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Anzeichen, dass der Partner einen nicht mehr liebt

2. Februar 2012 um 15:58

Hallo ihr Lieben,

bei uns krieselt es schon seit Wochen. Alles was ich sage oder wie ich gucke oder was ich mache nimmt er mir krumm. Jede Kleinigkeit sorgt dafür, dass er ausflippt. Verhäuft sagt er auch schlechte Dinge über mich. Das kannte ich vorher gar nicht. Wir sind seit zwei Jahren zusammen. Ich liebe ihn sehr, habe aber bei ihm nicht mehr das Gefühl, dass er es tut. Hin und wieder sagt er noch, dass er mich "lieb hat", aber eher als "Tschüss, bis nachher" oder "Gute Nacht".

Sind diese Anzeichen, dass er einen schlecht macht und kaum noch Sex möchte, die ersten Signale dafür, dass er sich von mir abwendet und mich nicht mehr liebt? Mittlerweile hat er einfach kaum noch ein gutes Wort für mich übrig. Dabei sind es oft nur Hinweise von mir, die ihn zur Weissglut treiben. Sowas wie "Seit einer Woche räume ich jeden Tag den Teller von diesem Platz weg. Ich würde es schön finden, wenn Du in Zukunft selber daran denkst". Ich sage es in einem neutralen Ton, also kein Grund für ihn sich bedroht zu fühlen. Das ist bei allen Dingen so. Oft warte ich bei Situationen, die mir nicht gefallen ein paar Tage, und erst wenn etwas wiederholt passiert, sage ich ein klitzekleines Wort. Dann geht es aber los mit dem Wutanfall. Er schafft es aber am Ende immer mich als Tyrannin darzustellen. Dass ich am Ende wütend bin solche Vorwürfe zu hören, nachdem ich mich ruhig und sachlich verhalte spricht für sich. Sonst kann ich mich bis auf eine Marotten nicht beklagen. Habe nur das Gefühl, er entfernt sich zunehmend von mir.

Was meint ihr? Habe ich Grund zur Sorge? Wie kann ich es herausfinden? Außer direkt zu fragen? Das habe ich schon mehrfach, dann folgt aber nur ein genervtes "fang nicht schon wieder damit an".
Welche Signale sind eindeutig?

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2. Februar 2012 um 16:35

Wie sagt man in einem neutralen Ton
"immer räum ich den Teller hier weg" ? Das empfindest DU so, ER empfindet es aber wahrscheinlich als Nörgelei, weil du es immer wiederholst. Ich würde es an deiner Stelle nicht mehr mit der Quengel-Nörgel-Tour versuchen, sondern ihm einfach sagen, dass ich mir vernachlässigt vorkomme. Ich würde ihn auch nicht ständig fragen, ob er mich liebt, das nervt doch nur und würde dich als Partner mit Sicherheit auch nerven. Außerdem zeugt es von großer Unsicherheit.

Das klingt wie nach einer 50jährigen Ehe - aber ihr seid erst 2 Jahre zusammen? Unglaublich! Da scheint der Alltag ja sehr früh Einzug gehalten zu haben in eure Beziehung.
Ich finde es schade, dass die Menschen dem großen Gefühl der Liebe keine Chance geben, weil sie nicht bereit sind, den anderen so wahrzunehmen, wie er ist, sondern sich lieber im alltäglichen Kleinkrieg verlieren. Was für eine Rolle spielt es, wer was wohin räumt? Kommt es nicht auf ganz andere Sachen an?!

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2. Februar 2012 um 16:48

Hmm
wenn man zusammen wohnt, gemeinsam von zuhause aus arbeitet und nur eine person den ganzen haushalt schmeisst, dann denke ich dass es nicht verkehrt ist zu sagen, wenn es einen stört. dass er es als nörgelei interpretiert, dafür kann ich nichts. ich tolleriere viel und wie bereits erwähnt, lasse ich den dingen ganz viel zeit, eh ich etwas anspreche. umso schlimmer finde ich, dass er jedes mal eine szene macht. es kommt selten vor, dass ich ihn um etwas bitte. ich weiss schon bescheid, dass es den männern stinkt, wenn man jammert und ständig jemanden zur rede stellt und korrigiert. aus diesem grund mache ich es bei dieser beziehung nicht mehr. alle seine charaktereigenschaften akzeptiere ich. aber gemeinsam leben ohne rücksicht auf den anderen muss man nicht tolerieren. das beispiel mit dem teller habe ich nicht umsonst gewählt. er ist ein sehr penibel reinlicher mensch, der einen guten umgang mit seinem eigentum pflegt. bestimmte designermöbel sind tabu, da darf nichts drauf. auch in seinem hobby-raum kann man vom boden essen. dafür geht er mit dingen, die aus meinem besitz stammen nicht so pfleglich um und hinterlässt viel müll in schlaf- und arbeitszimmer. ich räume, wenn sich nach zwei tagen nichts tut, alles wortlos ohne szene weg. manchmal versuche ich es aber, ihn auf bestimmte dinge hinzuweisen. wenn man sich selbst liebt, muss man nicht alles wortlos hinnehmen. aus dem grund finde ich es furchtbar mir zu unterstellen, ich sei eine von diesen nörgeltanten. glücklicherweise haben wir beide die gleichen interessen und ansichten, d.h. wir haben spaß mit einander und unternehmen viel, nicht wie alte ehepaare. nur das verhalten, wenn ich einmal etwas gesagt habe führt zu so einem durchdrehen seinerseits, dass der tag erst einmal gelaufen ist, weil er nicht mehr positiv auf mich ansprechbar ist.

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2. Februar 2012 um 17:24


Das mit den alten Ehepaaren war auf den Beitrag von Delilah bezogen

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2. Februar 2012 um 17:32
In Antwort auf delilah2010

Wie sagt man in einem neutralen Ton
"immer räum ich den Teller hier weg" ? Das empfindest DU so, ER empfindet es aber wahrscheinlich als Nörgelei, weil du es immer wiederholst. Ich würde es an deiner Stelle nicht mehr mit der Quengel-Nörgel-Tour versuchen, sondern ihm einfach sagen, dass ich mir vernachlässigt vorkomme. Ich würde ihn auch nicht ständig fragen, ob er mich liebt, das nervt doch nur und würde dich als Partner mit Sicherheit auch nerven. Außerdem zeugt es von großer Unsicherheit.

Das klingt wie nach einer 50jährigen Ehe - aber ihr seid erst 2 Jahre zusammen? Unglaublich! Da scheint der Alltag ja sehr früh Einzug gehalten zu haben in eure Beziehung.
Ich finde es schade, dass die Menschen dem großen Gefühl der Liebe keine Chance geben, weil sie nicht bereit sind, den anderen so wahrzunehmen, wie er ist, sondern sich lieber im alltäglichen Kleinkrieg verlieren. Was für eine Rolle spielt es, wer was wohin räumt? Kommt es nicht auf ganz andere Sachen an?!

...
"Was für eine Rolle spielt es, wer was wohin räumt? Kommt es nicht auf ganz andere Sachen an?!"

Wenn immer nur einer die Sachen des anderen erledigt, liegt ein Problem in der Ausgeglichenheit vor, auf die es sehr wohl ankommt.

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2. Februar 2012 um 17:49

@ Cefeu
Ja! Ich bin vollkommen Deiner Meinunug!
Viele erkennen aber den Wald vor lauter Bäume nicht...

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2. Februar 2012 um 17:58


Da hast Du recht. Meine Eltern führen auch schon eine ewige Beziehung, und eigentkich erleben Sie sogar mehr miteinander als wir

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