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Bedürftiger unselbstständiger Mann

6. März 2017 um 7:49

Hallo liebe Forumsmitglieder!
Ich bin das erste mal hier, habe mich nach langer Zeit als stille Mitleserin nun auch endlich mal entschlossen eine Frage an euch zu stellen

Also mein "Problem" ist meine Partnerschaft. Ich bin nun 29 Jahre und mein Partner 27 Jahre alt. Wir sind seit ca 1 Jahr ein Paar, wohnen schon zusammen und haben einen Hund. An sich ist alles in Ordnung, mein Partner ist sehr lieb, verlässlich und hilfsbereit.
nun habe ich schon länger das Gefühl, dass mein Partner unselbstständig, bedürftig und wehleidig ist.
Ich fühle mich als sei ich seine Mama. Angefangen vom Haushalt, dort sieht er nichts, ich muss ihm also quasi immer sagen was denn zu tun ist
Er nimmt kaum Kontakt zu seinen Freunden auf. Diese Freunde bestehen auch nur daraus, sich abends mal vorm pc zu treffen und wow oder so etwas zu spielen. Einen sehr guten Freund hat er, wo wir des Öfteren auch mal eingeladen sind.
aber ansonsten übernimmt er keine Initiative. Ich meine, man muss doch auch für Freundschaften selbst mal was geben und sich nicht immer nur einladen lassen!?
Die komplette Organisation unseres Lebens übernehme ich. Angefangen von morgens aufräumen bis "Abendprogramm". Er hat einfach keine Struktur in seinem Tag. Lebt einfach so in den Tag hinein und verlässt sich quasi auf mich, dass ich alles regele.
Ich muss dazu sagen, dass er von seinen Eltern direkt bei mir eingezogen ist.

Er ist generell nicht der Mensch der eine Verbindung zu seinen Gefühlen hat. Er sagt zwar immer er würde mich lieben usw.. aber er sagt es eher immer bedürftig, so dass ich mehr und mehr das Gefühl bekomme, er will nur versorgt werden.

Gleichzeitig leidet er auch an ADHS. Seit seiner Kindheit ist es bekannt. Meine Vorschläge an ihn, eine Therapie auszusuchen, da es unseren Alltag sehr belastet, nimmt er zwar war, hat es aber bis heute nicht geschafft sich eine Beratung zu holen.

Ich habe nicht das Gefühl mit einem verantwortungsvollen Mann zusammen zu sein, sondern mit einem Jugendlichen, der keine Verantwortung übernehmen kann. Er schläft bis in die Mittagsstunden und schafft es meistens nicht, sich ein Frühstück zuzubereiten wenn ich nicht da bin

mehr und mehr fühle ich mich nicht mehr wie eine Frau, die begehrt wird und sich auch mal fallen lassen kann. Ich fühle mich wie eine erziehende, genervte, Frustrierte Mutter. Sex hab es jetzt schon länger nicht mehr, ich fühle zur Zeit einfach kein Begehren mehr. Er ist auch extrem anhänglich manchmal, hat eine weinerliche Stimme, wirkt sehr unterwürfig und passiv. Wenn er mit anderen Menschen spricht, ist er sehr schüchtern und wirkt nahezu ängstlich.
bei Menschen die er gut kennt, geht er gerne mal unter die Gürtellinie. Also nicht bösartig, sondern eher so dass er die Menschen ärgern will. Also entweder andere ärgern mit coolen Sprüchen oder sehr passiv und unterwürfig ein Gespräch führen.
Es tut mir auch sehr leid für ihn, ich würde ihm gerne helfen, aber ich bin selbst schon so sehr genervt vom ihm

Natürlich hat er auch seine guten Seiten! Er ist lustig, liebevoll und immer hilfsbereit. Er ist auch von Grund auf ein sehr guter Mensch. Ich kann ihm also quasi gar nicht böse sein, weil er so lieb ist. Aber das kann es doch auch nicht sein

beinahe wöchentlich suche ich das Gespräch mit ihm. Er verspricht immer etwas zu ändern aber bis jetzt ist nicht wirklich was passiert.

Ich überlege ernsthaft mich zu trennen, bevor ich zu einer bösartigen Furie mutiere die nur noch am meckern ist. Obwohl es mir so schwer fallen würde, da wir auch ziemlich viel Spaß miteinander haben können.

Hat jemand von euch schon mal etwas ähnliches erlebt?

Vllt liegt es auch an mir oder meiner Wahrnehmung die verzerrt ist?

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6. März 2017 um 9:05

Den Oberorganisator spielen ist nicht das was ich möchte. Ich finde es nicht fair wenn alles auf eine Person abgeladen wird. Vor allem verliere ich ja so auch den Respekt wenn ich meinem Partner nichts zutraue  und für alles alleine zuständig sein? Ne Danke 

Vllt sollte ich ihn wirklich mal machen lassen. Das letzte mal hat es leider so geendet, als ich ihm keine Einkaufsliste geschrieben habe, hat er Unmengen an Lebensmitteln gekauft die wir gar nicht benötigten  

Ja wenn ich einen Plan mache dann hält er sich meistens dran (das hört sich auch wieder an als sei ich seine Mutter )
danach erwartet er oft großes Lob! 
 

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6. März 2017 um 9:18
In Antwort auf sarii87

Hallo liebe Forumsmitglieder! 
Ich bin das erste mal hier, habe mich nach langer Zeit als stille Mitleserin nun auch endlich mal entschlossen eine Frage an euch zu stellen 

Also mein "Problem" ist meine Partnerschaft. Ich bin nun 29 Jahre und mein Partner 27 Jahre alt. Wir sind seit ca 1 Jahr ein Paar, wohnen schon zusammen und haben einen Hund. An sich ist alles in Ordnung, mein Partner ist sehr lieb, verlässlich und hilfsbereit.
nun habe ich schon länger das Gefühl, dass mein Partner unselbstständig, bedürftig und wehleidig ist.
Ich fühle mich als sei ich seine Mama. Angefangen vom Haushalt, dort sieht er nichts, ich muss ihm also quasi immer sagen was denn zu tun ist  
Er nimmt kaum Kontakt zu seinen Freunden auf. Diese Freunde bestehen auch nur daraus, sich abends mal vorm pc zu treffen und wow oder so etwas zu spielen. Einen sehr guten Freund hat er, wo wir des Öfteren auch mal eingeladen sind.
aber ansonsten übernimmt er keine Initiative. Ich meine, man muss doch auch für Freundschaften selbst mal was geben und sich nicht immer nur einladen lassen!? 
Die komplette Organisation unseres Lebens übernehme ich. Angefangen von morgens aufräumen bis "Abendprogramm". Er hat einfach keine Struktur in seinem Tag. Lebt einfach so in den Tag hinein und verlässt sich quasi auf mich, dass ich alles regele. 
Ich muss dazu sagen, dass er von seinen Eltern direkt bei mir eingezogen ist. 

Er ist generell nicht der Mensch der eine Verbindung zu seinen Gefühlen hat. Er sagt zwar immer er würde mich lieben usw.. aber er sagt es eher immer bedürftig, so dass ich mehr und mehr das Gefühl bekomme, er will nur versorgt werden. 

Gleichzeitig leidet er auch an ADHS. Seit seiner Kindheit ist es bekannt. Meine Vorschläge an ihn, eine Therapie auszusuchen, da es unseren Alltag sehr belastet, nimmt er zwar war, hat es aber bis heute nicht geschafft sich eine Beratung zu holen. 

Ich habe nicht das Gefühl mit einem verantwortungsvollen Mann zusammen zu sein, sondern mit einem Jugendlichen, der keine Verantwortung übernehmen kann. Er schläft bis in die Mittagsstunden und schafft es meistens nicht, sich ein Frühstück zuzubereiten wenn ich nicht da bin 

mehr und mehr fühle ich mich nicht mehr wie eine Frau, die begehrt wird und sich auch mal fallen lassen kann. Ich fühle mich wie eine erziehende, genervte, Frustrierte Mutter. Sex hab es jetzt schon länger nicht mehr, ich fühle zur Zeit einfach kein Begehren mehr. Er ist auch extrem anhänglich manchmal, hat eine weinerliche Stimme, wirkt sehr unterwürfig und passiv. Wenn er mit anderen Menschen spricht, ist er sehr schüchtern und wirkt nahezu ängstlich.
bei Menschen die er gut kennt, geht er gerne mal unter die Gürtellinie. Also nicht bösartig, sondern eher so dass er die Menschen ärgern will. Also entweder andere ärgern mit coolen Sprüchen oder sehr passiv und unterwürfig ein Gespräch führen. 
Es tut mir auch sehr leid für ihn, ich würde ihm gerne helfen, aber ich bin selbst schon so sehr genervt vom ihm 

Natürlich hat er auch seine guten Seiten! Er ist lustig, liebevoll und immer hilfsbereit. Er ist auch von Grund auf ein sehr guter Mensch. Ich kann ihm also quasi gar nicht böse sein, weil er so lieb ist. Aber das kann es doch auch nicht sein 

beinahe wöchentlich suche ich das Gespräch mit ihm. Er verspricht immer etwas zu ändern aber bis jetzt ist nicht wirklich was passiert. 

Ich überlege ernsthaft mich zu trennen, bevor ich zu einer bösartigen Furie mutiere die nur noch am meckern ist. Obwohl es mir so schwer fallen würde, da wir auch ziemlich viel Spaß miteinander haben können. 

Hat jemand von euch schon mal etwas ähnliches erlebt? 

Vllt liegt es auch an mir oder meiner Wahrnehmung die verzerrt ist? 

liebe Sarii87,

​dein Posting ist ein wunderbares Beispiel dafür, welch widersprüchliche Signale die Frauenwelt uns Männern bisweilen doch gibt. Zum einen sagst du, dass alles in Ordnung sei, dein Partner zuverlässig und lieb und danach ziehst du seitenlang drüber her, was er doch für ein unselbständiges Weichei ist.

Da frage ich mich dann natürlich: was denkst du eigentlich WIRKLICH über deinen Partner und hat er das schon jemals auch gehört? Du sprichst davon, dass du ihm wöchentlich die Messe liest, aber er sich trotzdem nicht ändert, obwohl er es laufend verspricht. Also ICH hätte da schon längst etwas unternommen, sprich, irgendwelche Konsequenzen gezogen.

Tja und wenn DU dich jetzt nicht traust, irgendwelche Konsequenzen zu ziehen, dann frage ich mich schon, wer jetzt eigentlich das Weichei in dieser Partie ist - er oder du?

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6. März 2017 um 9:32

Hallo Cefeu,

ja du hast recht. Ich scheine die Rolle wirklich anzunehmen. Von der Seite habe ich das noch nicht betrachtet. 

Ja, er bittet mich oft dass ich ihm helfen soll.
Ich habe ihm auch schon öfter gesagt dass es ja eigentlich nicht meine Aufgabe ist ihm das abzunehmen was er nicht kann, bzw ihm beizubringen wie manche Sachen gehen. 

Nein, er muss auf keinen Fall funktionieren wie ich! Ich versuche ihn zu lassen wie er ist, manchmal geht es besser, mal schlechter. Nur hab ich es nicht so gerne wenn die Wohnung im Chaos versinkt und das Geld zum Fenster rausgeschmissen wird. 
Wir reden ja oft darüber, ich versuche auch es immer ruhig anzusprechen. Aber jedes Mal ist es das gleiche, er hält sich an manche Absprachen nicht, obwohl ich ihm sage wie wichtig mir manche Dinge sind 

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6. März 2017 um 9:38
In Antwort auf py158

liebe Sarii87,

​dein Posting ist ein wunderbares Beispiel dafür, welch widersprüchliche Signale die Frauenwelt uns Männern bisweilen doch gibt. Zum einen sagst du, dass alles in Ordnung sei, dein Partner zuverlässig und lieb und danach ziehst du seitenlang drüber her, was er doch für ein unselbständiges Weichei ist.

Da frage ich mich dann natürlich: was denkst du eigentlich WIRKLICH über deinen Partner und hat er das schon jemals auch gehört? Du sprichst davon, dass du ihm wöchentlich die Messe liest, aber er sich trotzdem nicht ändert, obwohl er es laufend verspricht. Also ICH hätte da schon längst etwas unternommen, sprich, irgendwelche Konsequenzen gezogen.

Tja und wenn DU dich jetzt nicht traust, irgendwelche Konsequenzen zu ziehen, dann frage ich mich schon, wer jetzt eigentlich das Weichei in dieser Partie ist - er oder du?

ja, er weiß wie ich denke. Wir reden oft über unsere Beziehung und über das was uns stört. 

du hast recht. Ich bin wahrscheinlich selbst die feigere von uns beiden. Wenn es mich so stört müsste ich die Konsequenzen ziehen und die Beziehung beenden. 

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6. März 2017 um 9:43
In Antwort auf sarii87

ja, er weiß wie ich denke. Wir reden oft über unsere Beziehung und über das was uns stört. 

du hast recht. Ich bin wahrscheinlich selbst die feigere von uns beiden. Wenn es mich so stört müsste ich die Konsequenzen ziehen und die Beziehung beenden. 

Ich fühle mich in meinen Bedürfnissen nicht ernst genommen von ihm. Wenn ich weiß dass ihn Sachen stören, dann versuche ich ja auch in darin ernst zu nehmen und zu respektieren.

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6. März 2017 um 19:40

Oh Gott, solche Exemplare kenne ich auch. Finger weg!

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6. März 2017 um 22:11

Wenn dir wirklich was an ihm liegt: Hast du mal über getrennte Wohnungen nachgedacht?
Manches muss man einfach mal erlebt haben. Alleine einen Einkauf organisieren gehört (symbolhaft) dazu.
Warum sollte sich jemand organisieren, der es einfach nie nötig gehabt hat?

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7. März 2017 um 7:18

Danke für deine Antwort. Ja das hast du recht. Mein Leben, wie ich es mir vorstelle, muss nicht seinem idealen Leben entsprechen. Darüber hab ich noch nicht nachgedacht. Danke 

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7. März 2017 um 7:21

Ja, das weiß ich. Ich hab mit seinen Finanzen auch nichts zu tun. Er kauft sich was er möchte, er verdient es ja auch schließlich, genauso wie ich über mein Geld frei entscheide. In dem Fall geht es aber um geteilte Kosten. Und nein, ich denke nicht dass ich deswegen ein Kontrollfreak bin. 

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9. März 2017 um 6:57

Wieso zieht man denn schon nach 1 Jahr zusammen? Da lernt man sich doch gerade erst kennen. 

Für mich hört sich das nicht an als würdest du mit ihm glücklich werden, könnte ich auch nicht er ist wohl ein Baby in Männergestalt. 

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