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Forum / Liebe & Beziehung

Angst vor der eigenen Courage...

Letzte Nachricht: 2. Oktober 2007 um 9:33
K
keysha_12352069
01.10.07 um 15:03

Mein Mann hatte ein Verhältnis, was er vor einigen Monaten beendet hat. Doch in der Folgezeit spürte ich, daß er nicht glücklich war. Ein Gespräch gab Klärung, er liebt sie vermutlich immer noch. Jetzt gibt es sogar wieder erste Kontakte per SMS. Ich habe ihm gesagt, daß jetzt nur noch eine Trennung in Frage kommt. Zu lange habe ich gelitten, gehofft, versucht, neues Vertrauen zu finden und wurde wieder enttäuscht. Am Wochenende hat er eine neue Wohnung gefunden. Nun ist es also soweit: In vier Wochen zieht er aus. Ihm geht es nicht gut, mir geht es nicht gut. Im Grunde wissen wir beide, daß es das beste ist, wenn wir uns (vorerst?) trennen. Trotz allem, was er mir angetan hat, liebe ich ihn noch, habe Angst, ihn endgültig zu verlieren. Aber das (eigentlich harmonische) Zusammenleben hat ja an seinen Gefühlen zu der anderen nichts geändert. Wir haben zwei kleine Kinder, ich weiß gar nicht, wie ich das erklären soll und was ist, wenn wir uns irgendwann versöhnen wollen? Dieses Hin und Her wollte ich den Kleinen eigentlich ersparen. Aber will ich ihn überhaupt noch, wenn er erstmal alleine lebt, vielleicht sogar seine gewonnene Freiheit in vollen Zügen genießt? Mein Mann hat auch Angst vor diesem Schritt. Aber es führt wohl kein Weg daran vorbei... Vielleicht kann ja mal von Euch jemand aus seinen Erfahrungen berichten? Danke dafür im Voraus.

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A
alef_12560245
01.10.07 um 15:22

Angst vor der eigenen Courage....
Mein Problem ist ähnlich (ich habe es auch schon in einem anderen Beitrag gepostet), aber du oder ihr seid schon einen Schritt voraus. Ihr wisst beide, dass es für Euch das Beste ist. Dass ihr beide Euch nicht gut fühlt kann ich nachvollziehen. Mir geht es ja nach meiner Trennung auch bescheiden. Auch ich habe Zweifel ob es richtig oder endgültig ist, genau wie du. Obwohl unser zusammenleben harmonisch war ist in unserer Beziehung doch etwas auf der Strecke geblieben. Ich kann dir zu deiner Situation mit den Kindern keine Erfahrung schildern, weil ich selber keine habe.Ich weiss nur, dass es auch fürden dergeht schrecklich ist auch wenn er schon eine andere hat. Ob es noch eine Zukunft für Euch gibt kannst du dir jetzt sicher nicht beantworten und du solltest aus meiner Sicht auch jetzt nicht darüber nachdenken. Wenn es eine Zukunft für Euch gibt dann wirst du dich in ihn und er sich in dich neu verlieben und das aber erst nach einiger Zeit.

Deine Entäuschung ist sicher riesig, schließlich hast du versucht erneut Vertrauen aufzubauen und um die Beziehung gekämpft. Dies sollte dir auf jeden Fall mehr Sicherheit geben, dass es so das beste ist momentan. Die andere Situation, nämlich das Gefühl dem Partner nicht die Chance gegeben zu haben für die Beziehung zu kämpfen ist finde ich viel viel schlimmer.

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K
keysha_12352069
01.10.07 um 16:58
In Antwort auf alef_12560245

Angst vor der eigenen Courage....
Mein Problem ist ähnlich (ich habe es auch schon in einem anderen Beitrag gepostet), aber du oder ihr seid schon einen Schritt voraus. Ihr wisst beide, dass es für Euch das Beste ist. Dass ihr beide Euch nicht gut fühlt kann ich nachvollziehen. Mir geht es ja nach meiner Trennung auch bescheiden. Auch ich habe Zweifel ob es richtig oder endgültig ist, genau wie du. Obwohl unser zusammenleben harmonisch war ist in unserer Beziehung doch etwas auf der Strecke geblieben. Ich kann dir zu deiner Situation mit den Kindern keine Erfahrung schildern, weil ich selber keine habe.Ich weiss nur, dass es auch fürden dergeht schrecklich ist auch wenn er schon eine andere hat. Ob es noch eine Zukunft für Euch gibt kannst du dir jetzt sicher nicht beantworten und du solltest aus meiner Sicht auch jetzt nicht darüber nachdenken. Wenn es eine Zukunft für Euch gibt dann wirst du dich in ihn und er sich in dich neu verlieben und das aber erst nach einiger Zeit.

Deine Entäuschung ist sicher riesig, schließlich hast du versucht erneut Vertrauen aufzubauen und um die Beziehung gekämpft. Dies sollte dir auf jeden Fall mehr Sicherheit geben, dass es so das beste ist momentan. Die andere Situation, nämlich das Gefühl dem Partner nicht die Chance gegeben zu haben für die Beziehung zu kämpfen ist finde ich viel viel schlimmer.

Abstand
Ja, Deinen Beitrag habe ich auch gelesen und die Parallen erkannt. Ich finde nicht, daß wir Dir/Euch schon einen Schritt voraus sind. Wir wissen nicht, was für uns das Beste ist. Ich denke nur aus einer Schutzhaltung heraus, daß ich Abstand brauche, um nicht wieder verletzt zu werden. Das ist sicher auch das, was Deine Frau braucht: Abstand. Du willst sie trösten, aber das kannst Du nicht, denn Du hast den Schmerz verursacht. Du mußt ihr Gelegenheit geben, Dich zu hassen - so habe ich es auch schon zu hören bekommen. Aber ich schaffe es nicht, meinen Mann zu hassen, für das, was er mir angetan hat. Er ist (genau wie Du) immer noch sehr bemüht um mich, schreibt mir liebe Mails, ruft an, wenn ich mich nicht melde. Es ist sehr sehr schwer für mich, abzuschalten, jedes Zeichen von ihm ist ein Hoffnungsschimmer für mich. Also gib auch Du Deiner Frau die Gelegenheit, Abstand zu gewinnen. Sicher ist es hart, was passiert ist, aber Du kannst es nicht rückgängig machen. Vielleicht bist Du in ein paar Wochen ebenfalls klüger, aber momentan kann man wohl nicht viel ausrichten. So sehe ich das bei uns auch. Wir müssen da wohl jetzt durch.

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I
iris_12527557
01.10.07 um 17:18

Ich glaube die Trennung
ist für euch im Moment die beste Lösung. Manchmal muss du man einander loslassen und sich neu zu finden. Vielleicht könnt ihr euch mit Hilfe einer Paarberatung herausfinden, was bei euch letztendlich schief gelaufen ist. Warst du zu stark auf deine Kinder fixiert? Ich kann dir nur abraten, zu versuchen, deinen Mann zu hassen. Hass bindet genau so stark wie Liebe und es tut nicht gut, den Vater seiner Kinder zu hassen, lehnst du den Vater ab, lehnst du auch zum Teil deine Kinder ab und das wirkt sich verhängnisvoll aus. Erwachsene mündige Menschen können sich auch
vernünftig trennen, auch wenn es Verletzungen gab. Und es ist wirklich wichtig, wenn man als Eltern trotz Trennung für die Kinder da ist und sorgt. Ich kenne mehr als ein Paar, die trotz Trennung die besten Freunde geblieben sind.
Gruß Melike

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K
keysha_12352069
01.10.07 um 19:02
In Antwort auf iris_12527557

Ich glaube die Trennung
ist für euch im Moment die beste Lösung. Manchmal muss du man einander loslassen und sich neu zu finden. Vielleicht könnt ihr euch mit Hilfe einer Paarberatung herausfinden, was bei euch letztendlich schief gelaufen ist. Warst du zu stark auf deine Kinder fixiert? Ich kann dir nur abraten, zu versuchen, deinen Mann zu hassen. Hass bindet genau so stark wie Liebe und es tut nicht gut, den Vater seiner Kinder zu hassen, lehnst du den Vater ab, lehnst du auch zum Teil deine Kinder ab und das wirkt sich verhängnisvoll aus. Erwachsene mündige Menschen können sich auch
vernünftig trennen, auch wenn es Verletzungen gab. Und es ist wirklich wichtig, wenn man als Eltern trotz Trennung für die Kinder da ist und sorgt. Ich kenne mehr als ein Paar, die trotz Trennung die besten Freunde geblieben sind.
Gruß Melike

Hast ja Recht...
Natürlich kann man sich auch vernünftig trennen und die Tendenz ist ja auch da. Immerhin habe ich jede Menge ertragen, ohne unfair zu werden. Ich habe und werde auch gegenüber den Kindern niemals schlecht über ihn reden. Nein, ich war nicht zu sehr auf die Kinder fixiert. Ganz bestimmt nicht. Wir haben immer Wert darauf gelegt, auch als Paar zu gelten, nicht bloß als Eltern. Wir haben einen Babysitter bestellt, um etwas alleine unternehmen zu können, haben die Kinder früh ins Bett gebracht, um dann noch was vom Abend zu haben und nicht bloß Fernsehen. Nein, wir hatten uns auch noch nicht auseinandergelebt. Wir hatten uns viel zu sagen, haben gemeinsame Träume, eigentlich hat alles gepaßt. Deshalb wäre ich auch im Traum nicht darauf gekommen. Mein Mann kann auch nicht erklären, warum es passiert ist. Er beteuert immer wieder, daß ihm an mir nichts stört, ich seine Traumfrau bin, er aber auch nicht erklären kann, was ihn an der anderen Frau so fasziniert. Es ist zum Heulen. Wenn wir zusammen sind, ist alles mitunter noch wunderschön, manchmal können wir die Sorgen einfach ausklammern. Aber die Lügen haben nicht aufgehört und da er zu einer Paartherapie nicht bereit ist, habe ich keine andere Lösung gesehen. Vielleicht hast Du Recht und wir müssen einander erst einmal loslassen können. Aber die Vorstellung, daß wir uns immer wieder wegen der Kinder über den Weg laufen, ist schrecklich für mich.

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I
iris_12527557
02.10.07 um 9:33

Hab noch eine Idee,
vielleicht könnt ihr einfach mal für ein paar
Wochen vereinbaren, dass ihr euch nicht seht
oder hört, dass du einfach mal ein bißchen zur Ruhe kommst. Oder du ihm die Kinder überläßt ohne selbst mit ihm Kontakt zu haben. Ich finde du solltest einfach schauen, wie du deinen Schmerz minimieren kannst. Vielleicht merkt er dann auch, dass du ihm fehlst. Und wenn es für dich richtig ist, geh eben alleine zu einer Beratung, es geht ja auch um die Kinder und da ist es wirklich sehr hilfreich,wenn man da Unterstützung von kompetenter Stelle hat.
Vielleicht läßt sich da dann auch dein Mann
mit einbinden, wenn es um die Kinder geht.
Was hast du noch zu verlieren?
Gruß Melike

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