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Ausharren oder wieder nachgeben??? *ratlos und frustriert*

13. Januar 2015 um 11:09

Hallo erstmal )

Ich bin mal wieder ratlos was ich tun soll bzw. zweifel mittlerweile an mir selber.

Mein Mann und ich haben uns mal wieder wegen einer Kleinigkeit in die Haare bekommen und seit 3 Tagen herrscht Funkstille.

Ich habe wie immer sofort nach dem Streit versucht die Angelegenheit zu klären, aber er hat abgeblockt und jedes meiner Argumente in der Luft zerrissen. Er ist nicht so der Redner und ihm geht dieses ständige Beziehungsgerede (weil es mittlerweile mindestens einmal wöchentlich scheppert) verständlicherweise auf die Nerven. MIR AUCH!!!

Ich bin der Meinung dass wir die Ursachen für unsere ewigen Streitereien aus der Welt schaffen müssen. Ihm reicht es, wenn wir den Streit kurz und knapp halten und danach eben nicht darüber reden bzw. diskutieren. Mittlerweile sehe ich auch ein, dass Reden nicht wirklich was bringt, da er meine Seite garnicht versteht oder verstehen will. Er sieht es immer nur aus seiner Sicht und gibt mir an allem die Schuld.

Naja, wie auch immer. Meine Art den Streit zu beheben (durch Reden) ist gescheitert und auf seine Art (sich einfach in den Arm zu nehmen und gut sein zu lassen) habe ich auch keine Lust mehr. Dabei kehren wir nämlich die Probleme nur unter den Teppich und es staut sich bei uns beiden immer mehr auf was logischerweise zu weiteren Streitereien führt.

Ich habe in den letzten Monaten so ziemlich alles versucht. Reden - fehlgeschlagen; in den Arm nehmen und gut sein lassen so wie er es möchte funktioniert bis zum nächsten Streit; ich hab ihm Briefe geschrieben die er nicht kommentiert (ob er sie überhaupt liest weiß ich nicht); Versöhnungssex schlägt er meist aus, da ihm die nötige Harmonie fehlt...

Nun herrscht wie gesagt seit 3 Tagen mehr oder wenige Funkstille (wir sprechen nur das nötigste). Von ihm kommt nichts; er sucht kein klärendes Gespräch, macht keine Vorschläge zur Besserung oder ähnliches.

Ich weiß echt nicht mehr was ich noch tun soll. Ich könnte ihn wenn er nach Hause kommt einfach in den Arm nehmen und ihm sagen, dass wir das schon hinbekommen. Aber das haben wir schon so oft getan und die "Harmonie" hält nie lange an. Mittlerweile denke ich dass er ein viel tieferes Problem mit mir bzw. meiner Art hat das aber nicht zugeben will und sich selber einredet dass er mich liebt und alles gut wird.

Ich denke immer häufiger über Trennung nach und fühle mich schon beim Gedanken daran irgendwie befreit und glücklicher. Auf der anderen Seite liebe ich ihn aber

Was soll ich bloß tun damit er einsieht dass nicht immer alles nur an mir liegt?

LG

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13. Januar 2015 um 11:31


Worüber streitet ihr euch denn? Sind es immer die gleichen Themen oder irgendwelche Kleinigkeiten?

Also wenn es dir bei dem Gedanken an eine Trennung wirklich besser geht, dann kann ich dir nur raten es zu machen. Stell dir die Frage, ob du so glücklich werden kannst. Wenn du die nicht mit ja beantworten kannst, dann gibt es wohl oder übel nur eine Lösung..

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13. Januar 2015 um 11:50
In Antwort auf love0592


Worüber streitet ihr euch denn? Sind es immer die gleichen Themen oder irgendwelche Kleinigkeiten?

Also wenn es dir bei dem Gedanken an eine Trennung wirklich besser geht, dann kann ich dir nur raten es zu machen. Stell dir die Frage, ob du so glücklich werden kannst. Wenn du die nicht mit ja beantworten kannst, dann gibt es wohl oder übel nur eine Lösung..


Angefangen hat es damit dass er von Anfang an nicht mit meiner Art klar kam. Ich bin ein recht impulsiver Mensch und meine Tonlage ändert sich halt wenn ich über negative Dinge, Stress etc. rede. Und dadurch fühlte/fühlt er sich immer gleich angegriffen.

Beispiel: wenn ich mich über meinen Chef geärgert oder über den stressigen Tag mit den Kids "beklagt" habe nahm er das als persönlichen Angriff und meinte ich wäre ihm gegenüber zu agressiv bzw. er könne doch nichts dafür. Wenn es ganz schlimm kam hat er gesagt ich soll aufhören rumzujammern

Und trotz aller Erklärungen und Beteuerungen, dass das nicht gegen ihn geht sondern dass das halt meine Art ist mich auszudrücken und meinem Ärger Luft zu machen kann er das bis heute nicht akzeptieren. Es gibt immer wieder Ärger deswegen. Alles was ich sage sieht er als persönlichen Vorwurf; steht mir im Gegenzug aber nicht das Recht zu mich auch mal angegriffen/verletzt zu fühlen. Dann soll ich nicht so empfindlich sein.

Aufgrund dessen fällt es mir immer schwerer über seine Macken hinwegzusehen und deshalb nörgeln wir gegenseitig immer häufig an dem anderen rum.

Irgendwie ist das ein Teufelskreis geworden aus dem wir nicht mehr rauskommen. Ich würde das gerne ändern, weil ich so nicht glücklich werde und weiß dass unsere Ehe so auf deiner keine Chance hat.

Aber alles was wir hin und wieder dann doch mal in Ruhe besprechen und auf beiden Seiten ändern wollen kann oder will er im "Ernstfall" nicht umsetzen. Er verhält sich immer gleich und blockt, weil er wie er sagt dann allein durch meine Art schon hochgepuscht ist.

Ich schaffe es aber nicht mehr alles zu schlucken und alles was ich tue und sage vorher genau zu überdenken...

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13. Januar 2015 um 12:04


Das wir uns im Frust gegenseitig alles (auch alte Kamellen) an den Kopf knallen hatten wir in der Vergangenheit leider zur Genüge; da war ich sicher auch kein Unschuldslamm

Aber zumindest bemühe ich mich nach unseren Gesprächen in denen wir beide eingesehen haben dass wir beide etwas ändern müssen darum beim aktuellen Problem zu bleiben und nicht alles rauszuhauen. Er zerreisst aber jedes Argument von mir in der Luft, streitet alles ab und kann/will einfach nicht akzeptieren dass auch er mich verbal verletzen kann.

Er geht dann sogar soweit, dass er sauer auf Dinge ist die ich noch garnicht getan habe; er aber meint das ich die in Zukunft noch sagen/tuen werde, weil er mich kennt. Da frag ich mich schon was er für eine Meinung von mir hat.

Wenn er etwas gemeines/verletzendes sagt meint er nur ich müsse doch wissen dass er mich liebt und dass er es doch nicht böse meint; ich solle das gute dahinter sehen. Aber gleichzeitig denkt er so schlecht von mir???

Und diese ganzen Unstimmigkeit schaffen wir meiner Meinung nach nicht aus der Welt wenn wir uns in den Arm nehmen und uns gegenseitig sagen dass wir uns lieben...

Das ist aber leider meist der einzige Weg den er zuläßt, um allein schon für die Kinder wieder ein halbwegs "harmonisches" Miteinander zu erreichen.

In meinen Augen ist es aber keine Harmonie sondern nur ein stilles Ausharren bis es das nächste Mal wegen irgendeiner Kleinigkeit oder einem Missverständnis kracht, weil so ziemlich jede Auseinandersetzung nicht geklärt sondern ungefiltert geschluckt wird und früher oder später entweder bei ihm oder bei mir geballt wieder hochkommt.

Das sieht er aber leider anders...

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13. Januar 2015 um 12:17

Als Ergänzung ein konkretes Beispiel
ich habe ihm vor Jahren im Streit wiederholt an den Kopf geworfen, dass er zu einer seiner Exfrauen zurückgehen oder sich eine andere Ische suchen soll... War sicher nicht die feine englische Art ich weiß , aber ich war einfach verzweifelt, wütend, hochgepuscht. Das wirft er mir bis heute vor obwohl wir in kürzester Vergangenheit beschlossen haben nochmal bei Null anzufangen und uns und unserer Ehe eine faire Chance zu geben.

Mein Vater ist letztes Jahr schwer an Krebs erkrankt und ich war dementsprechend fertig und hab oft darüber gesprochen oder ihn damit genervt
Jedenfalls hat er mir dann irgendwann mal den Spruch an den Kopf geworfen "hör auf zu jammern, deinem Vater geht es nicht schlechter wie meinen Eltern und außerdem stirbt er ja nicht".
Das hat mich sehr getroffen. Und vor allem weil mein Vater mittlerweile verstorben ist nagt dieser Spruch weiterhin an mir. Mein Mann hat sich zwar mehrfach dafür entschuldigt, allerdings immer mit dem Zusatz, dass er das nur gesagt hat weil ich ihn vorher hochgepuscht hätte und außerdem wäre zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar gewesen dass er sterben würde.

Bin ich da jetzt nur zu empfindlich und kann nicht vergessen oder war das keine aufrichtige Entschuldigung? Er bringt es immer so rüber, dass das von ihm vielleicht nicht in Ordnung war, aber eigentlich war ich ja selber schuld...

Ich weiß bald wirklich nicht mehr was richtig und falsch ist

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13. Januar 2015 um 13:48


Ganz so viele Exfrauen hatte er nun auch wieder nicht, es sind bis jetzt "erst" zwei

Und was sein Verstehen angeht: Er beteuert immer wieder dass er mich sehr wohl versteht, dass ich traurig wegen meinen Vater (ist erst im November verstorben) oder gestresst durch Haushalt und Kinder bin, aber er kann/will mich praktisch nicht wirklich unterstützen.

Sicher war ich sehr häufig im Krankenhaus, aber der Haushalt ist halt einfach liegengeblieben. Und wenn ich das Thema Ordnung und Hilfe im Haushalt anspreche geht ihm das auf die Nerven. Nach dem Motto "nicht schon wieder" oder "dann fang Du mal an".

Ich muss dazu sagen dass er beruflich 11-12 Stunden täglich aus dem Haus ist und dementsprechend abends kaputt/müde ist. Er kümmert sich dann um die Kleine (3) bringt sie auch meist ins Bett. Außerdem übernimmt er wenn er kann das Kochen und räumt auch mal die Küche auf.

Aber alles andere macht er nur wenn er Lust darauf hat und am Wochenende hat er den Anspruch, dass wir als Familie was unternehmen und sagt ich soll locker bleiben wenn ich dann sage ich muss irgendwann auch mal die Wohnung putzen, Fenster putzen, bügeln etc. Im Streit beschwert er sich dann wieder über die "Drecksecken" die natürlich nur in meiner Verantwortung liegen...

Der Knaller ist dann noch, dass er mir vorwirft doch den ganzen Tag zuhause zu sein... Da hat er Recht, er vergißt dabei aber, dass wir drei Kinder und einen 120 qm Haushalt zu führen haben und das bei den ganzen Terminen der Kids und in den letzten 11 Monaten durch meinen Vater auch bei mir kaum Zeit blieb und vieles liegen geblieben ist.

Das alles alleine aufzufangen schaff ich körperlich und psychisch einfach nicht. Vorallem weil ich ab nächster Woche auch wieder halbtags arbeiten gehe.

Das einzige was ihm dazu einfällt ist, dass es dann für mich wohl nicht besser sprich noch viel stressiger wird und er jetzt schon Angst davor hat dass ich ihm ständig die Ohren volljammere. Aber theoretisch hat er vollstes Verständnis für mich.

Wie Ihr seht schreibe ich recht "ausschweifend" und versuche soviel wie möglich zu erklären/klar zu stellen. Und ähnlich rede ich auch und das überfordert ihn total..,.

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13. Januar 2015 um 14:05

Hm...
---Ich denke immer häufiger über Trennung nach und fühle mich schon beim Gedanken daran irgendwie befreit und glücklicher. Auf der anderen Seite liebe ich ihn aber ---

Das sagt doch schon alles, welchen Sinn macht es da noch zu diskutieren ?
Liebe oder ... Gewohnheit, angst vor Veränderung und dem allein sein ?

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13. Januar 2015 um 17:21

Um den Stress an sich geht es denke ich auch garnicht mehr
und zwar von beiden Seiten aus.

Je länger er mich schmoren und mich dadurch weitergrübeln lässt komme ich zu dem Schluss dass es von Anfang an nicht gepasst hat. Und ich denke das wir das auch beide immer mehr erkennen es aber nicht wirklich eingestehen wollen.

Alleine die Tatsache dass er nicht einmal wirklich auf mich zugehen kann außer halt eben in den Arm nehmen und gut sein lassen macht mich megatraurig.

Er weiß ganz genau dass ich es hasse im Streit schlafen oder auseinander zu gehen; dass ich tottraurig bin und dann nichts essen und nicht schlafen kann. Und trotzdem geht er abends ins Bett als wäre nichts gewesen und auch tagsüber kommt von ihm nichts.

Normalerweise ruft er mich während der Arbeitszeit mindestens einmal am Tag an um sich mal zu melden. Gestern kam Garnichts und heute nur eine kurze Nachfrage (es musste was erledigt werden) und fertig. Kein "tut mir leid" kein "das ist dumm gelaufen" oder irgendein Vorschlag der mich wieder besänftigen könnte. Aber ist ja auch klar: er fühlt sich wie immer im Recht und ich hab gefälligst kleine Brötchen zu backen...

Wenn ich von mir aus nicht das Gespräch suche wird sich das solange ziehen bis sich irgendwann der Alltag wieder einschleicht und alles zur Tagesordnung übergeht.

Ist das wirklich Liebe???

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