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Angst Freund nicht mehr zu lieben

15. Januar 2014 um 15:06

Hallo,

Ich bin nue hier und brauche dringend Hilfe.
Seit ca 1 Monat geht es mir nun schon schlecht. Alles fing damit an, dass mir an einem sehr stressigen Tag der Gedanke in den Kopf kam meinen Freund vielleeicht nicht mehr zu lieben. Seitdem hat mich dieser Gedanke nicht mehr losgelassen. Ich habe immer wieder versucht ihn zu verdrängen und es auch immer mehr geschafft. In der Weihnachtszeit kam er manchmal nur noch 2-3 mal am Tag in den Kopf. Dieser Gedanke hat so eine ANgst in mir ausgelöst. Jedes Mal wenn ich an meinen Freund gedacht habe hatte ich Angst. Als ich nach Weihnachten wieder zu ihm ging hatte ich den Gedankne für 2 Tage ganz berdrängt und war wieder super glücklich mit meinem Freund. Doch dann kam er wieder und hat mich wieder nciht losgelassen. Ständige Angst verfolgte mich und ich konnte alles nciht mehr genießen. In der letzten Woche bin ich dann völlig zusammengebrochen, hatte nur noch Angst und dachte ich würde verrückt werden. Das Wochenede bei ihm war ein Trauerspiel für mich. Ich hab mich so entfernt von ihm gefühlt, dass es mir wehtut. Ich weiß einfach mitlerweile nicht mehr was ich denke und was ich fühle.. Ich möchte ihn doch lieben und wieder so glücklich sein wie vorher..
Ich muss dazu sagen, dass ich meinen Bruder nach langer psychischer Krankheit im Mai verloren habe und meinen Freund kurz vor diesem verlust kennengelernt habe. Er unterstützt mich immer und hat mich gehalten. Ich weiß einfach nicht, ob es mit meinem Bruder zu tun hat oder ob ich ihn vielleciht wirklich nicht mehr liebe. Es tut einfach so weh und ich weiß nicht weiter.
Ich würde mich freuen, wenn mir jemand dazu etwas sagen könnte..

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2. April 2014 um 16:43

Hol dir Hilfe
Hey

Ich seh gerade dass dein Eintrag bereits etwas älter ist. Nun ich hatte im Sommer 2013 genau das gleiche: Bin einfach eines Tages aufgewacht und hatte diese riesen Angst meinen Freund nicht mehr zu lieben. Ohne (ersichtlichen) grund. Es ging mir dann immer schlechter. Habe 10kg fast abgenommen, konnte nicht mehr essen, nicht mehr schlafen... es ging mir einfach nur noch schlecht. Ich wollte mir nie Hilfe holen, weil ich dachte ich brauche keine Psychologische Unterstützung.... dass ging dann soweit, dass ich nicht mehr aufwachen wollte, nur damit ich diese Gedanken nicht mehr haben musste. Es war, als hätte ich mir das Schlimmste ausgedacht, was mir passieren konnte und es als Zwangsgedanke immer und immer wieder denken musste... so ein masochistischer Ansatz quasi...

Ich konnte mit meinem Freund immer und offen reden und konnte ihm auch davon immer erzählen. Er hielt zu mir und versuchte mich so gut es ging immer und immer wieder zu beruhigen.

Mittlerweile bin ich seit 4 Monaten in Therapie bei einem Psychiater (ohne Medikamente). Und die Gedanken sind fast vollständig verschwunden. Sie kommen ab und zu noch aber immer weniger und die Hoffnung, dass sie einmal ganz verschwinden ist gross.

Was es nun schlussendlich ist/war? Ich kann es dir nicht sagen. Es war bei mir eine mittelschwere Depression. Ich muss dazu noch sagen, dass ich in meiner Familie auch eine sehr schwere Zeit durchgemacht habe (meine Mutter war mehrere Monate im Koma, mein Vater hatte ein Burnout und meine Schwester eine Depression...) also alles seit 2011.

Meine Psychiaterin mein, dass meine Verlustangst (Angst meinen Freund zu verlieren) und meine emotionale Bindung an meine Familie daran schuld sind. Ich hab mich durch die schwere Zeit mit meiner Familie nie richtig von ihnen loslösen können, da ich mich für sie immernoch verantwortlich bw. schuldig fühle. Dieses Verantwortungsgefühl meiner Familie gegenüber verursachte anscheinend eine Tiefsitzende Unzufriedenheit, da ich doch mein eigenes Leben geniessen und leben sollte. (dazu muss ich noch sagen, dass ich obwohl ich ausgezogen bin, ich meine Eltern 5mal die Woche im Sport antreffe).

Ich konnte mich also nie richtig von ihnen und meinen Geschwistern lösen (kann nie NEIN sagen). Deshalb baute sich in mir anscheinend eine "Ich-muss-euch-ver/loslassen-Wut" auf. Da ich aber selbst mir diese Gefühle verbiete habe ich sie auf die nächste, mir nahestehende Person übertragen (mein Schatz) der dazu noch der Grund für das Loslösenwollen ist.

Dem Ganzen sagt man einen "Abwehrmechanismus des ICHs" und zwar eine Verschiebung/Übertragung.

Ich kann dir nur raten, mal zu beobachten in welchen Situationen die Gedanken kommen. Bei mir kamen sie immer dann, wenn ich zuviel mit meinen Eltern unterwegs war oder sie mir wiedermal ein schlechtes Gewissen gemacht haben. (das können sie seehr gut wenn sie etwas erreichen wollen).

Ich kann mir daher gut vorstellen, dass du auch so eine Verschiebung oder verspätete Trauer (Bruder) erst jetzt richtig aufkommen lässt, die quasi gar nichts mit deinem Schatz zu tun haben.

Aber für genaueres kann ich dir nur Eins sagen: HOL DIR HILFE!!!!!!
Ein guter Psychiater wird dich auch nicht zwingen Medikamente zu nehmen!!!!!

Wenn du keine (relevanten) Macken oder Gründe für eine Trennung aufzählen kannst (das "Ich-weiss-nicht-ob-ich-ihn-noch-liebe-gefühl" ist KEIN Grund) dann ist da irgendetwas im Unterbewusstsein im Busch!!!!!!!!

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen. und bleib dran. Kämpfe für die glückliche Zeit die ihr vorher hattet und für eure Liebe, denn es wird sich lohnen....

Bei mir beginnt schon bald die nächste Etape und diese "Depression" hat uns nur noch gefestigt!!!!

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15. Januar 2014 um 15:29

Hm...
...ehrlich gesagt klingt das jetzt nicht wirklich gut.

Auf mich wirkt das so, als wenn du dich grad sehr reinsteigerst, ihn unbedingt genau so lieben zu müssen wie am Anfang. Aber: Liebe verändert sich und auch die entsprechenden Gefühle.

Was ich mich frage ist: Warum hast du dich so entfernt gefühlt? Welches Gefühl fehlt dir? Kann es sein, dass es keine Liebe war sondern vielleicht eine gewisse Form von emotionaler Abhängigkeit?

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15. Januar 2014 um 15:35


Nein ich habe meinen Freund immer geliebt. Wir sind uns so vertraut und war 9 Monate glücklich und habe nie daran gezweifelt.
Ich weiß auch nciht warum ich mich so entfernt fühle.. ich denke daran und fühle mich so.. weil ich die ganze zeit darüber nachdenken muss ob es so ist oder nicht und ich im moment einfach selber nicht weiß was ich denke und was ich fühle. Ich möchte mich einfach wieder so glücklich und verbunden mit ihm fühlen wie immer

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15. Januar 2014 um 15:42

Du fühlst dich verpflichtet!?
Könnte auch sein, dass du dich verpflichtet fühlst mit ihm zusammen zu sein uns ihn zu lieben, weil er dir in deiner schweren Phase (mit deinem Bruder) zur Seite stand. Und du denkst dass man so einen tollen Kerl doch lieben muss. Man muss dazu sagen, dass man in solch einer schwierigen Sitiation wie du mit deinem Bruder warst vielleicht "jeden" geliebt hättest, der dich in irgend einer Form aufgefangen hätte. Nun kann es natürlich sein, dass diese "falsche Liebe" langsam anfängt zu bröckeln, weil ihr vlt nicht für einander geschafften seid.
Mein Tipp: Rede mit ihm, nehmt euch eine Beziehungspause und wenn das nicht klappt, dann beende die Beziehung. Ist dir das ganze super wichtig macht eine Paartherapie!
Alles Gute!

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2. April 2014 um 16:43

Hol dir Hilfe
Hey

Ich seh gerade dass dein Eintrag bereits etwas älter ist. Nun ich hatte im Sommer 2013 genau das gleiche: Bin einfach eines Tages aufgewacht und hatte diese riesen Angst meinen Freund nicht mehr zu lieben. Ohne (ersichtlichen) grund. Es ging mir dann immer schlechter. Habe 10kg fast abgenommen, konnte nicht mehr essen, nicht mehr schlafen... es ging mir einfach nur noch schlecht. Ich wollte mir nie Hilfe holen, weil ich dachte ich brauche keine Psychologische Unterstützung.... dass ging dann soweit, dass ich nicht mehr aufwachen wollte, nur damit ich diese Gedanken nicht mehr haben musste. Es war, als hätte ich mir das Schlimmste ausgedacht, was mir passieren konnte und es als Zwangsgedanke immer und immer wieder denken musste... so ein masochistischer Ansatz quasi...

Ich konnte mit meinem Freund immer und offen reden und konnte ihm auch davon immer erzählen. Er hielt zu mir und versuchte mich so gut es ging immer und immer wieder zu beruhigen.

Mittlerweile bin ich seit 4 Monaten in Therapie bei einem Psychiater (ohne Medikamente). Und die Gedanken sind fast vollständig verschwunden. Sie kommen ab und zu noch aber immer weniger und die Hoffnung, dass sie einmal ganz verschwinden ist gross.

Was es nun schlussendlich ist/war? Ich kann es dir nicht sagen. Es war bei mir eine mittelschwere Depression. Ich muss dazu noch sagen, dass ich in meiner Familie auch eine sehr schwere Zeit durchgemacht habe (meine Mutter war mehrere Monate im Koma, mein Vater hatte ein Burnout und meine Schwester eine Depression...) also alles seit 2011.

Meine Psychiaterin mein, dass meine Verlustangst (Angst meinen Freund zu verlieren) und meine emotionale Bindung an meine Familie daran schuld sind. Ich hab mich durch die schwere Zeit mit meiner Familie nie richtig von ihnen loslösen können, da ich mich für sie immernoch verantwortlich bw. schuldig fühle. Dieses Verantwortungsgefühl meiner Familie gegenüber verursachte anscheinend eine Tiefsitzende Unzufriedenheit, da ich doch mein eigenes Leben geniessen und leben sollte. (dazu muss ich noch sagen, dass ich obwohl ich ausgezogen bin, ich meine Eltern 5mal die Woche im Sport antreffe).

Ich konnte mich also nie richtig von ihnen und meinen Geschwistern lösen (kann nie NEIN sagen). Deshalb baute sich in mir anscheinend eine "Ich-muss-euch-ver/loslassen-Wut" auf. Da ich aber selbst mir diese Gefühle verbiete habe ich sie auf die nächste, mir nahestehende Person übertragen (mein Schatz) der dazu noch der Grund für das Loslösenwollen ist.

Dem Ganzen sagt man einen "Abwehrmechanismus des ICHs" und zwar eine Verschiebung/Übertragung.

Ich kann dir nur raten, mal zu beobachten in welchen Situationen die Gedanken kommen. Bei mir kamen sie immer dann, wenn ich zuviel mit meinen Eltern unterwegs war oder sie mir wiedermal ein schlechtes Gewissen gemacht haben. (das können sie seehr gut wenn sie etwas erreichen wollen).

Ich kann mir daher gut vorstellen, dass du auch so eine Verschiebung oder verspätete Trauer (Bruder) erst jetzt richtig aufkommen lässt, die quasi gar nichts mit deinem Schatz zu tun haben.

Aber für genaueres kann ich dir nur Eins sagen: HOL DIR HILFE!!!!!!
Ein guter Psychiater wird dich auch nicht zwingen Medikamente zu nehmen!!!!!

Wenn du keine (relevanten) Macken oder Gründe für eine Trennung aufzählen kannst (das "Ich-weiss-nicht-ob-ich-ihn-noch-liebe-gefühl" ist KEIN Grund) dann ist da irgendetwas im Unterbewusstsein im Busch!!!!!!!!

Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen. und bleib dran. Kämpfe für die glückliche Zeit die ihr vorher hattet und für eure Liebe, denn es wird sich lohnen....

Bei mir beginnt schon bald die nächste Etape und diese "Depression" hat uns nur noch gefestigt!!!!

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