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Auf einmal ist da noch ein Mann in meinem leben...

14. März 2005 um 9:00

Ich möchte ehrlich sein. In meinen Partnerschaft ist alles so, wie es sein soll. Ich liebe meinen Mann und unsere gemeinsame Tochter unendlich. Alles ist schön.

Vor kurzem habe ich jemanden kennengelernt. Wir waren uns sofort sympatisch. Jedes mal, wenn wir nun e-mails hin und her senden, oder telefonieren, hab ich ein kribbeln im bauch. Liebend gerne möchte ich mich mit ihm treffen.
Doch dazu ist es bisher noch nicht gekommen. Auch, weil ich nicht weiß, was ich machen soll.... Er würde sofort einem treffen zustimmen.

Ich bin so hin und hergerissen.
Ich möchte ja meine kleine Familie nicht verlieren, aber der neue Mann ist einfach sehr reizvoll...

Wer hat sowas schonmal erlebt? Kann mir einen Rat geben?
Vielen Dank!

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14. März 2005 um 9:22

Hey!
Also ich will dich nicht angreifen aber wie kannst du sagen du liebst deinen mann und unendlich?Wenn das nämlich so wäre würdest du nicht auch langsam für einen anderen gefühle entwickeln!Also ich weiss nicht vielleicht ist es auch einfach nur das gefül das da was neues ist!Das neue reizt in den meisten fällen aber ich würde schauen gerade deiner tochter zu liebe ob es das wirklich wert ist!Weil am anfang ist es nur ein treffen und wenn er dir dann besser gefällt könnte es wirklich passieren das du dich verliebst!

Naja ich wünsch dir was!

greetz

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14. März 2005 um 9:32

Hallo Sunrise!
Wenn Du Deinen Mann wirklich liebst, dann stellst Du Deinen Egoismus ganz nach hinten und hälst Dich von diesem anderen Herren so fern wie es nur geht. Dieses Kribbeln vergeht auch wieder und es wäre Deinem Mann, wie auch Deiner Tochter einfach nur super unfair gegenüber alles auf's Spiel zu setzten wegen einer Sache, von der wir jetzt schon wissen wie sie ausgehen wird. Ihr würdet ja nicht nur Kaffee trinken nehme ich mal stark an.

Tut mir leid, aber ich habe für soetwas null Verständnis.

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14. März 2005 um 9:47
In Antwort auf hiphopfanatic

Hey!
Also ich will dich nicht angreifen aber wie kannst du sagen du liebst deinen mann und unendlich?Wenn das nämlich so wäre würdest du nicht auch langsam für einen anderen gefühle entwickeln!Also ich weiss nicht vielleicht ist es auch einfach nur das gefül das da was neues ist!Das neue reizt in den meisten fällen aber ich würde schauen gerade deiner tochter zu liebe ob es das wirklich wert ist!Weil am anfang ist es nur ein treffen und wenn er dir dann besser gefällt könnte es wirklich passieren das du dich verliebst!

Naja ich wünsch dir was!

greetz

Entweder oder...
... beides geht nicht.

mein rat - mach den pc aus, hör auf zu schreiben (emails und vor allem SMS!!!) und verbring diese Zeit lieber mit Deinem Mann und Deiner Tochter...

es gibt sooo viele Frauen, die allein sind, weil ihre Männer fremdgegangen sind - denk mal drüber nach...

und zum Thema Liebe... sei vorsichtig, was Du sagst...
Ich sehe es wie meine Vorredner... wenn man LIEBT, dann guckt man nicht nach anderen...weil der Partner einen erfüllt... und da ist dann kein Platz mehr für Kribbeln... von anderen Männern...

Sorry - ich hab null Verständnis für Deinen Ego-Trip.

Wenn Du gebauch-pinselt werden musst (so einen Tag haben wir alle mal) dann schnapp Dir ne Freundin, mach Dich hübsch zurecht und ab in die nächste Disco oder Bar - lass Dich begaffen und bewundern - fahr nach Hause, drück Deinen Mann und Deine Tochter und sag ihnen, wie froh Du bist, dass es sie gibt.

So hast Du ein Ego poliert, ohne dass es Deine Beziehung gefährdet...

dreh den Spieß mal um...wie würdest Du reagieren, wenn Du herausfinden würdest, dass Dein Mann sich heimlich SMS mit einer anderen Frau schreibt, die scharf auf ihn ist???

ich mach das immer so - wenn ich wegen einer Sache unsicher bin, dann überleg ich, wie ich es fände, wenn mein Partner das machen würde.... das hat mir schon bei vielen Entscheidungen geholfen...

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14. März 2005 um 10:25

Ich verstehe Dich!
Hallo Sunrisy!

Ich kann Dein Gefühl des Hin- und Hergerissenseins nur sehr gut verstehen, denn mir geht es genauso wie Dir!

Klar lässt es sich leicht sagen, wenn Du Deinen Mann liebst, dann entferne Dich von dem anderen, aber wenn man so etwas noch nicht selbst erlebt hat, kann man da wohl kaum mitreden. Mein Verstand sagt mir auch ständig, lass die Finger von dem anderen, aber was will man machen, wenn das Herz was anderes spricht? Soll ich es mir rausreißen? Ich habe jetzt zu dem anderen Mann seit einem Monat keinen Kontakt mehr, aber das fällt mir so verdammt schwer, das kann sich niemand vorstellen, der nicht in der gleichen Situation ist. Sicher ist es meinem Mann gegenüber unfair und ich schäme mich manchmal auch sehr dafür, dass es da diesen anderen gibt, obwohl zwischen uns ja außer SMS, Email und Telefon noch nichts weiter war.

Einige haben jetzt hier geantwortet, dass es, wenn man eine Familie hat, nicht richtig ist, sich nach jemand anders umzusehen. Das sehe ich genauso, aber was ist, wenn dieser andere plötzlich vor einem steht, ohne dass man sich nach ihm umgeschaut hat? Er steht halt einfach da und man versteht die Welt nicht mehr!

Vernünftiger ist es auf jeden Fall, bei Deinem Mann zu bleiben, auch wenn es sehr schwer fällt. Ich kann Dir nicht wirklich einen Rat geben, da es mir ja genau so geht, aber ich kann auf jeden Fall besser wie die anderen hier nachvollziehen, wie Du Dich fühlst!

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14. März 2005 um 10:29

Wenn Du angeblich
Deinen Mann und Deine Tochter unendlich liebst, darf diese Frage überhaupt nicht im Raum stehen!
Reizvoll wenn Du schon mit dem Gedanken spielst ihn und das Kind zu betrügen?
Sei Klug und überlege sehr genau.

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14. März 2005 um 10:33
In Antwort auf samsoline

Ich verstehe Dich!
Hallo Sunrisy!

Ich kann Dein Gefühl des Hin- und Hergerissenseins nur sehr gut verstehen, denn mir geht es genauso wie Dir!

Klar lässt es sich leicht sagen, wenn Du Deinen Mann liebst, dann entferne Dich von dem anderen, aber wenn man so etwas noch nicht selbst erlebt hat, kann man da wohl kaum mitreden. Mein Verstand sagt mir auch ständig, lass die Finger von dem anderen, aber was will man machen, wenn das Herz was anderes spricht? Soll ich es mir rausreißen? Ich habe jetzt zu dem anderen Mann seit einem Monat keinen Kontakt mehr, aber das fällt mir so verdammt schwer, das kann sich niemand vorstellen, der nicht in der gleichen Situation ist. Sicher ist es meinem Mann gegenüber unfair und ich schäme mich manchmal auch sehr dafür, dass es da diesen anderen gibt, obwohl zwischen uns ja außer SMS, Email und Telefon noch nichts weiter war.

Einige haben jetzt hier geantwortet, dass es, wenn man eine Familie hat, nicht richtig ist, sich nach jemand anders umzusehen. Das sehe ich genauso, aber was ist, wenn dieser andere plötzlich vor einem steht, ohne dass man sich nach ihm umgeschaut hat? Er steht halt einfach da und man versteht die Welt nicht mehr!

Vernünftiger ist es auf jeden Fall, bei Deinem Mann zu bleiben, auch wenn es sehr schwer fällt. Ich kann Dir nicht wirklich einen Rat geben, da es mir ja genau so geht, aber ich kann auf jeden Fall besser wie die anderen hier nachvollziehen, wie Du Dich fühlst!

Vielen dank!
Klar, auch ich habe mir Gedanken an meine Familie gemacht. Aber was soll ich machen? Er stand vor mir und ich dachte nur "WOW". Ich werde auch auf jeden Fall meine Beziehung zu meiner familie beibehalten. Sie sind mir sehr wichtig!
Vielen dank auf jeden fall für Dein Verständnis!
Wollte ja nur mal Meinungen hören....
LG Sunrisy

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14. März 2005 um 11:06
In Antwort auf samsoline

Ich verstehe Dich!
Hallo Sunrisy!

Ich kann Dein Gefühl des Hin- und Hergerissenseins nur sehr gut verstehen, denn mir geht es genauso wie Dir!

Klar lässt es sich leicht sagen, wenn Du Deinen Mann liebst, dann entferne Dich von dem anderen, aber wenn man so etwas noch nicht selbst erlebt hat, kann man da wohl kaum mitreden. Mein Verstand sagt mir auch ständig, lass die Finger von dem anderen, aber was will man machen, wenn das Herz was anderes spricht? Soll ich es mir rausreißen? Ich habe jetzt zu dem anderen Mann seit einem Monat keinen Kontakt mehr, aber das fällt mir so verdammt schwer, das kann sich niemand vorstellen, der nicht in der gleichen Situation ist. Sicher ist es meinem Mann gegenüber unfair und ich schäme mich manchmal auch sehr dafür, dass es da diesen anderen gibt, obwohl zwischen uns ja außer SMS, Email und Telefon noch nichts weiter war.

Einige haben jetzt hier geantwortet, dass es, wenn man eine Familie hat, nicht richtig ist, sich nach jemand anders umzusehen. Das sehe ich genauso, aber was ist, wenn dieser andere plötzlich vor einem steht, ohne dass man sich nach ihm umgeschaut hat? Er steht halt einfach da und man versteht die Welt nicht mehr!

Vernünftiger ist es auf jeden Fall, bei Deinem Mann zu bleiben, auch wenn es sehr schwer fällt. Ich kann Dir nicht wirklich einen Rat geben, da es mir ja genau so geht, aber ich kann auf jeden Fall besser wie die anderen hier nachvollziehen, wie Du Dich fühlst!

Das hat damit nichts zu tun
Meiner meinung nach kann man nicht sagen man liebt jemanden ünendlich aber intressiert sich für nen andern!Das geht nicht dann liebt man den andern eben nicht unendlich sondern sucht bei dem neuen etwas was der/die eigene mann/frau nicht hat!
Also so seh ich das ist eigentrlich logisch...

Aber jeder hat seine eigene meinung...

greetz

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14. März 2005 um 12:32

Ein Plädoyer fürs Glücklichsein...
Hallo Sunrisy,

von den bisherigen Beiträgen ist bei mir hängen geblieben: Du MUSST, Du DARFST NICHT, sei vernünftig, mach das Richtige, setz nichts auf Spiel, wenn Du jemanden liebst, kann es keinen anderen geben ... Tolle Tipps! Wenn Du Dich an diese Ratschläge hälst, kann ich Dir eins garantieren: Du wirst Dich ewig fragen, was Du verpasst hast ud Du wirst eins mit Sicherheit nicht: GLÜCKLICH.

Im Gegensatz zu meinen Vorschreibern/innern habe ich vollstes Verständnis für - um deren Worte zu benutzen - Deinen "Ego-Trip". Auch ich liebe meinen Mann unendlich, aber mich selbst liebe ich einfach mehr. Und - auch wenn ich unsere Beziehung und Liebe in keiner Weise in Frage stelle, sie nicht beenden oder gefährden möchte - ich treffe mich dennoch seit einigen Monaten mit einem andern Mann. Und es tut mir - und meiner Beziehung - ausgesprochen gut! Tatsächlich ist meine Beziehung seit es den anderen gibt wieder viel intensiver geworden. Ich bin viel ausgeglichener, fühle mich wieder rund um wohl und habe nicht mehr das Gefühl, dass irgendetwas fehlt, ich gebe mir - ja, vielleicht wegen des latent schlechten Gewissens - mehr Mühe mit ihm, bin sensibler für seine Probleme, auch gelassener und kompromissbereiter ihm gegenüber. Ich bin einfach nicht mehr so fixiert darauf, dass er all meine Vorstellungen, Phantasien und Maßstäbe erfüllen müsste, um mein Mann fürs Leben zu sein und zu bleiben. Aber deshalb liebe ich ihn keinen Deut weniger, als ich es in den fast sechs "treuen" Jahren getan habe, eher sogar mehr: Vor dem Hintergrund des Neuen, Spannenden, Kribbelnden, Unbeschwerten strahlt das Vertraute, Gelassene, Unaufgeregte, Behagliche, Pragmatische um so mehr - ich weiss es wieder zu schätzen. Bisher weiss mein Mann nichts von meinem Liebhaber, aber unsere Beziehung ist eigentlich von einer Ehrlichkeit gezeichnet, dass ich mir hin und wieder überlege, es ihm zu sagen - auch wenn es sicher zunächst problematisch werden und so einiges an Aufarbeitung bedürfen würde.

Den anderen Mann liebe ich nicht - er ist im Prinzip austauschbar für mich, wie ich für ihn. Ich empfinde Sympathie und Begehren für ihn, es kribbelt! Ich bin vor unseren Verabredungen aufgeregt wie damals mit 14 vor einem Date. Ich freue mich über jede Mail, SMS und jedes Telefonat. Ich genieße die Tage oder Stunden vor unseren Treffen, plane mein Alibi akribisch, um möglichst viel Freiraum für Spontaneität zu haben, was das Kribbeln und die Aufregung noch verstärkt. Ich genieße das Herantasten, das den anderen Kennenlernen, Gespräche, bei denen ich nicht weiss, was der andere sagen wird, das Neue, das Erkennen von Gemeinsamkeiten und Unterschieden... Besonders genieße ich die Unbeschwertheit dieses Verhältnisses: Er weiss von meiner Beziehung, ist selbst liiert, und es geht uns beiden weder um Liebe noch um Beziehung - wenn wir uns treffen ist es ein wundervoll zielloses Treiben (was für ein Wortspiel!), ohne Frage nach dem Morgen, der Zukunft, ungetrübt vom Alltag, den Sorgen, den Pflichten. Wir können uns beide einfach gehen lassen, unsere tiefsten (auch nicht-sexuellen) Geheimnisse austauschen, unsere verborgensten Leidenschaften ausleben, uns - für ein paar Stunden - in emotionalen Ausnahmezustand begeben, ohne komplett aufeinander fixiert zu sein. Es ist wie ein Traum, oder ein Theaterstück - am Ende wacht man auf oder geht nach hause und erinnert sich an das Geschehene, ohne dass es tiefgriefende Konsequenzen für das wahre Leben hätte. Und ich genieße die Heimlichtuerei - ein Grund, der dagegen spricht, es meinem Mann zu sagen - denn sie gibt mir das Gefühl, ein freier Mensch zu sein; mich bewusst über Zwänge hinwegsetzen zu können; alles bekommen zu können, was ich will; mein Glück selbst in den Händen zu halten...

Ego-Trip? JA! Spiel mit dem Feuer? JA! Unfair? Vielleicht!? Ein Kollege und Freund von mir - seit über 30 Jahren mit der gleichen Frau GLÜCKLICH! verheiratet, aber seit gut 25 Jahren regelmäßig Affären mit anderen, von denen sie wohl auch weiss (und vielleicht auch selbst welche hat) - sagte mal: Es ist alles o.K., so lange man dem Partner nichts wegnimmt. Und ich persönlich habe das Gefühl, dass ich meinem Mann jetzt noch viel mehr geben kann als vorher. Denn ich bin mit dieser Situation glücklich - und mein Glück strahlt auf meine Umgebung ab...

Ich will nicht wegdiskutieren, dass eine solche Situation nicht immer so "einfach" sind, wie es meine momentan ist. Ich kann auch nicht absehen, ob ich mich irgendwann unglaublich in den anderen verliebe oder er sich in mich, ob mein Mann nicht vielleicht doch zu tiefst gekränkt wäre und mich verließe, oder ob nicht vielleicht irgendwann das Gefühl des Glücks der Frustration weicht... Aber die ganzen erhobenen Zeigefinger haben sich in diesem Thread schon bemerkbar gemacht und ich wollte einfach mal eine etwas weniger kleinkarrierte Sicht der Dinge präsentieren.

Manchmal habe ich nämlich das Gefühl, dass insbesondere Frauen sich so sehr in dem "Du musst", "Du darfst nicht", "es ist nicht richtig" verheddern, dass sie am Ende selbst die Betrogenen sind und sich dann gleich doppelt als Opfer fühlen: Zum einen, weil ein Mann sie betrogen hat (oder sie auch nur "um ihre besten Jahre" betrogen hat), zum anderen - und das ist vielleicht noch viel schlimmer - weil sie selbst etwas gewollt hätten, was sie aus übertriebener Loyalität oder fanatischem Bedürfnis, alles richtig machen zu müssen, nicht getan hat (und diesen Absatz meine ich nicht nur in Hinblick auf sexuelle Eskapaden).

Aber es soll ja auch Menschen geben, die nur in der Opferrolle glücklich sind, also will ich mal nicht so harsch sein. Ich für meinen Teil bin dann - wenn ich schon wählen muss - doch lieber Täter. Es macht mich einfach glücklicher. Und ich bevorzuge es eindeutig, die Konsequenzen für meine Taten zu tragen, als die Konsequenzen meiner Untätigkeit. Aber das muss jeder für sich selbst klären.

Lange Rede kurzer Sinn: Denk nach, überlegs Dir gut und tue das, wovon Du Dir am meisten Glück versprichst. Wenn Du meinst, es täte Dir gut, tu es; wenn Du meinst, es würde Dich belasten, dann lass es sein!

Liebe Grüße und viel Glück!

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14. März 2005 um 15:23
In Antwort auf mrsbloom

Ein Plädoyer fürs Glücklichsein...
Hallo Sunrisy,

von den bisherigen Beiträgen ist bei mir hängen geblieben: Du MUSST, Du DARFST NICHT, sei vernünftig, mach das Richtige, setz nichts auf Spiel, wenn Du jemanden liebst, kann es keinen anderen geben ... Tolle Tipps! Wenn Du Dich an diese Ratschläge hälst, kann ich Dir eins garantieren: Du wirst Dich ewig fragen, was Du verpasst hast ud Du wirst eins mit Sicherheit nicht: GLÜCKLICH.

Im Gegensatz zu meinen Vorschreibern/innern habe ich vollstes Verständnis für - um deren Worte zu benutzen - Deinen "Ego-Trip". Auch ich liebe meinen Mann unendlich, aber mich selbst liebe ich einfach mehr. Und - auch wenn ich unsere Beziehung und Liebe in keiner Weise in Frage stelle, sie nicht beenden oder gefährden möchte - ich treffe mich dennoch seit einigen Monaten mit einem andern Mann. Und es tut mir - und meiner Beziehung - ausgesprochen gut! Tatsächlich ist meine Beziehung seit es den anderen gibt wieder viel intensiver geworden. Ich bin viel ausgeglichener, fühle mich wieder rund um wohl und habe nicht mehr das Gefühl, dass irgendetwas fehlt, ich gebe mir - ja, vielleicht wegen des latent schlechten Gewissens - mehr Mühe mit ihm, bin sensibler für seine Probleme, auch gelassener und kompromissbereiter ihm gegenüber. Ich bin einfach nicht mehr so fixiert darauf, dass er all meine Vorstellungen, Phantasien und Maßstäbe erfüllen müsste, um mein Mann fürs Leben zu sein und zu bleiben. Aber deshalb liebe ich ihn keinen Deut weniger, als ich es in den fast sechs "treuen" Jahren getan habe, eher sogar mehr: Vor dem Hintergrund des Neuen, Spannenden, Kribbelnden, Unbeschwerten strahlt das Vertraute, Gelassene, Unaufgeregte, Behagliche, Pragmatische um so mehr - ich weiss es wieder zu schätzen. Bisher weiss mein Mann nichts von meinem Liebhaber, aber unsere Beziehung ist eigentlich von einer Ehrlichkeit gezeichnet, dass ich mir hin und wieder überlege, es ihm zu sagen - auch wenn es sicher zunächst problematisch werden und so einiges an Aufarbeitung bedürfen würde.

Den anderen Mann liebe ich nicht - er ist im Prinzip austauschbar für mich, wie ich für ihn. Ich empfinde Sympathie und Begehren für ihn, es kribbelt! Ich bin vor unseren Verabredungen aufgeregt wie damals mit 14 vor einem Date. Ich freue mich über jede Mail, SMS und jedes Telefonat. Ich genieße die Tage oder Stunden vor unseren Treffen, plane mein Alibi akribisch, um möglichst viel Freiraum für Spontaneität zu haben, was das Kribbeln und die Aufregung noch verstärkt. Ich genieße das Herantasten, das den anderen Kennenlernen, Gespräche, bei denen ich nicht weiss, was der andere sagen wird, das Neue, das Erkennen von Gemeinsamkeiten und Unterschieden... Besonders genieße ich die Unbeschwertheit dieses Verhältnisses: Er weiss von meiner Beziehung, ist selbst liiert, und es geht uns beiden weder um Liebe noch um Beziehung - wenn wir uns treffen ist es ein wundervoll zielloses Treiben (was für ein Wortspiel!), ohne Frage nach dem Morgen, der Zukunft, ungetrübt vom Alltag, den Sorgen, den Pflichten. Wir können uns beide einfach gehen lassen, unsere tiefsten (auch nicht-sexuellen) Geheimnisse austauschen, unsere verborgensten Leidenschaften ausleben, uns - für ein paar Stunden - in emotionalen Ausnahmezustand begeben, ohne komplett aufeinander fixiert zu sein. Es ist wie ein Traum, oder ein Theaterstück - am Ende wacht man auf oder geht nach hause und erinnert sich an das Geschehene, ohne dass es tiefgriefende Konsequenzen für das wahre Leben hätte. Und ich genieße die Heimlichtuerei - ein Grund, der dagegen spricht, es meinem Mann zu sagen - denn sie gibt mir das Gefühl, ein freier Mensch zu sein; mich bewusst über Zwänge hinwegsetzen zu können; alles bekommen zu können, was ich will; mein Glück selbst in den Händen zu halten...

Ego-Trip? JA! Spiel mit dem Feuer? JA! Unfair? Vielleicht!? Ein Kollege und Freund von mir - seit über 30 Jahren mit der gleichen Frau GLÜCKLICH! verheiratet, aber seit gut 25 Jahren regelmäßig Affären mit anderen, von denen sie wohl auch weiss (und vielleicht auch selbst welche hat) - sagte mal: Es ist alles o.K., so lange man dem Partner nichts wegnimmt. Und ich persönlich habe das Gefühl, dass ich meinem Mann jetzt noch viel mehr geben kann als vorher. Denn ich bin mit dieser Situation glücklich - und mein Glück strahlt auf meine Umgebung ab...

Ich will nicht wegdiskutieren, dass eine solche Situation nicht immer so "einfach" sind, wie es meine momentan ist. Ich kann auch nicht absehen, ob ich mich irgendwann unglaublich in den anderen verliebe oder er sich in mich, ob mein Mann nicht vielleicht doch zu tiefst gekränkt wäre und mich verließe, oder ob nicht vielleicht irgendwann das Gefühl des Glücks der Frustration weicht... Aber die ganzen erhobenen Zeigefinger haben sich in diesem Thread schon bemerkbar gemacht und ich wollte einfach mal eine etwas weniger kleinkarrierte Sicht der Dinge präsentieren.

Manchmal habe ich nämlich das Gefühl, dass insbesondere Frauen sich so sehr in dem "Du musst", "Du darfst nicht", "es ist nicht richtig" verheddern, dass sie am Ende selbst die Betrogenen sind und sich dann gleich doppelt als Opfer fühlen: Zum einen, weil ein Mann sie betrogen hat (oder sie auch nur "um ihre besten Jahre" betrogen hat), zum anderen - und das ist vielleicht noch viel schlimmer - weil sie selbst etwas gewollt hätten, was sie aus übertriebener Loyalität oder fanatischem Bedürfnis, alles richtig machen zu müssen, nicht getan hat (und diesen Absatz meine ich nicht nur in Hinblick auf sexuelle Eskapaden).

Aber es soll ja auch Menschen geben, die nur in der Opferrolle glücklich sind, also will ich mal nicht so harsch sein. Ich für meinen Teil bin dann - wenn ich schon wählen muss - doch lieber Täter. Es macht mich einfach glücklicher. Und ich bevorzuge es eindeutig, die Konsequenzen für meine Taten zu tragen, als die Konsequenzen meiner Untätigkeit. Aber das muss jeder für sich selbst klären.

Lange Rede kurzer Sinn: Denk nach, überlegs Dir gut und tue das, wovon Du Dir am meisten Glück versprichst. Wenn Du meinst, es täte Dir gut, tu es; wenn Du meinst, es würde Dich belasten, dann lass es sein!

Liebe Grüße und viel Glück!

Danke!
für diese Worte! hat mir sehr geholfen, über meine situation Herr zu werden. ich werde nun alles auf mich zukommen lassen.
Vielen, vielen dank!

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14. März 2005 um 16:19
In Antwort auf mrsbloom

Ein Plädoyer fürs Glücklichsein...
Hallo Sunrisy,

von den bisherigen Beiträgen ist bei mir hängen geblieben: Du MUSST, Du DARFST NICHT, sei vernünftig, mach das Richtige, setz nichts auf Spiel, wenn Du jemanden liebst, kann es keinen anderen geben ... Tolle Tipps! Wenn Du Dich an diese Ratschläge hälst, kann ich Dir eins garantieren: Du wirst Dich ewig fragen, was Du verpasst hast ud Du wirst eins mit Sicherheit nicht: GLÜCKLICH.

Im Gegensatz zu meinen Vorschreibern/innern habe ich vollstes Verständnis für - um deren Worte zu benutzen - Deinen "Ego-Trip". Auch ich liebe meinen Mann unendlich, aber mich selbst liebe ich einfach mehr. Und - auch wenn ich unsere Beziehung und Liebe in keiner Weise in Frage stelle, sie nicht beenden oder gefährden möchte - ich treffe mich dennoch seit einigen Monaten mit einem andern Mann. Und es tut mir - und meiner Beziehung - ausgesprochen gut! Tatsächlich ist meine Beziehung seit es den anderen gibt wieder viel intensiver geworden. Ich bin viel ausgeglichener, fühle mich wieder rund um wohl und habe nicht mehr das Gefühl, dass irgendetwas fehlt, ich gebe mir - ja, vielleicht wegen des latent schlechten Gewissens - mehr Mühe mit ihm, bin sensibler für seine Probleme, auch gelassener und kompromissbereiter ihm gegenüber. Ich bin einfach nicht mehr so fixiert darauf, dass er all meine Vorstellungen, Phantasien und Maßstäbe erfüllen müsste, um mein Mann fürs Leben zu sein und zu bleiben. Aber deshalb liebe ich ihn keinen Deut weniger, als ich es in den fast sechs "treuen" Jahren getan habe, eher sogar mehr: Vor dem Hintergrund des Neuen, Spannenden, Kribbelnden, Unbeschwerten strahlt das Vertraute, Gelassene, Unaufgeregte, Behagliche, Pragmatische um so mehr - ich weiss es wieder zu schätzen. Bisher weiss mein Mann nichts von meinem Liebhaber, aber unsere Beziehung ist eigentlich von einer Ehrlichkeit gezeichnet, dass ich mir hin und wieder überlege, es ihm zu sagen - auch wenn es sicher zunächst problematisch werden und so einiges an Aufarbeitung bedürfen würde.

Den anderen Mann liebe ich nicht - er ist im Prinzip austauschbar für mich, wie ich für ihn. Ich empfinde Sympathie und Begehren für ihn, es kribbelt! Ich bin vor unseren Verabredungen aufgeregt wie damals mit 14 vor einem Date. Ich freue mich über jede Mail, SMS und jedes Telefonat. Ich genieße die Tage oder Stunden vor unseren Treffen, plane mein Alibi akribisch, um möglichst viel Freiraum für Spontaneität zu haben, was das Kribbeln und die Aufregung noch verstärkt. Ich genieße das Herantasten, das den anderen Kennenlernen, Gespräche, bei denen ich nicht weiss, was der andere sagen wird, das Neue, das Erkennen von Gemeinsamkeiten und Unterschieden... Besonders genieße ich die Unbeschwertheit dieses Verhältnisses: Er weiss von meiner Beziehung, ist selbst liiert, und es geht uns beiden weder um Liebe noch um Beziehung - wenn wir uns treffen ist es ein wundervoll zielloses Treiben (was für ein Wortspiel!), ohne Frage nach dem Morgen, der Zukunft, ungetrübt vom Alltag, den Sorgen, den Pflichten. Wir können uns beide einfach gehen lassen, unsere tiefsten (auch nicht-sexuellen) Geheimnisse austauschen, unsere verborgensten Leidenschaften ausleben, uns - für ein paar Stunden - in emotionalen Ausnahmezustand begeben, ohne komplett aufeinander fixiert zu sein. Es ist wie ein Traum, oder ein Theaterstück - am Ende wacht man auf oder geht nach hause und erinnert sich an das Geschehene, ohne dass es tiefgriefende Konsequenzen für das wahre Leben hätte. Und ich genieße die Heimlichtuerei - ein Grund, der dagegen spricht, es meinem Mann zu sagen - denn sie gibt mir das Gefühl, ein freier Mensch zu sein; mich bewusst über Zwänge hinwegsetzen zu können; alles bekommen zu können, was ich will; mein Glück selbst in den Händen zu halten...

Ego-Trip? JA! Spiel mit dem Feuer? JA! Unfair? Vielleicht!? Ein Kollege und Freund von mir - seit über 30 Jahren mit der gleichen Frau GLÜCKLICH! verheiratet, aber seit gut 25 Jahren regelmäßig Affären mit anderen, von denen sie wohl auch weiss (und vielleicht auch selbst welche hat) - sagte mal: Es ist alles o.K., so lange man dem Partner nichts wegnimmt. Und ich persönlich habe das Gefühl, dass ich meinem Mann jetzt noch viel mehr geben kann als vorher. Denn ich bin mit dieser Situation glücklich - und mein Glück strahlt auf meine Umgebung ab...

Ich will nicht wegdiskutieren, dass eine solche Situation nicht immer so "einfach" sind, wie es meine momentan ist. Ich kann auch nicht absehen, ob ich mich irgendwann unglaublich in den anderen verliebe oder er sich in mich, ob mein Mann nicht vielleicht doch zu tiefst gekränkt wäre und mich verließe, oder ob nicht vielleicht irgendwann das Gefühl des Glücks der Frustration weicht... Aber die ganzen erhobenen Zeigefinger haben sich in diesem Thread schon bemerkbar gemacht und ich wollte einfach mal eine etwas weniger kleinkarrierte Sicht der Dinge präsentieren.

Manchmal habe ich nämlich das Gefühl, dass insbesondere Frauen sich so sehr in dem "Du musst", "Du darfst nicht", "es ist nicht richtig" verheddern, dass sie am Ende selbst die Betrogenen sind und sich dann gleich doppelt als Opfer fühlen: Zum einen, weil ein Mann sie betrogen hat (oder sie auch nur "um ihre besten Jahre" betrogen hat), zum anderen - und das ist vielleicht noch viel schlimmer - weil sie selbst etwas gewollt hätten, was sie aus übertriebener Loyalität oder fanatischem Bedürfnis, alles richtig machen zu müssen, nicht getan hat (und diesen Absatz meine ich nicht nur in Hinblick auf sexuelle Eskapaden).

Aber es soll ja auch Menschen geben, die nur in der Opferrolle glücklich sind, also will ich mal nicht so harsch sein. Ich für meinen Teil bin dann - wenn ich schon wählen muss - doch lieber Täter. Es macht mich einfach glücklicher. Und ich bevorzuge es eindeutig, die Konsequenzen für meine Taten zu tragen, als die Konsequenzen meiner Untätigkeit. Aber das muss jeder für sich selbst klären.

Lange Rede kurzer Sinn: Denk nach, überlegs Dir gut und tue das, wovon Du Dir am meisten Glück versprichst. Wenn Du meinst, es täte Dir gut, tu es; wenn Du meinst, es würde Dich belasten, dann lass es sein!

Liebe Grüße und viel Glück!

Hut ab, mrsbloom,
das nenne ich mal einen gelungenen Beitrag. Er zeigt, dass du dir schon sehr viele Gedanken über dieses Thema gemacht hast.
Zwar bereue ich selbst auch lieber Dinge, die ich getan habe, als Gelegenheiten, die ich nicht nutzte. Und ich kenne auch weder dich noch deinen "Hauptmann". Dennoch rate ich davon ab, ihm alles zu offenbaren und ihn damit womöglich sehr, sehr tief zu verletzen. Denn das hat er sicher nicht verdient. Aus Respekt vor seinen Gefühlen solltest du schweigen und aufpassen, dass er von sich aus nichts heraus bekommt. Denn Männer können mit sexueller Untreue meist nur sehr schlecht umgehen, wohingegen Frauen es zumeist als noch viel demütigender empfinden, wenn sich ihr Mann bei anderen Damen gefühlsmäßig mehr engagiert als "normal" wäre...
Viele Grüße und eine schöne Zeit (das Leben ist endlich, dessen sollten wir uns immer bewusst sein) wünscht das

stempelkissen

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14. März 2005 um 16:32

Mein Rat
Was ich Dir sagen will ist äußerst schwer in Worte zu fassen. Ich probiere es mal: In meiner Ehe (10 J.) fühlte ich mich wohl. Lernte aber vor über einem Jahr einen Mann kennen, zu dem ich mich hingezogen fühlte. Dieses Gefühl beruhte auf Gegenseitigkeit. Wir trafen uns, redeten über alles mögliche und der Sex kam auch dazu. In seiner Gegenwart fühlte ich mich einfach nur gut. Wir waren uns aber die ersten Monate einig, dass es keine gemeinsame Beziehung für uns geben wird. Dachten wir zumindest. Nun hat sich in eine Richtung entwickelt, dass wir uns die gegenseitige Liebe zugestehen. Wir treffen uns nun regelmäßig. Mit den fadenscheinigsten Ausreden schleiche ich mich aus dem Haus, um zu ihm zu gehen. Das ich damit meine Ehe aufs Spiel setze, dass weiß ich und ich weiß auch, dass ich meinen Mann sehr verletze... Ich habe innerhalb meiner Ehe die Geborgenheit, einen Ruhepol, mein soziales Umfeld. Und mit meiner (Zweit-)Beziehung habe ich eine interessante, ereignisreiche Zeit und guten Sex inclusive. Ich bin selbst gespannt, wie sich alles mal entwickelt. Ich genieße die Zeit, das Heute und das Jetzt.

OK - es kann jeder sagen, dass ich eine Egoistin bin. Bitte schön! Ich tue "nur" das, was gut für mich ist.

Also mach das, was gut für Dich ist!!!

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14. März 2005 um 16:34

Hallo Sunrisy!
Ich kann das alles sehr gut nach empfinden!!!

Einen wirklichen Rat kann ich Dir denke ich mal auch nicht geben, weil ich gerade selber in so einer Situation stecke.

Hör auf Dein Gefühl, tu was Du für richtig hälst!

Ich kann es mir nicht rausnehmen, Dir zu sagen was Du tun sollst!

Aber ich verurteile Dich auf keinen Fall dafür...weil das was wir erleben bzw. durch machen kann jedem passieren egal ob weiblich oder männlich. Und keiner sollte je sagen, er/sie würde soetwas nie machen.

Denn das habe ich von mir selbst auch immer behauptet! Und ich habe durch meine jetzige Situation gelernt, niemanden deswegen zu verurteilen oder blöd anzumachen.

Ich wünsche Dir viel Glück. Und hoffe das Du für Dich die richtige Entscheidung triffst!!!

Liebe Grüße

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