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Arbeiten statt Ausbildung? (OT)

5. November 2016 um 17:17

Hallo

Ich habe den Text bereits in einem anderen Forum gepostet, aber um mehr Resonanzen bekommen kopiere ihn mal hier ebenfalls rein mit Nachtrag.
Es ist sehr lang, aber vielleicht bekomme ich trotzdem ein paar Reaktionen, auch wenn es mehr ein heikles Thema ist...

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Hallo Leute,

ich wende mich hier an euch, weil ich schon nach 3 Wochen Studium voll neben der Spur bin...

Aber von vorne:
Ich bin Anfang 20 und verheiratet, habe vor 3 Jahren Abi gemacht und wenn man so mit Menschen redet die mich kennen bin ich alles andere als ungebildet und würde mich auch selbst nicht so sehen.

Nur habe ich beruflich einfach ein großes Problem - die Ausbildung.

Dazu mein bisheriger Lebenslauf, damit ihr ein Bild habt:
- 2010-2013 neben Schule Erfahrung in Gastronomie und Büroarbeit gemacht
- 2013 Abi
- Studium begonnen und direkt abgebrochen (Angst es nicht zu schaffen)
- Ab Anfang 2014 bis Mitte 2015 Aushilfsarbeit Einzelhandel
- 2015 Beginn Ausbildung (wurde aus guten Gründen von 2014 auf 2015 geschoben)
- Anfang 2016: Diagnose schwere Depressionen und intensive Therapie, deswegen Abbruch der Ausbildung
- Mitte 2016 Hilfskraft Teilzeit (Ztg & Post Zustellung)
- Oktober 2016 Beginn Studium (Mathematik - eigentlich mein Traum)

Nur leider geht es mir sehr schlecht damit, ich habe das Gefühl kein Stück mitzukommen und der Abstand wird immer größer, ich habe keinen Spass (auch privat kaum noch) und nur noch Stress, den ich natürlich auch daheim habe, oftmals starke Übelkeit und mein Kopf fühlt sich andauernd 'ausgewrungen' an. Kurzum: Es geht mir schlecht nach sehr kurzer Zeit.

Und eines habe ich in der Therapie gelernt: NICHTS ist es wert meine Gesundheit zu opfern.
Deswegen geht natürlich mein Kopf wieder...

Zu mir als Person:
Ich bin fleißig, zuverlässig, hilfsbereit, offen, ich lerne eigentlich sehr schnell, habe leider eine seeeehr niedrige Frustrationstoleranz, ich bin begeisterungsfähig und auch sehr kreativ, aber kann auch schnell mal durch mein ADS meinen Fokus verlieren.

Mein Kopf geht einfach wieder, weil ich mich zurückerinnere an das Ztg & Post zustellen und obwohl ich weniger Schlaf hatte und 6 Tage die Woche geschafft habe - ich kam heim und war ausgeglichen, fit und glücklich. Gut, am Ende habe ich mich schon gefreut, dass es rum ist, aber auch nur, weil ich 10 Wochen am Stück und ohne Urlaub gemacht habe.

Aber ich brauche es irgendwie, dass mit dem Feierabend (Auch wenn ich mal länger machen musste und zusätzlich was übernommen habe - alles kein Problem!) auch wirklich Feierabend ist, ich will meine Freizeit. Und die habe ich im Studium gar nicht. Alles in meinem Kopf dreht sich nur ums Studium und Versagensängste und Probleme.

Dort wo ich zuletzt gearbeitet habe würden sie mich auch mit Handkuss zurücknehmen, die waren hellauf begeistert von mir und ich könne mich jederzeit wieder melden, egal wann und egal für wieviel. Ihr seht: Wenn ich arbeite mit vollem Herzen und auch gerne.

Deswegen geht mir halt auch noch zusätzlich der Kopf:
Was, wenn ich einfach weiterhin Hilfsarbeiten mache und dafür daheim meine Kreativität und meine Wissbegier auslebe (die ist nämlich sehr groß?

Dazu muss ich sagen:
Ich habe kein Problem mit niedrigem Lohn (komme mit sehr wenig aus und bin sehr genügsam) und auch nicht damit Hilfsarbeiten zu machen und viele Leute über mir zu haben. Das ist ja für viele der Punkt. Körperliche Arbeit macht mir nichts und tut mir sogar gut.

Mein Mann unterstützt mich, egal welchen Weg ich wähle.

Was meint ihr? Und gibt es irgendwelche Alternativen für mich?

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

Nachtrag:
Was mir aber bei Arbeit unangenehm ist, ist bei alten Leuten oder Menschen mit Behinderung die körperliche Pflege.
Ich möchte da niemanden diskriminieren, aber da ist leider absolut meine Grenze.

Und was ich auch noch wegen Arbeit anmerken möchte:
Ich fände es einfach schön, wenn ich daheim meinen Kopf noch benutzen kann, also ich schreibe zB furchtbar gerne und diskutiere auch gerne.
Im Moment nur leider kaum möglich


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5. November 2016 um 17:19

Noch ein Nachtrag:
Für die, die sich fragen, was genügsam für uns heißt: Anfang des Jahres haben wir ~ 1700€ gesamt zur Verfügung gehabt und davon wurden 500€ eingespart und trotzdem haben wir uns öfter was geleistet und leisten können und ich hatte nicht das Gefühl auf irgendetwas zu verzichten...

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5. November 2016 um 17:31
In Antwort auf fluegelderfreiheit

Hallo

Ich habe den Text bereits in einem anderen Forum gepostet, aber um mehr Resonanzen bekommen kopiere ihn mal hier ebenfalls rein mit Nachtrag.
Es ist sehr lang, aber vielleicht bekomme ich trotzdem ein paar Reaktionen, auch wenn es mehr ein heikles Thema ist...

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Hallo Leute,

ich wende mich hier an euch, weil ich schon nach 3 Wochen Studium voll neben der Spur bin...

Aber von vorne:
Ich bin Anfang 20 und verheiratet, habe vor 3 Jahren Abi gemacht und wenn man so mit Menschen redet die mich kennen bin ich alles andere als ungebildet und würde mich auch selbst nicht so sehen.

Nur habe ich beruflich einfach ein großes Problem - die Ausbildung.

Dazu mein bisheriger Lebenslauf, damit ihr ein Bild habt:
- 2010-2013 neben Schule Erfahrung in Gastronomie und Büroarbeit gemacht
- 2013 Abi
- Studium begonnen und direkt abgebrochen (Angst es nicht zu schaffen)
- Ab Anfang 2014 bis Mitte 2015 Aushilfsarbeit Einzelhandel
- 2015 Beginn Ausbildung (wurde aus guten Gründen von 2014 auf 2015 geschoben)
- Anfang 2016: Diagnose schwere Depressionen und intensive Therapie, deswegen Abbruch der Ausbildung
- Mitte 2016 Hilfskraft Teilzeit (Ztg & Post Zustellung)
- Oktober 2016 Beginn Studium (Mathematik - eigentlich mein Traum)

Nur leider geht es mir sehr schlecht damit, ich habe das Gefühl kein Stück mitzukommen und der Abstand wird immer größer, ich habe keinen Spass (auch privat kaum noch) und nur noch Stress, den ich natürlich auch daheim habe, oftmals starke Übelkeit und mein Kopf fühlt sich andauernd 'ausgewrungen' an. Kurzum: Es geht mir schlecht nach sehr kurzer Zeit.

Und eines habe ich in der Therapie gelernt: NICHTS ist es wert meine Gesundheit zu opfern.
Deswegen geht natürlich mein Kopf wieder...

Zu mir als Person:
Ich bin fleißig, zuverlässig, hilfsbereit, offen, ich lerne eigentlich sehr schnell, habe leider eine seeeehr niedrige Frustrationstoleranz, ich bin begeisterungsfähig und auch sehr kreativ, aber kann auch schnell mal durch mein ADS meinen Fokus verlieren.

Mein Kopf geht einfach wieder, weil ich mich zurückerinnere an das Ztg & Post zustellen und obwohl ich weniger Schlaf hatte und 6 Tage die Woche geschafft habe - ich kam heim und war ausgeglichen, fit und glücklich. Gut, am Ende habe ich mich schon gefreut, dass es rum ist, aber auch nur, weil ich 10 Wochen am Stück und ohne Urlaub gemacht habe.

Aber ich brauche es irgendwie, dass mit dem Feierabend (Auch wenn ich mal länger machen musste und zusätzlich was übernommen habe - alles kein Problem!) auch wirklich Feierabend ist, ich will meine Freizeit. Und die habe ich im Studium gar nicht. Alles in meinem Kopf dreht sich nur ums Studium und Versagensängste und Probleme.

Dort wo ich zuletzt gearbeitet habe würden sie mich auch mit Handkuss zurücknehmen, die waren hellauf begeistert von mir und ich könne mich jederzeit wieder melden, egal wann und egal für wieviel. Ihr seht: Wenn ich arbeite mit vollem Herzen und auch gerne.

Deswegen geht mir halt auch noch zusätzlich der Kopf:
Was, wenn ich einfach weiterhin Hilfsarbeiten mache und dafür daheim meine Kreativität und meine Wissbegier auslebe (die ist nämlich sehr groß?

Dazu muss ich sagen:
Ich habe kein Problem mit niedrigem Lohn (komme mit sehr wenig aus und bin sehr genügsam) und auch nicht damit Hilfsarbeiten zu machen und viele Leute über mir zu haben. Das ist ja für viele der Punkt. Körperliche Arbeit macht mir nichts und tut mir sogar gut. 

Mein Mann unterstützt mich, egal welchen Weg ich wähle.

Was meint ihr? Und gibt es irgendwelche Alternativen für mich?

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Nachtrag:
Was mir aber bei Arbeit unangenehm ist, ist bei alten Leuten oder Menschen mit Behinderung die körperliche Pflege.
Ich möchte da niemanden diskriminieren, aber da ist leider absolut meine Grenze.

Und was ich auch noch wegen Arbeit anmerken möchte:
Ich fände es einfach schön, wenn ich daheim meinen Kopf noch benutzen kann, also ich schreibe zB furchtbar gerne und diskutiere auch gerne.
Im Moment nur leider kaum möglich


 

Warum bleibst du denn nicht bei der Arbeit, die dir Spaß macht?

Mit Abitur muß man doch nicht unbedingt studieren. Zumal es du beim 2. Mal auch mit Sicherheit wieder hinwerfen wirst, wenn du nach so kurzer Zeit schon Probleme hast.

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5. November 2016 um 21:21

So, dann mach ich mich mal an die Antworten:

Also wenn nur ich wäre, hätte ich wohl längst hingeschmissen bzw gar nicht erst angefangen. Und würde einfach das machen worauf ich Lust habe und was ich mir leisten kann...

Und dass es richtig, richtig schwer wird wusste ich, aber ich hatte halt auch gehofft, dass ich wenigstens ab und an kleine Erfolgserlebnisse habe, aber die bleiben vollkommen aus, selbst wenn ich zu Lösungen etc komme. Beweisen ist ja generell ein großes Thema, aber ich sehe halt nur, dass wir x,y,z als Annahmen machen müssen, damit etwas bewiesen ist und wenn ich von vorneherein noch irgendetwas 'dazudichten' muss erschließt sich mir einfach nicht, was ich tatsächlich 'bewiesen' habe. 

Und mein Mann unterstützt mich generell, meint aber auch, dass wenn ich letztendlich bei Ztg zustellen o.ä. bleiben würde, wäre die Arbeit meinem 'Intellekt nicht würdig' (seine Worte!) und das bringt mich auch zum nachdenken, er kennt mich ja wie kein zweiter...

Zu mir als Person sei halt gesagt:
Ich bin generell sehr 'freiheitsliebend', das heißt, wenn mir Pläne zu eng sind, dann breche ich daraus aus. Wenn ich mir also zB Lernpläne mache, dann werfe ich die komplett um und mache spontan die Reihenfolge völlig anders und verändere auch die Dauer etc. In Gruppen kann ich noch schlechter lernen, weil ich anfange die Leute über sich auszufragen, weil es mich interessiert wie sie auf den Weg, den sie nun gehen gekommen sind und das Welten mehr, als wie wir zu einer Lösung kommen.
Ich bin dabei auch kein Mensch, der sich für nichts begeistern kann. Wie gesagt schreibe ich, aber eben immer nur an dem was mir gerade Spaß macht und ich bekomme viele sehr positive Resonanzen (veröffentliche das online) darauf, was wiederum für mich dann diese 'kleinen Erfolge', die ich so gerne habe, bringt.
Wenn ich mich über ein Thema informiere (weil es mich interessiert zumeist), dann bin ich da sehr schnell sehr gut informiert und führe gerne und gute Dikussionen dazu. (Ich diskutiere generell gerne oder informiere mich über interessante Dinge, weil Hintergründe mich sehr interessieren.)
Und wenn ich das beruflich ausleben könnte - gerne! Ich wüsste halt nur nicht wie oder wo.

Deswegen halt die Idee mit dem Hilfskraft, weil ich währenddessen so schön nachdenken kann und mich danach 'zuhause' frei entfalten kann.

Ich hoffe, dass das einen besseren Einblick über mich gibt...

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5. November 2016 um 21:35

Das klingt fast so, als wenn du dieses Studium nur deinem Mann zuliebe machst.
Irgendwie widerspricht sich das was du jetzt schreibst mit der Aussage im ersten Thread, dass dein Mann dich unterstützt, egal welchen Weg du wählen wirst.

Zum anderen verstehe ich nicht, warum ausgerechnet Mathematik? Es gibt mit Sicherheit Studienfächer die a) interessanter sind und sich viel eher mit deinen Interessen decken, b) einfacher zu bewältigen sind.

Dann, warum überhaupt ein Studium, warum keine Ausbildung in einem kreativen Beruf?

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6. November 2016 um 9:32

So, erstmal vielen Dank für die Reaktionen und jetzt meine erneute Antwort:

Ich war gestern sehr verzweifelt und emotional und wollte einfach nicht mehr, wie ihr vielleicht gemerkt habt und nun eine Nacht drüber geschlafen und nun neue Mut und neue Kraft.

Um das einfach mal klarzustellen, da das wahrscheinlich sehr falsch rüberkam: Trotz des abgebrochenen ersten Studiums bin ich kein Mensch der schnell aufgibt, sondern jemand der sehr lange durchhält. Ich habe grundsätzlich sehr viel Kraft und Ressourcen, nur war das ANfang des Jahres auch mein Problem, dass ich blind für meine Probleme weitergemacht habe und ich habe einfach Angst wieder an diesem Punkt zu stehen. Nur habe ich einen Mann, der jetzt sensibler ist für so eine Situation und einen Therapeuten, der ebenfalls zur Not eingreifen kann, falls ich selbst wieder blind werde. Das vergesse ich nur manchmal.

Außerdem gebe ich mir, wenn es durchbrechen will, auch die Zeit mal schwach zu sein, anstatt es zu unterdrücken, gestern war so eine Zeit. Das gibt mir danach auch wieder neue Kraft weiterzumachen. Falls ihr versteht wie ich das meine

Ich habe nicht vor einfach wieder hinzuschmeißen, denn wie gesagt an der Intelligenz und am Interesse für das Fach liegt es keinesfalls.

Nur habe ich mich die letzten Wochen verrannt und einfach einen falschen Fokus gelegt, das sehe ich glücklicherweise nun klarer

Ich habe mit meinem Mann geredet und ihm ist es nicht wichtig wie lange ich brauche, wenn ich es schaffe oder am Ende doch scheiter, nur einfach aufgeben soll (und will) ich nicht.

Nun habe ich mich für folgenden Weg entschieden:
- ich erarbeite mit meinem Therapeuten (Verhaltenstherapie) einen Lernplan mit dem ich tatsächlich arbeiten kann
- ich lege meinen Fokus NICHT darauf die Lernzettel zu lösen (relevant zur Klausurzulassung), sondern auf den Stoff, meine Selbstorganisation und die Steigerung meiner Frustrationstoleranz. Dies bedeutet nicht, dass ich die gar nicht mehr mache, sondern auf ihnen kein Fokus liegt und ich mir keinen Druck mache. Wenn ich das erste Jahr wiederholen muss, dann ist das am Ende so, solange ich damit gut leben kann und mich nicht kaputt mache und es am Ende schaffe. Vielleicht brauche ich jetzt auch einfach einen Monat und danach bin ich drin, wer weiß das, aber ich versuche es nicht mehr auf Gedeih und Verderb.
- ich arbeite daran, dass ich grundsätzlich bald die Fähigkeit habe dieses Lernpensum zu leisten
- ich gehe zur Studienberatung und informiere mich über mögliche Hilfen und andere Möglichkeiten
- wenn ich nach einem Jahr noch immer gravierende Probleme habe, dann muss ich mich umorientieren, aber dann habe ich wenigsten alle Ressourcen ausgeschöpft

Ich hoffe, dass der Plan so verständlich ist

Finanziell ist es nach wie vor nicht viel was ich brauche, nur fände ich es auf lange Sicht ehrlich gesagt sehr schön, wenn mein Mann und ich es uns finanziell leisten könnten, dass wir nicht Vollzeit arbeiten müssen, sondern mehr Zeit zusammen (und mit den Kindern die noch kommen sollen) verbringen können. Also damit meine ich nicht beide nur 15 Stunden die Woche, sondern langfristig zB beide 30 Stunden die Woche (wie das umsetzbar ist am Ende wird sich dann ja zeigen, ich fände das einfach schön...).

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6. November 2016 um 9:55

UNd übrigens:
Ja, mir ist die Diskrepanz zwischen dem was ich gestern geschrieben habe und dem was heute kommt absolut klar
WIe gesagt, es war ein sehr schwacher Tag, da die Woche zuvor zusätzlich zum Studienstress auch noch familiär (nicht in der Beziehung!) große Probleme waren.

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6. November 2016 um 14:09
In Antwort auf fluegelderfreiheit

Hallo

Ich habe den Text bereits in einem anderen Forum gepostet, aber um mehr Resonanzen bekommen kopiere ihn mal hier ebenfalls rein mit Nachtrag.
Es ist sehr lang, aber vielleicht bekomme ich trotzdem ein paar Reaktionen, auch wenn es mehr ein heikles Thema ist...

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Hallo Leute,

ich wende mich hier an euch, weil ich schon nach 3 Wochen Studium voll neben der Spur bin...

Aber von vorne:
Ich bin Anfang 20 und verheiratet, habe vor 3 Jahren Abi gemacht und wenn man so mit Menschen redet die mich kennen bin ich alles andere als ungebildet und würde mich auch selbst nicht so sehen.

Nur habe ich beruflich einfach ein großes Problem - die Ausbildung.

Dazu mein bisheriger Lebenslauf, damit ihr ein Bild habt:
- 2010-2013 neben Schule Erfahrung in Gastronomie und Büroarbeit gemacht
- 2013 Abi
- Studium begonnen und direkt abgebrochen (Angst es nicht zu schaffen)
- Ab Anfang 2014 bis Mitte 2015 Aushilfsarbeit Einzelhandel
- 2015 Beginn Ausbildung (wurde aus guten Gründen von 2014 auf 2015 geschoben)
- Anfang 2016: Diagnose schwere Depressionen und intensive Therapie, deswegen Abbruch der Ausbildung
- Mitte 2016 Hilfskraft Teilzeit (Ztg & Post Zustellung)
- Oktober 2016 Beginn Studium (Mathematik - eigentlich mein Traum)

Nur leider geht es mir sehr schlecht damit, ich habe das Gefühl kein Stück mitzukommen und der Abstand wird immer größer, ich habe keinen Spass (auch privat kaum noch) und nur noch Stress, den ich natürlich auch daheim habe, oftmals starke Übelkeit und mein Kopf fühlt sich andauernd 'ausgewrungen' an. Kurzum: Es geht mir schlecht nach sehr kurzer Zeit.

Und eines habe ich in der Therapie gelernt: NICHTS ist es wert meine Gesundheit zu opfern.
Deswegen geht natürlich mein Kopf wieder...

Zu mir als Person:
Ich bin fleißig, zuverlässig, hilfsbereit, offen, ich lerne eigentlich sehr schnell, habe leider eine seeeehr niedrige Frustrationstoleranz, ich bin begeisterungsfähig und auch sehr kreativ, aber kann auch schnell mal durch mein ADS meinen Fokus verlieren.

Mein Kopf geht einfach wieder, weil ich mich zurückerinnere an das Ztg & Post zustellen und obwohl ich weniger Schlaf hatte und 6 Tage die Woche geschafft habe - ich kam heim und war ausgeglichen, fit und glücklich. Gut, am Ende habe ich mich schon gefreut, dass es rum ist, aber auch nur, weil ich 10 Wochen am Stück und ohne Urlaub gemacht habe.

Aber ich brauche es irgendwie, dass mit dem Feierabend (Auch wenn ich mal länger machen musste und zusätzlich was übernommen habe - alles kein Problem!) auch wirklich Feierabend ist, ich will meine Freizeit. Und die habe ich im Studium gar nicht. Alles in meinem Kopf dreht sich nur ums Studium und Versagensängste und Probleme.

Dort wo ich zuletzt gearbeitet habe würden sie mich auch mit Handkuss zurücknehmen, die waren hellauf begeistert von mir und ich könne mich jederzeit wieder melden, egal wann und egal für wieviel. Ihr seht: Wenn ich arbeite mit vollem Herzen und auch gerne.

Deswegen geht mir halt auch noch zusätzlich der Kopf:
Was, wenn ich einfach weiterhin Hilfsarbeiten mache und dafür daheim meine Kreativität und meine Wissbegier auslebe (die ist nämlich sehr groß?

Dazu muss ich sagen:
Ich habe kein Problem mit niedrigem Lohn (komme mit sehr wenig aus und bin sehr genügsam) und auch nicht damit Hilfsarbeiten zu machen und viele Leute über mir zu haben. Das ist ja für viele der Punkt. Körperliche Arbeit macht mir nichts und tut mir sogar gut. 

Mein Mann unterstützt mich, egal welchen Weg ich wähle.

Was meint ihr? Und gibt es irgendwelche Alternativen für mich?

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Nachtrag:
Was mir aber bei Arbeit unangenehm ist, ist bei alten Leuten oder Menschen mit Behinderung die körperliche Pflege.
Ich möchte da niemanden diskriminieren, aber da ist leider absolut meine Grenze.

Und was ich auch noch wegen Arbeit anmerken möchte:
Ich fände es einfach schön, wenn ich daheim meinen Kopf noch benutzen kann, also ich schreibe zB furchtbar gerne und diskutiere auch gerne.
Im Moment nur leider kaum möglich


 

Ausbildung!
Mach doch eine Ausbildung, die du aks leicht empfindest, wo du viel Freizeit hast. Bürokauffrau oder so. Die Mum meiner Freundin hat 25 Jahre in ner Firma gearbeitet und hat danach keinen Job mehr gefunden, da sie keine Ausbildung darin hatte. da hat ihr die 25 Jahre Berufserfahrung nix gebracht. mach auf jeden fall eine Ausbildung, damit du was vorzuweisen hast.

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