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Aus und vorbei? Ratlos, durcheinander... Was nun?

20. August 2013 um 19:13

Hallo. Ich hatte hier schon einmal einen Beitrag veröffenlticht und fand, dass mir das damals sehr geholfen hat.

Wie man dem Titel entnehmen kann habe ich Probleme mit meiner jetzigen Trennung. Seit sechs einhalb Jahren habe ich mit meinem Partner eine On- Off Beziehung geführt. Da er 21 Jahre älter ist als ich, war auch dementsprechend die Beziehung schwierig, weshalb es immer mal wieder kurz auseinander ging.

Nun sind mittlerweile in sechs Jahren viele Dinge passiert und ich habe schon vor Wochen versucht eine endgültige Trennung durchzuziehen. War leider erfolglos. Er meldete sich wieder und wir hatten beide eine wahnsinss Sehnsucht nacheinenander. Das Problem liegt nur darin, dass ich von ihm nicht die partnerschaftliche Wärme und Zuneigung bekomme, die eigentlich Basis einer Beziehung sind (in den Arm nehmen, Küssen, sich liebevolle Dinge sagen). Das war alles sehr beschränkt. Und da ich irgendwann nicht mehr mit dem zufrieden war, was ich von ihm bekam, gingen die Diskussionen los. Ich konnte einfach nicht glauben, dass jemand mich noch liebt, der stumpf neben mir Fernsieht ohne auch nur einmal auf den Gedanken zu kommen mich mal in den Arm zu nehmen. Der Begrüßungskuss kam auch mehr als (es muss ja sein) Ritual rüber. Ich könnte noch etliche Beispiele aufzählen, wo ich mir einfach vernachlässigt vorkomme.

Gut und schön. Ich wollte nicht gleich die Flinte ins Korn werfen und habe öfter die Aussprache mit ihm gesucht. Diese Aussprachen sind von vernünftig- verständnissvoll bis böse- und mega laut verlaufen. Immer wieder musste ich mir sagen lassen, dass er mich doch liebt und ich sollte das nicht immer wieder in Frage stellen und er wäre nun mal so wie er ist. Er wäre kein Kuscheltyp und er hätte früher auch nie Liebe bekommen. Jedoch konnte er das jahrelang gut verstecken, dass er angeblich keine Liebe bekommen hat, denn da hat er schon drauf geachtet mir seine Liebe zu zeigen.

Nachdem ich dann gemerkt habe, dass all das nichts mehr bringt, habe ich ihn verlassen. Leider hoffnungslos. Wie oben beschrieben hat er sich gemeldet.... Ich war am anfang sehr skeptisch und habe ihn auch lange zappeln lassen, bis ich mich wieder weich klopfen lies. Jedoch habe ich die Bedingung gestellt erstmal nichts festes zu haben, damit ich mich nicht wieder so reinsteiger, dass ich aber sehen möchte wie sehr er sich um mich bemüht, weil ich dieses lieblose einfach nicht mehr ertrage. Er hat mir versprochen sich zu bessern und das er mich verstehen kann. Er hat von sich aus eingesehen, dass er mich vernachlässigt hat und mir gesagt, dass die Zeit ohne mich sehr einsam war und das ich ihm wirklich fehle und das er umso mehr gespürt hat, das er mich wirklich liebt und dass er mich nicht verlieren will. Nach den Worten bin ich geschmolzen und gab ihm seine Chance.

Nun kommt der Hammer. Es hat keine zwei Wochen gedauert, bis er sich wieder einige Dinge geleistet hat. Eines abends erzählte er mir er würde sich nicht gut fühlen und ob ich nicht zu Hause bleiben könnte. Ich habe dem zugestimmt und gesagt er soll sich ruhig auskurieren und eben anrufen wenn es ihm so schlecht geht, dass er jemand braucht der da ist. Nun hab ich mir am selben Abend mit meinen Mädels in einer Bar ein paar Cocktails getrunken und wen sehe ich an dieser Bar vorbeigehen??? Ich dachte im ersten Moment das wäre ein schlechter Scherz. Er war zocken in einer Spielhalle. Ich war schon auf 180. Hab es ihm dann aber wieder verziehen als wir uns darüber noch ausgesprochen haben. Das Wochenende darauf hatte er Freitag und Samstag was vor. Ich hatte natürlich mega schlechte Laune und wollte, dass er Zeit mit mir verbringt. Wir haben uns dann geeinigt, das er wenigstens Sonntag für mich Zeit hat, da er da normalerweise mit ein paar Jungs Fußball spielt. Wir habens uns aber noch gezofft und er ist dann nach Hause. Und am besagten Sonntag war es ihm dann erstmal wichtiger zu seinen Jungs zu gehen und zu spielen, als mal nach mir zu schauen, oder sich mit mir zu vertragen. er hat sich erst abends gemeldet. Da ist mir der Kragen geplatzt und ich habe ihn jetzt endgültig abgeschossen.

Was nur mein Problem an der ganzen Sache ist, ist dass ich in den ersten Tagen von der Wut begleitet mich gut und diese Handlung als richtig empfunden habe. Aber jetzt geht es mir richtig schlecht. Obwohl er sich so verhalten hat und ich mich nicht reinsteigern wollte, ist es passiert, Die Hoffnung das es besser wird war wieder da und nun hänge ich hier. Denke viel zu oft an ihn, vermisse ihn sehr und stelle mir manchmal die Frage, ob ich mit meiner Reaktion gleich wieder Schluss zu machen überreagiert habe, oder eben nicht. In meinem Kopf herrscht Chaos und ich wäre wirklich dankbar über jede Antwort auf diesen mega langen Roman.

Ich bedanke mich schon mal im Vorraus,

eure Leyla

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20. August 2013 um 22:26

Ist wirklich alles mist
Das ist auch mein Problem. Ich habe einfach das Gefühl irgendwie doch nicht so richtig gehandelt zu haben. und dann denke ich doch wieder, dass er ja seine Chance einfach nicht genutzt hat und seine Prioritäten nicht bei mir lagen. Mir fällt es sehr schwer los zu lassen und mit wirklicher Überzeugung zu sagen, er war nicht gut für dich und deshalb willst du ihn auch nicht mehr. Von einem guten gemeinsamen Kumpel habe ich erfahren, dass er sogar schon mit einer anderen am schreiben ist. Zwar erst als es bei uns zu Ende ging und die Schreiberei von ihr aus beging, aber trotzdem. Vor zwei Wochen erklärt er mir, ich wäre die Welt für ihn und kämpft erst wie ein Löwe um mich, dann leistet er sich solche Situationen und jetzt erfahre ich das er schon mit einer anderen am schreiben ist. Er hat die Texte wohl dem Kumpel gezeigt und mir bestätigt, dass die Texte von ihr eher belanglos seien ( sie schreibt von Ausbildung, kochen und allgemeinen Zustand) doch das von ihm auch ein paar nicht extreme aber zwischen den Zeilen anmachende kommentare wären. Ich bin echt enttäuscht...

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24. September 2013 um 0:07

Ich bin so doof
Ich hab mich wieder auf ihn eingelassen. Wir beide bemühen uns um eine gute Beziehung... Er zeigt Verständnis und versucht mir etwas mehr zu geben. Doch wie auch du habe ich das Gefühl, dass es bequem für ihn ist. Und das er schon viel aus Gewohnheit bleibt. Aber er weigert sich strikt das zuzugeben. Und nun kommt der Stress von unseren Arbeitstellen dazu. Ich kann damit eigentlich ganz gut umgehen, denn ich bin ja eigentlich froh, wenn ich bei ihm bin und versuche dann einfach schöne Stunden draus zu machen. Klar hab ich auch mal ein paar schlechte Stunden mit eingebracht, mich ausgekotzt über Arbeit und Deppressionen. Bekomme aber immer ganz gut die Kurve und versuche so eine Laune nicht die ganze Zeit raushängen zu lassen. Er wiederum bekommt die Kurve gar nicht. Wenn ich dann bei ihm bin, sind die Gespräche eher negativ, also er kotzt sich aus, ist schlecht drauf und fühlt sich mega auf den Schlips getreten, wenn ich ihm sage, dass er doch mal versuchen soll abzuschalten, dass unsere Zeit dafür viel zu kostbar ist. Auch wenn er sagt ich habe recht, ändert es an der Stimmung recht wenig. Dann daddelt er nur an seinem Handy rum und im Bett läuft seit drei Wochen gar nichts. Muss dazu sagen, dass ich letzte Woche aber auch ziemlich erkältet war und er sich nicht anstecken wollte. Er selbst sagt, er habe eine Blockade, was Sex angeht und ich denke auch, dass es ihm entgegen kam, dass ich krank war. Dann hat er so Andeutungen gemacht wie: Ich würde ja jetzt wollen, aber du bist ja leider krank. Ja, ne ist klar... habe ich mir da nur gedacht. Auf einmal. Manchmal weiß ich eben nicht, wie ich damit umgehen soll. Er findet es gut, dass ich Geduld zeige und möchte, dass es mir gut geht. Mittlerweile halte ich das einfach nur für Floskeln. Er zeigt auch wenig Interesse an anderen Frauen. Er sagt, sie nerven ihn eher und dass er gar keinen Bock auf eine Beziehung hat. Das ist gelegenlich auch mir gegenüber gemeint. Und er meinte, dann schon gar nicht mit einer andern. Wenn er sich dann mal wieder beruhigt hat und ich ein Tag zu Hause war, tut es ihm leid, dass er das wegen der Beziehung gesagt hat und das er einfach nur schlecht drauf war. Drückt mich und hält mich dann lange fest. Er ist einfach nicht zu durchschauen. In manchen Momenten zweifel ich wirklich an meinem Verstand und warum ich mir sowas antue.

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25. September 2013 um 10:11

Ihr habt es beide auf den Punkt gebracht
Zunächst einmal bin ich froh, wenn jemand ehrlich zu mir ist. Damit kann ich viel besser umgehen. Und die Auflistung der negativen Dinge die ich geschrieben habe sind mir gerade erst mal richtig aufgefallen. Klingt jetzt irgendwie doof, aber habe aus dem Bauch raus geschrieben wie alles ist und nun ist es mir eben bewusst geworden wie negativ behaftet mein Denken doch an die Beziehung ist Es ist wahr, dass ich auch zu bequem bin und die Angst vor Einsamkeit sehr groß ist, um den Cut zu machen. Natürlich stehen mir da vorallem meine Gefühle zu diesem Mensch im Weg. Ich hab oft das Problem, das ich zu sehr an schöne Situationen denke und ich mich davon zu sehr beeinflussen lasse. Ich bemühe mich schon Steine aus dem Weg zu räumen, doch wenn der andere nur bedingt mit hilft macht es das nicht einfach.

Aber erst mal vielen Dank für die Hilfe. Ich werde mir jetzt doch mal die Zeit nehmen, um mir einen klaren Kopf zu machen.

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