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Betrogene Frauen, die ihr beim Partner geblieben seid: Hat sich eure Persönlichkeit verändert?

20. Dezember 2010 um 18:28

Ich war schon lang nicht mehr hier, deshalb kurz meine Geschichte:
Ich wurde vor 3 Jahren von meinem Mann mit einer Arbeitskollegin betrogen. Als ich es herausfand, stand von seiner Seite aus nie zur Diskussion, dass er mich bzw. Familie verlassen möchte. Er hat sich von der Geliebten getrennt, allerdings hat er sie im Nachhinein noch ab und an getroffen.
Vom tatsächlichen Schmerz, Verzweiflung, Vetrauensverlust und den vielen schwarzen Löchern muss ich keiner Betroffenden erzählen - das kennt ihr selbst...

Heute, wie gesagt 3 Jahre später, u.a. auch nach einer Paartherapie, sind wir wieder auf einem guten Level, was unsere Ehe angeht.

Erschreckend finde ich im Nachhinein, was diese Affäre, mit all den Lügen und Vetrauensbrüchen aus meiner Persönlichkeit gemacht haben:

So war ich immer ein fröhlicher, optimistischer Mensch - heute bringt mich kaum mehr jemand oder etwas zum "richtigen" Lachen, sondern ich lächle leise vor mich hin.
Ich bin meinem Mann gegenüber hochkritisch, wo ich früher seine Persönlichkeit mit allen Facetten akzeptiert, gemocht und verteidigt habe regt mich heute vieles an ihm einfach nur auf.
Ich war früher gerne modisch, top frisiert und geschminkt - heute tangiert mich Mode nur noch wenig, ich bin zwar gepflegt und geschminkt, aber halt eher praktisch.
Früher war ich gerne in Gesellschaft von Freunden, habe mich auf Parties gefreut - heute graust es mich fast davor und ich gehe nur noch auf Gesellschaften, wo ich mich in meinem Freundeskreis richtig wohl fühle. Ich bin schon zu einigen Parties nicht hingegangen, wo in 1. Linie mein Mann (mit Partnerin) eingeladen war, er ist dann alleine gegangen.
Grund hierfür: mein Selbstbewusstsein ist nach wie vor nicht mehr da, wo es vor "der Affäre" war. Wenn ich mit meinem Mann in der Öffentlichkeit bin, fühle ich mich unattraktiv und würde mich am liebsten verkriechen.
Komischerweise: Wenn ich alleine irgendwo bin, am besten im Kreise meiner Freundinnen, geht es mir nicht so, da fühle ich mich dann ganz ok.

Rein äußerlich: ich in den letzten 3 Jahren sichtbar gealtert und habe einen strengen Gesichtsausdruck bekommen, nicht schön.

Alles in Allem: Erschreckend, was so eine Affäre anrichten kann - erschreckend, diese Persönlichkeitsveränderung.
Ich frage mich, ob es genauso gravierend gewesen wäre, wenn wir uns getrennt hätten?

Geht es manchen Frauen hier genauo?

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21. Dezember 2010 um 0:25

Ähnlich....
....mein Mann hat mich schon sehr zeitig in der Ehe betrogen und immer alles abgestritten.
Mein Selbstbewußtsein konnte sich nie richtig entwickeln, ich kam mir immer hässlich vor.
Komplimente konnte ich nie ernst nehmen, Männer empfand ich nie als ehrlich.
Ja, es stimmt, man geht nicht mehr gerne mit Mann weg, weil man nie sicher sein kann, mit welcher der Frauen hat er denn schon?

Dann kam der Punkt, an dem ich mich entscheiden musste.
Nicht für oder gegen meinen Mann, sondern ob ich mich wegen ihm weiter so fertig mache, schlaflose Nächte habe, herunterhängende Mundwinkel bekomme, immer unzufriedener werde.
Und so kam es, das ich nach Jahren auch verbotene Früchte naschte.
Meinem Selbstbewußtsein tat es gut, der Sex war so gut wie nie zuvor (man kann alles lernen),
meinen Körper akzeptiere ich jetzt so, wie er ist, die Zuversicht und Lebensfreude kam zurück.

Ich trennte mich von meinem Mann. Alles, was mich vorher bei ihm hielt, war nicht mehr wichtig.
Wichtig war mir immer unser Kind, das ist jetzt erwachsen und hat ein eigenes Leben.
Wichtig war mir auch immer unser Geschäft, Familie, Umfeld, meine Ehe.
und plötzlich kam mir die Erkenntnis, das ich auch wichtig bin.
Wichtig für mich selber, denn nur ich selber kann mein Leben bestimmen.
Ich bin nicht mehr Haushälterin, Angestellte, Kindermädchen, betrogene und belächelte Ehefrau,
sondern habe mein altes Leben komplett hinter mir gelassen und nochmal von vorne angefangen.
Einfach ist es nicht, aber so eine neue Herausforderung kann auch Spaß machen.




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21. Dezember 2010 um 9:49

Hallo jericho
Da muß ich dir recht geben , auch bei mir sind es jetzt fast drei Jahre her, aber solange er nicht vernünftig mit mir darüber redet wird es auch nie besser. Mit einer Ausrede ich weiß nicht warum ich das getan habe, kann und will ich mich nicht zufrieden geben.

Gruß nuddlz

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21. Dezember 2010 um 10:54

Da war noch mehr...
Hallo an alle,

danke für eure wirklich tollen Antworten.

Vielleicht muss ich noch etwas weiter ausholen:

Die Affäre flog auf im Sommer 2007. Als ich damals meinen Mann "zur Rde" stellte, schwor er mir, dass mit dieser Arbeitskollegin keine "richtige" Affäre ist, er schläft nicht mir ihr, sie hätten bei einer Betriebsfeier "nur" geknutscht. Er hätte sich nur oft mit ihr getroffen, weil er ihr bei ihrer Diplomarbeit hilft, sie würde ihn komplett vereinnahmen etc etc.
Ich habe ihm das geglaubt. Weil er mich beschworen hat, ihm zu glauben, weil er doch MICH liebt.
Ich war trotzdem fix und fertig, dieser Vertrauensbruch, dieses WARUM.
Monate später, ende Nov. 2007, im Streit , warf er mir dann an den Kopf dass er "natürlich eine Affäre mit ihr hatte und mit ihr im Bett war. Ob ich wirklich so naiv bin zu glauben, dass da außer knutschen nichts gewesen wäre..."
Das bißchen Vetrauen, was ich wieder aufbauen konnt - dahin.

Ich verlangte von ihm, dass ihr gekündigt wird - sie zog nach München - zufällig erfuhr ich, dass noch letztes Jahr im Oktober er sich dort mit ihr zum Essen getroffen hat.

Weitere Vertrauensbrüche der letzten Jahre:
* Zu seiner Firmenweihnachtsfeier im letzten Jahr lud er eine Bekannte ein (sehr schöne Frau), nicht zum Essen aber zum anschl. Clubbing. Mich hat er noch nie gefragt, ob ich nachkommen möchte.
* "heimliches" Abendessen in einem schicken Restaurant, als er in seiner Heimatstadt war. angeblich die Sekretärin seines Bruders, um irgendwas geschäftliches zu besprechen.
* Noch letztes Jahr Kontakt via Facebook mit seiner Affäre
* Seit ich o.g. Facebook kontakt gesehen habe, sichert er computer, Handy etc doppelt und dreifach.

Kurz: Immer, wenn ich ein Stück Vertrauen wieder aufbauen konnte, wurde es mir wieder zerstört. Jetzt habe ich keine Lust mehr zu vertrauen, glaube ich.

Conny, was du schreibst mit abnehmen und so:
Ich habe auch fast 10 kg innerhalb kürzester zeit damals abgenommen und hatte eine tolle Figur.
Mein Mann nahme es so zur Kenntnis: "Weißt du, auch wenn der Grund deines Abnehmens für dich nicht so schön ist, so gefällst du mir doch jetzt richtig gut.."
Ich fand den Spruch zum k....!
Werde ich nur mit Kleidergröße 36 geliebt?

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21. Dezember 2010 um 11:47
In Antwort auf nuo_12536555

Da war noch mehr...
Hallo an alle,

danke für eure wirklich tollen Antworten.

Vielleicht muss ich noch etwas weiter ausholen:

Die Affäre flog auf im Sommer 2007. Als ich damals meinen Mann "zur Rde" stellte, schwor er mir, dass mit dieser Arbeitskollegin keine "richtige" Affäre ist, er schläft nicht mir ihr, sie hätten bei einer Betriebsfeier "nur" geknutscht. Er hätte sich nur oft mit ihr getroffen, weil er ihr bei ihrer Diplomarbeit hilft, sie würde ihn komplett vereinnahmen etc etc.
Ich habe ihm das geglaubt. Weil er mich beschworen hat, ihm zu glauben, weil er doch MICH liebt.
Ich war trotzdem fix und fertig, dieser Vertrauensbruch, dieses WARUM.
Monate später, ende Nov. 2007, im Streit , warf er mir dann an den Kopf dass er "natürlich eine Affäre mit ihr hatte und mit ihr im Bett war. Ob ich wirklich so naiv bin zu glauben, dass da außer knutschen nichts gewesen wäre..."
Das bißchen Vetrauen, was ich wieder aufbauen konnt - dahin.

Ich verlangte von ihm, dass ihr gekündigt wird - sie zog nach München - zufällig erfuhr ich, dass noch letztes Jahr im Oktober er sich dort mit ihr zum Essen getroffen hat.

Weitere Vertrauensbrüche der letzten Jahre:
* Zu seiner Firmenweihnachtsfeier im letzten Jahr lud er eine Bekannte ein (sehr schöne Frau), nicht zum Essen aber zum anschl. Clubbing. Mich hat er noch nie gefragt, ob ich nachkommen möchte.
* "heimliches" Abendessen in einem schicken Restaurant, als er in seiner Heimatstadt war. angeblich die Sekretärin seines Bruders, um irgendwas geschäftliches zu besprechen.
* Noch letztes Jahr Kontakt via Facebook mit seiner Affäre
* Seit ich o.g. Facebook kontakt gesehen habe, sichert er computer, Handy etc doppelt und dreifach.

Kurz: Immer, wenn ich ein Stück Vertrauen wieder aufbauen konnte, wurde es mir wieder zerstört. Jetzt habe ich keine Lust mehr zu vertrauen, glaube ich.

Conny, was du schreibst mit abnehmen und so:
Ich habe auch fast 10 kg innerhalb kürzester zeit damals abgenommen und hatte eine tolle Figur.
Mein Mann nahme es so zur Kenntnis: "Weißt du, auch wenn der Grund deines Abnehmens für dich nicht so schön ist, so gefällst du mir doch jetzt richtig gut.."
Ich fand den Spruch zum k....!
Werde ich nur mit Kleidergröße 36 geliebt?

Auch ich
habe 10 kg in zwei Monaten abgenommen. Ich bin 160cm groß und wog 58 kg danach nur noch 48 kg, und auch mein Mann meinte ich sehe doch so gut aus. Aber wenn ich dann Fotos von der Hochzeit meiner Tochter sehe mit traurigen Augen und hängenden Mundwinkel ( die Hochzeit war kurz darauf) denke ich nur wie schlimm ich doch aussehe, so krank und einsam.

Nuddlz

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21. Dezember 2010 um 16:13

@ Conni63
Das wirklich Schlimme ist einfach die Chronologie der Geschichte:

2007 - Affäre ist aufgeflogen
2008 - Mann und ich verarbeiten, er tut in meinen Augen sehr viel dafür, dass ich mich wieder gut und wohl mit ihm fühle. ich baue mein Vertrauen zu ihm wieder auf
Herbst 2009
- ich erfahre durch dummen Zufall, dass er sich mit "ihr" in München getroffen hat
- er geht mit einer anderen Frau Essen (Sekretärin des Bruders??)
Winter 2009 - Er lädt eine andere Frau zum champagnertrinken ein (Weihnachtsfeier)

Og. Situationen heißen nicht, dass da auch irgendwo etwas Sexuelles gelaufen sein muss. Die Heimlichkeit tut weh, ebenso die Tatsache, dass er wohl unbedingt die Gesellschaft anderer Frauen braucht. Zur Selbstbestätigung?

Auf alle Fälle hatte ich eigentlich 2 Jahre lang gedacht, er steht wirklich voll und ganz zu mir.
Seit diesem Jahr zweifle ich wieder und fühle mich klein neben ihm.
Warum ich bei ihm bleibe?
Es ist mein absolutes Anliegen, dass unser Sohn seine Kindheit mit uns beiden zusammen verbringen darf. Ich bin selbst Scheidungskind und habe mir geschworen, meinem Sohn das nicht erleiden zu lassen.
Mag sein, dass einige viele hier im Forum mich deshalb für sehr dumm ansehen.
ich werde von diesem Standpunkt keinen Meter weichen.

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21. Dezember 2010 um 19:51
In Antwort auf birga_12673329

Hallo jericho
Da muß ich dir recht geben , auch bei mir sind es jetzt fast drei Jahre her, aber solange er nicht vernünftig mit mir darüber redet wird es auch nie besser. Mit einer Ausrede ich weiß nicht warum ich das getan habe, kann und will ich mich nicht zufrieden geben.

Gruß nuddlz

Hi nuddlz
genau die Ausrede kenn ich auch. Warum hast das gemacht...weiß nicht.Ich hab immer wieder gefragt ob was ist...warum hast mich angelogen..weiß nicht. Da werd ich so sauer.
Ich hab ihm gesagt für alles gibt es einen Grund.
Aber ich hab ihn solang gedrängt das ich zumindest einen Teil weiß. Aber das hat mir nicht weitergeholfen weil ich nicht verstehen kann WARUM er das gemacht hat.
Gruß MIMI

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23. Dezember 2010 um 8:40
In Antwort auf nuo_12536555

@ Conni63
Das wirklich Schlimme ist einfach die Chronologie der Geschichte:

2007 - Affäre ist aufgeflogen
2008 - Mann und ich verarbeiten, er tut in meinen Augen sehr viel dafür, dass ich mich wieder gut und wohl mit ihm fühle. ich baue mein Vertrauen zu ihm wieder auf
Herbst 2009
- ich erfahre durch dummen Zufall, dass er sich mit "ihr" in München getroffen hat
- er geht mit einer anderen Frau Essen (Sekretärin des Bruders??)
Winter 2009 - Er lädt eine andere Frau zum champagnertrinken ein (Weihnachtsfeier)

Og. Situationen heißen nicht, dass da auch irgendwo etwas Sexuelles gelaufen sein muss. Die Heimlichkeit tut weh, ebenso die Tatsache, dass er wohl unbedingt die Gesellschaft anderer Frauen braucht. Zur Selbstbestätigung?

Auf alle Fälle hatte ich eigentlich 2 Jahre lang gedacht, er steht wirklich voll und ganz zu mir.
Seit diesem Jahr zweifle ich wieder und fühle mich klein neben ihm.
Warum ich bei ihm bleibe?
Es ist mein absolutes Anliegen, dass unser Sohn seine Kindheit mit uns beiden zusammen verbringen darf. Ich bin selbst Scheidungskind und habe mir geschworen, meinem Sohn das nicht erleiden zu lassen.
Mag sein, dass einige viele hier im Forum mich deshalb für sehr dumm ansehen.
ich werde von diesem Standpunkt keinen Meter weichen.


Du befindest Dich in einer schwierigen Lage, ich bin der Meinung das ein Mann der fremd geht das immer wieder macht. Bei mir war die Situation so das ich die Geliebte war, mein Ex, hat seiner Frau immer wieder geschworen es ist vorbei, er hat es beendet, 4 mal in 5 Jahren, doch er hat es nie beendet, wir hatten 10 Jahre eine Affäre, und selbst heute, nochmal 4 Jahre später stehen wir noch im Kontakt und sind immer noch sehr vertraut miteinander, treffen uns auch noch, telefonieren wöchentlich miteinander.....

Du musst für Dich entscheiden welchen Weg Du gehen möchtest, das Du Dich wegen Deinem Sohn nicht scheiden lassen möchtest kann ich schon verstehen, doch Du musst auch für Dich den richtigen Weg finden.

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23. Dezember 2010 um 11:09
In Antwort auf farrah_12763197


Du befindest Dich in einer schwierigen Lage, ich bin der Meinung das ein Mann der fremd geht das immer wieder macht. Bei mir war die Situation so das ich die Geliebte war, mein Ex, hat seiner Frau immer wieder geschworen es ist vorbei, er hat es beendet, 4 mal in 5 Jahren, doch er hat es nie beendet, wir hatten 10 Jahre eine Affäre, und selbst heute, nochmal 4 Jahre später stehen wir noch im Kontakt und sind immer noch sehr vertraut miteinander, treffen uns auch noch, telefonieren wöchentlich miteinander.....

Du musst für Dich entscheiden welchen Weg Du gehen möchtest, das Du Dich wegen Deinem Sohn nicht scheiden lassen möchtest kann ich schon verstehen, doch Du musst auch für Dich den richtigen Weg finden.

Ich habe Schwierigkeiten mich selbst zu finden
.. und weiß deshalb gar nicht, was der richtige Weg ist.

Ich habe mich innerlich so extrem verschlossen, dass ich es selber nicht schaffe, meine Gefühle für meinen Mann richtig zu erkennen. Liebe, Wut , Trauer - das ist alles ein riesiger Wirrwarr.
Dazu kommen meine üblem Albträume, die ich nunmehr seit 3 Jahren habe - fast durchgängig, mal mit Pausen, mal jede Nacht. Oft wache ich klatschnass auf und kann mich aber nicht mehr erinnern, was ich geträumt habe.
Morgens wache ich oft auf mit Angst und Wut. Das Fatale ist: Ich fange dann gleich morgens mit meinem Mann das stänkern an, werfe ihm irgendwelche seiner Geschichten an den Kopf, mache ihm Vorwürfe usw.
Das ist natürlich extrem unfair und gemein von mir.
Ich frage mich manchmal, wieso er eigentlich noch bei mir ist - wie oft verschließe ich mich vor ihm, kann seine Umarmung nicht ertragen. Wenn ich merke, er ist wirklich liebevoll zu mir, bekomme ich Panik und fange an zu stänkern.

Conni, du hast von einer Therapie gesprochen. Hat dir das wirklich geholfen?

Ich möchte einfach raus aus meinem Gefühlschaos, es macht mich fertig.

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23. Dezember 2010 um 11:23
In Antwort auf nuo_12536555

Ich habe Schwierigkeiten mich selbst zu finden
.. und weiß deshalb gar nicht, was der richtige Weg ist.

Ich habe mich innerlich so extrem verschlossen, dass ich es selber nicht schaffe, meine Gefühle für meinen Mann richtig zu erkennen. Liebe, Wut , Trauer - das ist alles ein riesiger Wirrwarr.
Dazu kommen meine üblem Albträume, die ich nunmehr seit 3 Jahren habe - fast durchgängig, mal mit Pausen, mal jede Nacht. Oft wache ich klatschnass auf und kann mich aber nicht mehr erinnern, was ich geträumt habe.
Morgens wache ich oft auf mit Angst und Wut. Das Fatale ist: Ich fange dann gleich morgens mit meinem Mann das stänkern an, werfe ihm irgendwelche seiner Geschichten an den Kopf, mache ihm Vorwürfe usw.
Das ist natürlich extrem unfair und gemein von mir.
Ich frage mich manchmal, wieso er eigentlich noch bei mir ist - wie oft verschließe ich mich vor ihm, kann seine Umarmung nicht ertragen. Wenn ich merke, er ist wirklich liebevoll zu mir, bekomme ich Panik und fange an zu stänkern.

Conni, du hast von einer Therapie gesprochen. Hat dir das wirklich geholfen?

Ich möchte einfach raus aus meinem Gefühlschaos, es macht mich fertig.

Ich möchte einfach raus aus meinem Gefühlschaos, es macht mich fertig.
darf ich dich mal fragen,wieso du noch in deinem SELBSTGEWÄHLTEM gefängnis bist?
NEIN...es ist nicht extrem unfähr von dir,mit ihm zu stänkern...ER ist ja ein stückweit verantwortlich dafür,das es dir so schlecht geht...aber ein großer teil der verantwortung liegt seit 3 jahren bei DIR...du hast dich nicht entschliessen können,das naheliegendste zu tun...sich zu trennen...und jetzt geht es dir schlecht...
da kannst du dich im kreis drehen,soviel du willst...solange du nicht aus diesem kreis austreten willst,steckst du in diesem chaos fest...
worauf wartest du denn ? leider leider musst DU in aktion treten...sonst ändert sich nämlich überhaupt nichts...
ob das jetzt eine therapie ist,oder eine trennung auf zeit,um zur ruhe zu kommen...zu irgendetwas musst du dich entschliessen...
aber 3 jahre dieses chaos und immernochnicht wissen,was du tun sollst...das hat schon was von selbstverstümmelung...

sky

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23. Dezember 2010 um 14:04


ich denke die Trennung ist als Ausbruch aus diesem emotionalen Chaos vorübergehend vielleicht hilfreich, löst aber die ursächlichen Probleme nicht.


ach nich?

ihr ursächliches problem ist ,das sie die untreue des mannes nicht verkraftet hat...selbst NACH der paartherapie kann der gute mann machen was er will,sie KANN ihm nicht mehr vertrauen...
für mich wäre das thema durch...ich wäre weg...wenn ich die ursache meines problems jeden tag wieder vor augen hab,könnte ich ja gleich permanent gegen die wand rennen...
aber sie sitzt in ihrem gefängnis und will nicht raus...sie sitzt da und hofft,das da irgendwas besser wird...manchmal ist ein kompletter bruch einfach notwendig um wieder von vorn starten zu können...
für dich und einige andere mag es der richtige weg sein,sich täglich mit der ursache des problems auseinanderzusetzen...meiner ist es nicht und ich kann mir auch nicht vorstellen,3 jahre so einen krampf mitzumachen...wir reden hier von DREI JAHREN...und siehst du irgendwo eine besserung?
für mich wäre die trennung das richtige,um DANN in ruhe das thema verarbeiten und abschliessen zu können...erst DANN wäre ich fähig eine neue bindung einzugehen...ich rede hier nicht von WEGLAUFEN...sorry...aber dieses drama wäre nichts für mich...bin aber auch nicht zum leiden geboren...

sky

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28. Dezember 2010 um 10:25


ich habe geschrieben,das ich hier nicht von WEGLAUFEN rede...natürlich ist jeder für sein Glück selber verantwortlich...nur immer wieder den Auslöser meines Schmerzes vor Augen zu haben hilft MIR in keinster Art und Weise...ICH brauche den Rückzug...um DANN die Geschichte zu verarbeiten...das geht sicher wesentlich einfacher.. ICH bin nicht zum Leiden geboren...
Ich hab deiner Version der Verarbeitung schon verstanden...nur ist es nichts für mich...für MICH ist der konsequente Bruch schon der richtige Weg...
Vor alle darf man bei der ganzen Geschichte nicht den Partner vergessen...wenn ICH mich ändere...ist ER doch immer noch der Selbe...klar wird auch sein Verhalten mir gegenüber anders werden...aber hört er dann auf mit Fremdgehen? Find ich das hinterher toll? Was du bei deiner Version unterstellst ist,das man NIEMANDEM mehr vertrauen kann,wenn man die Geschichte nicht aufarbeitet...aber ist das wirklich so? ER hat ihr Vertrauen missbraucht...kann es nicht sein,das sie ansonsten keine Probleme hat ,Jemandem zu vertrauen?
Bei mir ist es nämlich so...nur wer mein Vertrauen missbraucht,bekommt es abgesprochen...was eben NICHT gleichzeitig bedeutet,das ich NIEMANDEM mehr vertraue...und warum sollte ich deshalb bei Jemandem bleiben,dem ich nicht mehr vertrauen kann,weil es sein Verhalten nicht hergibt?
Sorry...diese 3 Jahre bekommt sie nie wieder...und ich denke,da kommen noch ein paar dazu...

sky

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29. Dezember 2010 um 15:58

Mir geht es genauso
Hallo,

ich fühle mich genauso wie du es beschreibst. Aus einem lebenslustigen, fröhlichem Menschen wird ein Bündel voller Zweifel, Ängste und einem geringen Selbstbewußtsein.

Ich habe bereits vor 5 Jahren rausgefunden das mein Mann mich betrogen hat. Ich spürte wie stark seine Gefühle für sie sind, doch er wollte mich nicht verlieren und die Affäre beenden. Ich hatte Zweifel, Ängste usw. (jeder der so etwas erlebt hat, weiß wie es ist) doch ich fing wieder an zu vertrauen. Bis ich 1 Jahr später den Beweis hatte das es heimlich weitergegangen ist. Das hat mich so umgehauen, das ich dachte ich müsste sterben. Ich habe meinen Mann so geliebt, das ich mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen konnte. Angeblich wieder die Affäre beendet und es heimlich weitergeführt. Das hat sich bis Anfang des Jahres so hingezogen 5 lange Jahre. Vor 2 Jahren haben wir uns dann schon mal für 4 Monate getrennt, immer wieder vertraut und enttäuscht worden. Jetzt leben wir seit Februar getrennt und angeblich merkt er jetzt wie sehr er uns vermisst.

Mein Vertrauen zu ihm gleich null. Eine Mauer um mich aufgebaut um mich vor ihm zu schützen. Er ist liebevoll, muss sich oft meine Vorwürfe anhören usw. Ich glaube nicht das ich mich nochmals auf eine Beziehung mit ihm einlasse.

Liebe Conni, du hast paradox so lieb geschrieben doch ich glaube das dein Mann wirklich was begriffen hat und um dich gekämpft hat, während es bei uns nicht so ist. In uns ist heute noch eine Unsicherheit und Zweifel ob wir wieder betrogen und hintergangen werden. Diese Heimlichkeiten bringen Zweifel und Ängste. Mir kann es jetzt egal sein, denn wir sind getrennt. Doch es war immer dasselbe. Man möchte wieder lieben und vertrauen und es wird einem vielleicht wieder was vorgespielt, was so verletzend ist. Das möchte ich niemals wieder erleben.

Liebe paradox, ist deine Ehe wirklich auf einem guten Level ? Ich glaube es nicht. Denn dann wärest du glücklich, ohne Zweifel und voller Vertrauen. Das alles trifft nicht zu. Diese weiteren Heimlichkeiten erinnert dich immer wieder an diese Affäre und bringen Zweifel. Das ist ein unglaublich schwerer Zustand der kaum zu ertragen ist (spreche aus Erfahrung). Ich habe mich letztendlich getrennt, habe Abstand von ihm gewonnen, bin gemeinsam mit unseren Kindern zur Ruhe gekommen, die soviel mitbekommen und total gelitten haben. Habe noch Angst vor dem letzten Schritt der Scheidung, wären im Sommer immerhin 20 Jahre verheiratet. Doch auch dafür kann ich mir Zeit nehmen, wenn ich die Kraft dafür habe reiche ich sie ein.

Ich denke immer wenn eine Liebe kaputt geht, egal ob man sich trennt oder zusammen bleibt es wird niemals wieder so sein wie es war. Conni hat es geschafft was ich ganz toll finde, sie haben gemeinsam an ihren Zielen gearbeitet, wenn jedoch nur ein Teil einer Partnerschaft was tut kann es nicht funktionieren. Habe auch meine Fehler erkannt und vieles geändert doch mein Mann hat leider auf das zu dem Zeitpunkt Einfachere gesetzt. Eine Affäre ohne Verpflichtung und Alltag geführt.
Damit hat er mir gezeigt, wie unwichtig ihm unsere Liebe war. Damit hat er mich so sehr verletzt das ich mir auch heute noch die Wunden lecke.

Ich wünsche dir das du deinen Wert erkennst, das du wieder voller Lebenslust, Hoffnung und Liebe lebst. Ganz viel Glück für alle die durch diese Hölle gehen.

Kleines1968



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1. Januar 2011 um 19:55

Ich habe mich total verändert
Liebe Leidensgenossin,
nach dem ich es herausgefunden habe, bin ich nun noch seit zweieinhalb Jahren bei ihm. ich habe mich viel mit dieser Thematik des Fremdgehens und Psychologie beschäftigt, Antworten in unzählig viel Literatur gesucht, auch Selbstfindungsliteratur und Spiritueller usw.
Ich sehe das Leben nun sehr, sehr nüchtern, bin aufgewacht und meine Unschuld ist dahin, mein Urvertrauen ist dahin für immer wohl. Ich bin aber auch viel toleranter geworden, nachsichtiger, verzeihender, gleichgültiger, lockerer und habe so gar keine Erwartungen mehr, alles ist möglich im Leben, alles. In jeder Sekunde kann was unvorhergesehenes passieren, alles. Unfall, Krankheit, Tod, ich weis es nicht, alles ist unvorhersehbar und möglich. Das Leben empfinde ich als voller Überraschungen, böser wie guter, es ist kompliziert. Ich sehe, dass es Menschen gibt, die alles negative Ausblenden, sich eine Scheinwelt schaffen. Ein Lösungsversuch.
Ich versuche nun immer zu verstehen, des Lebens Hintergründe, mich selbst, die Anderen, hinterfrage zu hohe Ansprüche, Moral und Traditionen. Versuche überhaupt alle menschlichen Lösungsansätze die das Leben zu meistern helfen sollen wie Religion oder was auch immer zu verstehen.
Die Liebe zu meinem Mann ist brüchig geworden, manchmal ist sie da, weil auch er nur ein schwacher Mensch ist wie er ist, manchmal ist sie aber brüchig. Meinen Ehering habe ich fortgeworfen, er hat keinen Wert mehr als Symbol der Treue, ich werde nie wieder einen tragen wollen.
Ich glaube nicht mehr an die Treue, kann mir aber vorstellen, dass es treue Menschen gibt. Mein Respekt in aller Ewigkeit, denen die bewusst und aktiv treu sind. Das habe ich gewiss erworben, diesen Respekt vor solchen Menschen. Sie müssen auch noch andere Qualitäten haben, die unbedingt zu würdigen sind. Ich sehne mich nach der Aura solche Menschen, auch das ist mir angediehen.
Doch ich traue keinem Menschen mehr, ich sehe wohl die Bemühungen, den Willen, aber alles ist möglich, der Mensch ist wankelmütig, diese Realtiät muss akzeptiert werden und ich kann selbst Opfer einer solchen Schwäche werden, auch das ist möglich.
Aber wenn er weit weg ist, dann fühle ich mich zunehmendst wohler, raus aus seiner Aura, leider, das war so niemals nach so langer Ehe der Fall, aber nun ist es so, es kann passieren, dass ich ihn nicht mehr wirklich vermisse, es ist da einach was zerbrochen. Man kann damit leben, aber die Unschuld fehlt, die Täuschung vor dem Ent- fehlt. Und eine undefinierbare Trauer umhüllt einfach alles, ich kann sie gut verbergen, doch sie meldet sich dann irgendwann in einer dunklen Ecke und will weinen.

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3. Januar 2011 um 10:45

Es hat sich viel verändert...!
Hallo paradox30,
ich bin zwar noch neu hier und kenne mich noch nicht so gut hier aus, aber beim stöbern bin ich auf Deine Frage gestossen.
Auch ich habe diese Erfahrung gemacht daß irgendwie danach nichts mehr ist wie davor.
Auch meine Persönlichkeit hat sich verändert und zwar gravierend, leider hat auch mein Optisches sehr darunter gelitten.
Es ist jetzt 2 Jahre her und ich sehe mit meinen 40 Jahren aus wie mind.60 ungeschminkt brauche ich nirgendwo mehr hingehen, Menschen die mich schon seit Jahren kennen, können nur schwer glauben daß das die selbe Person ist, die früher gern und viel gelacht hat, sich für jeden eingesetzt hat und versucht hat jedem zu helfen.
Heute kümmer ich mich nur noch um meine Kinder und meine Tiere will eigentlich mit niemanden mehr Kontakt,habe keine Freunde mehr...
und daß liegt nicht zuletzt daran daß mein Mann sich immer wieder "Freundinen" aus meinem
Arbeitskolleginnen oder Freundinenkreis gesucht hat.
Mich hat seine Untreue nicht nur mein Vertrauen und mein Selbstbewusstsein gekostet sondern nebenbei noch meinen Job und meine Gesundheit und meinen Selbstrespekt.
Heute lebe ich neben ihm her weil ich nicht den Mut hatte mich von ihm zu trennen, ich weiß heute hätte ich mich damals von ihm getrennt wäre daß zwar schmerzhaft gewesen aber jetzt nach 2 Jahren wäre dieser Schmerz vorbei, so allerdings werde ich jeden Tag damit konfrontiert allein wenn ich ihn anschaue oder er etwas zu mir sagt...ich überlege immer "..sagt er die Wahrheit oder lügt er mich wieder an..?"
Der Verlust des Vertrauens ist schlimmer als jeder Trennungsschmerz, der Trennungsschmerz geht vorbei, doch der Vertrauensbruch bleibt.

Würde er es wieder tun würde ich ohne zu zögern gehen, und ich weiß irgendwann wird es wieder passieren... den gemäß dem Spruch...der Hund verliert die Haare aber nie die Zähne...

Auch bin ich mir sicher daß ein Partner der seine Frau einmal oder auch öfters hintergangen hat es immer wieder tun wird.
Warum ich noch bei ihm bin, ich weiss es nicht.

Dir liebe paradox30 wünsche ich allerdings von ganzem Herzen daß der Ausrutscher Deines Mannes der einzige bleibt und Ihr beide es wirklich schafft wieder glücklich zu werden und Vertrauen aufbauen könnt.!! Nur die Spuren und Narben auf deine Seele werden bleiben und auch der Glanz in Deinen Augen wird noch lange fehlen...bei mir ist er verloschen und nie wieder gekommen doch ist daß bei mir auch ein bisschen anders gelagert mein Mann hat daß ja nich zum ersten Mal gemacht
und immer mit Frauen in meinem persönlichen Umfeld z.Bsp. meine Chefin, meine beste Freundin die für mich wie eine Schwester war.....

Viel Glück
sweety


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3. Januar 2011 um 20:28
In Antwort auf galaxy52

Ich habe mich total verändert
Liebe Leidensgenossin,
nach dem ich es herausgefunden habe, bin ich nun noch seit zweieinhalb Jahren bei ihm. ich habe mich viel mit dieser Thematik des Fremdgehens und Psychologie beschäftigt, Antworten in unzählig viel Literatur gesucht, auch Selbstfindungsliteratur und Spiritueller usw.
Ich sehe das Leben nun sehr, sehr nüchtern, bin aufgewacht und meine Unschuld ist dahin, mein Urvertrauen ist dahin für immer wohl. Ich bin aber auch viel toleranter geworden, nachsichtiger, verzeihender, gleichgültiger, lockerer und habe so gar keine Erwartungen mehr, alles ist möglich im Leben, alles. In jeder Sekunde kann was unvorhergesehenes passieren, alles. Unfall, Krankheit, Tod, ich weis es nicht, alles ist unvorhersehbar und möglich. Das Leben empfinde ich als voller Überraschungen, böser wie guter, es ist kompliziert. Ich sehe, dass es Menschen gibt, die alles negative Ausblenden, sich eine Scheinwelt schaffen. Ein Lösungsversuch.
Ich versuche nun immer zu verstehen, des Lebens Hintergründe, mich selbst, die Anderen, hinterfrage zu hohe Ansprüche, Moral und Traditionen. Versuche überhaupt alle menschlichen Lösungsansätze die das Leben zu meistern helfen sollen wie Religion oder was auch immer zu verstehen.
Die Liebe zu meinem Mann ist brüchig geworden, manchmal ist sie da, weil auch er nur ein schwacher Mensch ist wie er ist, manchmal ist sie aber brüchig. Meinen Ehering habe ich fortgeworfen, er hat keinen Wert mehr als Symbol der Treue, ich werde nie wieder einen tragen wollen.
Ich glaube nicht mehr an die Treue, kann mir aber vorstellen, dass es treue Menschen gibt. Mein Respekt in aller Ewigkeit, denen die bewusst und aktiv treu sind. Das habe ich gewiss erworben, diesen Respekt vor solchen Menschen. Sie müssen auch noch andere Qualitäten haben, die unbedingt zu würdigen sind. Ich sehne mich nach der Aura solche Menschen, auch das ist mir angediehen.
Doch ich traue keinem Menschen mehr, ich sehe wohl die Bemühungen, den Willen, aber alles ist möglich, der Mensch ist wankelmütig, diese Realtiät muss akzeptiert werden und ich kann selbst Opfer einer solchen Schwäche werden, auch das ist möglich.
Aber wenn er weit weg ist, dann fühle ich mich zunehmendst wohler, raus aus seiner Aura, leider, das war so niemals nach so langer Ehe der Fall, aber nun ist es so, es kann passieren, dass ich ihn nicht mehr wirklich vermisse, es ist da einach was zerbrochen. Man kann damit leben, aber die Unschuld fehlt, die Täuschung vor dem Ent- fehlt. Und eine undefinierbare Trauer umhüllt einfach alles, ich kann sie gut verbergen, doch sie meldet sich dann irgendwann in einer dunklen Ecke und will weinen.

Waere es nicht leichter ...
ein ganz neues, eigenes Leben zu beginnen, mit einem Menschen dem man vertrauen kann.

Genau davor habe ich auch Angst. Mein Mann hatte mehrmals andere Frauen, nur kurze Sachen, war bei Nutten und hatte eine längere Affäre, bei der sogar Liebe im Spiel war glaube ich.

Es ist jetzt 3 Monate her das es aufgeflogen ist. Vergeht der Schmerz niemals? Wird er es wieder tun? Kann man überhaupt wieder eine normale Beziehung führen?

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4. Januar 2011 um 21:36

Respekt!
Hallo Conni63,

ich hab' vorhin im Forum mein Leid geklagt und mich danach etwas durchgelesen. Bin dabei auf deine Geschichte und Ratschläge gestossen. Irgendwann will ich soweit sein, wie du es heute bist. Deinen Umgang mit deiner Ehe und dir selbst respektiere ich sehr.

Lieber Gruss
Lejila

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4. Januar 2011 um 21:49

Schöne geschichte ...
... ich glaube daran, dass manche menschen mit femdgehen etwas kompensieren. ABER: wie erkenne ich einen nerotischen fremdgeher und jemanden, der seine probleme mit fremdgehen kommuniziert?

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6. Januar 2011 um 22:11
In Antwort auf lorina_12071746

Waere es nicht leichter ...
ein ganz neues, eigenes Leben zu beginnen, mit einem Menschen dem man vertrauen kann.

Genau davor habe ich auch Angst. Mein Mann hatte mehrmals andere Frauen, nur kurze Sachen, war bei Nutten und hatte eine längere Affäre, bei der sogar Liebe im Spiel war glaube ich.

Es ist jetzt 3 Monate her das es aufgeflogen ist. Vergeht der Schmerz niemals? Wird er es wieder tun? Kann man überhaupt wieder eine normale Beziehung führen?

Klar wär es leichter
liebe Sternstunde.
Aber ich denke, dass Problem ist auch, dass die Männer, die wir attraktiv finden und denen wir dann auch noch vertrauen und uns auch gleich unendlich in sie verlieben, nicht gerade auf den Bäumen wachsen
LG!

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12. Februar 2011 um 18:24

Sehr verändert....
ich kenne diese Situation nur zu gut. Ich bin mit meinem Freund mittlerweile seit 10 Jahren zusammen. und ich denke so nach 2 Jahren wurde ich wohl das erste mal betrogen, zumindest war es da wo ich wohl das erste mal drauf kam. Und ich bin mir auch jetzt sicher, dass ich noch betrogen werde... Es sind nicht unbedingt langfristige Affären, es ist eher schneller Sex, mit Frauen, als auch mit Männern.

Ich habe mich sehr verändert. Und genau diese Veränderung ist nun auch meine große Schwierigkeit. Ich leider mittlerweile unter Panikattacken und tu mir sehr schwer alleine zu sein. Weshalb ich in meiner psychischen Verfassung momenten keine Trennung schaffe. Ich bin mittlerweile in Therapie. Aber dies bietet leider auch keine Lösung von einem Tag auf den anderen. Es dauert einfach.

Mir fällt auch irrsinnig auf, was ich früher für eine AUsstrahlung auf den Fotos hatte und welche ich jetzt habe. Nicht vergleichbar.

Bei mir sind mittlerweile mehrere Jahre vergangen, die ich nicht mehr zurück drehen kann, die ich aber gerne ändern würde. Und ich habe Angst, dass noch weitere Jahre vergehen, wo ich es nicht schaffe eine Entscheidung zu treffen.

Leider habe ich mich in den letzten drei Jahren sehr stark zurückgezogen, was meinen Freundeskreis auf ein Minimun reduzierte....So fehlt mir auch hier die starke Schulter zum anlehnen und ich suche sie wieder bei meinem Freund, der meine psychischen Probleme kennt. Ich bin in einem Teufelskreis.....

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23. Februar 2011 um 16:15

Ja mein Wesen ist böse geworden
ch mache diese Spielchen schon mind.15 Jahre mit.Habe vor 25 Jahren einen Taxiunternehmer geheiratet und er geht mit den Frauen nach Hause.Mut zur Wahrheit hat er aber nicht.Seine Kollegen lassen den einen oder anderen Satz über diese seine Art fallen.So ganz nebenbei.Sobald ich was sage geht er zu dem Jenigen hin und schüchert ihn frech ein.Einmal musste ich zum Frauenarzt weil er einen Tripper Heim brachte,danach beendete ich jeglichen körperlichen Kontakt mit ihm und denke oft,wenn das Aids gewesen wäre,wäre ich jetzt schon tot.Er möchte hier bei mir (Mutti)gemütlich weiter leben und Sex mit immer wechselnden Liebchen genießen.Meist sind es Frauen wo er den Mann vorher in die Kneipe gefahren hatte.So weiß er genau wann der nicht anwesend sein kann^^.Ich selber fahre kein Auto da wir nur Taxen haben und keine davon zum privaten herum fahren abgezweigt werden kann^^.Eine Scheidung kommt nicht in Frage,mein gespartes Geld wurde in den Betrieb gesteckt,auszahlen oder mir Unterhalt zahlen würde er nicht.Er sagt frech,dann mach ich den Betrieb dicht.Möbel und Ausstattung in unserer Wohnung hab ich gekauft.Seit ca.15 Jahren macht er nur das Notwendigste an Reparaturen.Seit nun mehr 12 Jahren ist diese Ehe nur noch auf dem Papier und ich bin auch nicht mehr bereit mich von ihm anfassen zu lassen oder gar Sex zu haben.Jetzt bin ich schon fast 50 und jemand neues kennenlernen wird immer geringer ich denke ich muss mich gänzlich mit diesem meinem Leben abfinden.
Ja mein Wesen und meine lustige Art hat sich verändert.Ich bin launisch und depressiv geworden.Lache selten und hab immer böse Augen.Freundinnen und Bekannte ekel ich mit meiner schlechten Laune nur noch weg und Kontakte hab ich keine mehr.

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24. Juni 2012 um 20:33

Liebe betrogene Frau
Wenn das Datum simmt, hast du 2010 geschrieben, das ist jetzt schon eine weile her.
Wieso nervt dich dein mann? Ich hätte mich drüber gefreut wenn mein mann bereit gewesen wäre mit mir darüber zu reden. Dein mann war mit dir sogar in theraspie, das ist doch ein beweis das er es bereut und lieber mit dir als mit der anderen frau sein will.
Ich hoffe das deine beziehung wieder aufblüht.
liebe grüsse

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17. September 2013 um 22:32

Jeder kann selbst entscheiden ob er glücklich ist
Hi, der Beitrag ist zwar schon älter, aber ich möchte dennoch etwas dazu schreiben.
Ich kenne die Situation auch und habe mich 3 Jahre in meiner Opferrolle gesuhlt, gelitten, geweint und mich gefragt ob ich je wieder glücklich sein kann.

Ich habe irgendwann angefangen darüber nachzudenken, ob ich so weitermachen will, ob das mein Leben ist, das ich leben möchte ? Ich habe abends immer mehr Wein getrunken, so konnte ich besser verdrängen, aber geändert hat es nichts.

Dann habe ich eine Buch gelesen ( wohlgemerkt nach zig Beziehungsratgebern, die mir alle nichts gebracht haben ). Es heißt: "Anleitung zum Unglücklichsein". Das Buch hat mich gefesselt, zum Lachen und zum Nachdenken gebracht. Ich habe es 2 mal gelesen.

Ich bin noch nicht ganz frei von meinen Ängsten, aber ich habe mein Denken umgestellt und habe mehr Kraft und Mut gewonnen.

Für die Situation in der wir uns befinden, entscheiden wir uns selbst. Wir haben die Macht uns zu entscheiden ob wir glücklich sein wollen oder leiden wollen. Wir drängen uns selbst in eine Postition, NIEMAND sonst tut das.

Vielleicht wollen wir unbewusst leiden, deshalb befinden wir uns auch immernoch in dieser Spirale, sind unglücklich und hoffen auf Änderung welche aber nur wir selbst hervorrufen können.

Wenn wir uns in die Opferrolle begeben, dann sind wir auch das Opfer, aber wir können die Rollen selbst bestimmen. Wenn wir etwas ändern wollen und glücklich sein wollen, dann müssen wir es nur tun. Nichts hält uns davon ab, nur wir selbst.

Ich wünsche Allen Leidenden viel Kraft und vor Allem sehr viel Mut in eine stärkere Rolle zu schlüpfen !


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18. September 2013 um 9:02
In Antwort auf apphia_12960972

Jeder kann selbst entscheiden ob er glücklich ist
Hi, der Beitrag ist zwar schon älter, aber ich möchte dennoch etwas dazu schreiben.
Ich kenne die Situation auch und habe mich 3 Jahre in meiner Opferrolle gesuhlt, gelitten, geweint und mich gefragt ob ich je wieder glücklich sein kann.

Ich habe irgendwann angefangen darüber nachzudenken, ob ich so weitermachen will, ob das mein Leben ist, das ich leben möchte ? Ich habe abends immer mehr Wein getrunken, so konnte ich besser verdrängen, aber geändert hat es nichts.

Dann habe ich eine Buch gelesen ( wohlgemerkt nach zig Beziehungsratgebern, die mir alle nichts gebracht haben ). Es heißt: "Anleitung zum Unglücklichsein". Das Buch hat mich gefesselt, zum Lachen und zum Nachdenken gebracht. Ich habe es 2 mal gelesen.

Ich bin noch nicht ganz frei von meinen Ängsten, aber ich habe mein Denken umgestellt und habe mehr Kraft und Mut gewonnen.

Für die Situation in der wir uns befinden, entscheiden wir uns selbst. Wir haben die Macht uns zu entscheiden ob wir glücklich sein wollen oder leiden wollen. Wir drängen uns selbst in eine Postition, NIEMAND sonst tut das.

Vielleicht wollen wir unbewusst leiden, deshalb befinden wir uns auch immernoch in dieser Spirale, sind unglücklich und hoffen auf Änderung welche aber nur wir selbst hervorrufen können.

Wenn wir uns in die Opferrolle begeben, dann sind wir auch das Opfer, aber wir können die Rollen selbst bestimmen. Wenn wir etwas ändern wollen und glücklich sein wollen, dann müssen wir es nur tun. Nichts hält uns davon ab, nur wir selbst.

Ich wünsche Allen Leidenden viel Kraft und vor Allem sehr viel Mut in eine stärkere Rolle zu schlüpfen !


Alles eine Frage der Zeit
liebe Herzschal, der ursprüngliche Eintrag ist zwar schon 3 Jahre alt, aber das Thema wird wohl immer aktuell sein.... ich hab auch Erfahrung in dieser Sache, bin aber ein Mann. Ich kann nur sagen, das ein ganz ganz grosser Teil der Menschen in solchen Situationen glauben, dass Verdrängen eine Lösung darstellt. Eine Art Blindheit für Tatsachen macht sich breit - man glaubt an das, woran man glauben möchte und merkt nicht, dass wenn alle Karten auf dem Tisch liegen würden die Situation ziemlich anderst aussieht. Zum Beispiel auch im Eröffnungstext der TE.....sie schreibt im oberen Teil "sind wir wieder auf einem guten Level was unsere Ehe angeht" danach spricht sie davon, dass sie nicht mehr richtig lachen kann, dass wenn sie als Paar eingeladen werden sie lieber nicht mit ihrem Mann hingeht weil sie sich unwohl und unattraktiv findet in seiner Gegenwart, dass sie gealtert hat und und und.

Und trotzdem heisst es oben, die Ehe sei auf einem guten Level.

Warum dieses Muster immer und immer wieder so abläuft - auch hier im forum soo oft so erzählt und beschrieben....ich weiss es nicht. Es scheint für viele irgendwie bequemer zu sein, sich etwas zurechtzulegen und zu verdrängen anstatt die Realität anzunehmen und zu handeln.
das Problem ist nur, dass alles eine Frage der Zeit ist. Bei den einen sind es Wochen oder Monate, bei anderen sind es viele Jahre, aber bei jeder Beziehungssituation die nicht mehr wirklich stimmt kommt der Punkt an dem man von all dem eingeholt wird was man nicht wahrhaben wollte. Das ist unausweichlich, und das ist dann vorallem sehr schmerzhaft, vielleicht um vieles schlimmer als wenn man anfangs den Problemen ins Auge geschaut hätte anstatt sie zu verdrängen.

Man drückt sich davor, mit einem Schlussstrich zu akzeptieren das die Beziehung vorbei ist. Man möchte nicht akzeptieren das etwas endet, und empfindet es als persönliches Scheitern - deshalb wird festgehalten auf Biegen und Brechen, mit dem Resultat das lange Zeit vergeht und keiner von beiden wirklich glücklich ist. dieser Mann der TE wird wohl auch nicht richtig glücklich sein mit einer Frau, die in seiner Gegenwart so ist wie sie sich beschreibt.

Die Wahrheit nicht zu beschönigen, einer Aktion eine Reaktion folgen zu lassen, ist aus meiner Sicht das beste. Man muss akzeptieren lernen, das eine Beziehung auch zu Ende gehen kann. Auf einem toten Pferd kann man nicht reiten...

- graetschensepp -

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18. September 2013 um 14:27

Sie kann es ja auch nicht
deshalb sind sie hier in diesem forum, eben passt die Beziehung die sich diese Paare im Kopf 'zusammenstellen' im Herz eben doch nicht mehr. Das Herz vergisst so einen Betrug nie, und genau dann wenn's intim wird werden diese Gedanken am stärksten werden....

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18. September 2013 um 21:56
In Antwort auf issur_12380514

Alles eine Frage der Zeit
liebe Herzschal, der ursprüngliche Eintrag ist zwar schon 3 Jahre alt, aber das Thema wird wohl immer aktuell sein.... ich hab auch Erfahrung in dieser Sache, bin aber ein Mann. Ich kann nur sagen, das ein ganz ganz grosser Teil der Menschen in solchen Situationen glauben, dass Verdrängen eine Lösung darstellt. Eine Art Blindheit für Tatsachen macht sich breit - man glaubt an das, woran man glauben möchte und merkt nicht, dass wenn alle Karten auf dem Tisch liegen würden die Situation ziemlich anderst aussieht. Zum Beispiel auch im Eröffnungstext der TE.....sie schreibt im oberen Teil "sind wir wieder auf einem guten Level was unsere Ehe angeht" danach spricht sie davon, dass sie nicht mehr richtig lachen kann, dass wenn sie als Paar eingeladen werden sie lieber nicht mit ihrem Mann hingeht weil sie sich unwohl und unattraktiv findet in seiner Gegenwart, dass sie gealtert hat und und und.

Und trotzdem heisst es oben, die Ehe sei auf einem guten Level.

Warum dieses Muster immer und immer wieder so abläuft - auch hier im forum soo oft so erzählt und beschrieben....ich weiss es nicht. Es scheint für viele irgendwie bequemer zu sein, sich etwas zurechtzulegen und zu verdrängen anstatt die Realität anzunehmen und zu handeln.
das Problem ist nur, dass alles eine Frage der Zeit ist. Bei den einen sind es Wochen oder Monate, bei anderen sind es viele Jahre, aber bei jeder Beziehungssituation die nicht mehr wirklich stimmt kommt der Punkt an dem man von all dem eingeholt wird was man nicht wahrhaben wollte. Das ist unausweichlich, und das ist dann vorallem sehr schmerzhaft, vielleicht um vieles schlimmer als wenn man anfangs den Problemen ins Auge geschaut hätte anstatt sie zu verdrängen.

Man drückt sich davor, mit einem Schlussstrich zu akzeptieren das die Beziehung vorbei ist. Man möchte nicht akzeptieren das etwas endet, und empfindet es als persönliches Scheitern - deshalb wird festgehalten auf Biegen und Brechen, mit dem Resultat das lange Zeit vergeht und keiner von beiden wirklich glücklich ist. dieser Mann der TE wird wohl auch nicht richtig glücklich sein mit einer Frau, die in seiner Gegenwart so ist wie sie sich beschreibt.

Die Wahrheit nicht zu beschönigen, einer Aktion eine Reaktion folgen zu lassen, ist aus meiner Sicht das beste. Man muss akzeptieren lernen, das eine Beziehung auch zu Ende gehen kann. Auf einem toten Pferd kann man nicht reiten...

- graetschensepp -

Kleine bzw große Korrektur
Ich muss da wohl etwas korrigieren,
mit dem Rollenwechsel habe ich nicht gemeint, dass man
weiterhin in einer unglücklichen Beziehung verharrt, sondern dass man sich genau dadurch davon ablösen kann.

Denn ein Täter braucht ein Opfer und wenn wir keine Opfer mehr sind, dann wird sich unweigerlich etwas verändern.

Bsp. der Richter braucht den Dieb - ohne Diebe und Kriminelle kein Gericht - kein Richter.

Viele Männer wollen das was Sie nicht haben können, wenn Sie es haben, dann wollen sie es nicht mehr.
("ich liebe dich nicht wenn du mich liebst"- die Überschrift eines Buches dieser weit verbreiteten Problematik )

Dennoch, diese Sorte Mann, bleibt nach wie vor in einer sicheren Beziehung, weil es durchaus bequeme Vorzüge hat, sucht aber immernoch weiter das, was er nicht bekommen kann ( der Weg ist das Ziel, leider auch in dieser Sparte ). Er kann ja immer wieder "nachhause" kommen zu seinem "Opfer", das er sicher hat.

Vielleicht ändert sich ein Mann dann, wenn er spürt das seine Frau auch "nicht sicher" zu haben ist.
Wenn er immer ein bisschen darum kämpfen muss, muss er nicht anderswo "jagen"..

Fragt sich eben nur, welche Frau Gefallen an diesen Dingen hat und Ihr Liebesleben so erfolgreich aufrecht erhält, aber wenn sie am Punkt der Selbsterkenntnis ist, dann kann sie sich auch trennen.

Wenn wir keine Opfer mehr sind, dann IST es nicht mehr leicht uns zu haben/ zu behalten.
Dann stehen wir "unsere Frau" denn dann realisieren wir was wir wert sind und sind auch gefühlsmäßig nicht mehr bereit uns unter Wert herzugeben.

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19. September 2013 um 9:45
In Antwort auf apphia_12960972

Kleine bzw große Korrektur
Ich muss da wohl etwas korrigieren,
mit dem Rollenwechsel habe ich nicht gemeint, dass man
weiterhin in einer unglücklichen Beziehung verharrt, sondern dass man sich genau dadurch davon ablösen kann.

Denn ein Täter braucht ein Opfer und wenn wir keine Opfer mehr sind, dann wird sich unweigerlich etwas verändern.

Bsp. der Richter braucht den Dieb - ohne Diebe und Kriminelle kein Gericht - kein Richter.

Viele Männer wollen das was Sie nicht haben können, wenn Sie es haben, dann wollen sie es nicht mehr.
("ich liebe dich nicht wenn du mich liebst"- die Überschrift eines Buches dieser weit verbreiteten Problematik )

Dennoch, diese Sorte Mann, bleibt nach wie vor in einer sicheren Beziehung, weil es durchaus bequeme Vorzüge hat, sucht aber immernoch weiter das, was er nicht bekommen kann ( der Weg ist das Ziel, leider auch in dieser Sparte ). Er kann ja immer wieder "nachhause" kommen zu seinem "Opfer", das er sicher hat.

Vielleicht ändert sich ein Mann dann, wenn er spürt das seine Frau auch "nicht sicher" zu haben ist.
Wenn er immer ein bisschen darum kämpfen muss, muss er nicht anderswo "jagen"..

Fragt sich eben nur, welche Frau Gefallen an diesen Dingen hat und Ihr Liebesleben so erfolgreich aufrecht erhält, aber wenn sie am Punkt der Selbsterkenntnis ist, dann kann sie sich auch trennen.

Wenn wir keine Opfer mehr sind, dann IST es nicht mehr leicht uns zu haben/ zu behalten.
Dann stehen wir "unsere Frau" denn dann realisieren wir was wir wert sind und sind auch gefühlsmäßig nicht mehr bereit uns unter Wert herzugeben.

Die Wahrheit setzt sich immer durch am Schluss
Ich verstehe was du beschreibst, und das stimmt soweit auch alles. Meine eigenen Erfahrungen sagen mir aber, dass das alles aber nicht von Dauer ist -- wenn wir von "Rollen" reden, wenn wir davon sprechen das eine Frau oder ein Mann sich bewusst so verhalten soll, das man für den Partner als "nicht sicher zu haben" erscheint und er dann nicht anderswo jagen tut -- das ist alles nicht von Dauer. Wir können nicht über Jahre unser Verhalten einem "Plan" folgen lassen, sondern wir sollten einfach so sein wie wir sind.

Entweder ist die Liebe da, und sie ist so gross das kein Betrug stattfindet, oder die Liebe ist nicht mehr stark genug um einen Betrug zu verhindern. Phantasieren tun wir alle mal von Sex mit anderen Partnern etc., aber wenn man/frau fähig ist zu betrügen - vorallem wenns mehrmals bewusst gemacht wird - dann stimmt in der Liebe mit dem Partner etwas nicht mehr.

Das Resultat ist unausweichlich, weil kein Mensch und kein Therapeut Gefühle zurückbringen kann. Wir können uns maximal wieder besser respektieren, besser organisieren, besser miteinander umgehen - aber das mit dem Herz kommt nicht wieder in Ordnung. Man kann aber damit Leben lernen, mit jemandem zusammenzusein ohne das es noch die grosse Liebe ist.

Wo du soooooooo sehr den Nagel auf den Kopf triffst: man darf kein "Opfer" sein. Dies passiert ganz vielen, und das bringt kaum je etwas Gutes. Man darf sich nicht als Opfer darstellen und nicht als Opfer fühlen, sondern als Mensch der sich der Verantwortung und der Hürden stellt die das Leben einem entgegenbringt.

- graetschensepp -

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19. September 2013 um 13:34

Nicht einfach aber möglich
so glaube ich, ist es aus der Opferrolle rauszukommen. Vielleicht sollte man versuchen, alle Idealisierungen abzubauen von seiner Beziehung, seinem Partner und von sich selbst. Man muss wieder hinschauen, hinsehen, auf die guten Punkte aber eben auch auf die Sachen die man so gerne verdrängt und nicht wahrhaben möchte. Was habe ich noch für Gespräche mit meinem Partner, können wir noch ausgelassen lachen zusammen, haben wir Spass, haben wir Nähe und Geborgenheit und und und???

Im Text der TE zeigt sich dieser Widerspruch indem sie sagt ihre Ehe wäre nun wieder auf gutem Level, und danach folgt eine Auflistung von Negativpunkten, die schwer Gewicht haben. Trotzdem redet sie sich ein, die Ehe sei auf gutem Level...... Sie möchte einfach nicht loslassen von dem Idealbild, und eine Trennung käme für sie einem Scheitern gleich.

Das Problem ist vielleicht nicht, dass sie ihn nicht gehen lassen kann, sondern das sie ihn nicht gehenlassen will. Anstatt einer Chance für beide Partner sieht sie nur die Negativpunkte die eine Trennung mit sich bringt. Die Chancen werden ausgeblendet, weil wenn wir hinschauen könnten wir erkennen das wir handeln müssen, was unbequem erscheint.

Möglich das wer diese Zusammenhänge durchblickt hat, dann fähig wird zu handeln wenn dies nötig sein sollte.

Was sicher hilft aus der Opferrolle rauszukommen ist eine gesunde Portion an Demut. Uns geht es allen gut, und wir haben "Luxus-Probleme" wenn unsere grössten Sorgen beziehungstechnischer Natur sind. Also sollten wir das Leben und uns selbst nicht ständig so todernst nehmen, sondern froh sein das wir auf dieser Kugel ein gutes Leben führen dürfen. Diese Einstellung macht Mut für Veränderungen, weil eine Trennung und ein Neubeginn nicht ein Weltuntergang darstellt in unserer Gesellschaft sondern eine Chance sein kann, das Leben glücklich und spannend zu verbringen.

....so sieht mein Weltbild aus, wenn ich mir viel Mühe gebe

- graetschensepp -

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21. September 2013 um 21:40

WOW
als ich gerade deinen Text gelesen habe, kommt es mir vor, als ob du MICH beschreiben würdest. Das fuehlt sich an wie ein Schlag ins Gesicht, ich habe kurz vor Weihnachten erfahren was er hinter meinem Rücken macht. Wollte ihn verlassen, aber er weint und bettelt und wie weiss ehrlich gesagt nicht warum ich geblieben bin? Liebe ist es glaub nicht. Vielleicht wegen die Kinder?
Ich war immer top gestylt früher, habe alle probiert damit unser Leben (sex) nicht eintönig ist aber.... naja alles was ich mir von ihm ersehn habe, hat er anderen gegeben. Ich weiss ehrlich gesagt nicht wie lange ich das noch aushalten kann.

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22. September 2013 um 19:15

Danke!
Ich werde wahrscheinlich wieder zu meiner Heimatstadt zurück ziehen, warte bis Ferien weil mein grosser gerade in die erste Klasse geht, will nicht dass es viel schwieriger wird für ihn, als es eh bald schon sein wird.

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24. September 2013 um 15:57

Viele denken sicherlich ....
dass man sich gehen lässt. Nein. Das ist genau das gleich Prinzip wie "ständig ist die Freundin nur am zicken" - nur warum, was dahinter steckt wird gar nicht erst gefragt. Schublade auf und rein.

Klingt als würdest du deine Entscheidung dich nicht getrennt zu haben in Frage stellen?

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24. September 2013 um 16:53


mal eine kleine notlüge wie "hab den müll vergessen" sind ja vollkommen ok und normal, aber Fremdgehen idt die größte Lüge

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25. September 2013 um 8:21

Betrogene frauen
hallo du,es tut mir sehr leid was dir da passiert ist,mir geht es sehr ähnlich.ich habe auch den verdacht das mein man mich betrügt mit ner arbeitskollegin,oder betrogen hat.gans viele deutliche hinweise aber er gibt nix zu.droht damit wenn ich nich aufhöre zu fragen fährt er gegen den baum alles nur kopfkino bei ihm gewesen.zu lesen bei ihm auf dem pc.wie krieg ich ihn??hast du nen tipp

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25. September 2013 um 12:14
In Antwort auf apphia_12960972

Jeder kann selbst entscheiden ob er glücklich ist
Hi, der Beitrag ist zwar schon älter, aber ich möchte dennoch etwas dazu schreiben.
Ich kenne die Situation auch und habe mich 3 Jahre in meiner Opferrolle gesuhlt, gelitten, geweint und mich gefragt ob ich je wieder glücklich sein kann.

Ich habe irgendwann angefangen darüber nachzudenken, ob ich so weitermachen will, ob das mein Leben ist, das ich leben möchte ? Ich habe abends immer mehr Wein getrunken, so konnte ich besser verdrängen, aber geändert hat es nichts.

Dann habe ich eine Buch gelesen ( wohlgemerkt nach zig Beziehungsratgebern, die mir alle nichts gebracht haben ). Es heißt: "Anleitung zum Unglücklichsein". Das Buch hat mich gefesselt, zum Lachen und zum Nachdenken gebracht. Ich habe es 2 mal gelesen.

Ich bin noch nicht ganz frei von meinen Ängsten, aber ich habe mein Denken umgestellt und habe mehr Kraft und Mut gewonnen.

Für die Situation in der wir uns befinden, entscheiden wir uns selbst. Wir haben die Macht uns zu entscheiden ob wir glücklich sein wollen oder leiden wollen. Wir drängen uns selbst in eine Postition, NIEMAND sonst tut das.

Vielleicht wollen wir unbewusst leiden, deshalb befinden wir uns auch immernoch in dieser Spirale, sind unglücklich und hoffen auf Änderung welche aber nur wir selbst hervorrufen können.

Wenn wir uns in die Opferrolle begeben, dann sind wir auch das Opfer, aber wir können die Rollen selbst bestimmen. Wenn wir etwas ändern wollen und glücklich sein wollen, dann müssen wir es nur tun. Nichts hält uns davon ab, nur wir selbst.

Ich wünsche Allen Leidenden viel Kraft und vor Allem sehr viel Mut in eine stärkere Rolle zu schlüpfen !


Toller Beitrag
Danke

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4. Januar 2016 um 13:50
In Antwort auf galaxy52

Ich habe mich total verändert
Liebe Leidensgenossin,
nach dem ich es herausgefunden habe, bin ich nun noch seit zweieinhalb Jahren bei ihm. ich habe mich viel mit dieser Thematik des Fremdgehens und Psychologie beschäftigt, Antworten in unzählig viel Literatur gesucht, auch Selbstfindungsliteratur und Spiritueller usw.
Ich sehe das Leben nun sehr, sehr nüchtern, bin aufgewacht und meine Unschuld ist dahin, mein Urvertrauen ist dahin für immer wohl. Ich bin aber auch viel toleranter geworden, nachsichtiger, verzeihender, gleichgültiger, lockerer und habe so gar keine Erwartungen mehr, alles ist möglich im Leben, alles. In jeder Sekunde kann was unvorhergesehenes passieren, alles. Unfall, Krankheit, Tod, ich weis es nicht, alles ist unvorhersehbar und möglich. Das Leben empfinde ich als voller Überraschungen, böser wie guter, es ist kompliziert. Ich sehe, dass es Menschen gibt, die alles negative Ausblenden, sich eine Scheinwelt schaffen. Ein Lösungsversuch.
Ich versuche nun immer zu verstehen, des Lebens Hintergründe, mich selbst, die Anderen, hinterfrage zu hohe Ansprüche, Moral und Traditionen. Versuche überhaupt alle menschlichen Lösungsansätze die das Leben zu meistern helfen sollen wie Religion oder was auch immer zu verstehen.
Die Liebe zu meinem Mann ist brüchig geworden, manchmal ist sie da, weil auch er nur ein schwacher Mensch ist wie er ist, manchmal ist sie aber brüchig. Meinen Ehering habe ich fortgeworfen, er hat keinen Wert mehr als Symbol der Treue, ich werde nie wieder einen tragen wollen.
Ich glaube nicht mehr an die Treue, kann mir aber vorstellen, dass es treue Menschen gibt. Mein Respekt in aller Ewigkeit, denen die bewusst und aktiv treu sind. Das habe ich gewiss erworben, diesen Respekt vor solchen Menschen. Sie müssen auch noch andere Qualitäten haben, die unbedingt zu würdigen sind. Ich sehne mich nach der Aura solche Menschen, auch das ist mir angediehen.
Doch ich traue keinem Menschen mehr, ich sehe wohl die Bemühungen, den Willen, aber alles ist möglich, der Mensch ist wankelmütig, diese Realtiät muss akzeptiert werden und ich kann selbst Opfer einer solchen Schwäche werden, auch das ist möglich.
Aber wenn er weit weg ist, dann fühle ich mich zunehmendst wohler, raus aus seiner Aura, leider, das war so niemals nach so langer Ehe der Fall, aber nun ist es so, es kann passieren, dass ich ihn nicht mehr wirklich vermisse, es ist da einach was zerbrochen. Man kann damit leben, aber die Unschuld fehlt, die Täuschung vor dem Ent- fehlt. Und eine undefinierbare Trauer umhüllt einfach alles, ich kann sie gut verbergen, doch sie meldet sich dann irgendwann in einer dunklen Ecke und will weinen.

Danke
Danke dir für diesen Text

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9. Januar 2016 um 4:06

Ich bin zwar keine Frau,
aber das was du da beschreibst könnte ich sein.
Meine damalige Partnerin hat mich nach 8 Jahren mehrmals betrogen. Bei uns war es nur so gravierend, dass wir uns getrennt haben. Seid dem, es sind inzwischen ebenfalls 3 Jahre vergangen, sind mein Selbstwertgefühl, sowie mein Selbstbewusstsein immer noch nicht ansatzweise dort wo sie früher mal waren.Früher legte ich auch sehr viel Wert auf mein Äußeres war aktiv, ging viel weg, trieb Sport, war motiviert auf der Arbeit, wollte ihr gefallen. Jetzt trabe ich immer noch nur durch's Leben, treibe keinen Sport, gehe fast gar nicht mehr weg, bin nicht mehr bereit mich für das andere Geschlecht aufzuhübschen, hab nur noch eine schei...egal Mentalität und sobald mich eine Frau interessiert blocke ich ab, mit dem Hintergedanken "die verar...t dich doch sowieso nur".
Dabei wünsche ich mir nichts sehnlicher, als eine ehrliche Partnerin, die mich wirklich von Herzen liebt und die sich die Zeit nimmt mein Vertrauen zu gewinnen. Aber ich schweife ab.
Kurz um. Wie du siehst, du bist nicht alleine und ich fühle mit dir.

Ps da ich vom Handy aus geschrieben habe, gilt:
Wer Rechtschreibfehler, komische Worte oder verirrte Satz Zeichen findet darf sie gerne behalten.

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14. Januar um 14:06

Liebe Betrogene, dein Schreiben stammt ja schon aus dem Jahre 2010. Ich bin auch Betroffene, bei mir ist es schon viel länger her. Ich bin nie darüber hinweggekommen. Deshalb würde mich interessieren - wie geht es dir heute? Ich bin erst seit heute in einem Forum, weil ich einfach nicht darüber hinwegkomme und mich mit Gleichgesinnten austauschen möchte. 

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