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Beziehung eingehen mit krankem Mann?

10. Februar 2013 um 16:01 Letzte Antwort: 12. Februar 2013 um 15:12

Hallo, ich, w, 40, habe vor Weihnachten im Internet einen netten Mann kennengelernt.
Nach ein paar Mails haben wir uns getroffen.
Beim ersten Treffen waren wir uns direkt sehr sympathisch und er hat mir erzählt, dass er einen Herzfehler hat und seit 5 Jahren einen Herzschrittmacher und Defibrilator hat.
Das hat mich schon mal ziemlich geschockt.

Da ich aber das Gefühl hatte, dass die Chemie total stimmt, wollte mich ein weiteres Treffen.
Zwei Tage vor dem 2. Date hat er dieses per SMS ohne Begründung abgesagt.
Ich habe dann bei ihm im Büro angerufen weil er nicht ans Handy ging und dort erfahren, dass er im Krankenhaus sei.
Ich habe dann bei 5 Krankenhäusern angerufen, bis ich erfahren habe, in welchem er ist.
Dort habe ich erfahren, dass ich ihn nicht besuchen darf, da er auf der Stroke Unit liege.
Auf Nachfragen habe ich erfahren, dass das eine Spezialstation für Schlaganfälle ist.
Ich war geschockt.

Nach einer Woche wurde er auf die Station verlegt und ich habe ihn besucht.
Er war überrascht über meinen Besuch.
Wir haben 2 Stunden geredet. Er hat zum Glück nur einen leichten Schlaganfall gehabt.
Seitdem schreiben wir täglich über Whatsapp, manchmal 200 Nachrichten am Tag.
Er fügt seinen Nachrichten immer küssende Smilies oder Herzen an und schreibt mir auch, dass es ihm besser geht, wenn er an mich denkt usw
Mittlerweile ist er in Reha.
Ich habe ihn gestern besucht und wir sind zu einem Café spaziert und haben dort 3 Stunden geredet.
Dabei haben wir uns ein paarmal ganz tief in die Augen geschaut und es ist ganz warm in meinem Bauch geworden.

Er hat mir erzählt, dass er wahrscheinlich sein Leben lang Marcumar nehmen muss.
Von meinem Onkel weißich, dass das bei vielen Männern zu Erektionsstörungen führt.

Er hat gestern weder versucht meine Hand zu nehmen noch mich zu küssen und ich hab mich das auch nicht getraut.

Vielleicht hat er wegen seiner Krankheit Hemmungen?

Ich bin selbst hin- und hergerissen, ob ich mich auf eine Beziehung mit einem so kranken Mann einlassen soll.

Außerdem bin ich nun fast 2 Jahre Solo und bin mir noch nicht sicher, ob mein Kinderwunsch schon abgeschlossen ist.
Er ist 45 und zweimal geschieden und hat 3 Kinder und will keine mehr.

Aber am meisten beschäftigt mich echt die Erkrankung.

Über Whatsapp hat er heute auch schon viel geschrieben, auch wieder mit küssenden Smilies.
Er schreibt auch, dass es ihn wundert, dass ich noch nicht die Flucht ergriffen habe.

Ich weiß echt nicht, was ich tun soll.

Habt ihr Tipps für mich?
War jemand schon mal in einer ähnlichen Situation?

Mone

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10. Februar 2013 um 16:21

Einfache Lösung
Red mit ihm. Am ende erzähle ihm genau deine Ängste und gefühle. Niemand weiß wie es ausgeht oder weitergeht. Daher, trotz aller tipps die hier noch kommen mögen...das wichtige in diesem fall ist:

Red mit ihm, offen und ehrlich über alles was du darüber denkst. Nur keine Scheu, du hast nix zu verlieren, aber du hast etwas was du gewinnen kannst. Viel glück!

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10. Februar 2013 um 20:50

Danke
Danke für eure Antworten.

Es ist schwer, das Thema Sexualität anzusprechen, wenn man noch nicht mal Hand gehalten hat.
Ich kann ja schlecht fragen, ob er Probleme hat, seit der die Meikamente nimmt.

Klar, ich kann auch einen anderen Mann kennenlernen, der in einem Monat einen schweren Autounfall hat oder sowas.

Es ist halt schwierig damit umzugehen, wenn man noch nicht zusammen ist.

In Mails und über Whatsapp macht er mir viele Komplimente, ich wäre ein wunderbarer Mensch und immer diese küssenden Smilies.
Und wenn wir uns dann sehen, ist er sehr zurückhaltend.

Soll ich den ersten Schritt machen?

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10. Februar 2013 um 22:39

Gedanken
Ja, vielleicht mache ich mir zuviele Gedanken.

Ich weiß nur nicht wirklich wie ich die Probleme offen ansprechen soll ohne ihn zu verletzen.

Und ob er darauf wartet, dass ich den ersten Schritt mache und zB seine Hand nehme.

Er ist möchte bis Freitag in der Reha.
Soll ich ihn am Donnerstag (Valentinstag) in der Reha besuchen und ihm was "herziges" schenken, damit der Groschen fällt?

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11. Februar 2013 um 10:31

Geschieden
Der Herzfehler wurde erst nach der 2. Scheidung festgestellt.

Er hat auf der Arbeit Stress und mit der 2. Exfrau wegen dem Sorgerecht für die neunjährige Tochter aus dieser Ehe.
Die Frau möchte ihm das Kind nicht mehr geben wegen seiner Erkrankung. Sie will auch nicht, dass sie mit ihm Auto fährt, falls ihm was passiert.
Das geht alles nur noch über Anwalt. Und sowas belastet auch.

Mein Herz hat die Entscheidung für ihn eigentlich schon getroffen, nur mein Kopf hat noch Bedenken.

Beim ersten Treffen - vor dem Schlaganfall- war er viel "offensiver", jetzt ist er viel zurückhaltender.

Daher frage ich mich, soll ich den ersten Schritt machen oder soll ich ihm die Zeit dafür lassen?
Oder ist es besser, ihn offen zu fragen wie er sich die Zukunft vorstellt ?

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11. Februar 2013 um 10:42
In Antwort auf tessie_12886924

Geschieden
Der Herzfehler wurde erst nach der 2. Scheidung festgestellt.

Er hat auf der Arbeit Stress und mit der 2. Exfrau wegen dem Sorgerecht für die neunjährige Tochter aus dieser Ehe.
Die Frau möchte ihm das Kind nicht mehr geben wegen seiner Erkrankung. Sie will auch nicht, dass sie mit ihm Auto fährt, falls ihm was passiert.
Das geht alles nur noch über Anwalt. Und sowas belastet auch.

Mein Herz hat die Entscheidung für ihn eigentlich schon getroffen, nur mein Kopf hat noch Bedenken.

Beim ersten Treffen - vor dem Schlaganfall- war er viel "offensiver", jetzt ist er viel zurückhaltender.

Daher frage ich mich, soll ich den ersten Schritt machen oder soll ich ihm die Zeit dafür lassen?
Oder ist es besser, ihn offen zu fragen wie er sich die Zukunft vorstellt ?

Er ist doch nur deswegen zurueckhaltender,
weil er davon ausgeht, dass du nun Bedenken hast.

Ich kenne das von einem Ex meiner Schwester. Als sie schwere Bedenken geaeußert hat, hat er sich zurueckgezogen mit der Begruendung, dass er sie "schonen moechte", "nicht in sein Leiden mit reinziehen moechte".... Dabei wollte sie ihm auch beistehen, sie hat ihn ja geliebt, sie wollte lediglich einige Dinge geklaert haben.

Vielleicht solltest du(!) in dem Fall die Initiative zeigen, ihm zeigen, dass du es ernst meinst und dass du damit gut umgehen kannst, dass er krank ist ("damit gut umgehen zu koennen" bedeutet ja nicht, dass es dir gleichgueltig ist, sondern dass du weißt worauf du dich einlaesst).

Lass es nicht an einer Spirale an Unsicherheiten scheitern, das Beziehungen mit 16 scheitern laesst. (Sie: Mag er mich wirklich? Er: Mag sie mich wirklich?)

Viel Glueck

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11. Februar 2013 um 11:01

Du,
ich habe eine freundi die einen mann kennen gelernt hat der gar keine nieren mehr hatte. dialyse-patient also. und kandidat für spenderniere.
sie hatte auch ihre zweifel ob das geht. aber sie haben sich verliebt und sind auch zusammen gezogen.
sind jetzt schon jahre zusammen.

wenn dein kinderwunsch schon noch da ist dann ist das natürlich nicht so einfach.
erektionsstörungen kann er von betablockern haben die er wg herz evt nehmen muss.

frag dein herz was es dazu meint.

"Vielleicht hat er wegen seiner Krankheit Hemmungen?"
vielleicht. vielleicht ist er aber auch so ein schüchterner mann.

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11. Februar 2013 um 18:09

Warum?
Ich finde das nicht sooo schlimm.

Außerdem bin ich froh, dass er vom ersten Treffen an sehr ehrlich war und mir das auch mit dem Herzfehler, dem Schrittmacher und dem Defibrilator erzählt hat.

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11. Februar 2013 um 19:59

Egoismus
Deine Sichtweise finde ich egoistisch.

Was würdest Du denn machen, wenn Dein Partner erkrankt ? Ihn verlassen?

Ich habe Gefühle für ihn und will ihn auf jeden Fall besser kennenlernen.

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12. Februar 2013 um 15:12

Das tut mir leid
aber wenn ich es nicht versuche, werde ich es nicht herausfinden.
Mit Schrittmacher kann man auch 100 werden und es war nur ein leichter Schlaganfall.
Es kann also gesundheitlich auch wieder bergaufgehen.

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