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Betrogen & nach 10 Jahren erfahren

21. Februar um 15:40 Letzte Antwort: 1. März um 3:42

Hallo ihr Lieben,

ich habe schon einige Male Beiträge gelesen, mich nun aber erst frisch registriert.

Ich möchte "kurz" meine Geschichte erzählen, die wohl doch etwas länger wird, und hoffe einfach, dadurch ein wenig in Kontakt mit anderen treten zu können, die mich verstehen.

Vor 10 Jahren waren mein Partner und ich bereits 4 Jahre zusammen und hatten einen gemeinsamen Sohn. Ich hatte seit dem Kindergarten eine beste Freundin, die kurzzeitig auch mal mit meinem heutigen Partner zusammen war (einige Zeit vor uns, als bei ihm und mir noch kein Interesse füreinander bestand). Das war auch nie ein Problem für mich, da die Sache irgendwann einfach "abgehakt war".

Meine Freundin hatte erst kürzlich die Trennung mit ihrem Verlobten hinter sich, bei denen zuvor auch ein Kinderwunsch bestand, doch sie wurde nicht schwanger. An Fasnacht gingen wir zu 3. auf Tour - Ich, mein Partner und meine Freundin - und ich ging früher nach Hause. Warum weiß ich heute nicht mehr, immerhin ist es lange her. Zu dieser Zeit bestand meinerseits ein Kinderwunsch für ein 2. Kind, was länger zwischen mir und meinem Partner stand. An diesem Abend offenbarte er mir, dass er auch ein 2. Kind möchte. So war ich in der Zeit danach total in meinem "Baby-Gück" und wurde auch schon im ersten Zyklus schwanger und war mit meinem Fokus dann auch voll und ganz bei meiner Schwangerschaft, was mir heute erklärt, weshalb ich nicht wachsam genug war, um direkt etwas zu bemerken.

Nun nach 10 Jahren (in denen ich auch immer mal wieder einen Verdacht hatte), in denen sich mein Mann auch sehr veränderte (Eifersucht, depressive Phasen etc.) sagte er mir (da er derzeit an dem Punkt ist mit seiner Vergangenheit aufzuräumen), dass er mir noch etwas Wichtiges sagen müsse. Er hat an diesem Abend, als wir zu 3. weg waren und ich früher nach Hause bin, mit meiner "besten Freundin", was somit seine Ex-Freundin war/ist, geschlafen. Beide hatten wohl noch viel getrunken und waren dann auch sehr betrunken und sie weinte wohl und war zutiefst erschüttert, wegen ihrer Trennung und dann kam dieses "dann führte eins zum anderen". Das Schlimme daran ist, dass dies bei uns zu Hause stattfand, während ich oben lag und schlief, da sie von der Feier zu uns nach Hause gelaufen waren (sie sollte bei uns schlafen). Der "Akt wurde nicht zu Ende geführt", da er abgebrochen habe... Mir hat es bei diesem Geständnis den Boden unter den Füßen weg gerissen, denn diese beiden Menschen waren damals meine engsten Vertrauten und sie die einzige Freundin, die ich hatte - für mich wie eine Schwester. Sie haben wohl nie wieder über diesen Abend gesprochen, gesagt haben sie es mir beide nicht. Im Nachhinein wurde mir vieles klar: Sie wich mir daraufhin in den kommenden Monaten aus bzw. unser Kontakt wurde rapide weniger und wenn ich ihr von dem Verdacht erzählte, bei meinem Partner eine Frau der ein Geheimnis zu vermuten (ich vermutete jedoch niemals sie als diese Frau), wich sie mir ebenfalls aus oder konnte sich aus diversen Gründen nicht mit mir treffen.

Mein Mann hat mir alle Fragen beantwortet - ich wollte alles wissen. Natürlich ist es nach 10 Jahren aber auch so, dass nicht mehr alle Details "abrufbar" sind. Mit ihr habe ich seit 2013 keinen Kontakt mehr, da ich damals zunehmend spürte, dass das mit ihr nicht mehr stimmig ist. Dennoch hatte ich noch gute 2 Jahre nach dem Ereignis auch eine Freundschaft mit ihr, zeitweise auch wieder intensiver. Nun habe ich versucht sie zu kontaktieren, da ich auch ihre Version hören wollte. Sie hat dies boykottiert und ließ mich per Mail lediglich wissen "Dein Mann wollte damals mit mir schlafen, aber ich habe es abgebrochen und den Rest musst Du mit ihm klären. Ich wünsche Euch alles Gute für die Zukunft". Dies hat mir erneut einen tiefen Stich versetzt...

Kurzzeitig zweifelte ich wirklich daran, ob er sich etwas eingeredet hat, da sie sagte, mehr war da nicht - doch das war wohl eher ein Wunschdenen von mir. Denn da er alles tut um mir die volle Wahrheit zu schenken, sehr um uns kämpft und derzeit generell an einem Wendepunkt in seinem Leben steht, an dem er mit seiner Vergangenheit aufräumt, würde dies aus meiner Sicht einfch keinen Sinn machen, unnötige Verletzungen zu erzeugen. Und er ist selbst sehr betroffen und schämt sich für das, was vorgefallen ist - kann sich selbst dafür kaum im Spiegel ansehen, doch er sagt, er habe es immer wieder versucht zu verdrängen und dies habe auch einige Jahre funktioniert, bis es immer wieder hoch kam und ihn vereinnahmte.

Mich schmerzt es so sehr, dass es meine beiden geliebten Menschen waren, die das getan haben. Das er mir an diesem Abend sagte, er möchte ein weiteres Kind mit mir und in der Nacht etwas mit ihr hatte, auch wenn es abgebrochen wurde (was ja beide getan haben wollen). Ich weiß, dass ich damals alles andere als einfach war und ich habe meinen Partner, rückblickend betrachtet, sehr vereinnahmt. Doch diese Frustration hätte viele Wege finden können, statt diesen. Auch erzählte ich meiner Freundin alles über uns und sie wusste schon zuvor von meinem starken Kinderwunsch. Im Nachhinein kommt es mir fast so vor, als hätte sie das alles nicht ertragen können, da ihre Beziehung mit Kinderwunsch gerade gescheitert war und mein Partner hatte nicht den Mumm, über die wirklichen Probleme zu sprechen und das als Ventil zu nutzen und hat sich stattdessen zu so etwas verleiten lassen. Auch dass er 10 Jahre schweigen konnte tut mir sehr weh, zumal ich ihn auch mit meinem Verdacht konfrontierte, als ich etwas vermutete, auch wenn das erst einige Zeit später war. Er wurde zunehmend eifersüchtiger und das engte mich stark ein, da ich sehr freiheitsliebend bin. Das führte zu sehr vielen Streitigkeiten und im Nachhinein erkenne ich natürlich noch klarer, weshalb er sich so veränderte: Er glaubte mir nicht, dass ich die ganze Zeit über treu sein könne (was mir zeitweise auch schwer fiel und das wusste er), während er es nicht war und von sich selbst dachte, er wäre zu so etwas nicht in der Lage. Er hat seine Ängste und seine Problematik so auf mich projiziert, obwohl es meinerseits dazu keinen Anlass gab, da ich nichts getan habe.

Ich wollte mir das alles von der Seele schreiben - vielleicht gibt es hier ja andere, die Ähnliches erlebt haben und mir ein paar Worte sagen können.

Danke fürs Lesen!

Liebe Grüße,
RockLady
 

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21. Februar um 19:53
In Antwort auf nnamdi_19518422

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Ich möchte "kurz" meine Geschichte erzählen, die wohl doch etwas länger wird, und hoffe einfach, dadurch ein wenig in Kontakt mit anderen treten zu können, die mich verstehen.

Vor 10 Jahren waren mein Partner und ich bereits 4 Jahre zusammen und hatten einen gemeinsamen Sohn. Ich hatte seit dem Kindergarten eine beste Freundin, die kurzzeitig auch mal mit meinem heutigen Partner zusammen war (einige Zeit vor uns, als bei ihm und mir noch kein Interesse füreinander bestand). Das war auch nie ein Problem für mich, da die Sache irgendwann einfach "abgehakt war".

Meine Freundin hatte erst kürzlich die Trennung mit ihrem Verlobten hinter sich, bei denen zuvor auch ein Kinderwunsch bestand, doch sie wurde nicht schwanger. An Fasnacht gingen wir zu 3. auf Tour - Ich, mein Partner und meine Freundin - und ich ging früher nach Hause. Warum weiß ich heute nicht mehr, immerhin ist es lange her. Zu dieser Zeit bestand meinerseits ein Kinderwunsch für ein 2. Kind, was länger zwischen mir und meinem Partner stand. An diesem Abend offenbarte er mir, dass er auch ein 2. Kind möchte. So war ich in der Zeit danach total in meinem "Baby-Gück" und wurde auch schon im ersten Zyklus schwanger und war mit meinem Fokus dann auch voll und ganz bei meiner Schwangerschaft, was mir heute erklärt, weshalb ich nicht wachsam genug war, um direkt etwas zu bemerken.

Nun nach 10 Jahren (in denen ich auch immer mal wieder einen Verdacht hatte), in denen sich mein Mann auch sehr veränderte (Eifersucht, depressive Phasen etc.) sagte er mir (da er derzeit an dem Punkt ist mit seiner Vergangenheit aufzuräumen), dass er mir noch etwas Wichtiges sagen müsse. Er hat an diesem Abend, als wir zu 3. weg waren und ich früher nach Hause bin, mit meiner "besten Freundin", was somit seine Ex-Freundin war/ist, geschlafen. Beide hatten wohl noch viel getrunken und waren dann auch sehr betrunken und sie weinte wohl und war zutiefst erschüttert, wegen ihrer Trennung und dann kam dieses "dann führte eins zum anderen". Das Schlimme daran ist, dass dies bei uns zu Hause stattfand, während ich oben lag und schlief, da sie von der Feier zu uns nach Hause gelaufen waren (sie sollte bei uns schlafen). Der "Akt wurde nicht zu Ende geführt", da er abgebrochen habe... Mir hat es bei diesem Geständnis den Boden unter den Füßen weg gerissen, denn diese beiden Menschen waren damals meine engsten Vertrauten und sie die einzige Freundin, die ich hatte - für mich wie eine Schwester. Sie haben wohl nie wieder über diesen Abend gesprochen, gesagt haben sie es mir beide nicht. Im Nachhinein wurde mir vieles klar: Sie wich mir daraufhin in den kommenden Monaten aus bzw. unser Kontakt wurde rapide weniger und wenn ich ihr von dem Verdacht erzählte, bei meinem Partner eine Frau der ein Geheimnis zu vermuten (ich vermutete jedoch niemals sie als diese Frau), wich sie mir ebenfalls aus oder konnte sich aus diversen Gründen nicht mit mir treffen.

Mein Mann hat mir alle Fragen beantwortet - ich wollte alles wissen. Natürlich ist es nach 10 Jahren aber auch so, dass nicht mehr alle Details "abrufbar" sind. Mit ihr habe ich seit 2013 keinen Kontakt mehr, da ich damals zunehmend spürte, dass das mit ihr nicht mehr stimmig ist. Dennoch hatte ich noch gute 2 Jahre nach dem Ereignis auch eine Freundschaft mit ihr, zeitweise auch wieder intensiver. Nun habe ich versucht sie zu kontaktieren, da ich auch ihre Version hören wollte. Sie hat dies boykottiert und ließ mich per Mail lediglich wissen "Dein Mann wollte damals mit mir schlafen, aber ich habe es abgebrochen und den Rest musst Du mit ihm klären. Ich wünsche Euch alles Gute für die Zukunft". Dies hat mir erneut einen tiefen Stich versetzt...

Kurzzeitig zweifelte ich wirklich daran, ob er sich etwas eingeredet hat, da sie sagte, mehr war da nicht - doch das war wohl eher ein Wunschdenen von mir. Denn da er alles tut um mir die volle Wahrheit zu schenken, sehr um uns kämpft und derzeit generell an einem Wendepunkt in seinem Leben steht, an dem er mit seiner Vergangenheit aufräumt, würde dies aus meiner Sicht einfch keinen Sinn machen, unnötige Verletzungen zu erzeugen. Und er ist selbst sehr betroffen und schämt sich für das, was vorgefallen ist - kann sich selbst dafür kaum im Spiegel ansehen, doch er sagt, er habe es immer wieder versucht zu verdrängen und dies habe auch einige Jahre funktioniert, bis es immer wieder hoch kam und ihn vereinnahmte.

Mich schmerzt es so sehr, dass es meine beiden geliebten Menschen waren, die das getan haben. Das er mir an diesem Abend sagte, er möchte ein weiteres Kind mit mir und in der Nacht etwas mit ihr hatte, auch wenn es abgebrochen wurde (was ja beide getan haben wollen). Ich weiß, dass ich damals alles andere als einfach war und ich habe meinen Partner, rückblickend betrachtet, sehr vereinnahmt. Doch diese Frustration hätte viele Wege finden können, statt diesen. Auch erzählte ich meiner Freundin alles über uns und sie wusste schon zuvor von meinem starken Kinderwunsch. Im Nachhinein kommt es mir fast so vor, als hätte sie das alles nicht ertragen können, da ihre Beziehung mit Kinderwunsch gerade gescheitert war und mein Partner hatte nicht den Mumm, über die wirklichen Probleme zu sprechen und das als Ventil zu nutzen und hat sich stattdessen zu so etwas verleiten lassen. Auch dass er 10 Jahre schweigen konnte tut mir sehr weh, zumal ich ihn auch mit meinem Verdacht konfrontierte, als ich etwas vermutete, auch wenn das erst einige Zeit später war. Er wurde zunehmend eifersüchtiger und das engte mich stark ein, da ich sehr freiheitsliebend bin. Das führte zu sehr vielen Streitigkeiten und im Nachhinein erkenne ich natürlich noch klarer, weshalb er sich so veränderte: Er glaubte mir nicht, dass ich die ganze Zeit über treu sein könne (was mir zeitweise auch schwer fiel und das wusste er), während er es nicht war und von sich selbst dachte, er wäre zu so etwas nicht in der Lage. Er hat seine Ängste und seine Problematik so auf mich projiziert, obwohl es meinerseits dazu keinen Anlass gab, da ich nichts getan habe.

Ich wollte mir das alles von der Seele schreiben - vielleicht gibt es hier ja andere, die Ähnliches erlebt haben und mir ein paar Worte sagen können.

Danke fürs Lesen!

Liebe Grüße,
RockLady
 

Ich rate dir eines: glaube deinem Mann nicht alles. Er hat es geschafft dich 10 Jahre zu belügen. Er wird dir niemals die Wahrheit sagen und immer die andere Frau als Schuldige dastehen lassen. Gut für ihn. 

Ich würde ihn mit hohen Bogen rauswerfen. So jemand hat keinen Platz in meinem Herzen/Leben. Niemals  

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21. Februar um 16:38
Beste Antwort

ich hoffe für dich dass du es irgendwann verzeihen bzw vergessen kannst!   ich könnte es vermutlich nicht (man muss immer in der Situation sein)

gar nicht so sehr wegen dem Betrug an sich sondern wegen dem jahrelangen eiskalt anlügen

3 LikesGefällt mir 6 - Hilfreiche Antworten !
21. Februar um 18:27
In Antwort auf carina2019

ich hoffe für dich dass du es irgendwann verzeihen bzw vergessen kannst!   ich könnte es vermutlich nicht (man muss immer in der Situation sein)

gar nicht so sehr wegen dem Betrug an sich sondern wegen dem jahrelangen eiskalt anlügen

Vielen Dank für Deine Antwort. 
Ja diese 10 Jahre sitzen auch sehr. Ich habe irgendwann ein Geheimnis vermutet, dann aber gedacht, es muss jemand von der Arbeit sein und nur in diese Richtung gefragt. Er sagt er habe es so verdrängt, dass dort für ihn nicht mehr auf dem Schirm war,dass diese Geschichte gemeint sein könnte. Natürlich fällt es mir schwer zu glauben, dass Verdrängung so sehr funktioniert. Und mit ihr war er ja nicht mehr konfrontiert, da der Kontakt meinerseits abbrach und sie weg zog. Natürlich finde ich es gut zu sehen, dass er irgendwann doch nicht mehr verdrängen konnte und jetzt ehrlich ist. Doch es kommt eben reichlich spät und nimmt mir auch die Chance es mit ihr zu klären - damals als sie noch da war, hätte auch sie Rede und Antwort stehen müssen.

Ob ich wirklich vergeben kann... Das weiß ich auch noch nicht... 

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21. Februar um 19:53
In Antwort auf nnamdi_19518422

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ich habe schon einige Male Beiträge gelesen, mich nun aber erst frisch registriert.

Ich möchte "kurz" meine Geschichte erzählen, die wohl doch etwas länger wird, und hoffe einfach, dadurch ein wenig in Kontakt mit anderen treten zu können, die mich verstehen.

Vor 10 Jahren waren mein Partner und ich bereits 4 Jahre zusammen und hatten einen gemeinsamen Sohn. Ich hatte seit dem Kindergarten eine beste Freundin, die kurzzeitig auch mal mit meinem heutigen Partner zusammen war (einige Zeit vor uns, als bei ihm und mir noch kein Interesse füreinander bestand). Das war auch nie ein Problem für mich, da die Sache irgendwann einfach "abgehakt war".

Meine Freundin hatte erst kürzlich die Trennung mit ihrem Verlobten hinter sich, bei denen zuvor auch ein Kinderwunsch bestand, doch sie wurde nicht schwanger. An Fasnacht gingen wir zu 3. auf Tour - Ich, mein Partner und meine Freundin - und ich ging früher nach Hause. Warum weiß ich heute nicht mehr, immerhin ist es lange her. Zu dieser Zeit bestand meinerseits ein Kinderwunsch für ein 2. Kind, was länger zwischen mir und meinem Partner stand. An diesem Abend offenbarte er mir, dass er auch ein 2. Kind möchte. So war ich in der Zeit danach total in meinem "Baby-Gück" und wurde auch schon im ersten Zyklus schwanger und war mit meinem Fokus dann auch voll und ganz bei meiner Schwangerschaft, was mir heute erklärt, weshalb ich nicht wachsam genug war, um direkt etwas zu bemerken.

Nun nach 10 Jahren (in denen ich auch immer mal wieder einen Verdacht hatte), in denen sich mein Mann auch sehr veränderte (Eifersucht, depressive Phasen etc.) sagte er mir (da er derzeit an dem Punkt ist mit seiner Vergangenheit aufzuräumen), dass er mir noch etwas Wichtiges sagen müsse. Er hat an diesem Abend, als wir zu 3. weg waren und ich früher nach Hause bin, mit meiner "besten Freundin", was somit seine Ex-Freundin war/ist, geschlafen. Beide hatten wohl noch viel getrunken und waren dann auch sehr betrunken und sie weinte wohl und war zutiefst erschüttert, wegen ihrer Trennung und dann kam dieses "dann führte eins zum anderen". Das Schlimme daran ist, dass dies bei uns zu Hause stattfand, während ich oben lag und schlief, da sie von der Feier zu uns nach Hause gelaufen waren (sie sollte bei uns schlafen). Der "Akt wurde nicht zu Ende geführt", da er abgebrochen habe... Mir hat es bei diesem Geständnis den Boden unter den Füßen weg gerissen, denn diese beiden Menschen waren damals meine engsten Vertrauten und sie die einzige Freundin, die ich hatte - für mich wie eine Schwester. Sie haben wohl nie wieder über diesen Abend gesprochen, gesagt haben sie es mir beide nicht. Im Nachhinein wurde mir vieles klar: Sie wich mir daraufhin in den kommenden Monaten aus bzw. unser Kontakt wurde rapide weniger und wenn ich ihr von dem Verdacht erzählte, bei meinem Partner eine Frau der ein Geheimnis zu vermuten (ich vermutete jedoch niemals sie als diese Frau), wich sie mir ebenfalls aus oder konnte sich aus diversen Gründen nicht mit mir treffen.

Mein Mann hat mir alle Fragen beantwortet - ich wollte alles wissen. Natürlich ist es nach 10 Jahren aber auch so, dass nicht mehr alle Details "abrufbar" sind. Mit ihr habe ich seit 2013 keinen Kontakt mehr, da ich damals zunehmend spürte, dass das mit ihr nicht mehr stimmig ist. Dennoch hatte ich noch gute 2 Jahre nach dem Ereignis auch eine Freundschaft mit ihr, zeitweise auch wieder intensiver. Nun habe ich versucht sie zu kontaktieren, da ich auch ihre Version hören wollte. Sie hat dies boykottiert und ließ mich per Mail lediglich wissen "Dein Mann wollte damals mit mir schlafen, aber ich habe es abgebrochen und den Rest musst Du mit ihm klären. Ich wünsche Euch alles Gute für die Zukunft". Dies hat mir erneut einen tiefen Stich versetzt...

Kurzzeitig zweifelte ich wirklich daran, ob er sich etwas eingeredet hat, da sie sagte, mehr war da nicht - doch das war wohl eher ein Wunschdenen von mir. Denn da er alles tut um mir die volle Wahrheit zu schenken, sehr um uns kämpft und derzeit generell an einem Wendepunkt in seinem Leben steht, an dem er mit seiner Vergangenheit aufräumt, würde dies aus meiner Sicht einfch keinen Sinn machen, unnötige Verletzungen zu erzeugen. Und er ist selbst sehr betroffen und schämt sich für das, was vorgefallen ist - kann sich selbst dafür kaum im Spiegel ansehen, doch er sagt, er habe es immer wieder versucht zu verdrängen und dies habe auch einige Jahre funktioniert, bis es immer wieder hoch kam und ihn vereinnahmte.

Mich schmerzt es so sehr, dass es meine beiden geliebten Menschen waren, die das getan haben. Das er mir an diesem Abend sagte, er möchte ein weiteres Kind mit mir und in der Nacht etwas mit ihr hatte, auch wenn es abgebrochen wurde (was ja beide getan haben wollen). Ich weiß, dass ich damals alles andere als einfach war und ich habe meinen Partner, rückblickend betrachtet, sehr vereinnahmt. Doch diese Frustration hätte viele Wege finden können, statt diesen. Auch erzählte ich meiner Freundin alles über uns und sie wusste schon zuvor von meinem starken Kinderwunsch. Im Nachhinein kommt es mir fast so vor, als hätte sie das alles nicht ertragen können, da ihre Beziehung mit Kinderwunsch gerade gescheitert war und mein Partner hatte nicht den Mumm, über die wirklichen Probleme zu sprechen und das als Ventil zu nutzen und hat sich stattdessen zu so etwas verleiten lassen. Auch dass er 10 Jahre schweigen konnte tut mir sehr weh, zumal ich ihn auch mit meinem Verdacht konfrontierte, als ich etwas vermutete, auch wenn das erst einige Zeit später war. Er wurde zunehmend eifersüchtiger und das engte mich stark ein, da ich sehr freiheitsliebend bin. Das führte zu sehr vielen Streitigkeiten und im Nachhinein erkenne ich natürlich noch klarer, weshalb er sich so veränderte: Er glaubte mir nicht, dass ich die ganze Zeit über treu sein könne (was mir zeitweise auch schwer fiel und das wusste er), während er es nicht war und von sich selbst dachte, er wäre zu so etwas nicht in der Lage. Er hat seine Ängste und seine Problematik so auf mich projiziert, obwohl es meinerseits dazu keinen Anlass gab, da ich nichts getan habe.

Ich wollte mir das alles von der Seele schreiben - vielleicht gibt es hier ja andere, die Ähnliches erlebt haben und mir ein paar Worte sagen können.

Danke fürs Lesen!

Liebe Grüße,
RockLady
 

Ich rate dir eines: glaube deinem Mann nicht alles. Er hat es geschafft dich 10 Jahre zu belügen. Er wird dir niemals die Wahrheit sagen und immer die andere Frau als Schuldige dastehen lassen. Gut für ihn. 

Ich würde ihn mit hohen Bogen rauswerfen. So jemand hat keinen Platz in meinem Herzen/Leben. Niemals  

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21. Februar um 20:29
In Antwort auf fresh-000

Ich rate dir eines: glaube deinem Mann nicht alles. Er hat es geschafft dich 10 Jahre zu belügen. Er wird dir niemals die Wahrheit sagen und immer die andere Frau als Schuldige dastehen lassen. Gut für ihn. 

Ich würde ihn mit hohen Bogen rauswerfen. So jemand hat keinen Platz in meinem Herzen/Leben. Niemals  

Hey, 

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht warum Du sagst, er wird sie immer als Schuldige hin stellen. Dies hat er in der Tat nicht einmal getan, sondern gesagt, er ist selbst dafür verantwortlich. Ich habe dies denke ich auch nicht so geschrieben, dass er sie so hin stellt. 

Wurdest Du selbst auch schon betrogen? 

Nun, von diesem "Du kannst gleich gehen, ich trenne mich sofort" bin ich weit weg. Denn wenn man sich mit so etwas nicht auseinandersetzt (und das tut man so nicht) arbeitet man überhaupt nichts auf. Und aufarbeiten heißt bei mir nicht, jemanden aus dem Leben zu werfen. Vielleicht kannst Du das ein bisschen nachvollziehen. 

Grüße 

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21. Februar um 20:42

Schwer... aber nicht unschaffbar. Ein/e gute/n Therapeuten/in suchen und versuchen,  alles aufzuarbeiten,  vielleicht findet ihr einen neuen Startpunkt.

Alles Gute

Frau Evi

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21. Februar um 20:44
In Antwort auf nnamdi_19518422

Hey, 

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht warum Du sagst, er wird sie immer als Schuldige hin stellen. Dies hat er in der Tat nicht einmal getan, sondern gesagt, er ist selbst dafür verantwortlich. Ich habe dies denke ich auch nicht so geschrieben, dass er sie so hin stellt. 

Wurdest Du selbst auch schon betrogen? 

Nun, von diesem "Du kannst gleich gehen, ich trenne mich sofort" bin ich weit weg. Denn wenn man sich mit so etwas nicht auseinandersetzt (und das tut man so nicht) arbeitet man überhaupt nichts auf. Und aufarbeiten heißt bei mir nicht, jemanden aus dem Leben zu werfen. Vielleicht kannst Du das ein bisschen nachvollziehen. 

Grüße 

Ich wurde 2 x von ex Freunden betrogen. Von daher kenne ich das. Dein Mann sagt "Ich habe abgebrochen". Deine Freundin behauptet das selbe. 

Dein Mann wird immer versuchen sich möglichst gut dastehen zu lassen und du wird versuchen ihm alles zu glauben. Das ist menschlich. Und leider auch dumm. Später ist man klüger. Wie gesagt, ich kenne das. Passiert mir mir nicht mehr.

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21. Februar um 20:47
In Antwort auf frauevi

Schwer... aber nicht unschaffbar. Ein/e gute/n Therapeuten/in suchen und versuchen,  alles aufzuarbeiten,  vielleicht findet ihr einen neuen Startpunkt.

Alles Gute

Frau Evi

Danke für Deine Antwort. 
Derzeit ist er erst einmal weg und hat therapeutische Hilfe und wir haben dadurch Abstand. Danach wäre das sicher ratsam.

Liebe Grüße 

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21. Februar um 20:50

Das ist eine krasse Geschichte und ich wünsche dir ebenfalls, dass du irgendwann vergeben kannst. Ich ziehe auf jeden Fall den Hut vor dir, dass du sagen kannst, du möchtest das Thema gemeinsam mit ihm aufarbeiten. 

Ich wünsche euch alles Gute 

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21. Februar um 20:52
In Antwort auf fresh-000

Ich wurde 2 x von ex Freunden betrogen. Von daher kenne ich das. Dein Mann sagt "Ich habe abgebrochen". Deine Freundin behauptet das selbe. 

Dein Mann wird immer versuchen sich möglichst gut dastehen zu lassen und du wird versuchen ihm alles zu glauben. Das ist menschlich. Und leider auch dumm. Später ist man klüger. Wie gesagt, ich kenne das. Passiert mir mir nicht mehr.

Nein, ich versuche eben nicht alles zu glauben und dies tue ich auch nicht. Das wäre wohl ganz schön naiv.

Wie du sagen kannst Dir würde das nicht mehr passieren, kann ich nicht so richtig nachvollziehen - wir können nie die Hand für einen Partner ins Feuer legen, auch für einen neuen Partner nicht. 

Gerade wenn es einem mehr als einmal geschieht denke ich - aber das ist nur meine Sicht - muss man auch hinterfragen weshalb und nicht nur den anderen als schuldig abstempeln. 

Ja Du sagst es richtig, beide sagen sie haben abgebrochen. Keinem von beiden glaube ich einfach. Doch werde ich mich auch nicht auf eine der beiden "Seiten schlagen", denn es waren alle beide und haben diesen Mist gebaut. 

Grüße 

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21. Februar um 21:03
In Antwort auf nnamdi_19518422

Nein, ich versuche eben nicht alles zu glauben und dies tue ich auch nicht. Das wäre wohl ganz schön naiv.

Wie du sagen kannst Dir würde das nicht mehr passieren, kann ich nicht so richtig nachvollziehen - wir können nie die Hand für einen Partner ins Feuer legen, auch für einen neuen Partner nicht. 

Gerade wenn es einem mehr als einmal geschieht denke ich - aber das ist nur meine Sicht - muss man auch hinterfragen weshalb und nicht nur den anderen als schuldig abstempeln. 

Ja Du sagst es richtig, beide sagen sie haben abgebrochen. Keinem von beiden glaube ich einfach. Doch werde ich mich auch nicht auf eine der beiden "Seiten schlagen", denn es waren alle beide und haben diesen Mist gebaut. 

Grüße 

Man kann immer betrogen werden. Leider immer. Dafür gibt es keine Garantie. Ich würde aber keine Mädchen mehr anhören. Nie wieder. 
alles gute für dich 

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21. Februar um 21:07
In Antwort auf fresh-000

Man kann immer betrogen werden. Leider immer. Dafür gibt es keine Garantie. Ich würde aber keine Mädchen mehr anhören. Nie wieder. 
alles gute für dich 

... Aus Dir spricht auch immer noch ganz viel Schmerz und Verbitterung glaube ich. Auch wenn ich Deine Skepsis absolut nachvollziehen kann und diese Einstellung inzwischen auch verstehe. 

Auch Dir alles Gute 🌸 

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21. Februar um 21:21
In Antwort auf nnamdi_19518422

... Aus Dir spricht auch immer noch ganz viel Schmerz und Verbitterung glaube ich. Auch wenn ich Deine Skepsis absolut nachvollziehen kann und diese Einstellung inzwischen auch verstehe. 

Auch Dir alles Gute 🌸 

Keine Sorge, alles gut.  
Bin seit 11 Jahren verheiratet. 

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21. Februar um 21:29
In Antwort auf fresh-000

Keine Sorge, alles gut.  
Bin seit 11 Jahren verheiratet. 

Und darf ich Dich fragen - das meine ich ernst - woher Du jetzt Dein Vertrauen nimmst? Also dass dieser Mensch Dir treu ist?

Ich muss dazu sagen, dass ich grundsätzlich dem Thema Treue gegenüber sehr offen bin und auch schon überlegte (vor dem allem), das ganze (die Beziehung) offener zu gestalten. Daher ist der Treuebruch an sich für mich nicht das Schlimmste, sondern der Umstand mit wem und wie es passiert ist.

Doch wie gesagt, mich würde interessieren, wie Du es in der jetzigen Partnerschaft mit der Skepsis hältst und ob Du vertrauen kannst? 

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21. Februar um 21:52
In Antwort auf fresh-000

Ich wurde 2 x von ex Freunden betrogen. Von daher kenne ich das. Dein Mann sagt "Ich habe abgebrochen". Deine Freundin behauptet das selbe. 

Dein Mann wird immer versuchen sich möglichst gut dastehen zu lassen und du wird versuchen ihm alles zu glauben. Das ist menschlich. Und leider auch dumm. Später ist man klüger. Wie gesagt, ich kenne das. Passiert mir mir nicht mehr.

...dazu möchte ich noch kurz erläutern: Er sagte mir, er habe abgebrochen, nach dem bereits "dieses und jenes stattfand (auch kurz miteinander zu schlafen). Sie hingegen sagt, es sei gar nicht so weit gekommen, da sie vorher abgebrochen habe. Verstehst Du? Ich wünschte mir, ihre Version würde einfach stimmen. Doch wieso sollte er sich/die Sache noch schlimmer hin stellen, als sie war?

Dass ich keine übereinstimmende Antwort von beiden bekommen habe, macht es nicht leichter für mich. Doch mit seiner "Version" reitet er sich "eindeutig mehr in den Dreck"...

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21. Februar um 23:45

Ich finde es sehr toll wie erwachsen und verständnisvoll du damit umgehst, so ein Verhalten kann man mittlerweile auch nicht mehr von jedem Erwachsenen erwarten 😊 (wenn man das überhaupt jemals konnte)

Ich glaube bisschen Abstand würde euch beiden im Moment am besten tun. Jetzt ist alles noch sehr frisch (mehr oder weniger) und es ist klar, dass du nach so einem Geständnis erstmal geschockt bist und alles erstmal verdauen musst. Dass es grade deine beste Freundin war mit der er dich betrogen hat, macht die ganze Sache natürlich nicht einfacher für dich 🙄
Vielleicht schaffst du es nach ner Weile - wenn du genug Zeit und Abstand hattest um über alles nachzudenken - die Sache etwas klarer zu sehen und merkst dann was das beste für dich und für ihn in der Situation ist. Ich denke du musst in dem Fall einfach auf dein Herz hören. Vielleicht schaffst du es nach ner Zeit ihn zu vergeben und ihr startet gemeinsam nochmal einen Neuanfang. Vielleicht fangt ihr sogar eine Paartherapie an, um alles gemeinsam aufzuarbeiten. Wenn nicht, ist das auch völlig in Ordnung und menschlich und er muss das in dem Fall einfach verstehen, was er aber denk ich mal auch tun würde, wenn er eh schon grade dabei ist aufzuräumen  

Ganz egal wofür du dich entscheidest, ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute 😊

Ich selber wurde in meiner letzten Beziehung die knapp 6 Jahre ging auch betrogen, sogar mehrmals. Ich bin nicht mehr mit dem Mann zusammen, aber ich hab ihn verziehen und wir sind jetzt gute Freunde und unterstützen uns weiterhin so gut es geht. Er ist mittlerweile wieder in einer neuen Beziehung und ich freue mich für ihn 😊

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22. Februar um 1:24
In Antwort auf nnamdi_19518422

Hallo ihr Lieben,

ich habe schon einige Male Beiträge gelesen, mich nun aber erst frisch registriert.

Ich möchte "kurz" meine Geschichte erzählen, die wohl doch etwas länger wird, und hoffe einfach, dadurch ein wenig in Kontakt mit anderen treten zu können, die mich verstehen.

Vor 10 Jahren waren mein Partner und ich bereits 4 Jahre zusammen und hatten einen gemeinsamen Sohn. Ich hatte seit dem Kindergarten eine beste Freundin, die kurzzeitig auch mal mit meinem heutigen Partner zusammen war (einige Zeit vor uns, als bei ihm und mir noch kein Interesse füreinander bestand). Das war auch nie ein Problem für mich, da die Sache irgendwann einfach "abgehakt war".

Meine Freundin hatte erst kürzlich die Trennung mit ihrem Verlobten hinter sich, bei denen zuvor auch ein Kinderwunsch bestand, doch sie wurde nicht schwanger. An Fasnacht gingen wir zu 3. auf Tour - Ich, mein Partner und meine Freundin - und ich ging früher nach Hause. Warum weiß ich heute nicht mehr, immerhin ist es lange her. Zu dieser Zeit bestand meinerseits ein Kinderwunsch für ein 2. Kind, was länger zwischen mir und meinem Partner stand. An diesem Abend offenbarte er mir, dass er auch ein 2. Kind möchte. So war ich in der Zeit danach total in meinem "Baby-Gück" und wurde auch schon im ersten Zyklus schwanger und war mit meinem Fokus dann auch voll und ganz bei meiner Schwangerschaft, was mir heute erklärt, weshalb ich nicht wachsam genug war, um direkt etwas zu bemerken.

Nun nach 10 Jahren (in denen ich auch immer mal wieder einen Verdacht hatte), in denen sich mein Mann auch sehr veränderte (Eifersucht, depressive Phasen etc.) sagte er mir (da er derzeit an dem Punkt ist mit seiner Vergangenheit aufzuräumen), dass er mir noch etwas Wichtiges sagen müsse. Er hat an diesem Abend, als wir zu 3. weg waren und ich früher nach Hause bin, mit meiner "besten Freundin", was somit seine Ex-Freundin war/ist, geschlafen. Beide hatten wohl noch viel getrunken und waren dann auch sehr betrunken und sie weinte wohl und war zutiefst erschüttert, wegen ihrer Trennung und dann kam dieses "dann führte eins zum anderen". Das Schlimme daran ist, dass dies bei uns zu Hause stattfand, während ich oben lag und schlief, da sie von der Feier zu uns nach Hause gelaufen waren (sie sollte bei uns schlafen). Der "Akt wurde nicht zu Ende geführt", da er abgebrochen habe... Mir hat es bei diesem Geständnis den Boden unter den Füßen weg gerissen, denn diese beiden Menschen waren damals meine engsten Vertrauten und sie die einzige Freundin, die ich hatte - für mich wie eine Schwester. Sie haben wohl nie wieder über diesen Abend gesprochen, gesagt haben sie es mir beide nicht. Im Nachhinein wurde mir vieles klar: Sie wich mir daraufhin in den kommenden Monaten aus bzw. unser Kontakt wurde rapide weniger und wenn ich ihr von dem Verdacht erzählte, bei meinem Partner eine Frau der ein Geheimnis zu vermuten (ich vermutete jedoch niemals sie als diese Frau), wich sie mir ebenfalls aus oder konnte sich aus diversen Gründen nicht mit mir treffen.

Mein Mann hat mir alle Fragen beantwortet - ich wollte alles wissen. Natürlich ist es nach 10 Jahren aber auch so, dass nicht mehr alle Details "abrufbar" sind. Mit ihr habe ich seit 2013 keinen Kontakt mehr, da ich damals zunehmend spürte, dass das mit ihr nicht mehr stimmig ist. Dennoch hatte ich noch gute 2 Jahre nach dem Ereignis auch eine Freundschaft mit ihr, zeitweise auch wieder intensiver. Nun habe ich versucht sie zu kontaktieren, da ich auch ihre Version hören wollte. Sie hat dies boykottiert und ließ mich per Mail lediglich wissen "Dein Mann wollte damals mit mir schlafen, aber ich habe es abgebrochen und den Rest musst Du mit ihm klären. Ich wünsche Euch alles Gute für die Zukunft". Dies hat mir erneut einen tiefen Stich versetzt...

Kurzzeitig zweifelte ich wirklich daran, ob er sich etwas eingeredet hat, da sie sagte, mehr war da nicht - doch das war wohl eher ein Wunschdenen von mir. Denn da er alles tut um mir die volle Wahrheit zu schenken, sehr um uns kämpft und derzeit generell an einem Wendepunkt in seinem Leben steht, an dem er mit seiner Vergangenheit aufräumt, würde dies aus meiner Sicht einfch keinen Sinn machen, unnötige Verletzungen zu erzeugen. Und er ist selbst sehr betroffen und schämt sich für das, was vorgefallen ist - kann sich selbst dafür kaum im Spiegel ansehen, doch er sagt, er habe es immer wieder versucht zu verdrängen und dies habe auch einige Jahre funktioniert, bis es immer wieder hoch kam und ihn vereinnahmte.

Mich schmerzt es so sehr, dass es meine beiden geliebten Menschen waren, die das getan haben. Das er mir an diesem Abend sagte, er möchte ein weiteres Kind mit mir und in der Nacht etwas mit ihr hatte, auch wenn es abgebrochen wurde (was ja beide getan haben wollen). Ich weiß, dass ich damals alles andere als einfach war und ich habe meinen Partner, rückblickend betrachtet, sehr vereinnahmt. Doch diese Frustration hätte viele Wege finden können, statt diesen. Auch erzählte ich meiner Freundin alles über uns und sie wusste schon zuvor von meinem starken Kinderwunsch. Im Nachhinein kommt es mir fast so vor, als hätte sie das alles nicht ertragen können, da ihre Beziehung mit Kinderwunsch gerade gescheitert war und mein Partner hatte nicht den Mumm, über die wirklichen Probleme zu sprechen und das als Ventil zu nutzen und hat sich stattdessen zu so etwas verleiten lassen. Auch dass er 10 Jahre schweigen konnte tut mir sehr weh, zumal ich ihn auch mit meinem Verdacht konfrontierte, als ich etwas vermutete, auch wenn das erst einige Zeit später war. Er wurde zunehmend eifersüchtiger und das engte mich stark ein, da ich sehr freiheitsliebend bin. Das führte zu sehr vielen Streitigkeiten und im Nachhinein erkenne ich natürlich noch klarer, weshalb er sich so veränderte: Er glaubte mir nicht, dass ich die ganze Zeit über treu sein könne (was mir zeitweise auch schwer fiel und das wusste er), während er es nicht war und von sich selbst dachte, er wäre zu so etwas nicht in der Lage. Er hat seine Ängste und seine Problematik so auf mich projiziert, obwohl es meinerseits dazu keinen Anlass gab, da ich nichts getan habe.

Ich wollte mir das alles von der Seele schreiben - vielleicht gibt es hier ja andere, die Ähnliches erlebt haben und mir ein paar Worte sagen können.

Danke fürs Lesen!

Liebe Grüße,
RockLady
 

Beide hatten wohl noch viel getrunken und waren dann auch sehr betrunken und sie weinte wohl und war zutiefst erschüttert, wegen ihrer Trennung und dann kam dieses "dann führte eins zum anderen". Das Schlimme daran ist, dass dies bei uns zu Hause stattfand, während ich oben lag und schlief, da sie von der Feier zu uns nach Hause gelaufen waren (sie sollte bei uns schlafen). Der "Akt wurde nicht zu Ende geführt", da er abgebrochen habe... 
....
Nun habe ich versucht sie zu kontaktieren, da ich auch ihre Version hören wollte. Sie hat dies boykottiert und ließ mich per Mail lediglich wissen "Dein Mann wollte damals mit mir schlafen, aber ich habe es abgebrochen und den Rest musst Du mit ihm klären. Ich wünsche Euch alles Gute für die Zukunft"

Ernsthaft? Soll dich das jetzt irgendwie trösten?
Wer sich noch die  Klamotten ausziehen und über einander herfallen kann, ist auch noch genug Herr der Lage und weiss was er oder sie da tut. Und was macht es denn,  dass vor dem "Ende" abgebrochen wurde? Sex ist Sex, egal ob nun beide oder einer nicht zum Orgasmus kam. Sex war es trotzdem und das macht es auch überhaupt nicht besser?!

Bei deiner ehemaligen Freundin kann man bei aller Falschheit immerhin noch sagen, das schlechte Gewissen frisst sie auf, sonst hätte sie sich damals nicht distanziert bzw sich auch anders verhalten. 

Seine Reaktion "Ich hab Depressionen, ich will mein Leben aufräumen, ich schiebe dir meine Ängste und Probleme in die Schuhe, kotz dir dann den Vorfall von vor 10 Jahren vor die Füße, glaub eh nicht das du selbst treu bleiben kannst und nun, Alte, komm mit dem Haufen Pferdemist klar, ist ja jetzt von meinen Schultern runter"

Ähm?

Ich würde zu Paartherapie raten, weils 10 Jahre her ist und ihr Kinder habt.
Ansonsten wäre ich an deiner Stelle weg.





 

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22. Februar um 1:26
In Antwort auf nnamdi_19518422

...dazu möchte ich noch kurz erläutern: Er sagte mir, er habe abgebrochen, nach dem bereits "dieses und jenes stattfand (auch kurz miteinander zu schlafen). Sie hingegen sagt, es sei gar nicht so weit gekommen, da sie vorher abgebrochen habe. Verstehst Du? Ich wünschte mir, ihre Version würde einfach stimmen. Doch wieso sollte er sich/die Sache noch schlimmer hin stellen, als sie war?

Dass ich keine übereinstimmende Antwort von beiden bekommen habe, macht es nicht leichter für mich. Doch mit seiner "Version" reitet er sich "eindeutig mehr in den Dreck"...

 Sie hingegen sagt, es sei gar nicht so weit gekommen, da sie vorher abgebrochen habe. Verstehst Du? Ich wünschte mir, ihre Version würde einfach stimmen. Doch wieso sollte er sich/die Sache noch schlimmer hin stellen, als sie war?

Bei solchen Dingen hat zu 99% der recht, der bei seiner Version schlechter weg kommt. Warum sollte er es krasser ausschmücken als es war.

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22. Februar um 8:21
In Antwort auf user1565348813

Ich finde es sehr toll wie erwachsen und verständnisvoll du damit umgehst, so ein Verhalten kann man mittlerweile auch nicht mehr von jedem Erwachsenen erwarten 😊 (wenn man das überhaupt jemals konnte)

Ich glaube bisschen Abstand würde euch beiden im Moment am besten tun. Jetzt ist alles noch sehr frisch (mehr oder weniger) und es ist klar, dass du nach so einem Geständnis erstmal geschockt bist und alles erstmal verdauen musst. Dass es grade deine beste Freundin war mit der er dich betrogen hat, macht die ganze Sache natürlich nicht einfacher für dich 🙄
Vielleicht schaffst du es nach ner Weile - wenn du genug Zeit und Abstand hattest um über alles nachzudenken - die Sache etwas klarer zu sehen und merkst dann was das beste für dich und für ihn in der Situation ist. Ich denke du musst in dem Fall einfach auf dein Herz hören. Vielleicht schaffst du es nach ner Zeit ihn zu vergeben und ihr startet gemeinsam nochmal einen Neuanfang. Vielleicht fangt ihr sogar eine Paartherapie an, um alles gemeinsam aufzuarbeiten. Wenn nicht, ist das auch völlig in Ordnung und menschlich und er muss das in dem Fall einfach verstehen, was er aber denk ich mal auch tun würde, wenn er eh schon grade dabei ist aufzuräumen  

Ganz egal wofür du dich entscheidest, ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute 😊

Ich selber wurde in meiner letzten Beziehung die knapp 6 Jahre ging auch betrogen, sogar mehrmals. Ich bin nicht mehr mit dem Mann zusammen, aber ich hab ihn verziehen und wir sind jetzt gute Freunde und unterstützen uns weiterhin so gut es geht. Er ist mittlerweile wieder in einer neuen Beziehung und ich freue mich für ihn 😊

Danke für Deine verständnisvolle Antwort - darauf habe ich gehofft 🌸 ja das mit dem Abstand stimmt und den haben wir derzeit auch für min. 6 Wochen. Ich finde es toll, dass Du vergeben konntest und ihr nun grdijdr7

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22. Februar um 8:23
In Antwort auf user1565348813

Ich finde es sehr toll wie erwachsen und verständnisvoll du damit umgehst, so ein Verhalten kann man mittlerweile auch nicht mehr von jedem Erwachsenen erwarten 😊 (wenn man das überhaupt jemals konnte)

Ich glaube bisschen Abstand würde euch beiden im Moment am besten tun. Jetzt ist alles noch sehr frisch (mehr oder weniger) und es ist klar, dass du nach so einem Geständnis erstmal geschockt bist und alles erstmal verdauen musst. Dass es grade deine beste Freundin war mit der er dich betrogen hat, macht die ganze Sache natürlich nicht einfacher für dich 🙄
Vielleicht schaffst du es nach ner Weile - wenn du genug Zeit und Abstand hattest um über alles nachzudenken - die Sache etwas klarer zu sehen und merkst dann was das beste für dich und für ihn in der Situation ist. Ich denke du musst in dem Fall einfach auf dein Herz hören. Vielleicht schaffst du es nach ner Zeit ihn zu vergeben und ihr startet gemeinsam nochmal einen Neuanfang. Vielleicht fangt ihr sogar eine Paartherapie an, um alles gemeinsam aufzuarbeiten. Wenn nicht, ist das auch völlig in Ordnung und menschlich und er muss das in dem Fall einfach verstehen, was er aber denk ich mal auch tun würde, wenn er eh schon grade dabei ist aufzuräumen  

Ganz egal wofür du dich entscheidest, ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute 😊

Ich selber wurde in meiner letzten Beziehung die knapp 6 Jahre ging auch betrogen, sogar mehrmals. Ich bin nicht mehr mit dem Mann zusammen, aber ich hab ihn verziehen und wir sind jetzt gute Freunde und unterstützen uns weiterhin so gut es geht. Er ist mittlerweile wieder in einer neuen Beziehung und ich freue mich für ihn 😊

... Nun Freunde seid. Das zeigt wirklich Größe und nicht dieses "Du hast mich verletzt, verschwinde aus meinem Leben", auch wenn ich es verstehen kann. 

Vielen Dank und alles Gute für Dich ☀️

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22. Februar um 8:27
In Antwort auf rabenschwarz

Beide hatten wohl noch viel getrunken und waren dann auch sehr betrunken und sie weinte wohl und war zutiefst erschüttert, wegen ihrer Trennung und dann kam dieses "dann führte eins zum anderen". Das Schlimme daran ist, dass dies bei uns zu Hause stattfand, während ich oben lag und schlief, da sie von der Feier zu uns nach Hause gelaufen waren (sie sollte bei uns schlafen). Der "Akt wurde nicht zu Ende geführt", da er abgebrochen habe... 
....
Nun habe ich versucht sie zu kontaktieren, da ich auch ihre Version hören wollte. Sie hat dies boykottiert und ließ mich per Mail lediglich wissen "Dein Mann wollte damals mit mir schlafen, aber ich habe es abgebrochen und den Rest musst Du mit ihm klären. Ich wünsche Euch alles Gute für die Zukunft"

Ernsthaft? Soll dich das jetzt irgendwie trösten?
Wer sich noch die  Klamotten ausziehen und über einander herfallen kann, ist auch noch genug Herr der Lage und weiss was er oder sie da tut. Und was macht es denn,  dass vor dem "Ende" abgebrochen wurde? Sex ist Sex, egal ob nun beide oder einer nicht zum Orgasmus kam. Sex war es trotzdem und das macht es auch überhaupt nicht besser?!

Bei deiner ehemaligen Freundin kann man bei aller Falschheit immerhin noch sagen, das schlechte Gewissen frisst sie auf, sonst hätte sie sich damals nicht distanziert bzw sich auch anders verhalten. 

Seine Reaktion "Ich hab Depressionen, ich will mein Leben aufräumen, ich schiebe dir meine Ängste und Probleme in die Schuhe, kotz dir dann den Vorfall von vor 10 Jahren vor die Füße, glaub eh nicht das du selbst treu bleiben kannst und nun, Alte, komm mit dem Haufen Pferdemist klar, ist ja jetzt von meinen Schultern runter"

Ähm?

Ich würde zu Paartherapie raten, weils 10 Jahre her ist und ihr Kinder habt.
Ansonsten wäre ich an deiner Stelle weg.





 

Vielleicht versteht ihr ja irgendwie,dsss mir solche posts wenig helfen. Ich hinterfrage selbst genug und habe ihm all diese Vorwürfe schon an den Kopf geknallt.

Ich bin nicht hier, um mich weiter runter ziehen zu lassen, sondern um mich verstanden zu fühlen. 

Auch Nachrichten wie zuvor mit "glaub dem gar nichts mehr" etc bringen mich nicht weiter, denn Zweifel habe ich wie gesagt selbst genug. 

Daher danke ich euch allen für die Antworten, werde den Post hier aber demnächst schließen. 

Alles Gute für euch alle! 

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22. Februar um 8:30
In Antwort auf rabenschwarz

Beide hatten wohl noch viel getrunken und waren dann auch sehr betrunken und sie weinte wohl und war zutiefst erschüttert, wegen ihrer Trennung und dann kam dieses "dann führte eins zum anderen". Das Schlimme daran ist, dass dies bei uns zu Hause stattfand, während ich oben lag und schlief, da sie von der Feier zu uns nach Hause gelaufen waren (sie sollte bei uns schlafen). Der "Akt wurde nicht zu Ende geführt", da er abgebrochen habe... 
....
Nun habe ich versucht sie zu kontaktieren, da ich auch ihre Version hören wollte. Sie hat dies boykottiert und ließ mich per Mail lediglich wissen "Dein Mann wollte damals mit mir schlafen, aber ich habe es abgebrochen und den Rest musst Du mit ihm klären. Ich wünsche Euch alles Gute für die Zukunft"

Ernsthaft? Soll dich das jetzt irgendwie trösten?
Wer sich noch die  Klamotten ausziehen und über einander herfallen kann, ist auch noch genug Herr der Lage und weiss was er oder sie da tut. Und was macht es denn,  dass vor dem "Ende" abgebrochen wurde? Sex ist Sex, egal ob nun beide oder einer nicht zum Orgasmus kam. Sex war es trotzdem und das macht es auch überhaupt nicht besser?!

Bei deiner ehemaligen Freundin kann man bei aller Falschheit immerhin noch sagen, das schlechte Gewissen frisst sie auf, sonst hätte sie sich damals nicht distanziert bzw sich auch anders verhalten. 

Seine Reaktion "Ich hab Depressionen, ich will mein Leben aufräumen, ich schiebe dir meine Ängste und Probleme in die Schuhe, kotz dir dann den Vorfall von vor 10 Jahren vor die Füße, glaub eh nicht das du selbst treu bleiben kannst und nun, Alte, komm mit dem Haufen Pferdemist klar, ist ja jetzt von meinen Schultern runter"

Ähm?

Ich würde zu Paartherapie raten, weils 10 Jahre her ist und ihr Kinder habt.
Ansonsten wäre ich an deiner Stelle weg.





 

Deine Worte "Seine Reaktion" sind einfach nur herablassend und weit weg von dem, wie es wirklich ist. 

Hab einfach das Gefühl hier sind selbst zu viel Verletzte unterwegs, die unter aufarbeiten oder Verständnis etwas anderes verstehen als ich. 

Denke hier bin ich leider wirklich nicht richtig. 

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22. Februar um 8:32

... Schließen kann ich es ja gar nicht 😁 aber mich selbst löschen. Vielleicht kann ja dann trotzdem weiter debattiert werden?! 

Alles Gute 

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22. Februar um 8:59
In Antwort auf nnamdi_19518422

... Schließen kann ich es ja gar nicht 😁 aber mich selbst löschen. Vielleicht kann ja dann trotzdem weiter debattiert werden?! 

Alles Gute 

Also wie mittlerweile fast immer. Sobald Kritik geäußert wird oder ein verbaler Tritt in den Allerwertesten kommt oder zumindest Stupser in die Richtung, kommt die Selbstlöschung. 
Rabenschwarz hat vermutlich vollkommen recht und wer unter Alkohol noch Sex haben kann, weiß immer noch, was er tut und könnte es stoppen, wenn er denn wollte. Meine Gedanken waren da die gleichen, obwohl mir so etwas noch nicht passiert ist. Hat nichts mit selbst verletzt worden sein zu tun, sondern einfach mit gesundem Menschenverstand, Realitätssinn und nicht so naiv sein.
Wenn du die Beziehung doch sowieso weiterführen willst, der Eindruck besteht jedenfalls, wozu dann überhaupt der Thread?
 

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22. Februar um 9:30
In Antwort auf nnamdi_19518422

Hallo ihr Lieben,

ich habe schon einige Male Beiträge gelesen, mich nun aber erst frisch registriert.

Ich möchte "kurz" meine Geschichte erzählen, die wohl doch etwas länger wird, und hoffe einfach, dadurch ein wenig in Kontakt mit anderen treten zu können, die mich verstehen.

Vor 10 Jahren waren mein Partner und ich bereits 4 Jahre zusammen und hatten einen gemeinsamen Sohn. Ich hatte seit dem Kindergarten eine beste Freundin, die kurzzeitig auch mal mit meinem heutigen Partner zusammen war (einige Zeit vor uns, als bei ihm und mir noch kein Interesse füreinander bestand). Das war auch nie ein Problem für mich, da die Sache irgendwann einfach "abgehakt war".

Meine Freundin hatte erst kürzlich die Trennung mit ihrem Verlobten hinter sich, bei denen zuvor auch ein Kinderwunsch bestand, doch sie wurde nicht schwanger. An Fasnacht gingen wir zu 3. auf Tour - Ich, mein Partner und meine Freundin - und ich ging früher nach Hause. Warum weiß ich heute nicht mehr, immerhin ist es lange her. Zu dieser Zeit bestand meinerseits ein Kinderwunsch für ein 2. Kind, was länger zwischen mir und meinem Partner stand. An diesem Abend offenbarte er mir, dass er auch ein 2. Kind möchte. So war ich in der Zeit danach total in meinem "Baby-Gück" und wurde auch schon im ersten Zyklus schwanger und war mit meinem Fokus dann auch voll und ganz bei meiner Schwangerschaft, was mir heute erklärt, weshalb ich nicht wachsam genug war, um direkt etwas zu bemerken.

Nun nach 10 Jahren (in denen ich auch immer mal wieder einen Verdacht hatte), in denen sich mein Mann auch sehr veränderte (Eifersucht, depressive Phasen etc.) sagte er mir (da er derzeit an dem Punkt ist mit seiner Vergangenheit aufzuräumen), dass er mir noch etwas Wichtiges sagen müsse. Er hat an diesem Abend, als wir zu 3. weg waren und ich früher nach Hause bin, mit meiner "besten Freundin", was somit seine Ex-Freundin war/ist, geschlafen. Beide hatten wohl noch viel getrunken und waren dann auch sehr betrunken und sie weinte wohl und war zutiefst erschüttert, wegen ihrer Trennung und dann kam dieses "dann führte eins zum anderen". Das Schlimme daran ist, dass dies bei uns zu Hause stattfand, während ich oben lag und schlief, da sie von der Feier zu uns nach Hause gelaufen waren (sie sollte bei uns schlafen). Der "Akt wurde nicht zu Ende geführt", da er abgebrochen habe... Mir hat es bei diesem Geständnis den Boden unter den Füßen weg gerissen, denn diese beiden Menschen waren damals meine engsten Vertrauten und sie die einzige Freundin, die ich hatte - für mich wie eine Schwester. Sie haben wohl nie wieder über diesen Abend gesprochen, gesagt haben sie es mir beide nicht. Im Nachhinein wurde mir vieles klar: Sie wich mir daraufhin in den kommenden Monaten aus bzw. unser Kontakt wurde rapide weniger und wenn ich ihr von dem Verdacht erzählte, bei meinem Partner eine Frau der ein Geheimnis zu vermuten (ich vermutete jedoch niemals sie als diese Frau), wich sie mir ebenfalls aus oder konnte sich aus diversen Gründen nicht mit mir treffen.

Mein Mann hat mir alle Fragen beantwortet - ich wollte alles wissen. Natürlich ist es nach 10 Jahren aber auch so, dass nicht mehr alle Details "abrufbar" sind. Mit ihr habe ich seit 2013 keinen Kontakt mehr, da ich damals zunehmend spürte, dass das mit ihr nicht mehr stimmig ist. Dennoch hatte ich noch gute 2 Jahre nach dem Ereignis auch eine Freundschaft mit ihr, zeitweise auch wieder intensiver. Nun habe ich versucht sie zu kontaktieren, da ich auch ihre Version hören wollte. Sie hat dies boykottiert und ließ mich per Mail lediglich wissen "Dein Mann wollte damals mit mir schlafen, aber ich habe es abgebrochen und den Rest musst Du mit ihm klären. Ich wünsche Euch alles Gute für die Zukunft". Dies hat mir erneut einen tiefen Stich versetzt...

Kurzzeitig zweifelte ich wirklich daran, ob er sich etwas eingeredet hat, da sie sagte, mehr war da nicht - doch das war wohl eher ein Wunschdenen von mir. Denn da er alles tut um mir die volle Wahrheit zu schenken, sehr um uns kämpft und derzeit generell an einem Wendepunkt in seinem Leben steht, an dem er mit seiner Vergangenheit aufräumt, würde dies aus meiner Sicht einfch keinen Sinn machen, unnötige Verletzungen zu erzeugen. Und er ist selbst sehr betroffen und schämt sich für das, was vorgefallen ist - kann sich selbst dafür kaum im Spiegel ansehen, doch er sagt, er habe es immer wieder versucht zu verdrängen und dies habe auch einige Jahre funktioniert, bis es immer wieder hoch kam und ihn vereinnahmte.

Mich schmerzt es so sehr, dass es meine beiden geliebten Menschen waren, die das getan haben. Das er mir an diesem Abend sagte, er möchte ein weiteres Kind mit mir und in der Nacht etwas mit ihr hatte, auch wenn es abgebrochen wurde (was ja beide getan haben wollen). Ich weiß, dass ich damals alles andere als einfach war und ich habe meinen Partner, rückblickend betrachtet, sehr vereinnahmt. Doch diese Frustration hätte viele Wege finden können, statt diesen. Auch erzählte ich meiner Freundin alles über uns und sie wusste schon zuvor von meinem starken Kinderwunsch. Im Nachhinein kommt es mir fast so vor, als hätte sie das alles nicht ertragen können, da ihre Beziehung mit Kinderwunsch gerade gescheitert war und mein Partner hatte nicht den Mumm, über die wirklichen Probleme zu sprechen und das als Ventil zu nutzen und hat sich stattdessen zu so etwas verleiten lassen. Auch dass er 10 Jahre schweigen konnte tut mir sehr weh, zumal ich ihn auch mit meinem Verdacht konfrontierte, als ich etwas vermutete, auch wenn das erst einige Zeit später war. Er wurde zunehmend eifersüchtiger und das engte mich stark ein, da ich sehr freiheitsliebend bin. Das führte zu sehr vielen Streitigkeiten und im Nachhinein erkenne ich natürlich noch klarer, weshalb er sich so veränderte: Er glaubte mir nicht, dass ich die ganze Zeit über treu sein könne (was mir zeitweise auch schwer fiel und das wusste er), während er es nicht war und von sich selbst dachte, er wäre zu so etwas nicht in der Lage. Er hat seine Ängste und seine Problematik so auf mich projiziert, obwohl es meinerseits dazu keinen Anlass gab, da ich nichts getan habe.

Ich wollte mir das alles von der Seele schreiben - vielleicht gibt es hier ja andere, die Ähnliches erlebt haben und mir ein paar Worte sagen können.

Danke fürs Lesen!

Liebe Grüße,
RockLady
 

Mittlerweile in etwas fortgeschrittenerem Alter, mit viel Lebenserfahrung und unter der Berücksichtigung all der Dinge, die Du sonst über Deine Ehe, euere Beziehung schreibst, sowie dem Faktor "Dauer der Ehe", muss ich Dir schreiben, dass dieses Geständnis Deines Mannes gar keine schlechten Gefühle in mir auslösen würde. 

Er hat Dir diese Geschichte selber gebeichtet ohne jeglichen Zwang von aussen und scheint sich viele Jahre damit gequält zu haben. Darüber hinaus führt ihr eine gute Beziehung und Dein Mann arbeitet an sich und euerer Beziehung.

Aber er ist/war kein Heilliger. Für ein Mal in x Jahren. Weisst Du, dazu fällt mir einfach nur ein, wer ohne Sünde ist, werfe den 1. Stein. 
Wenn ich zurück denke, wie ich mich in jüngeren Jahren aufgeführt und agiert habe, auch innerhalb Beziehungen und gegenüber Menschen, die ich aufrichtig geliebt habe, dann dürfte kein Mann je an meiner Seite sein. 

Ich würde mit ihm über die Beweggründe damals reden und warum er meint, dass ihm das heute nicht mehr passieren könnte, resp. er es Dir erzählen musste. An Deiner Stelle würde ich seinem Beispiel folgen, und ihm von Deinen "Sünden" innerhalb euerer Beziehung beichten. Ich bin mir sehr sicher, dass es da auch bestimmt dies oder jenes gibt, was nicht vollkommen der Wahrheit entsprach oder gemein war. 
Und dann würde ich diese Geschichten abhaken und mich auf den nächsten, reiferen Abschnitt euerer Beziehung freuen.

ww

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22. Februar um 9:42
In Antwort auf nnamdi_19518422

Deine Worte "Seine Reaktion" sind einfach nur herablassend und weit weg von dem, wie es wirklich ist. 

Hab einfach das Gefühl hier sind selbst zu viel Verletzte unterwegs, die unter aufarbeiten oder Verständnis etwas anderes verstehen als ich. 

Denke hier bin ich leider wirklich nicht richtig. 

"Hab einfach das Gefühl hier sind selbst zu viel Verletzte unterwegs, die unter aufarbeiten oder Verständnis etwas anderes verstehen als ich. " Richtig. Du wirst hier wenig Menschen fiden, die über viele Jahre eine ehrliche und gute Beziehung führen, noch weniger solche, die selbstreflektierend und ehrlich durchs Leben gehen (insbesondere was die eigene Person betrifft), und dann noch einen Haufen Menschen, die über Jahrzehnte viel Frust und Unverarbeitetes mitschleppen. Ausserdem kann Dir niemand raten, nur Du selber kannst für Dich den richtigen Weg finden ww

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22. Februar um 9:44
In Antwort auf zahrakhan

Also wie mittlerweile fast immer. Sobald Kritik geäußert wird oder ein verbaler Tritt in den Allerwertesten kommt oder zumindest Stupser in die Richtung, kommt die Selbstlöschung. 
Rabenschwarz hat vermutlich vollkommen recht und wer unter Alkohol noch Sex haben kann, weiß immer noch, was er tut und könnte es stoppen, wenn er denn wollte. Meine Gedanken waren da die gleichen, obwohl mir so etwas noch nicht passiert ist. Hat nichts mit selbst verletzt worden sein zu tun, sondern einfach mit gesundem Menschenverstand, Realitätssinn und nicht so naiv sein.
Wenn du die Beziehung doch sowieso weiterführen willst, der Eindruck besteht jedenfalls, wozu dann überhaupt der Thread?
 

Vor allem: nach über zehn Jahren beichtet er es endlich, nur damit er in seiner Vergangenheit aufräumen kann und sein schlechtes Gewissen endlich loswird. Das passiert nur aus Egoismus und nicht, damit sie endlich die Wahrheit weiß und selbst entscheiden kann, wie es jetzt weitergehen soll. Da hätte er es dann schon sehr viel früher gebeichtet und nicht fröhlich kurz nach dem Beteug ein weiteres Kind gezeugt. 

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22. Februar um 10:02
In Antwort auf traventure

Vor allem: nach über zehn Jahren beichtet er es endlich, nur damit er in seiner Vergangenheit aufräumen kann und sein schlechtes Gewissen endlich loswird. Das passiert nur aus Egoismus und nicht, damit sie endlich die Wahrheit weiß und selbst entscheiden kann, wie es jetzt weitergehen soll. Da hätte er es dann schon sehr viel früher gebeichtet und nicht fröhlich kurz nach dem Beteug ein weiteres Kind gezeugt. 

Das finde ich eben auch. Entweder hätte er es zeitnah beichten sollen oder aber komplett die Klappe halten. Aber nicht nach 10 Jahren damit ankommen. 

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22. Februar um 10:17
In Antwort auf nnamdi_19518422

Nein, ich versuche eben nicht alles zu glauben und dies tue ich auch nicht. Das wäre wohl ganz schön naiv.

Wie du sagen kannst Dir würde das nicht mehr passieren, kann ich nicht so richtig nachvollziehen - wir können nie die Hand für einen Partner ins Feuer legen, auch für einen neuen Partner nicht. 

Gerade wenn es einem mehr als einmal geschieht denke ich - aber das ist nur meine Sicht - muss man auch hinterfragen weshalb und nicht nur den anderen als schuldig abstempeln. 

Ja Du sagst es richtig, beide sagen sie haben abgebrochen. Keinem von beiden glaube ich einfach. Doch werde ich mich auch nicht auf eine der beiden "Seiten schlagen", denn es waren alle beide und haben diesen Mist gebaut. 

Grüße 

Die Sache ist nur die: 
deine Freundin hätte nicht mehr wirklich einen Grund Dich anzulügen

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22. Februar um 10:31
In Antwort auf traventure

Vor allem: nach über zehn Jahren beichtet er es endlich, nur damit er in seiner Vergangenheit aufräumen kann und sein schlechtes Gewissen endlich loswird. Das passiert nur aus Egoismus und nicht, damit sie endlich die Wahrheit weiß und selbst entscheiden kann, wie es jetzt weitergehen soll. Da hätte er es dann schon sehr viel früher gebeichtet und nicht fröhlich kurz nach dem Beteug ein weiteres Kind gezeugt. 

Und das weisst Du, weil Du in seinem Kopf lebst und all seine Gedanken und Gefühle kennst?!

Respekt! Möcht ich nicht können.

ww

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22. Februar um 10:34
In Antwort auf zahrakhan

Das finde ich eben auch. Entweder hätte er es zeitnah beichten sollen oder aber komplett die Klappe halten. Aber nicht nach 10 Jahren damit ankommen. 

Es gibt einige gute Gründe, es auch nach 10 Jahren zu beichten - genauso wie es einige gute dagegen gibt. Er hat sich für den 1. Weg entschieden und wird sich gut überlegt haben, warum er seine Ehe nun freiwillig aufs Spiel setzt. Macht ihn per se weder zum schlechteren noch zu besseren Menschen, aber doch zu einem mutigeren und ehrlicheren.

ww

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22. Februar um 11:05
In Antwort auf wonder_woman

"Hab einfach das Gefühl hier sind selbst zu viel Verletzte unterwegs, die unter aufarbeiten oder Verständnis etwas anderes verstehen als ich. " Richtig. Du wirst hier wenig Menschen fiden, die über viele Jahre eine ehrliche und gute Beziehung führen, noch weniger solche, die selbstreflektierend und ehrlich durchs Leben gehen (insbesondere was die eigene Person betrifft), und dann noch einen Haufen Menschen, die über Jahrzehnte viel Frust und Unverarbeitetes mitschleppen. Ausserdem kann Dir niemand raten, nur Du selber kannst für Dich den richtigen Weg finden ww

Ich wurde noch nie betrogen, habe noch nie betrogen und führe eine langjährige, ehrliche Beziehung. Trotzdem finde ich, dass die Vorgehensweise die er an den Tag legt hinterfragt werden muss. Er kommt nach über zehn Jahren damit an. Er tut das nicht, weil er der Meinung ist sie hat die Wahrheit verdient, er tut es aus rein egoistischen Gründen - um sein schlechtes Gewissen loszuwerden und um mit sich selbst ins Reine zu kommen. Dass es für dich nach 10 Jahren keine Bedeutung mehr hätte, ist eine Sicht der Dinge. Eine andere Sicht ist es, dass die Situation aufgrund der Gegebenheiten eben doch eine Bedeutung hat und nicht einfach verjährt, weil er es lange genug geschafft hat sie zu belügen. Der Betrug war schlimm, besonders weil der Sex mit der besten Freundin seiner Frau und dann auch noch im selben Haus, in dem sie gerade schlief passierte, aber er hatte auch kein Problem damit sie über zehn Jahre lang zu belügen und sogar kurz nach seinem Betrug ein weiteres Kind mit seiner nichtsahnenden Ehefrau zu zeugen. Das alles stellt den Charakter eines Menschen doch in ein ganz anderes Licht und ist sehr wohl ein Grund, die letzten Jahre einer Beziehung zu hinterfragen. 

Ich finde es zeugt jedenfalls absolut nicht von Reife denjenigen mit einer anderen Sichtweise zu unterstellen, sie seien verbittert und frustriert. Ein Forum ist dazu da, um die Sichtweise anderer Menschen zu erfahren. Du magst deine Erfahrungen haben, andere Menschen hier haben aber genauso ihre Erfahrungen gemacht oder sehen die Dinge nunmal aus einem anderen Blickwinkel. 

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22. Februar um 11:10
In Antwort auf wonder_woman

Es gibt einige gute Gründe, es auch nach 10 Jahren zu beichten - genauso wie es einige gute dagegen gibt. Er hat sich für den 1. Weg entschieden und wird sich gut überlegt haben, warum er seine Ehe nun freiwillig aufs Spiel setzt. Macht ihn per se weder zum schlechteren noch zu besseren Menschen, aber doch zu einem mutigeren und ehrlicheren.

ww

Mutig und ehrlich wäre es gewesen, nicht kurz nach seinem Betrug ein weiteres Kind mit seiner betrogenen Frau in die Welt zu setzen und sie daraufhin weitere zehn Jahre zu belügen, sondern die Konsequenzen für sein Handeln zu übernehmen.

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22. Februar um 11:21
In Antwort auf wonder_woman

Und das weisst Du, weil Du in seinem Kopf lebst und all seine Gedanken und Gefühle kennst?!

Respekt! Möcht ich nicht können.

ww

Sie hat ihn über die Jahre mehrmals mit ihrem Verdacht konfrontiert und er hat ihr immer wieder ins Gesicht gelogen. Er hat mit ihr, kurz nach dem Betrug ein Kind gezeugt. Jetzt will er nach zehn Jahren auf einmal mit seiner Vergangenheit aufräumen, obwohl er mehrfach die Chance gehabt hätte ehrlich zu sein. Wenn er nur ein bisschen so denkt wie du, sind für ihn die Chancen jetzt mit einem blauen Auge davon zu kommen deutlich höher als vor zehn Jahren.

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22. Februar um 11:49
In Antwort auf traventure

Ich wurde noch nie betrogen, habe noch nie betrogen und führe eine langjährige, ehrliche Beziehung. Trotzdem finde ich, dass die Vorgehensweise die er an den Tag legt hinterfragt werden muss. Er kommt nach über zehn Jahren damit an. Er tut das nicht, weil er der Meinung ist sie hat die Wahrheit verdient, er tut es aus rein egoistischen Gründen - um sein schlechtes Gewissen loszuwerden und um mit sich selbst ins Reine zu kommen. Dass es für dich nach 10 Jahren keine Bedeutung mehr hätte, ist eine Sicht der Dinge. Eine andere Sicht ist es, dass die Situation aufgrund der Gegebenheiten eben doch eine Bedeutung hat und nicht einfach verjährt, weil er es lange genug geschafft hat sie zu belügen. Der Betrug war schlimm, besonders weil der Sex mit der besten Freundin seiner Frau und dann auch noch im selben Haus, in dem sie gerade schlief passierte, aber er hatte auch kein Problem damit sie über zehn Jahre lang zu belügen und sogar kurz nach seinem Betrug ein weiteres Kind mit seiner nichtsahnenden Ehefrau zu zeugen. Das alles stellt den Charakter eines Menschen doch in ein ganz anderes Licht und ist sehr wohl ein Grund, die letzten Jahre einer Beziehung zu hinterfragen. 

Ich finde es zeugt jedenfalls absolut nicht von Reife denjenigen mit einer anderen Sichtweise zu unterstellen, sie seien verbittert und frustriert. Ein Forum ist dazu da, um die Sichtweise anderer Menschen zu erfahren. Du magst deine Erfahrungen haben, andere Menschen hier haben aber genauso ihre Erfahrungen gemacht oder sehen die Dinge nunmal aus einem anderen Blickwinkel. 

So ist es! Jeder sieht solche Dinge anders, hat andere Prioritäten und NoGo's. Wenn mein Partner oder frühere damit angekommen wären, wäre nichts mehr wie vorher, weil das zu den wenigen Dingen gehört, die absolute NoGo's sind.
Andere finden das vielleicht nicht so schlimm.
Ich bin auch weder frustriert noch wurde ich betrogen, dafür aber realistisch und ich frage mich, was den Mann hier dazu bewogen hat, nach so langer Zeit damit rauszurücken. Dass es Mut oder hehre Beweggründe waren, ist natürlich nicht auszuschließen, aber zumindest wage ich es zu bezweifeln. 

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22. Februar um 11:52
In Antwort auf traventure

Sie hat ihn über die Jahre mehrmals mit ihrem Verdacht konfrontiert und er hat ihr immer wieder ins Gesicht gelogen. Er hat mit ihr, kurz nach dem Betrug ein Kind gezeugt. Jetzt will er nach zehn Jahren auf einmal mit seiner Vergangenheit aufräumen, obwohl er mehrfach die Chance gehabt hätte ehrlich zu sein. Wenn er nur ein bisschen so denkt wie du, sind für ihn die Chancen jetzt mit einem blauen Auge davon zu kommen deutlich höher als vor zehn Jahren.

Ach das hatte ich gar nicht gesehen, dass sie einen Verdacht hatte und ihn auch ausgesprochen hat. Dann finde ich es noch übler. 
Wo du auch von Reife sprachst und dass davon nicht die Rede sein kann, wenn man kritischen Kommentatoren hier unterstellt, selbst verbittert und frustriert zu sein - da passt die Selbstlöschung auch dazu. Denn das kam nicht von Wonderwoman, sondern von der TE. 

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22. Februar um 13:09
In Antwort auf nnamdi_19518422

Hallo ihr Lieben,

ich habe schon einige Male Beiträge gelesen, mich nun aber erst frisch registriert.

Ich möchte "kurz" meine Geschichte erzählen, die wohl doch etwas länger wird, und hoffe einfach, dadurch ein wenig in Kontakt mit anderen treten zu können, die mich verstehen.

Vor 10 Jahren waren mein Partner und ich bereits 4 Jahre zusammen und hatten einen gemeinsamen Sohn. Ich hatte seit dem Kindergarten eine beste Freundin, die kurzzeitig auch mal mit meinem heutigen Partner zusammen war (einige Zeit vor uns, als bei ihm und mir noch kein Interesse füreinander bestand). Das war auch nie ein Problem für mich, da die Sache irgendwann einfach "abgehakt war".

Meine Freundin hatte erst kürzlich die Trennung mit ihrem Verlobten hinter sich, bei denen zuvor auch ein Kinderwunsch bestand, doch sie wurde nicht schwanger. An Fasnacht gingen wir zu 3. auf Tour - Ich, mein Partner und meine Freundin - und ich ging früher nach Hause. Warum weiß ich heute nicht mehr, immerhin ist es lange her. Zu dieser Zeit bestand meinerseits ein Kinderwunsch für ein 2. Kind, was länger zwischen mir und meinem Partner stand. An diesem Abend offenbarte er mir, dass er auch ein 2. Kind möchte. So war ich in der Zeit danach total in meinem "Baby-Gück" und wurde auch schon im ersten Zyklus schwanger und war mit meinem Fokus dann auch voll und ganz bei meiner Schwangerschaft, was mir heute erklärt, weshalb ich nicht wachsam genug war, um direkt etwas zu bemerken.

Nun nach 10 Jahren (in denen ich auch immer mal wieder einen Verdacht hatte), in denen sich mein Mann auch sehr veränderte (Eifersucht, depressive Phasen etc.) sagte er mir (da er derzeit an dem Punkt ist mit seiner Vergangenheit aufzuräumen), dass er mir noch etwas Wichtiges sagen müsse. Er hat an diesem Abend, als wir zu 3. weg waren und ich früher nach Hause bin, mit meiner "besten Freundin", was somit seine Ex-Freundin war/ist, geschlafen. Beide hatten wohl noch viel getrunken und waren dann auch sehr betrunken und sie weinte wohl und war zutiefst erschüttert, wegen ihrer Trennung und dann kam dieses "dann führte eins zum anderen". Das Schlimme daran ist, dass dies bei uns zu Hause stattfand, während ich oben lag und schlief, da sie von der Feier zu uns nach Hause gelaufen waren (sie sollte bei uns schlafen). Der "Akt wurde nicht zu Ende geführt", da er abgebrochen habe... Mir hat es bei diesem Geständnis den Boden unter den Füßen weg gerissen, denn diese beiden Menschen waren damals meine engsten Vertrauten und sie die einzige Freundin, die ich hatte - für mich wie eine Schwester. Sie haben wohl nie wieder über diesen Abend gesprochen, gesagt haben sie es mir beide nicht. Im Nachhinein wurde mir vieles klar: Sie wich mir daraufhin in den kommenden Monaten aus bzw. unser Kontakt wurde rapide weniger und wenn ich ihr von dem Verdacht erzählte, bei meinem Partner eine Frau der ein Geheimnis zu vermuten (ich vermutete jedoch niemals sie als diese Frau), wich sie mir ebenfalls aus oder konnte sich aus diversen Gründen nicht mit mir treffen.

Mein Mann hat mir alle Fragen beantwortet - ich wollte alles wissen. Natürlich ist es nach 10 Jahren aber auch so, dass nicht mehr alle Details "abrufbar" sind. Mit ihr habe ich seit 2013 keinen Kontakt mehr, da ich damals zunehmend spürte, dass das mit ihr nicht mehr stimmig ist. Dennoch hatte ich noch gute 2 Jahre nach dem Ereignis auch eine Freundschaft mit ihr, zeitweise auch wieder intensiver. Nun habe ich versucht sie zu kontaktieren, da ich auch ihre Version hören wollte. Sie hat dies boykottiert und ließ mich per Mail lediglich wissen "Dein Mann wollte damals mit mir schlafen, aber ich habe es abgebrochen und den Rest musst Du mit ihm klären. Ich wünsche Euch alles Gute für die Zukunft". Dies hat mir erneut einen tiefen Stich versetzt...

Kurzzeitig zweifelte ich wirklich daran, ob er sich etwas eingeredet hat, da sie sagte, mehr war da nicht - doch das war wohl eher ein Wunschdenen von mir. Denn da er alles tut um mir die volle Wahrheit zu schenken, sehr um uns kämpft und derzeit generell an einem Wendepunkt in seinem Leben steht, an dem er mit seiner Vergangenheit aufräumt, würde dies aus meiner Sicht einfch keinen Sinn machen, unnötige Verletzungen zu erzeugen. Und er ist selbst sehr betroffen und schämt sich für das, was vorgefallen ist - kann sich selbst dafür kaum im Spiegel ansehen, doch er sagt, er habe es immer wieder versucht zu verdrängen und dies habe auch einige Jahre funktioniert, bis es immer wieder hoch kam und ihn vereinnahmte.

Mich schmerzt es so sehr, dass es meine beiden geliebten Menschen waren, die das getan haben. Das er mir an diesem Abend sagte, er möchte ein weiteres Kind mit mir und in der Nacht etwas mit ihr hatte, auch wenn es abgebrochen wurde (was ja beide getan haben wollen). Ich weiß, dass ich damals alles andere als einfach war und ich habe meinen Partner, rückblickend betrachtet, sehr vereinnahmt. Doch diese Frustration hätte viele Wege finden können, statt diesen. Auch erzählte ich meiner Freundin alles über uns und sie wusste schon zuvor von meinem starken Kinderwunsch. Im Nachhinein kommt es mir fast so vor, als hätte sie das alles nicht ertragen können, da ihre Beziehung mit Kinderwunsch gerade gescheitert war und mein Partner hatte nicht den Mumm, über die wirklichen Probleme zu sprechen und das als Ventil zu nutzen und hat sich stattdessen zu so etwas verleiten lassen. Auch dass er 10 Jahre schweigen konnte tut mir sehr weh, zumal ich ihn auch mit meinem Verdacht konfrontierte, als ich etwas vermutete, auch wenn das erst einige Zeit später war. Er wurde zunehmend eifersüchtiger und das engte mich stark ein, da ich sehr freiheitsliebend bin. Das führte zu sehr vielen Streitigkeiten und im Nachhinein erkenne ich natürlich noch klarer, weshalb er sich so veränderte: Er glaubte mir nicht, dass ich die ganze Zeit über treu sein könne (was mir zeitweise auch schwer fiel und das wusste er), während er es nicht war und von sich selbst dachte, er wäre zu so etwas nicht in der Lage. Er hat seine Ängste und seine Problematik so auf mich projiziert, obwohl es meinerseits dazu keinen Anlass gab, da ich nichts getan habe.

Ich wollte mir das alles von der Seele schreiben - vielleicht gibt es hier ja andere, die Ähnliches erlebt haben und mir ein paar Worte sagen können.

Danke fürs Lesen!

Liebe Grüße,
RockLady
 

Wann ging er auf deinen Kunderwunsch ein? Bevor oder nach dem "abgebrochenen Sex" mit deiner Ex-Freundin?

Zudem stellt sich mir der Verdacht, dass er viel mehr Dreck am Stecken hat, als er zugibt. Vermutlich kaschiert er mit dieser Geschichte seine Affaire am Arbeitsplatz..
1x abgebrochenen Sex, und deshalb über 10 Jahre beinah depressiv zu werden, ist schwer zu glauben.. 
Ich würde mal den "Bereich des Möglichen" etwas weiter abstecken..

Deine Exfreundin hat sich nachweislich aus eurem Leben zurück gezogen.. nun konnte er es erklären.. Alles andere sind/waren Spekulationen deinerseit.. da braucht er auch nichts zu erklären.  


Wenn du es wirklich klären willst, dann hinterfrage sein Verhalten mehr.. oder spar dir die Mühe, lern daraus und mach dich mit deinen neuen Erfahrungen auf in ein Neues Leben. 

Ich wünsch dir alles Gute. 

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22. Februar um 13:16
In Antwort auf zahrakhan

Das finde ich eben auch. Entweder hätte er es zeitnah beichten sollen oder aber komplett die Klappe halten. Aber nicht nach 10 Jahren damit ankommen. 

Ich glaube sie ist ihm mit igendeinem Eifersuchtsthema an die Pellengerückt.. und dass er nun diese Geschichte hervorgekramt hat, um sein Verhalten zu erklären..

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22. Februar um 13:44
In Antwort auf lacaracol

Ich glaube sie ist ihm mit igendeinem Eifersuchtsthema an die Pellengerückt.. und dass er nun diese Geschichte hervorgekramt hat, um sein Verhalten zu erklären..

Sehr gut möglich. 

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22. Februar um 15:52
In Antwort auf nnamdi_19518422

Deine Worte "Seine Reaktion" sind einfach nur herablassend und weit weg von dem, wie es wirklich ist. 

Hab einfach das Gefühl hier sind selbst zu viel Verletzte unterwegs, die unter aufarbeiten oder Verständnis etwas anderes verstehen als ich. 

Denke hier bin ich leider wirklich nicht richtig. 

Mir ist sowas überhaupt noch nie passiert , und wenn du eine ehrliche Meinung als weiter runter  ziehen bezeichnest + meinst ihn jetzt in Schutz nehmen zu wollen kann dir auch keiner helfen, zudem hatte ich zu einer Paartherapie geraten

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22. Februar um 15:57
In Antwort auf wonder_woman

"Hab einfach das Gefühl hier sind selbst zu viel Verletzte unterwegs, die unter aufarbeiten oder Verständnis etwas anderes verstehen als ich. " Richtig. Du wirst hier wenig Menschen fiden, die über viele Jahre eine ehrliche und gute Beziehung führen, noch weniger solche, die selbstreflektierend und ehrlich durchs Leben gehen (insbesondere was die eigene Person betrifft), und dann noch einen Haufen Menschen, die über Jahrzehnte viel Frust und Unverarbeitetes mitschleppen. Ausserdem kann Dir niemand raten, nur Du selber kannst für Dich den richtigen Weg finden ww

Kann ich nicht bestätigen falls du mich meinst, meine längste Beziehung ging 7 Jahre  - Und du bist ja auch hier 

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22. Februar um 16:38
In Antwort auf traventure

Sie hat ihn über die Jahre mehrmals mit ihrem Verdacht konfrontiert und er hat ihr immer wieder ins Gesicht gelogen. Er hat mit ihr, kurz nach dem Betrug ein Kind gezeugt. Jetzt will er nach zehn Jahren auf einmal mit seiner Vergangenheit aufräumen, obwohl er mehrfach die Chance gehabt hätte ehrlich zu sein. Wenn er nur ein bisschen so denkt wie du, sind für ihn die Chancen jetzt mit einem blauen Auge davon zu kommen deutlich höher als vor zehn Jahren.

Ich musste mir da wirklich die Frage stellen ob ich mit einem Menschen der so einen Charakter hat, mein Leben verbringen möchte

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22. Februar um 16:39
In Antwort auf carina2019

Ich musste mir da wirklich die Frage stellen ob ich mit einem Menschen der so einen Charakter hat, mein Leben verbringen möchte

ich müsste

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22. Februar um 16:41

oh gerade gesehen dass die TE raus ist

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22. Februar um 17:19

So, ich konnte es nicht lassen und da bin ich nochmal

Ich will eines ganz klar stellen: Ich bin durchaus offen für Kritik und glaubt nicht, alles was ihr hier an skeptischen Gedanken äußert, hätte ich nicht schon selbst gedacht und hinterfragt.

Nein, ich habe keinerlei Eifersucht gelebt die letzten Wochen und Monate, sodass keinerlei Anlass bestand, es mir zu sagen. Hingegen haben wir viele Gespräche geführt, in denen ich zu ihm (gnadenlos) ehrlich war, um keinerlei Geheimnisse zu haben und ich schätze, dies hat ihn gefühlt ganz einfach "unter Druck gesetzt".

In Schutz zu nehmen brauche ich ihn auch nicht, denn es gibt nichts zu schützen und schön zu reden. Lediglich verletztend fand ich einige Kommentare, die nichts mit Feingefühl zu tun haben. Man kann seine ehrliche Meinung so oder auch anders schreiben - und wer schon einmal in der Lage war, wird nur ein bisschen verstehen, dass man nicht noch so harsche Kommentare braucht (damit meine ich überhaupt nicht alle hier), die einem alles andere als Verständnis schenken. Ich wollte hier weder gut Zureden hören bzgl. meines Mannes noch ein "Oh jaa na klar, das wird schon wieder", sondern äußerte den Wunsch, verstanedn zu werden.

Und das ist ein weiterer Punkt: In meinem Freundeskreis ist ein Paar, wo dies ähnlich passiert ist. Ich dachte auch immer ich kann dazu meine Meinung haben und sie unterstützen oder irgendwie verstehen. Doch jetzt weiß ich: Das konnte ich ganz klar nicht! Doch das weiß ich erst jetzt, wo ich mich selbst so fühle. Also versteht es bitte nicht falsch, doch wenn ihr es nicht erlebt habt bezweifle ich sehr stark, dass ihr es nachempfinden könnt. Und wenn ihr es erlebt habt wisst ihr selbst genau, dass man sowieso alles hinterfragt und nichts glauben kann/will bzw. es auch nicht einfach stehen lassen kann nach dem Motto "achja, so wirds schon stimmen wie er sagt" und wie dann noch harsche Kommentare von außen wirken, die nichts mit Verständnis, sondern nur mit "fahr es gleich gegen die Wand" zu tun haben.

Und noch zu den vorherigen Posts: Nein, ich habe ihn nicht mit dem verdacht konfrontiert, mit ihr etwas gehabt zu haben. Sondern habe ihn später mit dem Verdacht konfrontiert, am Arbeitsplatz etwas zu haben, da ich die Option, sie könnte das sein, einfach nicht sehen konnte oder wollte. Ja ich weiß, nun wollt ihr mir auch sagen, dass spätestens dort seine Chance gewesen wäre. Glaubt ihr das weiß ich nicht? Und dass ich nicht genau deshalb alles in Frage stelle? Ob ich damit überhaupt irgendwann Frieden finde?

Um also auf die Frage zurück zu kommen, warum ich dann diesen Thread überhaupt eröffne: Weil ich mir alles von der Seele schreiben wollte und darauf hoffte Verständnis für MEINE nicht seine Situation zu finden, denn das ist gerade SEINE Baustelle, weshalb wir auch derzeit auf Abstand und räumlich getrennt sind.

Über den Rest mag man denken was man will, das ist jedem selbst überlassen. Doch mir geht es nun um mich und darum für mich einen Weg damit zu finden - da redete ich noch nicht einmal davon, dass dies jetzt bedeuten muss, mit ihm wieder glücklich zu leben, sondern ICH will Frieden damit finden für mich und dazu hatte ich gehofft auf ein paar andere zu stoßen, die es wirklich fühlen und mir etwas Verständnis gebeb können, statt mir wieder und wieder alle Negativ-Facetten aufzuzeigen, die ohnehin stetig in mir herum schwirren.

Vielleicht konnte ich ja nun noch für etwas Klarheit sorgen, denn so stehen lassen konnte ich es wohl doch nicht Wie gesagt, genau dies ist nicht meine Stärke

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22. Februar um 17:34
In Antwort auf lacaracol

Wann ging er auf deinen Kunderwunsch ein? Bevor oder nach dem "abgebrochenen Sex" mit deiner Ex-Freundin?

Zudem stellt sich mir der Verdacht, dass er viel mehr Dreck am Stecken hat, als er zugibt. Vermutlich kaschiert er mit dieser Geschichte seine Affaire am Arbeitsplatz..
1x abgebrochenen Sex, und deshalb über 10 Jahre beinah depressiv zu werden, ist schwer zu glauben.. 
Ich würde mal den "Bereich des Möglichen" etwas weiter abstecken..

Deine Exfreundin hat sich nachweislich aus eurem Leben zurück gezogen.. nun konnte er es erklären.. Alles andere sind/waren Spekulationen deinerseit.. da braucht er auch nichts zu erklären.  


Wenn du es wirklich klären willst, dann hinterfrage sein Verhalten mehr.. oder spar dir die Mühe, lern daraus und mach dich mit deinen neuen Erfahrungen auf in ein Neues Leben. 

Ich wünsch dir alles Gute. 

...auf den Kinderwunsch ging er vor dem mit meiner Freundin ein, nicht danach.

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22. Februar um 17:43
In Antwort auf zahrakhan

Das finde ich eben auch. Entweder hätte er es zeitnah beichten sollen oder aber komplett die Klappe halten. Aber nicht nach 10 Jahren damit ankommen. 

Sehe ich eigentlich auch so. Dass jetzt zu "Beichten" war wirklich unnötig und nur dazu da sich selbst zu erleichtern. 

Aber da es nun schon ist wie es ist. Ich wäre sicher sauer, aber würde deswegen keine gute Beziehung in Frage stellen. 

Es gäbe ein klärendes Gespräch und dann würden wir das hinter uns lassen. 

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22. Februar um 17:55
In Antwort auf evaeden

Sehe ich eigentlich auch so. Dass jetzt zu "Beichten" war wirklich unnötig und nur dazu da sich selbst zu erleichtern. 

Aber da es nun schon ist wie es ist. Ich wäre sicher sauer, aber würde deswegen keine gute Beziehung in Frage stellen. 

Es gäbe ein klärendes Gespräch und dann würden wir das hinter uns lassen. 

...ja ich habe mich natürlich auch schon gefragt, warum es sein musste. Aber im Nachhinein ist es besser - wenn auch zu spät - dass es raus ist. Es hat bisher (unbewusst) beeinflusst (mich) und hätte es auch weiterhin. Unnötig wäre es auch dann, wenn er es innerlich einfach hätte stehen lassen können. Das ging in den letzten Monaten aber nicht mehr. Viele mögen nun wieder sagen wegen einer anderen Affäre etc. Ich habe jedoch schon seit 2-3 Jahren beobachtet, dass er sich in einem "Lebenswandel" befindet und anfängt aufzuräumen und vieles, was er bisher wunderbar verdrängen konnte (nicht nur auf uns bezogen), jetzt nicht mehr schaffte beiseite zu schieben... Als wäre der Akku leer gegangen und seither haben sich auch die depressiven Phasen gehäuft.

Ich habe in meinen Partnerschaften zuvor auch schon betrogen - wohl weil ich sie nicht ernst genug nahm vielleicht? Doch ich war aufrichtig und habe es gesagt. Und in diesen 14 Jahren habe ich das nicht getan. Man könnte also auch unterstellen ein Mensch kann sich nicht ändern aber doch, das habe ich und ich war seither "übels Loyal". Warum? Weil ich vieles in meinem Leben verändert habe. Daher frage ich mich bei manchen Posts zuvor, warum es für manche grundsätzlich ausgeschlossen scheint, dass ein Mensch irgendwann an einen Wendepunkt kommt und sein Leben ändern möchte. Aber das mag jeder sehen wie er will und ja, auch andere Gründe können eine Rolle spielen, weiß ich

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22. Februar um 17:56
In Antwort auf evaeden

Sehe ich eigentlich auch so. Dass jetzt zu "Beichten" war wirklich unnötig und nur dazu da sich selbst zu erleichtern. 

Aber da es nun schon ist wie es ist. Ich wäre sicher sauer, aber würde deswegen keine gute Beziehung in Frage stellen. 

Es gäbe ein klärendes Gespräch und dann würden wir das hinter uns lassen. 

...aber "einfach so" lässt man es nicht hinter sich. 10 Jahre hin oder her - das verjährt ja nicht einfach. Für mich ist es dennoch genauso frisch.

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22. Februar um 18:10
In Antwort auf wonder_woman

Mittlerweile in etwas fortgeschrittenerem Alter, mit viel Lebenserfahrung und unter der Berücksichtigung all der Dinge, die Du sonst über Deine Ehe, euere Beziehung schreibst, sowie dem Faktor "Dauer der Ehe", muss ich Dir schreiben, dass dieses Geständnis Deines Mannes gar keine schlechten Gefühle in mir auslösen würde. 

Er hat Dir diese Geschichte selber gebeichtet ohne jeglichen Zwang von aussen und scheint sich viele Jahre damit gequält zu haben. Darüber hinaus führt ihr eine gute Beziehung und Dein Mann arbeitet an sich und euerer Beziehung.

Aber er ist/war kein Heilliger. Für ein Mal in x Jahren. Weisst Du, dazu fällt mir einfach nur ein, wer ohne Sünde ist, werfe den 1. Stein. 
Wenn ich zurück denke, wie ich mich in jüngeren Jahren aufgeführt und agiert habe, auch innerhalb Beziehungen und gegenüber Menschen, die ich aufrichtig geliebt habe, dann dürfte kein Mann je an meiner Seite sein. 

Ich würde mit ihm über die Beweggründe damals reden und warum er meint, dass ihm das heute nicht mehr passieren könnte, resp. er es Dir erzählen musste. An Deiner Stelle würde ich seinem Beispiel folgen, und ihm von Deinen "Sünden" innerhalb euerer Beziehung beichten. Ich bin mir sehr sicher, dass es da auch bestimmt dies oder jenes gibt, was nicht vollkommen der Wahrheit entsprach oder gemein war. 
Und dann würde ich diese Geschichten abhaken und mich auf den nächsten, reiferen Abschnitt euerer Beziehung freuen.

ww

Meine "Sünden" habe ich zuvor schon gebeichtet (die weitaus nicht so schwerwiegend waren) und wie gesagt denke ich, genau dies hat ihn mehr und mehr unter Druck gesetzt, da ich ihn durch meine Ehrlichkeit immer wieder mit seiner Unehrlichkeit konfrontierte.

Ich sehe es auch so, dass nur wenige wirklich ehrlich und selbstreflektiert durchs Leben gehen. Selbst wenn mir jemand sagt (und so dachte ich schon bevor ich das wusste) "Also bei uns ist alles gut und wir sind immer offen und ehrlich miteinander, bei uns gibt's das nicht", zweifle ich das zutiefst an. Warum? Weil ich selbst ein sehr skeptischer Mensch bin und es selbst im Umfeld bei jenen oft erlebt habe, wo man genau dies dachte. So wie nun auch bei mir Ich mach mir keine Illusionen darüber, dass in einer Partnerschaft andere (dritte) nie eine Rolle spielen werden. Wer das wirklich denkt, ist glaube ich auch ein bisschen naiv. Daher hat es mir auch nicht den größten Schlag versetzt, dass ein Mensch zu so etwas in der Lage ist (bekomme ich auch zu Haufe durch meine Arbeit mit und ja, auch die Partner, die betrogen werden, denken bei ihnen sei alles so ehrlich und loyal und es passiere ja nur den anderen), sondern dass es gerade diese beiden sein mussten.

Ich danke Dir jedenfalls für Deine Worte und wünsche Dir alles Gute!

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