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Bester Freund+seine Freundin, weiss auch keinen Rat mehr

16. November 2011 um 15:18

Sorry langer Text!

Mein bester Freund (30) ist seit 3 Monaten mit seiner Freundin (26) zusammen und ich möchte euch heute um eure Meinungen bitten, da ich seit diesen 3 Monaten täglich das selbe mitanhöre und mich nur noch gebetsmühlenartig wiederhole und auch keinen Rat mehr weiss. Vielleicht hilft es ihm, wenn ich dann etwas hieraus vorlese.

Mein bester Freund ist ein sehr offener, vorallem aber auch ein sehr sexueller Mensch (in seiner Familie wird über das Thema Sex sehr offen geredet), der viel Nähe braucht und gerne seine Freunde um sich hat. Allgemein wird er als Sonnenschein bezeichnet, weil er einfach sehr viel lacht und sehr sehr humorvoll ist..Das Lachen ist ihm aber leider vergangen.

Das Hauptproblem (neben vielen anderen) an seiner "Beziehung" ist das Thema Sex und körperliche Nähe im Allgemeinen. Obwohl sie sich schon nach 2 Wochen als Paar bezeichnet haben, gab es keine sexuelle Annährung zwischen den beiden (nicht mal nackt gesehen o.Ä.). Das hat ihn zwar sehr fertig gemacht, aber er hat sich zurückgehalten und wollte ihr die Zeit geben.
Aber selbst das Thema "Sex" an sich nach 2 Monaten, also allein die Frage wie sie dazu steht und ob sie es denn nicht vermisse (sie hatte seiner Aussage nach seit 3 1/2 Jahren keinen Sex mehr) führt regelmäßig zur Eskalation. Heißt, sie schreit ihn an und wird sehr sehr beleidigend (O-TON: Er sei ein assoziales Ar..loch und solle in den Puff gehen, wenn ers so nötig hätte)..er schwört, dass er nur darüber reden wollte und empfindet (ich auch) es für normal, wenn man mit seinem Partner nach 2 Monaten doch mal über Sex reden wolle.
Aufgrund dieser Thematik haben sie sich schon 2 mal (oder auch öfter, ich weiss es nicht mehr) innerhalb dieser 2 Monate getrennt und schließlich wieder versöhnt.
Sie sagt ja auch zu ihm, dass Sex für sie nunmal nicht wichtig sei in einer Beziehung..für ihn aber sehr.
Er steht auf SexToys, musste die aber schon alle verstecken, damit sie das ja nicht sieht. Darauf angesprochen, wie sie sowas finde, sagte sie wieder O-TON: So einen Scheiss, könne er sich in den A... stecken!..Die ToyBox bleibt also erstmal im Keller )
So, das Wort Sex darf er im Prinzip nicht mal mehr in den Mund nehmen.

Nach knapp 3 Monaten hatten sie tatsächlich Sex, was ganz gut war, wie er meinte. Aber es blieb nur bei dem einen Mal und angeblich ging es von ihr aus.
Und dieses Wochenende kam die nächste Eskalation und ich kanns einfach nicht mehr hören.
Sie lagen scheinbar auf der Couch und haben ferngesehen und er wollte sie streicheln und berührte dabei ihre Brust (über dem Pulli). Sie flippte total aus, schlug seine Hand weg und beschimpfte ihn als "Grapscher" und, dass er ja NUR DAS EINE von ihr wolle und überhaupt könne sie das nicht ab.
Mal wieder großes Geschreie, sie ist wieder abgehauen..etc. hatten wir alles schon.
Er meinte im Gespräch zu ihr, dass für ihn in einer Beziehung es nunmal wichtig ist, seine Partnerin auch berühren zu dürfen ohne gleich an Sex zu denken, und er sie nunmal gerne streichle und als Freund dürfe man ja wohl auch mal die Brust der Freundin berühren (ihren Bauch darf er generell nicht anfassen, weil sie meint er sei zu dick..dabei ist sie super schlank)..Naja, sie legt alles so aus, als wolle er nur Sex und jegliche Annährung seinerseits sei nur darauf bezogen. Was allerdings ich als seine gute Freundin 100% verneinen kann, denn wenn er nur Sex wollte, könnte er das sofort bei vielen anderen bekommen und er würde garantiert nicht so lange warten..das weiss ich!
Nun, sie sagte dann scheinbar zu ihm, dass sie nicht sagen könne ob es nur jetzt so ist oder generell, aber dass sie einfach körperliche Nähe nicht angenehm findet und sie das nicht anmacht. Für ihn ein No-Go, denn er mag es einfach auch mal auf der Couch nur zu kuscheln, sich küssen etc. Er traut sich nicht mal mehr sie nur zu umarmen.

Das ist so der Hauptknackpunkt bei den beiden.
Es gibt noch zig andere Streitpunkte, die ich hier nicht alle aufzählen kann (Drama, wenn er mit nem Kumpel telefoniert, Drama, dass er auch weibliche Freunde hat, Drama, weil er den Nachmittag mit nem Freund in der Stadt war, Drama, weil er Frühaufsteher ist und !!!! Drama, weil er nicht vorhersehen konnte, dass wenn sie schief aufm Sofa liegt in der Nacht Kopfschmerzen bekommt und er sie darauf hätte aufmerksam machen müssen!!! )) Er meinte nur, er sei ja kein Hellseher)
Auf meine Frage hin, was er so toll an ihr findet, sagt er nur, dass er es nicht mehr wisse. Sie würde ihm halt optisch sehr gut gefallen und "eigentlich" würden sie sich ja sonst auch mal verstehen.
ALLE anderen, mich eingeschlossen, sehen das aber anders.

Ich finde es ein Unding seinen Partner aufs derbste zu beleidigen. Sowas macht man selbst im Streit nicht. Da ist doch kein Funke Respekt mehr da (und assoziales Ar...loch war hier noch das harmloseste..da fielen noch andere Worte).
Und ja ich finde es nicht normal, dass man seinen Partner nicht mal berühren darf, ohne gleich mit irgendwelchen Grapschern in einen Topf geworfen zu werden.
Eine traumatische Vorgeschichte besteht angeblich nicht (hab ich auch schon dran gedacht)..vielleicht einfach zu viele Komplexe??

Sie passen einfach nicht zusammen. Und ja, Sex ist in einer Beziehung wichtig. Für den einen mehr, für den anderen vielleicht weniger. Aber, wenn man da nunmal nicht kompatibel ist, hat es einfach keinen Sinn..denn einer wird immer unglücklich sein..Aber er drängt sie in keiner Weise dazu. Er meint nur, er müsse ständig aufpassen was er sagt, weil sie sonst was in falschen Hals bekommt und wieder ausrastet. Er verstellt sich also.

Das weiss er alles und trotzdem lässt er sich jedesmal wieder einlullen und verzeiht ihr ihre Ausraster. Er hat überhaupt keinen Stolz mehr und es ist ihm sichtlich peinlich vor seinen Freunden es wieder einmal zuzugeben, dass er weich geworden ist. Wir stehen trotzdem alle zu ihm und er braucht sich wirklich vor uns nicht zu schämen..ich hörs mir jeden Tag an, auch wenn die Platte nen Sprung hat. Aber sagen kann ich nix mehr, außer dass ich mich an seiner Stelle trennen würde, er aber wissen müsse was er tut.

Tut mir nur so Leid, dass es ihm einfach mies geht, werde aber auch schon wütend, weil er einfach nix ändert und sich ständig wieder drauf einlässt, statt konsequent Schluss zu machen. Was soll man denn noch raten???

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16. November 2011 um 16:46

Hach..
Deinen letzten Satz hab ich fast 1 zu 1 auch schonmal zu ihm gesagt
Aber genutzt hat es nichts..war jetzt unterwegs und ein Anruf in Abwesenheit von ihm..mal sehen was kommt, er wollte gestern mit ihr reden..

Das mit dem Abstand seh ich auch so..sag ja schon meistens, dass es mir Leid tut, aber wir uns im Kreis drehen und er von mir nichts neues hören wird in dieser Sache. Hör praktisch nur noch zu..

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16. November 2011 um 17:19

Es wird nicht funktionieren
Die Beziehung wird nicht lange halten, nur muss ER es einsehen. Da hilft kein logisches Argument. Bekanntermaßen sind Verliebte taub für jegliche Vernunft.

In diesem Falle aber, wird ihm früher oder später ihr ganzes Gehabe mächtig auf den Nerv gehen. Kein Mensch erträgt auf Dauer ständig Streit und Drama.

Zudem ist Sex in einer Beziehung das Wichtigste überhaupt, heißt: die Einstellung beider Partner muss übereinstimmen.
In jedem Bereich kann man Kompromisse schließen - man muss weder die gleichen Filme mögen noch das Hobby des anderen, wenn der eine 3x die Woche joggen muss, kann der andere halt gemütlich auf der Couch liegen und fernsehen.
Selbst wenn man mit der besten Freundin nicht gerade warm wird, kann man höflich miteinander umgehen und die Begegnungen auf ein Mindestmaß begrenzen.

Aber wenn es um Sex geht, geht das nicht.
Wenn der eine nur Sex im Dunkeln unter der Bettdecke möchte und der andere hortet eine Peitschensammlung unter dem Bett - dann sind Probleme vorprogrammiert
Fazit: auch wenn der eine dem anderen zuliebe verzichtet, wird ihm auf Dauer etwas fehlen und das sucht er sich woanders.

Liebe Grüße, Rullgardina

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16. November 2011 um 18:02


Genau, und wenn ich für ne Freundin da bin, dann will ich auch was von ihr??!!
Wo hör ich mich bitte an, als wolle ich bei ihm landen?

Wir zwei sind wie Bruder und Schwester und erzählen uns nunmal fast alles und wenn uns etwas belastet reden wir ebenfalls darüber. Ich habe diesen Thread aufgemacht, um ihm neutrale/objektive Meinungen vorzuhalten, damit er endlich aufhört, sich so schlecht behandeln zu lassen. Wieso ich das zu meinem Problem mache? Weil ich damit JEDEN TAG konfrontiert werde und als Freundin ihm da auch zuhöre. Sowas macht eine Freundschaft für mich aus..

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16. November 2011 um 18:26

...
Da geb ich dir im Grunde Recht. Aber es ist halt nicht leicht, einem die kalte Schulter zu zeigen und zu sagen, ist mir Wurscht ob's dir schlecht geht oder nicht, wenn man den Menschen mag.
Ich hör ihm auch gerne zu, nur irgendwann ist halt alles dazu gesagt..daher der letzte Akt bei gofem. Was er dann damit macht, bleibt ihm überlassen..

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16. November 2011 um 18:36
In Antwort auf semiramis000

...
Da geb ich dir im Grunde Recht. Aber es ist halt nicht leicht, einem die kalte Schulter zu zeigen und zu sagen, ist mir Wurscht ob's dir schlecht geht oder nicht, wenn man den Menschen mag.
Ich hör ihm auch gerne zu, nur irgendwann ist halt alles dazu gesagt..daher der letzte Akt bei gofem. Was er dann damit macht, bleibt ihm überlassen..


Die Kalte Schulter zeigen ist doch Unsinn. Wenn Freunde mit Problemen zu einem kommen, dann sollte man auch für sie da sein.
Letztlich kann man nichts anderes tun, als Verständnis (oder Unverständnis) zeigen und dem anderen mit Rat (und manchmal Tat) zur Seite zu stehen.

In dem Falle deines besten Freundes ist aber alles gesagt und du hast ihm ja scheinbar oft genug gesagt, wie du das ganze siehst und was du an seiner Stelle tun würdest.

Nun ist es aber an IHM etwas an seiner Situation zu ändern. Das kann oder will er ja scheinbar nicht. Dementsprechend würde ich ihm - wenn er das nächste Mal mit diesem Problem ankommt - freundlich aber bestimmt sagen, dass ihr das Thema zur genüge besprochen habt und dass deine Meinung sich diesbezüglich nicht geändert hat. Ich würde ihn aber auch bitten, da er scheinbar nichts an der Situation ändern wolle, mich nicht weiter damit zu belasten. Sag ihm, dass du alles versucht hast, ihm zu Helfen, dass du aber an einem Punkt bist, an dem du seine Lethargie bezüglich seines Problems nicht mehr mittragen kannst.
Vielleicht wacht er dann irgendwann auf.

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