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Beziehung - Ich habe mich selbst verloren...

21. April um 9:46 Letzte Antwort: 21. April um 11:18

Hi liebe Community, ich brauche eure Hilfe!

Achtung es wird lang...

Ich (w,26) bin seit fast drei Jahren in einer Beziehung, die eigentlich gut läuft. Wir verstehen uns sehr gut, streiten wenig, haben viel Sex, sind beste Freunde.

Doch seit einem Jahr überkommen mich Zweifel. Mal mehr mal weniger. Aber neuerdings jeden Tag.

Ich habe mich für diesen Mann komplett verändert und richte mein ganzes Leben nach ihm aus. Das hab ich anfangs unbewusst gemacht, um nicht zu streiten und jetzt fällt es mir verstärkt auf.

Ein Beispiel:

Als mein Freund mich kennenlernte, war ich wild, viel unterwegs, immer unter Menschen und am rausgehen, reisen, erleben, ...
Am Anfang meiner Beziehug war er dann auch immer beim ausgehen dabei, doch dann kamen die ersten Diskussionen, weil ich immer mal wieder mit Freunden weggehen wollte und er nicht und er es absolut nicht einsah, warum ich alleine gehen sollte. Zu dem Thema haben wir uns so viel gestritten, dass ich einfach irgendwann aufgehört habe, wegzugehen und meine Freunde zu treffen, einfach damit Ruhe einkehrt. Trotzdem habe ich mich immer danach gesehnt und jetzt bin ich irgendwie nur noch zuhause (naja gut, geht wegen Corona auch momentan nicht anders, aber you know what I mean).

ODER

Ich würde gerne eine Zeit lang im Ausland leben. Für ihn kommt das überhaupt nicht in Frage und deshalb mache ich es auch nicht. Wieder ein Bedürdnis zurückgesteckt.

Er bestimmt irgendwie alle meine Ziele, Träume - alles hängt von ihm ab. Ich merke aber auch, wie ich einfach aufgehört habe, meine Wünsche zu kommunizieren. Ich habe aufgehört, das zu fordern, was ich brauche, um glücklich zu sein. Deshalb streiten wir auch jetzt wesentlich weniger als noch zu Beginn der Beziehung. Ich bin nicht mehr wild und lebensfroh, sondern still und traurig. Vor allem deshalb, weil ich mittlerweile nicht mal mehr weiß, was ich will. Ich habe meine Persönlichkeit, meine Flatterhaftigkeit, meine Lebenslust, meine Freunde, mein Leben komplett verloren. Ich lebe komplett anders und das macht mich fertig.

Wenn ich an die Zeit vor meiner Beziehung denke, sehe ich immer, wie glücklich ich war und welch ein anderer Mensch ich jetzt bin. Gleichzeitig liebe ich diesen Menschen über alles und könnte ihn nie verletzen.

Was jetzt auch eine Rolle spielt: Mein Vater ist vor 2 Monaten nach Krebs gestorben. Und das sehr jung. Seitdem merke ich, wie wichtig es ist, glücklich zu sein und sein Leben zu leben.

Doch wie macht man das, wenn man nicht weiß, wo man anfangen soll? wenn man nicht weiß, wer man ist? Wenn man gefangen ist zwischen Liebe und Freiheit und doch beides will.

Ich würde mich freuen, wenn ich ähnliche Erfahrungen lese... Habt ihr euch auch schon mal in einer Beziehung "verloren"? Wie seid ihr damit umgegangen???



Danke euch!!! :*
 

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21. April um 10:23

... du bist in einer Beziehung die "eigentlich" gut läuft.

Damit hast du dein Problem eigentlich schon beschrieben. Bei dir läuft es zu 70% o.ä. gut.

und du hast definitiv zweifel. Selbst kannst du dich nicht verwirklichen.

Letztendlich musst du schauen, ob es so für dich gut ist oder ob du dich verändern möchtest.


 

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21. April um 11:06

Du bist in dieser Beziehung, so wie sie jetzt gerade läuft, nicht glücklich und vor allem nicht du selbst.

Jetzt bleiben dir zwei Möglichkeiten:

Du kommunizierst deine Wünsche und Träume mit deinem Freund.
Ganz wichtig dabei ist, dass du die auch umsetzt (mehr weggehen, im Ausland leben).
Du weiß am allerbesten wie wichtig diese sind.
Dein Freund kann mitziehen bzw. dir zustimmen oder nicht.
Im letzten Fall müsst ihr euch voneinander trennen.

Du trennst dich, ohne mit deinem Freund zu reden.
Das ist natürlich unfair weil du ihm die Chance nimmst, darüber nachzudenken.
Vielleicht haben sich in der Zeit seine Ansichten ebenfalls geändert.
Fehlende Kommunikation ist immer Gift für eine Beziehung.
Vielleicht ist eure Beziehung schon derart vergiftet, dass nichts mehr zu retten ist.

Das weiß ich aber nicht, das musst du selber beurteilen.

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21. April um 11:16
In Antwort auf honey.bee93

Hi liebe Community, ich brauche eure Hilfe!

Achtung es wird lang...

Ich (w,26) bin seit fast drei Jahren in einer Beziehung, die eigentlich gut läuft. Wir verstehen uns sehr gut, streiten wenig, haben viel Sex, sind beste Freunde.

Doch seit einem Jahr überkommen mich Zweifel. Mal mehr mal weniger. Aber neuerdings jeden Tag.

Ich habe mich für diesen Mann komplett verändert und richte mein ganzes Leben nach ihm aus. Das hab ich anfangs unbewusst gemacht, um nicht zu streiten und jetzt fällt es mir verstärkt auf.

Ein Beispiel:

Als mein Freund mich kennenlernte, war ich wild, viel unterwegs, immer unter Menschen und am rausgehen, reisen, erleben, ...
Am Anfang meiner Beziehug war er dann auch immer beim ausgehen dabei, doch dann kamen die ersten Diskussionen, weil ich immer mal wieder mit Freunden weggehen wollte und er nicht und er es absolut nicht einsah, warum ich alleine gehen sollte. Zu dem Thema haben wir uns so viel gestritten, dass ich einfach irgendwann aufgehört habe, wegzugehen und meine Freunde zu treffen, einfach damit Ruhe einkehrt. Trotzdem habe ich mich immer danach gesehnt und jetzt bin ich irgendwie nur noch zuhause (naja gut, geht wegen Corona auch momentan nicht anders, aber you know what I mean).

ODER

Ich würde gerne eine Zeit lang im Ausland leben. Für ihn kommt das überhaupt nicht in Frage und deshalb mache ich es auch nicht. Wieder ein Bedürdnis zurückgesteckt.

Er bestimmt irgendwie alle meine Ziele, Träume - alles hängt von ihm ab. Ich merke aber auch, wie ich einfach aufgehört habe, meine Wünsche zu kommunizieren. Ich habe aufgehört, das zu fordern, was ich brauche, um glücklich zu sein. Deshalb streiten wir auch jetzt wesentlich weniger als noch zu Beginn der Beziehung. Ich bin nicht mehr wild und lebensfroh, sondern still und traurig. Vor allem deshalb, weil ich mittlerweile nicht mal mehr weiß, was ich will. Ich habe meine Persönlichkeit, meine Flatterhaftigkeit, meine Lebenslust, meine Freunde, mein Leben komplett verloren. Ich lebe komplett anders und das macht mich fertig.

Wenn ich an die Zeit vor meiner Beziehung denke, sehe ich immer, wie glücklich ich war und welch ein anderer Mensch ich jetzt bin. Gleichzeitig liebe ich diesen Menschen über alles und könnte ihn nie verletzen.

Was jetzt auch eine Rolle spielt: Mein Vater ist vor 2 Monaten nach Krebs gestorben. Und das sehr jung. Seitdem merke ich, wie wichtig es ist, glücklich zu sein und sein Leben zu leben.

Doch wie macht man das, wenn man nicht weiß, wo man anfangen soll? wenn man nicht weiß, wer man ist? Wenn man gefangen ist zwischen Liebe und Freiheit und doch beides will.

Ich würde mich freuen, wenn ich ähnliche Erfahrungen lese... Habt ihr euch auch schon mal in einer Beziehung "verloren"? Wie seid ihr damit umgegangen???



Danke euch!!! :*
 

auf der einen seite ist es m.e. ziemlich normal, dass es im leben veränderung gibt, und bei vielen bedeutet das halt unter anderem, dass sie mit den jahren ruhiger werden, und dass man den einen oder anderen traum aus der jugend erst mal an den nagel hängt, oder gleich entsorgt.

ABER

dafür sollte es einen adäquaten ersatz geben!
- die weniger werdenden unternehmungen mit den freunden werden durch unternehmungen mit dem freund bzw. mann und der familie ersetzt.
- statt urlaub mit freunden gibts urlaub mit dem mann und der familie.
- aus den eigenen träumen und plänen werden gemeinsame träume und pläne.

habt ihr denn keine gemeinsamen träume und pläne, für die es sich zu leben lohnt? gemeinsame freunde, mit denen ihr was unternehmen könnt?

unabhängig davon halte ich es schon für wichtig, dass man auch in einer beziehung noch die freiheit hat, einfach auch mal was für sich zu unternehmen. so lange das im rahmen bleibt, seh ich darin keinerlei grund für vorwürfe oder streitereien. was war da euer problem?

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21. April um 11:18
In Antwort auf honey.bee93

Hi liebe Community, ich brauche eure Hilfe!

Achtung es wird lang...

Ich (w,26) bin seit fast drei Jahren in einer Beziehung, die eigentlich gut läuft. Wir verstehen uns sehr gut, streiten wenig, haben viel Sex, sind beste Freunde.

Doch seit einem Jahr überkommen mich Zweifel. Mal mehr mal weniger. Aber neuerdings jeden Tag.

Ich habe mich für diesen Mann komplett verändert und richte mein ganzes Leben nach ihm aus. Das hab ich anfangs unbewusst gemacht, um nicht zu streiten und jetzt fällt es mir verstärkt auf.

Ein Beispiel:

Als mein Freund mich kennenlernte, war ich wild, viel unterwegs, immer unter Menschen und am rausgehen, reisen, erleben, ...
Am Anfang meiner Beziehug war er dann auch immer beim ausgehen dabei, doch dann kamen die ersten Diskussionen, weil ich immer mal wieder mit Freunden weggehen wollte und er nicht und er es absolut nicht einsah, warum ich alleine gehen sollte. Zu dem Thema haben wir uns so viel gestritten, dass ich einfach irgendwann aufgehört habe, wegzugehen und meine Freunde zu treffen, einfach damit Ruhe einkehrt. Trotzdem habe ich mich immer danach gesehnt und jetzt bin ich irgendwie nur noch zuhause (naja gut, geht wegen Corona auch momentan nicht anders, aber you know what I mean).

ODER

Ich würde gerne eine Zeit lang im Ausland leben. Für ihn kommt das überhaupt nicht in Frage und deshalb mache ich es auch nicht. Wieder ein Bedürdnis zurückgesteckt.

Er bestimmt irgendwie alle meine Ziele, Träume - alles hängt von ihm ab. Ich merke aber auch, wie ich einfach aufgehört habe, meine Wünsche zu kommunizieren. Ich habe aufgehört, das zu fordern, was ich brauche, um glücklich zu sein. Deshalb streiten wir auch jetzt wesentlich weniger als noch zu Beginn der Beziehung. Ich bin nicht mehr wild und lebensfroh, sondern still und traurig. Vor allem deshalb, weil ich mittlerweile nicht mal mehr weiß, was ich will. Ich habe meine Persönlichkeit, meine Flatterhaftigkeit, meine Lebenslust, meine Freunde, mein Leben komplett verloren. Ich lebe komplett anders und das macht mich fertig.

Wenn ich an die Zeit vor meiner Beziehung denke, sehe ich immer, wie glücklich ich war und welch ein anderer Mensch ich jetzt bin. Gleichzeitig liebe ich diesen Menschen über alles und könnte ihn nie verletzen.

Was jetzt auch eine Rolle spielt: Mein Vater ist vor 2 Monaten nach Krebs gestorben. Und das sehr jung. Seitdem merke ich, wie wichtig es ist, glücklich zu sein und sein Leben zu leben.

Doch wie macht man das, wenn man nicht weiß, wo man anfangen soll? wenn man nicht weiß, wer man ist? Wenn man gefangen ist zwischen Liebe und Freiheit und doch beides will.

Ich würde mich freuen, wenn ich ähnliche Erfahrungen lese... Habt ihr euch auch schon mal in einer Beziehung "verloren"? Wie seid ihr damit umgegangen???



Danke euch!!! :*
 

Rückblickend betrachtet hatte ich bereits mehrere Beziehungen bei denen ich mich - ähnlich wie du - verbogen hatte. Zu der Zeit wollte ich das nicht wahrhaben. Teilweise war ich unglücklich, wusste aber nicht warum. Teilweise habe ich gekämpft um meine Träume zu unseren zu machen.

Es hat lang gedauert (bin jetzt 36 ) bis ich verstanden habe, dass das einfach nicht geht! Ja, ihr streitet jetzt weniger - aber um welchen Preis? Ich garantiere dir, dass eure Beziehung so nicht auf Dauer hält. Es KANN einfach nicht klappen wenn einer sich so verbiegt.

Ich finde nicht dass man sich deshalb automatisch trennen muss. Kompromisse kann man fast immer finden - WENN BEIDE WOLLEN. Es geht also darum dass du alle deine Wünsche ehrlich kommunizierst und dass ihr beide dann Kompromisse finden wollt, mit denen ihr beide glücklich seid. Das ist anstrengend und aufwändig, aber wenn ihr euch liebt, wirds das womöglich wert sein.

Ansonsten: Stell dir vor du stirbst nächste Woche. Wärst du rückblickend zufrieden und glücklich damit, wie du dein Leben gelebt hast? Hast du es wirklich gelebt?
Wenn nein, weißt du dass du ganz dringend etwas ändern musst.

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