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Bedürfnisse

17. April 2016 um 13:40

Hallo zusammen,

Vielleicht kann mir jemand von euch ein Rat geben. Vielleicht hat auch schon jemand diese Erfahrungen gemacht.

Ich (w, 26) bin in einer frischen Beziehung und dementsprechend auch noch in der Verliebtheitsphase. Wir verbringen jeweils eine tolle Zeit miteinander und verstehen uns auch super. Ich bin allerdings ein Mensch, der ein starkes Nähebedürfnis hat, d.h. meine Freizeit verbringe ich sehr gerne mit meinem Partner und möchte vieles teilen. Was natürlich nicht heißen mag, dass ich auch mal Zeit für mich selber brauche. Dies habe ich ihm auch früh so mitgeteilt. Für ihn war dies soweit in Ordnung. Aktuell sehen wir uns unter der Woche an einem Abend und am Wochenende (wobei er jeweils am Samstagvormittag/-nachmittag und auch unter der Woche an einem Abend noch Schule hat). In letzter Zeit fiel auch mal der komplette Sonntag weg, weil er anderes erledigen musste. Von meiner früheren Beziehung bin ich mir das gar nicht gewohnt. Da hatte man immer Zeit füreinander. Und ich fühl mich überhaupt nicht mehr wohl dabei, weil ich sehr gerne mehr Zeit mit ihm verbringe möchte. Wir wohnen zudem "nur" 30 Minuten voneinander entfernt.

Ich habe ein bisschen Angst, ihn damit einzuengen und zu verlieren, wenn ich mir mehr Gemeinsamkeit wünsche. Auch möchte ich nicht als Klette oder als abnormal abgestempelt werden. Auf der anderen Seite möchte ich auf keinen Fall meine Bedürfnisse verleugnen resp. unterdrücken.

Hat jemand einen guten Rat für mich, wie ich fortfahren soll ? Vielen Dank im Voraus!

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17. April 2016 um 15:51

Diese
Schleife kenne ich. Dieses zeitliche Beziehungsmodell habe ich lange gelebt und bin dabei ziemlich abgestumpft weil:

Ich ihn eigentlich auch gerne öfter gesehen hätte. Ich fand den Trennnungsschmerz an einem Sonntag immer furchtbar, so dass ich schon so einen emotionalen Panzer um mich herum gebaut habe und diese ganze: Ich werde dich vermissen Schiene außen vor gelassen habe.
Bei mir beschränkte sich das Sehen meist auf das Wochenende. Mit dem Sehen am Wochenende an sich kam ich auch nicht gut zurecht, da mir das dann auch oft viel zu lange "zu zweit" zu eng war. Alle anderen Interessen blendet man ja der anderen Person zu Liebe aus, da man sich ja voll auf die andere Person konzentrieren will.

Was soll ich sagen. Irgendwann wird die ganze Beziehung ja ein anderes zeitliches Muster annehmen und ich kann dir nur sagen:

Achte vor allen Dingen bei diesem Modell auf DICH. Wie lange willst du das noch so leben. Wie sähen für dich konkret Verbesserungen aus? Du kommst wohl leider nicht drum herum ihm diese Verbesserungsvorschläge mitzuteilen, um dich wohler zu fühlen. Ich kann auch die Hemmung verstehen das zu kommunizieren, da du nicht klammernd wirken willst.

Aber: Ich kenne zwei Paare, die einen sind 15 Jahre zusammen, die anderen sogar noch viel länger. Und: Der Mann fand es in beiden Fällen toll so ähnlich wie ihr jetzt lebt zu leben. Sie sind nie zusammen gezogen. Es wurde immer eine gewisse räumliche Distanz bewahrt. Für die Männer in beiden Fällen super. Für die eine Frau ein Leid, da sie damit nie richtig zu recht kam. Sie hätte in der Konsquenz wohl gehen sollen. Für die andere mega Frust. Sie ist nach 16 Jahren nu dabei sich zu trennen.

Ich finde beide hätten irgendwann mal in einer Anfangsphase konsequent überprüfen sollen, ob sie so leben wollten.
Vielleicht hilft es dir ja schon wenn du mal fragst, wie er sich das mal so in einem Jahr vorstellt. Wenn du merkst, dass er z.B. mal irgendwann zusammenziehen will, kannst du nun über die nächste Zeit in der ihr euch nicht so oft seht hinwegsehen.
Ich persönliche verabscheue diese Wochenendgeschichten. Man vernachlässigt Freunde...

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17. April 2016 um 18:21

Das ist
wirklich nicht einfach, aber es ist normal wie du dich verhältst. So geht es uns alle wenn wir frisch verliebt sind und du solltest auch versuchen möglichst viel Zeit mit ihm zu verbringen, jedoch musst du eben Sachen auch akzeptieren lernen und dann kriegt ihr beide das auch hin.

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17. April 2016 um 20:36

Liebe Chelira!
JEDER Mensch hat das Recht auf seine Privatsphäre. Ich kann Dir das, anhand eines Beispiels, verdeutlichen. Nehmen wir mal an, Du stündest vor mir und ich würde immer näher auf Dich zugehen, so an die 50 cm. Dann würdest Du einen Schritt rückwärts gehen, weil der Mensch nur eine gewisse Nähe zulässt. Du kannst das einmal ausprobieren. Es funktioniert (fast) immer. Probier`s mal aus.

Wenn Du, wie Du schreibst, keine "Klette" sein willst, lass` Ihm seine Freiheit. Je mehr Du Ihn einengst desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er sich immer weiter von Dir entfernt. Und das willst Du doch nicht, oder?

Liebe Grüße,

lib

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