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Ängste machen mir das Leben schwer...

22. Juli 2010 um 12:35

Hallo liebe Forumler,

gehört hier eigentlich nicht rein, aber weil hier die meisten Lesen und auch viele Leute mit psychologischem Sachverstand sich hier tummeln möchte ich mein Anliegen dennoch schildern.

Bin seit einer Woche hier im Urlaub. Wollte hier einen Surfkurs machen, habe aber sogar im Stehtiefen Wasser Angst, reinzufallen und mit dem Kopf unterzutauchen. Also habe ich an dem Tag, den ich mich überwunden hatte den Kurs zu machen, mich nicht getraut, das Segel aus dem Wasser zu ziehen, weil ich sowas von Sauschiss hatten, ins Wasesr zu fallen, wenn ich die Balance verliere.

Habe schon als Kind richtige Panik (!!! --> 3 Wochen vorher schlaflose Nächte, Heulkrämpfe, Panik) vor dem Schwimmunterricht gehabt, hab dann irgendwann mit 14 das Schwimmen alleine im 40 cm tiefen Wasser gelernt, weil ich es UNBEDINGT wollte, habe es da geschafft, meine Angst zu überwinden. Traue mich aber bis heute nicht, in einem Wasser zu schwimmen, das nich tstehtief ist, obwohl ich sehr gut schwimmen kann...

Naja, jetzt sind einige Jahre vergangen und ich war doch sehr überrascht, wie sehr mit die Angst vor Wasser (in diesem Fall ja sogar nur stehtief) immernoch lähmt und mir jede Menge Lebensqualität nimmt. bin grundsätzlich ein sehr ängstlicher Typ, diese Angst zeigt sich auch in anderen Situationen echt übermäßig, für meine Abschlußprüfungen an der Uni musste ich zum Neurologen und Spritzen gegen Angst geben lassen, sonst wäre ich nie hingegangen.

Hat jemand explizit mit Ängsten vor dem Wasser Erfahrung? Hat jemand so eine Angst überwinden können? wie??? Hat jemand auch mit anderen Ängsten Erfahrung? Konnten Sie behandelt werden?

Danke und LG
Wienerchen

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22. Juli 2010 um 12:43


Ich bin kein Therapeut. Das einzige was ich dir empfehlen kann ist, dass du gegen deine Angst angehen musst. Das bedeutet, du musst dich deiner Angst stellen und versuchen ins Wasser zu gehen, sonst wirst du die Angst nie überwinden.

Es gehört jetzt nicht hierher ist aber hilfreich. Ich bin Stotterer. Habe bis vor ca. 15 Jahren höllische Angst gehabt vor Leuten und mit Leuten zu sprechen. Diese Angst war später so groß, dass ich mit fast keinem mehr Kontak hatte. Irgendwann wurde es mir aber zu viel und ich habe nach und nach meine Angst überwunden in dem ich immer mehr mit Leuten egal ob Fremde oder Freunde gesprochen habe. Ich will damit nur zeigen, dass du versuchen musst ins Wasser zu gehen.

lg

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22. Juli 2010 um 12:44


Ich kann gut verstehen wie du dich fühlst.

Seitdem ich als Kind einmal fast ertrunken bin hab ich unheimliche Angst vorm Wasser. Ich mag es nicht wenn mein Kopf unter Wasser kommt, selbst das Duschen ist jedes mal eine Tortur wenn mir das Wasser ins Gesicht läuft.

Ich hab auch sonst viele Ängste, z.B. Höhenangst, Angst vor Spinnen und sogar Angst vor Menschen.

Ich denke die beste Möglichkeit die Ängste los zu werden ist, sich denen zu stellen. Aber ich weiß auch wie unheimlich schwer sowas ist, vor allem wenn man es allein versuchen will.
Wenn ich z.B. meinen Freund dabei habe, fällt mir der Gang in eine Disco, ins Schwimmbad usw. viel einfach weil ich mich einfach sicherer fühle.

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22. Juli 2010 um 12:45

Hmm
mir ging es ähnlich,habe auch recht spät schwimmen gelernt udn immer bammel in der Schule vor dem Sportunterricht,wenn es in diese Richtung ging. Bin daher auch keien Wasserratte geworden Aber ich vermisse es auch nicht, mir fehlt nichts,wenn ich im Sommer nicht zum Teich geh. Man muß ja nicht alles machen udn können. Warum willst Du unbedingt surfen, wenn Du doch keine so richtige Lust auf Wasser hast? Klar, es sieht schön aus,wenn man sieht wie manche Leute da übers Wasser gleiten...oder wenn manche Tauchen, da sieht man so vieles schönes unterm Wasser...aber ich würde es trotzdem nicht machen. Es gibt so viele andere schöne Dinge,die auch Spaß machen udn wie gesagt,alles kann udn muß man nicht mitmachen.
LG

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22. Juli 2010 um 14:51

Dito
Liebes Wienerchen,

es geht mir ähnlich... bei mir ist es in erster Linie Klaustrophopie. Dann kommt noch Höhenangst
dazu und natürlich "Folgeängste" wie Angst vor
Blamage, Angst vor Neuem etc.

Es gefährdet meine Beziehung und macht Freundschaften
mitunter schwierig. Und überhaupt ganz oft ganz viel kompliziert.....

Mache eine Therapie (schon länger), ist aber keine Verhaltens- oder Konfrontationstherapie. Weiß also
mittlerweile schon ganz gut, woran es liegt, kann aber
immer noch nicht wirklich praktisch daran ändern.
Liegt sicherlich daran, dass ich die Therapie erst so
spät angefangen hat. Also - je früher, desto besser, wenn
du den Mist loswerden willst. Und, wurde ja schon gesagt,
man muss einfach durch die Angst durch... das ist mir auch
klar, aber das sagt sich so einfach... absolut wichtig ist, dass
du es selbst willst und auch selbst entscheidest. Freunde von mir hatten die Idee, dass sie mich einfach in eine Situation "schubsen", damit ich sehe, dass ich nicht daran sterbe...sie hatten leider den Irrglauben, dass man hinterher wie durch Zauberhand geheilt ist. Das ist aber nicht so, eher das Gegenteil ist der Fall. Es wirft dich zurück, weil du es nicht selbst entschieden hast. Da muss man wirklich vorsichtig sein. Falls es bei anderen geholfen hat (so eine Überrumplungsaktion), dann lasst es mich wissen. Vielleicht bin ich ja ein Einzelschicksal ....

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22. Juli 2010 um 15:57
In Antwort auf hector_12080339

Hmm
mir ging es ähnlich,habe auch recht spät schwimmen gelernt udn immer bammel in der Schule vor dem Sportunterricht,wenn es in diese Richtung ging. Bin daher auch keien Wasserratte geworden Aber ich vermisse es auch nicht, mir fehlt nichts,wenn ich im Sommer nicht zum Teich geh. Man muß ja nicht alles machen udn können. Warum willst Du unbedingt surfen, wenn Du doch keine so richtige Lust auf Wasser hast? Klar, es sieht schön aus,wenn man sieht wie manche Leute da übers Wasser gleiten...oder wenn manche Tauchen, da sieht man so vieles schönes unterm Wasser...aber ich würde es trotzdem nicht machen. Es gibt so viele andere schöne Dinge,die auch Spaß machen udn wie gesagt,alles kann udn muß man nicht mitmachen.
LG

Hallo granit
Danke dir für deine Antwort.

Aber das ist es ja - ich HABE ja Lust auf s Wasser. Ich glaube, das würde mir sehr viel geben, meine Angst hier zu verlieren. Die ganze Freude, die Schwerelosigkeit, das Dahingleiten und Schweben...Loslassen. Mich kotzt es so an, Angst zu haben.

Ich denke, wenn ich keine "Lust" auf das Wasser hätte, würde mich diese Angst nicht so massiv einschränken, bzw. stören..

Wenn ich Kinder mit 10 Jahren sehe, die in den Baggersee springen, vor lauter Freude kreischen und sich nix dabei scheren, dann könnte ich echt neidisch werden... Klingt blöd, ist aber so...

Ging es dir nie so, dass du gerne die schönen Seiten des Wassers auskosten hast wollen? Mir eben (leider?) schon..

LG

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22. Juli 2010 um 16:04

Liebe Forumler - danke
für eure mitfühlenden und hilfreichen Antworten.

Ja, ich habe geahnt, dass ich da "Durch" muss. Oh Gott, mir wird schon jetzt ganz Bange dabei, wenn ich nur drüber nachdenke, mich der Angst stellen zu müssen.
Ich denke mir immer - Ok, wenn jemand Angst vorm Straßenbahnfahren hat ist das ja nun wirklich unbegründet. Aber nicht stehtiefes Wasser - dass man da ertrinken kann (vor allem, WENN man in Panik gerät) ist ja nun nicht so weit hergeholt

Habe mir überlegt, mir "Zuhause" einen Schwimmlehrer zu suchen, meine "Wasserkontakte" zu erhöhen auf mind. 1 mal die Woche und zusammen mit dem Lehrer, direkt in die Situation zu gehen. Hoffe, ich kann da jemanden finden, der sich mit sowas auskennt....

Und wahrscheinlich ist eine Verhaltenstherapie doch keine so schlechte Idee... Ich meine ,die Zündschnur von beiden Seiten anzünden...

Cefeu, ich erinnere mich auch, ich hatte früher panische Angst vor Ärzten. Einmal, als ich 4 war und durch eine Glastüre gegangen bin und davon ein aufgeschlitztes Knie hatte, war ich mit meiner Mutter ins Krankenhaus gefahren. die hatte allerdings selbst Angst, Blut zu sehen und ist nicht mit zum Nähen gegangen. Kann mich nurnoch dran erinnern, dass ich totale Panik hatte, die mir ein paar große Spritzen ins Knie gehauen haben und ich dachte, das wars jetzt für immer.... Als ich dann mit 20 meine Mandeln rausmachen habe lassen, und 1 Woche im Krankenhaus war und dabei sogar noch eine Nachblutung hatte, seither traue ich mich zum Arzt Das war eine Art Schocktherapie.

Sicher spielt es eine Rolle, das meine Mutter (heute noch!!!) sagt, "Kind, aber schnall dir bloß eine Schwimmweste über, wer weiß, was passieren kann". Das ist in meinem Hirn drin und ganz sicher habe ich auch durch "Vererbung" eine Prädisposition die zu diesem Lernen am Modell etc. dazukommt...

Hab jetzt den Namen von dir vergessen, aber einer von euch schreibt, er/sie mache eine Therapie, die KEINE Verhaltenstherapie sei. Welche machst du denn dann?!?!?

Kann Familienaufstellung vielleicht auch was gegen die Angst bewirken? Mein Mann sagt immer, dass ich in die Fußstapfen meiner Angsterfüllten Muttter trete. Diesen Weg möchte ich aber garnicht einschlagen!!!!!

LG

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22. Juli 2010 um 16:38
In Antwort auf wienerchen

Liebe Forumler - danke
für eure mitfühlenden und hilfreichen Antworten.

Ja, ich habe geahnt, dass ich da "Durch" muss. Oh Gott, mir wird schon jetzt ganz Bange dabei, wenn ich nur drüber nachdenke, mich der Angst stellen zu müssen.
Ich denke mir immer - Ok, wenn jemand Angst vorm Straßenbahnfahren hat ist das ja nun wirklich unbegründet. Aber nicht stehtiefes Wasser - dass man da ertrinken kann (vor allem, WENN man in Panik gerät) ist ja nun nicht so weit hergeholt

Habe mir überlegt, mir "Zuhause" einen Schwimmlehrer zu suchen, meine "Wasserkontakte" zu erhöhen auf mind. 1 mal die Woche und zusammen mit dem Lehrer, direkt in die Situation zu gehen. Hoffe, ich kann da jemanden finden, der sich mit sowas auskennt....

Und wahrscheinlich ist eine Verhaltenstherapie doch keine so schlechte Idee... Ich meine ,die Zündschnur von beiden Seiten anzünden...

Cefeu, ich erinnere mich auch, ich hatte früher panische Angst vor Ärzten. Einmal, als ich 4 war und durch eine Glastüre gegangen bin und davon ein aufgeschlitztes Knie hatte, war ich mit meiner Mutter ins Krankenhaus gefahren. die hatte allerdings selbst Angst, Blut zu sehen und ist nicht mit zum Nähen gegangen. Kann mich nurnoch dran erinnern, dass ich totale Panik hatte, die mir ein paar große Spritzen ins Knie gehauen haben und ich dachte, das wars jetzt für immer.... Als ich dann mit 20 meine Mandeln rausmachen habe lassen, und 1 Woche im Krankenhaus war und dabei sogar noch eine Nachblutung hatte, seither traue ich mich zum Arzt Das war eine Art Schocktherapie.

Sicher spielt es eine Rolle, das meine Mutter (heute noch!!!) sagt, "Kind, aber schnall dir bloß eine Schwimmweste über, wer weiß, was passieren kann". Das ist in meinem Hirn drin und ganz sicher habe ich auch durch "Vererbung" eine Prädisposition die zu diesem Lernen am Modell etc. dazukommt...

Hab jetzt den Namen von dir vergessen, aber einer von euch schreibt, er/sie mache eine Therapie, die KEINE Verhaltenstherapie sei. Welche machst du denn dann?!?!?

Kann Familienaufstellung vielleicht auch was gegen die Angst bewirken? Mein Mann sagt immer, dass ich in die Fußstapfen meiner Angsterfüllten Muttter trete. Diesen Weg möchte ich aber garnicht einschlagen!!!!!

LG


Eine entfernte Bekannte von mir hat sich mal Rückführen lassen,weil sie immer keine Luft mehr bekommen hat,wenn sie näher ans Wasser ging...naja...sie war in einem früheren Leben mal ertrunken...ob's stimmt? Keine Ahnung...aber ihre Phobie war danach weg...und wie heisst es so schön...wer heilt hat Recht


sky

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26. Juli 2010 um 10:12
In Antwort auf wienerchen

Liebe Forumler - danke
für eure mitfühlenden und hilfreichen Antworten.

Ja, ich habe geahnt, dass ich da "Durch" muss. Oh Gott, mir wird schon jetzt ganz Bange dabei, wenn ich nur drüber nachdenke, mich der Angst stellen zu müssen.
Ich denke mir immer - Ok, wenn jemand Angst vorm Straßenbahnfahren hat ist das ja nun wirklich unbegründet. Aber nicht stehtiefes Wasser - dass man da ertrinken kann (vor allem, WENN man in Panik gerät) ist ja nun nicht so weit hergeholt

Habe mir überlegt, mir "Zuhause" einen Schwimmlehrer zu suchen, meine "Wasserkontakte" zu erhöhen auf mind. 1 mal die Woche und zusammen mit dem Lehrer, direkt in die Situation zu gehen. Hoffe, ich kann da jemanden finden, der sich mit sowas auskennt....

Und wahrscheinlich ist eine Verhaltenstherapie doch keine so schlechte Idee... Ich meine ,die Zündschnur von beiden Seiten anzünden...

Cefeu, ich erinnere mich auch, ich hatte früher panische Angst vor Ärzten. Einmal, als ich 4 war und durch eine Glastüre gegangen bin und davon ein aufgeschlitztes Knie hatte, war ich mit meiner Mutter ins Krankenhaus gefahren. die hatte allerdings selbst Angst, Blut zu sehen und ist nicht mit zum Nähen gegangen. Kann mich nurnoch dran erinnern, dass ich totale Panik hatte, die mir ein paar große Spritzen ins Knie gehauen haben und ich dachte, das wars jetzt für immer.... Als ich dann mit 20 meine Mandeln rausmachen habe lassen, und 1 Woche im Krankenhaus war und dabei sogar noch eine Nachblutung hatte, seither traue ich mich zum Arzt Das war eine Art Schocktherapie.

Sicher spielt es eine Rolle, das meine Mutter (heute noch!!!) sagt, "Kind, aber schnall dir bloß eine Schwimmweste über, wer weiß, was passieren kann". Das ist in meinem Hirn drin und ganz sicher habe ich auch durch "Vererbung" eine Prädisposition die zu diesem Lernen am Modell etc. dazukommt...

Hab jetzt den Namen von dir vergessen, aber einer von euch schreibt, er/sie mache eine Therapie, die KEINE Verhaltenstherapie sei. Welche machst du denn dann?!?!?

Kann Familienaufstellung vielleicht auch was gegen die Angst bewirken? Mein Mann sagt immer, dass ich in die Fußstapfen meiner Angsterfüllten Muttter trete. Diesen Weg möchte ich aber garnicht einschlagen!!!!!

LG

Sorry...
Hallo Wienerchen,

tut mir leid, dass ich erst jetzt antworte, hatte aber tatsächlich keine Zeit, keine Möglichkeit ins Internet zu gehen.

Ich mache eine Gesprächstherapie, wird aber auch mal mit Entspannungsübungen kombiniert.

Eine überängstliche Mutter habe ich auch...bin sehr behütetes Einzelkind. Ich war früher viel krank und hatte bis ich ca. 10 war Erstickungshusten. Das hat sicher seinen Teil dazu beigetragen, dass ich so klaustrophobisch bin. Denn dann habe ich genau das Gefühl, dass ich ersticke. Kann mich halt noch an Erstickungsanfälle von früher erinnern.

Blöd ist, dass man 2 Jahre nach Beendigung einer Therapie warten muss bis man eine neue beginnen kann. Ich hatte mir eigentlich vorgestellt, erst durch Gesprächsth. Gründe rauszufinden und im Anschluss mit Verhaltenstherapie praktisch dagegen anzugehen. Falls jemand mir da was anderes erzählen kann, wäre ich sehr dankbar.

Wienerchen, ich finde deinen Plan schon ziemlich gut und durchdacht, glaube aber, dass es mit einem Therapeuten leichter wird.
Du müsstest ja auch einen Schwimmlehrer finden, der äußerst einfühlsam ist, aber nicht locker lässt...

Wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Glück!

LG,
pm

P.S. Top-Beispiel...ich kann z.B. tatsächlich nicht Straßenbahn fahren...ist halt eine irrationale Angst.

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