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Angst vor dem Scheidungstermin

13. Mai 2012 um 14:14

Wir sind nach 10Jahren Beziehung (3 Jahren Ehe) nun schon wieder fast 2 Jahre getrennt und jetzt habe ich am 21.05 den Scheidungs-Termin vor Gericht. Irgendwie hab ich da voll Angst vor. Seine Anwältin wird wahrscheinlich dabei sein? Ich hab ja keinen und sitze dann alleine da..Ich hoffe nur ich muss nicht heulen...ich wollte die Scheidung, nicht er, aber ich fühle mich wie der totale Versager...wir habens einfach nicht geschafft.Wieder haben will ich ihn nicht, als Freund schon...wie soll ich den Termin nur rum bekommen? Hat schon jemand Erfahrung?

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14. Mai 2012 um 7:30

Vor ziemlich genau einem Jahr...
...wars bei mir soweit. Ich hatte auch ein total ungutes Gefühl. Angst nicht, berufsbedingt. Ich hatte auch keine Anwältin, er schon. Ich bin allein hingegangen, hab ihn vorher drum gebeten, dass er auch allein, also nur mit seiner Anwältin kommen soll... und sonst niemanden mitbringen. Er hat mir den Gefallen getan.

Vor dem Gerichtssaal haben wir uns dann gesehen und unterhalten. Ich hab ihn gefragt, ob er sich freut. Er hat verneint. Auch er hatte "Angst". Das hat mich wiederrum beruhigt, weil ich gesehen habe, dass es ihn auch bewegt. Dann kam die Anwältin hinzu und wir haben uns zu dritt unterhalten. Der Scheidungstermin dauerte überhaupt nicht lange, es war bereits vorher alles geklärt. Danach bin ich mit ihm zum Parkplatz gegangen, verabschiedet und nach Hause. Und war nur noch erleichtert!!!

Ich verstehe deine Ängste, aber du wirst sehen, so schlimm ist es gar nicht! Das packst du schon

Ach ja und solltest du weinen müssen, dann wein halt. Warum soll man nicht traurig sein, wenn etwas scheitert, was eigentlich für immer hätte halten sollen. Da brauchst du dich auch nicht schämen...

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14. Mai 2012 um 17:07

Ich denke,
es ist völlig in ordnung,wenn du weinst...
mein freund hat auch in 4 wochen seinen scheidungstermin...auch wenn wir sehr glücklich sind,bin ich mir sehr sicher,dass auch er weinen wird...die beiden waren 10 jahre verheiratet.mein freund und seine zukünftige exfrau haben sogar einen gemeinsamen anwalt genommen...

1. ist er (wie ich) nah am wasser gebaut und darüber gesprochen haben wir auch
und 2. darf man nicht vergessen,dass ein lebensabschnitt zu ende geht,in dem man viele hoffnungen gesetzt hat...

ja sicher ist die ehe vorbei...warum man damit immer wieder das wort "gescheitert" verbindet,kann ich allerdings nicht nachvollziehen...
als würde es sich dabei um einen kampf handeln,bei dem es darum gilt,unbedingt zu gewinnen...

weine also ruhig...danach wirst du wie jeden tag ins bettchen gehen und am nächsten morgen aufstehen...und hast eben nur einen "haken" an einen lebensabschnitt gemacht...

ps. ich nehme seine tränen sicher nicht persönlich,weil ich diesen termin eben als das ansehe,was es ist...ein schlusspunkt hinter einen teil seiner vergangenheit...und da darf man ruhig mal rührselig werden...wer das so eiskalt wegstecken kann,der muss echt tod sein


alles gute für dich...und lass dir von niemanden erzählen,wie du dich an diesem tag zu fühlen hast....das ist deine ganz persönliche geschichte...

sky

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15. Mai 2012 um 7:28
In Antwort auf skyeye70

Ich denke,
es ist völlig in ordnung,wenn du weinst...
mein freund hat auch in 4 wochen seinen scheidungstermin...auch wenn wir sehr glücklich sind,bin ich mir sehr sicher,dass auch er weinen wird...die beiden waren 10 jahre verheiratet.mein freund und seine zukünftige exfrau haben sogar einen gemeinsamen anwalt genommen...

1. ist er (wie ich) nah am wasser gebaut und darüber gesprochen haben wir auch
und 2. darf man nicht vergessen,dass ein lebensabschnitt zu ende geht,in dem man viele hoffnungen gesetzt hat...

ja sicher ist die ehe vorbei...warum man damit immer wieder das wort "gescheitert" verbindet,kann ich allerdings nicht nachvollziehen...
als würde es sich dabei um einen kampf handeln,bei dem es darum gilt,unbedingt zu gewinnen...

weine also ruhig...danach wirst du wie jeden tag ins bettchen gehen und am nächsten morgen aufstehen...und hast eben nur einen "haken" an einen lebensabschnitt gemacht...

ps. ich nehme seine tränen sicher nicht persönlich,weil ich diesen termin eben als das ansehe,was es ist...ein schlusspunkt hinter einen teil seiner vergangenheit...und da darf man ruhig mal rührselig werden...wer das so eiskalt wegstecken kann,der muss echt tod sein


alles gute für dich...und lass dir von niemanden erzählen,wie du dich an diesem tag zu fühlen hast....das ist deine ganz persönliche geschichte...

sky

Warum man damit immer wieder das wort "gescheitert" verbindet,kann ich allerdings nicht nachvollzieh
Ich kanns dir sagen: Weils so im Gesetz steht
Eine Ehe muss nunmal unwiderruflich gescheitert sein um geschieden zu werden. Nicht die Eheleute als Personen sind gescheitert, sondern die Ehe an sich. Das ist der Unterschied.

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15. Mai 2012 um 7:38
In Antwort auf susiii123

Warum man damit immer wieder das wort "gescheitert" verbindet,kann ich allerdings nicht nachvollzieh
Ich kanns dir sagen: Weils so im Gesetz steht
Eine Ehe muss nunmal unwiderruflich gescheitert sein um geschieden zu werden. Nicht die Eheleute als Personen sind gescheitert, sondern die Ehe an sich. Das ist der Unterschied.

Tja
dann sollte auch dieses Gesetz mal überdacht werden...nur weils da steht,heisst das ja nicht,das es unbedingt richtig sein muss...also scheint es eine ehe ja vor dem gesetz auch eine einrichtung zu sein,bei der es um gewinnen und verlieren geht...und da wiederhole ich mich gern...totaler QUATSCH

sky

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15. Mai 2012 um 9:19
In Antwort auf skyeye70

Tja
dann sollte auch dieses Gesetz mal überdacht werden...nur weils da steht,heisst das ja nicht,das es unbedingt richtig sein muss...also scheint es eine ehe ja vor dem gesetz auch eine einrichtung zu sein,bei der es um gewinnen und verlieren geht...und da wiederhole ich mich gern...totaler QUATSCH

sky

Ein Synonym für Scheitern...
...wäre z. B. Misslingen. Etwas hat nicht funktioniert. Es wurde etwas nicht erreicht, was man erreichen wollte.

Gewinnen und Verlieren ist allein deine Auslegung und vom Gesetzgeber so nicht gemeint.

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15. Mai 2012 um 11:35
In Antwort auf susiii123

Ein Synonym für Scheitern...
...wäre z. B. Misslingen. Etwas hat nicht funktioniert. Es wurde etwas nicht erreicht, was man erreichen wollte.

Gewinnen und Verlieren ist allein deine Auslegung und vom Gesetzgeber so nicht gemeint.

Tja...mag
sein...ich frag mich dann nur,warum es genau DIESER wortlaut sein muss,der bei den menschen,die vorm anwalt auflaufen eben genau diese gefühl des VERSAGENS auslöst...diese menschen können eben NICHT den unterschied erkennen,ob nun die ehe gescheitert ist,oder eben die person...sie können eben NICHT den unterschied erkennen ,ob die ehe nicht funktioniert hat,oder die person....denn ohne personen funktioniert eine ehe eben nunmal nicht...und von daher sage ich es gern NOCHMAL...für mich ist dieser wortlaut in verbindung völliger quatsch...
das ist MEINE meinung...nicht mehr,aber auch nicht weniger...
du kannst es gern der te nochmal erklären,dass nicht SIE nicht funktioniert hat,sondern nur ihre ehe nicht...

sky

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15. Mai 2012 um 12:04
In Antwort auf skyeye70

Tja...mag
sein...ich frag mich dann nur,warum es genau DIESER wortlaut sein muss,der bei den menschen,die vorm anwalt auflaufen eben genau diese gefühl des VERSAGENS auslöst...diese menschen können eben NICHT den unterschied erkennen,ob nun die ehe gescheitert ist,oder eben die person...sie können eben NICHT den unterschied erkennen ,ob die ehe nicht funktioniert hat,oder die person....denn ohne personen funktioniert eine ehe eben nunmal nicht...und von daher sage ich es gern NOCHMAL...für mich ist dieser wortlaut in verbindung völliger quatsch...
das ist MEINE meinung...nicht mehr,aber auch nicht weniger...
du kannst es gern der te nochmal erklären,dass nicht SIE nicht funktioniert hat,sondern nur ihre ehe nicht...

sky

Genau so ist es...
...nicht SIE allein hat nicht funktioniert, sondern ihre EHE hat nicht funktioniert. Du sagst es ja selber. Die VERBINDUNG der beiden beteiligten Personen hat nicht funktioniert. Genau darum gibt es im Familienrecht das Schuldprinzip nicht mehr, sondern das Zerüttungsprinzip. Eben darum, weil die "Schuld" nicht bei einer Person allein gesucht werden kann!

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19. Mai 2012 um 19:25

Wieso hast Du
keine eigene Anwältin? Sie regelt den Versorgungsausgleich.

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21. Mai 2012 um 16:01
In Antwort auf susiii123

Vor ziemlich genau einem Jahr...
...wars bei mir soweit. Ich hatte auch ein total ungutes Gefühl. Angst nicht, berufsbedingt. Ich hatte auch keine Anwältin, er schon. Ich bin allein hingegangen, hab ihn vorher drum gebeten, dass er auch allein, also nur mit seiner Anwältin kommen soll... und sonst niemanden mitbringen. Er hat mir den Gefallen getan.

Vor dem Gerichtssaal haben wir uns dann gesehen und unterhalten. Ich hab ihn gefragt, ob er sich freut. Er hat verneint. Auch er hatte "Angst". Das hat mich wiederrum beruhigt, weil ich gesehen habe, dass es ihn auch bewegt. Dann kam die Anwältin hinzu und wir haben uns zu dritt unterhalten. Der Scheidungstermin dauerte überhaupt nicht lange, es war bereits vorher alles geklärt. Danach bin ich mit ihm zum Parkplatz gegangen, verabschiedet und nach Hause. Und war nur noch erleichtert!!!

Ich verstehe deine Ängste, aber du wirst sehen, so schlimm ist es gar nicht! Das packst du schon

Ach ja und solltest du weinen müssen, dann wein halt. Warum soll man nicht traurig sein, wenn etwas scheitert, was eigentlich für immer hätte halten sollen. Da brauchst du dich auch nicht schämen...

Mir geht es genauso....
ich habe meinen Mann vor 1 Jahr verlassen und hadere mit meinem Schicksal. Ich wollte so gern mit ihm alt werden und dass ich es nicht geschafft habe, macht mich echt fertig. Ich glaube allerdings, dass es ihm nicht so geht. Er ist offensichtlich mittlerweile mit seiner neuen Freundin glücklich und hat nicht diese Gedanken wie ich. Ist das die Strafe dafür, dass ich es war, die gegangen ist? Ihm ging es damals sehr schlecht - heute hat er - nach eigener Aussage - kein Problem damit, die Scheidungspapiere zu unterzeichnen. Und ich? Ich denke so oft darüber nach, ob ich einen Fehler gemacht habe oder ob ich noch länger hätte kämpfen müssen. Mein Vater hat mir vor ein paar Tagen gesagt, dass er mich für einen absolut schlechten Menschen hält, weil ich die ganze Familie kaputt gemacht hätte..... Es tut einfach nur weh.....

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