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Aus Freundschaft wurde Liebe, aus Liebenden wurden liebende Freunde

3. August 2014 um 13:23 Letzte Antwort: 13. August 2014 um 8:38

Hallo,
ich bin ganz neu in dem Forum und hoffe auf ein paar Ratschläge.
Die Kurzfassung:
Ich war mit meinem Freund 1 1/2 Jahre zusammen. Davor gehörten wir der selben Clique an, hatten zwar nicht sonderlich viel miteinander zu tun, verstanden uns aber gut, waren halt oberflächlich befreundet. Dann kamen wir zusammen, es lief halt alles super, eigentlich perfekt. Ich merkte zum Ende hin, dass er distanzierter wurde, nicht mehr so liebevoll war. Dann kam die Trennung. Er hat mir halt erklärt, dass er sich in unserer Beziehung zu eingeengt gefühlt hat, er sehnte sich wieder danach sein Leben selbst zu bestimmen, ohne Verantwortung für einen Partner zu tragen. Dazu ist noch zu sagen, dass es für uns beide die erste Beziehung war! Naja, ich konnte ihn gut nachvollziehen, wir waren halt wegen einer Fernbeziehung quasi sofort zusammengezogen, sprich, wenn ich wieder in meiner Heimat war, dann hab ich bei ihm gewohnt. Wir haben uns im Guten getrennt, mit dem wissen, dass wir beide noch uns liebten. Wir haben Regeln aufgestellt. Er wollte unbedingt, dass wir in dem nächsten halben Jahr niemand anderes treffen. Das hätte ihn zu sehr getroffen und so weiter. Eigentlich wollte er so gar ein ganzen Jahr, aber ich empfand das ihm gegenüber nicht fair und mir auch nicht, man weiß ja nie, n halbes Jahr fand ich okay. Der Wunsch einer Freundschaft kam von uns beiden. Wir hatten halt schon immer den gleichen Freundeskreis und so. Am Ende hatten wir über das Absolute einer Trennung gesprochen und kamen zu dem Punkt, dass man es villt in 2 oder 3 Jahren nochmal probieren könnte, wenn wieder Gefühle aufkommen sollten und er bereit wäre für eine feste Bindung. Ich hab das halt eher als Hintrösten angesehen, mache mir da keine falsche Hoffnungen.
Wir sind nun ein halbes Jahr "Freunde", genauso lange wohne ich nun auch wieder in meiner Heimatstadt. Ich liebe ihn immernoch, komme aber mit der Situation gut klar, aber er ist komisch. Wir machen halt häufig was zusammen. Im Prinzip führen wir seit 2 Monaten unsere Beziehung in dem Sinne fort, dass wir das Gleiche tun, bloß ohne Küssen und co. Er umarmt mich immer sehr lange, schickt mir Abends ne SMS, was er gemacht hat und fragt, was ich gemacht habe. Wir gucken oft Serien abends zusammen oder zocken. Und wenn wir weggehen, dann passt er extrem auf mich auf. Das hat er nicht mal während unserer Beziehung gemacht. Selbst seine Kumpels haben mich schon gefragt, ob wir wieder zusammen sind, weil er sich so verhält.
Ich weiß nicht weiter. Soll ich es mal ansprechen? Was soll ich dann machen? Ich meine, es ist ja noch nicht sehr viel Zeit vergangen, würde sich da ein Neuanfang überhaupt lohnen, wenn er so empfinden würde? Sehnt er sich einfach nur plötzlich wieder nach dem Gefühl, dass wer da ist? Was würdet ihr machen?

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3. August 2014 um 13:33

Ich wollte noch
sagen, dass er auch noch meine Kette trägt, die ich ihm mal geschenkt habe und er hat noch ein Bild von mir auf dem Schreibtisch stehen. Oo Als ich ihn darauf angesprochen hatte, meinte er, er mag nun mal das Kleid.
Kommt mir auch sehr spanisch vor...vor allem das Kleid? Hallo? Viel ihm nichts Besseres ein? Und n Plüschscharf von mir sitzt ebenfalls noch neben dem Bild. Da meinte er, er findet den Spruch cool...

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13. August 2014 um 2:44

Keine Ahnung.
Frag ihn doch einfach! Was hast du dabei zu verlieren? Ich glaube, ich verstehe dein Problem nicht so richtig, beziehungsweise dein Anliegen hier ans Forum.

Was erwartest du dir eigentlich von uns? Die meisten Fragen, die du hier gestellt hast, kannst eigentlich nur du selbst, oder halt eben er, beantworten.


ICH würde ihn vor allem fragen, warum er irgendwelche Regeln für mein Verhalten aufstellen will, und warum ich mein Leben danach ausrichten sollte, wo er doch eh nicht mehr mit mir zusammen sein will.

Das ist etwas, worauf ich mich nicht einlassen würde. Zum einen, weil ich total allergisch auf solche Eifersüchteleien und Besitzansprüche reagiere. Entweder ich bin mit jemandem zusammen, weil ICH das will, oder eben gar nicht. In der Beziehung kann man Absprachen treffen, für die Zeit der Beziehung beziehungsweise, bis einer die wieder infrage stellt. Darüberhinaus lasse ich mich nicht zu nichts verpflichten. Zum anderen würde ich von jemandem, den ich liebe, nie irgendwelche Kompromisse verlangen, die die Lebensführung außerhalb unserer Beziehung betreffen, weil ich das einfach respektlos finde, und weil ich einem geliebten Menschen am liebsten gar nichts absprechen möchte, und schon gar nichts, was unserer gemeinsamen(!) Beziehung keinerlei Vorteile bringt. Das ist aus meiner Sicht totale Egokacke ohne Rücksicht auf dich, die er da abzieht! Jedenfalls ist meine Wunschvorstellung von Liebe eine andere, und mein eigenes Empfinden auch ein anderes.

Was mir ebenfalls auffällt, ist die Schieflage, dass ER sich eingeengt fühlte IN der Beziehung, jetzt aber DICH einengt AUSSERHALB der Beziehung. Das passt für mich überhaupt nicht zusammen, und das würde MEIN Vertrauen in eine Beziehung zu so einem Menschen stark infrage stellen.

Also, ich wäre einfach misstrauisch, ob er wirklich der Richtige für mich sein kann.

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13. August 2014 um 8:38

Ich kann dich gut verstehen.
Ich habe selbst gerade erst eine Trennung hinter mir, die deiner sehr ähnlich ist. Wir waren sehr lange befreundet und sind jetzt getrennt mit dem Kompromis, dass wir es ja in ein paar Jahren noch mal versuchen können etc.

Aus meiner Erfahrung her ist es immer schwierig mit dem Ex-Partner gleich nach der Trennung wirklich befreundet zu sein, weil man einfach eine gewisse Zeit braucht um emotionale Distanz zueinander aufzubauen. Sonst endet das oft damit, dass man gleich wieder zusammenkommt, weil die Gefühle eben noch da sind - vor allem wenn man im Gutem auseinander gegangen ist. Gab es da bei euch so eine Phase?
Ansonsten ist es nicht so verwunderlich, dass er noch so an dir hängt, auch wennn er die Trennung wollte, denn die Gefühle waren bei euch ja nie das Problem.
Vielleicht vermisst er dich auch einfach, weil die Beziehung jetzt nicht mehr "da" ist. Vielen wird erst nach einer Trennung klar, was sie wirklich wollen, weil man einen Fehler machen muss um aus diesem lernen zu können.

Sprich ihn einfach direkt drauf an. Ihr seid befreundet. Was soll es da schaden, wenn du von ihm etwas Klarheit möchtest?

Aber seine Gefühle mal in den Hintergrund gestellt, willst DU ihn denn jetzt schon zurück bzw. denkst du, dass es nach dieser kurzen Trennungsphase schon wieder lohnt?

Natürlich kann es auch sein, dass er einfach irgendwen um sich braucht, weil er sich nach der Trennung einsam fühlt, aber da hilft auch wieder nur ihn zu fragen.

Ich würde auf jeden Fall ihn drauf ansprechen, aber auch darüber nachsinnen, ob ich ihn überhaupt zurückhaben wolle, wenn es so wäre.

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