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Auseinandergelebt, 38 Jahre Ehe, zu spät zum trennen ?

16. Februar 2014 um 12:50

Hallo,
ich männlich, wurde mit 18 Vater und habe geheiratet ( Kind war unterwegs), habe 3 erwachsene Kinder, 4 Enkelkinder, bin 38 Jahre verheiratet.
Meine Frau und ich haben uns auseinandergelebt.
Die ganzen Jahre ging es nur um Kindererziehung, berufsbegleitende Ausbildung, Geld verdienen. Wir haben ein Haus gekauft, welches im Mai 2015 abgezahlt ist. Ja, wir haben uns völlig aus den Augen verloren, wir lieben uns nicht mehr. Wir leben nur noch in einer Zeckgemeinschaft zusammen. Haben schon lange nicht mehr miteinander geschlafen, ich habe auch kein Verlangen mit ihr zu schlafen.
War immer der pflichtbewusste Ehemann, Vater und Großvater.
Ich war schon lange nicht mehr glücklich und bin oft traurig. Ich bin noch absolut fit ( 180cm - 75kg ), liebe die Natur und Sport, fahre gerne Fahrrad und mache Yoga.

Ich denke oft darüber nach ob ich mich von meiner Frau trenne. Ich würde gerne mein restliches Leben noch genießen. Nächstes jahr gehe ich in Frühpension, soll ich dann den Schritt wagen ?
Wie sollen meine Kinder und Enkel von mir denken ?

Wer kann mir da Ratschläge geben bzw. mir seine Erfahrungen mitteilen ?

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16. Februar 2014 um 13:07

Trennung kurz vor der Rente
Das Ehen heute nicht mehr lebenslange halten, ist uns allen bekannt. Die Frage ist was will ich vom Leben noch haben? Willst du nochmals eine Beziehung eingehen und was ist, wenn diese Frau dir nur kurzfristig was vorspielt? Oder willst du noch Sex? Dafür gibt es auch andere Wege, wenn man sich absprechen kann. Habt ihr nie darüber geredet, warum keinen Sex mehr, oder ist es einfach so gekommen und heute will keiner mehr?
Ich denke es gibt heute genug geschiedene, deshalb denke ich, dass auch Kinder sehr gut damit klarkommen. Schlimmer ist es wenn die Kinder noch Kind sind und sie als Druckmittel gegen den Partner eingesetzt werden.
Ich denke schon dass das Leben auch im Alter noch gelebt werden sollte. Vorallem wenn man jetzt wieder mehr Zeit dafür hat. Diese Zeit kann man auch mit Hobbys füllen, aber das ist bei jedem andere Vorstellung.

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16. Februar 2014 um 13:54

Ich bin in der gleichen Lage
Hallo,
Mir geht es ähnlich wie dir. ( bin allerdings weiblich) . Wir sind seit fast 30 Jahren zusammen und ich fühle mich einfach nicht mehr glücklich in unserer Beziehung. Mein Mann sieht das anders, er möchte mich auf keinen Fall verlieren ......
Das schlimme für mich ist eigentlich, dass ich Angst habe die falsche Entscheidung zu treffen, denn er ist doch eigentlich ein "guter" Mann. Aber irgendetwas fehlt mir halt in meinem Leben... Sex haben wir auch nur noch sehr selten...ich möchte so gern begehrt werden und er gibt mir einfach nicht das Gefühl, dass er das tut. Auch sprechen wir zu wenig, nein, eigentlich überhaupt nicht miteinander. Nur belanglose Sachen. Ich glaube ich bin einfach zu romantisch veranlagt und möchte etwas das es wahrscheinlich gar nicht gibt . Am Anfang einer Beziehung sicherlich, aber wenn der Ehealltag da ist ,dann nicht mehr.
Vielleicht ist es auch das Gefühl etwas versäumt zu haben...ich habe schon mit gerade mal 21 Jahren geheiratet und er war mein erster Mann überhaupt...
Wie du siehst, kann ich dir keine Ratschläge erteilen....
Ich bin nur der Meinung, dass es für dich leichter sein könnte, denn wie du schreibst, empfindet deine Frau auch nichts mehr für dich. Hat sie die das gesagt? Habt ihr darüber gesprochen oder fühlst du es?
Ich dachte mein Mann fühlt auch nichts mehr für mich, da er es mir nicht gezeigt hat und es ist auch etwas vorgefallen, dass ich nicht vergessen kann. Aber als ich ihm sagte, dass ich mich trennen möchte, ist für ihn eine Welt zusammengebrochen....das hätte ich nie gedacht! Warum hat er mir nie gesagt oder gezeigt, wie sehr er mich liebt?


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18. Februar 2014 um 8:40

Hallo
meine Eltern haben sich auch nach 35 Jahren Ehe getrennt, weil es nur noch Zweck war. Meine Mutter hat diesen Schritt getan und mein Vater war nicht damit einverstanden.

Beide haben neue Partner (die wir Kinder nicht wirklich mögen), es ist eben nicht das gleiche. Mit meinem Vater habe ich seitdem leider keinen Kontakt mehr aber mit meiner Mutter sehr guten. Wir können über alles reden. Und es ist noch garnicht so lange her, da hat sie mir gesagt, daß sie vielleicht mehr um Ihre Ehe hätte kämpfen sollen. Ihr Leben ist schön aber sie vermißt die Vertrautheit, die sie mit meinem vater hatte.

Aus der Sicht der großen Kinder kann ich dir nur sagen, ich habe dadurch mein zu Hause verloren. Ich kann nicht einfach mal hinfahren (der neue ist komisch) und durch ihr neues Leben, war sie auf sich konzentriert, hat dabei ihre Enkelkinder vernachlässigt. Heute bereut sie es, denn sie ist die Oma, die nie da war. Hat leider kein gutes Verhältnis zu ihnen.

Man will immer das haben, was man nicht hat aber ob einen das wirklich glücklich macht, bin ich mir nicht sicher. Sprich mit deiner Frau, viellicht möchte sie das gleiche wie du und traut sich nur nicht, es dir zu sagen.

Ich glaube daran, verheiratet bis das der Tod euch scheidet.

lg Dani

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18. Februar 2014 um 9:04

... alles nicht so einfach
Liebe "dani2905",

vielen Dank für deinen Kommentar.
Ja, Du hast schon recht, das ganze familiäre Netzwerk würde möglichweise zerbrechen.
Es tut mir Leid, dass Du durch die Trennung Deiner Eltern Dein zuhause verloren hast.
Ich weis das aus meiner Kindheit, was habe ich meine Oma geliebt bis zu Ihrem Tode. Ich glaube solch ein Rückhalt für Kinder, seine Oma/Opa man vertraut man doch blind, sie haben immer Zeit für einen und enttäuschen einen nie.

Ich möchte auch nichts bereuen. Weis ich denn ob ich jemals wieder einen Partner finde, mit dem ich mich bis zu meinem Lebensende einlassen möchte.

Meine Frau glaubt auch an das Versprechen am Traualtar: ... bis dass der Tod euch scheidet.
Nun das muss man relativieren, nicht "auf Teufel komm raus", wenn Du weist was ich meine.

Ja die Vertrautheit, die wird möglichweise "flöten" gehen.

Ich wünsche Dir alles Gute,

Gruß
HVB

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18. Oktober 2016 um 22:26
In Antwort auf apple319

Ich bin in der gleichen Lage
Hallo,
Mir geht es ähnlich wie dir. ( bin allerdings weiblich) . Wir sind seit fast 30 Jahren zusammen und ich fühle mich einfach nicht mehr glücklich in unserer Beziehung. Mein Mann sieht das anders, er möchte mich auf keinen Fall verlieren ......
Das schlimme für mich ist eigentlich, dass ich Angst habe die falsche Entscheidung zu treffen, denn er ist doch eigentlich ein "guter" Mann. Aber irgendetwas fehlt mir halt in meinem Leben... Sex haben wir auch nur noch sehr selten...ich möchte so gern begehrt werden und er gibt mir einfach nicht das Gefühl, dass er das tut. Auch sprechen wir zu wenig, nein, eigentlich überhaupt nicht miteinander. Nur belanglose Sachen. Ich glaube ich bin einfach zu romantisch veranlagt und möchte etwas das es wahrscheinlich gar nicht gibt . Am Anfang einer Beziehung sicherlich, aber wenn der Ehealltag da ist ,dann nicht mehr.
Vielleicht ist es auch das Gefühl etwas versäumt zu haben...ich habe schon mit gerade mal 21 Jahren geheiratet und er war mein erster Mann überhaupt...
Wie du siehst, kann ich dir keine Ratschläge erteilen....
Ich bin nur der Meinung, dass es für dich leichter sein könnte, denn wie du schreibst, empfindet deine Frau auch nichts mehr für dich. Hat sie die das gesagt? Habt ihr darüber gesprochen oder fühlst du es?
Ich dachte mein Mann fühlt auch nichts mehr für mich, da er es mir nicht gezeigt hat und es ist auch etwas vorgefallen, dass ich nicht vergessen kann. Aber als ich ihm sagte, dass ich mich trennen möchte, ist für ihn eine Welt zusammengebrochen....das hätte ich nie gedacht! Warum hat er mir nie gesagt oder gezeigt, wie sehr er mich liebt?


Hallo Apple!
Ich würde gerne wissen was deiner Ehe geworden ist. Als ich gelesen habe was du schreibst dachte ich das könnte ich geschrieben haben.
Liebe Grüße Anne

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19. Oktober 2016 um 10:41
In Antwort auf zualt57

Hallo,
ich männlich, wurde mit 18 Vater und habe geheiratet ( Kind war unterwegs), habe 3 erwachsene Kinder, 4 Enkelkinder, bin 38 Jahre verheiratet.
Meine Frau und ich haben uns auseinandergelebt.
Die ganzen Jahre ging es nur um Kindererziehung, berufsbegleitende Ausbildung, Geld verdienen. Wir haben ein Haus gekauft, welches im Mai 2015 abgezahlt ist. Ja, wir haben uns völlig aus den Augen verloren, wir lieben uns nicht mehr. Wir leben nur noch in einer Zeckgemeinschaft zusammen. Haben schon lange nicht mehr miteinander geschlafen, ich habe auch kein Verlangen mit ihr zu schlafen.
War immer der pflichtbewusste Ehemann, Vater und Großvater.
Ich war schon lange nicht mehr glücklich und bin oft traurig. Ich bin noch absolut fit ( 180cm - 75kg ), liebe die Natur und Sport, fahre gerne Fahrrad und mache Yoga.

Ich denke oft darüber nach ob ich mich von meiner Frau trenne. Ich würde gerne mein restliches Leben noch genießen. Nächstes jahr gehe ich in Frühpension, soll ich dann den Schritt wagen ?
Wie sollen meine Kinder und Enkel von mir denken ?

Wer kann mir da Ratschläge geben bzw. mir seine Erfahrungen mitteilen ?

hallo zualt57,

wenn du dich trennen willst, bzw. der Ansicht bist, dieser Schritt ist fällig, dann solltest du das auch tun. Alleine der Umstand, dass du inzwischen 38 Jahre verheiratet bist, ändert an der Situation doch nichts.

Ich frage dich: bist du glücklich? Falls ja, lasse alles, wie es ist. Falls nein, ändere es so, wie du denkst, dass es dich glücklich machen wird. Zukünftige Enttäuschungen können dir so oder so widerfahren, aber diverse Sprichwörter erinnern uns immer wieder daran, dass wir im Leben die Gelegenheiten am meisten bedauern, die wir nicht wahrgenommen haben bzw. das fruchtlose Verstreichen derselben, und weniger die Fehler, die wir gemacht haben.

Wenn du dich von deiner Frau / WG-Genossin trennst, ist das einfach nur ein Stück Ehrlichkeit, welche du schon seit Jahrzehnten meinst, dir nicht leisten zu können. Deshalb lebst du schon ebensolange mit Lügen und Kompromissen, obwohl du im Innersten genau wüsstest, was dir gut täte. Also tue es und werde endlich glücklich!

Freundliche Grüße,
Christoph

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werde aus ihr nicht schlau
Von: ktecgosu
neu
18. Oktober 2016 um 23:26

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