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Bewährungsprobe für die Beziehung

29. Dezember 2019 um 19:19 Letzte Antwort: 30. Dezember 2019 um 9:15

Hallo ihr Zusammen,ich durchlebe gerade einen ziemlich schlimme Zeit. Meine gute Freundin ist vor 6 Wochen gestorben. Sie war 27 Jahre alt. Ich versuche euch kurz meine Situation zu erklären... Im April 2018 habe ich erfahren, dass ich schwanger bin. Als ich es meiner Freundin mitteilen wollte, hat sie mir von ihrer Krebsdiagnose erzählt. Zur gleichen Zeit wurden also Schwangerschaft bei mir und Brustkrebs bei ihr festgestellt. Schon während meiner Schwangerschaft habe ich sie zur Chemotherapie begleitet, war mit ihr bei verschieden Ärzten und habe die Zeit mit ihr auf dem Sofa verbracht (was natürlich jetzt viel selbstloser klingt als es war, mir ging es körperlich nicht gut und so hat es sich einfach angeboten). Die Therapie schien erst gut angeschlagen zu haben. Als ich meinen Sohn zur Welt brachte lagen wir gemeinsam im Krankenhaus... ich zur Entbindung, sie um sich beide Brüste annehmen zu lassen. Während meiner gesamten Elternzeit haben wir viel Zeit miteinander verbracht. Denn während für alle das Leben weiter ging, hatten wir beide „frei“. Wir waren bei Ikea, shoppen und natürlich war ich bei fast allen Nachuntersuchung dabei... Dabei haben wir festgestellt, dass ihr Arzt meinen Sohn zur Welt gebracht hat .... die Welt schreibt manchmal Geschichten. Im Sommer dann die Schocknachricht. Nachdem ich 11/2 Stunden mit ihr vor dem MRT gewartet hatte, kam zwei Tage später das Ergebnis „Hirnmetastaden“... eine Woche danach Metastasen im ganzen Köper... seitdem ist nichts mehr wie es war. Im Oktober wurde sie in ein Hospiz verlegt. Ich habe sie jeden Tag besucht, bei ihr geschlafen... und dann ist sie gestorben. Mein Herz schmerzt fürchterlich. Mein Problem ist, dass ich seitdem Sommer meine Trauer und meine Wut nicht mehr kontrollieren kann... ich habe das Gefühl, dass mein Nervenkostüm das alles nicht aushält. Bei jeder Kleinigkeit fange ich an zu weinen, alles was nicht läuft kann ich nicht ertragen (auch wenn diese Sachen gar nichts mit meiner Freundin zu tun haben). Besonders leidet die Beziehung zu meinem Freund darunter... wir streiten uns nur noch... aber ich weiß nicht wie ich mich anders verhalten soll und kann .... und natürlich kommt noch dazu, dass wir ein Kleinkind zu Hause haben.. und uns als Familie ersteinmal finden müssen... ich bin wirklich richtig verzweifelt, da ich weiß, dass es so nicht weiter gehen kann.... ich fühle mich so alleine und hilflos, ich kann es gar nicht beschreiben.... Ich will nicht, dass unsere Beziehung daran zerbricht, aber ich weiß auch keinen Ausweg. Klar reden wir darüber, aber meistens im Streit.... es sind so alltägliche Sachen, die mich vollkommen aus der Bahn werfen... Vielleicht hat ja jemand eine ähnliche Situation erleben müssen... und hat einen guten Ratschlag


 

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29. Dezember 2019 um 19:30

"Besonders leidet die Beziehung zu meinem Freund darunter... wir streiten uns nur noch... aber ich weiß nicht wie ich mich anders verhalten soll und kann ."

Es ist natürlich, dass der Verlustschmerz momentan alles überlagert, aber zu Deinem Freund schreibst Du nichts, ausser dass ihr euch streitet...

Worüber streitet ihr?
Wie verhält  er sich zu Dir?
Kommt er sich wie das fünfte Rad am Wagen vor?

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30. Dezember 2019 um 9:15
In Antwort auf user1592593418

Hallo ihr Zusammen,ich durchlebe gerade einen ziemlich schlimme Zeit. Meine gute Freundin ist vor 6 Wochen gestorben. Sie war 27 Jahre alt. Ich versuche euch kurz meine Situation zu erklären... Im April 2018 habe ich erfahren, dass ich schwanger bin. Als ich es meiner Freundin mitteilen wollte, hat sie mir von ihrer Krebsdiagnose erzählt. Zur gleichen Zeit wurden also Schwangerschaft bei mir und Brustkrebs bei ihr festgestellt. Schon während meiner Schwangerschaft habe ich sie zur Chemotherapie begleitet, war mit ihr bei verschieden Ärzten und habe die Zeit mit ihr auf dem Sofa verbracht (was natürlich jetzt viel selbstloser klingt als es war, mir ging es körperlich nicht gut und so hat es sich einfach angeboten). Die Therapie schien erst gut angeschlagen zu haben. Als ich meinen Sohn zur Welt brachte lagen wir gemeinsam im Krankenhaus... ich zur Entbindung, sie um sich beide Brüste annehmen zu lassen. Während meiner gesamten Elternzeit haben wir viel Zeit miteinander verbracht. Denn während für alle das Leben weiter ging, hatten wir beide „frei“. Wir waren bei Ikea, shoppen und natürlich war ich bei fast allen Nachuntersuchung dabei... Dabei haben wir festgestellt, dass ihr Arzt meinen Sohn zur Welt gebracht hat .... die Welt schreibt manchmal Geschichten. Im Sommer dann die Schocknachricht. Nachdem ich 11/2 Stunden mit ihr vor dem MRT gewartet hatte, kam zwei Tage später das Ergebnis „Hirnmetastaden“... eine Woche danach Metastasen im ganzen Köper... seitdem ist nichts mehr wie es war. Im Oktober wurde sie in ein Hospiz verlegt. Ich habe sie jeden Tag besucht, bei ihr geschlafen... und dann ist sie gestorben. Mein Herz schmerzt fürchterlich. Mein Problem ist, dass ich seitdem Sommer meine Trauer und meine Wut nicht mehr kontrollieren kann... ich habe das Gefühl, dass mein Nervenkostüm das alles nicht aushält. Bei jeder Kleinigkeit fange ich an zu weinen, alles was nicht läuft kann ich nicht ertragen (auch wenn diese Sachen gar nichts mit meiner Freundin zu tun haben). Besonders leidet die Beziehung zu meinem Freund darunter... wir streiten uns nur noch... aber ich weiß nicht wie ich mich anders verhalten soll und kann .... und natürlich kommt noch dazu, dass wir ein Kleinkind zu Hause haben.. und uns als Familie ersteinmal finden müssen... ich bin wirklich richtig verzweifelt, da ich weiß, dass es so nicht weiter gehen kann.... ich fühle mich so alleine und hilflos, ich kann es gar nicht beschreiben.... Ich will nicht, dass unsere Beziehung daran zerbricht, aber ich weiß auch keinen Ausweg. Klar reden wir darüber, aber meistens im Streit.... es sind so alltägliche Sachen, die mich vollkommen aus der Bahn werfen... Vielleicht hat ja jemand eine ähnliche Situation erleben müssen... und hat einen guten Ratschlag


 

wegen was streitet ihr denn?

hast du schon mal drüber nachgedacht dir psychologische Hilfe zu holen um das geschehene besser zu verarbeiten?

 

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