Home / Forum / Liebe & Beziehung / Beziehung in schweren zeiten

Beziehung in schweren zeiten

30. März 2015 um 17:10 Letzte Antwort: 30. März 2015 um 19:24

Hallo meine Lieben

Ich habe seit etwas mehr als einem Jahr einen Freund. Das Jahr war die absolute Katastrophe, ein Schicksalsschlag nach dem anderen. Ich habe mein komplettes Soziales Umfeld verloren.

Nun habe ich mich in dieser Zeit angefangen hinter einer Maske zu verstecken. Der Mensch, der ich eigentlich bin, lässt sich kaum noch erahnen. Ich habe es garnicht bemerkt.

Das hat natürlich meinem Freund sehr weh getan. Ich möchte die Maske wieder ablegen und ich weiss auch, dass ich das KANN.

Das Problem ist nur, dass ich in einigen Wochen eine grosse Operation habe und danach (wieder einmal) die Klasse wechseln muss. Es wird also weiterhin eine harte Zeit werden.

Mein Freund möchte daher eine Trennung, bis ich wieder ich selber bin. Ich finde es super von ihm, dass er sich die nötige Distanz nimmt. Aber ich weiss nicht, ob ich ohne ihn den nötigen Mut habe, die Maske auszuziehen.

Er sagt zwar er würde auf mich warten, will aber in Zwischenzeit nicht gross Kontakt haben. Ich respektiere das schon, aber unter diesen Umständen weiss ich genau, dass meine Depressionen und Angstzustände nur noch schlimmer werden.

Habt ihr eine Idee wie wir das schaffen können?

Kuss Apfelschale



PS: Bevor jemand mit "Psychotherapie" kommt, nein danke. Bisher habe ich NUR schlechte Erfahrungen damit gesammelt und das möchte ich mir wirklich nicht noch einmal geben.

Mehr lesen

30. März 2015 um 17:15

Du findest es
"super von ihm", dass er dich nicht bei diesem schwierigen prozess begleitet??

unverständlich. denn genau in diesen phasen stellt sich heraus, ob jemand hinter dir steht oder nicht.

so banal es klingt: betrachte die OP und den klassenwechsel als neuanfang. und verlasse dich nicht auf das, was er sagt. er bewiest ja durch sein verhalten hinlänglich, dass er eurer beziehung nuht gewachsen ist. wenn du mich fragst, ist eine "schönwetterbeziehung" wie er sie sich am ende des regenbogens vorstellt wertlos. du verdienst etwas besseres. und toitoitoi für alles, was es jetzt für dich zu überwinden gilt!

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
30. März 2015 um 17:23
In Antwort auf xicasss12

Du findest es
"super von ihm", dass er dich nicht bei diesem schwierigen prozess begleitet??

unverständlich. denn genau in diesen phasen stellt sich heraus, ob jemand hinter dir steht oder nicht.

so banal es klingt: betrachte die OP und den klassenwechsel als neuanfang. und verlasse dich nicht auf das, was er sagt. er bewiest ja durch sein verhalten hinlänglich, dass er eurer beziehung nuht gewachsen ist. wenn du mich fragst, ist eine "schönwetterbeziehung" wie er sie sich am ende des regenbogens vorstellt wertlos. du verdienst etwas besseres. und toitoitoi für alles, was es jetzt für dich zu überwinden gilt!

Vielen Dank für ...
... deine Antwort.

Aber scheinbar habe ich mich unklar ausgedrückt. Er war über ein Jahr für mich da, hat mich bei ihm wohnen lassen als ich kein Dach über dem Kopf hatte, hat mich ins Krankenhaus und zu der Beerdigung meiner besten Freundin begleitet.

Es wird ihm einfach langsam zu viel, weil er mich nicht wieder erkennt. Das verstehe ich ziemlich gut.

Und naja, es ist wohl nicht der erste "Neuanfang" das Jahr.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
30. März 2015 um 17:24

Hallo
Du scheinst zu verstehen was ich meine.

Hast du eine Idee wie wir das schaffen sollen?

Vielen Dank

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
30. März 2015 um 18:21

Vielen Dank...
...für deine schnelle Antwort.

Was ich machen kann ist mir klar, meine Frage ist viel eher wie wir diese Pause am besten gestalten, sodass er seine nötige Distanz zu mir hat und ich keine Angst haben muss ihn in meiner Abwesenheit zu verlieren.

Mein Problem mit Therapeuten ist, dass sie mir jedes mal beigebracht haben, meine Ängste und Depressionen zu bekämpfen, was einen unglaublichen Selbsthass in mir geweckt hat. Bisher bin ich immer OHNE Suizidgedanken in eine Therapie gestartet und WEGEN ihnen habe ich sie dann abgebrochen.

Eine ausnahme gab es da, ein lösungsorientierter Therapeut, der mich selbst hat entscheiden lassen, was ich an mir ändern möchte und mich meine Ressourcen selber hat einsetzen lassen. Dank ihm ging es mir soooo gut, doch leider übernimmt die Krankenkasse ihn nicht und ich kann ihn mir leider nicht leisten.

lg Apfelschale

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
30. März 2015 um 19:24

Hallo
Dankesehr für deine Antwort.

Naja, es waren immer Leute für mich da, ich hatte vor allem eine Freundin die IMMER und BEDINGUNGSLOS für mich da war. Leider ist sie vor einigen Wochen verstorben.

Mein Freund scheut glaube ich nicht die schwere Zeit, sondern meine emotionale Unausgeglichenheit. Ich habe ihn oft unfair behandelt, weil ich zu müde war um mich in ihn hineinzuversetzen. Er war wirklich so für mich da.

Es ist nicht die Angst alleine zu sein, ich werde nie alleine sein. Ich finde (weil ich oft mein Umfeld wechseln musste) sehr schnell neue Freunde, interessante und gute Freundschaften.

Es tönt kindisch aber ich liebe ihn halt. Ich möchte nicht, dass wir vorbei sind.

Gefällt mir Hilfreiche Antworten !
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram