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Auslandsarbeit - es ist passiert...

21. Dezember 2010 um 20:19

Hallo ihr Lieben,

ich weiß gar nicht, wo ich zuerst anfangen soll...
Ich bin seit einer Weile, noch gar nicht so lange, im Ausland, um dort zu arbeiten, Saisonarbeit. Mein Freund, mit dem ich jetzt über ein halbes Jahr zusammen bin, hat mich sogar hierher gebracht.. auf jeden Fall habe ich dann am dritten Abend einen Kollegen kennengelernt, der in der gleichen Abteilung arbeitet wie ich. Als ich ihn zum ersten Mal gesehen habe, wusste ich sofort, dass der gefährlich werden könnte. Oh man.
An diesem Abend ist aber nichts weiter passiert.
Dann nach den ersten paar Tagen Arbeit sind ziemlich viele Kollegen feiern gegangen, ich bin mit u. naja an dem Abend da haben dann mein Kollege und ich in dem Club sehr krass getanzt usw. er hat mich dann auch geküsst.. und ich habe das auch noch zugelassen. Ich habe die Nacht mit ihm verbracht, aber es ist nicht zum Sex gekommen. Ich habe am nächsten Tag meinem Freund davon erzählt, er war enttäuscht...was verständlich ist.
Die darauffolgenden Nächte haben wir dann auch zusammen verbracht, er nimmt meine Hand, wenn wir zusammen unterwegs sind und naja.. irgendwie genieße ich auch sehr seine Nähe, da mein Freund ja so weit weg ist und ich ihn erst in über drei Monaten wiedersehe, vielleicht auch schon früher, wenn ich mal zu Besuch nach Hause fahre, aber das steht noch nicht fest.
Letzte Nacht haben wir miteinander geschlafen... ich fühle mich merkwürdig. Einerseits war es schön, begehrt zu werden, andererseits ist es natürlich nicht gut meinem Freund gegenüber. Ich habs ihm auch noch nicht gesagt.
Ich fühle mich hier eben so zwischen Erinnerung/Vergangenheit und Zukunft, die Realität ist eher unwichtig.. ich weiß das klingt total blöd.
Ich weiß auch nicht, wie das jetzt ales weitergehen wird... Gefühle habe ich für meinen Kollegen noch nicht... aber ich weiß auch nicht, ob noch welche entstehen und wielange diese Affaire oder wie auch immer man es benennen mag, andauern wird. Bin ein wenig verzweifelt.. ich weiß auch, ich bin ja selbst schuld. MIt diesem Auslandsaufenthalt wollte ich mir ja eigentlich meine Stärke beweisen, von wegen, dass ich Treue halten kann und so weiter... und schon in den ersten Tagen ist es missglückt... vielleicht kann ich auch einfach nur nicht alleine sein? Hmm...

Würde mich sehr über Antworten freuen.

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25. Dezember 2010 um 7:33

An der stelle Deines freuundes würde ich kein theater daraus machen
sondern aus der liebe das ganze einfach akzeptieren. schließlich ist die Frau emotional verletztlicher als mann, und braucht mehr zuwendung seitens des "stärkeren" geschlechtes. nach der saisonarbeit kommst Du zurück, und Dein schlechtes Geissen, in positiven grenzen gehalten, wird Dir helfen, zu Deinem frund eine noch stärkere emotionale bindung aufzubauen!!!
geniess das leben, und Gott segne Dich und Deine beziehung!!!

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7. Januar 2011 um 21:56

Soll ich es ihm sagen?
Es läuft immer noch zwischen mir und meinem Kollegen... so langsam weiß ich auch nicht.. soll ich es meinem Freund sagen? Oder soll ich einfach schweigen....?

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7. Januar 2011 um 22:13
In Antwort auf luana_12153201

Soll ich es ihm sagen?
Es läuft immer noch zwischen mir und meinem Kollegen... so langsam weiß ich auch nicht.. soll ich es meinem Freund sagen? Oder soll ich einfach schweigen....?

Wozu hast Du
überhaupt einen Freund?

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10. Januar 2011 um 1:32

Hmm.
Hallo

Die Frage ist natürlich, wie Deine Beziehung mit Deinem Freund so aussieht. Habt ihr denn eine offene Beziehung, d.h. ist es bei euch so die Regel, dass ihr sexuell freizügig lebt?

Wenn ja weiss ich einfach nicht, warum Du Dich eigentlich emotional zu binden beginnst oder das anfängst (ich meine Du triffst Dich mit ihm regelmässig und gehst mit ihm weg etc.). Normalerweise wäre doch das der Anfang einer normalen Beziehung. Würde ich Dich sogar beglückwünschen.

Wenn es nicht der Fall sein sollte, und Deine Bedenken, die Entäuschung Deines Freundes etc. Ich denke entweder, er kann sich mit der offenen Beziehung nicht anfreunden oder aber ihr führt eine klassische Beziehung.

Wenn ja: Du fängst, nach einer kurzen Beziehung (6 Monate nenne ich kurz) nach drei Tagen im Ausland an, mit einem anderen anzubändeln obwohl Du weisst, dass es gefährlich ist. Nach einer kurzen Weile steigst Du mit ihm in die Kiste... Ich möchte jetzt hier nicht die moralische Keule schwingen oder so. Ich an stelle Deines Freundes würde mich verständlicherweise nicht sehr gut fühlen. Was würdest Du tun, wenn Du an seiner stelle wärst? Du würdest, denke ich, hier ins Forum schreiben wie sehr Dich Dein Freund verarscht und was für ein Schwein er ist (rate und denke ich mal).

Vor allem, wenn Dir das so selbstversändlich vorkommt... Gedenkst Du das in Deinen weitern Beziehungen auch so zu machen? ich meine, so kannst Du vergessen jemals eine vernünftige Beziehung zu führen (und das gefasel von wegen emotionaler Beziehung verstärken ist einfach nur schwachsinnig). Emotionale Bindung in Beziehungen heisst vor allem etwas: respekt vor dem Partner zeigen und eine gewisse Loyalität dem Partner gegenüber zu haben. Würdest Du das Respekt nennen? Oder Loyalität? Man könnte sogar an der Fairness zweifeln, da Du ihm den Seitensprung (oder die noch folgen werden, ich bin auch überzeugt, dass der Typ da nicht der einzige bleiben wird) auch nicht gestehts.

Versteh mich bitte nicht falsch. Du hast das recht zu tun was Dir gefällt (von dem machst Du ja auch rege und freizügig gebrauch). Lass Deinem Freund jetzt auch die Wahl zu tun was er will, indem Du ihm die Wahrheit sagst. Wenn er dann sagt, dass Du ihm gestohlen bleiben kannst, ist das wiederum sein gutes Recht. Auch wenn Du es ihm nicht sagst: so wie Du Dich da verhalten hast, könnte es entweder sein, dass eure Beziehung eh nicht das wahre ist. Dann beende sie, schädige nicht einen Menschen, indem Du mit ihm aus bequemlichkeit zusammenbleibst; das wäre mies.
Es könnte sein, dass Du Dich neu verliebt hast. Dann beende die alte Beziehung und gehe Die neue an.
Oder Du bist für monogame Beziehungen per se ungeeignet (das nennt man Beziehungsunfähigkeit). Dann beende Die Beziehung und lebel ein fröhliches Leben auf Teufel komm raus.

Das was Du jetzt gerade machst ist nicht ehrlich und respektvoll. Sei gewarnt, wie man in den Wald hineinruft kommt es auch zurück. Das kannst Du Dir ersparen, wenn Du mit offenen Karten spielst.

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11. Januar 2011 um 13:14
In Antwort auf radko_12908512

Hmm.
Hallo

Die Frage ist natürlich, wie Deine Beziehung mit Deinem Freund so aussieht. Habt ihr denn eine offene Beziehung, d.h. ist es bei euch so die Regel, dass ihr sexuell freizügig lebt?

Wenn ja weiss ich einfach nicht, warum Du Dich eigentlich emotional zu binden beginnst oder das anfängst (ich meine Du triffst Dich mit ihm regelmässig und gehst mit ihm weg etc.). Normalerweise wäre doch das der Anfang einer normalen Beziehung. Würde ich Dich sogar beglückwünschen.

Wenn es nicht der Fall sein sollte, und Deine Bedenken, die Entäuschung Deines Freundes etc. Ich denke entweder, er kann sich mit der offenen Beziehung nicht anfreunden oder aber ihr führt eine klassische Beziehung.

Wenn ja: Du fängst, nach einer kurzen Beziehung (6 Monate nenne ich kurz) nach drei Tagen im Ausland an, mit einem anderen anzubändeln obwohl Du weisst, dass es gefährlich ist. Nach einer kurzen Weile steigst Du mit ihm in die Kiste... Ich möchte jetzt hier nicht die moralische Keule schwingen oder so. Ich an stelle Deines Freundes würde mich verständlicherweise nicht sehr gut fühlen. Was würdest Du tun, wenn Du an seiner stelle wärst? Du würdest, denke ich, hier ins Forum schreiben wie sehr Dich Dein Freund verarscht und was für ein Schwein er ist (rate und denke ich mal).

Vor allem, wenn Dir das so selbstversändlich vorkommt... Gedenkst Du das in Deinen weitern Beziehungen auch so zu machen? ich meine, so kannst Du vergessen jemals eine vernünftige Beziehung zu führen (und das gefasel von wegen emotionaler Beziehung verstärken ist einfach nur schwachsinnig). Emotionale Bindung in Beziehungen heisst vor allem etwas: respekt vor dem Partner zeigen und eine gewisse Loyalität dem Partner gegenüber zu haben. Würdest Du das Respekt nennen? Oder Loyalität? Man könnte sogar an der Fairness zweifeln, da Du ihm den Seitensprung (oder die noch folgen werden, ich bin auch überzeugt, dass der Typ da nicht der einzige bleiben wird) auch nicht gestehts.

Versteh mich bitte nicht falsch. Du hast das recht zu tun was Dir gefällt (von dem machst Du ja auch rege und freizügig gebrauch). Lass Deinem Freund jetzt auch die Wahl zu tun was er will, indem Du ihm die Wahrheit sagst. Wenn er dann sagt, dass Du ihm gestohlen bleiben kannst, ist das wiederum sein gutes Recht. Auch wenn Du es ihm nicht sagst: so wie Du Dich da verhalten hast, könnte es entweder sein, dass eure Beziehung eh nicht das wahre ist. Dann beende sie, schädige nicht einen Menschen, indem Du mit ihm aus bequemlichkeit zusammenbleibst; das wäre mies.
Es könnte sein, dass Du Dich neu verliebt hast. Dann beende die alte Beziehung und gehe Die neue an.
Oder Du bist für monogame Beziehungen per se ungeeignet (das nennt man Beziehungsunfähigkeit). Dann beende Die Beziehung und lebel ein fröhliches Leben auf Teufel komm raus.

Das was Du jetzt gerade machst ist nicht ehrlich und respektvoll. Sei gewarnt, wie man in den Wald hineinruft kommt es auch zurück. Das kannst Du Dir ersparen, wenn Du mit offenen Karten spielst.

Habe nachgedacht...
Hallo challenger 85,

danke für deine ausführliche Antwort. Deine Worte haben mich sehr zum Nachdenken angeregt.

Die Beziehung mit meinem Freund ist nicht offen, wir leben uns normalerweise nicht freizügig aus, nein. Wir haben das klassische Beziehungsmodell, welches monogam sein sollte.

Was ich tun würde, wenn ich an seiner Stelle wäre? Hmm, wenn ich herausfinden würde, dass er eine Affaire hat, würde ich die Beziehung beenden.

Ich gedenke nicht, das in weiteren Beziehungen zu machen. Ich bin bisher noch nicht fremd gegangen, bis auf dieses Mal. Vorher hatte ich vielleicht eine kleine Neigung, habe ein paar Mal fremd geknutscht, aber mehr ist da nicht gelaufen. Das habe ich meinem Ex auch erzählt und als es nochmal passiert ist, habe ich dann mit meinem Ex die Beziehung beendet, weil ich es nicht nachvollziehen konnte, warum er mir immer wieder verziehen hat. Er hat an meine Treue geglaubt, doch ich habe es nicht geschafft.

Ich denke mal, ich habe da ein tieferes Problem, ich war auch schon soweit, dass ich einen Psychologen aufsuchen wollte, wäre vielleicht auch empfehlenswert. Wenn alles gut bei mir in der Beziehung läuft, dann schaffe ich mir eigentlich selbst die Probleme, siehe hier die Affaire....

Nein, ich nenne das hier nicht Respekt und Loyalität, da hast du wohl recht. Ich fühle mich selbst jeden Tag mieser meinem Freund gegenüber und werde es ihm erzählen, aber nicht am Telefon oder über das Internet, sondern persönlich. Ich denke, das ist der bessere Weg.

Ich weiß, was dann auf mich zukommt, aber das ist immer noch fair genug und entscheiden kann letztendlich dann er selbst.

Für meine Affaire habe ich keine Gefühle entwickelt.

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12. Januar 2011 um 0:21
In Antwort auf luana_12153201

Habe nachgedacht...
Hallo challenger 85,

danke für deine ausführliche Antwort. Deine Worte haben mich sehr zum Nachdenken angeregt.

Die Beziehung mit meinem Freund ist nicht offen, wir leben uns normalerweise nicht freizügig aus, nein. Wir haben das klassische Beziehungsmodell, welches monogam sein sollte.

Was ich tun würde, wenn ich an seiner Stelle wäre? Hmm, wenn ich herausfinden würde, dass er eine Affaire hat, würde ich die Beziehung beenden.

Ich gedenke nicht, das in weiteren Beziehungen zu machen. Ich bin bisher noch nicht fremd gegangen, bis auf dieses Mal. Vorher hatte ich vielleicht eine kleine Neigung, habe ein paar Mal fremd geknutscht, aber mehr ist da nicht gelaufen. Das habe ich meinem Ex auch erzählt und als es nochmal passiert ist, habe ich dann mit meinem Ex die Beziehung beendet, weil ich es nicht nachvollziehen konnte, warum er mir immer wieder verziehen hat. Er hat an meine Treue geglaubt, doch ich habe es nicht geschafft.

Ich denke mal, ich habe da ein tieferes Problem, ich war auch schon soweit, dass ich einen Psychologen aufsuchen wollte, wäre vielleicht auch empfehlenswert. Wenn alles gut bei mir in der Beziehung läuft, dann schaffe ich mir eigentlich selbst die Probleme, siehe hier die Affaire....

Nein, ich nenne das hier nicht Respekt und Loyalität, da hast du wohl recht. Ich fühle mich selbst jeden Tag mieser meinem Freund gegenüber und werde es ihm erzählen, aber nicht am Telefon oder über das Internet, sondern persönlich. Ich denke, das ist der bessere Weg.

Ich weiß, was dann auf mich zukommt, aber das ist immer noch fair genug und entscheiden kann letztendlich dann er selbst.

Für meine Affaire habe ich keine Gefühle entwickelt.

Nun...
Hallo Lilasternchen86

Es ist schön, wenn ich die Leute zum Nachdenken anregen kann - dann hat es wenigstens einen Sinn.
Die Fakten hast Du auf den Tisch gelegt. Euer Beziehungsmodell ist also monogam. Du bist auch ehrlich, was eine Affaire seinerseits für Konsequenzen nach sich ziehen würde. Hier mal eine weitere Frage, wenn ich darf.

Du würdest ihm also keine Affaire zugestehen. Was micht interessiert, ist das generell der Fall oder auch gerade jetzt, nachdem Du ja bereits eine führst? Ich meine, generell bin ich da ja ganz Deiner Meinung. In Deiner Lage: ich hatte noch nie etwas neben einer Beziehung laufen, also kenne ich die Lage nicht. Ich will mich aber versuchen, in Dich hineinzudenken. Wenn Du jetzt, falls Du erfahren würdest, dass auch Dein Freund fremdgegangen ist, die Beziehung immernoch sofort beenden würdest... Was wäre denn der Unterschied zwischen Deiner Affaire und die Deines Freundes? Ich meine, Du willst die Beziehung mit Deinem Freund ja weiterführen, oder? Wenn er das jetzt auch möchte und die Vorbedingungen ähnlich sind, d.h. er genau die gleichen Erfahrungen gemacht hat wie Du... Dann solltest Du doch Verständnis haben, oder nicht?

Ich will jetzt damit nicht sagen, dass es eine Affaire seinerseits nicht rechtfertigen würde (genau so wenig wie die Deine in diesem Zusammenhang). Für das ist die Ausgangslage ja volkommen falsch. Wie sieht es aber aus, wenn Du eine offene Beziehung anfangen würdest? Könntest Du Deinem Partner dann auch die gleichen Rechte diesbezüglich einräumen, wie Du Dir herausnehmen würdest? Nicht vorschnell "ja" sagen hier... Ein wichtiger Punkt.

Wegen Deinem Vorsatz für weiter Beziehungen: dann ist ja gut. Ich sag das hier, weil Dir das eh kein Mensch glaubt . Nicht böse sein, das musst Du nach so einer Aktion nunmal in kauf nehmen. Die kleinen Neigungen, das fremdknutschen; in Sachen Respekt und Loyalität ist das genau das gleiche Grundproblem, ob Du das im jeweiligen Fall durchziehst ist zweitrangig. Verzeihe den Zynismus, aber ich kann da nur sagen: Das Kind ist erwachsen geworden (auf Deine Neigungen bezogen). Wegem dem Schlussmachen mit der Beziehung: Er hat Dir verziehen, weil er an Dich geglaubt hat (so wie Du das schilderst jedenfalls). Nicht nur an Deine Treue, sondern an Dich als Person und Mensch. Weisst Du, wie viel das Wert ist? Dass Du ihm das nicht geglaubt hast ist ein Vertrauensproblem, eindeutig, sonst hättest Du nämlich begriffen, um was es geht. Du sagst jetzt zwar, Du hättest hier recht selbstlos gehandelt mit der Beendigung... Aber es fällt mir schwer, das so zu glauben, vor allem weil Du Deine jetzige Affaire ja recht nüchtern geschildert hast, so quasi nebenbei, recht objektiv.

Zu dem tieferen Problem: ich denke, Du machst es Dir hier zu einfach (scheint eine persönliche Tendenz von Dir zu sein, nicht falsch verstehen). Was erwartest Du denn von dem Psychologen? Er wird Dir nichts anderes erzählen, als Du Dir selber eigentlich schon beantworten kannst oder könntest. Ich meine, alle die verschiedenen Krankheiten und Namen welcher dir der Psychologe nennen wird, werden Dir im jetzigen Stadium wohl eher als rechtfertigung dienen als zu etwas anderem. Ich weiss nicht, wie gut die Beziehung war, aber wenn sie so gut lief wie Du sagst hast Du sie unter Umständen selber in den Eimer geschossen.

Wegen Respekt und Loyalität. Du sagst, Du fühlst Dich Tag für Tag mieser Deinem Freund gegenüber. Aber Deine Affaire läuft aktuell immer noch, oder? Wenn ja, dann klingt das verdächtig nach Suchtproblem. Wegen dem persönlich sagen: es kommt darauf an, wie Du weitermachst. Wenn Du die Affaire jetzt beendest und bis Du ihn siehst nichts mehr vorkommt gebe ich Dir recht. Was aber, wenn nicht? Jeder Tag, jedes Mal wenn Du ihn betrügst verlängerst Du nur die Lüge - und machst Dir die Chancen das ganze zu retten immer kleiner. Stell Dir vor, Du siehst ihn in, sagen wir 3 Monaten. Das willst Du ihm dann plausibel erkklären? Er wird Dich fragen, warum Du nicht früher zu ihm gekommen bist und es wäre ihm egal gewesen, ober er das per Telefon, Telegramm oder weiss der Geier wie erfahren hätte.

Noch einiges zu Deinem Problem, oder was ich denke was Dein Problem ist. Du hast drei Möglichkeiten (sorry, leider nicht mehr im Grundsatz).
a) Du hälst Dich in der Zukunft am führen monogamer Beziehungen fest und bist treu
b) Du entschliesst Dich, in der Zukunft keine oder nur noch offene Beziehungen zu führen
c) Du machst weiter wie bisher

Ich finde a) und b) absolut ok und gleichwertig, obwohl ich a) bevorzuge (das ist persönlich und deshalb irrelevant). Mit c) hab ich Mühe und es ist nicht ehrlich oder respektvoll. Es kommt darauf an, wie Du es so mit der Wahrheit und Ehrlichkeit hast; wenn Du es auch von anderen erwartest, musst Du natürlich auch dementsprechend handeln.

Ich würde mich freuen, wenn Du mir noch weitere Info zukommen lassen würdest. Ich habe nämlich ein grundlegendes Verständnisproblem bei solchen Sachen und würde dieses eigentlich gerne lösen.

Viele Grüsse und alles Gute
Challenger85

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14. Januar 2011 um 16:40
In Antwort auf radko_12908512

Nun...
Hallo Lilasternchen86

Es ist schön, wenn ich die Leute zum Nachdenken anregen kann - dann hat es wenigstens einen Sinn.
Die Fakten hast Du auf den Tisch gelegt. Euer Beziehungsmodell ist also monogam. Du bist auch ehrlich, was eine Affaire seinerseits für Konsequenzen nach sich ziehen würde. Hier mal eine weitere Frage, wenn ich darf.

Du würdest ihm also keine Affaire zugestehen. Was micht interessiert, ist das generell der Fall oder auch gerade jetzt, nachdem Du ja bereits eine führst? Ich meine, generell bin ich da ja ganz Deiner Meinung. In Deiner Lage: ich hatte noch nie etwas neben einer Beziehung laufen, also kenne ich die Lage nicht. Ich will mich aber versuchen, in Dich hineinzudenken. Wenn Du jetzt, falls Du erfahren würdest, dass auch Dein Freund fremdgegangen ist, die Beziehung immernoch sofort beenden würdest... Was wäre denn der Unterschied zwischen Deiner Affaire und die Deines Freundes? Ich meine, Du willst die Beziehung mit Deinem Freund ja weiterführen, oder? Wenn er das jetzt auch möchte und die Vorbedingungen ähnlich sind, d.h. er genau die gleichen Erfahrungen gemacht hat wie Du... Dann solltest Du doch Verständnis haben, oder nicht?

Ich will jetzt damit nicht sagen, dass es eine Affaire seinerseits nicht rechtfertigen würde (genau so wenig wie die Deine in diesem Zusammenhang). Für das ist die Ausgangslage ja volkommen falsch. Wie sieht es aber aus, wenn Du eine offene Beziehung anfangen würdest? Könntest Du Deinem Partner dann auch die gleichen Rechte diesbezüglich einräumen, wie Du Dir herausnehmen würdest? Nicht vorschnell "ja" sagen hier... Ein wichtiger Punkt.

Wegen Deinem Vorsatz für weiter Beziehungen: dann ist ja gut. Ich sag das hier, weil Dir das eh kein Mensch glaubt . Nicht böse sein, das musst Du nach so einer Aktion nunmal in kauf nehmen. Die kleinen Neigungen, das fremdknutschen; in Sachen Respekt und Loyalität ist das genau das gleiche Grundproblem, ob Du das im jeweiligen Fall durchziehst ist zweitrangig. Verzeihe den Zynismus, aber ich kann da nur sagen: Das Kind ist erwachsen geworden (auf Deine Neigungen bezogen). Wegem dem Schlussmachen mit der Beziehung: Er hat Dir verziehen, weil er an Dich geglaubt hat (so wie Du das schilderst jedenfalls). Nicht nur an Deine Treue, sondern an Dich als Person und Mensch. Weisst Du, wie viel das Wert ist? Dass Du ihm das nicht geglaubt hast ist ein Vertrauensproblem, eindeutig, sonst hättest Du nämlich begriffen, um was es geht. Du sagst jetzt zwar, Du hättest hier recht selbstlos gehandelt mit der Beendigung... Aber es fällt mir schwer, das so zu glauben, vor allem weil Du Deine jetzige Affaire ja recht nüchtern geschildert hast, so quasi nebenbei, recht objektiv.

Zu dem tieferen Problem: ich denke, Du machst es Dir hier zu einfach (scheint eine persönliche Tendenz von Dir zu sein, nicht falsch verstehen). Was erwartest Du denn von dem Psychologen? Er wird Dir nichts anderes erzählen, als Du Dir selber eigentlich schon beantworten kannst oder könntest. Ich meine, alle die verschiedenen Krankheiten und Namen welcher dir der Psychologe nennen wird, werden Dir im jetzigen Stadium wohl eher als rechtfertigung dienen als zu etwas anderem. Ich weiss nicht, wie gut die Beziehung war, aber wenn sie so gut lief wie Du sagst hast Du sie unter Umständen selber in den Eimer geschossen.

Wegen Respekt und Loyalität. Du sagst, Du fühlst Dich Tag für Tag mieser Deinem Freund gegenüber. Aber Deine Affaire läuft aktuell immer noch, oder? Wenn ja, dann klingt das verdächtig nach Suchtproblem. Wegen dem persönlich sagen: es kommt darauf an, wie Du weitermachst. Wenn Du die Affaire jetzt beendest und bis Du ihn siehst nichts mehr vorkommt gebe ich Dir recht. Was aber, wenn nicht? Jeder Tag, jedes Mal wenn Du ihn betrügst verlängerst Du nur die Lüge - und machst Dir die Chancen das ganze zu retten immer kleiner. Stell Dir vor, Du siehst ihn in, sagen wir 3 Monaten. Das willst Du ihm dann plausibel erkklären? Er wird Dich fragen, warum Du nicht früher zu ihm gekommen bist und es wäre ihm egal gewesen, ober er das per Telefon, Telegramm oder weiss der Geier wie erfahren hätte.

Noch einiges zu Deinem Problem, oder was ich denke was Dein Problem ist. Du hast drei Möglichkeiten (sorry, leider nicht mehr im Grundsatz).
a) Du hälst Dich in der Zukunft am führen monogamer Beziehungen fest und bist treu
b) Du entschliesst Dich, in der Zukunft keine oder nur noch offene Beziehungen zu führen
c) Du machst weiter wie bisher

Ich finde a) und b) absolut ok und gleichwertig, obwohl ich a) bevorzuge (das ist persönlich und deshalb irrelevant). Mit c) hab ich Mühe und es ist nicht ehrlich oder respektvoll. Es kommt darauf an, wie Du es so mit der Wahrheit und Ehrlichkeit hast; wenn Du es auch von anderen erwartest, musst Du natürlich auch dementsprechend handeln.

Ich würde mich freuen, wenn Du mir noch weitere Info zukommen lassen würdest. Ich habe nämlich ein grundlegendes Verständnisproblem bei solchen Sachen und würde dieses eigentlich gerne lösen.

Viele Grüsse und alles Gute
Challenger85

Okay...
Hallo challenger85,

ja, deine Worte haben mich in der Tat zum Nachdenken angeregt, deine jetzigen Worte umso mehr.

Das ist richtig, es würde kein Unterschied in der Affaire mit meinem Freund und meiner Affaire bestehen. Es wäre in etwa dasselbe.
Ich möchte die Beziehung mit meinem Freund weiterführen, korrekt. Dann sollte ich sicherlich Verständnis haben, wenn es so wäre, dass er eine Affaire hat oder hatte, aber bin mir hier sicher, dass da nichts ist oder auch sein wird.
Eine offene Beziehung? Darüber habe ich schon öfter mal nachgedacht und es z. B. meinem Ex auch vorgeschlagen. Ich würde dann ja die Bindung zu ihm behalten, eben nur sexuelle Kontakte mit anderen Leuten ausleben. Aber in dieser Beziehung hat er das nicht gewollt. Und dann habe ich mich ja sowieso getrennt. Also und um deine Frage zu beantworten, ja, ich würde ihm die gleichen Rechte diesbezüglich einräumen, wie ich mir herausnehmen würde. Und ich habe nicht vorschnell ja gesagt, denn darüber habe ich wirklich schon länger nachgedacht, sonst hätte ich das meinem Ex ja auch gar nicht vorgeschlagen. Und die Beziehung mit meinem Ex ist im Februar letzten Jahres beendet worden.
In meiner jetzigen Beziehung habe ich darüber bisher aber noch nicht nachgedacht, also eine offene Beziehung zu führen. Das schien mir bisher absurd, da ich bisher nicht das Verlangen nach anderen Männern oder Frauen hatte.

Mit meinem Ex und dem Schluss machen und der Treue.. Ich wusste nicht, wieviel das wert ist, dass er mir da verziehen hat, nein. Ich habe eher so gedacht, dass ich ihn nicht weiter verletzen möchte und deswegen habe ich dann die Beziehung beendet. Hmm, ich konnte einfach nicht verstehen und verstehe es auch immer noch nicht, warum er so viel Vertrauen und Glaube in mich gesetzt hat, wie kann man denn einem Menschen immer wieder den gleichen Fehler verzeihen? Ich an seiner Stelle hätte spätestens beim zweiten Mal adios gesagt.. aber er kam immer wieder zurück. Das verstehe ich bis heute noch nicht. Er hat als Grund angeführt, dass er mich doch so lieben würde. Aber mir war in dieser Hinsicht alles egal. Konnte gar nichts mehr fühlen, war einfach nur kalt.

Das mit dem einfach machen ja, dazu hatte ich schon immer eine persönliche Tendenz, das hast du richtig erkannt, he, du könntest Psychologe werden.
Ich bin so, wenn Probleme da sind, dann laufe ich am liebsten weg oder mache einen Bogen drum herum, lasse es nicht so an mich heran und baue meine Mauer wieder auf.
Was ich mir von einem Psychologen verspreche, hm, naja das ich einfach alles aufarbeiten kann. Vieles habe ich einfach mit mir selber ausgemacht, hatte da niemanden, der das wohl richtig beurteilen konnte oder mit dem ich das besprechen konnte und kann.
Meine Affaire läuft aktuell immer noch, da hast du recht. Wie meinst du denn das mit Suchtproblem??? Meinst du Beziehungssucht oder Sexsucht?
Ich denke das ich auch ein wenig von der Bindungsangst dabei habe.. ich hatte schon immer ein Problem damit, eine längerfristige Beziehung einzugehen. Okay gut, es wird jetzt hier alles allgemein, aber egal. Also meine längste Beziehung war 2 Jahre und sieben Monate

Das mit dem Persönlich sagen richtig, jedes Mal, wenn ich ihn jetzt betrüge, dann verlängere ich die Lüge. Das war mir nicht so bewusst.

Normalerweise und das ist wirklich so, ist es so, dass ich ein absolut ehrlicher Mensch bin, ich war immer ehrlich. Ich habe es meinem Ex-Partner auch immer gleich erzählt, wenn etwas passiert ist und konnte das einfach nicht für mich behalten.
Ich denke eher, dass das Modell b) für mich in Frage kommt, von wegen, keine oder offene Beziehungen zu führen. Ja, ich denke, das wäre besser für mich und den Partner/Partnerin.

Danke für deine Worte.
Viele Grüße,
lilasternchen86

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16. Januar 2011 um 23:52
In Antwort auf luana_12153201

Okay...
Hallo challenger85,

ja, deine Worte haben mich in der Tat zum Nachdenken angeregt, deine jetzigen Worte umso mehr.

Das ist richtig, es würde kein Unterschied in der Affaire mit meinem Freund und meiner Affaire bestehen. Es wäre in etwa dasselbe.
Ich möchte die Beziehung mit meinem Freund weiterführen, korrekt. Dann sollte ich sicherlich Verständnis haben, wenn es so wäre, dass er eine Affaire hat oder hatte, aber bin mir hier sicher, dass da nichts ist oder auch sein wird.
Eine offene Beziehung? Darüber habe ich schon öfter mal nachgedacht und es z. B. meinem Ex auch vorgeschlagen. Ich würde dann ja die Bindung zu ihm behalten, eben nur sexuelle Kontakte mit anderen Leuten ausleben. Aber in dieser Beziehung hat er das nicht gewollt. Und dann habe ich mich ja sowieso getrennt. Also und um deine Frage zu beantworten, ja, ich würde ihm die gleichen Rechte diesbezüglich einräumen, wie ich mir herausnehmen würde. Und ich habe nicht vorschnell ja gesagt, denn darüber habe ich wirklich schon länger nachgedacht, sonst hätte ich das meinem Ex ja auch gar nicht vorgeschlagen. Und die Beziehung mit meinem Ex ist im Februar letzten Jahres beendet worden.
In meiner jetzigen Beziehung habe ich darüber bisher aber noch nicht nachgedacht, also eine offene Beziehung zu führen. Das schien mir bisher absurd, da ich bisher nicht das Verlangen nach anderen Männern oder Frauen hatte.

Mit meinem Ex und dem Schluss machen und der Treue.. Ich wusste nicht, wieviel das wert ist, dass er mir da verziehen hat, nein. Ich habe eher so gedacht, dass ich ihn nicht weiter verletzen möchte und deswegen habe ich dann die Beziehung beendet. Hmm, ich konnte einfach nicht verstehen und verstehe es auch immer noch nicht, warum er so viel Vertrauen und Glaube in mich gesetzt hat, wie kann man denn einem Menschen immer wieder den gleichen Fehler verzeihen? Ich an seiner Stelle hätte spätestens beim zweiten Mal adios gesagt.. aber er kam immer wieder zurück. Das verstehe ich bis heute noch nicht. Er hat als Grund angeführt, dass er mich doch so lieben würde. Aber mir war in dieser Hinsicht alles egal. Konnte gar nichts mehr fühlen, war einfach nur kalt.

Das mit dem einfach machen ja, dazu hatte ich schon immer eine persönliche Tendenz, das hast du richtig erkannt, he, du könntest Psychologe werden.
Ich bin so, wenn Probleme da sind, dann laufe ich am liebsten weg oder mache einen Bogen drum herum, lasse es nicht so an mich heran und baue meine Mauer wieder auf.
Was ich mir von einem Psychologen verspreche, hm, naja das ich einfach alles aufarbeiten kann. Vieles habe ich einfach mit mir selber ausgemacht, hatte da niemanden, der das wohl richtig beurteilen konnte oder mit dem ich das besprechen konnte und kann.
Meine Affaire läuft aktuell immer noch, da hast du recht. Wie meinst du denn das mit Suchtproblem??? Meinst du Beziehungssucht oder Sexsucht?
Ich denke das ich auch ein wenig von der Bindungsangst dabei habe.. ich hatte schon immer ein Problem damit, eine längerfristige Beziehung einzugehen. Okay gut, es wird jetzt hier alles allgemein, aber egal. Also meine längste Beziehung war 2 Jahre und sieben Monate

Das mit dem Persönlich sagen richtig, jedes Mal, wenn ich ihn jetzt betrüge, dann verlängere ich die Lüge. Das war mir nicht so bewusst.

Normalerweise und das ist wirklich so, ist es so, dass ich ein absolut ehrlicher Mensch bin, ich war immer ehrlich. Ich habe es meinem Ex-Partner auch immer gleich erzählt, wenn etwas passiert ist und konnte das einfach nicht für mich behalten.
Ich denke eher, dass das Modell b) für mich in Frage kommt, von wegen, keine oder offene Beziehungen zu führen. Ja, ich denke, das wäre besser für mich und den Partner/Partnerin.

Danke für deine Worte.
Viele Grüße,
lilasternchen86

So
Hallo Lilasternchen

Bin ich wieder mal dran mit Antworten denk ich.

Entschuldige übrigens die verschiedenen Fragen, ich will wirklich einfach möglichst viel von Deiner Situation und deiner Handlunsweise verstehenm auch aus Selbstzweck, zugegeben, weil ich immer genau da gewisse Verständnisprobleme habe.

Gerade die erste: Du sagst, dass Du Dir sicher bist, dass Dein Freund keine Affäre hat. Das find ich toll, wenn man in einen Partner solches Vertrauen hat dass man das ohne Zweifel sagt (vor allem wenn es stimmt). Jetzt sagst Du ja (in der vorhergehenden Antwort), dass Du wahrscheinlich eine Affäre seitens Deines Freundes nicht akzeptieren würdest, ohne sofort die Beziehung zu beenden. Jetzt schreibst Du, dass aber zwischen den Affären kein Unterschied bestünde (oder sonst würde ich gerne wissen, warum es nur "in etwa" dasselbe ist und nicht umgekehrt). Und Du schreibst, dass Du die Beziehung gerne weiterführen möchtest... Du nimmst Dir also die Freiheit, etwas zu tun, was Du von Deinem Freund nicht hinnehmen würdest und hoffst / denkst / erwartest (?) dass es keine Konsequenzen haben wird... In diesem Punkt überhebst Du Dich fast ein wenig Deinem Freund gegenüber, bzw. Du nimmst Dir ohne seine Meinung oder seinen Wunsch zu berücksichtigen (oder gar zu kennen?) ein gewisses Recht heraus. Warum eigentlich? Kann es sein, dass Dein Freund zu der Sorte "zu nett" gehört? Oder hast Du das noch nicht von dieser Seite aus betrachtet oder teilst Du meine Ansicht nicht?

Wegen Offene Beziehung: Du kennst Da ja Deinen Standpunkt sehr genau, das ist immer gut. Nun noch eine Frage: Du sagst, zu Deiner jetzigen Beziehung und dem in Betracht ziehen einer offenen Beziehung: "Das schien mir bisher absurd, da ich bisher nicht das Verlangen nach anderen Männern oder Frauen hatte.". Warum hast Du dann nicht mit Deinem Freund gesprochen, wenn Du das mit Deinem Ex ja konntest? Und wie gesagt, wegen persönlichem treffen und so: geht ja nicht, dann ist es immer noch besser, ein mail zu schreiben oder zu telefonieren. Ich meine, Du machst das ja nicht aus Bequemlichkeit sondern einfach aus Notwendigkeit heraus.

Die Geschichte mit Deinem Ex und seinem Glauben in Dich. Ich finde das ganz tragisch. Leider gibt das nur zu gut den Zeitgeist wieder. Was er an den Tag gelegt hat, ist ein grosser Grad an Idealismus. Sein Glaube war an den Menschen, hier an Dich. Das war einfach seine Überzeugung, und zwar Deinetwegen. Ich kenne Die Beziehung ja nicht im Detail, darum kann ich wohl schlecht urteilen. Solche Idealisten wären gerade in der heutigen Zeit wahrscheinlich nicht hoch genug einzuschätzen, nur weil sie den Glauben an die Menschen noch besitzen. Ob er das nach dem Gewesenen noch kann würde ich zu Bezweifeln wagen. Verstehst Du meinen Punkt?

Mit dem zu einfach machen: das ist eine Volkskrankheit, hat bei Dir einfach fast danach geschrien. Wegen Psychologie: ich bleib glaub lieber Maschineningenieur . Wegen dem Einmauern: ja, das ist auch ein bekanntes Phänomen. Der Fakt, dass ich eben kein Psychologe bin, verwehrt mir hier ein wenig die Möglichkeit, Dir zu helfen. Aber, die Frage sei erlaubt: Wie oft hat es denn schlussendlich geholfen, Deine Problem nicht anzugehen oder immer vor allem wegzulaufen? Gerade jetzt scheinst Du genau deswegen wieder hilflos zu sein. Wegen dem Aufbereiten: das ist eine gute Idee, vor allem wenn auch aus der Vergangenheit noch viel Balast rumliegt (auch aus der Kindheit, Vater Mutter Beziehung etc.). Das solltest Du vielleicht nicht hier, öffentlich im Forum besprechen, also ich würds nicht tun. Wenn Dir aber die Konversation mit mir helfen würde, kannst Du mir auch ne pm schreiben, so ist's dann nicht.

Zur laufenden Affäre: ja, das ist wieder so ein Bequemlichkeitsfall. Obwohl Du Dich ja offenbar in einer gewissen Zwickmühle befindest, lässt Du sie einfach mal so weiterlaufen. Die frage jetzt: Warum denn? Warum nicht jetzt kare Verhältnisse schaffen? Da könnte das Suchproblem noch dazukommen: Wenn wahrscheinlich eine Sexsucht, oder etwas auf diesem Level. Du sagst ja selber, dass Du keine Gefühle entwickelt hast oder auch dass Du zu Deinem Freund zurückwillst. D.h. die Beziehungsfrage ist beantwortet. Vielleicht ist es auch das Bedürfnis, unbedingt jemanden an Deiner Seite zu wissen... Süchte gibt es tausende. Man müsste mehr über die Beweggründe und darüber wissen, wie denn Deine Beziehung / Affäre aussieht.

Wegen der Bindungsangst (natürlich wirds allgemein: solche Probleme reduzieren sich weitgehendst immer zu Grundsatzproblemen). Auch dafür gibt es verschieden Gründe. Das kann sich eben auf Sachen aus Deiner Kindheit / Jugen beziehen, oder Ängste wegen einem Verlust Deine persönlichen Freiheit (was davon herrühren konnte, dass Du diese in einem früheren Fall nicht hattest). Das kann aber auch mit "falschen" Erwartungen und Vorstellungen zu tun haben, so nach dem Motto: vielleicht gibt es da noch was besseres, tolleres oder so was. Geht in die Richtung, dass Du einfach nicht weisst, was Du genau willst suchst, oder Dich selber noch nicht gefunden hast (das ist aber bei all der heutigen Freiheit auch nicht einfach).

Wegen der absoluten Ehrlichkeit: ich fang an, Dich zu mögen, echt, aber hier hast Du ein Problem mit Deiner Selbstwahrnehmung. Du würdest Dich sicherlich gerne als ehrlichen Menschen sehen. Aber aus irgendeinem Grund bist Du es a) nicht und b) findest auch, dass der Betrug Deines Partners hier so wichtig nicht sein kann (sonst würdest Du den Anspruch nicht erheben). Auch die Frage, warum Du bei Deinem Ex keine Probleme hattest wäre interessant. Wenn Du gerade den Betrug Deines Partners aus der Ehrlichkeit herausnimmst: wo bist Du denn sonst ehrlich? Zu Dir selbst ja offenbar auch nicht wirklich (Vor Problemen weglaufen etc.). Kein Affront, ich wills nur gerne von Dir wissen.

Modell b). Das ist gut. Ich habe bei solchen Sachen immer ein ungutes Gefühl: aber im Gegensatz zu dem anderen gesagten kann ich das eben nicht schlüssig begründen; drum lass ichs gerade bleiben. Richtig gemacht hat wahrscheinlich eine offene Beziehung die gleichen Chancen wie eine richtig geführte klassische Beziehung. Aber behafte mich bitte nicht darauf, ich hab da zu wenig erfahrung.

Gern geschehen.
Viele Grüsse
Challenger85

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