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Aus nach 20 Jahren Ehe! Hilfe!

26. Februar um 22:51 Letzte Antwort: 28. Februar um 7:58

Hallo ihr Lieben,

Ich mache das hier zum ersten Mal. Aber ich weiß mir echt nicht zu helfen, als fremden Menschen meine Geschichte zu erzählen und sie, die mir antworten möchten, um ihre ehrliche Meinung zu bitten.
Wie gesagt habe ich mich noch nie an fremde Leute gewendet und um Hilfe gebeten. Aber das scheint mir die einzige gute Lösung zu sein gleichgesinnte zu finden, die mich verstehen und mir helfen können.
Zu meiner Geschichte bzw. meinem Problem. Ich bin seit über 20 Jahren verheiratet mit der selben Frau, nur um das klarzustellen. Wir lernten uns in der Schule kennen, studierten zusammen und haben jetzt beide gute Jobs. Natürlich gab es Höhen und Tiefen in unserer Beziehung, aber es war nie so schlimm, dass einer von beiden gesagt hätte es reicht.
Konkret ging es immer mal wieder um wenig Sex. Ich komme lange ohne aus und bin vielleicht ein wenig Schusslinie. Soll heißen ich verschiebe den Sex auf Morgen und fange nicht an. Und so geht es dahin. Das war immer wieder ein Problem für uns. Bitte nicht falsch verstehen ich habe gerne Sex aber wenn sie nicht anfängt, wird es nicht unbedingt was. Keine Ahnung woher das kommt, aber es war immer wieder Gesprächsthema, da es ja auch am Selbstwertgefühl meiner Frau nagt.
Hinzu kommen viele kleine Probleme, die wir aber immer ganz gut gemeistert haben. So dachte ich. Wir haben in der letzten Zeit, 2 Jahre, viel durchgestanden. Viele Umzüge, getrennte Wohnungen mit 300 km dazwischen und nur am Wochenende sehen (Sex!!), Todesfall in der Familie und Jobsorgen. All das haben wir bis jetzt zusammen durchgestanden. Aber jetzt sind es plötzlich Bemerkungen, die zu Problemen werden und jetzt auch wahrscheinlich zur Scheidung führen. Nicht falsch verstehen, diese Bemerkungen sind keine Beleidigungen oder so etwas, sie sind nur unvorsichtig gemachte Bemerkungen zu z.B. alten Problemen oder sensiblen Themen. Eigentlich harmlos aber in der Situation ultra gefährlich. Da kommt dann so etwas wie ich würde Angst machen oder warum ich diese Dinge überhaupt erwähne wenn sie doch vermeintlich abgeschlossen waren. Ich kann nicht, noch nicht, genauer ins Detail gehen, hoffe aber man versteht was ich sagen will.
Ich bin ein treuer und führsorglicher Mann, habe aber, wie glaube ich alle Männer, über Frauen kann ich mir kein Urteil erlauben da ich keine bin, so meine Problemzonen. Soll heißen ich bin nicht perfekt. Klar red ich manchmal unreflektiert. Aber kann man sich wirklich alles merken über das man nicht reden darf? Kann man alles genau so sagen wie man es denkt ohne, dass man auch mal falsch rüberkommen kann? Warum kann so etwas zum Ende einer 20 Jährigen Ehe führen. Ich mache das ja nicht mit Absicht. Aber meine Fehler sind halt da und es ist fast unmöglich immer auf alles aufzupassen was man sagt.
Die SexGeschichte könnten wir noch hinbekommen aber was man so sagt ist halt nicht so einfach zu steuern. Besonders weil man nie genau weiß kann man das jetzt so oder überhaupt sagen, oder nicht. Man will ja auch nicht den Partner hintergehen auch nicht mit Worten. Kann mich jemand verstehen?

Ich liebe meine Frau und will sie nicht verlieren, bin auch bereit am Sexproblem zu arbeiten, aber was man sagen darf und was nicht schaffe ich nicht zu erraten. Woher soll ich wissen was für Bemerkungen Angst auslösen und was harmlos ist? Auch hier nicht falsch verstehen, es geht nicht um Fragen wie mit welchem Messer soll ich Dich umbringen, sondern um meist unscheinbare Bemerkungen zum neuen Job oder ähnliches. 

Warum nur ist es so verdammt schwer so eine Situation wieder hinzubekommen. Ganz ehrlich, möchte ich meine Frau nicht verlieren. Wir sind ein Team gewesen, haben viele und tolle Reisen gemacht, um die uns alle beneidet haben, und jetzt soll alles aus sein.
Darf man so einfach aufgeben? Wobei aufgeben nicht das richtige Wort ist. Eigentlich habe ich von ihr schon viele Chancen bekommen, aber jetzt wegen Worten alles hinzuschmeißen ist echt nicht leicht zu verkraften und kaum zu akzeptieren.
Habt Ihr ähnliches erlebt und könnt mir helfen meine Frau zu behalten? Ich will nicht zu den 30% gehören die sich in Deutschland nach 20 Jahren trennen. Nicht aus Eitelkeit, sondern weil ich wirklich an unsere Ehe glaube und meine Frau sehr liebe. Ich will für sie da sein bis an den Rest unseres Lebens. Klingt abgedroschen aber entspricht meinen Gefühlen.
Klar könnte man jetzt den Spruch bringen mit den anderen Müttern und Töchtern, aber ich weiß was ich an meiner Frau habe und ich schätze sie dafür und auch die Geschichte mit dem bis ans Ende ist keine Floskel. Das war so gemeint. Wenn jemand schon mal in einer ähnlichen Situation war  bin ich für gute Ratschläge dankbar.
Danke, dass Ihr meine Probleme gelesen habt.

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26. Februar um 22:53

Das sollte nicht Schusslinie, sondern schusselig heißen.

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26. Februar um 23:37

Ich muss vielleicht ergänzend fragen: Kann man wirklich jedes Wort auf die Goldwaage legen und dem anderen daraus einen Vorwurf machen? Warum muss man alles erraten? Ich bin echt erschöpft. Will aber nicht aufgeben. Denn ich glaube an unsere Ehe.

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26. Februar um 23:45

Zum Sex muss ich noch ergänzen, dass schon ein paar Standprobleme an meiner Motivation gesagt haben. Was will ich als Mann ja auch Sex anfangen wenn sich nicht rührt in der Hose oder wenn doch wieder nachlässt beim Griff zum Kondom? Ich bin aber auch bereit zu den Blauen zu greifen. Haben wir auch schon gemacht. Wohl leider zu spät denn jetzt steht ja die Trennung ins Haus, auch wenn ich sie nicht will.

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27. Februar um 1:03
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Ich muss vielleicht ergänzend fragen: Kann man wirklich jedes Wort auf die Goldwaage legen und dem anderen daraus einen Vorwurf machen? Warum muss man alles erraten? Ich bin echt erschöpft. Will aber nicht aufgeben. Denn ich glaube an unsere Ehe.

Magst du Mal ganz Grob ein Beispiel nennen? Muss auch kein Konkretes von euch sein, ich kann nur nur gerade null vorstellen über was sie sich aufregt.

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27. Februar um 1:04

Du scheinst dich seit der Schulzeit nicht sonderlich weiterebtwickelt zu haben.. Stichwort Kommunikation, Selbstreflexion.. 

Nach 20 Jahren weder zu wissen was deiner Frau gefällt noch für geringe Bedürfnisse einzustehen, sagt viel aus..

ich denke eine Trennung wird euch gut tun.  Raus aus der Komfortzone. 

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27. Februar um 3:10
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Magst du Mal ganz Grob ein Beispiel nennen? Muss auch kein Konkretes von euch sein, ich kann nur nur gerade null vorstellen über was sie sich aufregt.

Es geht grob darum, dass man Rücksicht nimmt. Sie macht sich schnell Sorgen und wälzt die Dinge, was sein könben oder nicht, im Kopf herum. Das ist dann nicht nur Nachdenken sondern sie hat dann richtig Angst. Es ist mir mal richtig schlecht gegangen, ich bin praktisch umgefallen in einem einmaligen epileptischen Anfall ohne diese Krankheit zu haben. Sie hat gedacht das wars und mich schon tot gesehen. Natürlich geht auch der Tod eines Familienmitglieds nicht spurlos an einem vorüber. usw. Es geht darum Dinge die Sorgen machen, die man aber nicht direkt beeinflussen kann, nicht zu erwähnen damit sie sich darüber nicht den Kopf zerbricht und Angst bekommt. Jetzt kann man aber nicht bei allem immer abschätzen wie es rüber kommt und ob das so gefährlich ist es zu sagen. Maches ist auf den ersten Blick harmlos an Frage oder Behauptung und kann natürlich auch kritisch bzw angstmachend verstanden werden. Das ist dann Auslegungssache. Jetzt sage ich eigentlich nicht Dinge um jemandem Angst zu machen. Aber man kann  in jede Aussage Kritik am anderen bzw Zweifel am anderen sehen, obwohl es nicht so gemeint war. Ich hoffe es war klar worum es geht.

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27. Februar um 3:26
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Du scheinst dich seit der Schulzeit nicht sonderlich weiterebtwickelt zu haben.. Stichwort Kommunikation, Selbstreflexion.. 

Nach 20 Jahren weder zu wissen was deiner Frau gefällt noch für geringe Bedürfnisse einzustehen, sagt viel aus..

ich denke eine Trennung wird euch gut tun.  Raus aus der Komfortzone. 

Naja, ganz so einfach ist es nicht. Kommunikation ist nicht das Problem, vielmehr das erraten was man sagen darf und wie man es dann verstehen kann. Die berühmte Goldwaage meine ich. Ich habe es unten schon angesprochen. Es ist nicht immer leicht alles bevor man es sagt kurz zu checken, ob es ok ist oder nicht. Maches ist als harmlose Frage oder Nachricht verpackt und einfach so gemeint, und wird dann als angstmacherisch und zweiflerisch an der Person ausgelegt. Ich muss betonen, dass ich sehr wohl Rücksicht nehmen kann und niemanden fertig mache oder runterputze, aber ich drücke mich manchmal vielleicht missverständlich bzw nicht deutlich aus in Bezug auf das was ich meine. So kann man natürlich Gesagtes sofort falsch verstehen und wenn man dann nicht die Erklärung glaubt wie es gemeint war sondern sagt dass es jetzt zu spät sei weil die Gedanken schon um das Problem kreisen, was ja eigentlich nie eines war, ist das schon heftig. Es sind also zweierlei Dinge die zum Tragen kommen gesagtes und wie es wirkt.

Zum Thema was gefällt, kann ich sagen, dass wir beide sehr wohl wissen was gefällt und was nicht. Es aber von meiner Seite her Voraussetzungen gibt die mich eben daran hindern z.B. mit dem Sex anzufangen, weil ich sie ja nicht enttäuschen will durch z.B. fehlende Erektion. Klar dass das nicht gut rüberkommt wenn der Partner keinen hochbekommt, aber über so Helfer wie blaue Pillen haben wir erst kürzlich gesprochen auch weil ich mich erklärt habe warum ich Angst habe anzufangen bzw nicht anfange. Das war vielleicht sehr spät in unserer Beziehung aber es wäre nicht unüberbrückbar gewesen.

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27. Februar um 3:45
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Es geht grob darum, dass man Rücksicht nimmt. Sie macht sich schnell Sorgen und wälzt die Dinge, was sein könben oder nicht, im Kopf herum. Das ist dann nicht nur Nachdenken sondern sie hat dann richtig Angst. Es ist mir mal richtig schlecht gegangen, ich bin praktisch umgefallen in einem einmaligen epileptischen Anfall ohne diese Krankheit zu haben. Sie hat gedacht das wars und mich schon tot gesehen. Natürlich geht auch der Tod eines Familienmitglieds nicht spurlos an einem vorüber. usw. Es geht darum Dinge die Sorgen machen, die man aber nicht direkt beeinflussen kann, nicht zu erwähnen damit sie sich darüber nicht den Kopf zerbricht und Angst bekommt. Jetzt kann man aber nicht bei allem immer abschätzen wie es rüber kommt und ob das so gefährlich ist es zu sagen. Maches ist auf den ersten Blick harmlos an Frage oder Behauptung und kann natürlich auch kritisch bzw angstmachend verstanden werden. Das ist dann Auslegungssache. Jetzt sage ich eigentlich nicht Dinge um jemandem Angst zu machen. Aber man kann  in jede Aussage Kritik am anderen bzw Zweifel am anderen sehen, obwohl es nicht so gemeint war. Ich hoffe es war klar worum es geht.

Mit dem Toten Familienmitglied habe ich nicht mich gemeint sondern einen Elternteil. Das war eine harte Zeit für sie und prägt natürlich. Auch was Kritik oder Behandlung im Job angeht musste sie einiges wegstecken was natürlich auch zu Selvstzweifeln führt. Aber gerade ich will doch nicht an ihr zweifeln und auch nicht das mein gesagtes so rüber kommt, sondern sie unterstützen und bekräftigen, dass sie ein wundervoller Mensch ist.

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27. Februar um 4:30

Vielleicht ist nach 20 Jahren die Angst vor dem Alleinsein einfach bei mir so groß,  dass ich nicht klar denken kann und die Sache realistisch beurteilen kann. Aber ist denn der Wunsch jemand ins seinem Leben zu unterstützen und für ihn dazu sein, so falsch. Wenn es Probleme gibt kann man ja daran arbeiten und das will ich auch, aber ich habe das Gefühl, dass das nicht immer nur einseitig ist. Ich kann an der Sexsache arbeiten, aber kann man nicht auch entgegenkommen verlangen?
Klingt jetzt für aussenstehende vielleicht so als würde sie nur verlangen und nichts tun. Das stimmt so auch nicht, aber z. B. die Sache mit den blauen Pillen war für sie erst jetzt eine Lösung, davor, und das war eine lange Zeit, hieß es immer ich könne ja wenigstens anfangen. Das mich meine fehlende Unterstützung aus der unteren Etage blockiert hat war irgendwie kein Thema. Sie hat das auf sich bezogen und gesagt dann sei sie für mich nicht attraktiv genug. Was absolut nicht stimmt, aber das Problem nur vergrößert hat. Denn jetzt musste ich es ihr ja beweisen dass es nicht stimmt und so unter Druck ging gar nichts. Ich hatte sogar Angst vorm Schlafengehen weil ich ja dann unter Beobachtung stand bzw noch stehe. Wenngleich Das jetzt wohl nichts mehr ändert. Da haben wir beide versagt in der Kommunikation. Tut trotzdem unheimlich weh und macht mir Angst, weil ich das Alleinsein nicht kenne. Es war immer jemand da in meinem Leben, der auf mich gewartet hat bzw. mit dem man sein Leben teilen konnte.

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27. Februar um 4:35

War jemand schonmal in einer ähnlichen Situation?

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27. Februar um 4:53

Ich weiß, dass eine Trennung nicht das Ende der Welt ist, aber ich weiß nicht, ob ich alleine zurechtkomme. Daneben will ich auch nicht dass meine Frau alleine zurechtkommen muss mit Umzug, neuer Job, fremde Menschen überall. Das will ich mit ihr zusammen durchstehen, bzw ihr das alles, das steht jetzt an auch ohne Trennung,  so leicht wie möglich machen, indem ich für sie da bin. Sie kann ankommen im neuen Job und fussfassen und dann würden wir weitergehen. Aber beide allein, muss das sein? Sind Probleme manchmal so groß dass es nicht mehr geht mit dem zusammenleben. Wir streiten ja nicht ständig. Es ist vielmehr ihre Angst und meine Aussagen die diese dann noch verstärken. Aber das ist doch nicht meine Absicht. Kann man da nicht anders Abhilfe schaffen, als die Trennung zu verlangen?

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27. Februar um 5:38

Hat man bei meine vielen Worten eigentlich rausgeht, dass ich Panik habe vor der Einsamkeit? Richtig Panik. Da hilft es auch nicht sich selbst Mut zuzusprechen. Die Panik schnürt mir die Kehle zu. Ich kenne das einfach nicht un meinem Leben. Da bin ich lieber bereit mich umzukrempeln und gar nichts mehr zu sagen, als in die Einsamkeit zu gehen. Ich habe zwar in verschiedenen Jobs sprich Firmen gearbeitet, aber es nie geschafft mir einen Freundeskreis aufzubauen. Wir bzw. brauchte das einfach nicht, da wir immer uns beide hatten und das hat uns gereicht. Ich hätte nie gedacht, dass es mal soweit kommt.
Das ist jetzt nicht das eigentliche Problem, kommt aber noch zu dem bereits erzählten hinzu. Die Sache mit Covid19 macht das alles auch nicht leichter. Gefühlt sind doch jetzt alle Ansprechstationen out of reach, ausser ihr hier vor Ort.

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27. Februar um 5:39

rausgehört

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27. Februar um 5:43

Ich glaube, dass ihr professionelle Hilfe in Anspruch nehmen solltet (Paartherapie), wenn von beiden Seiten aus eine Trennung nicht wirklich gewollt ist. Will deine Frau sich trennen, dann wirst du das nicht mehr ändern können. 

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27. Februar um 5:45
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Ich glaube, dass ihr professionelle Hilfe in Anspruch nehmen solltet (Paartherapie), wenn von beiden Seiten aus eine Trennung nicht wirklich gewollt ist. Will deine Frau sich trennen, dann wirst du das nicht mehr ändern können. 

Kann man jemand dann nicht mehr umstimmen?

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27. Februar um 5:58

Frauen eigentlich nicht, da Frauen meist dann schon lange vorher mit der Beziehung abgeschlossen haben. 

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27. Februar um 6:00

Bitte entschuldige wenn es zu indiskret ist, aber sprichst Du aus Erfahrung oder woher weißt Du das. Das ist echt wichtig für mich.

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27. Februar um 6:15

Es tut gut von Euch zu hören. Das wollte ich mal sagen.
Ich glaube einfach, dass mein Leben dann keinen Sinn mehr hat, wenn sie geht. Wen würde es denn dann schon kümmern, wenn ich nicht mehr da bin. Ausser meine Eltern und Geschwister vielleicht. Ich sage das nur weil das die Gedanken sind die mir im Kopf herumspuken.

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27. Februar um 6:34

Sorry wenn ich soviel poste, aber das alles ist zuviel für mich. Es hilft auch wenn ich lese, dass psychologische im Augenblick Mangelware ist mit sehr viel Wartezeit. Hat schon mal jemand bei der Seelsorge angerufen? Bekommt man da gute Hilfe? Ich weiß einfach nicht wie es weitergehen soll. Tut mir leid wenn das hilflos wirkt für einen knapp über 40er. Aber so ist es einfach. Ich bewundere die vielen Starken Frauen und Männer die ihr Leben im Griff haben. Oder scheint das manchmal nur so?

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27. Februar um 6:35

Es hilft nicht wenn ich das mit der Psychologischen Betreuung lese. !

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27. Februar um 6:59

Ich war jetzt die ganze Nacht wach und habe versucht Antworten zu finden, aber ich bin in einer Sackgasse.
Ich will dass es meiner Frau gut geht. Das zu allererst. Dabei will ich sie unterstützen. Für sie da sein. Wie die letzten 20 Jahre. Wenn das nicht mehr geht, dann sehe ich auch keinen Lebenssinn mehr. Natürlich will ich niemand damit belasten, sich für mein Schicksal in irgendeiner Form verantwortlich zu fühlen. Aber so fühle ich gerade. Und es wird immer schlimmer. 
Ich hab noch gestern sozusagen an meiner Lebensplanung mit Wohnungskauf, gemeinsamen Umzug usw. gearbeitet und jetzt alles weg.
Es ist natürlich auch nicht leicht für meine Frau. Das möchte ich nicht verschweigen. Aber ich hab ja hier um Hilfe gesucht. Am besten für uns beide.

Wenn es nicht geht werde ich sehen wohin das alles führt.

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27. Februar um 7:10

Oft geht es ja lange, bis man den Satz rauslässt, ich will mich trennen. Sehr oft gibt es dann auch schon den Neuen, der dann wirklich das Trennen oder den Wunsch konkreter macht.
20 Jahre Ehe, da passiert schon einiges und manchmal liest man dann, wir haben uns auseinander gelebt.
Das die Erektion mit dem Alter mal etwas nachlässt, ist auch etwas völlig normales, doch besteht der gute Sex nur durch Penetrieren? Da gibt es doch auch noch andere Dinge, die beide beglücken. Oral z.B. 
Ich denke mal, sie es als Chance, durchzustarten und einen Neuanfang zu machen.
Und Du weisst auch, ein neuer Mensch löst ganz viel aus, auch sexuell, es ist was neues, was einfach vieles verändert. 
Natürlich könnt ihr zu einer Beratung, doch das ist doch nur sinnvoll, wenn beide an der Beziehung festhalten wollen. Das sehe ich jedoch eher weniger in dem was Du schreibst.
Also an den Tisch setzen und Tacheles reden. Damit Du auch vorwärts kommst.
Und wie Du schreibt, oh Gott schaff ich das alleine? Ja Du schaffst das, aber es ist einfach eine Umstellung im Leben.

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27. Februar um 7:25

Das tut so gut das zu lesen. Ich glaube dir auch. Aber ich will für meine Frau da sein. Ich habe größte Schwierigkeiten zu akzeptieren das sie das nicht mehr will.
Ich muss einfach loswerden, daß ich echt pflegeleicht bin. Kein Tabak und kein Alkohol. Kein Glücksspiel oder sonst was, was anderen Paaren zu schaffen macht. Wir wollen beide keine Kinder. Ist und war also auch kein Grund für Probleme.
Das mit dem Oralsex. Den mag ich sehr und nicht nur bei mir. Aber seit sie gelesen hat dass mann davon Rachenkrebs bekommen kann war damit schluss.
Warum nur muss es solche Probleme im Leben geben? Ich weiß Menschen sind verschieden. Aber 20 Jahre. Wir haben uns auch nicht auseinandergelebt. Das war jedenfalls nie ein Thema. Es ist nur diese Angst bei ihr und meine unreflektierten Bemerkungen die ihr dann im Kopf herumspuken und nicht mehr auszureden sind. 
Kann man da noch was machen. Ich will es so gerne versuchen.

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27. Februar um 7:27
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Hallo ihr Lieben,

Ich mache das hier zum ersten Mal. Aber ich weiß mir echt nicht zu helfen, als fremden Menschen meine Geschichte zu erzählen und sie, die mir antworten möchten, um ihre ehrliche Meinung zu bitten.
Wie gesagt habe ich mich noch nie an fremde Leute gewendet und um Hilfe gebeten. Aber das scheint mir die einzige gute Lösung zu sein gleichgesinnte zu finden, die mich verstehen und mir helfen können.
Zu meiner Geschichte bzw. meinem Problem. Ich bin seit über 20 Jahren verheiratet mit der selben Frau, nur um das klarzustellen. Wir lernten uns in der Schule kennen, studierten zusammen und haben jetzt beide gute Jobs. Natürlich gab es Höhen und Tiefen in unserer Beziehung, aber es war nie so schlimm, dass einer von beiden gesagt hätte es reicht.
Konkret ging es immer mal wieder um wenig Sex. Ich komme lange ohne aus und bin vielleicht ein wenig Schusslinie. Soll heißen ich verschiebe den Sex auf Morgen und fange nicht an. Und so geht es dahin. Das war immer wieder ein Problem für uns. Bitte nicht falsch verstehen ich habe gerne Sex aber wenn sie nicht anfängt, wird es nicht unbedingt was. Keine Ahnung woher das kommt, aber es war immer wieder Gesprächsthema, da es ja auch am Selbstwertgefühl meiner Frau nagt.
Hinzu kommen viele kleine Probleme, die wir aber immer ganz gut gemeistert haben. So dachte ich. Wir haben in der letzten Zeit, 2 Jahre, viel durchgestanden. Viele Umzüge, getrennte Wohnungen mit 300 km dazwischen und nur am Wochenende sehen (Sex!!), Todesfall in der Familie und Jobsorgen. All das haben wir bis jetzt zusammen durchgestanden. Aber jetzt sind es plötzlich Bemerkungen, die zu Problemen werden und jetzt auch wahrscheinlich zur Scheidung führen. Nicht falsch verstehen, diese Bemerkungen sind keine Beleidigungen oder so etwas, sie sind nur unvorsichtig gemachte Bemerkungen zu z.B. alten Problemen oder sensiblen Themen. Eigentlich harmlos aber in der Situation ultra gefährlich. Da kommt dann so etwas wie ich würde Angst machen oder warum ich diese Dinge überhaupt erwähne wenn sie doch vermeintlich abgeschlossen waren. Ich kann nicht, noch nicht, genauer ins Detail gehen, hoffe aber man versteht was ich sagen will.
Ich bin ein treuer und führsorglicher Mann, habe aber, wie glaube ich alle Männer, über Frauen kann ich mir kein Urteil erlauben da ich keine bin, so meine Problemzonen. Soll heißen ich bin nicht perfekt. Klar red ich manchmal unreflektiert. Aber kann man sich wirklich alles merken über das man nicht reden darf? Kann man alles genau so sagen wie man es denkt ohne, dass man auch mal falsch rüberkommen kann? Warum kann so etwas zum Ende einer 20 Jährigen Ehe führen. Ich mache das ja nicht mit Absicht. Aber meine Fehler sind halt da und es ist fast unmöglich immer auf alles aufzupassen was man sagt.
Die SexGeschichte könnten wir noch hinbekommen aber was man so sagt ist halt nicht so einfach zu steuern. Besonders weil man nie genau weiß kann man das jetzt so oder überhaupt sagen, oder nicht. Man will ja auch nicht den Partner hintergehen auch nicht mit Worten. Kann mich jemand verstehen?

Ich liebe meine Frau und will sie nicht verlieren, bin auch bereit am Sexproblem zu arbeiten, aber was man sagen darf und was nicht schaffe ich nicht zu erraten. Woher soll ich wissen was für Bemerkungen Angst auslösen und was harmlos ist? Auch hier nicht falsch verstehen, es geht nicht um Fragen wie mit welchem Messer soll ich Dich umbringen, sondern um meist unscheinbare Bemerkungen zum neuen Job oder ähnliches. 

Warum nur ist es so verdammt schwer so eine Situation wieder hinzubekommen. Ganz ehrlich, möchte ich meine Frau nicht verlieren. Wir sind ein Team gewesen, haben viele und tolle Reisen gemacht, um die uns alle beneidet haben, und jetzt soll alles aus sein.
Darf man so einfach aufgeben? Wobei aufgeben nicht das richtige Wort ist. Eigentlich habe ich von ihr schon viele Chancen bekommen, aber jetzt wegen Worten alles hinzuschmeißen ist echt nicht leicht zu verkraften und kaum zu akzeptieren.
Habt Ihr ähnliches erlebt und könnt mir helfen meine Frau zu behalten? Ich will nicht zu den 30% gehören die sich in Deutschland nach 20 Jahren trennen. Nicht aus Eitelkeit, sondern weil ich wirklich an unsere Ehe glaube und meine Frau sehr liebe. Ich will für sie da sein bis an den Rest unseres Lebens. Klingt abgedroschen aber entspricht meinen Gefühlen.
Klar könnte man jetzt den Spruch bringen mit den anderen Müttern und Töchtern, aber ich weiß was ich an meiner Frau habe und ich schätze sie dafür und auch die Geschichte mit dem bis ans Ende ist keine Floskel. Das war so gemeint. Wenn jemand schon mal in einer ähnlichen Situation war  bin ich für gute Ratschläge dankbar.
Danke, dass Ihr meine Probleme gelesen habt.

das wort, welches mir an deinem text aufstösst ist "angst".
du benutzt es viele male. deine frau hat angst, du hast angst.
offenbar seid ihr beide nicht in der lage, eure ängst zu bereden und zu teilen, dabei ist so hilfreich, diese ängste mal auf den tisch zu legen, sie gemeinsam(!) anzusehen, sie zu bereden. allein das kann schon äusserst hilfreich sein, es reduziert diese ängste, wenn man sie aussprechen kann.
da ihr offenbar ein dickes kommunikationsproblem habt, würde ich dir raten, jemand drittes ins boot zu holen, der euch zeigt, wie ihr euer verhalten ändern könnt, wie ihr euch unterstützen könnt, anstatt allein in euren ängsten zu schmoren. stichwort paartherapie.

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27. Februar um 7:35
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das wort, welches mir an deinem text aufstösst ist "angst".
du benutzt es viele male. deine frau hat angst, du hast angst.
offenbar seid ihr beide nicht in der lage, eure ängst zu bereden und zu teilen, dabei ist so hilfreich, diese ängste mal auf den tisch zu legen, sie gemeinsam(!) anzusehen, sie zu bereden. allein das kann schon äusserst hilfreich sein, es reduziert diese ängste, wenn man sie aussprechen kann.
da ihr offenbar ein dickes kommunikationsproblem habt, würde ich dir raten, jemand drittes ins boot zu holen, der euch zeigt, wie ihr euer verhalten ändern könnt, wie ihr euch unterstützen könnt, anstatt allein in euren ängsten zu schmoren. stichwort paartherapie.

Das habe ich auch schon vorgeschlagen, war aber nicht so gern gehört.
Mit den Ängsten ist es so eine Sache. Ich glaube meine Frau macht sich über vieles Gedanken. Sie kann das aber nicht immer direkt benennen. Daher ist es für mich nicht leicht sensibel zu sein. Ist wie ein Eiertanz. Ist nicht abwertend gemeint.
Wenn ich zum B. etwas was ich vor längerem für uns erledigt habe, weil sie das in einer Stresssituation  wegen Tod in Familie nicht konnte, und jetzt berichte das alles gut ist, war das unsensibel. Sie wollte von der Sache nie wieder erfahren. Aber ich muss dazusagen dass ne Bezahlung von einer Rechnung dafür jetzt fällig wird und ich will doch nicht einfach Geld vom Konto nehmen und nicht erklären wofür. Ich habe es für harmlos gehalten. Aber so war es nicht.

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27. Februar um 7:49

Ich habe versprochen nicht davon zu reden und habe es jetzt doch getan, weil ich dachte es wäre in Ordnung. Die Sache war jetzt abgeschlossen und ich wollte nicht dass sie evtl. noch einmal darüber nachdenken muss. Aber das war dann mein gebrochenes Versprechen und damit Ende aus.

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27. Februar um 7:51

An Paartherapie glaubt sie nicht. Das ist also keine Chance für uns.

Ich bin verzweifelt. Das Gefühl hatte ich noch nie.

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27. Februar um 7:55

Ich (31) bin selbst mit meinem Mann seit 17 Jahren zusammen und das was du schilderst, habe ich nie erlebt.

Schwere Zeiten müssen nicht immer zusammenschweißen, sie können Paare auch auseinander reißen.

Bei uns hat noch nie der Tod eines Familienmitglieds zur Verschlechterung unserer Beziehung geführt.

Wenn man anfängt alles auf die Goldwaage zu legen, auf jedes Wort achten muss....dann ist das nicht die Ursache der Probleme, sondern meistens das Symptom. Die Ursache ist meist schwindende Gefühle.

Ich muss leider sagen, das deine hilflose, verzweifelte Art wahrscheinlich auch auf sie absolut nicht attraktiv wird.

Entschuldige, wenn ich das so sage aber : Du bringst es nicht mehr im Bett, gibst ihr nicht das Gefühl Frau zu sein und bist jetzt in der Krisensituation wie ein bröckliges Stück Kuchen.

Ich glaube deine Frau sehnt sich nach etwas mehr Halt und Struktur. Jemanden der seinen Mann steht und nicht gleich in bloße Panik ausbricht und zitternd und bibbernd das allein sein so sehr fürchtet, wie den Tod.

Ich kann euch nur eine Paartherapie empfehlen, da sind reichlich Plätze Vorhanden, da dies keine Kassenleistung ist und selbst gezahlt werden musss.

Ich vermute eben, die Gefühle deiner Frau verschwinden. Ob sich das retten lässt weiß ich nicht. Das müsstest ihr in der Therapie herausfinden.

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27. Februar um 8:02

Danke für Deine ehrlichen Worte. Therapie glaubt sie nicht dran.

Meine Gefühle sind so wie sie sind. Ich glaube dann bin eben wie bröckeliges Stück Kuchen. Aber meine Liebe für sie ist echt.

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27. Februar um 8:29

Ich glaube ihr braucht beide Hilfe. Aber wenn sie nichts von Therapien hält bist du in der Sackgasse. Dann kannst du es nur aushalten oder gehen. Du kannst an ihrem erlebten und ihren Ängsten nichts ändern, das müsste sie selbst tun. Und so hart es ist, wenn sie nicht auch an sich u ihren Problemen arbeiten will, dann solltest du überlegen ob du das lebenslänglich ertragen willst u kannst.... 

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27. Februar um 8:54

Ich wäre bereit dazu. Sie ist die Frau meines Lebens. Das klingt so abgedroschen. Aber es ist wahr.

Ich hab es eingangs schon gesagt. Ich will für sie da sein, unsere Wünsche für die wir beide hart gearbeitet haben, wahr machen und mit ihr alt werden. 
Das ist mein sehnlichster Wunsch.

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27. Februar um 10:13

Ich bekomme Panik wenn ich die Zeit denke in der Sie nicht mehr da ist. Ich kann mir nach 20 Jahren nicht vorstellen sie nicht mehr an meiner Seite zu haben. Das ist ein furchtbarer Gedanke und er lässt mich glauben, dass es dann für mich keinen Sinn mehr hat zu leben.
Hat jemand sich schon einmal in dieser Situation befunden? Was habt Ihr gemacht?
Ich will doch nur dass wir zusammenbleiben bis ans Lebensende. So wie es geplant war.

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27. Februar um 10:32

Dann hast du dich doch entschieden.... Irgendwie versteh ich den Post nicht.... Als Überschrift "aus nach 20 Jahren Ehe" und nun willst du für immer bei ihr sein.... Ich glaub ihr habt so viele Baustellen die hier im Forum keiner bearbeiten kann.... Wenn ihr keine professionelle Hilfe wollt, dann lerne die Dinge anzunehmen wie sie sind. Dann ist das eben so bis ans Lebensende. Kommt eben immer drauf an was man so will und wozu man bereit ist...  Alles gute

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27. Februar um 11:22

Ich höre dich eigentlich nur jammern. Ich kann nicht allein, ich kriege keinen hoch, ich hab Angst... das ist einfach mega unattraktiv und vielleicht auch der Kern des Problems. Deine Frau hat die Nase voll von deinem Gejammer. Du änderst nämlich nichts. Ich könnte blaue Pillen nehmen, wir sollten zu nem Psychologen gehen, wir könnten eine Wohnung kaufen... auf einen Haufen Konjunktive haben Frauen einfach keinen Bock!

Mach dir doch mal nen richtigen Plan. Nimm halt eine von den blauen und grab sie ordentlich an (falls es dafür nicht schon zu spät ist). Mach konkrete Vorschläge für Wohnungen oder Unternehmungen zu zweit. Und ganz wichtig: such für DICH einen Psychologen und kümmere dich um DEIN Wohlergehen. Wenn sie sieht dass er dir gut tut, kommt sie vielleicht mit.

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27. Februar um 11:25

Wenn deine Frau keine externe Hilfe annehmen möchte, dann ist das bitter. 

ABER: Dann mich DU doch ein Coaching, eine Therapie ... für DICH!

Hilfe in Anspruch zu nehmen, ist keine Schande, keine Niederlage, sondern beweist Größe, dass du bereit bist, dich zu verändern, dass du den Mut und die Kraft hast, den Hintern zu heben und dein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Wenn es dir dann besser geht und du dich positiv verändert hast, dann sieht sie den Erfolg und ist vielleicht bereit, ebenfalls aktiv zu werden.

Also: Unternimm etwas, es wird dir und deiner Frau helfen - nicht kurz-, aber garantiert mittel- und langfristig!!

P.S.: Glaub einem, der sich selbst auch aufraffen musste, um die Veränderungen genießen zu dürfen.

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27. Februar um 11:28

Also, erst mal danke für Deinen Kommentar. Keine Ironie.
Ja ich habe mich entschieden sie nicht hergeben zu wollen. Das ist aber nur meine Seite. Sie ist entschlossen, keine Paartherapie zu machen und weiter weiß ich noch nicht. Ich hab schon paar Chancen bekommen und diesmal geht's für sie nicht mehr. Ich will mich jetzt nicht als armes Opfer hinstellen, aber ich wollte schon gerne wissen, ob es Leute da draußen gibt, denen nach 20 Jahren zusammen dann auch nur ein Scherbenhaufen geblieben ist, oder ob sie es noch mal kitten konnten. Und wenn ja, wie?
Ich will einfach nicht ohne diese Frau leben. Sie ist mein ein und alles. Ich kann mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen. Dabei wird mir schlecht und ehrlich gesagt bleibt nur Panik ob der Hilflosigkeit.

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27. Februar um 11:31
In Antwort auf

Ich höre dich eigentlich nur jammern. Ich kann nicht allein, ich kriege keinen hoch, ich hab Angst... das ist einfach mega unattraktiv und vielleicht auch der Kern des Problems. Deine Frau hat die Nase voll von deinem Gejammer. Du änderst nämlich nichts. Ich könnte blaue Pillen nehmen, wir sollten zu nem Psychologen gehen, wir könnten eine Wohnung kaufen... auf einen Haufen Konjunktive haben Frauen einfach keinen Bock!

Mach dir doch mal nen richtigen Plan. Nimm halt eine von den blauen und grab sie ordentlich an (falls es dafür nicht schon zu spät ist). Mach konkrete Vorschläge für Wohnungen oder Unternehmungen zu zweit. Und ganz wichtig: such für DICH einen Psychologen und kümmere dich um DEIN Wohlergehen. Wenn sie sieht dass er dir gut tut, kommt sie vielleicht mit.

Die blaue habe ich genommen.
Eine und es war gut wie lange nicht. Aber dann heißt es toll ohne geht nicht, wie soll sie sich dabei fühlen.
Wir haben Immobilien gesucht und auch Termine gemacht. Die konnte ich jetzt erst mal wieder absagen.

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27. Februar um 11:34
In Antwort auf

Wenn deine Frau keine externe Hilfe annehmen möchte, dann ist das bitter. 

ABER: Dann mich DU doch ein Coaching, eine Therapie ... für DICH!

Hilfe in Anspruch zu nehmen, ist keine Schande, keine Niederlage, sondern beweist Größe, dass du bereit bist, dich zu verändern, dass du den Mut und die Kraft hast, den Hintern zu heben und dein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Wenn es dir dann besser geht und du dich positiv verändert hast, dann sieht sie den Erfolg und ist vielleicht bereit, ebenfalls aktiv zu werden.

Also: Unternimm etwas, es wird dir und deiner Frau helfen - nicht kurz-, aber garantiert mittel- und langfristig!!

P.S.: Glaub einem, der sich selbst auch aufraffen musste, um die Veränderungen genießen zu dürfen.

Danke für den Rat. Ich glaube Dir auch. Allerdings kostet so eine Therapie Geld. Unser Geld. Wenn sie nicht dran glaubt, wird es schwer Geld dafür auszugeben.
Ich befürchte das mittel- bis langfristig werde ich allein erleben. Davor habe ich Panik.

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27. Februar um 11:34

Wie schon mehrfach geschrieben wurde.... Ändere du dich, nimm deine Probleme in die Hand und dann ändert sich alles. Du bist voller Ängste, das ist unerträglich für dich selbst und auch für andere! Finde dich selbst und der Rest findet sich ebenso. 

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27. Februar um 11:41
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Wie schon mehrfach geschrieben wurde.... Ändere du dich, nimm deine Probleme in die Hand und dann ändert sich alles. Du bist voller Ängste, das ist unerträglich für dich selbst und auch für andere! Finde dich selbst und der Rest findet sich ebenso. 

Wie habt Ihr das gemacht, Euch geändert?

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27. Februar um 12:33

Wenn deine Frau nicht zur Eheberatung möchte, dann ist es vorbei.

Du alleine kannst keine Ehe retten, das müssen immer beide wollen. Das ist die Grundvoraussetzung dafür, dass man noch etwas retten kann.

Sie möchte nicht mehr und an deiner Stelle würde ich sie ernst nehmen.

Geht erstmal getrennte Wege, kommt beide erstmal zur Ruhe.

So ein hinterher gedackel treibt einen nur noch weiter weg. Sie will Abstand und Ruhe.

Es ist eine Sache des Respekts ihr den auch zu geben.

Da solltest du ansetzen. Ihr zeigen dass du ihre Gefühle und Bedürfnisse ernst nimmst und Abstand nimmst. Du zeigst durch dein Verhalten, dass du egoistisch bist. Denn DIR tut die Trennung weh,DU hast Angst davor...


Vielleicht sollten ihre Bedürfnisse mal im Vordergrund stehen.. 

Was hat denn der Urologe gesagt, warum du keine Erektion mehr bekommst?

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27. Februar um 13:36
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Die blaue habe ich genommen.
Eine und es war gut wie lange nicht. Aber dann heißt es toll ohne geht nicht, wie soll sie sich dabei fühlen.
Wir haben Immobilien gesucht und auch Termine gemacht. Die konnte ich jetzt erst mal wieder absagen.

Die blaue habe ich genommen.
"Eine und es war gut wie lange nicht. Aber dann heißt es toll ohne geht nicht, wie soll sie sich dabei fühlen."

DAS war ihre antwort auf tollen sex???
wow. eine sehr einfühlsame person, diese dame.

fragt sie sich nicht, woher deine erektionsstörungen kommen? hat sie keine angst, dass eine krankheit dahinterstecken könnte?
bei so einer reaktion würde ich mich fragen, ob ich diese ehe überhaupt noch retten will. unglaublich.

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27. Februar um 13:59
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Es geht grob darum, dass man Rücksicht nimmt. Sie macht sich schnell Sorgen und wälzt die Dinge, was sein könben oder nicht, im Kopf herum. Das ist dann nicht nur Nachdenken sondern sie hat dann richtig Angst. Es ist mir mal richtig schlecht gegangen, ich bin praktisch umgefallen in einem einmaligen epileptischen Anfall ohne diese Krankheit zu haben. Sie hat gedacht das wars und mich schon tot gesehen. Natürlich geht auch der Tod eines Familienmitglieds nicht spurlos an einem vorüber. usw. Es geht darum Dinge die Sorgen machen, die man aber nicht direkt beeinflussen kann, nicht zu erwähnen damit sie sich darüber nicht den Kopf zerbricht und Angst bekommt. Jetzt kann man aber nicht bei allem immer abschätzen wie es rüber kommt und ob das so gefährlich ist es zu sagen. Maches ist auf den ersten Blick harmlos an Frage oder Behauptung und kann natürlich auch kritisch bzw angstmachend verstanden werden. Das ist dann Auslegungssache. Jetzt sage ich eigentlich nicht Dinge um jemandem Angst zu machen. Aber man kann  in jede Aussage Kritik am anderen bzw Zweifel am anderen sehen, obwohl es nicht so gemeint war. Ich hoffe es war klar worum es geht.

Und wenn du den Vorfall quasi erwähnst, nimmt sie es dir übel?

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27. Februar um 15:08

Hast du Mal darüber nachgedacht, dass diese ganzen Ängste durch Hormonumstellung ausgelöst wurden? Vielleicht hatte deine Frau hormonelle Veränderung durchmachen müssen, und dadurch bist du so unsicher geworden. Ich würde mit einem Arzt sprechen. Ihr steigert euch immer weiter hinein. Geht ihr viel an die frische Luft? Treibt ihr Sport? Bist du humorvoll, bringst du sie Mal zum Lachen? Diese Panikgefühle bringen dich nicht weiter. Schaff Klarheit in deinen Gedanken und werde erst Mal ruhiger, vor allem im Denken. 

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27. Februar um 15:59
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Hallo ihr Lieben,

Ich mache das hier zum ersten Mal. Aber ich weiß mir echt nicht zu helfen, als fremden Menschen meine Geschichte zu erzählen und sie, die mir antworten möchten, um ihre ehrliche Meinung zu bitten.
Wie gesagt habe ich mich noch nie an fremde Leute gewendet und um Hilfe gebeten. Aber das scheint mir die einzige gute Lösung zu sein gleichgesinnte zu finden, die mich verstehen und mir helfen können.
Zu meiner Geschichte bzw. meinem Problem. Ich bin seit über 20 Jahren verheiratet mit der selben Frau, nur um das klarzustellen. Wir lernten uns in der Schule kennen, studierten zusammen und haben jetzt beide gute Jobs. Natürlich gab es Höhen und Tiefen in unserer Beziehung, aber es war nie so schlimm, dass einer von beiden gesagt hätte es reicht.
Konkret ging es immer mal wieder um wenig Sex. Ich komme lange ohne aus und bin vielleicht ein wenig Schusslinie. Soll heißen ich verschiebe den Sex auf Morgen und fange nicht an. Und so geht es dahin. Das war immer wieder ein Problem für uns. Bitte nicht falsch verstehen ich habe gerne Sex aber wenn sie nicht anfängt, wird es nicht unbedingt was. Keine Ahnung woher das kommt, aber es war immer wieder Gesprächsthema, da es ja auch am Selbstwertgefühl meiner Frau nagt.
Hinzu kommen viele kleine Probleme, die wir aber immer ganz gut gemeistert haben. So dachte ich. Wir haben in der letzten Zeit, 2 Jahre, viel durchgestanden. Viele Umzüge, getrennte Wohnungen mit 300 km dazwischen und nur am Wochenende sehen (Sex!!), Todesfall in der Familie und Jobsorgen. All das haben wir bis jetzt zusammen durchgestanden. Aber jetzt sind es plötzlich Bemerkungen, die zu Problemen werden und jetzt auch wahrscheinlich zur Scheidung führen. Nicht falsch verstehen, diese Bemerkungen sind keine Beleidigungen oder so etwas, sie sind nur unvorsichtig gemachte Bemerkungen zu z.B. alten Problemen oder sensiblen Themen. Eigentlich harmlos aber in der Situation ultra gefährlich. Da kommt dann so etwas wie ich würde Angst machen oder warum ich diese Dinge überhaupt erwähne wenn sie doch vermeintlich abgeschlossen waren. Ich kann nicht, noch nicht, genauer ins Detail gehen, hoffe aber man versteht was ich sagen will.
Ich bin ein treuer und führsorglicher Mann, habe aber, wie glaube ich alle Männer, über Frauen kann ich mir kein Urteil erlauben da ich keine bin, so meine Problemzonen. Soll heißen ich bin nicht perfekt. Klar red ich manchmal unreflektiert. Aber kann man sich wirklich alles merken über das man nicht reden darf? Kann man alles genau so sagen wie man es denkt ohne, dass man auch mal falsch rüberkommen kann? Warum kann so etwas zum Ende einer 20 Jährigen Ehe führen. Ich mache das ja nicht mit Absicht. Aber meine Fehler sind halt da und es ist fast unmöglich immer auf alles aufzupassen was man sagt.
Die SexGeschichte könnten wir noch hinbekommen aber was man so sagt ist halt nicht so einfach zu steuern. Besonders weil man nie genau weiß kann man das jetzt so oder überhaupt sagen, oder nicht. Man will ja auch nicht den Partner hintergehen auch nicht mit Worten. Kann mich jemand verstehen?

Ich liebe meine Frau und will sie nicht verlieren, bin auch bereit am Sexproblem zu arbeiten, aber was man sagen darf und was nicht schaffe ich nicht zu erraten. Woher soll ich wissen was für Bemerkungen Angst auslösen und was harmlos ist? Auch hier nicht falsch verstehen, es geht nicht um Fragen wie mit welchem Messer soll ich Dich umbringen, sondern um meist unscheinbare Bemerkungen zum neuen Job oder ähnliches. 

Warum nur ist es so verdammt schwer so eine Situation wieder hinzubekommen. Ganz ehrlich, möchte ich meine Frau nicht verlieren. Wir sind ein Team gewesen, haben viele und tolle Reisen gemacht, um die uns alle beneidet haben, und jetzt soll alles aus sein.
Darf man so einfach aufgeben? Wobei aufgeben nicht das richtige Wort ist. Eigentlich habe ich von ihr schon viele Chancen bekommen, aber jetzt wegen Worten alles hinzuschmeißen ist echt nicht leicht zu verkraften und kaum zu akzeptieren.
Habt Ihr ähnliches erlebt und könnt mir helfen meine Frau zu behalten? Ich will nicht zu den 30% gehören die sich in Deutschland nach 20 Jahren trennen. Nicht aus Eitelkeit, sondern weil ich wirklich an unsere Ehe glaube und meine Frau sehr liebe. Ich will für sie da sein bis an den Rest unseres Lebens. Klingt abgedroschen aber entspricht meinen Gefühlen.
Klar könnte man jetzt den Spruch bringen mit den anderen Müttern und Töchtern, aber ich weiß was ich an meiner Frau habe und ich schätze sie dafür und auch die Geschichte mit dem bis ans Ende ist keine Floskel. Das war so gemeint. Wenn jemand schon mal in einer ähnlichen Situation war  bin ich für gute Ratschläge dankbar.
Danke, dass Ihr meine Probleme gelesen habt.

Meine Einschätzung: 

Zu dir: Ist es Liebe oder bleibst du aus Angst? Du wirst natürlich beteuern, dass die Liebe auf deiner Seite doch so groß ist. Aber du klammerst aus Angst. Es tut immer weh, einen geliebten Menschen zu verlieren, und die diesbezügliche Sorge ist für niemanden schön. Aber man hält den Verlust aus, wenn es sein muss. Man kann dann weiterleben.  Du kannst dir ein Leben ohne deine Frau nicht vorstellen, nach all den Jahren einerseits auch verständlich. Dass man aber so gar keine Freunde (Hobbys?) hat, nichts außer dem Partner, das ist nicht gut. Die Beziehung erhält dann ein ungesundes Gewicht. Diesen Druck hält auch keiner aus, du jenen nicht, dass die Ehe funktionieren um jeden Preis funktionieren muss, weil es sonst nichts gibt, und deine Frau diesen nicht, dein Lebensinhalt zu sein. Zusätzlich zum Partner ein Leben zu haben, bedeutet keine Trennung, keinen Betrug, kein Doppelleben, es ist normal. Des Weiteren ist es, so schön es auch sein mag, wenn eine Beziehung Bestand hat, auch kein Weltuntergang, wenn sie zerbricht. Deshalb beruhige dich einmal ein bisschen und zieh ein Ende eurer Ehe in Betracht, ohne gleich in Schockstarre zu geraten. Du hast keinen Grund dazu. Du hattest ein Leben vor deiner Frau und kannst auch nach ihr eines haben.  

Was deine Frau anlangt: Ihre Ansprüche an dich, scheinen mir, jedenfalls, wenn ich mich auf deine Schilderungen stütze, etwas eigentümlich. Daher ist es nicht unverständlich, dass du dir vorkommst wie bei einem Eiertanz. Du sollst einerseits Gedanken lesen können und andererseits kommt deiner Frau offenbar nicht in den Sinn, wie höchstpersönlich, schwer nachvollziehbar und möglicherweise auch irrational ihre Handlungsweise ist. Ich verstehe zwar einerseits, dass es am weiblichen Ego nagen kann, wenn es mit der Erektion hapert, dass man darüber aber nicht sprechen kann, verstehe ich jedenfalls nicht. 

Was mir spontan einfällt: Hilfe von außen, sei es Beratung oder die Sichtweise Außenstehender im Sinne einer Anregung und Auffrischung. Des Weiteren musst du deine Verlustängste unter Kontrolle bringen, denn dadurch wirst du gelassener, auch für deine Frau attraktiver. Außerdem wirst du die Beziehung als von der Angst vor dem Ende dieser Getriebener nicht retten können. Im Gegenteil: Die Angst wird dich lähmen. Und deine Frau sollte ein wenig bedenken, dass andere nicht Gedanken lesen können und ob ihre höchstpersönlichen für den anderen nicht immer erles- und erratbaren Ansprüche wirklich derart das Maß aller Dinge sind, sodass diese ausschlaggebend für den Fortbestand oder das Ende einer Beziehung sein sollen. 

Insofern kann ich mich lacaracols erstem Beitrag nur anschließen. "In freier Wildbahn" wärt ihr mit euren Verhaltensweisen beide vermutlich nicht durchgekommen und schon viel eher auf die Nase gefallen. Ich weiß nicht, wie gut ihr euch tut. 

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27. Februar um 17:12

Ich kann fast nicht glauben, dass ihr 20 Jahre verheiratet seid. Ihr geht miteinander um, als würdet ihr euch gar nicht kennen. 

Ihr braucht professionelle Hilfe. Aber wenn deine Frau nicht will, sind dir die Hände gebunden. 

Hat sie mal konkret gesagt, warum sie nicht an Paartherapie "glaubt"? Oder sagt sie das nur, weil die Ehe für sie bereits vorbei ist? Hat sie überhaupt gesagt "Ich will die Scheidung"? 

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27. Februar um 17:55

Ihr habt aufgehört als Individuen zu existieren und jetzt steht ihr vor einem Scherbenhaufen. Die Spirale ist immer weiter abwärts gegangen. Ihr nehmt euch die Luft zum Atmen, du traust dich schon nicht mehr, klar zu sagen, was du möchtest und sie hat aus meiner Warte eine unbehandelte Angststörung. Ihr habt euch mit dieser Angst schön klein gehalten, kein eigenes Leben aufgebaut, sondern seid darin verharrt. Jetzt bricht Panik aus, das Kartenhaus fällt zusammen. 

Mein Rat ist recht einfach. Werde ein Individuum, das alleine leben kann. Es wird höchste Zeit. 

Du wirst sehen,  wie reichhaltig und wunderbar das Leben ist,  wenn man nicht wie auf rohen Eiern durch es geht. 
 

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27. Februar um 19:07
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Hallo ihr Lieben,

Ich mache das hier zum ersten Mal. Aber ich weiß mir echt nicht zu helfen, als fremden Menschen meine Geschichte zu erzählen und sie, die mir antworten möchten, um ihre ehrliche Meinung zu bitten.
Wie gesagt habe ich mich noch nie an fremde Leute gewendet und um Hilfe gebeten. Aber das scheint mir die einzige gute Lösung zu sein gleichgesinnte zu finden, die mich verstehen und mir helfen können.
Zu meiner Geschichte bzw. meinem Problem. Ich bin seit über 20 Jahren verheiratet mit der selben Frau, nur um das klarzustellen. Wir lernten uns in der Schule kennen, studierten zusammen und haben jetzt beide gute Jobs. Natürlich gab es Höhen und Tiefen in unserer Beziehung, aber es war nie so schlimm, dass einer von beiden gesagt hätte es reicht.
Konkret ging es immer mal wieder um wenig Sex. Ich komme lange ohne aus und bin vielleicht ein wenig Schusslinie. Soll heißen ich verschiebe den Sex auf Morgen und fange nicht an. Und so geht es dahin. Das war immer wieder ein Problem für uns. Bitte nicht falsch verstehen ich habe gerne Sex aber wenn sie nicht anfängt, wird es nicht unbedingt was. Keine Ahnung woher das kommt, aber es war immer wieder Gesprächsthema, da es ja auch am Selbstwertgefühl meiner Frau nagt.
Hinzu kommen viele kleine Probleme, die wir aber immer ganz gut gemeistert haben. So dachte ich. Wir haben in der letzten Zeit, 2 Jahre, viel durchgestanden. Viele Umzüge, getrennte Wohnungen mit 300 km dazwischen und nur am Wochenende sehen (Sex!!), Todesfall in der Familie und Jobsorgen. All das haben wir bis jetzt zusammen durchgestanden. Aber jetzt sind es plötzlich Bemerkungen, die zu Problemen werden und jetzt auch wahrscheinlich zur Scheidung führen. Nicht falsch verstehen, diese Bemerkungen sind keine Beleidigungen oder so etwas, sie sind nur unvorsichtig gemachte Bemerkungen zu z.B. alten Problemen oder sensiblen Themen. Eigentlich harmlos aber in der Situation ultra gefährlich. Da kommt dann so etwas wie ich würde Angst machen oder warum ich diese Dinge überhaupt erwähne wenn sie doch vermeintlich abgeschlossen waren. Ich kann nicht, noch nicht, genauer ins Detail gehen, hoffe aber man versteht was ich sagen will.
Ich bin ein treuer und führsorglicher Mann, habe aber, wie glaube ich alle Männer, über Frauen kann ich mir kein Urteil erlauben da ich keine bin, so meine Problemzonen. Soll heißen ich bin nicht perfekt. Klar red ich manchmal unreflektiert. Aber kann man sich wirklich alles merken über das man nicht reden darf? Kann man alles genau so sagen wie man es denkt ohne, dass man auch mal falsch rüberkommen kann? Warum kann so etwas zum Ende einer 20 Jährigen Ehe führen. Ich mache das ja nicht mit Absicht. Aber meine Fehler sind halt da und es ist fast unmöglich immer auf alles aufzupassen was man sagt.
Die SexGeschichte könnten wir noch hinbekommen aber was man so sagt ist halt nicht so einfach zu steuern. Besonders weil man nie genau weiß kann man das jetzt so oder überhaupt sagen, oder nicht. Man will ja auch nicht den Partner hintergehen auch nicht mit Worten. Kann mich jemand verstehen?

Ich liebe meine Frau und will sie nicht verlieren, bin auch bereit am Sexproblem zu arbeiten, aber was man sagen darf und was nicht schaffe ich nicht zu erraten. Woher soll ich wissen was für Bemerkungen Angst auslösen und was harmlos ist? Auch hier nicht falsch verstehen, es geht nicht um Fragen wie mit welchem Messer soll ich Dich umbringen, sondern um meist unscheinbare Bemerkungen zum neuen Job oder ähnliches. 

Warum nur ist es so verdammt schwer so eine Situation wieder hinzubekommen. Ganz ehrlich, möchte ich meine Frau nicht verlieren. Wir sind ein Team gewesen, haben viele und tolle Reisen gemacht, um die uns alle beneidet haben, und jetzt soll alles aus sein.
Darf man so einfach aufgeben? Wobei aufgeben nicht das richtige Wort ist. Eigentlich habe ich von ihr schon viele Chancen bekommen, aber jetzt wegen Worten alles hinzuschmeißen ist echt nicht leicht zu verkraften und kaum zu akzeptieren.
Habt Ihr ähnliches erlebt und könnt mir helfen meine Frau zu behalten? Ich will nicht zu den 30% gehören die sich in Deutschland nach 20 Jahren trennen. Nicht aus Eitelkeit, sondern weil ich wirklich an unsere Ehe glaube und meine Frau sehr liebe. Ich will für sie da sein bis an den Rest unseres Lebens. Klingt abgedroschen aber entspricht meinen Gefühlen.
Klar könnte man jetzt den Spruch bringen mit den anderen Müttern und Töchtern, aber ich weiß was ich an meiner Frau habe und ich schätze sie dafür und auch die Geschichte mit dem bis ans Ende ist keine Floskel. Das war so gemeint. Wenn jemand schon mal in einer ähnlichen Situation war  bin ich für gute Ratschläge dankbar.
Danke, dass Ihr meine Probleme gelesen habt.

Ehrlich gesagt verstehe ich den ganzen Vorgang noch nicht. Was hat sie dir denn genau gesagt? Wie hast du reagiert? Wie ist der Status quo?

 

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27. Februar um 19:18
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Ich (31) bin selbst mit meinem Mann seit 17 Jahren zusammen und das was du schilderst, habe ich nie erlebt.

Schwere Zeiten müssen nicht immer zusammenschweißen, sie können Paare auch auseinander reißen.

Bei uns hat noch nie der Tod eines Familienmitglieds zur Verschlechterung unserer Beziehung geführt.

Wenn man anfängt alles auf die Goldwaage zu legen, auf jedes Wort achten muss....dann ist das nicht die Ursache der Probleme, sondern meistens das Symptom. Die Ursache ist meist schwindende Gefühle.

Ich muss leider sagen, das deine hilflose, verzweifelte Art wahrscheinlich auch auf sie absolut nicht attraktiv wird.

Entschuldige, wenn ich das so sage aber : Du bringst es nicht mehr im Bett, gibst ihr nicht das Gefühl Frau zu sein und bist jetzt in der Krisensituation wie ein bröckliges Stück Kuchen.

Ich glaube deine Frau sehnt sich nach etwas mehr Halt und Struktur. Jemanden der seinen Mann steht und nicht gleich in bloße Panik ausbricht und zitternd und bibbernd das allein sein so sehr fürchtet, wie den Tod.

Ich kann euch nur eine Paartherapie empfehlen, da sind reichlich Plätze Vorhanden, da dies keine Kassenleistung ist und selbst gezahlt werden musss.

Ich vermute eben, die Gefühle deiner Frau verschwinden. Ob sich das retten lässt weiß ich nicht. Das müsstest ihr in der Therapie herausfinden.

Warum betonst du eigentlich in so vielen Posts, dass du deinen Mann mit 14 kennengelernt hast? Das kommt wirklich so oft von dir. Es würde doch auch reichen zu erwähnen, dass ihr bereits 17 Jahre zusammen seit.

Erstens hilft diese Info den meisten TE nicht und kommt eher rüber wie: "Schau her, wir sind einzigartig" und zweitens spricht dies auch nicht unbedingt für viel Trennungserfahrung bzw. Erfahrung alleine zurechtzukommen.

Interessiert mich nur, weil mir dies aufgefallen ist und ich mir manchmal denke bzw. aus dem Freundeskreis die Erfahrung gemacht habe, dass gerade diejenigen, die nach außen immer alles total paletti und bilderbuchmäßig darstellen, die größten Probleme haben.

Oder ist dir das selbst noch gar nicht aufgefallen?

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