jolu8,
vielen Dank für deinen Beitrag.
Bei meinem Freund ist es so, dass ich genau von ihm weiß, dass er Nähe braucht. Ich kannte ihn schon lange bevor wir zusammengekommen sind. Er hatte bisher kein einfaches Leben. Ich weiß er ist kompliziert, aber ich weiß auch was er mitgemacht hat, damit komm ich klar. Ich weiß, dass er im Grunde genommen der liebste Mensch der Erde ist und auch Nähe braucht.
Mein Problem ist eher, warum das momentan nicht mehr so ist. Und dadurch entstehen für mich, immer neue Probleme, die zusammenhängen - wie gesagt, für mich.
Ich glaube singlecoach, dass mein Freund kein Problem hat. Es stört ihn, dass ich meine "Probleme" (die ja keine wären, wenn ich sie nicht dazu machen würde) zu seinen zu machen versuche.
Und eigentlich wäre das Thema jetzt schon gegessen, weil mehr ist es ja nicht. Aber .........mein Kopf sagt einfach NEIN.

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1. Juli 2012 um 19:59
In Antwort auf semyon_11966645

Aber dennoch ist es ja so,singlecoach,
dass trotzdem die Zuneigung in Form von kleinen Aufmerksamkeiten beispielsweise weniger geworden ist. Das ist ja eine Tatsache, was meine Gedanken daraus machen ist wirklich MEIN Problem und nicht seins. Ich versuch es nur dazu zu machen und das ist falsch, das weiß ich. Irgendwo muss ja aber dieser "Teufelskreis" seinen Anfang genommen haben, d.h. entweder müssen zuerst seine Zärtlichkeiten weniger geworden sein oder ich war der Auslöser dafür, dass sie weniger geworden sind, verstehst du wie ich das meine?!

Es kann sein,

dass Dich das WARUM weiter bringt. Ich glaube es jedoch nicht.

Du interpretierst seine weniger gewordenen Berührungen als weniger Liebe. Eine verbreitete Meinung, für mich nicht stimmig bzw. wahr. Du kannst nicht in ihn hineinschauen und den Liebesmesswert ablesen. Du vergleichst gestern mit heute und willst etwas für morgen.

Das einzige, was wirklich ist, ist JETZT.

Und es gibt bestimmt viele Momente, in denen Dir die Berührungen nicht fehlen. Wenn Du abgelenkt bist, an anderes denkst... dann fehlt es dir nicht...

Wenn Dir die Berührung fehlt, dann schau mal, was Dir GENAU fehlt. Dir fehlt vielleicht Aufmerksamkeit? (nur ein mögliches Beispiel) Fühlst Dich nicht "gesehen"... OK.

So unglaublich das jetzt vielleicht klingt. Gib sie Dir zunächst einmal selbst. Sei aufmerksam mit Dir, für Dich. Losgelöst von ihm. Vielleicht kannst Du feststellen, dass diese "Selbstaufmerksamkeit" Deine innere Lücke genauso (oder sogar besser) schließt als er. Dann heilt Deine Wunde, die Du sonst mit jedem Gedanken an fehlende Berührungen wieder aufgerissen hast.
Und DANN geh zu ihm und berühre ihn, sei aufmerksam für ihn. Und da Dir nichts fehlt erwartest Du nichts zurück. Und er kann nichts falsch machen...und ihr könnt "es laufen lassen"...

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1. Juli 2012 um 20:04
In Antwort auf ford_12830113

Es kann sein,

dass Dich das WARUM weiter bringt. Ich glaube es jedoch nicht.

Du interpretierst seine weniger gewordenen Berührungen als weniger Liebe. Eine verbreitete Meinung, für mich nicht stimmig bzw. wahr. Du kannst nicht in ihn hineinschauen und den Liebesmesswert ablesen. Du vergleichst gestern mit heute und willst etwas für morgen.

Das einzige, was wirklich ist, ist JETZT.

Und es gibt bestimmt viele Momente, in denen Dir die Berührungen nicht fehlen. Wenn Du abgelenkt bist, an anderes denkst... dann fehlt es dir nicht...

Wenn Dir die Berührung fehlt, dann schau mal, was Dir GENAU fehlt. Dir fehlt vielleicht Aufmerksamkeit? (nur ein mögliches Beispiel) Fühlst Dich nicht "gesehen"... OK.

So unglaublich das jetzt vielleicht klingt. Gib sie Dir zunächst einmal selbst. Sei aufmerksam mit Dir, für Dich. Losgelöst von ihm. Vielleicht kannst Du feststellen, dass diese "Selbstaufmerksamkeit" Deine innere Lücke genauso (oder sogar besser) schließt als er. Dann heilt Deine Wunde, die Du sonst mit jedem Gedanken an fehlende Berührungen wieder aufgerissen hast.
Und DANN geh zu ihm und berühre ihn, sei aufmerksam für ihn. Und da Dir nichts fehlt erwartest Du nichts zurück. Und er kann nichts falsch machen...und ihr könnt "es laufen lassen"...

Das klingt gut,
wie du das geschrieben hast. Manchmal denke ich, dass ich mich vielleicht direkt zu Anfang zu "abhängig" gemacht habe.

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1. Juli 2012 um 20:24
In Antwort auf angie_12634837



erstmal mein respekt für beide user diedir hier geantwortet haben. ich lese ihre beiträge sehr gern und binoft einer meinung aber in diesem fall nicht oder aber nur zum teil.

ich könnte dem allen zustimmen wenn ihr 5, 7 oder 10 jahre zusammen sein würdet... aber es sind gerade mal 2. normalerweise eine absolute hochflugphase in einerbeziehung, weil in dieser zeit ein solider grundbau enstanden ist...

wenn du also jetzt schon diese dinge vermisst und dein partner von deinem kopfkino genervt ist... dann seid ihr meiner meinung nach zu verschieden was zwischenmenschlichkeiten angeht und habt unterschiedliche bedürfnisse...

da es sich auch noch um eine we bez. handelt und man eh noch ein größeres kuschelbedürfnis hat..., wie soll das dann im zusammenleben werden wo man noch mehr zeit verbringt

dein kopfkino findet in diesem fall aus deinem bauchgefühl her statt, weil du sicherlich auch schon fühlst, dass ihr da sehr unterschiedliche bedürfnisse habt und das verunsichert dich..., zu recht.



Mag sein...
>>dann seid ihr meiner meinung nach zu verschieden was zwischenmenschlichkeiten angeht und habt unterschiedliche bedürfnisse...<<

Ich sehe das (spirituell) einfach anders. Was genau ist denn bei Menschen, die eine Partnerschaft eingehen unterschiedlich?

In erster Linie ihre Gedanken und das was sie zu wollen oder zu brauchen glauben. Körperlich sind sie zu 95% gleich... rein körperlich würden die meisten Menschen zusammen "passen". Schon ob wir eher blonde Frauen oder dunkelhaarige mögen? Wo ist der Sitz dieses "mögen"?

Will sagen... wir leben in Konditionierungen, die wir in unserem Leben seit der Zeugung zusammen gebaut haben. Ein EGO, ein Gedanken- und Gedächtnissystem, ein Glaubenssystem. Mit dem wir uns identifizieren. Das wir sind. Hoppla... das wir sind? Eben nicht. Dieses EGO ist nur ein Teil von uns... das, in dem dieses EGO lebt ist etwas ganz anderes... unsere wahre Natur. Und da unterscheiden wir uns nicht mehr, denn alles ist eines: reines Bewusstsein.

Verschieden sind als unser EGO's, Glaubenssysteme. Und diese sind eben -entgegen dem was wir durch unsere Identifikation sehen möchten- nicht in Stein gemeißelt. Sie sind eher wie die Bits auf einer Festplatte - sie können in weiten Teilen überschrieben und geändert werden. Wenn das nicht ginge, würden alle Selbstveränderungswünsche und Therapien ins Leere laufen. Und diejenigen Teile, die "read only" sind (und dem Gedächtnis im Sinn von Erinnerungen) entsprechen, sind -wie die Psychologie inzwischen weiß- weder zuverlässig noch entscheidend. Auch sie sind - Fantasie. Vergangenheit. Bedeutungslos. Nur wir wollen ihnen immer wieder Bedeutung geben. Denn wer sind wir ohne unsere Erinnerungen (=Bild der Vergangenheit?) und ohne unsere Gedanken? Was bleibt?
Und genau diese Angst, dass wir uns irgendwie verlieren könnten hält uns davon ab zu erkennen, wer wir sind: reines Bewusstsein.

Somit ergibt sich IMMER die Möglichkeit, dass Partner miteinander gut leben, egal wie "unterschiedlich" sie sind... das klappt umso besser, je weiter die Glaubenssysteme runtergefahren sind, je weiter Menschen auf ihrem Weg der Selbsterkenntnis sind. Letztlich kann es sich immer lohnen, sich vor einer Trennung die vermeintlichen Unterschiede mal "sachlich" (so weit das geht) an zu sehen. Sehr oft ist es möglich, diese Differenzen zu überwinden - diese Differenzen sind Software... änderbar... anpassbar...


>>ein größeres kuschelbedürfnis<< So etwas kriegt ein "liebendes" Paar problemlos hin, denn jeder wird bereit sein, bestimmte Kompromisse zu machen. Und das "einfach so" (laufen lassen), denn es passiert "wie von selbst". Und wenn die Partnerschaft das doch nicht hin bekommt, darf der Partner sich so etwas auch gern woanders holen... ich empfehle z.B. sich so etwas mit einem Therapeuten mit "Bonding" nach Casriel an zu schauen.

Letztlich muss in Folge von "ich habe ein Problem" immer eine Öffnung für die Lösung einhergehen. Und schon diese Öffnung erlaubt, dass die Lösung erscheint. Na klar, beide müssen mitspielen - aber diese Bereitschaft, sich selbst UND die Beziehung psychologisch zu bearbeiten... eine erwachsene Selbstverständlichkeit in einer Beziehung

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1. Juli 2012 um 20:40
In Antwort auf ford_12830113

Mag sein...
>>dann seid ihr meiner meinung nach zu verschieden was zwischenmenschlichkeiten angeht und habt unterschiedliche bedürfnisse...<<

Ich sehe das (spirituell) einfach anders. Was genau ist denn bei Menschen, die eine Partnerschaft eingehen unterschiedlich?

In erster Linie ihre Gedanken und das was sie zu wollen oder zu brauchen glauben. Körperlich sind sie zu 95% gleich... rein körperlich würden die meisten Menschen zusammen "passen". Schon ob wir eher blonde Frauen oder dunkelhaarige mögen? Wo ist der Sitz dieses "mögen"?

Will sagen... wir leben in Konditionierungen, die wir in unserem Leben seit der Zeugung zusammen gebaut haben. Ein EGO, ein Gedanken- und Gedächtnissystem, ein Glaubenssystem. Mit dem wir uns identifizieren. Das wir sind. Hoppla... das wir sind? Eben nicht. Dieses EGO ist nur ein Teil von uns... das, in dem dieses EGO lebt ist etwas ganz anderes... unsere wahre Natur. Und da unterscheiden wir uns nicht mehr, denn alles ist eines: reines Bewusstsein.

Verschieden sind als unser EGO's, Glaubenssysteme. Und diese sind eben -entgegen dem was wir durch unsere Identifikation sehen möchten- nicht in Stein gemeißelt. Sie sind eher wie die Bits auf einer Festplatte - sie können in weiten Teilen überschrieben und geändert werden. Wenn das nicht ginge, würden alle Selbstveränderungswünsche und Therapien ins Leere laufen. Und diejenigen Teile, die "read only" sind (und dem Gedächtnis im Sinn von Erinnerungen) entsprechen, sind -wie die Psychologie inzwischen weiß- weder zuverlässig noch entscheidend. Auch sie sind - Fantasie. Vergangenheit. Bedeutungslos. Nur wir wollen ihnen immer wieder Bedeutung geben. Denn wer sind wir ohne unsere Erinnerungen (=Bild der Vergangenheit?) und ohne unsere Gedanken? Was bleibt?
Und genau diese Angst, dass wir uns irgendwie verlieren könnten hält uns davon ab zu erkennen, wer wir sind: reines Bewusstsein.

Somit ergibt sich IMMER die Möglichkeit, dass Partner miteinander gut leben, egal wie "unterschiedlich" sie sind... das klappt umso besser, je weiter die Glaubenssysteme runtergefahren sind, je weiter Menschen auf ihrem Weg der Selbsterkenntnis sind. Letztlich kann es sich immer lohnen, sich vor einer Trennung die vermeintlichen Unterschiede mal "sachlich" (so weit das geht) an zu sehen. Sehr oft ist es möglich, diese Differenzen zu überwinden - diese Differenzen sind Software... änderbar... anpassbar...


>>ein größeres kuschelbedürfnis<< So etwas kriegt ein "liebendes" Paar problemlos hin, denn jeder wird bereit sein, bestimmte Kompromisse zu machen. Und das "einfach so" (laufen lassen), denn es passiert "wie von selbst". Und wenn die Partnerschaft das doch nicht hin bekommt, darf der Partner sich so etwas auch gern woanders holen... ich empfehle z.B. sich so etwas mit einem Therapeuten mit "Bonding" nach Casriel an zu schauen.

Letztlich muss in Folge von "ich habe ein Problem" immer eine Öffnung für die Lösung einhergehen. Und schon diese Öffnung erlaubt, dass die Lösung erscheint. Na klar, beide müssen mitspielen - aber diese Bereitschaft, sich selbst UND die Beziehung psychologisch zu bearbeiten... eine erwachsene Selbstverständlichkeit in einer Beziehung



auch hier gebe ich dir wieder eine teilrichtigkeit...

leider neigen wir menschen aber auch dazu uns dinge schön zu reden oder die wirklichkeit nicht wahr haben zu wollen. und so gleich, wie du es beschreibst, sind wir nun doch nicht, was sicherlich auch immer etwas mit lebenswandel und umständen zusammen hängt, die entwicklung eines jedes spielt eine rolle, vertrauen und urvertrauen, bildung etc...

hinzu kommt das alle menschen verschiedene komminikationsmöglichkeiten haben. nur weil mein nachbar meine ausdrucksweise versteht muss mein partner diese noch langenicht verstehen, weil wir vielleicht unterschiedliche wellenlängen haben (hier fängt oftmals schon schönreden an)

als beispiel: ich lebe in einer wg mit meinem partner und meinem ex-partner und seiner freundin. wenn ich etwas zu meinem ex partner geagt habe, fühlte sich dieser von mir kritisiert (was von meiner seite nie so gemeint war - wir haben einfach unterschiedliche sprachen gesprochen) mein partner heute tut dies nicht, weil wir die selbe sprache sprechen...

was ich damit sagen will... wenn ich meinem ex partner (in bezug auf die threadschreiberin) meine sorgen mitgeteilt habe war dieser genervt... oder es fehlte verständnis... das gibt es heute nicht mehr. wir tragen uns gegenseitig. wir können so sein wie wir sind und es ist bedingunslos. das wort *genervt* gibt es nicht, weil man den anderen ohne worte versteht...

wenn ich also in einer partnscheraft lebe in der die kommunikation unterschiedlich ist kann man nicht - ohne sich zu verstellen /verändern auf einen nenner kommen?! wie soll das gehen?

sicherlich kann sie sich verändern und in diesem zuge wird auch ihr partner sich verändern... aber ich denke dennoch das es sich um unterschieliche bedürfnisse handelt und wenn man sich damit nicht arrangieren möchte, weil irgendwo gibts ja das gegenstück, dann bringt auch die eigene veränderung oder sicht der dinge wenig... aber das ist nur meine meinung oder erfarhung

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1. Juli 2012 um 20:58
In Antwort auf semyon_11966645

Jolu8,
vielen Dank für deinen Beitrag.
Bei meinem Freund ist es so, dass ich genau von ihm weiß, dass er Nähe braucht. Ich kannte ihn schon lange bevor wir zusammengekommen sind. Er hatte bisher kein einfaches Leben. Ich weiß er ist kompliziert, aber ich weiß auch was er mitgemacht hat, damit komm ich klar. Ich weiß, dass er im Grunde genommen der liebste Mensch der Erde ist und auch Nähe braucht.
Mein Problem ist eher, warum das momentan nicht mehr so ist. Und dadurch entstehen für mich, immer neue Probleme, die zusammenhängen - wie gesagt, für mich.
Ich glaube singlecoach, dass mein Freund kein Problem hat. Es stört ihn, dass ich meine "Probleme" (die ja keine wären, wenn ich sie nicht dazu machen würde) zu seinen zu machen versuche.
Und eigentlich wäre das Thema jetzt schon gegessen, weil mehr ist es ja nicht. Aber .........mein Kopf sagt einfach NEIN.

>>mein Kopf sagt einfach NEIN.<<

Wie macht er das?

Dein Kopf kann nur so lange NEIN sagen, wie Du Dich mit diesem Nein identifizierst, Deinem Kopfradio dieses Nein glaubst.

Und damit haben wir viele "Schauspieler": das Radio... diejenige, die dem Radio glaubt oder nicht... und "jemanden", der im Publikum sitzt und dieses Theaterstück anschaut.

Du bist weder Radio, noch Schaupieler, wir als Mensch in seiner wahren Natur sind das Theater in dem dieses Stück spielt.

Und einem Theater ist es egal, was in ihm gespielt wird. Gleichgültig. Es hört nicht zu. Es öffnet und schließt keine Türen, damit Publikum und Schaupieler rein und raus können. Es liefert keinen Strom für das Radio in der Requisite. Das Theater identifiziert sich nicht mit dem Stück.

Erkenne, dass Du in Deiner wahren Natur das Theater bist, in dem einfach ein Stück gespielt wird. Schon fällt alles an seinen richtigen Platz und ... da sich alle Konstrukte auflösen sind auch die Probleme weg...

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1. Juli 2012 um 21:33
In Antwort auf angie_12634837



auch hier gebe ich dir wieder eine teilrichtigkeit...

leider neigen wir menschen aber auch dazu uns dinge schön zu reden oder die wirklichkeit nicht wahr haben zu wollen. und so gleich, wie du es beschreibst, sind wir nun doch nicht, was sicherlich auch immer etwas mit lebenswandel und umständen zusammen hängt, die entwicklung eines jedes spielt eine rolle, vertrauen und urvertrauen, bildung etc...

hinzu kommt das alle menschen verschiedene komminikationsmöglichkeiten haben. nur weil mein nachbar meine ausdrucksweise versteht muss mein partner diese noch langenicht verstehen, weil wir vielleicht unterschiedliche wellenlängen haben (hier fängt oftmals schon schönreden an)

als beispiel: ich lebe in einer wg mit meinem partner und meinem ex-partner und seiner freundin. wenn ich etwas zu meinem ex partner geagt habe, fühlte sich dieser von mir kritisiert (was von meiner seite nie so gemeint war - wir haben einfach unterschiedliche sprachen gesprochen) mein partner heute tut dies nicht, weil wir die selbe sprache sprechen...

was ich damit sagen will... wenn ich meinem ex partner (in bezug auf die threadschreiberin) meine sorgen mitgeteilt habe war dieser genervt... oder es fehlte verständnis... das gibt es heute nicht mehr. wir tragen uns gegenseitig. wir können so sein wie wir sind und es ist bedingunslos. das wort *genervt* gibt es nicht, weil man den anderen ohne worte versteht...

wenn ich also in einer partnscheraft lebe in der die kommunikation unterschiedlich ist kann man nicht - ohne sich zu verstellen /verändern auf einen nenner kommen?! wie soll das gehen?

sicherlich kann sie sich verändern und in diesem zuge wird auch ihr partner sich verändern... aber ich denke dennoch das es sich um unterschieliche bedürfnisse handelt und wenn man sich damit nicht arrangieren möchte, weil irgendwo gibts ja das gegenstück, dann bringt auch die eigene veränderung oder sicht der dinge wenig... aber das ist nur meine meinung oder erfarhung

Alle diese Unterschiede...

basieren auf EGO, Gedanken(gebäude) und sehr viel Glauben (damit meine ich nicht Religion).

Und ich sage nicht, dass es diese Unterschiede nicht gibt (solange ide wahre Natur nicht erkannt ist). Ich sage nur, dass sie potentiell veränderbar sind...

Im Licht der wahren Natur verschwinden sie doch alle

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