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Auszeit und bin Schwanger

4. Mai 2010 um 16:41 Letzte Antwort: 5. Mai 2010 um 14:17

Hallo

Also mein Freund und ich waren nun 10 1/2 Jahre zusammen wir haben 1 Kind und das 2te ist jetzt unterwegs. Wir haben schon jede Menge Höhen und Tiefen hinter uns
Zuletzt hat er an Altweiber eine andere geküsst und ich einen andern über 3 Tage und bin dann aber wieder zurück weil ich meinen Mann überalles liebe und es mir bewusst wurde.

So wir waren eigentlich wieder happy und er hat mir auch immer gesagt das er mich lieb und sich auch langsam auf das Baby freut (er wollte es zuerst nit aber meinte dann er stehe zu mir und dem kind) Wir wollten Heiraten bevor das kleine jetzt im November kommt letzte Woche hat er noch darüber geredet als wir bei Freunden gegrillt haben

Nun ist er Dienstag nacht nicht nach Hause gekommen und meldete sich erst Mittwoch Abend wieder und meinte er brauche jetzt erst mal ne Auszeit der ganze stress und so wäre zu viel und is dann wieder weg. Er war auch ganze Woche nicht arbeiten.

Tagelang nicht gemeldet nix.....gestern Morgen dann kam ein Anruf und er fragte ob er später mal kommen kann das wir reden. Ich sagte klar.

Gut abends war er dann da und machte mir bewusst das er nicht mehr weiß ob er mich noch liebt oder ob es nur gewohnheit wäre und es wäre aus zwischen uns.

Ich bin natürlich total ausgeflippt und hab ihn angebrüllt wie das auf einmal kommen kann war doch alles ok und er hat gesagt das er mich liebt und alles und seine Antwort war nur: Wie oft hast du schon was gesagt

Naja es ging hin und her bis ich nahcher nur noch am weinen war und garnicht mehr klar kam.....er wollte zum schluss gehen und meinte nur er habe das alles so nicht gewollt und er will mir nict weh tun deswegen gehe er weil er mir nicht versprechen kann das wir noch eine chance hätten

Er brauchte 3 Anläufe bis er gegangen is weil er immer wieder zu mir in die Küche kam wo ich am weinen war und sagte er würde mich gerne in den Arm nehmen aber das wäre nicht gut für mich und ich wäre ihm nicht egal das hat er mir unter Tränen gesagt und das 4 mal dnn war er weg und meinte er käme morgen gegen 6 (also heute) dann könten wir nochmal reden.

Ich weiß nicht mehr weiter ich liebe diesen Mann abgöttisch und will ihn zurück aber weiß nicht wie

Er will aufjedenfall seine eigene Wohnung und dann irgendwann klappt es vielleicht mal wieder aber vielleicht auch nicht kann er mir nicht sagen

Das Baby unser Baby das ich unter meinem Herzen trage ... ich kann mich garnicht mehr freuen und will es irgendwie auch garnicht mehr haben. Ich wollte das Baby mit ihm zusammen und nicht von und ohne ihn

Ich weiß nicht mehr weiter ich liebe in sooooooooo und ich habe das Gefühl das eine andere im Spiel is aber er hat geschworen das es nicht so is und als er fuhr hat er mir noch versprochen keine scheiße zu bauen.

Was soll ich davon halten oder was soll ich tun?? wie kann ich ihn zurückbekommen wie kann ich ihn spüren lassen das er mich liebt und wir zusammen gehören?????

bin soooooo verzweifelt

ich hoffe ihr könnt mir helfen

eure trauernde kitty

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4. Mai 2010 um 17:30

Du brauchst ein stabiles Umfeld
Liebe Kitty,

dein Beitrag hat bei mir - Mutter eines sieben Wochen alten Jungen - durch das Thema "Schwangerschaft" einen ganz besonders empfindsamen Nerv getroffen. Du weißt ja auch aus eigener Erfahrung, wie sehr einen Schwangerschaft und vor allem die Zeit kurz nach der Geburt emotional stressen können. Wenn dann noch so ein Stress in der Beziehung dazukommt - das kann die stärkste Frau umwerfen.

Zum Kern der Sache - dem Beziehungsproblem - kann ich eigentlich wenig sagen, denn es ist schwer einzuschätzen, was dein Mann für ein Typ ist und was wirklich in ihm vorgeht. Was ich dir aber ans Herz legen möchte, ist, dass du dir schnellstens emotionale Hilfe suchst - sei es in der Familie, bei Freunden oder bei einer professionellen Beratung.

Wichtig ist, dass du jetzt jemanden hast, der dich in den Arm nimmt, der dir zuhört, bei dem du weinen und dich ausruhen kannst. Vielleicht hast du Geschwister, oder du kannst zu deinen Eltern, oder du hast eine gute Freundin, die jeden Tag mal vorbeischauen kann. Du, dein Kind und das ungeborene Baby habt jetzt allen Beistand nötig.

Deine Kinder - das schon geborene wie auch das ungeborene - brauchen jetzt auch Stabilität. Hol sie dir, wo immer du sie kriegen kannst. Wenn es keine Familie oder Freunde geben sollte, denen du vertraust, dann erkundige dich, ob dir jemand Außenstehendes helfen kann. Ich würde am ehesten eine Hebamme empfehlen. Die kontaktiert man ja in der Schwangerschaft sowieso, und meiner Erfahrung nach haben die ein feines Gespür für emotionale Probleme. Ich habe mich während meiner Schwangerschaft und vor allem danach, als ich paar Tage lang einen heftigen Babyblues hatte, ganz wunderbar geborgen bei "meinen" Hebammen gefühlt. Und eine Hebamme hat auch gute Kontakte, vor allem für Familien in Krisensituationen, und kann dir sicher auch praktisch weiterhelfen.

Ob dein Mann wieder zu dir zurückkommt, kann ich dir nicht sagen. Abgesehen davon, dass ich ihn als unreif und unverantwortlich einschätze - ich kann mich natürlich auch irren, vielleicht ist er auch einfach nur durcheinander - sind es in erster Linie deine beiden Kinder, auf die du dich jetzt stützen solltest. Sieh dein ungeborenes Baby nicht als Ballast, sondern als Bereicherung für dich selbst. Damit wir uns nicht falsch verstehen - ich weiß, wie anstrengend es ist, ein Baby zu umsorgen, und kann mir kaum vorstellen, wie das ist, wenn man dann noch dazu allein ist. Ich will dir also nicht einreden, dass das alles ganz toll und easy wird. Aber dieses kleine Leben in dir ist auch ein Stück dein Leben, und das ist nach wie vor ein Grund zur Freude. Und auch hier kannst du Hilfe bekommen und solltest sie dir auch holen - wie gesagt, Eltern, Geschwister, Freunde, Hebammen...

Das alles zielt darauf hinaus, dass du jetzt erst mal sagst: Mein Mann und ich, das ist die eine Baustelle, und meine Kinder und mein Wohlergehen, das ist eine andere. Auf der einen Baustelle kann ich grade nichts tun, also konzentriere ich mich auf die andere. Denk dran - du musst nicht perfekt sein, du darfst weinen, aber jemand sollte dich und deine Kinder auffangen.

Ich kann dir deine Trauer und deine Verzweiflung nicht nehmen, aber Menschen in deiner Nähe können für dich da sein und dir helfen. Es ist wichtig, dass du dir solche Menschen suchst.

Und dann will ich noch sagen: Jede Krise kann auch ein Neubeginn sein. Ich hab wie gesagt keine Ahnung, was in deinem Mann vorgeht und was er sich überhaupt bei der Aktion denkt, und ob sich bei euch wieder alles einrenkt, kann ich dir nicht sagen. Aber irgendwie geht es in jedem Fall weiter. Denk immer dran, dass nicht nur du deine Kinder liebst - auch sie lieben dich und schenken dir viel. Und das kann dir niemand nehmen.

Ich wünsche dir viel Kraft und jede Menge Menschen, die bei dir sind.

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5. Mai 2010 um 9:24

Wie mans nimmt...
Hi ehegatte,

habe mit Interesse deinen Beitrag gelesen und finde, dass du sehr gut darstellst, wie es Männern mit dem Thema Schwangerschaft ergehen kann. Das ist schon nachvollziehbar und für kitty bestimmt hilfreich. Allerdings möchte ich noch zu einem Punkt was sagen, der ganz gern übersehen wird.

Es mag schon sein, dass Männer überfordert sind, wenn die Frau schwanger ist. Und das ist auch ihr gutes Recht. Nur, wie du schon schreibst - ein Mann hat das Kind nicht im Bauch. Richtig. Das heißt, er darf einfach so weglaufen, weil er sich überfordert fühlt? Eine Schwangerschaft als solche stellt mit dem Körper und der PSyche der Frau eine ganze Menge an - auch oder gerade sie muss mit viel mehr Belastungen fertig werden, als ein Mann oft nur ahnt. Seien es körperliche Veränderungen oder Beschwerden, oder seien es emotionale Achterbahnfahrtem durch das ganze Hormonwirrwarr. Nur, die Frau kann dann nicht einfach abhauen und sagen: Ach Gott, das wird mir jetzt alles zuviel, ich brauch mal Abstand. Was sie in dem Moment braucht, ist ihr Partner!

Das der natürlich auch mal gereizt oder ängstlich oder überfordert ist - natürlich! Kein Mensch verlangt Perfektion von einem werdenden Vater. Ich selber hatte zum Glück eine sehr leichte SChwangerschaft, aber gerade am Anfang war ich nach der ersten Euphorie auch durcheinander und hatte teilweise gar keine Lust auf das Baby. Nicht, weil ich es nicht schon geliebt hätte - das hab ich vom ersten Moment an - aber ich bekam auch Angst vor den Veränderungen, Angst davor, soviele liebgewonnene Freiheiten aufgeben zu müssen. Purer Egoismus, klar, aber so ist es nun mal, auch eine schwangere Frau empfindet das, nicht nur die Männer. Ich habe das meinem Mann dann immer erzählt und ihm gesagt, er soll auf jeden Fall immer mit mir reden, wenn es ihm grade nicht so gut geht. Wir sind da beide durchgegangen. Er wusste, er kann mir vertrauen und ich verstehe, wenn er mal mies gelaunt ist, und ich wusste das umgekehrt ebenso. DAS ist es, was einen da durch trägt. Und über all dem steht dann doch die grenzenlose Freude über das gemeinsame Kind. Wäre er aber einfach tagelang verschwunden - sorry, das kann ich mir gar nicht vorstellen - dann hätten wir beide viel größere Probleme gehabt.

Mein Mann hat einmal, als es mir ganz am Anfang der Schwangerschaft mal nicht so gut ging, was sehr Gutes zu mir gesagt. Als ich heulte, weil ich dachte, dass ich die ganzen Veränderungen nicht will und dass ich gar nicht verstehe, was da in mir vorgeht, schließlich ist es doch ein Wunschkind!, da sagte er: Weißt du, ich glaube, du bist nicht über deine Verwirrung so unglücklich, sondern darüber, dass du sie für falsch hältst. Du denkst, du müsstest dich uneingeschränkt freuen, und da du das zumindest zeitweise nicht kannst, hast du ein schlechtes Gewissen dem Kind gegenüber. Aber keine Angst, ich weiß, dass du es liebst, und das Kind spürt es auch. Alles andere geht vorbei.

Er war da, verstehst du, er hat mich aufgefangen. Und ich habe das umgekehrt auch getan. Wäre er einfach abgehauen - ich wär durchgedreht.

Es geht also gar nicht darum, dass ein Mann nicht "schwach" sein dürfte in Bezug auf die Schwangerschaft seiner Frau oder Freundin, sondern darum, dass er trotzdem gerade in dieser Zeit an ihre Seite gehört. Selbstverständlich sagt das nichts darüber aus, was für ein Vater er wird - mein Mann hatte auch seine Anpassungsschwierigkeiten, genau wie ich, und er ist ein toller Vater! Da gebe ich dir hundertpro recht. Natürlich kann und soll sich der werdende Vater auch mal ausklinken können, und Rat oder Unterstützung bei Freunden zu holen, ist eine tolle Sache. Aber tagelang verschwinden - was ist das für eine Aufregung, was für ein Kummer für die schwangere Frau und damit für das Ungeborene! Die sitzt zu Hause und heult und ist todunglücklich, weil der Partner meint, jetzt mal eben verschwunden zu sein! Die sitzt da mit ihrem Kind im Bauch und all den Unannehmlichkeiten, die das mit sich bringt, und muss mit dem ganzen emotionalen Chaos alleine fertig werden und auch noch ihr Kind schützen, denn weglaufen kann SIE nicht, und der Partner macht einen auf "Ich bin dann mal weg". Nee, also das geht gar nicht. Ich finde, das ist dann eben ein Stück Selbstaufgabe, für den Partner da sein ,auch wenn es schwer fällt. Das ist eben Partnerschaft - die ist nicht immer einfach und erfordert auch Opfer. Klar ist es für einen Mann ganz anders als für die Frau - auch da gebe ich dir recht. Sicher ist es für ihn schwerer, einen Zugang zu dem Kind zu finden. Aber die Verantwortung trägt er doch trotzdem genauso wie seine Frau.

Versteh mich nicht falsch - ich hab keine Ahnung, wie du das damals mit deiner Frau/PArtnerin geklärt hast, deshalb münze ich das jetzt nicht (nur) auf dich, sondern eher allgemein. Vielleicht hast du dich ja wenigstens "abgemeldet" und ihr gesagt, wo du bist und wie lange und warum. Aber bei Kitty sieht es ja doch ein bisschen anders aus. Was das Ungeborene jetzt schon an Stress durchmacht, weil der Mann seiner schwangeren Freundin nicht wie ein Partner beisteht - und von ihrem Stress und dem des anderen Kindes ganz zu schweigen!

Aus diesem Grunde denke ich eben, dass Kitty unbedingt von Familie oder Freunden menschliche Zuwenung braucht, da ihr Freund sie ihr nicht geben kann oder will. Und dafür habe ich bei allem Verständnis für die schwierige Situation eines werdenden Vaters kein Pardon.

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5. Mai 2010 um 10:58

Danke für die Lieben Ratschläge und Äusserungen
Alos mein Lebensgefährte war ja nun gestern bei mir und wir sind sehr ruhig und normal miteinander umgegangen (was mir sehr schwer fiel) aber es ging!

Es ist so das er auf jedenfall seine eigene Wohnung haben möchte und den Abstand braucht wie er sagt, andererseits sagt er aber auch das er mir jederzeit helfen würde und mich unterstützen würde. Er geht mit zum Geburtsvorbereitungskurs, zum Arzt und auch zur Entbindung. Egal was anfällt sagt er, wenn ich hilfe bräuchte, muss ich es nur sagen. Und für unseren Sohn und das Baby werde er aufjedenfall da sein!

Was uns beide angeht, er sagte ich soll es langsam angehen und ruhig bleiben, er kann mir nach wie vor nicht sagen ob wir nochmal zusammen kommen oder nicht aber ich bin ihm definitiv nicht egal und es ist auch keine andere Frau im Spiel Naja sagt er zumindest aber der ganze stress immer für alles und das er nicht mal weggehen darf ohne das ich mecker und es stress gibt das will er nicht mehr das ist kein leben. Er meinte vielleicht werde ich endlich was ruhiger wenn er seine Wohnung hat, was meine Angst er hätte eine andere angeht.

Unser Problem ist, seit Jahren leide ich unter Panikattacken komm nicht weg von zu Hause ausser ein paar Meter und wir konnten nie was zusammen machen. Ich denke auch dies ist ein großes Problem gewesen
Therapie habe ich immer gesagt ja mache ich und bin nach 3 mal nicht mehr gegangen und meinte immer ich schaffe es alleine. Vor Medikamenten hatte ich Angst. Naja so verging wieder Zeit und nichts passierte. Als ich jetzt endlich wirklich anfangen wollte mit Medikamenten (es geht nicht ohne) kam unser Krümelchen dazwischen. Aber ich möchte trotz allem jetzt schon anfangen eine Therapie ohne Medikamente zu machen und nach der Entbindung direkt mit Medikamenten weiter.

Desweiteren haben wir uns sehr oft gestritten für Kleinigkeiten, wenn Er weg gehen wollte, oder zu Freunden .....irgendwas hat mir nie gepasst.....ich habe es eingesehen das dies ein Fehler war, ich wollte halt nicht alleine sein und habe es ihm auch nicht gegönnt irgendwie Aber ich hatte lange keinen Blick dafür, und jetzt wo es soweit is das ich ENDLICH was dagegen machen will ...ja da isser weg bevor ich die Chance hatte es ihm wirklich zu zeigen

Ich weiß einfach nicht was ich tun soll....wie gesagt ich liebe ihn auch nach über 10 Jahren noch überalles und will ihn zurück und ihm beweisen das ich auch ein anderes Leben mit ihm führen kann das ich was dagegen tun will, aber ich habe angst das es zu lange dauert und er sich vielleicht doch anderweitig verliebt.........die ANGST is soooooooo groß ihn für immer zu verlieren........ich habe es einfach ausgeblendet das es ihm auch schlecht ging/geht und habe alles was er tat als wie sagt man .......selbstverständlich angesehen

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5. Mai 2010 um 14:17
In Antwort auf kezia_12054844

Danke für die Lieben Ratschläge und Äusserungen
Alos mein Lebensgefährte war ja nun gestern bei mir und wir sind sehr ruhig und normal miteinander umgegangen (was mir sehr schwer fiel) aber es ging!

Es ist so das er auf jedenfall seine eigene Wohnung haben möchte und den Abstand braucht wie er sagt, andererseits sagt er aber auch das er mir jederzeit helfen würde und mich unterstützen würde. Er geht mit zum Geburtsvorbereitungskurs, zum Arzt und auch zur Entbindung. Egal was anfällt sagt er, wenn ich hilfe bräuchte, muss ich es nur sagen. Und für unseren Sohn und das Baby werde er aufjedenfall da sein!

Was uns beide angeht, er sagte ich soll es langsam angehen und ruhig bleiben, er kann mir nach wie vor nicht sagen ob wir nochmal zusammen kommen oder nicht aber ich bin ihm definitiv nicht egal und es ist auch keine andere Frau im Spiel Naja sagt er zumindest aber der ganze stress immer für alles und das er nicht mal weggehen darf ohne das ich mecker und es stress gibt das will er nicht mehr das ist kein leben. Er meinte vielleicht werde ich endlich was ruhiger wenn er seine Wohnung hat, was meine Angst er hätte eine andere angeht.

Unser Problem ist, seit Jahren leide ich unter Panikattacken komm nicht weg von zu Hause ausser ein paar Meter und wir konnten nie was zusammen machen. Ich denke auch dies ist ein großes Problem gewesen
Therapie habe ich immer gesagt ja mache ich und bin nach 3 mal nicht mehr gegangen und meinte immer ich schaffe es alleine. Vor Medikamenten hatte ich Angst. Naja so verging wieder Zeit und nichts passierte. Als ich jetzt endlich wirklich anfangen wollte mit Medikamenten (es geht nicht ohne) kam unser Krümelchen dazwischen. Aber ich möchte trotz allem jetzt schon anfangen eine Therapie ohne Medikamente zu machen und nach der Entbindung direkt mit Medikamenten weiter.

Desweiteren haben wir uns sehr oft gestritten für Kleinigkeiten, wenn Er weg gehen wollte, oder zu Freunden .....irgendwas hat mir nie gepasst.....ich habe es eingesehen das dies ein Fehler war, ich wollte halt nicht alleine sein und habe es ihm auch nicht gegönnt irgendwie Aber ich hatte lange keinen Blick dafür, und jetzt wo es soweit is das ich ENDLICH was dagegen machen will ...ja da isser weg bevor ich die Chance hatte es ihm wirklich zu zeigen

Ich weiß einfach nicht was ich tun soll....wie gesagt ich liebe ihn auch nach über 10 Jahren noch überalles und will ihn zurück und ihm beweisen das ich auch ein anderes Leben mit ihm führen kann das ich was dagegen tun will, aber ich habe angst das es zu lange dauert und er sich vielleicht doch anderweitig verliebt.........die ANGST is soooooooo groß ihn für immer zu verlieren........ich habe es einfach ausgeblendet das es ihm auch schlecht ging/geht und habe alles was er tat als wie sagt man .......selbstverständlich angesehen

Okay, da liegt also noch mehr im Argen...
... als nur die Schwangerschaft. Wenn man all diese Hintergrundinfos jetzt hat, kann man natürlich die Reaktion deines Freundes schon besser nachvollziehen. Zu den "normalen" Ängsten, die ein Mann bei der Schwangerschaft seiner Partnerin haben kann, hat ja ehegatte schon einiges gesagt. Aber ihr habt ja noch ein paar Probleme mehr.

Nach wie vor sage ich - und da schließe ich ich ehegatte an - lass ihn erstmal "an der langen Leine", lass die Beziehung zu deinem Freund jetzt erstmal eine andere Baustelle sein als deine SChwangerschaft. Er ist erstmal weg. Dass er dir Unterstützung zusagt und sich um das Baby (und damit auch um dich) kümmert, ist ein gutes Zeichen. Denn das heißt im Klartext: Was auch immer zwischen euch beiden ist - euer Kind hat nichts damit zu tun, für das ist er da und das will er haben und lieben. Und dieses Kind wird immer euer gemeinsames Kind sein.

Und im Prinzip gibt es für dich schon viel, was du tun kannst. Du musst deine Ängste in den Griff bekommen und solltest wieder mit deiner Therapie anfangen. Das hast du dir ja auch schon vorgenommen. Und dann, wie gesagt - auch eine Hebamme kann dir sicher gut praktisch und emotional weiterhelfen. Du hast Anspruch auf Hebammenbetreuung während der Schwangerschaft, das zahlt also sogar die Kasse. In dem Hebammenhaus, in dem ich war (eine Praxis von etwa 8 Hebammen), wurde direkt auch Konfliktberatung und auch Entspannungstherapien, Massagen etc. angeboten (alles Kassenleistung). Die nehmen sich wirklich viel Zeit für Gespräche und Hilfe. Da kannst du mal alles aus dir rausschütten. Glaub mir, das wird dir gut tun. Und was Medikamente betrifft - ich bin weiß Gott kein Naturmedizin-Guru, aber es gibt auch viele homöopathische Mittel, die dir vielleicht helfen können und dem Kind nicht schaden. Auch darüber wissen Hebammen in der Regel gut Bescheid. Eine richtige echte Depression kann natürlich kein Gänseblümchentee heilen , aber vielleicht gibt es doch etwas, was dich ausgeglichener macht.

Ob und wie es mit deinem Freund weitergeht - das kann dir hier niemand sagen. Ich verstehe total, dass du Angst hast, die Zeit könnte gegen dich arbeiten und dein Freund könnte sich anderweitig umsehen. Aber die Zeit musst du dir trotzdem nehmen. Wenn er gehen sollte, dann würde es so oder so nicht mehr klappen zwischen euch. Wer gehen will, kann nicht gehalten werden. Aber vielleicht passiert das gar nicht. Es ist sicher für deinen Freund sehr schwer, mit deinen Panikattaken und deiner Eifersucht umzugehen. Daran kann ein Mensch schon verzweifeln. Das ist weder deine noch seine Schuld - aber Hilfe kannst du dir und damit euch holen.

Du bist auf dem besten Wege. Du hast vieles schon erkannt und willst es ändern - das ist der Anfang! Also raff dich auf und such dir Hilfe. Und zuallererst gönnst du dir jetzt zur Belohnung erstmal was leckeres zu essen oder etwas anderes, das dir Freude macht, und dann gibst du deinem Kind einen Kuss und streichelst mal über deinen Bauch.

Alles Gute!

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