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Betrogen

22. Februar 2009 um 21:19 Letzte Antwort: 23. Februar 2009 um 12:50

Wir werden in einem Monat seit neun Jahren verheiraten sein, oder würden.

Mein Mann und ich sind seit einem Jahr aufgrund seines Jobs getrennt. Er lebt in einem anderen Land, ich und mein Sohn leben in DL. Wir wollten im Mai zu ihm ziehen. Ich wollte ihn davor noch einmal besuchen, damit die Zeit bis zum endgültigen Zusammensein besser überbrückt werden sollte.
Wir hatten uns im Sommer gesehen und waren 3 Wochen zusammen im Urlaub. Haben uns also nicht mehr als 6 Monate Nicht nicht gesehen.

Schon beim ersten Zusammentreffen, kam mir etwas komisch vor. Ich kann es nicht definieren. Er kam mir nicht als mein Mann vor, sondern als wäre er meine platonische Liebe. Ich fand ihn toll, gutaussehen, sexy und fühlte irgendwie, dass er nicht meins war. Ich habe noch am ersten Abend zu ihm gesagt, dass ich spüre, dass er mich betrogen hat.
Er war auch ein wenig distanziert, dass erklärt er damit, dass wir uns 6 Monate nicht gesehen hätten.

Ich bin 16 Tage dort geblieben. Am letzten Tag habe ich eine Art Juckreiz gehabt. Und ich habe ihm 3 Stunden vor unserem Abflug gesagt, dass ich zum Frauenarzt gehen werde, und wehe der erzählt mir, dass dies eine ansteckende Krankheit sei. Da ich ja mit niemandem geschlafen habe. Dann musste er es mir gestehen.
Leider waren wir in einem Hotelraum und unser Sohn war dabei. Also keine Szenen meinerseits. Ich habe mich wie tod gefühlt. Ganz leer. Ich habe mich total ruhig verhalten. Amf Flughafen ihn noch umarmt. Er hat geweint, weil er mich wohl sehr gut kennt und schon in Betracht gezogen hat, dass ich nicht zu ihm kommen könnte.
Meine Liebe zu ihm ist nicht weg, im Gegenteil, ich finde ich noch anziehender, aber im gleichen Moment fühle ich mich nicht gut genug für ihn. Ich bin mir sicher, dass er eine besser aussehendere als mich finden würde. Und das ist das Problem, ich möchte ihm den Seitensprung verzeihen, da ich es irgendwie auch nachvollziehen kann, er war 6 Monate alleine, wir hatten unsere Probleme, zeitweise keinen Respekt zueinander, aber haben uns wegen des Kindes immer wiederzusammen gereckt. Aber wir haben uns auch irgendwie nie auseinandergelebt.
Den Seitensprung zu verzeihen ist auch nicht das Problem, das Problem meinerseits ist, dass ich mich nicht gut genug für ihn fühle. Ich hatte vorher nie Selbstzweifel, bin eigentlich ein sehr selbstbewusster Mensch. Auch wenn ich nicht die Schönheit von Hollywood bin, bin ich zufrieden gewesen. Aber er hat all das in mir irgendwie zerstört.
Es kommt mir so vor als wollte er sich beweisen, dass er jemanden besseres als mich ins Bett kriegen könnte und hat es sich letztendlich bewiesen.
Der Gedanke an Trennung nagt an mir. Er beteuert, dass er mich liebt, dass es nur was sexuelles war, dass es ihm leid tut, weint, fleht mich an, aber ich kann nicht über meinen Schatten springen.

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23. Februar 2009 um 0:48

Hi,
gräm dich nicht so.Du kennst die Frau doch gar nicht,oder?Wer weiss wie die aussieht!!!!Und Männer sind so,leider.Du solltest den Kopf heben und dir sagen:ICH bin begehenswert!!!Mein Mann hat mich mich mit einer betrogen,die sah aus(ich will nicht näher daraub eingehen)Geisterbahnmodel ist untertrieben!!!Und ich lebe immer noch.Wenn du noch eine Chanche siehst dann gib sie ihm(aus Liebe).....


L.G.


E

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23. Februar 2009 um 12:50

Liebe sollte man nicht irgnorieren
Hallo devrimce,

leider gehöre ich auch zu den betrogenen Ehefrauen. Aber ich liebe diesen Mann - und das schon seit 18 Jahren, im Dezember 2008 war unser 10. Hochzeitstag, zumindest auf dem Kalender.
Denn zwei Tage vorher kam er nach einer Woche Abwesenheit (beruflich bedingt) nach Hause, spät abends und seine Kleidung sagt mir klar und deutlich, wie er den Abend verbracht hat. Leider war ich so erfreut über das Wiedersehen und in Gedanken ganz bei unserem "runden" Hochzeitstag", dass ich an diesem Abend gar nicht geschaltete habe oder es auch ignorieren wollte. Am nächsten Tag kamen dann aber doch die Gedanken - er hat mich betrogen!!!
Ich war innerlich verzweifelt und habe vor allem mir Vorwürfe gemacht - und nicht ihn darauf angesprochen. Dann am Hochzeitstag schenkte er mir trotzdem 10 rote Rosen - für mich das Zeichen von Liebe! Aber irgendwie fanden wir beide keine rechte Freude an diesem Tag - übrigens hat mein Mann eine eigene Firma und ich arbeite mit ihm zusammen.
Jeder hat irgendwie versucht, den anderen wenig anzusprechen.
Am Abend sind wir essen gegangen. Im Restaurant merkte ich dann, dass er nicht mal unseren Ehering trug. Dass war mir zuviel. Der Ort war zwar der unpassendste den es gibt, aber ich konnte nicht an mich halten. Ich habe ihm gesagt, dass er mich betrügt und er hat es nicht geleugnet.
Er hat mir gesagt, dass ihm in unserer Ehe etwas fehlt, ich würde nicht mit ihm reden oder Dinge, die er mir sagt, ignorieren.
Ich kann dass leider nicht ganz abstreiten. Ich bin kein Mensch großer Worte, ich zeige aber gern meine Gefühle. Er hat mir erklärt, dass die "Affäire" nicht geplant war, es hat sich halt entwickelt. Er hat sie in einem Excel-Forum (also diese Tabellen-Geschichte auf dem PC) kennengelernt. Mit ihr erst nur beruflich sich ausgetauscht. Mit der Zeit hat er sich aber immer besser mit ihr unterhalten können (per Email) und sich von ihr irgendwie verstanden gefühlt, so dass es ins Private überging. Und dann haben sie festgestellt, dass sie nicht weit auseinander wohnen. Es kam zu einem ersten Treffen, noch rein platonisch, aber irgendwann wurde es mehr. Aber er hat es nicht geschafft, es mir zu sagen. Er ist ein Mensch, der über das Hintertürchen den Menschen versucht etwas zu sagen, also nicht direkt - "Du, ich fühle mich in unserer Beziehung nicht wohl, ich habe jemanden anderes kennengelernt, der mich versteht und ich fühle mich bei ihr wohl"
Nein, es kamen nur Andeutungen, die ich natürlich falsch interpretiert habe, er lässt gern Sprüche ab und zieht die Menschen auf - also voll aneinander vorbei gesprochen!!!
Da er aber unsere Ehe - in der er sich sonst sehr wohl fühlt und seine Gefühle für mich noch immer da sind - nicht aufgeben wollte und dass auch nie in Erwägung gezogen hat, hat er letztendlich sich von ihr getrennt. Aber entschuldigt hat er sich nie dafür! Ich habe ihn zweimal meine tiefsten Gedanken und Gefühle mitgeteilt - fühlte aber von seiner Seite nichts. Ich war der Meinung, ich bin die einzigste, die um diese Ehe kämpft.
Nun ist für mich die Sache natürlich nicht so leicht zu verarbeiten. Also habe ich ein wenig mehr auf sein Tun und Handeln geachtet. Und so musste ich feststellen, dass nicht nur sie existierte, sondern auch noch weitere Email-Kontakte mit anderen Frauen. Natürlich war ich verzweifelt, habe aber nicht ihn darauf angesprochen. Ein großer Fehler, die ganze Sache ist am Mittwoch eskaliert. Ich habe ihm deswegen Vorwürfe gemacht, habe ihn Anschuldigungen an den Kopf geworfen, die ich mir zusammengereimt habe, der festen Überzeugung, dass es stimmt. Wir haben uns so heftig gezofft, dass er mir an den Kopf warf, er werde sich scheiden lassen, so kann er nicht mit mir zusammen sein. Er hat mir versichert, dass er diese Frauen nicht persönlich kennt, sondern nur mit ihnen redet - er kann dass eben mit Frauen besser als mit Männern, Seine Freunde hier hören ihm nicht richtig zu und erzählen ihm immer nur ihre Probleme - das er auch jemanden zu reden braucht, merken sie leider nicht.
Die nächsten Tage waren grauenvoll. Er hat kaum mit mir geredet oder mich bösartig reagiert, mich spüren lassen, wie verletzt er ist. Und ich habe mich zurückgezogen, mich versucht mit dem Gedanken des Alleinseins anzufreunden und habe letztendlich den letzten Schritt auch in Betracht gezogen. Ich war bereit diesen Mann, den ich über alles liebe - zu verlassen. Aber anderseits sah ich auch seine traurigen Augen ...
Am Samstagabend haben wir uns dann nochmals so heftig gestritten, dass ich ihm sagte wie ich über alles denke und dass ich gehen werde - und plötzlich konnte er mir sagen, wie leid ihm dass alles tut, dass er sehr traurig wäre, wenn wir (wir haben eine 16jährige Tochter) gehen würden. Wir haben noch lange geredet und dann im Bett (was trotz der letzten angespannte 2-3 Monate immer gut lief) uns endgültig versöhnt. Natürlich bin ich trotzdem noch ein wenig angespannt, er ist gestern wieder für 1 1/2 Wochen beruflich weggefahren und ich vermisse ihn so - und weiß natürlich nicht 100%ig was in seiner Abwesenheit alles läuft, aber ich glaube die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich muss den Kopf wieder frei bekommen und wieder das Vertrauen aufbauen - dass weiß er natürlich auch. Aber er gibt sich Mühe, zeigt mir was ich für ihn bedeute und sagt es mir auch. Ich hoffe, es sind nicht nur leere Worte.

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