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Ausgeliebt???

6. November 2002 um 16:05 Letzte Antwort: 17. November 2002 um 19:37

Und plötzlich ist alles anders........
Hallo Ihr!
Seit ein paar Monaten habe ich ein dickes Problem mit mir – mit meinem Freund. Wir sind seit 2 Jahren zusammen. Als wir damals zusammen gekommen sind , konnte ich mein Glueck gar nicht fassen. Die erste Zeit war (wie wohl bei den meisten!) einfach super! Ich war so glücklich, dass ich schon misstrauisch wurde und bei mir dachte, dass ich eines Tages für eine so saugute Zeit bestraft werden würde (bescheuert, ich weiss!). Seit 2 Jahren schlafen wir täglich „Nase an Nase“ zusammen in einem 90 cm Bett (mal bei ihm, mal bei mir!). Diesen Zustand hätte ich mir vorher nie träumen lassen. Bei meinem Ex war schon das 140cm Bett zu klein. Naja, ist ja jetzt auch nicht so wichtig.....
Aufjedenfall passte es alles so gut zwischen uns und ich „war“ abgöttisch in diesen Mann verliebt. Und dieses „war“ ist nun mein Problem. Es ist so als hätte jemand einen Hebel umgestellt. Ich fühle mich seit einiger Zeit innerlich so leer und sehe nur noch seine (für mich) schlechten Eigenschaften. Seine Anwesenheit geht mir schlichtweg auf den Nerv und ich nörgel nur noch an ihm rum – dafür hasse ich mich. Auch mag ich seine Berührungen nicht mehr – weiche ihm eher aus. Ich verstehe das nicht und weiss nicht was ich machen soll. Wir haben auch schonmal darüber gesprochen, aber im Endeffekt ist da nicht viel bei rausgekommen. Er ist sich seiner Gefühle total sicher – ich leider nicht mehr. Wieso? Meine Gedanken ihm gegenüber sind liebevoll, aber wenn er bei mir ist, dann funktionierts irgendwie nicht. Dann braucht er nur einen falschen Schniefer zu lassen und schon dreht sich mir alles. Manchmal bekomme ich Magenschmerzen, weil ich nicht mehr weiss, wie ich mich verhalten soll. Daher vermeide ich es auch manchmal ihn zu sehen. Und nun?
War es das jetzt? Aus Schluß und Vorbei? Zwei Jahre der Verliebtheit und auf zu neuen Ufern? Die Chemie des Hormoncocktail hat nachgelassen und nun stellt sich die wahre Sicht der Dinge ein?!
Verschwindet die Liebe so schnell wie sie gekommen ist?

Mir liegt sehr viel an der Beziehung und ich will das alles nicht einfach so wegwerfen. Es gibt ja auch noch schöne Momente, wo ich total glücklich mit ihm bin. (Während ich hier so am Schreiben bin, komme ich mir vor wie ein Veräter.)
Er liebt mich so wie ich bin, mit all meinen geistigen und körperlichen Macken ( und das sind ne Menge!). Gerne würde ich wieder das zurückgeben können, was ich von ihm bekomme. Aber ich weiss nicht wie...Er ist so liebevoll und geduldig - ich viel zu oft ein ... Das macht mich alles nur noch traurig.

Wenn ich zurückdenke – so ähnlich war die Situation bei meinem Exfreund auch. Erst war er der Mann den ich heiraten wollte, dann konnte ich ihn nicht mehr ertragen – wegen Nichtigkeiten. Das ist doch nicht normal!

Ist bei mir noch was zu retten? Kennt jemand diese Ausbrüche von Aggressivität dem Partner gegenüber?

Eigentlich wollte ich mich ganz kurz fassen, mit der Frage: Wie fängt man die Liebe wieder ein?

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6. November 2002 um 16:27

Kenn ich...
komischerweise hatte auch ich immer 2-jahres-beziehungen.....
mir ging es aber haar-genauso wie dir. letzte woche habe ich erst nach wieder 2 jahren mit meinem freund schluss gemacht.
verrätst du mir dein alter ?

vielleicht ist es wirklich so, dass nach 2 jahren die gefühle nicht mehr die oberhand haben und man den wirklichen menschen sieht. ich persönlich lerne in diesen 2 jahren immer sehr viel von den männern. nach 2 jahren ist alles gesagt und es gibt nichts neues, da ich sehr wissbegierig bin wirds langweilig.

habt ihr schon zukunftspläne ? vielleicht zusammenziehen ?

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6. November 2002 um 16:36

Leider
vergehen Gefühle manchmal.Auch ich empfand nach 6 Jahren Liebe nichts mehr, wobei es schleichend anfing. Mach Dir keine Vorwürfe!Ich weiß auch nicht wie man Gefühle wieder bekommt. Vielleicht bittest du ihn mal um eine kleine Auszeit, damit du dir wieder über deine Gefühle klar werden kannst.
Aber falls da dann nichts mehr sein sollte, quäl dich nicht, es ist menschlich daß Gefühle vergehen auch wenn man nicht genau weiß warum.
Wünsch dir alles Gute
Kamira

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6. November 2002 um 17:57

Phasen einer Beziehung
Liebe Isi,

ich habe mal ein Buch gelesen, darin ging es um die Phasen einer Beziehung.

In etwa so:

ca. 3 bis 6 Monate ist man akut verknallt, Hormone pur.
Dann ist man noch ca. 1 bis 1,5 Jahre latent verliebt. Nach insgesamt ca. (kann nat. variieren!) 2 Jahren ist CHEMISCH gesehen alle Verliebtheit vorbei und man kommt in die Konsolidierungsphase, in der sich herausstellt, ob aus dem Ganzen Liebe wird oder nicht...

Wenn die latente Verliebtheitsphase vorbei ist, kann zu viel Nähe schlecht sein. Weil man sich dann eben auf die Nerven geht.

Außerdem sollte man die Beziehung mal dahingehend abklopfen, ob es eine gemeinsame Basis gibt - da kommen dann so "spießige" Dinge wie gemeinsame Interessen, gemeinsame Ziele, ähnliche Lebensphilosophie etc. ins Spiel.

Mein Tipp: Nimm Dir unbedingt eine Auszeit und schau, ob Du ihn vermisst, wenn Du ihn 2 Wochen lang nicht siehst und hörst! Es ist hart für ihn, aber es muss sein. Sonst macht die Nähe Euch zu viel kaputt...

Toi toi toi und liebe Grüße

Valerie

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6. November 2002 um 19:59

Hallo Valerie, Kamira und BridgetJones!
Ersteinmal vielen Dank für Eure lieben und ehrlichen Antworten. Das mit der "Auszeit nehmen" habe ich mir auch schon überlegt. Allein deshalb, weil ich dieses Gefühlschaos und die Brummis in meinem Bauch nicht mehr lang aushalte. Allein die Tatsache solche Gefühle zu haben finde ich schon erschreckend.
Ich bin 27 Jahre alt. Meinen ersten Freund hatte ich von 16 - 20 Jahre. Danach war ich 5 Jahre solo und habe eine neue Ausbildung in einer anderen Stadt gemacht. Fühlte mich frei wie ein Fisch und war es auch. Mit 25 lernte ich meinen jetzigen Freund kennen. Er ist 2 Jahre jünger wie ich und wir wohnen im gleichen Ort. Dieses Gefühlschaos besteht seit dem Zeitpunkt, wo wir uns entschieden haben zusammenzuziehen (Juli 02`)Meine Eltern haben ein Zweifamilienhaus und ich wollte nachdem der Mieter ausgezogen war in die Dachgeschoßwohnung ziehen. Das Thema Zusammenziehen stand immer so in der Schwebe, da mein Freund noch eine Ausbildung macht und nicht so gut bei Kasse ist. Er wollte schon, seine Zweifel lagen eben nur am Geld. Naja, und als wir dann so zusammensaßen und ich über die Wohnung sprach, da fragte er mich ob er denn doch miteinziehen solle, er hätte sich das überlegt. Ob ich das denn überhaupt wolle. Und darauf konnte ich seltsamerweise nicht mit einem freudigen "ja" antworten. Irgendwie fiel mir da das Leid in die Schuhe. Aber sonst hatte ich immer die Panik, dass es nie passieren würde, weil er jünger ist als ich und das wir uns vorher schon trennen bis es soweit kommt. Und nun war es soweit und ich war mir gar nicht mehr wirklich sicher ob ich will. Die Wohnung wird von meinen Eltern grundneu renoviert und ist immer noch nicht ganz fertig. Aber bald. Und desto näher der Zeitpunkt rückt, umso unwohler wird mir. Ich weiss, dass ich so schnell wie möglich eine Entscheidung treffen muss. Aber das ist eben nicht so einfach. Ich bin ein Mensch der sehr gut allein sein kann und das auch braucht. Und leider haben wir nicht soviele gemeinsame Interessen. Er schaut sehr viel Fernsehen und ist eher so der Couchmuffel und ich höre irrsinnig gerne Musik(laut) und bewege mich gerne. Und daher haben sich unsere WEge in der Freizeit meist getrennt. Im Endeffekt haben wir uns zum größten Teil immer nur abends zum Fernsehgucken getroffen oder am Wochenende zum weggehen. Aber das wird auf die Dauer auch langweilig - zumindestens für mich. Deswegen kann ich mir kaum vorstellen, wie da unser Alttag werden soll?! So wie die negativen Sachen, gibt es auch viele positive Sachen. Es ist nicht nur alles schlecht. Deswegen fällt mir die Sache ja auch so schwer. Voreilig die Sache beenden ist auch nicht die beste Lösung. Ich glaube, das man beim nächsten Partner auf das gleiche Problem stößt (wenn der erste Hormonschub vondannen ist) - nur vielleicht in einer anderen Form. Mal schaun .............

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6. November 2002 um 20:20

Es ist oft so...
... dass die "große Liebe" mit der Zeit schwindet. Wenn man sich jeden Tag sieht, kann sich das auch gut schleichend einstellen. Mir selbst wurde geraten: Behalt dein eigenes Leben, seht euch nicht zu oft, sonst ist das ende der Liebe gerantiert. Du merkst es nicht, denn es stellt sich schleichend ein!

Ich hoffe, bei dir ist es noch nicht zu spät. Nimm ein paar Tage Abstand. Wenn es etwas gibt, das helfen kann, dann das!
Liebe Grüße!

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6. November 2002 um 20:48
In Antwort auf fidda_12185684

Kenn ich...
komischerweise hatte auch ich immer 2-jahres-beziehungen.....
mir ging es aber haar-genauso wie dir. letzte woche habe ich erst nach wieder 2 jahren mit meinem freund schluss gemacht.
verrätst du mir dein alter ?

vielleicht ist es wirklich so, dass nach 2 jahren die gefühle nicht mehr die oberhand haben und man den wirklichen menschen sieht. ich persönlich lerne in diesen 2 jahren immer sehr viel von den männern. nach 2 jahren ist alles gesagt und es gibt nichts neues, da ich sehr wissbegierig bin wirds langweilig.

habt ihr schon zukunftspläne ? vielleicht zusammenziehen ?

Keine Liebe? an isi74
Macht doch mal alles ,wie es gerade kommt nach LUST und Laune tut das was der andere gerade will. Sei es im Bett oder Kino, Eis essen.Oder nochbesser Imitiert Pornofilme,-Bücher mit 1001 stellungen usw. Lasst euch führen. Die Macht der LIEBE sei mit euch.MANN 4

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6. November 2002 um 21:28

Gut zu wissen!!!!
Das es noch mehr gibt die so denken und fühlen wie ich!
Ich hab schon überlegt ob ich vielleicht einfach dazu verdammt bin 2 Jahres-Beziehungen zu führen und einfach niemals DER dabei ist der mich richtig glücklich macht! ABer jetzt hab ich wieder Hoffnung!


Zazie

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7. November 2002 um 9:24

Gott, ist das kompliziert!


Hallo Ute!
Deine Sichtweise ist ziemlich interessant, so habe ich die Sache noch gar nicht betrachtet. Manche Sachen verstehe ich allerdings auch nicht so ganz.*g*......bzw. es ist bei mir doch etwas anders. Früher hatte ich ein ziemliches Problem mit meinen „Macken“, hatte Angst dass mich mein Freund aufgrund dessen nicht mehr lieben würde. Da habe ich mich dann immer selbst verrückt gemacht und war auch oft grundlos eifersüchtig. Allmählich hat sich eine gewisse Gelassenheit eingestellt.

Früher war mein Freund für mich gewiss Mr. Perfect, das ist aber heute eben nicht mehr so. Und damit komme ich nicht so recht klar. Irgendwie ist auch so ein bisschen Respekt flöten gegangen. Ich habe angefangen meine Maßstäbe an ihn anzulegen. Ich bin halt ein aktiver Mensch mit vielen Interessen. Das Wort Langeweile kenne ich nicht. Allerdings kann ich viele Interessen gar nicht befriedigen, da ich ein Pferd habe und oft am Stall bin. Dadurch überfordere ich mich eigentlich immer selbst, weil ich zwischendurch vielleicht doch noch gerne andere Sachen machen würde. Oft bin ich dann quatschig, weil ich mit der Zeit nicht hinkomme und Sachen die gemacht werden müßen nicht auf die Reihe kriege. Mein Freund läßt mir auch alle Freiheiten. Noch nie hat er wegen meines vollen Zeitplans gemeckert.
Und er ist das krasse Gegenteil von mir. Ihm reiche ich, sein Sessel und sein Fernseher. Ich wünschte mir, er würde sich auch mal mehr auf sich fixieren und irgendein Hobby haben – und nicht nur auf mich warten (mit Fernseher natürlich). Ich kann nicht verstehen, dass man sich so wohlfühlen kann?! Ich würde wahnsinnig!
Jetzt kommt`s raus........................
Ich denke im Endeffekt nicht schlecht über mich, sondern über meinen Freund. Das finde ich schlimm und ich wünschte, ich könnte ihn wieder auf den Sockel zurückstellen, wo er bis vor kurzem gestanden hat. Wieso kann ich nicht mehr akzeptieren wie er nunmal ist? So war er von Anfang an!?
Ich denke jeder Mensch hat seine Eigenschaften mit denen man mehr oder weniger gut zurechtkommt. Beim Nächsten ist es dann wieder was anderes. Mein erster Freund z.B. war nur unterwegs, kam immer erst sehr spät zu mir und war ständig irgendwas am wurschteln. Das war auch nichts.
Beim Durchlesen der Beiträge fällt auf, dass viele Beziehungen nach der ersten rosaroten Zeit scheitern. Aber man kann doch nicht jedesmal in den Sack hauen, nur weil es nicht mehr ganz so prickelnd ist. Und wie machen das denn die Paare die zusammenwohnen mit dem „nicht zu oft sehen“?????
Trotzdem nochmal Danke an alle!

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7. November 2002 um 11:21
In Antwort auf kalyan_12475263

Keine Liebe? an isi74
Macht doch mal alles ,wie es gerade kommt nach LUST und Laune tut das was der andere gerade will. Sei es im Bett oder Kino, Eis essen.Oder nochbesser Imitiert Pornofilme,-Bücher mit 1001 stellungen usw. Lasst euch führen. Die Macht der LIEBE sei mit euch.MANN 4

...kenne das auch...
Hallo Isi!

Dein Problem kenne ich nur allzugut. Mir ging es nach 2 Jahren exakt genauso. Ich habe jedoch gehofft dass es sich wieder bessert und wir haben mehr Abstand voneinander genommen "Pause" gemacht, um das wieder ind en Griff zu bekommen... Um ehrlich zu sein - es war umsonst! Nach insgesamt 3 Jahren haben wir uns getrennt - und sehen es heute so, dass es uns viel Kummer erspart hätte, wenn wir uns früher getrennt hätten und nicht ständig versucht hätten an der Beziehung herumzudoktorn. Manchmal vergehen Gefühle einfach - bei ihm nicht - er liebt mich noch immer - aber ich muss sagen, dass nach dieser 2jährigen tollen Verliebtheitsphase von meiner Seite gesehen alles nur noch bergab ging
Das soll nicht heißen, dass ich Dir rate das zu beenden - nur möchte ich Dich davor warnen, es so zu machen wie wir: ständig und ständig einen neuen Versuch starten - es ist leider sinnlos
Ich wüsnche Dir, dass Ihr Euer Problem in den Griff bekommt - vielleicht hilft es bei Euch ja sogar mit dem "Abstand nehmen". Ist ja bei jedem anders...
Liebe Grüße,
Venice

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7. November 2002 um 11:45

Interresant
Hallo zusammen,

ich wollte hier gerne dazu auch mal ein paar takte loswerden. Das ganze finde ich als eine interresante Theorie. Ich (männlich) bin auch überzeugt davon das es der Alltag und die Routine ist die sich irgendwann mal einstellt. Bei uns waren es ca. 3 Jahre. Bin eigentlich auch eher der Mensch dem es reicht wenn er zuhause ist und seinen Fernseher hat, meine Freundinn ist da auch ganz anders, sie ist gerne unterwegs und tanzt sehr gerne. Denke das liegt in der Natur des Mannes, oder zumindest mancher Männer!, das wir nicht allzuviel brauchen.

Ok, die Liebe wird anders nach der Verliebtheitsphase, sie ist bei uns Männern einfach anders, irgendwie kommt es mir so vor als wenn ziemlich viele Männer sehr gut mit dem Alltag und der Routine klarkommen und die Frauen sehr viel weniger. Hab da jetzt vor kurzen noch ein Lied im Radio gehört und der Sänger hat irgendwas gesungen von "Wie vor Jahr und Tag liebe ich Dich doch, vielleicht weiser nur und bewußter noch", fand ich eigentlich recht passen und ziemlich zutreffend. Werds gleich mal suchen dann post ichs auch noch.

So, mir ist jetzt klar geworden das der Alltag und die Routine alles kaputtmachen kann, aber was soll ich ändern? Wie kann ich vorgehen das der Alltag sich nicht einschleicht?

LG

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7. November 2002 um 12:13
In Antwort auf mszes_12550995

Interresant
Hallo zusammen,

ich wollte hier gerne dazu auch mal ein paar takte loswerden. Das ganze finde ich als eine interresante Theorie. Ich (männlich) bin auch überzeugt davon das es der Alltag und die Routine ist die sich irgendwann mal einstellt. Bei uns waren es ca. 3 Jahre. Bin eigentlich auch eher der Mensch dem es reicht wenn er zuhause ist und seinen Fernseher hat, meine Freundinn ist da auch ganz anders, sie ist gerne unterwegs und tanzt sehr gerne. Denke das liegt in der Natur des Mannes, oder zumindest mancher Männer!, das wir nicht allzuviel brauchen.

Ok, die Liebe wird anders nach der Verliebtheitsphase, sie ist bei uns Männern einfach anders, irgendwie kommt es mir so vor als wenn ziemlich viele Männer sehr gut mit dem Alltag und der Routine klarkommen und die Frauen sehr viel weniger. Hab da jetzt vor kurzen noch ein Lied im Radio gehört und der Sänger hat irgendwas gesungen von "Wie vor Jahr und Tag liebe ich Dich doch, vielleicht weiser nur und bewußter noch", fand ich eigentlich recht passen und ziemlich zutreffend. Werds gleich mal suchen dann post ichs auch noch.

So, mir ist jetzt klar geworden das der Alltag und die Routine alles kaputtmachen kann, aber was soll ich ändern? Wie kann ich vorgehen das der Alltag sich nicht einschleicht?

LG

Liedtext!
Habs gefunden!

Wie vor Jahr und Tag liebe ich Dich doch,

vielleicht weiser nur und bewußter noch,

und noch immerfort ist ein Tag ohne Dich

ein verlor'ner Tag, verlor'ne Zeit für mich.

Wie vor Jahr und Tag ist nochimmerfort,

das Glück und Dein Name dasselbe Wort.

Allein was sich geändert haben mag,

ich lieb' Dich noch mehr als vor Jahr und Tag.

Mit wieviel Hoffnung hat alles angefangen,

wieviel Erwartung auf dem Weg, der vor uns lag.

Wir sind seitdem manch' Stück darauf gegangen,

und doch ist er für mich neu wie vor Jahr und Tag.

Ich zähl' die Jahre, die seitdem verstrichen

schon lange nicht mehr an den Fingern einer Hand,

doch ist nichts von Deinem Bild verblichen,

vermiß ich nichts, was ich leibenswert daran fand.

Ich habe tausendmal versucht, Dich zu erlernen

so,wie man aus einem Buch lernen kann, ich Tor,

und sah mit jeder Lektion sich mein Ziel sich entfernen,

und heute weiß ich weniger noch als zuvor.

Ich habe tausendmal versucht, vorauszusehen

wie Du wohl handeln würdest, aber jedesmal

wenn ich glaubte schon alles an Dir zu verstehen

erschien es mir, als säh' ich Dich zum ersten Mal.

Wie vor Jahr und Tag...

Lachen und Weinen sind in jenen Zeit verklungen,

die in Siebenmeilen - Stiefeln an uns vorübereilt,

und von den Besten, all meiner Erinnerungen,

hab' ich die Schönsten, meine Freundin wohl mit Dir geteilt.

Nein, keine Stunde gibt's, die ich bereute

Und mir bleibt nur als Trost dafür, dass keine wiederkehrt:

Viel mehr als gestern liebe ich Dich heute

Doch weniger, als ich Dich morgen lieben wird'.

Wie vor Jahr und Tag...

____________________________________________


ALLES WIRD GUT!!!

LG

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7. November 2002 um 12:28

Scheideweg
Hallo,

Deine Geschichte kommt mir ziemlich bekannt vor. Abgesehen davon, dass die Verliebtheit bei mir gut drei Jahre andauerte, ging's mir sehr ähnlich: irgendwann nervten mich viele Dinge an ihm und ich merkte, dass ich darauf zickig reagierte, was wiederum ihn aufbrachte...
Zu allem Überfluß verliebte ich mich in(bzw. schwärmte kurzfristig für) einen anderen Mann.

Klingt nicht gut, oder?

Aber wir hatten in der Zeit eine Fernbeziehung, also war es nicht so schwierig, sich zumindest für das Wochenende vorzunehmen "ganz nett" zu sein. Irgendwann ließ die Schwärmerei (für den anderen) nach und ich merkte wieder, wie sehr ich IHN vermisste, wenn er nicht da war. In dem Moment war es fast wie frisch verliebt zu sein.
Seither weiß ich, dass Gefühle nicht konstant und ewig sind, sondern auch ihre Macken haben. Das Wichtigste aber: sie kommen wieder.

Inzwischen haben wir geheiratet.

Was ich sagen will: vielleicht bist Du auch an diesem Scheideweg. Es kann sein, dass es für Euch keine Zukunft gibt und Du Dich/Ihr Euch nur weiter quält. Vielleicht wird aus der Gefühlsebbe auch wieder eine Gefühlsflut.

Deshalb die Antwort auf die Frage, wie man Liebe wieder einfängt: gar nicht, sondern auf sie warten und ihr einen warmen Platz freihalten.

Brüni

PS: Das von slit angesprochene Lied klingt mir sehr wie Reinhard Mey

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7. November 2002 um 13:24

Ja
das ist mir schon vollkommen klar. Ich dachte nur an etwas praktischere Beispiele. Sei es so das man sich nicht so oft sieht, oder ihr etwas schönes kauft oder bastelt oder oder oder. Also, ich hab ihr z.B. ihr Traumauto gekauft oder ihr einen schönen Urlaub geschenkt oder was gekocht oder ihr mal eine Massage gegeben, eigentlich jedesmal wenn wir uns sehen mal irgendwas anderes, so das sie merkt das ich da etwas für tue und das ich nicht will das es Alltag wird. Aber irgendwo sind meine finaziellen Mittel auch begrenzt und meine Ideen gehen mir auch langsam aus. Deshalb war meine Frage was ihr so macht oder was man noch machen kann.

LG

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7. November 2002 um 13:26

Ihr tut gut!


Danke für Eure wirklich netten Einträge. Manche machen Mut, andere traurig. Der Liedtext ist besonders schön. Das ist glaube ich das, wovon der Mensch in seinem Urkern träumt – eine lebenslange, erfüllende Beziehung zu einem Menschen den man liebt. Eine Beziehung die heranwächst und reift, die Höhen und Tiefen standhält, in der man sich wohlfühlt, sich versteht und wo man das Gefühl hat nach Hause zu kommen. Hört sich vielleicht jetzt n`bissl blöd an, aber ich träume davon mal als alte Frau mit meinem „Alten“ auf der Gartenbank zu sitzen und auf ein gemeinsames Leben zurückzublicken... Wie haben das eigentlich unsere Eltern hingekriegt? Meine Mum sagt, sie hätten gar nicht die Zeit gehabt sich soviel Gedanken um alles zu machen. Man verliebte sich, dann mußte man sehen dass man das auch ausleben durfte – wenn möglich Heirat – und dann wären ruckzuck schon die Kinderchen unterwegs gewesen. Man hätte sich halt um sein Überleben kümmern müssen.
Vielleicht war das auch nicht unbedingt das Schlechteste?!

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17. November 2002 um 19:35

Seltsam...alles wieder gut!!!
Hallo!
Ich wollte nur mal kurz berichten, wie sich die Sache entwickelt hat. Drei Tage bin ich ihm aus dem Weg gegangen um herauszufinden was ich will. Trotzdem, ein heilloses Chaos in meinem Kopf und ich wußte einfach nicht was ich tun soll. Dann stand er plötzlich vor mir. Nun mußte ich irgendwas sagen, die Sache klären. Und dann habe ich geredet, geredet und ihm alles erklärt, was ich empfinde oder auch nicht , mein Problem mit meinen Gefühlen ihm gegenüber und meine Bedenken bzgl. des Zusammenziehen. Wir saßen zwei Stunden da und haben nur geredet ( was wir besprochen haben und welche Lösung wir gefunden haben ist nun nicht entscheidend). Aber bei dem Gespräch löste sich der Knoten bei mir und meine Gefühle, so blöd wie es sich jetzt anhört, kamen langsam wieder an die Oberfläche! Ich denke mal sie waren nicht vollständig weg, sondern wurden von den vielen negativen Gedanken (Angst vorm Zusammenziehen!) einfach überlagert. Diese Krise sei überstanden...*g*! Ich bin glücklich!

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17. November 2002 um 19:37
In Antwort auf an0N_1269953999z

Seltsam...alles wieder gut!!!
Hallo!
Ich wollte nur mal kurz berichten, wie sich die Sache entwickelt hat. Drei Tage bin ich ihm aus dem Weg gegangen um herauszufinden was ich will. Trotzdem, ein heilloses Chaos in meinem Kopf und ich wußte einfach nicht was ich tun soll. Dann stand er plötzlich vor mir. Nun mußte ich irgendwas sagen, die Sache klären. Und dann habe ich geredet, geredet und ihm alles erklärt, was ich empfinde oder auch nicht , mein Problem mit meinen Gefühlen ihm gegenüber und meine Bedenken bzgl. des Zusammenziehen. Wir saßen zwei Stunden da und haben nur geredet ( was wir besprochen haben und welche Lösung wir gefunden haben ist nun nicht entscheidend). Aber bei dem Gespräch löste sich der Knoten bei mir und meine Gefühle, so blöd wie es sich jetzt anhört, kamen langsam wieder an die Oberfläche! Ich denke mal sie waren nicht vollständig weg, sondern wurden von den vielen negativen Gedanken (Angst vorm Zusammenziehen!) einfach überlagert. Diese Krise sei überstanden...*g*! Ich bin glücklich!

PS
PS.:Wir ziehen übrigens zusammen und ich kann mich sogar darüber freuen!

Ciao,

Isi75

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