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Atheist und Christ- ist Ehe möglich?

26. November 2011 um 22:24 Letzte Antwort: 29. November 2011 um 15:26

Hallo
Ich habe vor kurzem einen Mann geheiratet, den ich wirklich über alles liebe, der meinen Glauben und dadurch meine Lebensweise aber nicht unterstützt. Ich habe eigentlich kein Problem damit, dass er nicht gläubig ist. Natürlich ist es sehr schade, da ich meine Überzeugung nicht mit ihm teilen kann, aber ich toleriere es. Er hingegen stichelt ständig gegen die Kirche und den Glauben, was mich sehr verletzt. Ich gehe regelmäßig in den Gottesdienst, das scheint für ihn mittlerweile ok zu sein, nur manchmal kommt eine blöde Bemerkung. Aber sobald es um Feste wie Weihnachten, Ostern, Fastenzeit etc. geht, kommen Streitereien. Ich will eben nicht auf meine Rituale, wie Adventsandachten zu Hause oder Fasten verzichten.So bin ich aufgewachsen und ich liebe meine Traditionen. Ich erwarte nicht, dass er das alles mit mir macht. Auch habe ich schon oft angeboten, dass ich mich in meinen Raum zurückziehe und er eben in der Zeit was anderes machen soll. Und dass ich ihn garantiert nicht dazu zwinge mitzumachen. Aber auch das stört ihn schon. Ich habe schon so oft mit ihm darüber gesprochen, aber er kommt mir überhaupt nicht entgegen. Ich frage mich, wie das mal mit Kindern funktionieren soll. Er möchte die Kinder nicht taufen lassen, ich schon...
Ich weiß einfach nicht, was ich noch machen soll, ich gebe so viel und von ihm kommt so wenig.
Ich bin um jeden Ratschlag dankbar!

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27. November 2011 um 12:11

Hallo
Kann deine Geschichte ganz gut nachvollziehen, als Atheist bist du ja so etwas wie ein Extrem-Christ um es mal vorsichtig auszudrücken, er als Normal-Christ hat sicherlich auch eine positive Einstellung zur Gemeinschaft und Nächstenliebe, jedoch braucht er dafür keine Kirche oder sonstige Rituale.

Das ist genau euer Problem, ihr passt nicht zusammen. Wenn eine Partnerschaft funktionieren soll, dann muss man eigentlich nichts tolerieren, weil es doch ganz natürlich ist, das jeder von euch vorher ein Leben hatte. Gerade was das Thema Glaube angeht, sollte er das doch schon bemerkt haben wie du da so denkst und dann vor der Heirat wissen müssen was ihn erwartet. Liebe macht da ja auch etwas blind, er wusste was ihn erwartet hoffte aber gleichzeitig, dass sich das Problem irgendwann legen würde.

Was die Sache mit den Kindern angeht liegt das Problem dann sicher nicht nur bei der Taufe, sondern generell schon bei der Erziehung, du wirst die Kinder nach deinem Glauben erziehen wollen, so wie du es gelernt hast und er so wie er es gelernt hat und deshalb kann es da nur zu Streitereien kommen.

Eine Lösung wäre hier wohl einfach, dass man sich mal in Ruhe zusammensetzt und ihr dann euch mal Austauscht, ich denke nämlich, dass du es etwas übertreibst und genau das stört ihn, weil du ihn sicherlich unbewusst immer wieder mit diesem Thema konfrontierst und das wird ihn nerven. Ein wichtiger Grundsatz lautet immer: "Tue alles in Maßen". Ich war selbst mit einer "Extrem-Christin" zusammen und gab ihr auch alle Freiheiten für ihren Glauben, bin selbst Christ und praktiziere den Glauben aber auf meine Weise und wenn dir dann jemand jeden Tag von Gott und der Bibel erzählt wird und was wir nicht dürfen usw. dann nervt das irgendwann und kann zur Belastung in einer Beziehung werden und dann verliert man sich aus den Augen obwohl man sich sehr liebt und merkt dabei gar nicht was man gerade zerstört.

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27. November 2011 um 12:31
In Antwort auf an0N_1198661399z

Hallo
Kann deine Geschichte ganz gut nachvollziehen, als Atheist bist du ja so etwas wie ein Extrem-Christ um es mal vorsichtig auszudrücken, er als Normal-Christ hat sicherlich auch eine positive Einstellung zur Gemeinschaft und Nächstenliebe, jedoch braucht er dafür keine Kirche oder sonstige Rituale.

Das ist genau euer Problem, ihr passt nicht zusammen. Wenn eine Partnerschaft funktionieren soll, dann muss man eigentlich nichts tolerieren, weil es doch ganz natürlich ist, das jeder von euch vorher ein Leben hatte. Gerade was das Thema Glaube angeht, sollte er das doch schon bemerkt haben wie du da so denkst und dann vor der Heirat wissen müssen was ihn erwartet. Liebe macht da ja auch etwas blind, er wusste was ihn erwartet hoffte aber gleichzeitig, dass sich das Problem irgendwann legen würde.

Was die Sache mit den Kindern angeht liegt das Problem dann sicher nicht nur bei der Taufe, sondern generell schon bei der Erziehung, du wirst die Kinder nach deinem Glauben erziehen wollen, so wie du es gelernt hast und er so wie er es gelernt hat und deshalb kann es da nur zu Streitereien kommen.

Eine Lösung wäre hier wohl einfach, dass man sich mal in Ruhe zusammensetzt und ihr dann euch mal Austauscht, ich denke nämlich, dass du es etwas übertreibst und genau das stört ihn, weil du ihn sicherlich unbewusst immer wieder mit diesem Thema konfrontierst und das wird ihn nerven. Ein wichtiger Grundsatz lautet immer: "Tue alles in Maßen". Ich war selbst mit einer "Extrem-Christin" zusammen und gab ihr auch alle Freiheiten für ihren Glauben, bin selbst Christ und praktiziere den Glauben aber auf meine Weise und wenn dir dann jemand jeden Tag von Gott und der Bibel erzählt wird und was wir nicht dürfen usw. dann nervt das irgendwann und kann zur Belastung in einer Beziehung werden und dann verliert man sich aus den Augen obwohl man sich sehr liebt und merkt dabei gar nicht was man gerade zerstört.

Definition
entschuldige da habe ich etwas durcheinander gebracht, also du bist Christ und er Atheist. Naja, macht letztlich doch keinen Unterschied. Wenn er sich Dir nicht etwas nähert und du etwas entgegen kommst, wird es nichts werden. Frage ihn doch einfach mal warum er immer so stichelt, muss doch einen Grund haben, vielleicht fühlt er sich benachteiligt oder hat Angst dich im Glauben zu verlieren.

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28. November 2011 um 21:42

Thema Christ!
Also wenn du die Kinder mal taufen lassen möchtest und er nicht, warum entscheiden die Kinder dann mal nicht selbst? Bist du katholisch oder evangelisch? Ich war früher katholisch, hab aber irgendwann festgestellt, dass nicht Jesus im Mittelpunkt steht, sondern die Maria. Aber Jesus ist der Messias und der Retter. Und nur die Kirche will, dass die Kinder getauft werden aber will Gott das auch? Nein. Wir Menschen sollen uns freiwillig für Jesus entscheiden und als Kind kann man das noch nicht.
Ich wünsche dir, dass du weiter stark bleibst und den Weg mit Jesus gehst. Besuch doch mal eine Freikirche. Ganz unverbindlich. Ich sag dir, du bist ein neuer Mensch und vielleicht legt auch dann dein Mann die Vorurteile ab, wenn er deine positive Veränderung spürt. Ich bet für dich.
Kannst mir jeder Zeit schreiben.
Alles Liebe, in Verbundenheit mit Gott und sei reich gesegnet!
Steffi

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28. November 2011 um 23:05
In Antwort auf salena_12850752

Thema Christ!
Also wenn du die Kinder mal taufen lassen möchtest und er nicht, warum entscheiden die Kinder dann mal nicht selbst? Bist du katholisch oder evangelisch? Ich war früher katholisch, hab aber irgendwann festgestellt, dass nicht Jesus im Mittelpunkt steht, sondern die Maria. Aber Jesus ist der Messias und der Retter. Und nur die Kirche will, dass die Kinder getauft werden aber will Gott das auch? Nein. Wir Menschen sollen uns freiwillig für Jesus entscheiden und als Kind kann man das noch nicht.
Ich wünsche dir, dass du weiter stark bleibst und den Weg mit Jesus gehst. Besuch doch mal eine Freikirche. Ganz unverbindlich. Ich sag dir, du bist ein neuer Mensch und vielleicht legt auch dann dein Mann die Vorurteile ab, wenn er deine positive Veränderung spürt. Ich bet für dich.
Kannst mir jeder Zeit schreiben.
Alles Liebe, in Verbundenheit mit Gott und sei reich gesegnet!
Steffi

Erklärung
Vielleicht kannst du mir ja mal erklären in wie weit sie sich dann positiv ändern sollte. Der Mann ist kein Christ und wenn Sie zur Freikirche übertritt, kann das für die Beiden nur noch schlimmer werden, vermutlich ist sie ja schon in der Freikirche sowie sich das liest. Das Problem ist doch wohl ehr, dass sie überzeugte Gottgläubige ist und er keinen Glauben annehmen will. Was diesen Mann stört ist die Tatsache, dass sie ihren Glauben "(aus)lebt".

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28. November 2011 um 23:22
In Antwort auf an0N_1198661399z

Definition
entschuldige da habe ich etwas durcheinander gebracht, also du bist Christ und er Atheist. Naja, macht letztlich doch keinen Unterschied. Wenn er sich Dir nicht etwas nähert und du etwas entgegen kommst, wird es nichts werden. Frage ihn doch einfach mal warum er immer so stichelt, muss doch einen Grund haben, vielleicht fühlt er sich benachteiligt oder hat Angst dich im Glauben zu verlieren.

Ich schließe mich kokodida an,
ich würde euch dringend raten auf Kinder zu verzichten. solange dieses schwierige Thema bei euch nicht geklärt ist.
Ihr steht vor einer großen Herausforderung , die sehr viel Toleranz erfordert und das sehe ich bei Menschen, die den Glauben extrem praktizieren leider nicht.
Gruß Melike

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29. November 2011 um 8:25

Taufe
Vielen Dank für die Antworten, mich bringt das alles sehr zum Nachdenken.
Wegen der Taufe könnte ich mir das schon vorstellen, dass sich die Kinder irgendwann mal selber entscheiden. Und ich glaube, dass mein Mann mit dieser Lösung auch klar kommen würde. Was sich mit einer Freikirche vielleicht positiv ändern könnte, wäre, dass ich dann nicht mehr bei der katholischen Kirche wäre, gegen die mein Mann massive Vorwürfe hat, die ja auch zum Teil berechtigt sind.

Als Extrem-Christin würde ich mich jetzt aber auch nicht bezeichnen, ich kenne da ganz andere Fälle Ich lebe halt ein paar der Traditionen, in denen ich einen Sinn sehe und die ich schade fände, wenn sie verloren gehen würden, einfach weil sie schön sind und mir gut tuen.

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29. November 2011 um 15:26

Hallo
Ich (Atheist) hatte jahrelang eine Partnerschaft mit einer praktizierenden Christin. War eigentlich kein Problem. Sachliche Kritik muß möglich sein - das geht auch, ohne den anderen zu verletzen. Das bedeutet aber auch, daß man sachliche Kritik einstecken können muß, ohne gleich völlig beleidigt zu reagieren. Das gilt natürlich für beide. Auch wenn man sich ab und zu "zofft", ist das meines Erachtens ok und spricht für Leidenschaft Was ich nicht akzeptieren würde, wäre ein stetiges, unterschwelliges Gefühl das man nicht akzeptiert wird - das mußt aber Du alleine beurteilen, wie das bei Euch ist.
Zu Kindern: völliger Schwachsinn wäre es IMHO, wie ein Vorschlag hier, aus so einem Grund auf Kinder zu verzichten. Richtig der Vorschlag, den ich bei allen Kindern ausnahmslos geben würde: die sollen sich selbst entscheiden, wenn sie alt genug sind. Meine Eltern waren evangelisch/katholisch. Das war damals (in den 60ern) auch nicht so einfach - habens aber trotzdem ganz gut gemeistert
Natürlich wird es bei der Erziehung zu Schwierigkeiten kommen - aber Schwierigkeiten sind dazu da, gelöst zu werden. Ein Kompromiß findet sich immer.

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