Forum / Liebe & Beziehung

Angst vor dem Alleinsein? Oder noch Gefühle?

18. Januar um 14:41 Letzte Antwort: 18. Januar um 17:12

Hallo liebes Forum,

hoffe erstmal alle sind gesund und überstehen die Corona-Zeit.

Zu meinem Problem:
Ich (m/22) bin jetzt seit gut 1,5 Jahren mit meiner Freundin (w/20) zusammen und zurzeit ziemlich überfragt.
Zum Anfang der Beziehung war ich ein seelisches Wrack und emotional ziemlich leer. Habe sie im Pflegeheim meiner Oma kennengelernt und hatte primär sexuelles Interesse. Nach ein paar Dates war ich mir sicher, dass aus verschiedenen Gründen keine Zukunft möglich ist. Auch spielte da meine Bindungsangst mit rein, aber auch einige Dinge an ihr, die den Eindruck erregten, dass sie nicht passend für eine monogame Beziehung ist. Jedoch stellte sich raus, dass das komplette Gegenteil der Fall ist. Irgendwie hat sie mich weich bekommen und nach mehreren Dates und versuchten Trennungen, haben wir es versucht. Es lief anfangs super. Ich bin ihr bis heute so dankbar, dass sie mich aus meinem depressiven Loch geholt hat und wir haben zwischenzeitlich auch über Haus,Kinder etc. nachgedacht.

Nun das große Problem: Es fing vor rund 5 Monaten an. Auslöser: Pornos. Sie fragte mich ob ich sowas denn gucke. Ich sagte: Hin und wieder ja, seit dem wir ein Paar sind aber sehr selten. Seitdem plagen sie Sorgen, fehlendes Selbstbewusstsein, ständige Kontrolle etc.
SIe will ständig meinen Verlauf sehen, mault mich an wenn eine Frau an uns vorbeigeht die hübsch ist. Dann heult sie wieder, es tut ihr alles so leid, sie könne ncihts dafür. Und das weiß/glaube ich auch. Mittlerweile ist sie alle 2 Tage sauer auf mich ohne einen halbwegs verständlichen Grund. Ich bin weder mit Freunden in Clubs (vor Corona), noch habe ich ein Interesse an anderen Frauen oder sonstiges geäußert. Es war alles super. Mittlerweile leide ich psychisch sehr darunter. Egal ob ich ausraste, einfühlsam rede... es ändert sich nichts.
Ich spiele immer mehr mit der Trennung, will aber auch nichts überstürzen. Ich bin wirklich ratlos.
Ich denke nicht, dass ich es bereuen würde, aber das weiß man ja nie. Ich hab so oft versucht, ihr klar zu machen, dass sie die schönste für mich ist und ich keine andere will. Aber das nimmt sie nicht an. Allle sind schöner, ich verlasse sie irgendwann blabalbla. Ich würde ihr so gerne helfen, aber es bringt alles nichts. Ich denke, da kann nur noch ein Psychologe helfen. Seitdem ich merke, dass ich zunehmen unglücklicher mit meinem Leben bzw. der Beziehung bin, sehe ich keinen Ausweg als eine Trennung.

Habt ihr vielleicht einen Rat?

Beste Grüße

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18. Januar um 15:36

Schwer,
du kannst ihr erklären das Pornos nichts mit eurem Sex zu tun haben (und mastubieren grundsäzlich) und etwas anderes sind. Erkläre ihr deine perspektive.

Die Frage ist aber eher was du grundsätzlich bei Ihr triggerst. Das Selbstbewusstsein wird wohl das problem sein, weil du wahrscheinlich ihr Selbstprobleme "vermeintlich" bestätigst (ich bin nicht schön genug...). Sie ist wahrscheinlich sehr stark geprägt durch Ihre eigenen Gedanken und Glaubenssätze. Sei ehrlich zu dir, glaubst du selbst es liegt am pornothema oder ist das ganze nicht auch schon vorher aufgetreten (vielleicht nicht ganz so markant)?

Weshalb hast du Sie denn damals als Pertnerin ausgeschlossen was für Probleme gab es in der Anfangszeit. Hart gefragt bist du dir sicher das Ihr zusammen seid, dass es passt oder einfach weil die Nähe/die Emotionen/der Sex einfach da waren? Warum hat sich deine Meinung durch das Zusammensein so stark gedreht?

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18. Januar um 16:14
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Hallo liebes Forum,

hoffe erstmal alle sind gesund und überstehen die Corona-Zeit.

Zu meinem Problem:
Ich (m/22) bin jetzt seit gut 1,5 Jahren mit meiner Freundin (w/20) zusammen und zurzeit ziemlich überfragt.
Zum Anfang der Beziehung war ich ein seelisches Wrack und emotional ziemlich leer. Habe sie im Pflegeheim meiner Oma kennengelernt und hatte primär sexuelles Interesse. Nach ein paar Dates war ich mir sicher, dass aus verschiedenen Gründen keine Zukunft möglich ist. Auch spielte da meine Bindungsangst mit rein, aber auch einige Dinge an ihr, die den Eindruck erregten, dass sie nicht passend für eine monogame Beziehung ist. Jedoch stellte sich raus, dass das komplette Gegenteil der Fall ist. Irgendwie hat sie mich weich bekommen und nach mehreren Dates und versuchten Trennungen, haben wir es versucht. Es lief anfangs super. Ich bin ihr bis heute so dankbar, dass sie mich aus meinem depressiven Loch geholt hat und wir haben zwischenzeitlich auch über Haus,Kinder etc. nachgedacht.

Nun das große Problem: Es fing vor rund 5 Monaten an. Auslöser: Pornos. Sie fragte mich ob ich sowas denn gucke. Ich sagte: Hin und wieder ja, seit dem wir ein Paar sind aber sehr selten. Seitdem plagen sie Sorgen, fehlendes Selbstbewusstsein, ständige Kontrolle etc.
SIe will ständig meinen Verlauf sehen, mault mich an wenn eine Frau an uns vorbeigeht die hübsch ist. Dann heult sie wieder, es tut ihr alles so leid, sie könne ncihts dafür. Und das weiß/glaube ich auch. Mittlerweile ist sie alle 2 Tage sauer auf mich ohne einen halbwegs verständlichen Grund. Ich bin weder mit Freunden in Clubs (vor Corona), noch habe ich ein Interesse an anderen Frauen oder sonstiges geäußert. Es war alles super. Mittlerweile leide ich psychisch sehr darunter. Egal ob ich ausraste, einfühlsam rede... es ändert sich nichts.
Ich spiele immer mehr mit der Trennung, will aber auch nichts überstürzen. Ich bin wirklich ratlos.
Ich denke nicht, dass ich es bereuen würde, aber das weiß man ja nie. Ich hab so oft versucht, ihr klar zu machen, dass sie die schönste für mich ist und ich keine andere will. Aber das nimmt sie nicht an. Allle sind schöner, ich verlasse sie irgendwann blabalbla. Ich würde ihr so gerne helfen, aber es bringt alles nichts. Ich denke, da kann nur noch ein Psychologe helfen. Seitdem ich merke, dass ich zunehmen unglücklicher mit meinem Leben bzw. der Beziehung bin, sehe ich keinen Ausweg als eine Trennung.

Habt ihr vielleicht einen Rat?

Beste Grüße

Mit 22 bereits an Haus und Kinder denken finde ich arg früh. 

Du kannst ihr vorschlagen eine Therapie einzugehen, mach ihr das irgendwie schmackhaft, so dass sie sich nicht vollkommen unbegabt fühlt. Sollte sie sich weigern, würde ich dir raten dich zu trennen. Ich würde auf keinen Fall den Therapeuten für sie "spielen".  Das würde ihr und dir zusätzlich einiges erschweren. 

Du schreibst von deiner Bindunsangst, ist das mal professionell diagnostiziert worden oder wie kommst du darauf? Ansonsten würde dir sicherlich auch eine Therapie nicht schaden. 

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18. Januar um 16:38

Danke erstmal für euer Feedback!
Zum Thema warum es damals eigentlich keine Zukunft gab in meinen Augen, war ein Tattoo an einer bestimmten Stelle mit einem bestimmten Satz, der mich darauf schließen ließ, dass sie eher wechselnde Sexpartner im Sinne hat.
Sie hat eine schwierige Vergangenheit gehabt (Stiefvater war narzistisch + erpressen von Bidlern in Unterwäsche). Ich denke, dass hat sie nie aufgearbeitet. Das fehlende Selbstbewusstsein wird noch weniger durch ständige Vergleiche mit anderen Frauen. Dann fragt sie mich, ob ich lieber so eine Frau hätte. Ich habe dann immer gesagt, dass ich glücklich mit ihr bin und es keinen Grund für mich gibt, andere Frauen in Betracht zu ziehen. Würde sie nur weinen und sich hässlich fühlen, könnte ich damit besser umgehen, als mich ständig anmaulen zu lassen für DInge, die sich nur in ihrem Kopf abspeieln. Würde ich mich trennen, würde ich mich irgendwie schuldig fühlen. Aber man lebt nur einmal und ich habe auch schwere Zeiten hinter mir und will glücklich sein im Leben. Kann man das verstehen oder ist das egoistisch gedacht? :/

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18. Januar um 16:45
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Danke erstmal für euer Feedback!
Zum Thema warum es damals eigentlich keine Zukunft gab in meinen Augen, war ein Tattoo an einer bestimmten Stelle mit einem bestimmten Satz, der mich darauf schließen ließ, dass sie eher wechselnde Sexpartner im Sinne hat.
Sie hat eine schwierige Vergangenheit gehabt (Stiefvater war narzistisch + erpressen von Bidlern in Unterwäsche). Ich denke, dass hat sie nie aufgearbeitet. Das fehlende Selbstbewusstsein wird noch weniger durch ständige Vergleiche mit anderen Frauen. Dann fragt sie mich, ob ich lieber so eine Frau hätte. Ich habe dann immer gesagt, dass ich glücklich mit ihr bin und es keinen Grund für mich gibt, andere Frauen in Betracht zu ziehen. Würde sie nur weinen und sich hässlich fühlen, könnte ich damit besser umgehen, als mich ständig anmaulen zu lassen für DInge, die sich nur in ihrem Kopf abspeieln. Würde ich mich trennen, würde ich mich irgendwie schuldig fühlen. Aber man lebt nur einmal und ich habe auch schwere Zeiten hinter mir und will glücklich sein im Leben. Kann man das verstehen oder ist das egoistisch gedacht? :/

nein, alles gut. Du gehst besser heute als morgen. 

Jeder ist für sich selbst verantwortlich. 

Meine Güte, ihre Unsicherheit naht an Unterstellung zu Unterstellung. Hilfe. 

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18. Januar um 17:12
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Zu meinem Problem:
Ich (m/22) bin jetzt seit gut 1,5 Jahren mit meiner Freundin (w/20) zusammen und zurzeit ziemlich überfragt.
Zum Anfang der Beziehung war ich ein seelisches Wrack und emotional ziemlich leer. Habe sie im Pflegeheim meiner Oma kennengelernt und hatte primär sexuelles Interesse. Nach ein paar Dates war ich mir sicher, dass aus verschiedenen Gründen keine Zukunft möglich ist. Auch spielte da meine Bindungsangst mit rein, aber auch einige Dinge an ihr, die den Eindruck erregten, dass sie nicht passend für eine monogame Beziehung ist. Jedoch stellte sich raus, dass das komplette Gegenteil der Fall ist. Irgendwie hat sie mich weich bekommen und nach mehreren Dates und versuchten Trennungen, haben wir es versucht. Es lief anfangs super. Ich bin ihr bis heute so dankbar, dass sie mich aus meinem depressiven Loch geholt hat und wir haben zwischenzeitlich auch über Haus,Kinder etc. nachgedacht.

Nun das große Problem: Es fing vor rund 5 Monaten an. Auslöser: Pornos. Sie fragte mich ob ich sowas denn gucke. Ich sagte: Hin und wieder ja, seit dem wir ein Paar sind aber sehr selten. Seitdem plagen sie Sorgen, fehlendes Selbstbewusstsein, ständige Kontrolle etc.
SIe will ständig meinen Verlauf sehen, mault mich an wenn eine Frau an uns vorbeigeht die hübsch ist. Dann heult sie wieder, es tut ihr alles so leid, sie könne ncihts dafür. Und das weiß/glaube ich auch. Mittlerweile ist sie alle 2 Tage sauer auf mich ohne einen halbwegs verständlichen Grund. Ich bin weder mit Freunden in Clubs (vor Corona), noch habe ich ein Interesse an anderen Frauen oder sonstiges geäußert. Es war alles super. Mittlerweile leide ich psychisch sehr darunter. Egal ob ich ausraste, einfühlsam rede... es ändert sich nichts.
Ich spiele immer mehr mit der Trennung, will aber auch nichts überstürzen. Ich bin wirklich ratlos.
Ich denke nicht, dass ich es bereuen würde, aber das weiß man ja nie. Ich hab so oft versucht, ihr klar zu machen, dass sie die schönste für mich ist und ich keine andere will. Aber das nimmt sie nicht an. Allle sind schöner, ich verlasse sie irgendwann blabalbla. Ich würde ihr so gerne helfen, aber es bringt alles nichts. Ich denke, da kann nur noch ein Psychologe helfen. Seitdem ich merke, dass ich zunehmen unglücklicher mit meinem Leben bzw. der Beziehung bin, sehe ich keinen Ausweg als eine Trennung.

Habt ihr vielleicht einen Rat?

Beste Grüße

Die Problematik besteht darin, dass du kein Therapeut bist und nichts, was du sagst oder tust, wird ihre Unsicherheit jemals besser machen.

Sie muss ihr Problem erkennen und sich Hilfe suchen. Dafür bist du nicht zuständig und du musst ihren Weg der Heilung auch nicht mit ihr gemeinsam gehen.

Allgemein sind Beziehungen eher ein Hindernis, um vergangene Sachen aufzuarbeiten und an sich zu arbeiten.

Also würdest du ihr einen gefallen tun auch wenn es sich für sie nicht so anfühlen wird. Dafür müsstest du aber ehrlich sein, ihr sagen dass sie so Beziehungsfähig ist und an sich arbeiten muss.

Dann kannst du dich mit einem reinem Gewissen trennen. Denn du hast ein Recht darauf, glücklich zu sein und solltest niemals die Rolle als Therapeuten eingehen.

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