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Auf der Reise zum Glück

29. Juli 2016 um 0:21

Hey du, scheinbar hast du meinen Text gefunden und bist auch auf der Suche nach einer Hand. Hier will ich euch eine kleine Geschichte erzählen, falls ihr momentan eine schwierige Lage habt dann könnte sie euch eventuell helfen

Hallo. Mein Name ist Monya und ich bin 20 Jahre alt. Ich habe es geschafft, nach allem was ich erlebt habe in meinen jungen Jahren immernoch mit beiden Beinen fest im Leben zu stehen. Wieso das so ist will ich euch erzählen: meine Eltern waren sehr sehr glücklich zusammen. Generell hatte ich anfangs eine sehr schöne Kindheit. Meine ältere Halbschwester,ich und mein Zwillingsbruder wir haben uns nicht immer verstanden aber hey, so sind Geschwister. Wir waren glücklich, hatten ein großes Haus, und viel Spielzeug. Unsere Mutter hat sich um unsere Gesundheit gekümmert und wir hatten einen Bilderbuchvater. Aber wie das so ist im Leben kommt irgendwann der Moment in dem das Kartenhaus zusammenstürzt. Aus dem Alkohol heraus hat mein Vater meine Mutter an Silvester betrogen. Was darauf folgte war die Scheidung. Mein Vater zog 4 mal aus, dann entgültig. Mama verlor sich in einer Depression und wir Kinder waren Augenzeugen. Klar wussten wir nicht was das war oder warum Mama plötzlich so gereizt und empfindlich war. Besonders mir, da ich ja eher ein Papa Kind war, hat das sehr zugesetzt. Ich fing an mit ihr zu streiten und sie schlug mich. Mit 14 schlug ich zurück. Unser Haus eskalierte, die Säule in unser beider Leben war weg und wir Riesen nun aneinander wie zwei steinplatten. Keiner gab nach. Mit etwa 15 zog ich zu meinem Vater der mir (damals war mir das noch nicht bewusst ) nicht das zukommen ließ was eine 15 jährigeht brauchte. Ich war oftmals 18 Stunden lang allein, in den Ferien als er auf "Geschäftsreise" war war ich 2 Wochen lang allein. Ich ging nicht raus und ernährte mich von Pizza aus der Mikrowelle. Ich konnte nicht kochen, hatte noch nie eine Waschmaschine benutzt und war mir sicher die nächste Pizza brächte mich zu Hosengröße xL. Als meine depression weiter anhielt und ich sogar einzelne Psychosen entwicKelte brachte mich mein Vater zu einer 1 monatigen Therapie in Trier. Das war der schlimmste Monat meines Lebens. Die Behandlung war falsch. Ich litt unter einem Traumata und man behandelte mich medikamentös mit Retalin das für ADHS gedacht war. Schnell wurde ich aggressiv fIng an mich selbst zu verletzen und ging sogar so weit alles um mich herum in Kauf zu nehmen das mir schadete. Nachdem ich während eines Gerichtstermins gegen meinen eigenen Vater Aussagen musste damit er mich nicht in eine Sonderschule verfrachtete war ich für ihn gestorben. Seit dem habe ich ihn nie wieder gesehen was jetzt 4 Jahre her ist. DEr Selbsthass stieg. Ich wurde wieder eingewiesen dieses mal in eine geschlossene wegen Alkoholmissbrauch. Zuhause wollte ich nicht mehr bleiben deswegen blieb nur der Einzug ins Heim. 3 Jahre verbrachte ich dort, begann meine ersten Straftaten, die ersten Drogen, falsche Freunde die mir körperliche Dinge antaten. Mit 18 bekam ich meine erste eigene Wohnung und endlich war da ein Licht am Horizont. Allerdings nicht lange den mein 30 Jahre alter Nachbar begann inner halb von 4 Monaten mich zu schlagen wenn er getrunken hatte. Regelmäßig musste ich ihn in seine Wohnung tragen warum ich das mitgemacht habe weiß ich nicht. Er kaufte sich eine Anlage mit der man in meinem Wohnzimmer ein Wasserglas vibrieren lassen konnte. Diese hat er dann um 4 Uhr nachts auf volle Lautstärke eingestellt und da ich mit ihm und dem Junkie über mir die einzigen drei Parteien im Haus waren störte nur mich das. So viele Nächte in denen ich geweint habe weil ich nicht einschlafen durfte. Meine Katze musste ich weggeben da er mir Androhte das er ihr was antue wenn ich in der Schule wäre. Nachdem mein Nachbar im Vollsuff mir mit der Faust durch meine Holzeingangstür geschlagen hatte und versuchte bei mir einzubrechen erstattete ich Anzeige und ließ mich nochmal therapieren. Dieses mal für 3 Monate in DBTA und das erfolgreich. Es ging mir noch nie so gut. Leider musste ich meine frisch gereinigte Seele mit etlichen polizeiterminen und anwaltssprechstunden belasten weshalb ich notgedrungen auszog und in ein Frauenheim einzog. Dort verbrachte ich nun 4 weitere Monate und durchlitt eine schwere Trennung von der 2. großen Liebe in meinem Leben was mich zu Männern nur noch skeptischer werden ließ. Im März zog ich dann in meine jetzige Wohnung ein. Ab da an wusste ich das ich mit einem NEIN manchmal weiter komme als mit einem Ja. Meine Nachbarn treffe ich jetzt seltenst an der Treppe was mir aber auch genügt, und zu meiner Mutter besteht wieder kontakt. Seit 3 Jahren habe ich mich nicht mehr selbstverletzt, habe meine Realschule erfolgreich beendet, bin jetzt KonditorAzubine und bin stolz das ich das alles durchgestanden habe. Nichts kann mich ab heute noch so Niederringen das ich vergessen würde wer ich bin. Ich bin Montag
Ich bin 20 Jahre alt
Und ich bin stark.

Danke ihr lieben, hoffe es hat euch geholfen.

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29. Juli 2016 um 16:08

Und WIE!
Also Montag: Bis zum Dienstag!

Alles Gute.


lib

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