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Betrogen und vorbei?!

11. Mai 2002 um 19:51

Hallo zusammen,

wahrscheinlich ist das das Älteste Thema der Welt. Vor einem Jahr wurde ich betrogen und mein Freund war immerhin so fair, es mir zu erzählen - bzw. ich weiss nicht so recht, ob er dafür die "Absolution" erhalen wollte.

Wir haben einen zweiten Versuch gestartet, uns sogar verlobt - und 6 Monate nach der Verlobung liegt er knutschend mit einer Anderen auf einer Couch rum. Auch das hat er mir erzählt, war sogar stolz, dass er noch rechtzeitig "Stop" gesagt hat. Haha.

Wir sind seit fast vier Jahren ein Paar, ich habe ihn als Vater meiner Kinder gesehen und wollte dieser Liebe eine Chance geben. An dem Abend des 2. Vorfalls wurde mein Herz, fast wie im Comic, ganz grau. Auch Küssen ist Vertrauensbruch für mich, denn schliesslich wurde er nciht in der U-Bahn von einer wildfremden Frau geknutscht, sondern es waren mehrere innige-intime Momente zwischen ihnen und ich bin sooo enttäuscht, dass er die Chance, die ich ihm vor einem Jahr schon gab, nicht gesehen, nicht genutzt hat.

Jetzt sitze ich idyllisch bei meinen Eltern, beziehe bald eine neue Wohnung und trotz allen logischen Kopf-und-Verstand-Entscheidungen (neue Wohnung, Distanz, Trennung) frage ich mich, ob es richtig war. Zweifle an mir. Frage mich, ob es die grosse Liebe ist, ob Vertrauen wiederhergestellt werden kann.

Wann hört das Zweifeln auf? Wann weiss man, dass man die richtige Entscheidung gefällt hat? Und wann hört es auf, dass man permanent mit ihm telefonieren will, ihn hören will, ihn fühlen will?

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11. Mai 2002 um 21:18

Laß ihn gehen!
Liebe .....!!
Ich kann deine Traurigkeit gut verstehen und die Zweifel, die du so hast. Aber ich denke einmal verzeihen ist ok. Alles was danach kommt wären für mich keine Ausrutscher mehr. Ich glaube das solltest du dir selber wert sein. Schau nach vorn.
Ich wünsch dir alles Liebe und vor allem einen Mann, der DICH liebt!!!! Polarstern!!

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13. Mai 2002 um 10:13

Wie amputiert
...fühle ich mich, liebe Traumfee.

Danke für Zuspruch und nachdenkliche Worte.
Ich bin mir sehr sicher, dass er sich genauso fühlt wie ich. Wir hatten vereinbart, Distanz zwischen uns zu schaffen, damit ein Trennung in Kopf und Herz auch möglich wird.

Die Zweifel an dieser Entscheidung sind also auf beiden Seiten vorhanden - aber es ändert nichts an der Tatsache: Was ist Liebe ohne Vertrauen? Wo ist dann das Fundament der Beziehung?

Natürlich bereut er den zweiten Vorfall, möchte alles ungeschehen machen - aber der Punkt ist: das geht nicht. Es ist passiert, er ist hinwegmarschiert über meine Gefühle, über meine Geduld, über meine Liebe zu ihm und hat die Hoffnung, dass er was kapiert/gelernt hätte aus dem ersten Seitensprung, einfach zunichte gemacht.

Jetzt ist wohl erstmal angesagt, sich mit der Situation zurechtfinden, sich daran zu gewöhnen, dass man kein Paar mehr ist und das ist SOOOO hart. Von Wohlfühlen kann keine Rede sein, momentane Strategie ist einfach, durch den Tag zu kommen: morgens aufstehen, abends schlafengehen. Und sich dazwischen davon abhalten, alles rückgängig zu machen, zu telefonieren o.ä....

Jaja, mag alles furchtbar nach Selbstmitleid klingen, aber auch nach anderen Trennungen ging es mir noch nie so elend wie jetzt und ich erlaube mir die Trauer, weiss nur nicht, wie weit/wie tief.

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