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Besser alleine bleiben?

14. Juli 2015 um 10:37

Zuweilen frage ich mich tatsächlich, ob ich nicht besser daran täte keine Beziehung mehr einzugehen.
Um zu erklären, wie ich dazu komme, muss ich leider etwas weiter ausholen. Ich bin an sich ein totaler Beziehungsmensch und wenn ich eine Beziehung eingehe, dann nehme ich diese auch sehr ernst und bin mit meinem ganzen Herzen dabei. Ich bin durch und durch ein Familienmensch und möchte auch selber Kinder haben.

Doch meine Beziehungen scheitern immer wieder aus ähnlichen Gründen. Meine erste Beziehung überlebte meinen zweiten längeren Auslandsaufenthalt nicht. Mein zweiter Freund hat sich von mir getrennt, weil ich die Stadt gewechselt habe, um zu studieren, was mich interessiert. Er wollte damals weder mit noch eine Fernbeziehung versuchen und stellte mich vor die Wahl. Mit meinem jetzigen Partner habe ich ein ähnliches Spiel. Ein Job, für den ich die Stadt wechseln müsste. Ein Job, von dem ich immer geträumt habe.
Doch auch mein Freund möchte weder die Stadt verlassen, in der wir wohnen noch aus unserer Beziehung eine Fernbeziehung werden lassen. Zumal wir auch Zukunftspläne miteinander haben/hatten(?).

Ich hinterfrage gerade alles und am meisten mich selber. Warum zieht sich dieses Muster durch mein ganzes Beziehungsleben? Sind es die falschen Männer? Oder will ich am Ende einfach zu viel? Was denken andere Frauen/andere Männer darüber?

Ich hatte schon einmal eine Phase des Hinterfragens. Damals kam ich zu dem Schluss, dass ich mir die falschen Männer aussuche. Ich lernte dann einen Mann mit einem ausgeprägten Freiheitsdrang kennen für den seine Reisen und seine Selbstverwirklichung an oberster Stelle standen. Wir haben uns menschlich super verstanden, doch alles andere kam mir falsch vor. Das war nicht die Art wie ich eine Beziehung führen wollte. Für mich brauch es Nähe, Vertrauen, und Geborgenheit. Damit war dieses Kapitel für mich abgeschlossen.

Mein jetziger Partner ist so wie ich mir einen Mann vorstelle und ich liebe ihn mehr als ich einen Mann zuvor geliebt habe. Und doch stehe ich wieder vor einer Entscheidung. Meine Liebe oder meine beruflichen Wünsche.
Auch in meiner Familie wurde mein Problem schon rauf und runter diskutiert. Meine Mutter und meine Oma sagen, dass es an der Zeit wäre, dass ich lerne auch mal zurückzustecken und zu verzichten für meinen zukünftigen Mann. Da ich selber auch Familie haben möchte, versteht meine Oma meine beruflichen Ambitionen sowieso nicht. Mein Vater dagegen ermutigt mich, dabei weiß ich, dass er meine Mutter niemals hätte gehen lassen, damit sie irgendwo auf der Welt ihren beruflichen Zielen nachgehen kann.

Auch wenn ich meine Familie noch so doll liebe; ihre Ratschläge helfen mir auch nicht weiter.

Es erscheint mir nichts als richtig und ich habe keine Ahnung wie es weiter gehen soll.

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14. Juli 2015 um 11:02

Du erwartest...
der wichtigste Mensch für deinne Partner zu sein! Du erwartest, dass sie alles akzeptieren was DU möchtest und auch alles mitmachen was DU möchtest!

Aber was machst DU?!

Warum wunderst du dich, dass deine Beziehungen nicht klappen, wenn du dich ja selber von ihnen und deinen Partnern entfernst und dass nicht mal nur im übertragenen Sinn sondern auch wirklich räumlich...

Entscheide dich, entweder Familie ODER Karriere...

Klar könnte man auch beides unter einen Hut bringen aber nicht so wie du es dir vorstellst...
Du musstests dich wahrscheinlich einfach auch mal mit etwas weniger zurfrieden geben!

So wie du dich anhörst wäre ein Partner der genauso ist wie du (vom Verhalten und der Einstellung her) überhaupt nix für dich selbst, falls du denkst du findest noch einen gleichgesinnten Partner!

Und wenn du dir überlegst warum, dann denke ich wirst dus recht schnell rausfinden...
Du brauchst nur mal die Rollen zu tauschen, versetz dich mal in deinen Partner!

Du wirst dich wohl oder übel entscheiden müssen...
Mach aber nicht den Fehler, jemandem im Nachhinein die Schuld zu geben, wenns doch nicht so laufen sollte wie dus dir vorgestellt hast!

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14. Juli 2015 um 11:10

Hm
wäre interessant zu wissen wie alt ihr seid?

Du setzt doch ganz klar deine Prioritäten: erst der Job und dann der Partner.
Ich kann verstehen das dein derzeitiger Partner weder die Stadt verlassen, noch eine Fernbeziehung möchte! Für mich würde das auch nicht einfach so in Frage kommen. Ist es wirklich eine einmalige Chance oder einfach eine berufliche Perspektive die sich eröffnet.
Klar willst du später mal eine Familie, aber willst du diese auch mit deinem derzeitigen Partner?

Tolle Jobs gibts wie Sand am Meer, aber den richtigen Partner zu finden ist meiner Meinung nach etwas schwerer

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14. Juli 2015 um 12:40

Danke für eure Meinungen
27 und 31.
Aber wenn ich es doch sage, Familie, Bindungen, Beziehungen ist mir alles wahnsinnig wichtig und ich möchte unbedingt Kinder haben. Ich bin absolut keine Einzelgängerin, auch wenn ich bisher egoistisch meinen Zielen gefolgt bin. Ich konnte aber immer wieder zurück. Familie und meine engsten Freundinnen waren da und haben sozusagen auf mich gewartet. Das war schön. Bezogen auf die zwei Punkte konnte ich schon immer alles haben. Gehen und Erfahrungen sammeln und doch immer wieder zurück kommen können. Nur die Männer an meiner Seite habe ich jedes Mal verloren.

Meinen jetzigen Partner möchte ich nicht verlieren und dennoch denke ich ständig über diesen Job nach.

ich hatte diese Seiten schon immer in mir. Bin ich mit meiner Familie oder Partner zusammen, dann bin ich meist sehr anhänglich. Mit meinem Freund wohne ich mittlerweile sowieso zusammen aber auch meine und seine Familie geht bei uns ein und aus oder wir sind auch oft bei denen und ich fühle mich rundherum wohl und brauche das alles auch. Aber dann eröffnet sich mir eine Möglichkeit die mich reizt und ich möchte sie wahrnehmen. Ich habe diese zwei Extreme in mir und ich will auch alles. Ich weiß, dass dies zu Problemen führt und gerade mit Kindern unvereinbar ist.

Noch mal zu dem Job. Wenn ich ihn annehme, dann weiß ich, dass ich spätestens nach 2 Jahren sowieso kündigen würde, um wieder zurückzugehen. Warum ich nicht dann gleich bleiben kann? Das wüsste ich selber gerne.

Ein Job ist für mich nicht alles im Leben.
Das ist für mich Familie. Deswegen verstehe ich mich selber nicht. Jemand der so familiär ist, dürfte über solche Angebote eigentlich gar nicht nachdenken.

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14. Juli 2015 um 13:11

Natürlich weiß ich es nicht mit absoluter Sicherheit
aber ich kenne mich gut genug um zu wissen, dass ein Job allein mich auf Dauer nicht erfüllt. Irgendwann kommt die Sehnsucht zurückzugehen und wieder die Menschen um mich zu haben, die mir so wichtig sind. So war es bisher immer. Ich denke es ist nicht wirklich naiv oder dumm sondern gut, dass ich mir vorher schon über meine Ambivalenz im Klaren bin, bevor ich voller Übermut meine Koffer packe und gehe.

Anders wäre es, wenn mein Freund mitgehen würde. Dann hätte ich ein Stück Familie dort. Oder wenn ich ganz ungebunden wäre, dann wäre es sowieso einfacher aber im Endeffekt auch nicht richtig für mich.

Sesshaft ist ein gutes Wort. Damit habe ich wohl so meine Schwierigkeiten. Ich frage mich ob man wohl daran arbeiten kann. Ich möchte zwar keinen Teil von mir selbst verleugnen aber ich möchte mir auch nicht selber mein Leben verbauen.

Mit dem Schwanger werden wartet man bei uns eigentlich bis nach der Hochzeit Und inmitten all unserer Pläne kam jetzt das Job-Thema auf.

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14. Juli 2015 um 13:25

Also
ich finde, dass es einfacher ist einen Job zu finden als den Partner fürs Leben. Ob beides auf ewig klappt dafür gibt es nie eine Garantie. Aber wenn du deinen Freund so sehr liebst als je jemanden zuvor dann solltest Du dir mal überlegen ob Du nicht doch vlt. dich mal für die Familie/Freund entscheidest.
Zumal Du ja auch hier sagst, das Du häufiger deinen Job wechselst, wäre ja schade das du hierfür dann deine Liebe aufgibst. Schlussendlich ist es aber deine Entscheidung.

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14. Juli 2015 um 13:51
In Antwort auf meyla10

Danke für eure Meinungen
27 und 31.
Aber wenn ich es doch sage, Familie, Bindungen, Beziehungen ist mir alles wahnsinnig wichtig und ich möchte unbedingt Kinder haben. Ich bin absolut keine Einzelgängerin, auch wenn ich bisher egoistisch meinen Zielen gefolgt bin. Ich konnte aber immer wieder zurück. Familie und meine engsten Freundinnen waren da und haben sozusagen auf mich gewartet. Das war schön. Bezogen auf die zwei Punkte konnte ich schon immer alles haben. Gehen und Erfahrungen sammeln und doch immer wieder zurück kommen können. Nur die Männer an meiner Seite habe ich jedes Mal verloren.

Meinen jetzigen Partner möchte ich nicht verlieren und dennoch denke ich ständig über diesen Job nach.

ich hatte diese Seiten schon immer in mir. Bin ich mit meiner Familie oder Partner zusammen, dann bin ich meist sehr anhänglich. Mit meinem Freund wohne ich mittlerweile sowieso zusammen aber auch meine und seine Familie geht bei uns ein und aus oder wir sind auch oft bei denen und ich fühle mich rundherum wohl und brauche das alles auch. Aber dann eröffnet sich mir eine Möglichkeit die mich reizt und ich möchte sie wahrnehmen. Ich habe diese zwei Extreme in mir und ich will auch alles. Ich weiß, dass dies zu Problemen führt und gerade mit Kindern unvereinbar ist.

Noch mal zu dem Job. Wenn ich ihn annehme, dann weiß ich, dass ich spätestens nach 2 Jahren sowieso kündigen würde, um wieder zurückzugehen. Warum ich nicht dann gleich bleiben kann? Das wüsste ich selber gerne.

Ein Job ist für mich nicht alles im Leben.
Das ist für mich Familie. Deswegen verstehe ich mich selber nicht. Jemand der so familiär ist, dürfte über solche Angebote eigentlich gar nicht nachdenken.

Das ist das Problem!
Du weist, dass man auf dich wartet und du genießt das!

Deshalb erwartest du dass auch von deinem Partner aber dass wird kaum einer mitmachen...

Viel zu groß ist die Gefahr, dass in der Zeit des Wartens etwas passiert...
Entweder du oder dein Partner lernen in dieser Zeit neue Menschen kennen und diese sind zu dem Zeitpunkt für den Jeweiligen da und du bzw dein Partner eben nicht...

So etwas will doch keiner mitmachen, sei doch mal ehrlich, du selbst doch auch nicht...

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14. Juli 2015 um 16:24
In Antwort auf ulrich_12849071

Das ist das Problem!
Du weist, dass man auf dich wartet und du genießt das!

Deshalb erwartest du dass auch von deinem Partner aber dass wird kaum einer mitmachen...

Viel zu groß ist die Gefahr, dass in der Zeit des Wartens etwas passiert...
Entweder du oder dein Partner lernen in dieser Zeit neue Menschen kennen und diese sind zu dem Zeitpunkt für den Jeweiligen da und du bzw dein Partner eben nicht...

So etwas will doch keiner mitmachen, sei doch mal ehrlich, du selbst doch auch nicht...

Sagen wir so
ich finde es schön, weil es die Situation für mich um ein vielfaches einfacher macht. Genießen ist nicht das richtige Wort.

Die Gefahr sehe ich nicht so, denn wenn ich liebe, dann bin ich auch treu. Eine Zerreißprobe für eine Beziehung bleibt es dennoch. Und andersrum würde es mir auch nicht gefallen. Die Erfahrung habe ich ja bereits gehabt und mich überhaupt nicht wohl gefühlt, weil mir die Nähe und die Geborgenheit vollkommen fehlte. Aber ich würde mit meinem Freund wahrscheinlich mitgehen, wenn er woanders hin wollte, aus welchen Gründen auch immer. Allerdings auch nur, wenn es sich um eine begrenzte Zeit handeln würde.

Wünsche/Träume/Chancen für jemand anderen aufzugeben fällt mir schwer. Ich weiß einfach, wenn ich zum jetzigen Zeitpunkt Single wäre, dann würde ich gehen. Denn dann gäbe es nichts zu verlieren sondern nur zu gewinnen. Manchmal schaue ich schon fast mit Neid auf meine Umgebung. Da sind meine Eltern, deren oberstes Ziel ist, dass es uns Kindern gut geht. Sie sind mit wenig zufrieden und glücklich und um diese Bescheidenheit beneide ich sie.

Ich habe eine Arbeit hier und ich weiß, dass eine Arbeit nicht der Lebensinhalt ist und dennoch möchte ich eigentlich unbedingt diese Möglichkeit wahrnehmen, weil ich davon früher immer geträumt habe und nicht wirklich gedacht hätte, diese Möglichkeit mal zu bekommen.

Ich habe meinen Opa mal gefragt, welchen Beruf er gerne ausgeübt hätte, wenn er frei wählen könnte. Bei seiner Antwort kam er richtig ins Schwärmen. Dann habe ich ihn gefragt, ob er wenn es nötig gewesen wäre, dafür auch meine Oma verlassen hätte. Er war belustigt über meine Frage und hat gemeint, dass es doch nur Arbeit sei und man die nie über einen Menschen stellen sollte. Im Übrigen sei er arbeiten gegangen um seine Familie zu ernähren.

Danach habe ich mich gefragt, was falsch mit mir ist und warum ich einer Arbeit dann doch wieder so viel Bedeutung beimesse obwohl ich doch weiß, dass sie mich alleine auf ewig auch nicht ausfüllt.

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14. Juli 2015 um 16:45

Wärest Du denn bereit, alles aufzugeben
und umzuziehen, wenn Dein Kerl ein netten neuen Job in Aussicht hätte?

Würdest Du Deine Kinder auch alle paar Jahre aus ihrer gewohnten Umgebung reißen?

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14. Juli 2015 um 17:14

Also
für mich wäre der Fall klar: Wenn der Mann für mich DER MANN ist, dann verzichte ich eher auf den tollen Job als auf den tollen Mann.
Ich verstehe auch, dass dein Partner keine Lust auf eine Fernbeziehung hat. Das muss man wirklich mögen, denn sonst ist es hauptsächlich eine Belastung.

Ich finde, in einer Beziehung sollte man neue berufliche Möglichkeiten, die mit einem Umzug verbunden sind, gemeinsam besprechen und ausloten. Dazu gehört auch die Frage, wo wollt ihr langfristig gesehen leben und wo ihr BEIDE einem guten Job nachgehen könnt und nicht nur du.

Und ich finde, irgendwann muss man sich dann auch mal sicher sein können, dass man hier bleiben will. Ich möchte nicht meine Kinder alle paar Jahre in eine neue Umgebung bringen.

Du sagst ja selbst, als du einen sehr freiheitsliebenden Partner hattest bist du mit seinem Verhalten nicht zurecht gekommen, aber du nimmst dir die Freiheit heraus, selbst 100%ig zu machen was du willst ohne Rücksicht zu nehmen. Also bist du im Prinzip selbst auch mit einem ganzen Stück Egoismus ausgestattet, nur an anderen kannst du es nicht leiden.

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14. Juli 2015 um 19:33
In Antwort auf coquette164

Also
für mich wäre der Fall klar: Wenn der Mann für mich DER MANN ist, dann verzichte ich eher auf den tollen Job als auf den tollen Mann.
Ich verstehe auch, dass dein Partner keine Lust auf eine Fernbeziehung hat. Das muss man wirklich mögen, denn sonst ist es hauptsächlich eine Belastung.

Ich finde, in einer Beziehung sollte man neue berufliche Möglichkeiten, die mit einem Umzug verbunden sind, gemeinsam besprechen und ausloten. Dazu gehört auch die Frage, wo wollt ihr langfristig gesehen leben und wo ihr BEIDE einem guten Job nachgehen könnt und nicht nur du.

Und ich finde, irgendwann muss man sich dann auch mal sicher sein können, dass man hier bleiben will. Ich möchte nicht meine Kinder alle paar Jahre in eine neue Umgebung bringen.

Du sagst ja selbst, als du einen sehr freiheitsliebenden Partner hattest bist du mit seinem Verhalten nicht zurecht gekommen, aber du nimmst dir die Freiheit heraus, selbst 100%ig zu machen was du willst ohne Rücksicht zu nehmen. Also bist du im Prinzip selbst auch mit einem ganzen Stück Egoismus ausgestattet, nur an anderen kannst du es nicht leiden.

Ja ich war immer mein ganzes Leben lang
recht egoistisch wenn es um solche Dinge ging. Ich würde dieses Verhalten an mir gerne ablegen und zumindest fällt es mir bei meinem jetzigen Partner schon ein ganzes Stück schwerer so rücksichtslos mein Ding durchzuziehen.

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14. Juli 2015 um 20:13
In Antwort auf bellis0815

Wärest Du denn bereit, alles aufzugeben
und umzuziehen, wenn Dein Kerl ein netten neuen Job in Aussicht hätte?

Würdest Du Deine Kinder auch alle paar Jahre aus ihrer gewohnten Umgebung reißen?

So spontan würde ich sagen
dass ich meine Kinder nicht alle paar Jahre aus ihrem gewohnten Umfeld heraus reißen möchte. Das wäre so derart egoistisch, dass ich das nicht übers Herz bringen würde.

Wenn der Job zeitlich befristet wäre und wir noch keine Kinder haben, dann würde ich mitgehen. Keine Frage. Mit einem unbefristeten Vertrag von meinem Freund hätte ich wiederum meine Probleme, da ich nach einiger Zeit gerne hier wieder zurück komme.

Manchmal erinnert mich mein Verhalten an eine meiner Tanten. Sie hatte jahrelang immer Sehnsucht nach ihrer Heimat. Mittlerweile lebt sie mal hier und mal dort, weil wenn sie hier zu lange ist, ihre Heimat vermisst und andersrum ihr Leben hier vermisst. Ich weiß nur nicht woher das bei mir kommt. Da ich ja bereit bin überall hinzugehen.

Vielleicht erledigt sich das auch alles von selber wenn ich erst einmal Kinder habe und dann nicht nur Verantwortung für mich selber trage. Ich bin mir noch nicht ganz sicher aber den Job werde ich wahrscheinlich absagen. Zum ersten Mal in meinem Leben, dass ich für einen Mann auf etwas verzichte. Wenn ich es tatsächlich absage, bin ich schon etwas gespannt darauf, wie ich mich danach fühlen werde.

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14. Juli 2015 um 22:49
In Antwort auf ili_12533839

Also
ich finde, dass es einfacher ist einen Job zu finden als den Partner fürs Leben. Ob beides auf ewig klappt dafür gibt es nie eine Garantie. Aber wenn du deinen Freund so sehr liebst als je jemanden zuvor dann solltest Du dir mal überlegen ob Du nicht doch vlt. dich mal für die Familie/Freund entscheidest.
Zumal Du ja auch hier sagst, das Du häufiger deinen Job wechselst, wäre ja schade das du hierfür dann deine Liebe aufgibst. Schlussendlich ist es aber deine Entscheidung.

Du hast auch recht
es ist aber nicht einfach dem zu folgen.

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15. Juli 2015 um 1:56

In diesem Fall
sind Mutter und Oma sehr schlechte Ratgeber, weil sich weder die eine, noch die andere Person, in Dich hineinversetzen kann. Du musst Dich selber fragen, was Du willst! Ohne Beziehung kannst Du nicht, wie Du selber schreibst. Mit Beziehung scheinbar auch nicht, weil ja Deine beruflichen Wünsche im Vordergrund stehen. Du musst also herausfinden, wie man berufliche Wünsche und Beziehung miteinander verbinden kann.

Wäre ich jetzt z. B. der Direktor eines Zoos, würde ich mich für die Tiere entscheiden, würde aber, zugleich, eine Beziehung mit einer Tierärztin eingehen. Das heißt: Ich habe meine beruflichen Wünsche verwirklicht und eine Partnerin, die ich ebenso liebe. Vielleicht ein etwas seltsamer Vergleich, aber sehr effizient!

Viel Glück!

lib

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15. Juli 2015 um 9:43
In Antwort auf lightinblack

In diesem Fall
sind Mutter und Oma sehr schlechte Ratgeber, weil sich weder die eine, noch die andere Person, in Dich hineinversetzen kann. Du musst Dich selber fragen, was Du willst! Ohne Beziehung kannst Du nicht, wie Du selber schreibst. Mit Beziehung scheinbar auch nicht, weil ja Deine beruflichen Wünsche im Vordergrund stehen. Du musst also herausfinden, wie man berufliche Wünsche und Beziehung miteinander verbinden kann.

Wäre ich jetzt z. B. der Direktor eines Zoos, würde ich mich für die Tiere entscheiden, würde aber, zugleich, eine Beziehung mit einer Tierärztin eingehen. Das heißt: Ich habe meine beruflichen Wünsche verwirklicht und eine Partnerin, die ich ebenso liebe. Vielleicht ein etwas seltsamer Vergleich, aber sehr effizient!

Viel Glück!

lib

Aber ich denke langsam
dass beide Recht haben in ihrer Kernaussage. Nicht damit, dass ich zurückstecken soll aber damit, dass ich nicht alles haben kann und mich für das Wesentliche entscheiden sollte.

Ich denke es ist falsch, wenn meine beruflichen Wünsche im Vordergrund stehen. dieser Reiz von Neuem, Besseren: Vielleicht habe ich mit der Zeit einen ungesunden Ehrgeiz entwickelt, der sich immer neuen Herausforderungen stellen will. Ich kann diesen Wunsch nicht wirklich abstellen und weiß auch nicht ob es wirklich richtig ist ihn zu unterbinden. In meiner Familie wird Arbeit nur die nötige Bedeutung beigemessen. Vielleicht bin ich da einfach ins andere Extrem gekommen. Wobei ich eigentlich mich selber auch nur inmitten meines näheren Umfeldes als extrem wahrnehme. Gehe ich da raus, dann treffe ich einige Menschen, die für ihre Karriere alles opfern würden.

Aber schlussendlich ist es auch egal wie andere es machen, da es für mich passen muss. Aber da gibt's wirklich leichtere Aufgaben als das herauszufinden.

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15. Juli 2015 um 12:36

Doch schon
den Plan zu heiraten und eine Familie zu gründen und unser Leben gemeinsam zu verbringen.
Das war unser Plan und ist es eigentlich auch immer noch.

2-3 Kinder möchte ich haben ... und ich denke, dass schaffen wir zeitlich noch

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15. Juli 2015 um 13:45

Diese
Matrix hat mir bei vielen Entscheidungen geholfen.

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15. Juli 2015 um 15:11
In Antwort auf meyla10

Sagen wir so
ich finde es schön, weil es die Situation für mich um ein vielfaches einfacher macht. Genießen ist nicht das richtige Wort.

Die Gefahr sehe ich nicht so, denn wenn ich liebe, dann bin ich auch treu. Eine Zerreißprobe für eine Beziehung bleibt es dennoch. Und andersrum würde es mir auch nicht gefallen. Die Erfahrung habe ich ja bereits gehabt und mich überhaupt nicht wohl gefühlt, weil mir die Nähe und die Geborgenheit vollkommen fehlte. Aber ich würde mit meinem Freund wahrscheinlich mitgehen, wenn er woanders hin wollte, aus welchen Gründen auch immer. Allerdings auch nur, wenn es sich um eine begrenzte Zeit handeln würde.

Wünsche/Träume/Chancen für jemand anderen aufzugeben fällt mir schwer. Ich weiß einfach, wenn ich zum jetzigen Zeitpunkt Single wäre, dann würde ich gehen. Denn dann gäbe es nichts zu verlieren sondern nur zu gewinnen. Manchmal schaue ich schon fast mit Neid auf meine Umgebung. Da sind meine Eltern, deren oberstes Ziel ist, dass es uns Kindern gut geht. Sie sind mit wenig zufrieden und glücklich und um diese Bescheidenheit beneide ich sie.

Ich habe eine Arbeit hier und ich weiß, dass eine Arbeit nicht der Lebensinhalt ist und dennoch möchte ich eigentlich unbedingt diese Möglichkeit wahrnehmen, weil ich davon früher immer geträumt habe und nicht wirklich gedacht hätte, diese Möglichkeit mal zu bekommen.

Ich habe meinen Opa mal gefragt, welchen Beruf er gerne ausgeübt hätte, wenn er frei wählen könnte. Bei seiner Antwort kam er richtig ins Schwärmen. Dann habe ich ihn gefragt, ob er wenn es nötig gewesen wäre, dafür auch meine Oma verlassen hätte. Er war belustigt über meine Frage und hat gemeint, dass es doch nur Arbeit sei und man die nie über einen Menschen stellen sollte. Im Übrigen sei er arbeiten gegangen um seine Familie zu ernähren.

Danach habe ich mich gefragt, was falsch mit mir ist und warum ich einer Arbeit dann doch wieder so viel Bedeutung beimesse obwohl ich doch weiß, dass sie mich alleine auf ewig auch nicht ausfüllt.

@meyla
Willst Du etwa wirklich zu den "strengstens Eltern der Welt?" Ich würd`s nicht draufanlegen, meyla!


lib

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