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Angst vor neuem Lebensabschnitt

6. April 2013 um 12:24

Hallo Liebe Forumler,

Ich habe längere Zeit hier nicht geschrieben. Es hat sich eine Menge bei mir getan.

Es ist nun so, dass ich mich wage, einen neuen Lebensabschnitt in meinem Leben zu beginnen. Allerdings ist es so, dass ich unglaubliche Angst habe.

Ich möchte vorn weg einmal erwähnen, dass diejenigen, die mich in meinem Thread damals nicht verstehen konnten, jedem seine Meinung zusteht und ich diese akzptiere. Ich möchte in diesem Thread hier allerdings nicht über das "richtig" und "falsch" meiner Entscheidungen schreiben, denn das habe ich nun bereits für mich entschieden.

Sicher werden nicht mehr alle hier meine Vorgeschichte wissen. Also ganz kurz zusammen gefasst: Ich kenne meinen Freund seit 2004, wir verliebten uns ineinander, als ich im Urlaub bei ihm im Land war (ist Belgier). Die Beziehung hielt nicht lange. Ich konnte ihn aber nie vergessen, er war immer in meinem Kopf. Im Herbst 2010 kamen wir wieder zusammen bis Mai 2012. Damals trennte ich mich von ihm. Er ist beruflich sehr viel in der Welt unterwegs, er versprach damals etwas für uns zu ändern (und viele andere Dinge), funktionierte nur alles nicht und er konnte es nicht umsetzen. Wir kamen im Dez. 12 wieder zusammen, weil er sehr um mich kämpfte, hatten auch in der Zeit von Mai 12 bis Dez. 12 regelmäßig Kontakt. Jedenfalls trennte er sich bereits im Januar von mir, er hatte mir verheimlicht, dass er sich in LA eine Wohnung gekauft hat. Dies hatte er schon in die Gänge gebracht, als wir bereits getrennt waren. Da ich den USA gegenüber immer ein wenig skeptisch war (weils eben so weit weg ist), hat er es sich nicht getraut mir zu sagen und hat in einer Kurzschlussreaktion Schluss gemacht. Ich schrieb damals auch hier in einem anderen Thread, da ging es mir extrem schlecht.

Ich bin seit bereits Mitte Februar nun wieder mit meinem Freund zusammen. Wir haben nun vieles besprochen und wissen nun so ungefähr, wie es weiter gehen soll. Fakt ist, dass die Beziehung so, wie sie vorher war, mit dem so wenig sehen etc. nicht weiter funktioniert. Und nun gehe ich einen Schritt auf ihn zu, habe nun auch mit meinem Chef gesprochen, bzgl. Kündigung. Ich werde zu ihm in die USA gehen, da er dieses Jahr mehr dort ist, sowohl beruflich als auch privat. Ich möchte Ende Mai zu ihm, er ist dann beruflich in den USA unterwegs, also gleich eine harte Zeit, aber ich denke, dass ist der beste Zeitpunkt für mich um zu sehen, ob ich das alles so kann. Außerdem sehe ich nun das Positive daran: Ich lerne ganz viele Orte kennen, von denen eigentlich jeder träumt dort schon einmal gewesen zu sein. Ich hatte ihn auch Anfang März in LA besucht, ich war zum 1. Mal dort und ja, es ist eigentlich alles, was ich gesehen habe, total schön. Dort machte er mir auch einen Heiratsantrag, obwohl das Thema heiraten für ihn sonst immer weit weit weg war, aber ich denke dass es ihm nun ernst ist und er weiß, dass es nicht mehr ewig hin und her gehen kann. Genau genommen ist er nun also mein Verlobter.

Wie geschrieben, habe ich nun vor für 3-6 Monate einfach in die USA zu gehen. Ich bin eigentlich sonst immer jemand, der im Leben zwei Mal überlegt, wie er etwas umsetzt, durchdenke alles und gehe nicht auf Risiko. Das ist das 1. Mal, auch dass ich mich ziemlich von ihm abhängig mache. Ich bin aber der Meinung, dass das einfach kurzzeitig so sein muss um auch einmal einen Alltag zu leben. Er liebt die USA, für ihn ist alles perfekt dort, ich finde es auch schön dort, nur bin ich aufgrund der mangelnden Erfahrung vor Ort, noch nicht so euphorisch wie er.

Weshalb ich eigentlich den Thread eröffnet habe: Wer von euch, stand schon einmal an einem ähnlichen Punkt? Klar, das Leben besteht aus Veränderungen und man ist ständig im Wandel. Allerdings sind die Schritte, die ich vor habe doch sehr gravierend. Meinem Chef tat es um mich als Kollegin unglaublich Leid, er muss meine Stelle auch neu besetzen, wenn ich raus bin, meinte aber auch, dass ich anfragen kann, sollte ich wieder zurück sein und zurück wollen. Dieses Angebot hat mich sehr gefreut und ist nicht selbstverständlich. Er konnte mich sogar aus privater Sicht verstehen.

Meine Familie ist natürlich auch sehr traurig und meine Freunde auch. Die sind alle ziemlich down wegen meinem Vorhaben, was mich noch zusätzlich verunsichert. Andererseits: Klar, sie hängen auch an mir.


Gibts noch andere USA "Auswanderer" oder Leute, die für eine bestimmte Zeit vielleicht sogar auch wegen ihrem Partner in den USA waren?


Was denkt ihr, wie kann ich nun am besten mit meinen Ängsten vor etwas Neuem umgehen? Wer kennt diese Ängste und was macht ihr, damit ihr nicht platzt bis es soweit ist?


Alles Liebe


Callebaut

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6. April 2013 um 15:56

Also:
Es ist durchaus so, dass er nächstes Jahr zB dann wieder mehr in Europa sein wird. Ich "ziehe" nicht jedes Mal hinter ihm her. Ich ziehe ja auch jetzt nicht direkt in die USA, was ja auch nicht mal eben so einfach geht! Ich bleibe erst einmal für eine bestimmte Zeit. Ich möchte einen Alltag mit ihm leben, einfach um zu sehen, wie es ist. Den hatten wir noch nie. Bei uns gab es nur immer die Entfernung. Und um zu sehen, ob das überhaupt alles so klappt, gehe ich diesen Schritt. Lana hat das schon gut erkannt!

Übrigens bleibt auch für ihn nicht alles wie es bisher ist. Auch er hat dann endlich jemand an seiner Seite. Auch er war immer allein ohne Partnerin in der Welt unterwegs und auch das hat er auf gewisse Art langsam satt. Er will mit mir die Erlebnisse teilen und ich meine, hey, ich bin 25 warum sollte ich das nicht nutzen? Ich habe viel zu lange an meinem alten Leben fest gehalten aus Angst.

Außerdem wollte ich dir noch schreiben, dass man nicht seine Familie und Freunde "aufgibt", nur weil man einen Schritt für sich entscheidet. Sicher tut es weh und ich werde sie extrem vermissen, nur bisher vermisse ich ihn auch immer und da können meine Freunde und meine Familie noch so liebe Worte an mich richten und mich in den Arm nehmen, das Problem verschwindet erst, wenn ich in SEINEN Armen bin.

@Daphne: über das Finanzielle brauche ich mir keine Sorgen machen, das ist durch ihn gesichert und sollte im allerschlimmsten Fall mal doch eine Trennung statt finden, so habe ich auch noch etwas angespartes um wieder zurück nach Dtl. zu können. Und danke dir für deinen Zuspruch!

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6. April 2013 um 17:14

@edschi
Hey du,

Ich kenne auch einige, die als Austauschschüler oder Au pair ins Ausland sind. Meist passiert so etwas ja direkt nach dem Abi. Die Jenigen haben in der Regel auch noch kein aufgebautes, berufliches Leben. Da geht man eher dieses Risiko ein. Der Schritt mit meinem Chef zu reden war echt total schwer. Hab noch immer ein Kloß im Hals, wenn ich dran denke. Aber ich denke auch, dass es richtig ist.

Als ich nun erstmals in LA war, fiel mir auf wie weit weg es ist. Wenn ich mit meinem Schatz sonst immer geskyped habe, kam es mir echt wie um die Ecke vor, erst der Flug und der Jetlag zeigten mir, was Sache ist. *lach*

Trotzdem zerfrisst mich meine Angst vor dem "Unbekannten", das nervt mich ziemlich und dadurch kann ich auch meine Freude darüber auch noch nicht so ganz genießen.

Vielen Dank für deine Lieben Worte

PS: Den Sauerbraten habe ich noch nicht probiert nach zu kochen! Aber das kommt noch!! Danke nochmal!

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6. April 2013 um 18:08

Hallo callebaut
hm hast du dir denn mal gedanken über die einwanderungsbestimmungen gemacht, oder dich eingelesen ? mit welchem status willst du denn einreisen ? als touristin ? als verlobte ?
http://www.auswandern-info.com/usa/visa.html#.UWBG9qI8MTZ

hat er eine greencard ? unbefristet , oder als handelsvisum ?

hast du mal überlegt wie du dir da die zeit vertreiben willst ?

amerika ist wirklich ein schönes land, und ich habe die leute auch als sehr freundlich kennen gelernt. habe allerdings nicht dort gelebt. vielleicht wär es dann anders. aber das weiss ich so nicht.

an deiner stelle würde ich ehrlich gesagt nicht mit ihm dahin reisen. das liegt aber einzig an der unsteten beziehung.
wenn überhaupt dann sei froh das dein chef dir gesagt hat das du gerne wieder anklopfen kannst .
behalte im hinterkopf das du zurück kannst. und hab keine angst dein gesicht zu verlieren wenn du zurück kommst !
dann bist du ebend wieder um eine erfahrung reicher.

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6. April 2013 um 18:23
In Antwort auf mai_11959300

Hallo callebaut
hm hast du dir denn mal gedanken über die einwanderungsbestimmungen gemacht, oder dich eingelesen ? mit welchem status willst du denn einreisen ? als touristin ? als verlobte ?
http://www.auswandern-info.com/usa/visa.html#.UWBG9qI8MTZ

hat er eine greencard ? unbefristet , oder als handelsvisum ?

hast du mal überlegt wie du dir da die zeit vertreiben willst ?

amerika ist wirklich ein schönes land, und ich habe die leute auch als sehr freundlich kennen gelernt. habe allerdings nicht dort gelebt. vielleicht wär es dann anders. aber das weiss ich so nicht.

an deiner stelle würde ich ehrlich gesagt nicht mit ihm dahin reisen. das liegt aber einzig an der unsteten beziehung.
wenn überhaupt dann sei froh das dein chef dir gesagt hat das du gerne wieder anklopfen kannst .
behalte im hinterkopf das du zurück kannst. und hab keine angst dein gesicht zu verlieren wenn du zurück kommst !
dann bist du ebend wieder um eine erfahrung reicher.

Klar, haben wir uns schon Gedanken gemacht
Es ist so: Er hat eine unbefristete Greencard. Ich werde mit großer Wahrscheinlichkeit erst einmal für 3 Monate hinfliegen, das gilt als Urlaub, dafür benötige ich noch kein Besuchervisum. Ich bin aber am überlegen, ob ich mir nicht doch schon eines hole für 6 Monate, mit der Begründung, dass ich bei meinem Partner sein möchte. Es ist aber so, dass ich definitiv schon Ende Mai da sein möchte und ich habe gehört, dass es mit dem Besuchervisum durchaus länger dauern kann. Daher scheue ich mich da noch davor.

Was ich machen möchte, weiß ich im Groben schon. Ich würde gern ein Fernstudium (ein Deutsches! ) beginnen als Raumgestalterin, das sagt mir total zu und ich hab da ein gutes Händchen drin. Es ist was völlig anderes, als ich bisher gemacht habe.

Dass ich dort nicht arbeiten gehen darf, weiß ich übrigens!

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6. April 2013 um 18:34
In Antwort auf callebaut1

Klar, haben wir uns schon Gedanken gemacht
Es ist so: Er hat eine unbefristete Greencard. Ich werde mit großer Wahrscheinlichkeit erst einmal für 3 Monate hinfliegen, das gilt als Urlaub, dafür benötige ich noch kein Besuchervisum. Ich bin aber am überlegen, ob ich mir nicht doch schon eines hole für 6 Monate, mit der Begründung, dass ich bei meinem Partner sein möchte. Es ist aber so, dass ich definitiv schon Ende Mai da sein möchte und ich habe gehört, dass es mit dem Besuchervisum durchaus länger dauern kann. Daher scheue ich mich da noch davor.

Was ich machen möchte, weiß ich im Groben schon. Ich würde gern ein Fernstudium (ein Deutsches! ) beginnen als Raumgestalterin, das sagt mir total zu und ich hab da ein gutes Händchen drin. Es ist was völlig anderes, als ich bisher gemacht habe.

Dass ich dort nicht arbeiten gehen darf, weiß ich übrigens!


ja ok. dann bist du ja beschäftigt.
aber misch dich auch unter das volk ! sonst fällt dir die decke auf den kopf wenn du zu hause nur vor dem pc hängst, wg des fernstudiums.

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6. April 2013 um 18:48
In Antwort auf mai_11959300


ja ok. dann bist du ja beschäftigt.
aber misch dich auch unter das volk ! sonst fällt dir die decke auf den kopf wenn du zu hause nur vor dem pc hängst, wg des fernstudiums.

Ich weiß!
Ich hab ja auch schon ein Teil seiner Leute in LA kennen gelernt. Wenn wir also in LA sind, dann ist das ok, die waren soweit erstmal alle supernett. Außerdem wäre dann dort ja noch das Wasser! Ich glaub dann chill ich die ganze Zeit am Venice beach. Das brauche ich eigentlich auch mal. Ich hoffe ich kann dann auch echt runter schalten

Was ich außerdem noch schreiben wollte: Sicher war unsere Beziehung bisher holprig, aber das war nun einmal auch aufgrund der Entfernung so. Man muss sich ja eine Chance geben und nicht schon alles ausschließen nur wegen vergangenen Dingen.

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7. April 2013 um 9:59

Gibt es denn...
..vielleicht noch irgendwelche Ideen, was man tun kann, um diese Ängste vor etwas Neuem ein wenig einzudämmen? Darum geht es mir ja primär in diesem Thread. Was kann ich da tun, weils mich doch arg beschäftigt.

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