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Beste Freundin hat ihren Freund betrogen

22. Dezember 2008 um 4:25 Letzte Antwort: 23. Dezember 2008 um 4:07

Hallo,

meine beste Freundin hat mir gestern im betrunkenen Zustand (ich denke nicht, dass sie sich noch daran erinnern kann) erzählt, dass sie ihren Freund betrogen hat.
Nun plagt mich mein Gewissen, da er echt ein netter Kerl ist, und meiner Meinung nach sowas nicht verdient hat, da er sie wirklich abgöttisch liebt.

Soll ich es ihm sagen? Allerdings setzte ich da wohl die Freundschaft zu ihr aufs Spiel. Oder soll ich schweigen und mit dem schlechten Gefühl leben und darauf hoffen, dass sie es ihm selbst beichtet?

Ich hatte bisher gedacht, dass das mit den beiden etwas längerfristiges wird, da sie zwar von Grund auf verschieden sind, aber sich so perfekt ergänzen... aber auf der Grundlage?

Ich denke, ich werde auf alle Fälle nochmal mit ihr in nüchternem Zustand sprechen, und werde ihr auch sagen, was ich davon halte, aber trotzdem...

Was würdet ihr in so einer Situation tun? War vielleicht schon einmal jemand in so einer Lage?

Würde mich über eure Erfahrungen und Ratschläge freuen

Danke schonmal
Kiwii

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22. Dezember 2008 um 4:52

Re
Natürlich halte ich zu meiner besten Freundin, das steht außer Frage, auch dass ich zuerst mit ihrdarüber spreche, aber andererseits kann ich ihr doch nicht alles durchgehen lassen. Und es ist einfach eine scheiß Situation, v. a. wenn ich ihm über den Weg laufe.

Danke für deine Antwort

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22. Dezember 2008 um 10:26

Abgesehen davon
gilt es in solchen fällen auch immer abzuwägen zwischen den zwei Übeln Lüge und Verletzung.

Nur weil man sein schlechtes Gewissen erleichtern möchte, ist es noch lange nicht unbedingt richtig reinen Tisch zu machen. Klar, es ist nicht die feine Art fremdzugehen, aber wenn es eine einmalige Sache war, sollte man sich gut überlegen, wem damit geholfen ist, wenn die ganze Wahrheit raus ist.

Es kommt immer auf die Umstände und Hintergründe an.

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22. Dezember 2008 um 10:31

Bloß nicht...
...mit dem Freund deiner Freundin darüber sprechen. Du kannst nur ihr ins Gewissen reden. Du bist auch nicht, dich gemeinsam mit ihm an einen Tisch zu setzen und so zu tun, als wenn nix wäre. Dennoch ist es ihre Aufgabe und Entscheidung mit ihm zu sprechen. Frag sie doch mal, warum sie es getan hat.

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22. Dezember 2008 um 13:25

"zum scheitern verurteilt"???
Ich glaube das ist eine etwas vorschnelle Annahme.

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22. Dezember 2008 um 14:02

"Fakt ist nun mal das Vertrauen wird so sehr erschüttert das es nie wieder ganz hergestellt werden"
a) Es ist manchmal besser nichts zu sagen. Es kann reichen, aus seinen eigenen Gewissensbissen zu lernen.

b) Ein Seitensprung muss nicht automatisch die Beziehung gefährden. In der Regel ist er ja sowieso bloß Symptom. Es gilt die Ursachen zu kurieren. Wenn man das schafft, kann der Seitensprung sogar was positives haben. (Ich rede hier nicht vom seriellen Betrügen.)

c) Ich kenne fast keine Beziehung, in der es nicht schonmal zu einem Fehltritt gekommen ist. Gerade in langen Beziehungen.

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22. Dezember 2008 um 14:20

Fallen77
Verstehe nicht warum Du polemisierst, damit ist niemanden geholfen.

Es gibt zu dem Thema natürlich mehrere Betrachtungsweisen. Ich habe keineswegs eine Apologie der Unehrlichkeit vorgeschlagen. Aber ein Fehltritt muss trotzdem kein Weltuntergang sein. Fakt ist: es passiert. Das ist nicht schön, aber wenn es soweit kommt, muss das nicht das Ende der Welt bedeuten. Das war alles was ich zu bedenken geben wollte. Falsch verstandener Idealismus macht nämlich genauso einsam wie Lügen.

Wichtig ist, dass man zu sich selber ehrlich ist. Und versucht konsequent zu handeln.

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22. Dezember 2008 um 14:53

Schon gut
Wenn Du schreibtst:
"Nein ein Seitensprung hilft natürlich dabei hey schatz ich hab mit deiner Freundin geschlaffen ist gut oder "

Das ist für mich eine unnötige polemische Verzerrung und Zuspitzung.


Wenn Du schreibst:
"Fakt ist, dass das Vertrauen nie wieder hergestellt werden kann... "

Das ist schlichtweg kein Fakt. Dass ist Deine Erfahrung oder Meinung, die nicht allgemeingültig ist. Genauso wenig wie meine. Aber ich bevormunde die Leute nicht, indem ich meine Meinung als Faktum deklariere.

Wenn Du schreibst irgendwetwas sei "interessant aber doch so falsch" gilt das genauso: Du hältst etwas persönlich für "falsch", meinst damit vermutlich "für mich persönlich nicht mit meinem Gewissen zu vereinbaren", und differenzierst dazwischen dann beim schreiben nicht.


Keine Sorge ich fühle mich nicht angegriffen. Aber überdenke doch mal Deinen Diskussionsstil.

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22. Dezember 2008 um 15:05

Meine meinung dazu :
halt dich da raus. Sag ihr was du davon hältst und das du es auch nicht besonders prickelnd findest das sie es dir erzählt hat . Aber mehr würde ich an deiner Stelle nicht tun.

Ich bin der Meinung das man sich aus beziehungen generell raushalten sollte. Du siehst doch letztendlich nur die Fassade...warum wieso und weshalb sie ihn betrogen hat weißt du nicht . Natürlich nicht , denn ein Dritter kann sich nie ein Bild davon machen was in einer Beziehung zwischen zwei Menschen abgeht

Es ist NICHT deine Aufgabe dem Freund reinen Wein einzuschenken

Und es ist auch NICHT dein Recht zu beurteilen ob man auf dieser Basis weiterhin eine Beziehung führen kann oder nicht

Das hat einzig und allein deine Freundin ( bzw ihr Freund ) zu entscheiden.
Und ob sie ihm das nun beichtet oder nicht ist einzig und allein IHRE Angelegenheit.

Und mal ganz ehrlich ....sie hat es DIR anvertraut weil du ihre beste Freundin bist ...würdest du es toll finden wenn du deiner Freundin etwas anvertraust und sie es nachher rumerzählt ? Dafür sind Freunde doch da..um über alles reden zu können ,oder ?

Mag ja sein das du nun ein schlechtes Gewissen hast ....aber da solltest du als "beste" Freundin mit klarkommen .

Wie gesagt ..sag ihr deine Meinung und sag ihr eventuell das sie dich in Zukunft mit solchen Geschichten verschonen soll, aber ansonsten würde ich sagen SCHWEIGEN IST GOLD

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23. Dezember 2008 um 4:07

Re
Erstmal danke für die vielen Antworten... wow ich hätte nicht gedacht, damit gleich so einen Sturm loszutreten.

Mir ist selbst klar, dass ich nicht mit ihm kann und darf, da ich erstens damit ihr Vertrauen missbrauche und ich mich nicht so in ihre Beziehung einmischen darf.
Ich rede auf alle Fälle mit meiner Freundin.

Ich persönlich erleichtere lieber mein Gewissen, indem ich darüber rede, als dass ich dann wieder mit einem Magengeschwür dasitze, weil ich alles in mich reingefressen habe.
Außerdem, wenn es dann wirklich bei den beiden zum großen Knall kommt, und Vorwürfe laut werden, nach dem Motto "Du hast es gewusst und nichts gesagt!", kann ich wenigstens sicher sein richtig reagiert zu haben, indem ich das ganze nicht auf sich beruhen habe lassen und mit meiner Freundin gesprochen habe.


Da kann man mich auch gerne als Moralapostel bezeichnen oder mir egoistische Motive vorwerfen.

Wünsche euch allen schöne Feiertage und ein ruhiges Weihnachtsfest

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