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Bedürfnisse

7. November 2003 um 8:44

Hallo alle zusammen,
habe ein Problem und es würde mich freuen, eure Meinung dazu zu hören.

Meine Partnerschaft ist an sich in Ordnung, ich liebe meinen Partner und ich weiß auch, daß er mich liebt.
Nun ist es aber so, daß er total zufrieden ist mit der Beziehung und ich aber schon unerfüllte Bedürfnisse habe... die ich natürlich auch anspreche - leider zu oft, und auch in der falschen Weise (mein Freund nennt es "fordernd", und damit hat er auch recht).
Ich will aber nicht immer die "Nörglerin" sein, denn so fühle ich mich inzwischen. Ich habe auch schon öfters versucht, es meinem Freund nett und freundlich zu sagen, aber wenn sich dann nicht sofort was getan hat, bin ich unruhig geworden und hab wieder darauf gedrängt, daß er mehr tun soll...

Ich will ihm ja nicht das Gefühl geben, daß er mich nicht glücklich machen kann (denn ich weiß, daß er es könnte), aber genau das tue ich mit meinem Verhalten.

Wie macht ihr das? Ich nehme mal an, nicht alle werden einen Mann zur Seite haben, der ihnen alle Wünsche von den Augen abliest und sie auch gleich erfüllt... (schön wäre das
Soll ich einfach geduldiger sein und einmal abwarten?

LG Winni

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7. November 2003 um 9:27

Hi Winni...
...es geht wohl auch darum, welche Bedürfnisse Du hast, was genau du von ihm haben möchtest?

Ich habe dieses Thema leider gerade abgeschlossen, da ging es auch um unterschiedliche Bedürfnisse, ich bin sehr romantisch und emotional, mein Exfreund leider überhaupt nicht.Auch er völig zufrieden so und wollte nichts ändern, auch wenn er wußte, daß ich so nicht leben kann. Ich habe auch immer geredet und gebettelt, nichts hat sich geändert, aber nicht mal weil er nicht wollte sondern weil er es nicht konnte...es fehlte ihm einfach an dem Verständnis für meine Wünsche, er spürte nun mal nicht die gleichen Bedürfnisse wie ich, also wie sollte er es mir erfüllen?
Er ist so nicht, also hatte ich die Möglichkeit, abzuwägen, was will ICH nun damit anfangen, lebe ich so weiter oder nicht, bin ich "glücklich", bekomme ich zumindest Unterstützung in meinen Vorstellungen oder muß ich zuviel aufgeben?
Ich habe lange lange überlegt, schließlich ging es um eine langjährige Freundschaft, die ansonsten schön lief...aber ich hörte auf mein Herz und wußte, so kann ich nicht leben, ich würde viel zu kurz kommen, das kann nicht gut gehen auf Dauer..das bin nicht ich.
So eine Entscheidung muß aber nicht für jeden passen, mein Freund war halt dazu auch noch jemand, der sich nicht mal einen klitzekleinen Schritt auf einen zu bewegt, ich bin sicher, er ist da eine Ausnahme...er war einfach krass, das muß ich sagen.
Ich weiß nicht, um was es bei Euch geht, was genau ist dir so wichtig und was kann und will er tun, um es Dir zu geben?
Was für uns oft eine Kleinigkeit ist, ist für andere ein großes Ding...wir können nicht erwarten, das sie uns alles "erfüllen", aber ich persönlich möchte gerne jemanden, der mehr mit mir gleich denkt..der versteht was ich meine,weil er es nachfühlen kann, weil er auch mal diese Sehnsucht spürte...

Alles Gute!!

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7. November 2003 um 9:38

Hi Rubens...
...genau so sehe ich das leider auch...kann ja schließlich keiner etwas für seine Bedürfnisse und ich mache keinem einem Vorwurf draus, das er mir nicht das geben kann was ich brauche..
Es geht nämlich um Wesenzüge, die man nicht verbiegen kann...ich habe es vrsucht, mich ihm anzupassen, aber dabei wurde ich immer unglücklicher...schade!!
Alles Gute auch für Dich!!

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7. November 2003 um 10:05

Hallo Martha,
da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt... ich hab das nicht so ernst gemeint mit den Wünschen von den Augen ablesen, natürlich weiß ich, daß das nicht das Wahre wäre.

Weißt Du, mein Freund und ich haben viel zusammen durchgemacht in den letzten Jahren. Ich wurde vergewaltigt ein Jahr bevor wir zusammenkamen, hatte diese Sache total verdrängt und dann, in meiner Verliebtheit, kam plötzlich wieder alles... ich bin total durchgedreht und regelmäßig ausgerastet, hatte keine Lebensfreude mehr, und auch mein Freund konnte mir nicht helfen, obwohl er es versucht hat.
Er hatte oft das Gefühl, daß ich ihm die Schuld gäbe für das was mir passiert ist (so nach dem Motto "alle Männer sind Schw...."), hat mir immer wieder versichert, daß ich keine Angst haben muß in unseren vier Wänden, daß ich sicher bin und mir nichts passiert...

Es gab viel Streit und Tränen, immer wieder, und dadurch hat sich auch er verändert, leider nicht zum Guten. Er hat mir damals gesagt, daß er sich hilflos fühlt und daß er natürlich extrem unter der Situation leidet. Aber er ist trotzdem bei mir geblieben.

Nur ist er eben nicht mehr derselbe Mensch wie früher, er war viel unbeschwerter und einfach glücklicher. Jetzt ist er nachdenklich geworden und auch oft ärgerlich. Vor allem fühlt er sich jedesmal wie ein Versager, wenn mir irgendetwas nicht paßt, weil er immer das Gefühl hat, er macht alles nur falsch...
Ich möchte ihm auch dabei helfen, wieder Spaß am Leben zu bekommen (natürlich weiß ich, daß er in erster Linie selbst dafür verantwortlich ist). Ich liebe ihn so sehr und es tut mir so weh ihn unglücklich zu sehen.
Ich bin jetzt auch in Therapie um das was mir passiert ist, zu verarbeiten. Es ist auch schon etwas besser geworden, aber das dauert eben...

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7. November 2003 um 10:47

Hi Martha,
du hast recht mit dem was du sagst.
Leider hab ich das damals in meiner Verzweiflung nicht gesehen. Ich wollte auch nicht in Therapie, weil ich mich so sehr geschämt habe und weil ich dachte ich wäre selbst schuld gewesen.

Leider kann ich meine Fehler nicht mehr rückgängig machen. Ich habe auch schon vieles zum Guten ändern können, nur das Nörgeln eben nicht. Das hat eben damals angefangen. Ich dachte, mein Freund könnte meine Wunden heilen, indem er mich besonders gut behandelt und so habe ich gefordert und gefordert... ich bereue mein Verhalten jetzt natürlich, aber ich wußte es zu dieser Zeit nicht besser.

Jetzt wo ich es weiß, versuche ich, nicht mehr an ihm herumzunörgeln, aber es passiert halt doch hin und wieder - und er geht dann sofort in die Verteidigungshaltung über (was mich in dieser Situation dann rasend macht!).
Ich hoffe, daß ich es einmal schaffen werde, gelassener zu werden und nicht mehr zu fordern.
Denn ich weiß, ich liebe meinen Freund, mit all seinen Fehlern.

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