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Belastende Probleme mit Partner

19. April 2016 um 17:43

Hallo,
ich habe seit einiger Zeit große Probleme mit meinem Partner.
Zum Hintergrund: Wir sind seit 1,5 Jahren zusammen, er ist in Psychotherapie seit ca. 3 Jahren aufgrund von früheren Depressionen und Angstattacken. Dort lernt er, wie er sagt, viel über sich selbst, und will mir all das Wissen weitertragen.

Wenn ich mal Impulsiv reagiere oder nicht 100% nach seiner Vorstellung meine Frage formuliere (und ich bin ein sehr harmonischer Typ, bin nicht beleidigend oder respektlos), dann findet er immer etwas daran was ihm nicht passt. Mal ist es meine Art wie ich frage, mal ist es mein Ton, mal ist es einfach die Frage an sich die falsch ist!!!! Dann gibt er mir danach "Tipps" wie ich ihn fragen kann damit er mir auch antwortet. Das beinahe bei jeder Frage die etwas kritischer ist und ich etwas anspreche wie Probleme z.B. oder Dinge die mich belasten.

Ich habe das Gefühl er will aus mir eine Therapeutin machen. Ich soll jede Frage die ich stelle vorher reflektieren, ob das Problem denn nicht doch bei mir liegt. Z.B. hatten wir Sex und er schaute Fernsehn nebenbei. Ich sagte zu ihm: hey guck doch mich an. Er sagte "wieso? ich kann das doch nebenbei gucken". Ich sagte: "ne...das gefällt mir nicht, dann will ich nicht mehr, lass sein". Darauf er "boahhh ja gut dann guck ich halt nicht hin und höre nur zu". ...Ich schob ihn weg und die Sache war für mich beendet. Er konnte es absolut nicht nachvollziehen. Laut seiner Analyse hätte ich mich selber erst mal fragen sollen "wie fühle ich mich grade? was löst es in mir aus? wieso habe ich ein Problem damit?"
Das ist mir aber zu doof! Und das JEDES MAL bei jedem Thema!
Er verlangt auch dass ich Miete zahle obwohl ich nicht bei ihm wohne. Ich bin oft dort... Er wohnt aber in der Nachbarstadt und gibt mir auch keinen Cent zum Sprit dabei. Ich bin übrigens die einzige die Pendelt.... Weil ich keine eigene Wohnung habe momentan.

WAS kann ich tun? Liegt das wirklich alles an mir? Ich fühle mich manipuliert und ich will so keine Beziehuhg führen! Habt ihr Lösungen?! Bin dankbar um alles...

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19. April 2016 um 17:57

Vielleicht sagst du deinem Partner mal klipp und klar,
dass du ihn nicht darum gebeten hast, dich therapeutisch zu behandeln.

Klar macht Selbstreflexion und das Ergründen eigener Bedürfnisse Sinn. Aber nicht in jeder Alltagssituation - da käme ja kein Mensch mehr dazu, einfach zu leben. *ironiemodusan* Oder musst du jetzt auch bei jedem Einkauf reflektieren, warum du gerade Steaks haben möchtest und keine Bratwurst?*ironiemodusaus*
In der von dir geschilderten Situation gibt es mit ein klein wenig Einfühlungsvermögen auch wenig zu reflektieren: du fühltest dich beim Sex (!!!) nicht beachtet und zu wenig wichtig, der Film war erkennbar wichtiger. Da braucht man nicht viel herum lamentieren.

In meinen Augen hat es etwas davon, sich über jemanden zu erheben, wenn man ungefragt in die Therapeutenrolle geht. Im Fall deines Freundes könnte ich mir auch vorstellen, dass er gerade so sehr mit sich selbst beschäftigt ist, dass er zu einem kleinen Egozentriker mutiert. Davon zeugt auch die Forderung, dass du Miete zahlst, während er sich an deinen Pendelkosten nicht beteiligt.

Wie gesagt: Rede offen mit deinem Freund. Verbitte dir dieses bevormundende Verhalten. Wenn du es kannst, kannst du etwas nachsichtig mit ihm sein, denn ihm dürfte therapiebedingt sicherlich gerade einiges durch den Kopf stromern. Aber das gibt ihm nicht das Recht, alle Regeln des Miteinanders über den Haufen zu werfen. Es ist an dir, ihm diese Grenze klar zu machen.

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19. April 2016 um 19:45

Ich würde ihm
sagen, dass ich niemanden brauche, der mich und meine Art zu fragen therapiert.
Und das Sex-Beispiel: Käme mein Freund auf die Idee während des Sex fernsehen zu wollen, wäre ich bei weitem nicht so freundlich wie du es warst. Da gäbe es eine Szene.

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19. April 2016 um 21:33

Naja, wenn ich ihm sage
dass ich seine Tipps nicht brauche und nict umsetze, dann stellt er auf "Durchzug", solange ich so mit ihm rede wie er es will. Ich werde ab dem Moment dann einfach an der kleinen Leine gehalten und nicht mehr angehört.
Zur Miete: Er zwingt mich nicht, deutet es aber tausend Mal an, dass er ja alles alleine zahlt und ich ja auch praktisch da wohne und seine Wohnung so teuer ist.
Er hatte die Wohnung schon vor mir. Ich kann nichts dafür dass sie teuer ist, und er so weit weg wohnt dass es sich für mich nicht lohnt abends wieder zu fahren. Seine Kleiderschrankhälfte steht soweiso leer wenn meine paar Klamotten da nicht drin sind (war die Hälfte der Ex-Freundin damals. Aber das wird mir dann vorgeworfen.
Wie soll man da reagieren?!

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19. April 2016 um 22:00

Klar
Hat er auch positives. Aber das hätte den Text in die Länge gezogen.
Er hört zu, er ist immer da, er hilft mir mit meinen Problemen,

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19. April 2016 um 22:01

Ka
Er hat natürlich auch positive Seiten. Hört zu, ist immer da, hat Humor und hilft mir bei meinen Problemen

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20. April 2016 um 0:25

Liebe monkeybee!
Es gibt viele Menschen, die jahrelang in einer sog. Therapie waren. Sie werden vollgestopft mit "guten Ratschlägen", was stimmt, was nicht stimmt, was richtig und falsch ist.. Es ist eine Art Gehirnwäsche - die Patienten glauben wirklich alles, was ihnen die Therapeuten eintrichtern, auch wenn es nicht stimmt, was ihnen gesagt wird. Sie haben sehr großen Respekt, weil diese "Therapeuten" doch gut sein MÜSSEN! Die haben doch alle studiert! Sie glauben, nach einiger Zeit, die Psychologen hätten Weitblick, Durchblick und Überblick. Es ist das Evangelium schlechthin. Nach der Therapie, glauben sie, sie müssten das Wissen, das ihnen "vermittelt" wurde, an andere Menschen weitergeben, weil es so tief sitzt. Sie werden zu Besserwissern, die Andere bekehren wollen, deshalb ist alles falsch, was diese Anderen tun. Es ist ein innerer Zwang. Ja, man könnte schon fast von einer Neurose sprechen.

Dein Freund hat Dich "eingewickelt", und aufgrund dieser Tatsache, fühlst Du ein gewisse Schuld, dass nur Du es bist, die Fehler macht. Das darfst Du nicht zulassen, denn sonst wird es immer so weitergehen. Ich würde Deinem Partner mal gehörig die Meinung sagen. Gut, dass er mich nicht kennt, sonst würde er sein blaues Wunder erleben. Mit mir geht kein Mensch so um! HA! Er verlangt, er verlangt ... Wer ist den dieser Herr? Der King of Crimson? Sag` Ihm klar und deutlich, dass Du das nicht mehr länger hinnimmst. Ja, in diesem Fall darfst Du auch einen lauteren Ton einschlagen, damit er Dich auch richtig versteht!

Hierbei wünsche ich Dir viel Glück und Erfolg! Solltest Du noch Fragen haben, schreibe mir bitte unter PN.

Liebe Grüße,

lib

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20. April 2016 um 7:44
In Antwort auf toma_13026218

Naja, wenn ich ihm sage
dass ich seine Tipps nicht brauche und nict umsetze, dann stellt er auf "Durchzug", solange ich so mit ihm rede wie er es will. Ich werde ab dem Moment dann einfach an der kleinen Leine gehalten und nicht mehr angehört.
Zur Miete: Er zwingt mich nicht, deutet es aber tausend Mal an, dass er ja alles alleine zahlt und ich ja auch praktisch da wohne und seine Wohnung so teuer ist.
Er hatte die Wohnung schon vor mir. Ich kann nichts dafür dass sie teuer ist, und er so weit weg wohnt dass es sich für mich nicht lohnt abends wieder zu fahren. Seine Kleiderschrankhälfte steht soweiso leer wenn meine paar Klamotten da nicht drin sind (war die Hälfte der Ex-Freundin damals. Aber das wird mir dann vorgeworfen.
Wie soll man da reagieren?!

Zitat:
"Ich werde ab dem Moment dann einfach an der kleinen Leine gehalten und nicht mehr angehört."

Das ist in meinen Augen eine Abwertung deiner Person, er geht respektlos mit dir um. Auf Dauer würde ich mir das nicht gefallen lassen und ihm auch klipp und klar sagen, dass er mit seiner Respektlosigkeit die Beziehung gefährdet.

Wenn er das nächste Mal über die hohe Miete jankert, dann lässt du mal durchblicken, wie teuer das Benzin gerade ist, dass die Autohaltung einem die Haare vom Kopf frisst und du hoffst, dass nicht demnächst eine teurere Reparatur fällig ist. Und wenn er dann weiter jammert, kannst du auch mal den Vorschlag machen, dass ihr euch nicht bei ihm trefft, damit du seine Wohnkosten nicht erhöhst.

Der Gute sieht nicht, dass er auch seinen Anteil zu eurer Beziehung beitragen muss, segelt ganz schön auf dem Ego-Trip...

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20. April 2016 um 8:05
In Antwort auf lightinblack

Liebe monkeybee!
Es gibt viele Menschen, die jahrelang in einer sog. Therapie waren. Sie werden vollgestopft mit "guten Ratschlägen", was stimmt, was nicht stimmt, was richtig und falsch ist.. Es ist eine Art Gehirnwäsche - die Patienten glauben wirklich alles, was ihnen die Therapeuten eintrichtern, auch wenn es nicht stimmt, was ihnen gesagt wird. Sie haben sehr großen Respekt, weil diese "Therapeuten" doch gut sein MÜSSEN! Die haben doch alle studiert! Sie glauben, nach einiger Zeit, die Psychologen hätten Weitblick, Durchblick und Überblick. Es ist das Evangelium schlechthin. Nach der Therapie, glauben sie, sie müssten das Wissen, das ihnen "vermittelt" wurde, an andere Menschen weitergeben, weil es so tief sitzt. Sie werden zu Besserwissern, die Andere bekehren wollen, deshalb ist alles falsch, was diese Anderen tun. Es ist ein innerer Zwang. Ja, man könnte schon fast von einer Neurose sprechen.

Dein Freund hat Dich "eingewickelt", und aufgrund dieser Tatsache, fühlst Du ein gewisse Schuld, dass nur Du es bist, die Fehler macht. Das darfst Du nicht zulassen, denn sonst wird es immer so weitergehen. Ich würde Deinem Partner mal gehörig die Meinung sagen. Gut, dass er mich nicht kennt, sonst würde er sein blaues Wunder erleben. Mit mir geht kein Mensch so um! HA! Er verlangt, er verlangt ... Wer ist den dieser Herr? Der King of Crimson? Sag` Ihm klar und deutlich, dass Du das nicht mehr länger hinnimmst. Ja, in diesem Fall darfst Du auch einen lauteren Ton einschlagen, damit er Dich auch richtig versteht!

Hierbei wünsche ich Dir viel Glück und Erfolg! Solltest Du noch Fragen haben, schreibe mir bitte unter PN.

Liebe Grüße,

lib

Einen sehr grossen Reskt vor Therapeuten...
naja, meist eher keine andere Wahl, also zu glauben und zu hoffen, dass das richtig ist, eine Möglichkeit, eine Lösung, dass das der Weg ist, der funktioniert, der Weg in ein schönes Leben... Hab ich auch mal geglaubt

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20. April 2016 um 11:25
In Antwort auf avarrassterne1

Einen sehr grossen Reskt vor Therapeuten...
naja, meist eher keine andere Wahl, also zu glauben und zu hoffen, dass das richtig ist, eine Möglichkeit, eine Lösung, dass das der Weg ist, der funktioniert, der Weg in ein schönes Leben... Hab ich auch mal geglaubt

Ich nehme an,
dass ein Fehlglaube war oder ist.


LG.,

lib

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20. April 2016 um 11:26

Dann brauchst
Dir keine Sorgen zu machen.


lib

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20. April 2016 um 11:44
In Antwort auf lightinblack

Ich nehme an,
dass ein Fehlglaube war oder ist.


LG.,

lib

Zumindest...
... ein Glaube, den ich rückstandslos verloren habe - ob es nun ein Fehlglaube war, möchte ich nicht beurteilen.

Ich habe einen hohen Respekt vor der Psycholgie - als Wissenschaft, die Menschen wie mir die Möglichkeit gibt, ein lebenswertes Leben zu führen, aus schweren Krankheitsphasen zurückzufinden, oft sogar Rückschläge zu vermeiden, die andere zu heilen vermag, aber was die Psychologen betrifft... sagen wir es so: ich hätte unbeschreiblich gern gute Erfahrungen gemacht.

Aber es ist so: wenn maan krank ist, vor (seelischen) Schmerzen nicht mehr aus noch ein weiss, dann muss man aan etwas glauben, sonst ist man verloren. In der Natur der Sache liegt es, dass man selbst bei psych. Krankheiten nun einmal nicht der Ankerpunkt sein kann. Was also soll man tun als fest daran zu glauben, dass das, was inn einer Therapie vermittelt wird, das richtige, die Lösung aller Probleme ist?
Ja, es ist eine Art Gehirnwäsche. Was, um den Berufsstand mal mehr zu verteidigen, als ich möchte, teilweise in der Natur der Sache liegt. Bei psych. Krankheiten gibt es kein "ich geh ins Krankenhaus, werde operiert / muss Medikamente nehmmen, tut noch x Tage weh und dann ist es wieder gut". Es gibt im Grunde immer nur den Weg, die eigene Weltsicht umzusstellen, die eigene Wahrnehmung, die eigene Art, mit etwas umzugehen... usw. - nur da die Balance zu wahren ist nicht ohne und wird wohl nicht nur beim Partnner der TE viel, viel zu wenig unterstützt.

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20. April 2016 um 12:01
In Antwort auf avarrassterne1

Zumindest...
... ein Glaube, den ich rückstandslos verloren habe - ob es nun ein Fehlglaube war, möchte ich nicht beurteilen.

Ich habe einen hohen Respekt vor der Psycholgie - als Wissenschaft, die Menschen wie mir die Möglichkeit gibt, ein lebenswertes Leben zu führen, aus schweren Krankheitsphasen zurückzufinden, oft sogar Rückschläge zu vermeiden, die andere zu heilen vermag, aber was die Psychologen betrifft... sagen wir es so: ich hätte unbeschreiblich gern gute Erfahrungen gemacht.

Aber es ist so: wenn maan krank ist, vor (seelischen) Schmerzen nicht mehr aus noch ein weiss, dann muss man aan etwas glauben, sonst ist man verloren. In der Natur der Sache liegt es, dass man selbst bei psych. Krankheiten nun einmal nicht der Ankerpunkt sein kann. Was also soll man tun als fest daran zu glauben, dass das, was inn einer Therapie vermittelt wird, das richtige, die Lösung aller Probleme ist?
Ja, es ist eine Art Gehirnwäsche. Was, um den Berufsstand mal mehr zu verteidigen, als ich möchte, teilweise in der Natur der Sache liegt. Bei psych. Krankheiten gibt es kein "ich geh ins Krankenhaus, werde operiert / muss Medikamente nehmmen, tut noch x Tage weh und dann ist es wieder gut". Es gibt im Grunde immer nur den Weg, die eigene Weltsicht umzusstellen, die eigene Wahrnehmung, die eigene Art, mit etwas umzugehen... usw. - nur da die Balance zu wahren ist nicht ohne und wird wohl nicht nur beim Partnner der TE viel, viel zu wenig unterstützt.

Es tut mir echt leid,
dass du/ihr so schlechte Erfahrungen gemacht habt! Leider gibt es auch bei den Therapeuten schwarze Schafe, aber so wie beschrieben sollte es eigentlich nicht ablaufen.

Regelrecht direktive Ansagen a la "So und nicht anders!" sind nur dann sinnvoll, wenn der Patient in einer heftigen Krise ist und gerade selbst nicht klarbekommt, welche Schritte sinnig sind.

Ansonsten soll eine Therapie helfen, andere Sichtweisen und andere Umgangsmöglichkeiten mit dem jeweiligen Problem zu entwickeln. Und das geht nicht nach Schema F, sondern muss mit jedem Patienten individuell erarbeitet werden. Denn nur, wenn man beim Einzelnen dort andockt, wo er steht, hat die Sache Aussicht auf Erfolg. Alles andere wäre letztlich nur eine wilde Sammlung von Kalendersprüchen, die die rationale Ebene nicht verlassen.

Nicht nur aus diesem Grund ist es sinnvoll, bei den probatorischen Sitzungen genau darauf zu achten, dass der Therapeut kein "Ratschläger" ist und man das Gefühl hat, dass er sich auf den vor ihm sitzenden Menschen auch wirklich einlässt. Viele sind aber erst mal froh, einen Therapieplatz bekommen zu haben, und sind dann entsprechend "unkritischer". Nützt aber nix, denn so geht jede Therapie ins Leere. Lieber zwei Monate länger suchen als 80 Sitzungen für die Katz abzusitzen...

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20. April 2016 um 12:17
In Antwort auf avarrassterne1

Zumindest...
... ein Glaube, den ich rückstandslos verloren habe - ob es nun ein Fehlglaube war, möchte ich nicht beurteilen.

Ich habe einen hohen Respekt vor der Psycholgie - als Wissenschaft, die Menschen wie mir die Möglichkeit gibt, ein lebenswertes Leben zu führen, aus schweren Krankheitsphasen zurückzufinden, oft sogar Rückschläge zu vermeiden, die andere zu heilen vermag, aber was die Psychologen betrifft... sagen wir es so: ich hätte unbeschreiblich gern gute Erfahrungen gemacht.

Aber es ist so: wenn maan krank ist, vor (seelischen) Schmerzen nicht mehr aus noch ein weiss, dann muss man aan etwas glauben, sonst ist man verloren. In der Natur der Sache liegt es, dass man selbst bei psych. Krankheiten nun einmal nicht der Ankerpunkt sein kann. Was also soll man tun als fest daran zu glauben, dass das, was inn einer Therapie vermittelt wird, das richtige, die Lösung aller Probleme ist?
Ja, es ist eine Art Gehirnwäsche. Was, um den Berufsstand mal mehr zu verteidigen, als ich möchte, teilweise in der Natur der Sache liegt. Bei psych. Krankheiten gibt es kein "ich geh ins Krankenhaus, werde operiert / muss Medikamente nehmmen, tut noch x Tage weh und dann ist es wieder gut". Es gibt im Grunde immer nur den Weg, die eigene Weltsicht umzusstellen, die eigene Wahrnehmung, die eigene Art, mit etwas umzugehen... usw. - nur da die Balance zu wahren ist nicht ohne und wird wohl nicht nur beim Partnner der TE viel, viel zu wenig unterstützt.

Ich brauche
keinen Psychologen, ich bin mein eigener Psychologe, und das seit 30 Jahren.

lib

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20. April 2016 um 12:51
In Antwort auf vogalonga14

Es tut mir echt leid,
dass du/ihr so schlechte Erfahrungen gemacht habt! Leider gibt es auch bei den Therapeuten schwarze Schafe, aber so wie beschrieben sollte es eigentlich nicht ablaufen.

Regelrecht direktive Ansagen a la "So und nicht anders!" sind nur dann sinnvoll, wenn der Patient in einer heftigen Krise ist und gerade selbst nicht klarbekommt, welche Schritte sinnig sind.

Ansonsten soll eine Therapie helfen, andere Sichtweisen und andere Umgangsmöglichkeiten mit dem jeweiligen Problem zu entwickeln. Und das geht nicht nach Schema F, sondern muss mit jedem Patienten individuell erarbeitet werden. Denn nur, wenn man beim Einzelnen dort andockt, wo er steht, hat die Sache Aussicht auf Erfolg. Alles andere wäre letztlich nur eine wilde Sammlung von Kalendersprüchen, die die rationale Ebene nicht verlassen.

Nicht nur aus diesem Grund ist es sinnvoll, bei den probatorischen Sitzungen genau darauf zu achten, dass der Therapeut kein "Ratschläger" ist und man das Gefühl hat, dass er sich auf den vor ihm sitzenden Menschen auch wirklich einlässt. Viele sind aber erst mal froh, einen Therapieplatz bekommen zu haben, und sind dann entsprechend "unkritischer". Nützt aber nix, denn so geht jede Therapie ins Leere. Lieber zwei Monate länger suchen als 80 Sitzungen für die Katz abzusitzen...

Das geht nicht nach Schema F
stimmt.. Und wer erklärt das jetzt den Psychologen? Ausnahmslos JEDER davon kam mir beispielsweise (!) zum Thema SVV mit dem berühmten Eisakku. Hätte man mal vorher gefragt, worum es bei mir da geht (nämlich eben NICHT darum, mich selbst zu spüren ) hätte man darauf kommen können, dass das nie etwas ändern wird. Aber nein, das ist eben Schema F, in der Schulung hat man uns gesagt, das hilft, also hilft das auch. WAS? Bei ihnen nicht? Da müssen sie sich aber auch mal darauf einlassen und nicht so stur sein, sie müssen bereit sein, etwas zu ändern! Jaja, bin ich, ich habe was geändert: habe aufgehört, mir helfen zu lassen und angefangen, mir zu helfen und inzwischen kommme ich klar. Mit Ausnahme weniger Tage im Jahr und dabei wird es vermutlich auch bleiben - geht ok so.

Frage nicht, wie viele "probatorische Sitzungen" ich hatte, die nie bis zur Therapie kamen - und wie viele Therapien.
Sationär / teilstationär waren Notfälle, daa hat man nicht so viel Auswahl. Beim Rest habe ich ausgewählt. Nur... entweder ich bin zufällig allen schwarzen Schafen im Lande begegnet - oder es gibt einfach schrecklich viele davon. Einen guten habe ich jedenfalls in all den Jahren nicht getroffen - und es liegt bestimmt nicht daran, dass ich nicht mehere versucht hätte... im Gegenteil, mir ist sehr, sehr viel schlimmeres begegnet als die "Ratschläger".

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20. April 2016 um 12:54


Du glaubst nicht, wie gern ich lese, dass das auch anders gehen kann...

Ich habe meinen Weg auch gefunden inzwischen und komme klar, aber an die Therapien denke ich nicht gern zurück

Wünsch Dir weiter viel Glück, Erfolg & Kraft!

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Trennung vom ungleichen partner nach 4 jahren. ich ksnn nicht mehr..
Von: boeckchen69
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20. April 2016 um 11:28
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