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(Bald)Freund hat Depressionen-Beziehung?JA/NEIN?HILFE!

11. Januar 2010 um 22:18

Hoffe auf viele Ratschläge, also ich dachte ja echt nicht dass es schlimmer kommen kann, aber es kann.
Habe vor ein paar Wochen einen Mann kennengelernt(27), den ich von Anfang ganz toll fand. Das beruht auf gegenseitigkeit und ich(22)habe nun eine wichtige Frage.

Er hat mir heute (nach nur ein paar Treffen) gesagt, dass er eine Krankheit hat. Er ist depressiv, in Behandlung.. Hat Essstörungen und eine Selbstbewusstsstörung. Hinzu kommt Borderline.
Ich hab geheult als er mir das erzählt hat...
Das ist mir nicht aufgefallen, und hätte er mir das nicht erzählt, hätte ich angenommen er wäre ganz ,,normal`` bzw.gesund. Also es war nix auffälliges an ihm.
Nun wohne ich noch zuhause mit meiner Ma zusammen, die das nun auch weiß da ich ein super Kontakt zu ihr hab und mit ihr über alles reden kann. Sie ist natürlich total für Kontakt abbrechen, er wäre krank und wer weiß was in ihm schlummert.

Ich bin aber total in der Zwickmühle, könnte nur heulen und hunger hab ich auch keinen mehr. Ich muss nur an ihn denken, er tut mir so mega leid. Und ich wollte so gern mit ihm zusammensein, in seiner nähe. Das tat mir so gut.
Doch ich weiß nicht ob ich mit der Krankheit klar komme.
Habe viel im Internet gelesen und gesurft da ich gar nicht genau wusste was das ist, wie sich das äußert etc.
Also gut hört sich das nicht an...

WAS SOLL ICH MACHEN? HABT IHR EINE TIPP??

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11. Januar 2010 um 22:31

Aber
warum weinst DU denn? Er ist in Behandlung. Somit gibt es schon einmal Leute, die sich um ihn kümmern. Du musst außerdem schauen, von ihm zu hören zu bekommen, was ER hat. Im Netz findest du viele schreckliche Dinge, aber jedem äußern sich Krankheiten anders. Das heißt man kann das nicht verallgemeinern. Was auf den einen zutrifft, muss für den andern nicht gelten. Mach dir nicht so große Sorgen, sondern lern erst mal ihn und seine Probleme kennen. Ja, er ist krank. Aber doch auch nicht nur. Sieh ihn als ganzen Menschen. Das, was er sicher gar nicht gebrauchen kann, ist jetzt nur noch Mitleid von dir zu bekommen. Er ist trotz allem ein Mann! Frag ihn das, was du wissen willst. Redet offen darüber. Aber du brauchst dich nicht fürchten.

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11. Januar 2010 um 22:33

Noch was
meine Mutter hat mir auch immer abgeraten von "solchen" Männern. Aber wenn er sonst zu dir passt, wieso nicht? Deine Mutter kennt ihn schließlich gar nicht. Und es ist doch bekannt, dass Mütter für ihre Kinder nur das beste wollen. Somit wollen sie einen Mann, der ihre Tochter versorgen kann. Das wirkt jetzt natürlich nicht mehr so, weil er beeinträchtigt ist. Aber es kann auf alle Fälle funktionieren. Ihr müsst nur ehrlich zueinander sein.

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11. Januar 2010 um 22:53

Was
sind denn überhaupt deine Bedenken in 'Bezug auf diese Krankheit?

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12. Januar 2010 um 0:02


Wenn du bereit bist zu akzeptieren, dass du ihm ganz sicher NICHT helfen kannst - und trotzdem mit ihm zusammen sein willst, dann könnt ihr eine Chance haben.
Wenn dir das allerdings wirklich so sehr zusetzt, wie du es beschreibst, würdest du mit dem Versuch einer Beziehung euch beiden vermutlich unnötig weh tun.
Keiner kann dir sagen, ob du das kannst. Aber solange du dir da nicht relativ sicher bist, solltest du eine Entscheidung mindestens mal noch hinauszögern...

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12. Januar 2010 um 0:59

...
Nein, die Diagnosen hören sich erstmal nicht gut an.
Wenn man im Internet recherchiert, dann findet man bestimmt einen Haufen Aussagen, die einem deutlich machen, wie schwer eine Beziehung mit einem Menschen wird, der krank ist.
Das ist garantiert ein Schock, vor allem, wenn man mit dem Thema psychische Erkrankung bisher nicht in Kontakt gekommen ist.
Vor allem die Borderline- Störung kann sich enorm belastend auf zwischenmenschliche Beziehungen auswirken.

Aber andererseits: bisher ist dir noch nichts Merkwürdiges an ihm aufgefallen. Er ist in Behandlung.
Im Endeffekt gibt es nicht "die Depression" oder "die Borderline-Störung". Jeder psychisch kranke Mensch hat seine ganz individuellen Probleme und auch ganz eigene Umgehensweisen.

Es hängt enorm viel von diesen Umgehensweisen ab, inwiefern ein Mensch mit psychischer Erkrankung eine Beziehung führen kann.
Ist er überhaupt krankheitseinsichtig?
Kann er in Krisensituationen selbstverantwortlich handeln?
Kann er sich HIlfe ausserhalb der Beziehung suchen?

Das sind Dinge, die man erst im Laufe des Kennenlernens herausfindet, so man sich denn darauf einlässt.

Einen konkreten Tip habe ich nicht für dich.
Wenn du dich darauf einlassen möchtest, den Mann näher kennen zu lernen, solltest du dich auf jeden Fall gut abgrenzen und reflektieren können.
Du musst akzeptieren, dass du ihm bei seinen Problem nicht helfen kannst und er darf dir nicht leid tun. Du musst oft Verständnis haben und doch gut auf dich selber und deine Grenzen aufpassen können.



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27. Januar 2010 um 23:41

Gar nichts machen !!
Liebe Cocobell3,
ich bin selber Betroffene, also leide an den gleichen Symthomen wie Dein Freund, und ich hoffe Dir mit meinen Zeilen einwenig helfen zu können !
Kurz zu mir : Ich bin 43 Jahre alt, sehr sehr stark, und selbständig, sehr feminin und trotzdem stehe ich immer meinen Mann (lach) ! Aber da gibt es dann die Krankheit DEPRESSION mit vielen kleinen netten Nebeneffekten, wie auch bei Deinem Freund !!
Ich weiß es aber erst seit einem Jahr das ich an dieser Krankheit leide. UND das schon fast mein Leben lang ! Wie ich seit letzten Jahr weiß ! Und ich dachte immer mein Leben lang das ist einfach so, jeder Mensch ist halt anders. ich war einfach nur blind und taub was mich betraf !! Aber IMMER für andere da gewesen und geholfen. Und mein selbst ignoriert !
Bei mir hat es denke ich schon in frühester Kindheit angefangen !! Ausgebrochen (also für mich erkennbar) ist es dann sehr extrem im Januar 2009 als mein langjähriger Lebensgefährte mit mir nach vielen Jahren (am 5. Januar) einen Urlaub buchte, ich mich riesig freute und einen Tag später (also am 6. Januar) mir erklärte er hätte eine andere und hat KEINEN BOCK mehr auf mich (wortwörtlich).
Ich habe bis zum 15. Februar nicht mehr denken , arbeiten oder essen können. Habe bis zu dem Tage 15 kg abgenommen (wog nur noch 50 kg bei 173 cm)... Ich ertrank mich jeden Tag im Alkohol !! Vorher war ich absoluter Antialkoholiker !! Bis es dann am 15. Februar zum Griff des Teppichmessers kam und mir die Pulsader aufschlitzte !!
Ich kam mit polizeilicher Gewalt in "die Geschlossene". Dort sagte man mir nach vielen Sitzungen was ich habe ! Der Ausbruch selber war ein Burnout !! (Ich war selbständig und habe die letzten 6 Jahre minimum 14 Stunden gearbeitet,
Mir riet man damals eine Therapie zu beginnen, was ich zunächst wollte aber dann traf ich auf
"den wundervollsten Menschen der mir je begegnet war " ! auf meinen jetzigen Freund Axel !
Jetzt komme ich zu Deiner Frage und ich hoffe Du nimmst meine Worte in Dein liebendes Herz auf !!
Axel hat mich in allem was ich mir wünsche bestärkt und er ist immer für mich da !! Auch wenn er vieles nicht versteht. Und er vieles auch nicht gut heißt, aber weil es micht betrifft mich trotzdem in allem stärkt. !! Das ist das wichtigste was Du für Deinen Freund tun kannst und auch mußt !! Immer da sein wenn er Dich braucht !! Mein Freund hat mich immer aufgefangen wenn ich zu fallen drohte , ich wieder in die Flasche guckte und das nicht nur mit Wein, zum Ende meiner Exzesse trank ich Wodka pur aus der Flasche. Manchmal eine ganze Flasche innerhalb einer halben Stunde. Ich bekam schreckliche Weinkrämpfe und wollte mir jedes Mal das Leben nehmen. Mein erster Schritt war : Ich habe einer guten vertrauten Nachbarin die Tel Nr. meines Freundes gegeben. Bis zu einem Tag war er genauso ratlos wie Du !! Konnte es immer nicht verstehen wann es ausbricht, durch was und vorallem warum es ausbricht und wie es zu stoppen ist ! Als ich mal wieder völlig in Depressionen fiel und meine Nachbarin bei mir klingelte und entsetzt mit anschaute wie klein und kaputt ich war rief sie meinen Freund an. DER KAM SOFORT packte ein paar Sachen und nahm mich mit zu ihm. Wir habe tagelang gaaanz intensive Gespräche geführt. Wobei eines gaaanz wichtig ist : Du als betroffene muß immer zurückstecken in Gesprächen !! Sobald Dein Freund sich öffnet mußt Du schweigend zuhören. Das ist eigentlich einer der wichtigsten Punkte. Neben dem IMMER da sein wenn er Dich braucht. Mit der Zeit kriegst Du ein Gespür für sein Verhalten, seine Krankheit. Glaube mir.
Aber ich gebe Dir noch einen Rat : Niemals bedrängen !! Nicht in die Ecke drücken. Ich bin sooo eine starke Frau aber wenn mein liebster meint er müsse Druck ausüben geht das nach hinten los !! Glaube mir.
Was für Dich ganz wichtig ist : Du hast geschrieben das er in Behandlung ist ... Frage ihn mal ob er einen gemeinsamen Termin, also ER und DU zusammen, bein Therapeuten machen kann. Denn für Partner und Familien ist das alles genauso schwer wie für den Erkrankten selber ! Und in einer Therapiestunde wäre es gut wenn Dir ein Fachmann das einwenig besser erklärt. Dein Freund ist sowieso dabei, schon wegen der ärztl. Schweigepflicht. Sollte Dein Freund diesem nicht einwilligen ist ihm die Beziehung zu Dir auch nicht wichtig.
Liebe Cocobell3, ich wünsche Dir alles alles Gute mit Deinem Freund und hoffe sehr das ich Dir ein bissle helfen kann.. Wenn Du noch fragen hast kannst Du Dich gerne bei mir melden. Bist Du an einem pers. Gespräch interessiert schreibe mir eine Nachricht und wir taushen mal unsere Tel.-nummern.
Zum Schluß noch : Depressionen sind fast nie zu 100% heilbar. Man lernt nur damit umzugehen !! Man lernt sich im richtigen Augenblick auch richtig zu Verhalten ! Und das geht am besten auch mit einem treuen starken Partner.
Also bis dahin !
Deine Susanne

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27. Januar 2010 um 23:48
In Antwort auf dsra_12893878


Wenn du bereit bist zu akzeptieren, dass du ihm ganz sicher NICHT helfen kannst - und trotzdem mit ihm zusammen sein willst, dann könnt ihr eine Chance haben.
Wenn dir das allerdings wirklich so sehr zusetzt, wie du es beschreibst, würdest du mit dem Versuch einer Beziehung euch beiden vermutlich unnötig weh tun.
Keiner kann dir sagen, ob du das kannst. Aber solange du dir da nicht relativ sicher bist, solltest du eine Entscheidung mindestens mal noch hinauszögern...

Klasse
Deine ANtwort finde ich richtig klasse.
So ging es mir auch bei meinem neuen Freund. Auch er hat mehrfach überlegt und gezweifelt ! ABER : Er hat er das immer mitgeteilt und auch zweimal Schluß gemacht. Das widerum half mir sehr weit. Denn er war mir sooo wichtig das ich selber versucht habe mit mir ins reine zu kommen. Und die Liebe die er mir jeden Tag schenkt mir immer wieder hilft aufzustehen wenn ich am Abgrund sitze und wieder mal in meine sch... Depressionen falle.
Schöner Kommentar von Dir an dem ich mich nur anschließen kann !!
Liebe grüße
Susanne

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27. Januar 2010 um 23:53

Sorry
Habe noch was vergessen zu sagen :
Deine Mutter mag Dich ja lieben und will nur das Beste !!
ABER :
... was noch in ihm schlummert ...
Keine gute Aussgae , denn :
Die Krankheit betrifft nur IHN und nicht Dich !! Ich weiß nicht was Deine Mutter mit dieser Aussage sagenw wollte... Aber ich kann Dir nur sagen wer an dieser Krankheit leidet zieht weder andere in seine tiefs noch tut er anderen etwas an ! Falls sie das meinte !
Das einzigste auf was Du aufpassen muß ist das es Dich nich runterzieht. Also die Sache an sich muß Du gut verarbeiten können.
UND mehr NICHT !!

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