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Ausziehen um Beziehung zu retten?

24. März um 21:47

Ich bin drei Monate nach der Trennung von meiner Frau (10 Jahre verheiratet, eine gemeinsame Tochter) zu meiner neuen Partnerin gezogen. Sie hat einen kleinen Sohn (bei Kennenlernen 4 Jahre) von ihrem Ex-Freund, mit welchem schon während der Schwangerschaft Schluss war. Das heißt Partnerin und Kind haben vier Jahre allein gelebt. Nun bin ich der erste Mann, der in ihre Wohnung gezogen ist, was dem Kleinen am Anfang auch augenscheinlich nichts ausgemacht hat.

Nun ist reichlich ein Jahr vergangen und das Verhalten des Kleinen wird von Monat zu Monat schlimmer. Er ist schon immer sehr lebendig, muss sich immer bewegen und hört schon immer nicht sonderlich gut auf irgendjemandem. Aber nun ist es so extrem, dass er auf mich ganz und gar nicht mehr hört und mich auch aggressiv ärgert. Meiner Partnerin gegenüber verhält er sich nicht ganz so krass, aber die Tendenz ist dort auch so.
Nun hat ein Psychologe festgestellt, dass er nicht ADHS hat, aber überdurchschnittlich intelligent ist, jedoch sozial auf dem Niveau eines Kleinkindes ist.

Das ist alles extrem belastend für alle und wir streiten häufig deswegen. Sie lässt auch immer lockerer, was die Erziehung betrifft.
Dazu kommen noch folgende Probleme:
- in unserer Wohnung ist kein Platz, wenn meine Tochter bei mir ist (wir schlafen dann bei meiner Mutter)
- ich bin viel unterwegs, da ich ein zeitaufwendiges Ehrenamt bekleide und beruflich 24h Schichten machen muss
- all meine Freunde und Familie leben in meiner früheren Heimat (25km entfernt), mit der ich tief verwurzelt bin. Dort würde sie aber nie hinziehen
- ich habe in der jetzigen kleinen Wohnung nicht einen Quadratmeter für mich. Ich bin eigentlich ein Haus-Mensch und brauche auch mal Platz für mich

Positiv ist, wenn der kleine bei seinem Vater ist und wir mal Zeit für uns haben, klappt es gut. Aber das sind vielleicht fünf Prozent unserer gesamten Zeit.

Ich habe das Gefühl, dass ein Auszug meinerseits unserer Beziehung und vor allem das Verhalten vom Kleinen verbessern könnte. Was denkt ihr? Oder würde ich damit eher die Beziehung belasten? Wenn ich eine Wohnung in meiner Heimat hätte, wären einige Probleme geklärt. Aber da bin ich natürlich noch seltener bei meiner Partnerin. Ich weiß nicht, wie wir da raus kommen sollen. Aber ich fühle mich echt ausgezehrt und kraftlos. Ich kann kaum noch lächeln, wenn der kleine in der Nähe ist da dann immer nur Ärger ansteht... Selbst meiner Partnerin steht das Verhalten des Jungen bis über den Kopf. Sie geht mit ihm noch nicht mal mehr gern zu anderen Leuten, da er dort auch ständig andere ärgert und immer übertreibt.

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Top 3 Antworten

24. März um 23:57
In Antwort auf nlt87

Ich bin drei Monate nach der Trennung von meiner Frau (10 Jahre verheiratet, eine gemeinsame Tochter) zu meiner neuen Partnerin gezogen. Sie hat einen kleinen Sohn (bei Kennenlernen 4 Jahre) von ihrem Ex-Freund, mit welchem schon während der Schwangerschaft Schluss war. Das heißt Partnerin und Kind haben vier Jahre allein gelebt. Nun bin ich der erste Mann, der in ihre Wohnung gezogen ist, was dem Kleinen am Anfang auch augenscheinlich nichts ausgemacht hat.

Nun ist reichlich ein Jahr vergangen und das Verhalten des Kleinen wird von Monat zu Monat schlimmer. Er ist schon immer sehr lebendig, muss sich immer bewegen und hört schon immer nicht sonderlich gut auf irgendjemandem. Aber nun ist es so extrem, dass er auf mich ganz und gar nicht mehr hört und mich auch aggressiv ärgert. Meiner Partnerin gegenüber verhält er sich nicht ganz so krass, aber die Tendenz ist dort auch so.
Nun hat ein Psychologe festgestellt, dass er nicht ADHS hat, aber überdurchschnittlich intelligent ist, jedoch sozial auf dem Niveau eines Kleinkindes ist.

Das ist alles extrem belastend für alle und wir streiten häufig deswegen. Sie lässt auch immer lockerer, was die Erziehung betrifft.
Dazu kommen noch folgende Probleme:
- in unserer Wohnung ist kein Platz, wenn meine Tochter bei mir ist (wir schlafen dann bei meiner Mutter)
- ich bin viel unterwegs, da ich ein zeitaufwendiges Ehrenamt bekleide und beruflich 24h Schichten machen muss
- all meine Freunde und Familie leben in meiner früheren Heimat (25km entfernt), mit der ich tief verwurzelt bin. Dort würde sie aber nie hinziehen
- ich habe in der jetzigen kleinen Wohnung nicht einen Quadratmeter für mich. Ich bin eigentlich ein Haus-Mensch und brauche auch mal Platz für mich

Positiv ist, wenn der kleine bei seinem Vater ist und wir mal Zeit für uns haben, klappt es gut. Aber das sind vielleicht fünf Prozent unserer gesamten Zeit.

Ich habe das Gefühl, dass ein Auszug meinerseits unserer Beziehung und vor allem das Verhalten vom Kleinen verbessern könnte. Was denkt ihr? Oder würde ich damit eher die Beziehung belasten? Wenn ich eine Wohnung in meiner Heimat hätte, wären einige Probleme geklärt. Aber da bin ich natürlich noch seltener bei meiner Partnerin. Ich weiß nicht, wie wir da raus kommen sollen. Aber ich fühle mich echt ausgezehrt und kraftlos. Ich kann kaum noch lächeln, wenn der kleine in der Nähe ist da dann immer nur Ärger ansteht... Selbst meiner Partnerin steht das Verhalten des Jungen bis über den Kopf. Sie geht mit ihm noch nicht mal mehr gern zu anderen Leuten, da er dort auch ständig andere ärgert und immer übertreibt.

Die Frage ist, willst Du mit dieser Frau eine dauerhafte Beziehung?

Wenn JA, dann ist Dein Auszug kontraproduktiv. Eine größere "gemeinsame" Wohnung könnte hier eher hilfreich sein. Zusätzlich könntet ihr euch Hilfe in Form psychologischer Begleitung im Umgang mit ihrem Sohn suchen.

Man braucht mit einem ADHS-Kind starke Nerven und konsequentes eigenes Verhalten, um das Zusammenleben für alle Beteiligten erträglich zu gestalten.

Wenn NEIN, dann solltest Du es beenden, weil das Kind nunmal zu der Frau mit dazu gehört.

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25. März um 3:23

Welche Gründe sprechen gegen eine gemeinsame grössere Wohnung? Ich kann mir nicht vorstellen, dass deine Partnerin den Auszug positiv bewertet. Durch dein aufwändiges sozialleben würdet ihr euch kaum noch sehen. Sie freut sich andererseits sicherlich über die Liebe und Zuneigung, die ihr in den freien Momenten austauschen könnt. Davon Gäbe es nach deinem Auszug noch weniger. 

Ich sehe den Auszug als einen Anfang vom Ende der Beziehung. 

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24. März um 21:58

Ich würde es versuchen, ja. Es könnte viel helfen. Kommuniziere das aber gut mit Partnerin und Kind, dass es dazu dienen soll, dass ihr alle wieder besser klarkommt und dir das wichtig ist. Vereinbart auch, nach anderen Lösungen zu suchen, wenn sich rausstellt, dass es jetzt doch nicht so gut funktionieren sollte.

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24. März um 23:57
In Antwort auf nlt87

Ich bin drei Monate nach der Trennung von meiner Frau (10 Jahre verheiratet, eine gemeinsame Tochter) zu meiner neuen Partnerin gezogen. Sie hat einen kleinen Sohn (bei Kennenlernen 4 Jahre) von ihrem Ex-Freund, mit welchem schon während der Schwangerschaft Schluss war. Das heißt Partnerin und Kind haben vier Jahre allein gelebt. Nun bin ich der erste Mann, der in ihre Wohnung gezogen ist, was dem Kleinen am Anfang auch augenscheinlich nichts ausgemacht hat.

Nun ist reichlich ein Jahr vergangen und das Verhalten des Kleinen wird von Monat zu Monat schlimmer. Er ist schon immer sehr lebendig, muss sich immer bewegen und hört schon immer nicht sonderlich gut auf irgendjemandem. Aber nun ist es so extrem, dass er auf mich ganz und gar nicht mehr hört und mich auch aggressiv ärgert. Meiner Partnerin gegenüber verhält er sich nicht ganz so krass, aber die Tendenz ist dort auch so.
Nun hat ein Psychologe festgestellt, dass er nicht ADHS hat, aber überdurchschnittlich intelligent ist, jedoch sozial auf dem Niveau eines Kleinkindes ist.

Das ist alles extrem belastend für alle und wir streiten häufig deswegen. Sie lässt auch immer lockerer, was die Erziehung betrifft.
Dazu kommen noch folgende Probleme:
- in unserer Wohnung ist kein Platz, wenn meine Tochter bei mir ist (wir schlafen dann bei meiner Mutter)
- ich bin viel unterwegs, da ich ein zeitaufwendiges Ehrenamt bekleide und beruflich 24h Schichten machen muss
- all meine Freunde und Familie leben in meiner früheren Heimat (25km entfernt), mit der ich tief verwurzelt bin. Dort würde sie aber nie hinziehen
- ich habe in der jetzigen kleinen Wohnung nicht einen Quadratmeter für mich. Ich bin eigentlich ein Haus-Mensch und brauche auch mal Platz für mich

Positiv ist, wenn der kleine bei seinem Vater ist und wir mal Zeit für uns haben, klappt es gut. Aber das sind vielleicht fünf Prozent unserer gesamten Zeit.

Ich habe das Gefühl, dass ein Auszug meinerseits unserer Beziehung und vor allem das Verhalten vom Kleinen verbessern könnte. Was denkt ihr? Oder würde ich damit eher die Beziehung belasten? Wenn ich eine Wohnung in meiner Heimat hätte, wären einige Probleme geklärt. Aber da bin ich natürlich noch seltener bei meiner Partnerin. Ich weiß nicht, wie wir da raus kommen sollen. Aber ich fühle mich echt ausgezehrt und kraftlos. Ich kann kaum noch lächeln, wenn der kleine in der Nähe ist da dann immer nur Ärger ansteht... Selbst meiner Partnerin steht das Verhalten des Jungen bis über den Kopf. Sie geht mit ihm noch nicht mal mehr gern zu anderen Leuten, da er dort auch ständig andere ärgert und immer übertreibt.

Die Frage ist, willst Du mit dieser Frau eine dauerhafte Beziehung?

Wenn JA, dann ist Dein Auszug kontraproduktiv. Eine größere "gemeinsame" Wohnung könnte hier eher hilfreich sein. Zusätzlich könntet ihr euch Hilfe in Form psychologischer Begleitung im Umgang mit ihrem Sohn suchen.

Man braucht mit einem ADHS-Kind starke Nerven und konsequentes eigenes Verhalten, um das Zusammenleben für alle Beteiligten erträglich zu gestalten.

Wenn NEIN, dann solltest Du es beenden, weil das Kind nunmal zu der Frau mit dazu gehört.

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25. März um 3:23

Welche Gründe sprechen gegen eine gemeinsame grössere Wohnung? Ich kann mir nicht vorstellen, dass deine Partnerin den Auszug positiv bewertet. Durch dein aufwändiges sozialleben würdet ihr euch kaum noch sehen. Sie freut sich andererseits sicherlich über die Liebe und Zuneigung, die ihr in den freien Momenten austauschen könnt. Davon Gäbe es nach deinem Auszug noch weniger. 

Ich sehe den Auszug als einen Anfang vom Ende der Beziehung. 

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25. März um 3:46
In Antwort auf sophiapetrillo

Die Frage ist, willst Du mit dieser Frau eine dauerhafte Beziehung?

Wenn JA, dann ist Dein Auszug kontraproduktiv. Eine größere "gemeinsame" Wohnung könnte hier eher hilfreich sein. Zusätzlich könntet ihr euch Hilfe in Form psychologischer Begleitung im Umgang mit ihrem Sohn suchen.

Man braucht mit einem ADHS-Kind starke Nerven und konsequentes eigenes Verhalten, um das Zusammenleben für alle Beteiligten erträglich zu gestalten.

Wenn NEIN, dann solltest Du es beenden, weil das Kind nunmal zu der Frau mit dazu gehört.

Super geschrieben,  da schliesse ich mich an. 

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25. März um 3:50

Kinder haben auch mal schwierige Phasen...

Aber wenn du schon immer, krass gesagt, angepisst von seiner Anwesenheit bist,  fühlt das Kind diese Abneigung. 

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25. März um 5:56
In Antwort auf sophiapetrillo

Die Frage ist, willst Du mit dieser Frau eine dauerhafte Beziehung?

Wenn JA, dann ist Dein Auszug kontraproduktiv. Eine größere "gemeinsame" Wohnung könnte hier eher hilfreich sein. Zusätzlich könntet ihr euch Hilfe in Form psychologischer Begleitung im Umgang mit ihrem Sohn suchen.

Man braucht mit einem ADHS-Kind starke Nerven und konsequentes eigenes Verhalten, um das Zusammenleben für alle Beteiligten erträglich zu gestalten.

Wenn NEIN, dann solltest Du es beenden, weil das Kind nunmal zu der Frau mit dazu gehört.

Das Kind hat kein ADHS . 
Es ist überdurchschnittlich intelligent und hat ein Sozialverhalten eines Kleinkindes . Das kann mitunter sehr anstrengend sein .

Wobei ich auch mehr dazu tendiere eine größere Wohnung anzumieten .

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25. März um 7:49
In Antwort auf nadu2.0

Kinder haben auch mal schwierige Phasen...

Aber wenn du schon immer, krass gesagt, angepisst von seiner Anwesenheit bist,  fühlt das Kind diese Abneigung. 

Leider besteht diese Phase nun schon länger als ein Jahr.

Eine größere Wohnung ist auch schwierig. Bei uns im Ort herrscht Wohnungsknappheit. Da wird sich nichts finden lassen. Und wie schon geschrieben will meine Partnerin unter keinen Umständen wegziehen. Der Kleine geht erst ab September in die Schule, eigentlich wäre ein Umzug jetzt gut. Später wird es noch schwieriger.

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25. März um 7:57
In Antwort auf sophiapetrillo

Die Frage ist, willst Du mit dieser Frau eine dauerhafte Beziehung?

Wenn JA, dann ist Dein Auszug kontraproduktiv. Eine größere "gemeinsame" Wohnung könnte hier eher hilfreich sein. Zusätzlich könntet ihr euch Hilfe in Form psychologischer Begleitung im Umgang mit ihrem Sohn suchen.

Man braucht mit einem ADHS-Kind starke Nerven und konsequentes eigenes Verhalten, um das Zusammenleben für alle Beteiligten erträglich zu gestalten.

Wenn NEIN, dann solltest Du es beenden, weil das Kind nunmal zu der Frau mit dazu gehört.

Natürlich möchte ich das. Aber wie schon zu nadu2.0 geschrieben, ist eine größere Wohnung bei uns im Ort gar nicht möglich.

Die psychologische Begleitung ist ja schon angeschoben, aber das ist auch so ein Ding. Wir sollen sein Verhalten beobachten, aufschreiben, mit ihm reden, ... Das haben wir doch alles schon zu Genüge versucht. Er kann eine Kinder-Therapie in einer Tagesklinik machen. Da ist er fünf Tage von früh bis Nachmittag dort. Da wird aber erst im Herbst ein Platz frei.
Ansonsten gibt es nur Bücher, Bücher, Bücher zu lesen und die unterschwellige Botschaft vom Psychologen einfach das Ganze auszuhalten, bis er älter wird.

Ich habe eigentlich auch eher das Gefühl, dass unsere Beziehung nicht stärker wird, wenn ich ausziehe. Ich lasse Sie ja dann wieder allein. Wobei sich das Verhalten vom Kleinen der Mutter gegenüber immer bessert, wenn ich eine Weile nicht da bin.

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25. März um 9:08
In Antwort auf nlt87

Natürlich möchte ich das. Aber wie schon zu nadu2.0 geschrieben, ist eine größere Wohnung bei uns im Ort gar nicht möglich.

Die psychologische Begleitung ist ja schon angeschoben, aber das ist auch so ein Ding. Wir sollen sein Verhalten beobachten, aufschreiben, mit ihm reden, ... Das haben wir doch alles schon zu Genüge versucht. Er kann eine Kinder-Therapie in einer Tagesklinik machen. Da ist er fünf Tage von früh bis Nachmittag dort. Da wird aber erst im Herbst ein Platz frei.
Ansonsten gibt es nur Bücher, Bücher, Bücher zu lesen und die unterschwellige Botschaft vom Psychologen einfach das Ganze auszuhalten, bis er älter wird.

Ich habe eigentlich auch eher das Gefühl, dass unsere Beziehung nicht stärker wird, wenn ich ausziehe. Ich lasse Sie ja dann wieder allein. Wobei sich das Verhalten vom Kleinen der Mutter gegenüber immer bessert, wenn ich eine Weile nicht da bin.

Ich habe auch den starken Verdacht, dass der Kleine unter der Situation leidet und nur deshalb so störrisch ist. Er wird spüren, dass das alles nicht gut läuft, wenn er intelligent ist, ist er auch sehr sensibel und merkt sowieso alles. Ich würde es definitiv mit Auszug probieren und gucken, ob es sich alles entspannt. Erkläre deiner Partnerin das so, dass du nur das Beste für alle willst und sie nicht den Eindruck kriegst, du lässt sie allein.

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25. März um 9:19

Achja, ganz wichtig ist es, nicht so ein Aufhebens um den Jungen zu machen. Therapie und so, da kriegt er ja total den Eindruck, dass mit ihm was nicht stimmt. Das ist aber ganz und garnicht gut! Er muss die Sicherheit haben, dass er so speziell wie er ist, völlig in Ordnung ist und bedingungslos akzeptiert und geliebt wird, auch mit seinen Macken. Er muss wissen, dass jeder irgendwelche Macken hat und dass das normal ist. Er ist wie er ist, halt anders als andere Kinder, aber das ist nichts unnormales oder schreckliches. Manche haben Allergien, manche sind sehr schlau, manche sind intelligenzgemindert, manche sehr sportlich, dick, dünn, gross, klein... Vermittelt ihm das! Er darf sich nicht für einen Freak oder Aussenseiter halten. Dass das Soziale bei sehr schlauen Kids etwas hinterherhinkt, ist nicht ungewöhnlich, es kann sich nicht alles glèich rasend schnell entwickeln im Gehirn, da gibt es dann ne etwas grössere Kluft zwischen den Fähigkeiten, wenn die Intelligenz so voran rast. Das ist für das Kind selber auch sehr frustrierend. Er braucht unbedingt euer Verständnis und eure Unterstützung und Akzeptanz und keinesfalls eure Hilflosigkeit und Verzweiflung mit der Situation, das verstärkt nur seine eigene Hilflosigkeit und Frustration. Ein Kind ist immer ein Spiegel der Eltern. Akzeptiert die Situation und dass er anstrengender ist, als andere und versucht euch so gut wie möglich zu entlasten, wo es nur geht. Am Kind anzusetzen wäre falsch, das kann man nicht ändern, aber die Umstände müssen so stressfrei wie möglich gestaltet werden.

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25. März um 9:49
In Antwort auf nlt87

Ich bin drei Monate nach der Trennung von meiner Frau (10 Jahre verheiratet, eine gemeinsame Tochter) zu meiner neuen Partnerin gezogen. Sie hat einen kleinen Sohn (bei Kennenlernen 4 Jahre) von ihrem Ex-Freund, mit welchem schon während der Schwangerschaft Schluss war. Das heißt Partnerin und Kind haben vier Jahre allein gelebt. Nun bin ich der erste Mann, der in ihre Wohnung gezogen ist, was dem Kleinen am Anfang auch augenscheinlich nichts ausgemacht hat.

Nun ist reichlich ein Jahr vergangen und das Verhalten des Kleinen wird von Monat zu Monat schlimmer. Er ist schon immer sehr lebendig, muss sich immer bewegen und hört schon immer nicht sonderlich gut auf irgendjemandem. Aber nun ist es so extrem, dass er auf mich ganz und gar nicht mehr hört und mich auch aggressiv ärgert. Meiner Partnerin gegenüber verhält er sich nicht ganz so krass, aber die Tendenz ist dort auch so.
Nun hat ein Psychologe festgestellt, dass er nicht ADHS hat, aber überdurchschnittlich intelligent ist, jedoch sozial auf dem Niveau eines Kleinkindes ist.

Das ist alles extrem belastend für alle und wir streiten häufig deswegen. Sie lässt auch immer lockerer, was die Erziehung betrifft.
Dazu kommen noch folgende Probleme:
- in unserer Wohnung ist kein Platz, wenn meine Tochter bei mir ist (wir schlafen dann bei meiner Mutter)
- ich bin viel unterwegs, da ich ein zeitaufwendiges Ehrenamt bekleide und beruflich 24h Schichten machen muss
- all meine Freunde und Familie leben in meiner früheren Heimat (25km entfernt), mit der ich tief verwurzelt bin. Dort würde sie aber nie hinziehen
- ich habe in der jetzigen kleinen Wohnung nicht einen Quadratmeter für mich. Ich bin eigentlich ein Haus-Mensch und brauche auch mal Platz für mich

Positiv ist, wenn der kleine bei seinem Vater ist und wir mal Zeit für uns haben, klappt es gut. Aber das sind vielleicht fünf Prozent unserer gesamten Zeit.

Ich habe das Gefühl, dass ein Auszug meinerseits unserer Beziehung und vor allem das Verhalten vom Kleinen verbessern könnte. Was denkt ihr? Oder würde ich damit eher die Beziehung belasten? Wenn ich eine Wohnung in meiner Heimat hätte, wären einige Probleme geklärt. Aber da bin ich natürlich noch seltener bei meiner Partnerin. Ich weiß nicht, wie wir da raus kommen sollen. Aber ich fühle mich echt ausgezehrt und kraftlos. Ich kann kaum noch lächeln, wenn der kleine in der Nähe ist da dann immer nur Ärger ansteht... Selbst meiner Partnerin steht das Verhalten des Jungen bis über den Kopf. Sie geht mit ihm noch nicht mal mehr gern zu anderen Leuten, da er dort auch ständig andere ärgert und immer übertreibt.

für deine tochter ist kein platz ??
sie hat NULL interesse dran mit auch mit deiner tochter zeit zu verbringen?
zählt nur ihr sohn?

so eine beziehung willst du überhaupt weiterführen??

sorry aber wenn man auseinanderziehen muss damit die beziehung "läuft" dann LÄUFT GAR NICHTS richtig


 

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25. März um 9:50
In Antwort auf nadu2.0

Kinder haben auch mal schwierige Phasen...

Aber wenn du schon immer, krass gesagt, angepisst von seiner Anwesenheit bist,  fühlt das Kind diese Abneigung. 

wo schreibt er das ??

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25. März um 9:52
In Antwort auf jara

Ich habe auch den starken Verdacht, dass der Kleine unter der Situation leidet und nur deshalb so störrisch ist. Er wird spüren, dass das alles nicht gut läuft, wenn er intelligent ist, ist er auch sehr sensibel und merkt sowieso alles. Ich würde es definitiv mit Auszug probieren und gucken, ob es sich alles entspannt. Erkläre deiner Partnerin das so, dass du nur das Beste für alle willst und sie nicht den Eindruck kriegst, du lässt sie allein.

genau...

heißt eigentlich ist der TE schuld dass das kind so ist, ne?

es gibt kinder die sind einfach schwierig und verhalten sich so - OHNE dass ein erwachsener was falsche gemacht hat!!!!!!!!!

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25. März um 9:54
In Antwort auf jara

Achja, ganz wichtig ist es, nicht so ein Aufhebens um den Jungen zu machen. Therapie und so, da kriegt er ja total den Eindruck, dass mit ihm was nicht stimmt. Das ist aber ganz und garnicht gut! Er muss die Sicherheit haben, dass er so speziell wie er ist, völlig in Ordnung ist und bedingungslos akzeptiert und geliebt wird, auch mit seinen Macken. Er muss wissen, dass jeder irgendwelche Macken hat und dass das normal ist. Er ist wie er ist, halt anders als andere Kinder, aber das ist nichts unnormales oder schreckliches. Manche haben Allergien, manche sind sehr schlau, manche sind intelligenzgemindert, manche sehr sportlich, dick, dünn, gross, klein... Vermittelt ihm das! Er darf sich nicht für einen Freak oder Aussenseiter halten. Dass das Soziale bei sehr schlauen Kids etwas hinterherhinkt, ist nicht ungewöhnlich, es kann sich nicht alles glèich rasend schnell entwickeln im Gehirn, da gibt es dann ne etwas grössere Kluft zwischen den Fähigkeiten, wenn die Intelligenz so voran rast. Das ist für das Kind selber auch sehr frustrierend. Er braucht unbedingt euer Verständnis und eure Unterstützung und Akzeptanz und keinesfalls eure Hilflosigkeit und Verzweiflung mit der Situation, das verstärkt nur seine eigene Hilflosigkeit und Frustration. Ein Kind ist immer ein Spiegel der Eltern. Akzeptiert die Situation und dass er anstrengender ist, als andere und versucht euch so gut wie möglich zu entlasten, wo es nur geht. Am Kind anzusetzen wäre falsch, das kann man nicht ändern, aber die Umstände müssen so stressfrei wie möglich gestaltet werden.

bedingungslos akzeptiert und geliebt

ja klar, ABER auch seine grenzen kennenlernen muss!!

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25. März um 10:00
In Antwort auf ingrid1

genau...

heißt eigentlich ist der TE schuld dass das kind so ist, ne?

es gibt kinder die sind einfach schwierig und verhalten sich so - OHNE dass ein erwachsener was falsche gemacht hat!!!!!!!!!

Kinder wollen eigentlich von Natur aus kooperieren und ihren Eltern gefallen, das müssen sie sogar um zu überleben. Hat die Natur so eingerichtet. Ich sage nicht, der TE ist schuld, sondern die Situation ist mehr als ungünstig. Ein (vorübergehender?) Auszug kann das ganze mal entzerren und entspannen. Es hört sich nämlich schon beim Lesen stressig an. Warum müssen Paare immer zusammenleben? Es ist nicht immer das Beste, das kann man so pauschal nicht sagen. Ich kenne sehr glückliche Paare, die jeweils ihre eigenen Wohnungen haben, so glücklich, dass ich es mir selber schon überlegt habe, ob es nicht eine grosse Bereicherung ist, nicht immer zusammen zu hocken.

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25. März um 11:01

Ich finde die idee mit dem ausziehen nicht so schlecht, wenn du ihr verständlich erklärst, was du damit bezwecken willst und vorallem soll es ja ihr helfen, mit dem sohn besser zurecht zu kommen. Wenn sie das versteht und ihr dadurch die zeit, die ihr habt bewusster wahrnehmt und auch dem kleinen vermittelt: bis 16.oo ist mama nur für dich da, danach kommt dein "stiefpapa" dann unternehmen wir gemeinsam was. Ich denke so ein kind braucht klare regeln und auch einen zeitplan auf den er sich einlassen kann, das ganze soll ja ALLEN DREI helfen. Außerdem kann ich mir gut vorstellen, dass deine freundin besser abschalten kann, wenn sie an den freien kind zeiten zu dir kommt und sie dann mal paar stunden nicht an haushalt, kind und stress denken muss, sondern die zeit mit dir genießen kann.

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25. März um 11:08
In Antwort auf nlt87

Ich bin drei Monate nach der Trennung von meiner Frau (10 Jahre verheiratet, eine gemeinsame Tochter) zu meiner neuen Partnerin gezogen. Sie hat einen kleinen Sohn (bei Kennenlernen 4 Jahre) von ihrem Ex-Freund, mit welchem schon während der Schwangerschaft Schluss war. Das heißt Partnerin und Kind haben vier Jahre allein gelebt. Nun bin ich der erste Mann, der in ihre Wohnung gezogen ist, was dem Kleinen am Anfang auch augenscheinlich nichts ausgemacht hat.

Nun ist reichlich ein Jahr vergangen und das Verhalten des Kleinen wird von Monat zu Monat schlimmer. Er ist schon immer sehr lebendig, muss sich immer bewegen und hört schon immer nicht sonderlich gut auf irgendjemandem. Aber nun ist es so extrem, dass er auf mich ganz und gar nicht mehr hört und mich auch aggressiv ärgert. Meiner Partnerin gegenüber verhält er sich nicht ganz so krass, aber die Tendenz ist dort auch so.
Nun hat ein Psychologe festgestellt, dass er nicht ADHS hat, aber überdurchschnittlich intelligent ist, jedoch sozial auf dem Niveau eines Kleinkindes ist.

Das ist alles extrem belastend für alle und wir streiten häufig deswegen. Sie lässt auch immer lockerer, was die Erziehung betrifft.
Dazu kommen noch folgende Probleme:
- in unserer Wohnung ist kein Platz, wenn meine Tochter bei mir ist (wir schlafen dann bei meiner Mutter)
- ich bin viel unterwegs, da ich ein zeitaufwendiges Ehrenamt bekleide und beruflich 24h Schichten machen muss
- all meine Freunde und Familie leben in meiner früheren Heimat (25km entfernt), mit der ich tief verwurzelt bin. Dort würde sie aber nie hinziehen
- ich habe in der jetzigen kleinen Wohnung nicht einen Quadratmeter für mich. Ich bin eigentlich ein Haus-Mensch und brauche auch mal Platz für mich

Positiv ist, wenn der kleine bei seinem Vater ist und wir mal Zeit für uns haben, klappt es gut. Aber das sind vielleicht fünf Prozent unserer gesamten Zeit.

Ich habe das Gefühl, dass ein Auszug meinerseits unserer Beziehung und vor allem das Verhalten vom Kleinen verbessern könnte. Was denkt ihr? Oder würde ich damit eher die Beziehung belasten? Wenn ich eine Wohnung in meiner Heimat hätte, wären einige Probleme geklärt. Aber da bin ich natürlich noch seltener bei meiner Partnerin. Ich weiß nicht, wie wir da raus kommen sollen. Aber ich fühle mich echt ausgezehrt und kraftlos. Ich kann kaum noch lächeln, wenn der kleine in der Nähe ist da dann immer nur Ärger ansteht... Selbst meiner Partnerin steht das Verhalten des Jungen bis über den Kopf. Sie geht mit ihm noch nicht mal mehr gern zu anderen Leuten, da er dort auch ständig andere ärgert und immer übertreibt.

Schnell ausziehen und auch die Freundin links liegenlassen.
Ich frage mich, wie man so einen Stress nur aushalten kann??

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25. März um 11:15
In Antwort auf hannilein.

Schnell ausziehen und auch die Freundin links liegenlassen.
Ich frage mich, wie man so einen Stress nur aushalten kann??

Weil man jemanden liebt vielleicht?

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25. März um 11:18
In Antwort auf jara

Achja, ganz wichtig ist es, nicht so ein Aufhebens um den Jungen zu machen. Therapie und so, da kriegt er ja total den Eindruck, dass mit ihm was nicht stimmt. Das ist aber ganz und garnicht gut! Er muss die Sicherheit haben, dass er so speziell wie er ist, völlig in Ordnung ist und bedingungslos akzeptiert und geliebt wird, auch mit seinen Macken. Er muss wissen, dass jeder irgendwelche Macken hat und dass das normal ist. Er ist wie er ist, halt anders als andere Kinder, aber das ist nichts unnormales oder schreckliches. Manche haben Allergien, manche sind sehr schlau, manche sind intelligenzgemindert, manche sehr sportlich, dick, dünn, gross, klein... Vermittelt ihm das! Er darf sich nicht für einen Freak oder Aussenseiter halten. Dass das Soziale bei sehr schlauen Kids etwas hinterherhinkt, ist nicht ungewöhnlich, es kann sich nicht alles glèich rasend schnell entwickeln im Gehirn, da gibt es dann ne etwas grössere Kluft zwischen den Fähigkeiten, wenn die Intelligenz so voran rast. Das ist für das Kind selber auch sehr frustrierend. Er braucht unbedingt euer Verständnis und eure Unterstützung und Akzeptanz und keinesfalls eure Hilflosigkeit und Verzweiflung mit der Situation, das verstärkt nur seine eigene Hilflosigkeit und Frustration. Ein Kind ist immer ein Spiegel der Eltern. Akzeptiert die Situation und dass er anstrengender ist, als andere und versucht euch so gut wie möglich zu entlasten, wo es nur geht. Am Kind anzusetzen wäre falsch, das kann man nicht ändern, aber die Umstände müssen so stressfrei wie möglich gestaltet werden.

 Der Junge hat ein denkbar gutes Umfeld. Die ganze Familie ist eine wunderbare, harmonische und friedvolle Familie. Alle halten zusammen und wir unternehmen viel gemeinsam mit den Verwandten. Die Erzieherinnen im KiGa sind auch alle klasse. Es gibt eigentlich nur seinen merkwürdigen richtigen Vater, der zwar auch extrem intelligent ist, aber auch tatsächlich als Erwachsener Schwierigkeiten mit sozialen Kontakten hat. Der ist schon stressig. Ich habe manchmal das Gefühl, der Sohn hat das in seinen Genen.

Da muss ich ingrid1 beipflichten, Kinder sind manchmal einfach so, obwohl man als Eltern bilderbuchmäßig erzieht.

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25. März um 11:20
In Antwort auf ingrid1

für deine tochter ist kein platz ??
sie hat NULL interesse dran mit auch mit deiner tochter zeit zu verbringen?
zählt nur ihr sohn?

so eine beziehung willst du überhaupt weiterführen??

sorry aber wenn man auseinanderziehen muss damit die beziehung "läuft" dann LÄUFT GAR NICHTS richtig


 

Ich liebe meine Tochter (mittlerweile 12 Jahre) über alles und würde am liebsten nur Zeit mit ihr verbringen. Aber sie nervt das langsam auch mit dem Kleinen wenn sie zu Besuch ist. Und das wiederum nervt meine Partnerin. Deshalb unternehmen wir schon manche Dinge getrennt. Ich glaube nicht, dass meiner Partnerin meine Tochter egal ist, aber so richtig etwas aufbauen tut sich da auch nicht.

 

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25. März um 11:24
In Antwort auf hannilein.

Schnell ausziehen und auch die Freundin links liegenlassen.
Ich frage mich, wie man so einen Stress nur aushalten kann??

Ja, ich liebe sie eben.
Wir hatten leider nicht die wonneartigen ersten verliebten Monate zusammen. Es war leider schon immer stressig und die Vorzeichen waren nicht die besten.
Ich habe Angst, ihr und mir eine Chance auf eine glückliche Beziehung zu vermiesen, da wir uns immer nur in die Haare kriegen werden wegen dem Zwerg und wir immer nur gestresst sind...

Ich habe mit meiner Ex-Frau schon ein Kind (damals 3 Jahre) großgezogen. Das hat super funktioniert. Er sagt heute noch Papa zu mir und wir treffen uns genauso oft, wie ich mich mit meiner Tochter treffe. Aber mit dem "neuen" Kind will sich einfach keine Beziehung aufbauen lassen...

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25. März um 11:53
In Antwort auf nlt87

 Der Junge hat ein denkbar gutes Umfeld. Die ganze Familie ist eine wunderbare, harmonische und friedvolle Familie. Alle halten zusammen und wir unternehmen viel gemeinsam mit den Verwandten. Die Erzieherinnen im KiGa sind auch alle klasse. Es gibt eigentlich nur seinen merkwürdigen richtigen Vater, der zwar auch extrem intelligent ist, aber auch tatsächlich als Erwachsener Schwierigkeiten mit sozialen Kontakten hat. Der ist schon stressig. Ich habe manchmal das Gefühl, der Sohn hat das in seinen Genen.

Da muss ich ingrid1 beipflichten, Kinder sind manchmal einfach so, obwohl man als Eltern bilderbuchmäßig erzieht.

Täusch dich da mal nicht. Es soll keine Kritik an dir sein, nicht dass du das falsch verstehst, aber manchmal übersieht man vielleicht einfach was. Nur weil du es als bilderbuchmässig empfindest, kann es für diesen speziellen Jungen trotzdem unpassend sein. Und das ist es offenbar, denn er ist verhaltensauffällig und das hat eine Ursache, oder zumindest etwas, wo man ansetzen könnte, wo ihm eine Veränderung vielleicht gut tun könnte.

Allein wenn ich höre, du schreibst es könnte an den Genen liegen, höre ich da eine gewisse Abneigung bzw. Voreingenommenheit raus. Und oft verhält sich dann eine Person auch genauso wie man es von ihr erwartet. Und selbst wenn es eine genetische Disposition wäre, ist dies immer nur ein Faktor, der Verhalten beeinflusst. An den Genen kann man natürlich nicht drehen, aber ein Verhalten speist sich nicht nur aus diesem Faktor sondern bedingt sich unter anderem auch gegenseitig, und da kann man durchaus ansetzen. Daher durchleuchtet doch nochmal kritisch, wo es für den Jungen haken könnte, in welchen Situationen er besonders anstrengend ist. Evtl muss man da was anpassen, auch wenn du sagst, es ist eigentlich bilderbuchmässig, für den Kleinen ist es das offensichtlich nicht, denn es klappt ja nicht besonders gut. Ein Schema F gibt es da allerdings nicht, da muss man ein bisschen rumprobieren.

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25. März um 13:00
In Antwort auf ingrid1

wo schreibt er das ??

Er schrieb, dass der kleine besonders auf ihn agressiv reagiert. 

Vermehrt Streit.

Und das der TE auch Platz für sich braucht, da Haus Typ. = kleine Wohnung genervt.

Verständlich,  wenn kein Rückzugsort vorhanden ist.

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25. März um 13:01
In Antwort auf wringl

Ich finde die idee mit dem ausziehen nicht so schlecht, wenn du ihr verständlich erklärst, was du damit bezwecken willst und vorallem soll es ja ihr helfen, mit dem sohn besser zurecht zu kommen. Wenn sie das versteht und ihr dadurch die zeit, die ihr habt bewusster wahrnehmt und auch dem kleinen vermittelt: bis 16.oo ist mama nur für dich da, danach kommt dein "stiefpapa" dann unternehmen wir gemeinsam was. Ich denke so ein kind braucht klare regeln und auch einen zeitplan auf den er sich einlassen kann, das ganze soll ja ALLEN DREI helfen. Außerdem kann ich mir gut vorstellen, dass deine freundin besser abschalten kann, wenn sie an den freien kind zeiten zu dir kommt und sie dann mal paar stunden nicht an haushalt, kind und stress denken muss, sondern die zeit mit dir genießen kann.

Probieren kann man es. 

Nur nicht zu wenig Zeit miteinader verbringen... Sonst lebt man sich auseinander. 

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25. März um 13:21
In Antwort auf nadu2.0

Er schrieb, dass der kleine besonders auf ihn agressiv reagiert. 

Vermehrt Streit.

Und das der TE auch Platz für sich braucht, da Haus Typ. = kleine Wohnung genervt.

Verständlich,  wenn kein Rückzugsort vorhanden ist.

und ich frage nochmal:

wo hat er geschrieben dass ER angepi**st ist wegen seiner anwesenheit`????

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25. März um 13:23
In Antwort auf nlt87

 Der Junge hat ein denkbar gutes Umfeld. Die ganze Familie ist eine wunderbare, harmonische und friedvolle Familie. Alle halten zusammen und wir unternehmen viel gemeinsam mit den Verwandten. Die Erzieherinnen im KiGa sind auch alle klasse. Es gibt eigentlich nur seinen merkwürdigen richtigen Vater, der zwar auch extrem intelligent ist, aber auch tatsächlich als Erwachsener Schwierigkeiten mit sozialen Kontakten hat. Der ist schon stressig. Ich habe manchmal das Gefühl, der Sohn hat das in seinen Genen.

Da muss ich ingrid1 beipflichten, Kinder sind manchmal einfach so, obwohl man als Eltern bilderbuchmäßig erzieht.

da brauchst du dich auch überhaupt nicht zu rechtfertigen!

es gibt nun mal auch von haus aus schwierige kinder!
lass dir bloß nicht einreden dass du dran schuld bist!

trotzdem finde ich es bedenklich dass deine tochter quasi so zurückgestellt wird/werden muss...
und dass deine partnerin da nicht versucht mehr aufzubauen

eine größere wohnung ist keine option?

und mal ehrlich:  glaubst du echt das eure beziehung zukunft hat?
 

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25. März um 13:34
In Antwort auf ingrid1

da brauchst du dich auch überhaupt nicht zu rechtfertigen!

es gibt nun mal auch von haus aus schwierige kinder!
lass dir bloß nicht einreden dass du dran schuld bist!

trotzdem finde ich es bedenklich dass deine tochter quasi so zurückgestellt wird/werden muss...
und dass deine partnerin da nicht versucht mehr aufzubauen

eine größere wohnung ist keine option?

und mal ehrlich:  glaubst du echt das eure beziehung zukunft hat?
 

Klar, es gibt von Haus aus schwierige Kinder. Und boshafte, fiese kleine Monster, die ihre Eltern gerne und aus bösem Willen piesacken und quälen, weil es so Spass macht glaub mir, JEDES Kind hat nur ein Ziel: geliebt, verstanden und akzeptiert zu werden von seinen engsten Bezugspersonen, die es lieb hat. Und es wird verschiedene Strategien einsetzen um Liebe und Aufmerksamkeit zu bekommen, da diese Dinge für ein Kind LEBENSNOTWENDIG sind.
Wieso du immer von Schuld sprichst, ist mir schleierhaft, denn hier hat niemand "schuld". Ich gehe durchaus davon aus, dass auch der TE sein Bestes gibt. Trotzdem kann das Verhalten von Kind und Stiefvater zueinander ungünstig sein und da der TE der Erwachsene ist, kann nur er sich hier kritisch hinterfragen. Aber dir ist auch klar, dass die Situation für keinen einfach ist, am allerwenigsten aber für ein Kind, das evtl überfordert und verwirrt ist. Es ist ein Trennungskind, noch dazu gehandicapt und ich wiederhole EIN KIND! Es hat nicht den Handlungsspielraum eines Erwachsenen und man kann hier nur beim Verhalten der Eltern ansetzen. Sie sind nicht Schuld, aber verantwortlich, kennst du den Unterschied?

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25. März um 13:54
In Antwort auf jara

Klar, es gibt von Haus aus schwierige Kinder. Und boshafte, fiese kleine Monster, die ihre Eltern gerne und aus bösem Willen piesacken und quälen, weil es so Spass macht glaub mir, JEDES Kind hat nur ein Ziel: geliebt, verstanden und akzeptiert zu werden von seinen engsten Bezugspersonen, die es lieb hat. Und es wird verschiedene Strategien einsetzen um Liebe und Aufmerksamkeit zu bekommen, da diese Dinge für ein Kind LEBENSNOTWENDIG sind.
Wieso du immer von Schuld sprichst, ist mir schleierhaft, denn hier hat niemand "schuld". Ich gehe durchaus davon aus, dass auch der TE sein Bestes gibt. Trotzdem kann das Verhalten von Kind und Stiefvater zueinander ungünstig sein und da der TE der Erwachsene ist, kann nur er sich hier kritisch hinterfragen. Aber dir ist auch klar, dass die Situation für keinen einfach ist, am allerwenigsten aber für ein Kind, das evtl überfordert und verwirrt ist. Es ist ein Trennungskind, noch dazu gehandicapt und ich wiederhole EIN KIND! Es hat nicht den Handlungsspielraum eines Erwachsenen und man kann hier nur beim Verhalten der Eltern ansetzen. Sie sind nicht Schuld, aber verantwortlich, kennst du den Unterschied?

Lasst das mal bitte nicht ausarten. Ich verstehe schon, was ihr alle meint. Ich möchte ja bei mir ansetzen, darum schreibe ich auch hier in dieses Forum.

Ich werde mit meiner Partnerin nun über diese Option reden. Mal sehen, wie sie das Ganze versteht. Ich verstehe es als Versuch, unsere Beziehung nicht im Streit und Kraftlosigkeit untergehen zu lassen, sondern sie zu retten. Wie schon gesagt, ich danke euch allen vielmals. Das hat mir echt geholfen, so viele Meinungen mal zu hören / lesen.

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25. März um 20:07
In Antwort auf ingrid1

und ich frage nochmal:

wo hat er geschrieben dass ER angepi**st ist wegen seiner anwesenheit`????

Und was bringt dir das?

Such dir mal andere Hobbys... 

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26. März um 9:10
In Antwort auf nadu2.0

Und was bringt dir das?

Such dir mal andere Hobbys... 

weil du unstellungen in den raum stellst die nicht stimmen !!!

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26. März um 9:10
In Antwort auf ingrid1

weil du unstellungen in den raum stellst die nicht stimmen !!!

Unterstellungen

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26. März um 9:22
In Antwort auf ingrid1

weil du unstellungen in den raum stellst die nicht stimmen !!!

Also wärst du von der Situation quietsch fröhlich und nicht genervt...? 

Interessant.

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26. März um 9:58
In Antwort auf nadu2.0

Also wärst du von der Situation quietsch fröhlich und nicht genervt...? 

Interessant.

doch,
aber du hast es ihm unterstellt! 

und genervt ist was anderes als "er ist angepi**st wenn das kind da ist"

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26. März um 10:28
In Antwort auf ingrid1

doch,
aber du hast es ihm unterstellt! 

und genervt ist was anderes als "er ist angepi**st wenn das kind da ist"

Ich habe garnichts unterstellt.

Darum geht es in diesen Tread auch nicht, komm lieber zum Thema zurück. 

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26. März um 13:08
In Antwort auf nadu2.0

Ich habe garnichts unterstellt.

Darum geht es in diesen Tread auch nicht, komm lieber zum Thema zurück. 

Zitat:
Aber wenn du schon immer, krass gesagt, angepisst von seiner Anwesenheit bist,  fühlt das Kind diese Abneigung. 

und jetzt zurück zum Thema

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26. März um 14:01
In Antwort auf nlt87

Natürlich möchte ich das. Aber wie schon zu nadu2.0 geschrieben, ist eine größere Wohnung bei uns im Ort gar nicht möglich.

Die psychologische Begleitung ist ja schon angeschoben, aber das ist auch so ein Ding. Wir sollen sein Verhalten beobachten, aufschreiben, mit ihm reden, ... Das haben wir doch alles schon zu Genüge versucht. Er kann eine Kinder-Therapie in einer Tagesklinik machen. Da ist er fünf Tage von früh bis Nachmittag dort. Da wird aber erst im Herbst ein Platz frei.
Ansonsten gibt es nur Bücher, Bücher, Bücher zu lesen und die unterschwellige Botschaft vom Psychologen einfach das Ganze auszuhalten, bis er älter wird.

Ich habe eigentlich auch eher das Gefühl, dass unsere Beziehung nicht stärker wird, wenn ich ausziehe. Ich lasse Sie ja dann wieder allein. Wobei sich das Verhalten vom Kleinen der Mutter gegenüber immer bessert, wenn ich eine Weile nicht da bin.

Bei aller Liebe: schiebt das Kind nicht in die Tagespflege ab! 
Mein Sohn war früher  auch so "auffällig", und er war 4 Jahre  alt,  als ich  meinen jetzigen  Mann kennengelernt  hatte. 
In unserem  Fall bin ich zum jetzigen  Mann gezogen (75m2- Wohnung für 3 Pers, alle 2 WE war auch sein Sohn hier),  war vorher  2 Jahre  alleinerziehend. 
Nun, mein Sohn  hatte es sehr schwer,  hier im Ort Kontakt  zu  Kindern in seinem  Alter aufzubauen,  und die etwas älteren Kindergartenkinder wollten  ihn nicht zwischen  sich haben. Dabei  hatte er im alten Ort zu älteren  Kindern guten Kontakt. 
Nun, hier im Kindergarten ging es immer heftig zu und so manches Mal musste  ich  zum Gespräch kommen. 
Aber auch in der Schule war er so hyperaktiv drauf... (,für mich und auch für die Beziehung  eine  große  Belastung!) Auch eckte er regelmäßig  mit dem Sohn meines  Mannes an.
Irgendwann,  2. Schuljahr hieß es, mein Sohn wäre eine Zumutung. Er hatte auch wohl den Rektor geschlagen... 
ich wollte, dass mein Sohn in die Tagepflegegruppe kommt. Dafür musste  ich  zu einem Gespräch, an den die Klassenlehrerin,  der Rektor,  jemand von der Tagespflege  und auch ein Typ vom Jugendamt. 
Die wollten dann allen  Ernstes,  dass ich meinen Sohn in  eine Psychiatrische Klinik bringen,  damit er auf Ritalin eingestellt wird.
Ich habe gesagt, nur über meine Leiche! 
Ich bin aber über 2 Jahre  lang  jede Woche mit ihm losgefahren, dass er zu einem Psychologen kam. Da wurde  es definitiv besser. 

Und heute  ist er der beste  Sohn, den man  sich wünschen  kann. 
 

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