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Asexuelle Ehefrau ?

28. August 2012 um 11:57

Hallo,

ich bin seit ca. 3 jahren verheiratet und habe meine Frau 2,5 Jahren vor unserer Hochzeit kennengelernt. Ich liebe meine Frau und wir verstehen uns nach wie vor sehr gut.
Nur, es gibt da ein Problem:
wir haben seit über 2 Jahren kein Sex und davor hatten wir auch nicht oft Sex. Sie kuschelt gerne mit mir und wir machen auch gerne so rum aber wenn der Moment kommt blockiert sie einfach, legt sich einfach so hin, tut gelangweilt oder schläft einfach ein und mittlerweile kommt es gar nicht mehr zu diesem Moment weil ich mir auch nichts mehr erwarte. Ich habe öfters mit ihr darüber geredet, sie sagt, dass sie einfach kein Lust hat, einfach kein Verlangen, ganz im Gegenteil findet sie dass sogar mittlerweile ecklig und ganz unnötig. Sie weiß aber dass ich das Verlangen hab und dass ich darunter leide. Ich habe ihr öfters auch angeboten, dass sie eine Therapie besuchen soll, ich hätte sie auch dabei unterstützt, sie begleitet wenn sie mag und für sie auch eine Psychologin ausgesucht... aber sie war einfach nicht interessiert, mittlerweile redet sie nicht gerne darüber und tut gar nichts dagegen. Sie geht davon aus dass sie einfach "Asexuell" ist und dass man das nicht heilen kann und sie ignoriert auch irgendwie alle anderen Probleme die damit verbunden sind.
Ich leider sehr darunter, ich liebe sie so sehr, dass ich seit fast 3 Jahren damit gelebt habe und ich habe sie kein einzigesmal betrogen obwohl sich paar mal sehr günstige Momente ergeben haben...

Ich weiß nicht was ich tun soll, ich bin verzweifelt, ich liebe sie, ein leben ohne sie wäre sehr schwierig für mich, sie ist auch sonnst eine perfekte Ehefrau, liebevoll, klug, sie kocht, putzt, wäscht und und und... mein Leben ist einfach , dank ihr, sehr struktriert (positiv gemeint) aber mittlerweile ist die Belastung so hoch, dass wir uns öfter streiten und sehr oft haben wir auch über eine Scheidung gesprochen. Aber ist die Scheidung der richtige Weg ? was passiert danach ? bin ich danach glücklich ? wird sie danach glücklich sein ? Gibts sonnst ein anderen Weg ? Kann ich aber ohne Sex leben ? ....... einfach sehr viele Fragen.

Ich versuche jetzt langsamm eine Entscheidung zutreffen und einen klaren Gedanken zu fassen. Vielleicht könnt ihr mir dabei helfen ? bin für jeden Kommentar und Rat dankbar.

LG

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28. August 2012 um 12:12

Äh, was?
Du bist noch bei ihr, weil sie kocht, putzt, wäscht und dein Leben einfach macht?
Ich glaub, in dem Fall hätt ich an ihrer Stelle auch keinen Bock auf Sex mit dir ... klingt ja wie unbezahltes Hausmädchen.
Ich hoffe, du hast dich nur ungeschickt ausgedrückt und willst diese Ehe eigentlich schon auch wegen eures Miteinanders, nicht nur weil sie ihre Hausfrauenpflichten so schön erfüllt ...

Sollte das der Fall sein:
Ich glaube, die Möglichkeit, dass es zwischen euch nach irgendwelchem Gebastel noch eine erfüllenden Sexualität geben könnte, kannst du abhaken. Das ist schon viel zu verfahren.
Entweder sie ist wirklich asexuell, oder du bist schlicht nicht in der Lage dazu, ihr das Gefühl zu geben, das sie braucht, um sich sexuell fallen lassen zu können (womöglich hat sie selber gar keine Ahnung, was das für ein Gefühl sein müsste und wie man es herbekommt).

Also gibt's noch die folgenden Möglichkeiten:
1. Du bleibst mit ihr zusammen und holst dir den Sex mit ihrer Erlaubnis anderswo (offene Beziehung).
2. Du bleibst mit ihr zusammen und holst dir den Sex OHNE ihre Erlaubnis anderswo (heimliche Affären).
3. Du bleibst mit ihr zusammen und gehst ins freiwillige Zölibat.
4. Ihr trennt euch.

Von den Möglichkeiten 2 und 3 würd ich aus vermutlich nachvollziehbaren Gründen dringend abraten.

Und für Möglichkeit 1 muss man halt geschaffen sein. Sowohl du als auch sie.

Was dich angeht: Sex in der Ehe/Beziehung dient ja nun nicht nur der körperlichen Befriedigung allein, sondern ist auch dazu da, die Intimität zwischen den Partnern zu bestätigen und zu erneuern. Deshalb kann's sein, dass du sagst "Eigentlich will ich ja nicht bloß den schnöden Sex, sondern Sex MIT IHR, die ich liebe, ich will die Nähe, die Intimität" ... dann hättest du mit ner offenen Beziehung zwar was gewonnen, aber nicht das Entscheidende.

Und was sie angeht: Es ist zwar auf den ersten Blick total unlogisch und unberechtigt, dass man seinem Partner den Sex vorenthält, aber trotzdem am Boden zerstört ist, wenn er ihn sich anderswo holen will (er nimmt einem damit ja oberflächlich gesehen nix weg). Aber viele Leute können Sex und Liebe halt doch nicht so ganz trennen - und selbst wenn sie es für sich nicht nachvollziehen kann, kann sie trotzdem berechtigte Angst haben, dass du in so nem Fall über kurz oder lang Gefühle für deine "erlaubte Affäre" / Außenbeziehung / sonstwas entwickelst und eure Ehe damit von innen endgültig ausgehöhlt wird.

Also klär erstmal ggf. mit dir, ob eine offene Beziehung mit gewissen Regeln deinem "Notstand" sinnvoll abhelfen kann - und wenn du denkst, das wär ne Möglichkeit, dann musst du mit ihr drüber reden.

Ansonsten bleibt wohl nur Möglichkeit 4, um wenigstens eine Chance entstehen zu lassen, dass ihr beide auf Dauer nochmal richtig glücklich werdet. Garantieren kann dir das natürlich keiner, aber Sellerie.

lg
cefeu

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28. August 2012 um 12:26
In Antwort auf cefeu

Äh, was?
Du bist noch bei ihr, weil sie kocht, putzt, wäscht und dein Leben einfach macht?
Ich glaub, in dem Fall hätt ich an ihrer Stelle auch keinen Bock auf Sex mit dir ... klingt ja wie unbezahltes Hausmädchen.
Ich hoffe, du hast dich nur ungeschickt ausgedrückt und willst diese Ehe eigentlich schon auch wegen eures Miteinanders, nicht nur weil sie ihre Hausfrauenpflichten so schön erfüllt ...

Sollte das der Fall sein:
Ich glaube, die Möglichkeit, dass es zwischen euch nach irgendwelchem Gebastel noch eine erfüllenden Sexualität geben könnte, kannst du abhaken. Das ist schon viel zu verfahren.
Entweder sie ist wirklich asexuell, oder du bist schlicht nicht in der Lage dazu, ihr das Gefühl zu geben, das sie braucht, um sich sexuell fallen lassen zu können (womöglich hat sie selber gar keine Ahnung, was das für ein Gefühl sein müsste und wie man es herbekommt).

Also gibt's noch die folgenden Möglichkeiten:
1. Du bleibst mit ihr zusammen und holst dir den Sex mit ihrer Erlaubnis anderswo (offene Beziehung).
2. Du bleibst mit ihr zusammen und holst dir den Sex OHNE ihre Erlaubnis anderswo (heimliche Affären).
3. Du bleibst mit ihr zusammen und gehst ins freiwillige Zölibat.
4. Ihr trennt euch.

Von den Möglichkeiten 2 und 3 würd ich aus vermutlich nachvollziehbaren Gründen dringend abraten.

Und für Möglichkeit 1 muss man halt geschaffen sein. Sowohl du als auch sie.

Was dich angeht: Sex in der Ehe/Beziehung dient ja nun nicht nur der körperlichen Befriedigung allein, sondern ist auch dazu da, die Intimität zwischen den Partnern zu bestätigen und zu erneuern. Deshalb kann's sein, dass du sagst "Eigentlich will ich ja nicht bloß den schnöden Sex, sondern Sex MIT IHR, die ich liebe, ich will die Nähe, die Intimität" ... dann hättest du mit ner offenen Beziehung zwar was gewonnen, aber nicht das Entscheidende.

Und was sie angeht: Es ist zwar auf den ersten Blick total unlogisch und unberechtigt, dass man seinem Partner den Sex vorenthält, aber trotzdem am Boden zerstört ist, wenn er ihn sich anderswo holen will (er nimmt einem damit ja oberflächlich gesehen nix weg). Aber viele Leute können Sex und Liebe halt doch nicht so ganz trennen - und selbst wenn sie es für sich nicht nachvollziehen kann, kann sie trotzdem berechtigte Angst haben, dass du in so nem Fall über kurz oder lang Gefühle für deine "erlaubte Affäre" / Außenbeziehung / sonstwas entwickelst und eure Ehe damit von innen endgültig ausgehöhlt wird.

Also klär erstmal ggf. mit dir, ob eine offene Beziehung mit gewissen Regeln deinem "Notstand" sinnvoll abhelfen kann - und wenn du denkst, das wär ne Möglichkeit, dann musst du mit ihr drüber reden.

Ansonsten bleibt wohl nur Möglichkeit 4, um wenigstens eine Chance entstehen zu lassen, dass ihr beide auf Dauer nochmal richtig glücklich werdet. Garantieren kann dir das natürlich keiner, aber Sellerie.

lg
cefeu

@cheveu
Du nimmst einem die Chance, auf einen Beitrag zu antworten.
Da ist zwar nicht fair.....aber genial!!!!!!!
Hochachtung

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28. August 2012 um 12:27

Asexuell
wird sie wohl nicht sein :
"wir haben seit über 2 Jahren kein Sex und davor hatten wir auch nicht oft Sex. " ich würde mal die betonung auf avor nicht oft-legen. wenn sie asexuell wär hättet ihr gar keinen sex gehabt.

"und wir verstehen uns nach wie vor sehr gut. "
mumpitz, ihr versteht euch gar nicht ! du verstehst sie nicht und umgekehrt. da harkt mit sicherheit was im getriebe, also in eurer ehe, wenn sie keinen sex mehr mit dir will.
geht sie arbeiten ? oder ist sie nur deine hochgelobte hausfrau ?

irgendwas fehlt ihr, deswegen "bestraft" sie dich mit sex-verweigerung. wenn ihr da nicht an den kern kommt, durch reden, wird das immer so weiter gehen.

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28. August 2012 um 12:28

Ungeschickt ausgedrückt
ja du hast recht, da hab ich mich wirklich ungeschickt ausgedrückt !
Ich wollte nur so nebenbei erwähnen dass ich auch in der Hinsicht nichts zu meckern hab und dass sonnst alles, bis auf dieses Problem, perfekt ist.

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28. August 2012 um 12:42

Das is krass
also asexuell ist sie schonmal nicht, sonst hätte sie keinen sex mit dir gehabt. ob sich sowas entwickelt weiß ich jetzt gar nicht, müsst ich mal nachfragen. geht aber erst am donnerstag.

so weiter: irgeneine ursache muss es ja haben, das kommt ja nicht von heute auf gestern. mögliche ursachen: stress, probleme, ernährung, krankheit, psychische probleme, unausgeglichenheit, unzufriedenheit ... also quasi alles.

ihr müsst rausfinden wo die ursache liegt. könnt ihr das nicht, braucht ihr jemanden der es kann. da sie das nicht will bleibt euch keine möglichkeit. mein tipp: ein endgültiges gespräch suchen. ruhig, sachlich und vorwurfsfrei. fordere ein ergebnis, also einen schritt den ihr euch beide erarbeitet. so kanns für euch beide nicht weitergehen, das muss sie irgendwie verstehen!!!!!!

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28. August 2012 um 12:55

"hochgelobte hausfrau"
ich verstehe nicht, warum einige von euch so angreifende kommentare abgeben müssen !

natürlich ist sie nicht nur meine "hochgelobte hausfrau" !!!

Sie arbeitet aber ich hab ihr immer die freie Wahl gelassen was arbeiten angeht, weil wir finanziell nicht drauf angewiesen sind und mit meinem Einkommen ganz gut auskommen.
Sie hat auch vor 1,5 Jahren eine Zeitlang nicht gearbeitet...

Aber um eines hier klarzustellen ! ich kann mir auch eine Putzfrau leisten und es geht hier gar nicht um die Hausarbeiten und sogar nichtmal um die Ehe ! Sondern ob ich weiter hin mit ihr zusammen sein möchte/kann, wenn ja wie gehe ich mit dem ganzen um...

Ich liebe sie, das ist keine Frage, wir können auch sonnst über alles reden und hatten nie sonnstige grobe Probleme.
Hier weiß ich einfach nicht weiter weil sie sehr abweisend ist, wenns um dieses Thema geht. Ich hab das Gefühl, dass sie es einfach nicht aussprechen möchte, dass sie sich damit abfinden kann und nichts anderes, eine therapie oder sonnstiges ausprobieren möchte.
Sie hat mir aber auch schon gesagt dass es ihr leid tut, weil ich darunter leiden muss aber dass sie nichts dagegen machen kann und dass sie sich schuldig fühlt weil sie mir das antun muss und sie es voll verstehen würde wenn ich nicht mehr mit ihr zusammen sein möchte.

Was "Sex davor" angeht: kam wie gesagt auch selten vor aber da fühlte ich auch dass sie nicht ab einem Moment, also wenns vom Kuscheln zum anderen übergeht, nicht mehr spaß hat und es nicht wirklich gewollt mitmacht. da hat sie mir auch verraten, dass sie damals "es versuchen wollte" aber sie fühlt sich einfach nicht wohl dabei...

Bei unserem letzten gesprächen habe ich sie gefragt was sie sich eigentlich erwartet wie es mit uns weitergehen soll. Sie hat gemeint, sie weiß es nicht und ich soll mich entscheiden aber das kanns ja nicht sein.

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28. August 2012 um 13:04
In Antwort auf anomek

"hochgelobte hausfrau"
ich verstehe nicht, warum einige von euch so angreifende kommentare abgeben müssen !

natürlich ist sie nicht nur meine "hochgelobte hausfrau" !!!

Sie arbeitet aber ich hab ihr immer die freie Wahl gelassen was arbeiten angeht, weil wir finanziell nicht drauf angewiesen sind und mit meinem Einkommen ganz gut auskommen.
Sie hat auch vor 1,5 Jahren eine Zeitlang nicht gearbeitet...

Aber um eines hier klarzustellen ! ich kann mir auch eine Putzfrau leisten und es geht hier gar nicht um die Hausarbeiten und sogar nichtmal um die Ehe ! Sondern ob ich weiter hin mit ihr zusammen sein möchte/kann, wenn ja wie gehe ich mit dem ganzen um...

Ich liebe sie, das ist keine Frage, wir können auch sonnst über alles reden und hatten nie sonnstige grobe Probleme.
Hier weiß ich einfach nicht weiter weil sie sehr abweisend ist, wenns um dieses Thema geht. Ich hab das Gefühl, dass sie es einfach nicht aussprechen möchte, dass sie sich damit abfinden kann und nichts anderes, eine therapie oder sonnstiges ausprobieren möchte.
Sie hat mir aber auch schon gesagt dass es ihr leid tut, weil ich darunter leiden muss aber dass sie nichts dagegen machen kann und dass sie sich schuldig fühlt weil sie mir das antun muss und sie es voll verstehen würde wenn ich nicht mehr mit ihr zusammen sein möchte.

Was "Sex davor" angeht: kam wie gesagt auch selten vor aber da fühlte ich auch dass sie nicht ab einem Moment, also wenns vom Kuscheln zum anderen übergeht, nicht mehr spaß hat und es nicht wirklich gewollt mitmacht. da hat sie mir auch verraten, dass sie damals "es versuchen wollte" aber sie fühlt sich einfach nicht wohl dabei...

Bei unserem letzten gesprächen habe ich sie gefragt was sie sich eigentlich erwartet wie es mit uns weitergehen soll. Sie hat gemeint, sie weiß es nicht und ich soll mich entscheiden aber das kanns ja nicht sein.

Dann
sollte sie aber wirklich mal einen arzt hinzuziehen, dann habt ihr wenigstens sicherheit. in die eine oder andre richtung.

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28. August 2012 um 13:05
In Antwort auf darling611

Asexuell
wird sie wohl nicht sein :
"wir haben seit über 2 Jahren kein Sex und davor hatten wir auch nicht oft Sex. " ich würde mal die betonung auf avor nicht oft-legen. wenn sie asexuell wär hättet ihr gar keinen sex gehabt.

"und wir verstehen uns nach wie vor sehr gut. "
mumpitz, ihr versteht euch gar nicht ! du verstehst sie nicht und umgekehrt. da harkt mit sicherheit was im getriebe, also in eurer ehe, wenn sie keinen sex mehr mit dir will.
geht sie arbeiten ? oder ist sie nur deine hochgelobte hausfrau ?

irgendwas fehlt ihr, deswegen "bestraft" sie dich mit sex-verweigerung. wenn ihr da nicht an den kern kommt, durch reden, wird das immer so weiter gehen.

Nein,
"wenn sie asexuell wär hättet ihr gar keinen sex gehabt."

Das ist nicht wahr.
Auch asexuelle Menschen können Sex haben - ist ja nicht so, dass denen körperlich was fehlt. Die Frage ist nur, a) warum sie's machen (in dem Fall dann eher nicht aus Lust und Leidenschaft, sondern z.B. um sich "normal" zu fühlen, um dazuzugehören, und natürlich um dem Partner einen Gefallen zu tun), und b) wieviel Spaß sie dabei haben (eher nicht besonders viel).

Es gibt auch asexuelle Menschen, die sagen, dass sie in der ersten Verliebtheitsphase Sex ganz OK finden, wegen des Hormonüberschwangs und der Limerenz (= man findet Sachen schon allein deswegen ganz toll, weil der Partner sie toll findet, und findet selber sowas wie Befriedigung darin, dass der Partner befriedigt ist). Erst später, wenn's in Richtung Alltag geht, sinkt die Toleranzschwelle.

Also nur weil die beiden irgendwann mal Sex hatten, muss man nicht automatisch davon ausgehen, dass das Problem ausschließlich in der Partnerschaft zu suchen ist.

lg
cefeu

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28. August 2012 um 13:08

Ohne
kann fast niemand leben.

entweder du kümmerst dich selbst darum oder eben nicht.

wie auch immer - die Ehe wird es nicht aushalten.

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28. August 2012 um 13:12

Hm,
"übrigens ist asexualität extrem selten"
So selten ist das gar nicht, nö.
Es geben nur viele nicht in der Öffentlichkeit zu, manche nicht mal vor sich selber. Warum, kannst du dir vielleicht selber ausmalen.

Therapie wär nur dann ein möglicher und sinnvoller Ansatz, wenn sie Leidensdruck empfindet. Und zwar Leidensdruck nicht NUR deshalb, weil sie ihrem Mann nicht das geben kann, was er braucht - sondern weil sie SELBER eigentlich ganz normalen Sex haben will wie alle anderen Leute auch, und sich dabei selbst im Weg steht.

Aber so wie's der TE beschreibt, hat die Frau einfach nur überhaupt keinen Bock auf Sex. Sie hat keinen Leidensdruck, den hat nur er (und gibt ihn ihr natürlich indirekt zurück). Würde er sich nicht beklagen, dann hätte sie das schönste Leben.
Deshalb räum ich der medizinisch/therapeutischen Schiene hier so gut wie keine Erfolgsaussichten ein.

lg
cefeu

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28. August 2012 um 13:13
In Antwort auf cefeu

Nein,
"wenn sie asexuell wär hättet ihr gar keinen sex gehabt."

Das ist nicht wahr.
Auch asexuelle Menschen können Sex haben - ist ja nicht so, dass denen körperlich was fehlt. Die Frage ist nur, a) warum sie's machen (in dem Fall dann eher nicht aus Lust und Leidenschaft, sondern z.B. um sich "normal" zu fühlen, um dazuzugehören, und natürlich um dem Partner einen Gefallen zu tun), und b) wieviel Spaß sie dabei haben (eher nicht besonders viel).

Es gibt auch asexuelle Menschen, die sagen, dass sie in der ersten Verliebtheitsphase Sex ganz OK finden, wegen des Hormonüberschwangs und der Limerenz (= man findet Sachen schon allein deswegen ganz toll, weil der Partner sie toll findet, und findet selber sowas wie Befriedigung darin, dass der Partner befriedigt ist). Erst später, wenn's in Richtung Alltag geht, sinkt die Toleranzschwelle.

Also nur weil die beiden irgendwann mal Sex hatten, muss man nicht automatisch davon ausgehen, dass das Problem ausschließlich in der Partnerschaft zu suchen ist.

lg
cefeu

Limerenz
danke, wieder was gelernt

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28. August 2012 um 13:16

Naja,
Betrug ist immer sch@iße, egal unter welchen Umständen er stattfindet.
Und in dem Fall ist es ja wenigstens so, dass sie ihm keine falschen Hoffnungen macht, sondern die Fakten auf den Tisch legt - sie hat keinen Bock, er soll sich überlegen, wie er damit klarkommt -, und sie jammert ihn anscheinend auch nicht voll, dass er doch bittebitte bei ihr bleiben soll, oder erpresst ihn sonstwie.

Somit wär es m.E. auch unfair, sie in der Situation zu betrügen und anschließend zu behaupten, sie hätt's ja kommen sehen.
Der TE muss die Fakten an sich ranlassen, und dann hat es die Frau m.E. verdient, dass er mit genauso offenen Karten spielt wie sie. Also entweder ne offene Beziehung, mit der beide klarkommen, oder Trennung. Oder mindestens einer von beiden ist halt dauerhaft unglücklich, wahrscheinlich beide.

lg
cefeu

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28. August 2012 um 13:17
In Antwort auf anomek

"hochgelobte hausfrau"
ich verstehe nicht, warum einige von euch so angreifende kommentare abgeben müssen !

natürlich ist sie nicht nur meine "hochgelobte hausfrau" !!!

Sie arbeitet aber ich hab ihr immer die freie Wahl gelassen was arbeiten angeht, weil wir finanziell nicht drauf angewiesen sind und mit meinem Einkommen ganz gut auskommen.
Sie hat auch vor 1,5 Jahren eine Zeitlang nicht gearbeitet...

Aber um eines hier klarzustellen ! ich kann mir auch eine Putzfrau leisten und es geht hier gar nicht um die Hausarbeiten und sogar nichtmal um die Ehe ! Sondern ob ich weiter hin mit ihr zusammen sein möchte/kann, wenn ja wie gehe ich mit dem ganzen um...

Ich liebe sie, das ist keine Frage, wir können auch sonnst über alles reden und hatten nie sonnstige grobe Probleme.
Hier weiß ich einfach nicht weiter weil sie sehr abweisend ist, wenns um dieses Thema geht. Ich hab das Gefühl, dass sie es einfach nicht aussprechen möchte, dass sie sich damit abfinden kann und nichts anderes, eine therapie oder sonnstiges ausprobieren möchte.
Sie hat mir aber auch schon gesagt dass es ihr leid tut, weil ich darunter leiden muss aber dass sie nichts dagegen machen kann und dass sie sich schuldig fühlt weil sie mir das antun muss und sie es voll verstehen würde wenn ich nicht mehr mit ihr zusammen sein möchte.

Was "Sex davor" angeht: kam wie gesagt auch selten vor aber da fühlte ich auch dass sie nicht ab einem Moment, also wenns vom Kuscheln zum anderen übergeht, nicht mehr spaß hat und es nicht wirklich gewollt mitmacht. da hat sie mir auch verraten, dass sie damals "es versuchen wollte" aber sie fühlt sich einfach nicht wohl dabei...

Bei unserem letzten gesprächen habe ich sie gefragt was sie sich eigentlich erwartet wie es mit uns weitergehen soll. Sie hat gemeint, sie weiß es nicht und ich soll mich entscheiden aber das kanns ja nicht sein.

Angreifende kommentare
ich weiss jetzt nicht warum du dich angegriffen fühlst.
das war auch nicht meine absicht. ich habe etwas herausgestellt was in deinem eingangsfred als dir wichtig hervortrat.

es geht noch nichtmal um deine ehe ?
na worum geht es denn dann ?

"Ich liebe sie, das ist keine Frage, wir können auch sonnst über alles reden und hatten nie sonnstige grobe Probleme."
ja, dann könnte ja alles in butter sein. ist es aber nicht.
sie muss da ebend auch ihren beitrag zu leisten. bzw. ihr müsst kommunizieren. anders geht es nicht.

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28. August 2012 um 13:20

Und warum
hältst du das für ne Ausrede?
Nur wegen der Statistik, soweit sie dir bekannt ist? Oder weil du es dir selber nicht vorstellen kannst, wie man bloß keinen Sex wollen kann, ohne dass man krank oder therapiebedürftig wär?

Oder siehst du hier im konkreten Fall irgendwelche konkreten Anhaltspunkte dafür, dass sie nicht die Wahrheit sagt?

(Wie gesagt, es hat nix zu sagen, dass die beiden früher doch ab und zu mal Sex hatten. Besonders lustvoll war sie anscheinend nie bei der Sache, und es gibt halt auch andere Gründe dafür, Sex zu haben, als rein persönliches Bedürfnis danach.)

lg
cefeu

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28. August 2012 um 13:30

Moment,
der TE hat zum Thema "offene Beziehung" noch kein Wort geschrieben. Auch nicht, wie ihre Haltung dazu ist. Vielleicht hätte sie ja gar nix dagegen? Wär sogar erleichtert, weil ihr das die Schuldgefühle nimmt? Soll's ja auch geben.

Aber wie gesagt, der TE sollte erstmal mit sich klären, ob das überhaupt ne Option für ihn wär.

Und dann - "stillschweigend Dinge akzeptieren" - wenn das bedeuten soll, dass die beiden überhaupt kein Wort drüber wechseln, dann bitte bloß nicht! Wenigstens ein einziges Mal muss man drüber reden, damit die entsprechende Vereinbarung klar ist.
Sonst wär sie in der bemitleidenswerten Situation der Frauen, die es jahre- oder jahrzehntelang dulden, dass ihr Mann mit anderen ins Bett steigt, nur um ihn nicht zu verlieren. Das ist demütigend. Und in so ne Lage sollte man niemanden zwingen. Da wär Trennung von seiner Seite aus 10000x gnädiger.

lg
cefeu

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28. August 2012 um 13:54

Hmm.
Guter Beitrag, das gibt mir schon zu denken.

Ich frag mich nur: Inwieweit war Therapie bei den beiden bisher nur mit dem Ziel im Gespräch, dass man sie von ihrer Fehlfunktion heilen muss und ihr quasi wieder sexuelle Gefühle einimpft, die sie womöglich nie hatte?

In dem Fall könnte ich mir nämlich schon vorstellen, warum sie sich dem Therapievorschlag verweigert - weil sie sich persönlich nicht als "fehlerhaft" empfindet und deshalb auch nicht sieht, wo eine Therapie hinführen sollte. Da gibt es kein lösbares Problem, sondern "nur" ein Nicht-Zusammenpassen auf fundamentaler Ebene, mit dem man mehr oder weniger gut umgehen, das man aber nicht ändern kann.
Das Konzept "(Echte) Asexualität therapieren" ist ganz ähnlich wie das Konzept "Homosexualität therapieren". Würd ich als "Betroffene" auch nicht mitmachen wollen.

Aber Paartherapie, nicht mit dem Ziel "Heilung und Normalität", sondern mit dem Ziel "Mit der Situation zurechtkommen und vielleicht aufeinander zugehen", das wär nochmal ein anderes Paar Schuhe. Das sollte auch in ihrem Interesse sein.
Nur, wie gesagt, ich weiß nicht und kann da nicht rauslesen, ob da überhaupt schon drüber geredet wurde.

lg
cefeu

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28. August 2012 um 14:27

Der Drang nach Sex ist unterschiedlich
Ich denke, es gibt deutliche Unterschiede im körperlichen Sexbedürfnis zwischen den Menschen.

Tendenziell wollen Männer öfter als Frauen, sonst gäbe es nicht so viel Prostitution für Männer und so wenig für Frauen. Auch denke ich, daß Männer den Drang nach Sex eher als körperliches Bedürfnis sehen, so wie atmen, und Frauen eher als soziales, so wie miteinander reden. Deshalb können Frauen auch nicht ohne Liebe, und sie können längere Pausen verkraften, aber sie können genausowenig ganz ohne wie Männer, für die Gefühle weniger wichtig sind, und die auch mal im "Notfall" irgendwas nehmen würden. Die Streubreite ist gewaltig, also wird es problemlos einzelne Beispiele geben, in denen es anders ist. Aber so als Tendenz. Frauen lassen sich das ungerne sagen, und verneinen das mit Hinweis auf ihr eigenes aktives Sexleben. Als "Beweis", meine ich, reicht ein Blick auf das horizontale Gewerbe, das lügt nicht. Eine aktive Frau will weniger als ein aktiver Mann, und mehr Frauen wollen selten als Männer. Das scheint halt einfach so zu sein. Und wenn man annimmt, daß für eine Frau Sex nach der Befruchtung im Grunde ein "nutzloses" Gesundheitsrisiko ist, und für den Mann dagegen die Chance auf weitere Fortpflanzung, so macht es sogar Sinn, daß sich vor allem Frauen mit wenig Sextrieb, und Männer mit viel Sextrieb erfolgreich fortpflanzen.

Ich würde mich nicht trauen zu behaupten, eure Ehe sei auf sozialer Ebene gestört. Allerdings passt ihr im körperlichen Verlangen nicht zueinander. Zwei Jahre ohne Sex mit meiner Frau würde ich nicht schaffen. Ich könnte das nicht. Da könnte meine Liebe groß sein, ohne Sex ginge für mich jede Beziehung zu jeder Frau verloren. Und für uns, ich fange zwar allermeistens an, aber sie ist fast immer leicht zu "überreden".

Ihr habt mit dem unterschiedlichen Bedürfnis einen Konflikt zu bewältigen. Du willst oft, sie nicht. Das kann man nun lösen indem sie oft mit dir schläft, obwohl sie eigentlich nicht will. Oder indem du verzichtest. Einer von euch beiden ist dabei unglücklich, vielleicht sogar beide. Gleichzeitig ist die Frage, wer sich durchsetzt, also habt ihr automatisch auch eine Kraftprobe zu bewältigen. Es kann sein, daß sie auf den Geschmack kommt, es kann sein, daß sie sich bedrängt vorkommt, und ihre Ablehnung grösser wird.

Sprich sie darauf an, daß du dir mehr Sex wünschst. Mit ganz offenen Worten, nicht verklausuliert, nicht versteckt. Ich würde auf die vielleicht reflexartige (weibliche?) Reaktion des "Es liegt an dir, du schaffst es nicht, mich in Fahrt zu bringen" nur bedingt eingehen. Ein Körnchen Wahrheit ist wie immer sicherlich auch daran. Aber keine Weisheit, denn umgekehrt hindert sie nichts daran, selbst sexuelle Lust zu haben, nur scheint das nicht in ihrer Person zu liegen. Dann könnt ihr über Situationen sprechen, in denen sie Lust bekommt, was sie anmacht. Und die ganz gezielt ausleben.

Und, so bitter das ist, wenn du damit nicht zu einem Zustand gelangst, bei dem du glücklich bist, dann würde ich tatsächlich sagen, daß ihr euch trennen solltet. Ihr passt dann in einem elementaren Punkt nicht zusammen. Und wenn ihr das gemeinsam so feststellt, könnt ihr euch auch einvernehmlich, in der Absicht des gegenseitigen Wohles, voneinander trennen.

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