Anzeige

Forum / Liebe & Beziehung

Ausbrechen aus langjähriger Beziehung

Letzte Nachricht: 30. September 2009 um 19:54
K
kaja_12084261
30.09.09 um 18:35

Kennt Ihr das Lied von Udo Jürgens:" Ich war noch niemals in New York"? Menschen, Partner, die sich nichts mehr zu sagen haben, die trotzdem weiter zusammenbleiben, die nach aussen hin eine harmonische Beziehung vorgaukeln und nicht die Entscheidung treffen können sich zu trennen. Ich habe da von einem Buch gehört über 2 Menschen, die das trotzdem geschafft haben, oder auch nicht. Soll von einer Judith Cramer sein. Was haltet Ihr von diesen scheinheiligen Beziehungen, von der Bequemlichkeit so weiter zu machen aber seine innersten Wünsche nicht erfüllen zu können? Warum lebt man sich so auseinander?

Mehr lesen

A
anike_11862155
30.09.09 um 19:05

Man
kann den Paaren, die sich nicht mehr wirklich verstehen, und sich trotzdem nicht trennen pauschal Scheinheiligkeit vorwerfen.

Oft hängt das ganze bisherige Leben dran und die Entscheidung neue wege zu gehen ist nicht immer so leicht, wie es den Anschein haben mag.

Oft sind Kinder betroffen, der Partner, der die Kinder dann nicht hauptsächlich behält ist vielleicht oftmals nicht bereit, größtenteils auf die Kinde zu verzichten.

Und auch mag es für viele unverständlich sein, hängt meist auch die finanzielle Frage dran.

Und selbst wenn man sich trennt, ist nicht alles so toll, wie eine "Reise nach New York". Nicht alle Wünsche die man hat, lassen sich dann erfüllen.
Nach einer Trennung tut sich nicht plötzlich ein Wunschbrunnen auf, der nur so sprudelt. Im Gegenteil!

Gefällt mir

A
an0N_1216118199z
30.09.09 um 19:37

Hmm..
zum punkt: warum man lebt man sich auseinander? kann es verschiedene gründe geben. Man entwickelt sich in unterschiedliche richtungen, man verliert das interesse am partner oder man entliebt sich, weil man das gefühl hat, dass die balance zwischen geben und nehmen unausgeglichen ist...

eine beziehung erfordert arbeit und lebt von kleinen aufmerksamkeiten. ich spreche nicht davon, dass man sich jeden tag etwas schenken muss, aber dass man dem partner immer mal wieder durch kleine gesten (nicht unbedingt materiell) zeigt, wie sehr man ihn liebt und schätzt.

nun, wenn es dann also soweit ist, dass man sich auseinandergelebt hat und sich nichts mehr zu sagen hat, dann sollte man evtl. getrennte wege gehen, wenn auch nur für eine bestimmte zeit, um wieder das wesentliche erkennen zu können.

nun ich bin auch der meinung, dass eine ordentliche Portion Angst dahinter steckt, wenn sich paare nicht trennen. es ist wahrscheinlich die angst vor dem ungewissen, das loslassen des vertrauten, die suche nach einem anderen...daher gehen ja auch viele fremd, noch bevor sie sich trennen. sie brauchen sicherheit. sie brauchen ein netz, das sie auffängt, damit sie nicht alleine da stehen..

für den finanziellen aspekt habe ich (in der heutigen zeit) nur wenig verständnis. heute sind viele frauen berufstätig und können (auch mit kindern) für sich sorgen. außerdem gibt es alimente, die man evtl. in anspruch nehmen kann oder andere staatliche hilfen. einen kredit kann man außerdem aufteilen und jeder zahlt seinen berg ab. wenn man eine gemeinsame immobilie hat, kann die eine hälfte die andere abkaufen etc. sprich: es gibt genug möglichkeiten und das finanzielle ist nur ein vorwand, aber kein grund.

ich denke daher, dass in erster linie die angst vor dem alleinsein vorherrscht. viele menschen können mit sich selbst nichts anfangen und oft sind es genau diese, die auch leider keine beziehung führen können. denn nur wer alleine glücklich ist, kann auch zu zweit glücklich sein. aber wenn jemand noch nicht angekommen ist (bei sich) dann rennt er ewig einem ziel hinterher, das er so schnell nicht erreichen wird (weil er gar nicht weiß, was er will).

1 -Gefällt mir

Kannst du deine Antwort nicht finden?

Anzeige
B
bich_12862920
30.09.09 um 19:54

Ich habe mich
selbst aus solch einer langen (12 jahre) beziehung vor 4 monaten gelöst. nicht von heute auf morgen, ich habe 6 monate gebraucht , um mir über diesen schritt bewusst zu werde, auch und vor allem über die konsequenzen. wir haben zusammen eine gut gehende* firma aufgebaut und auch sonst nach aussen ein harmonisches paar abgegeben. ich bin 42 jahre alt, 2 kinder , mein partner (ja, das ist er in gewisser weise noch immer) ist 10 jahre jünger als ich. als ich mich zu diesem schritt entschieden habe, war es sicher nicht wegen eines anderen partners, dazu sollte es von meiner seite aus nicht erst kommen, nein, ich wollte einen geraden schnitt- aus dieser gefühlslosen und kumpelhaften beziehung entfliehen.ich stelle den anspruch durch einen liebevollen umgang und respekt als frau , während der partnerschaft liebe zu empfinden/ zu erhalten. es gibt sicher phasen, wo man das als paar nicht unbedingt geben kann, aber dauert eine solche länger als ein jahr, muss man sich gedanken machen.sich selbst beobachten und versuchen die dinge *zu richten*...leider kampft man oft auf verlorenen posten, der geliebte empfindet es anders..man zieht allein am strang. so auch bei mir... trotz reden, bemühungen, den kampf habe ich letztlich verloren...die beziehung beendet. ich habe mir dabei nie die mühe gemacht, finanzielle einbussen oder verluste von freunden mit einzubeziehen, das sollte mich nie beeinflussen.
mein resultat:

ich kann mich im spiegel ansehen, die kinder kommen klar*..sie wissen um die gründe , müssen keinen neuen freund verdauen. mein partner hat sich nicht weiter , auch nach dem ende bemüht...und ich? ich bin froh diesen ballast abgeworfen zu haben und lebe alleine, aber zufrieden und warte, was das leben noch so bereithält

1 -Gefällt mir

Anzeige