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Anfang vom Ende, was ist mit mir..

23. Dezember 2019 um 14:34 Letzte Antwort: 26. Dezember 2019 um 13:03

Hallo zusammen,

vorab: es wird vermutlich etwas mehr Text, ich versuche mich dennoch so kurz wie möglich zu halten - ohne "wichtige" Punkte auszulassen. Was ich mir davon erhoffe, hier meine Geschichte zu schreiben ? Keine Ahnung - vielleicht etwas Ballast los werden, auf einen weiteren Arschtritt um klar zu kommen, unabhängige und neutrale Meinungen..

Vorweg die Bitte: Wenn jemand was dazu schreiben möchte, nehmt kein Blatt vor den Mund. Die Trennung ist 2 Monate her, und ich würde von mir selbst behaupten das ich während dieser Zeit durchaus gut reflektiert habe.

Die Eckdaten: Sie 23, ich 28, Beziehungsdauer 3,5 Jahre, sie hat sich getrennt, überaus harmonische Beziehung, kennengelernt durch einen Minijob, haben 3 Jahre zusammen gewohnt.

Meiner Meinung nach startete das grundliegende Problem bereits im August 2017 - ca. 1 Jahr nachdem wir zusammen kamen. ich war ziemlich unzufrieden in meinem Job/Firma, dies machte sich irgendwann auch durch körperliche Beschwerden bemerkbar. Der Entschluss stand, mir einen neuen Arbeitgeber zu suchen, dies gelang mir auch ziemlich schnell - so ging es von dem weltweiten Großunternehmen in das kleine Familienunternehmen. Doch die Beschwerden besserten sich leider nicht. Daraufhin zum Arzt und die Erstdiagnose CED (Chronisch-Entzündliche Darmerkrankung) bekommen. Entsprechend 1 Jahr lang Arbeitsunfähig gewesen, Therapieversuche mittels Kortison, Reha, unzählige Krankenhausaufenthalte. All das machte mir nicht halb so schwer zu schaffen wie ihr. Als ich wieder einigermaßen stabil war, haben wir zusammen entschlossen das ich eine zweite Ausbildung starten kann - diesmal in meinem Traumjob. Das finanzielle würden wir hinkriegen, dass sei überhaupt kein Thema. So startete ich am 01.08.2018 eine neue Ausbildung.

Wie sich viele vorstellen können, hat man extrem viel Zeit wenn man 1 Jahr lang krank geschrieben ist. Gaming war irgendwie schon immer ein Hobby von mir - so suchte ich mir auf dem Smartphone einige Games um mir die Zeit zu vertreiben. Wie der Zufall es so wollte, blieb ich auf einem Spiel hängen und entwickelte mit der Zeit eine Sucht. Während dieser ganzen Zeit schenkte ich meiner Ex weniger Beachtung, half weniger im Haushalt. Es ist nicht so, dass ich absolut nichts mehr gemacht hätte, oder das ich sie gar wie Luft behandelt hätte - ich habe sie jedoch nicht so behandelt, wie sie es eigentlich verdient hätte.

In dieser ganzen Zeit ist nicht nur bei mir einiges passiert. Sie hatte zunehmend Stress auf der Arbeit, einige doch sehr starke Meinungsverschiedenheiten mit 2 privaten Freunden, und war auch ziemlich von einer Arbeitskollegin genervt. Dennoch gab es während der 3 1/2 Jahre keinen Streit bei uns. Natürlich gab es hier und da mal eine Meinungsverschiedenheit, aber ernsthaft gestritten haben wir uns nie. Das lag wahrscheinlich daran, dass wir beide Menschen sind, die allgemein nicht viel mit Stress und Ärger innerhalb einer Beziehung anfangen können. Dies war für uns beide nicht die erste Beziehung, und wir kannten Streit und Stress bereits aus vergangenen Beziehungen, wir schwammen also auf einer Wellenlänge.

Von Zeit zu Zeit (jedoch nicht zu häufig) suchte meine Ex das Gespräch mit mir. Es ging darum, dass sie sich mehr von dem wünscht, was wir am Anfang unserer Beziehung hatten. Das man nicht die Finger voneinander lassen kann, mehr Zärtlichkeiten, mehr Küsse, mehr Sex. Es kam bei mir an, aber ich habe es nie so ernst aufgenommen wie es ihr war. 

Bis dann Tag X kam. Seit langer Zeit sollte es mal wieder klappen: Feiern mit der Freundin. Feiern bezog sich bei meiner Ex immer auf Tanzen gehen ohne Alkohol - sie war irgendwie nie der Mensch für Alk, genau wie ich. Am nächsten Morgen suchte sie das Gespräch, erzählte mir, dass dort ein Typ war der die ganze Zeit Komplimente gemacht habe, öfters erwähnte, wie schade es sei, dass sie vergeben ist. Zm Abschluss gab er ihr einen Kuss auf die Wange und sie tauschten die Nummern aus. Sie offenbarte mir, sie habe das Gefühl mich beschissen zu haben. Es war schon ziemlich komisch das zu hören, und es gab mir auch kein gutes Gefühl - ich war jedoch nie ein Eifersüchtiger Mensch. Ganz im Gegenteil, meine Ex hatte alle Freiheiten die sie nur haben konnte.

Ab dem Zeitpunkt fing der Stein an ins Rollen zu kommen. Ich werde hier nicht zu sehr ins Detail gehehn, da dies den textlichen Rahmen komplett sprengen würde. Ich merkte wie sehr sie das beschäftigte, die Geschichte mit dem Feiern gehen. Es folgte ein weiteres Gespräch, in dem sie mir mitteilte wie sehr sie es beschäftigt, was sie denkt und fühlt. Das war der Zeitpunkt an dem ich im wahrsten Sinne des Wortes "aufgewacht" bin. Ich habe meinen Account mit dem ich die ganze Zeit gespielt habe verkauft - kein zurück mehr. Ich habe mich wieder mehr in den Haushalt eingebracht, ihr Komplimente gemacht, mich wieder mehr um sie gekümmert. Doch scheinbar schon alles zu spät zu diesem Zeitpunkt. Sie entwickelte eine Blockade gegen mich, konnte oder wollte gewisse Interaktionen nicht mehr zulassen. So nahm alles mehr und mehr ab - also innerhalb von 2 Monaten von einer Beziehung hin zur WG. 

Eine unglaublich harte und tränenreiche Zeit für uns. Alles wurde nach und nach weniger. Zum Geburtstag erhielt ich eine Woche Urlaub an der Nordsee - in einer Ferienwohnung welche sie schon vor einiger Zeit buchte. Nun, den Urlaub traten wir an - jedoch sollten wir die geplante FeWo nicht bekommen. Das Alternativobjekt war keine Alternative für uns also gingen wir ins Hotel. Klasse. Damit war es aus mit dem gemeinsamen Kochen, gemütliche Abende auf der Couch, entspannen. So sind wir nach 3 Tagen dann wieder heim gefahren.

Dort angekommen suchte ich das Gespräch und ich habe ihr erklärt, dass wir so einfach keinen Schritt nach vorne kommen. Ich machte den Vorschlag auf räumlichen Abstand zu gehen. Jedoch kamen wir diesen Abend zu keiner wirklichen Einigung. Am nächsten Tag suchte sie dann nochmal das Gespräch und sagte, dass sie Angst davor habe, mich nicht zu vermissen. Wir entschieden uns dann für den Abstand, da uns die Situation einfach alles andere als gut tat. Ich blieb diesen Tag noch zuhause und fuhr den nächsten Tag gegen frühen Abend zu einem Kollegen. Diese beiden Tage waren extrem Tränenreich, wir haben viel miteinander geredet, plötzlich war die Situation irgendwie wieder Ertragbar. Sie wollte sogar wieder kuscheln - nicht weil sie die Nähe an sich wollte, sondern weil sie nicht wollte das ich gehe. Ich wusste also in welche Schublade ich dieses Gefühl zu schieben habe.

Wir einigten uns darauf, keinen Kontakt zu haben aus Angst, diese komische Situation aufrecht zu erhalten. Sonntags bin ich zu meinem Kollegen, Donnerstag hielt ich es nicht mehr aus. Ich schreib ihr. Nichts wildes, ich habe keine Entscheidung eingefordert. ich erzählte ihr "nur" was bei uns die letzten 2 Tage los war, und das ich sie vermisse. Die Antwort ? Ziemlich ernüchternd. Sie sagte das sie ihre Gedanken nicht ordnen könne, sie keinen klaren Gedanken fassen kann. Sie würde aktuell versuchen so viel wie möglich zu unternehmen um sich abzulenken. Ich war sauer. Wieso ? Meine Erwartung war einfach, dass sie die Zeit nutzen würde um nachzudenken, um zu reflektieren. Stattdessen nutzte sie die Zeit um sich abzulenken ? Ich kam mir etwas veräppelt vor. Ich machte ihr jedoch keinerlei Vorwürfe und sagte ihr, sie solle tun was ihr gut tut. 

Donnerstag schrieb ich ihr. Sonntag kam sie, um die Beziehung zu beenden. Ich war am Boden zerstört, konnte es nicht verstehen. Sie erklärte mir, sie hätte nicht mehr ausreichend Gefühle für mich, hätte nicht gemerkt, dass ich um sie gekämpft hätte. Alles was ich tat, wurde als "verbiegen" abgestempelt. Sie liebe mich, aber nicht so wie ich sie lieben würde. Es zog mir den Boden unter den Füßen weg. 

Sie hatte mir gegenüber ein unglaublich schlechtes Gewissen. Mich die ganze Zeit in der Luft hängen gelassen zu haben, die finanzielle Situation die sich durch die neue Ausbildung ergab. Am nächsten Tag holte ich ein paar Sachen, wir sprachen nochmal miteinander. Sie bot mir an zusammen zu Abend zu essen. Wir kochten zusammen, ich machte ihr ihren Salat für die Arbeit am nächsten Tag - alles war so vertraut und fühlte sich auch so an. Während des Gesprächs erwähnte sie: Ich muss mich immer wieder fragen "Was wäre wenn du ein Gespräch früher reagiert hättest.." ich schluckte erstmal.. doch erwiderte später: "Wenn du dich fragst, was wäre wenn du ein Gespräch früher reagiert hättest, dann musst dich auch fragen was wäre wenn ich ein Gespräch früher auf den Tisch gehauen hätte.." Sie sagte nur leise "Das stimmt..".

Die 3 darauffolgenden Wochen folgten noch einige Gespräche, meinerseits natürlich in der Hoffnung doch noch unsere zweite Chance zu bekommen - vergebens, natürlich. Sie hielt fest an ihrer Entscheidung. Sie wolle ihr Single dasein genießen. Sie fühlt sich wohl, genießt es keine Absprachen treffen zu müssen. Sie habe Angst etwas zu verpassen, ein Satz der natürlich unglaublich weh tat. 

So entschied ich mich nach 3 Wochen mein "Hab und Gut" aus der gemeinsamen Wohnung zu holen und den Kontakt komplett abzubrechen. Dies kommunizierte auch offen mit ihr. Es tat mir zu sehr weh, einen ganzen Tag auf eine Antwort zu warten und der letzte Mensch in ihrer Liste zu sein, der eine Antwort bekam bevor sie zu Bett ging. Und allgemein diese plötzliche kälte von ihr zu spüren, wo doch einst so viel Liebe war.

Sie erwähnte desöfteren während der Gespräche, dass sie sich wünschen würde, es stünde anders um ihre Gefühle. Sie gab mir enorm viel Hoffnung mit auf den Weg, sie wisse nicht ob es gerade ein "hoch" ist was sie hat, eine Selbstfindungsphase - wie es bei ihr in ein paar Monaten oder einem Jahr aussehe. Vielleicht macht sie gerade einen großen Fehler, aber sie müsse diesen machen. 

So viel zu dem Geschehenden. Wer bis hier hin gekommen ist: DANKE ! Und Respekt für das Durchhaltevermögen  Kommen wir nun zu etwas Reflektion..

Ich mache mir enorme Selbstvorwürfe bezüglich meiner Sucht, ich weiß mittlerweile wie viel ich kaputt gemacht habe, indem ich ihr nicht die Liebe und Aufmerksamkeit geschenkt habe, die sie verdient hat. Vielleicht kann jemand erahnen, wie ich mich damit fühle. Ob ich wieder Spiele ? Nein. Seit gut 4 Monaten nun habe ich kein Spiel mehr angefasst, weder auf dem PC, noch auf dem Smartphone - Konsole war ich noch nie der Mensch für. 

Desweiteren frage ich mich die ganze Zeit: Hast du wirklich nicht genug gekämpft ? Ich bemühte mich - sie bestätigte mir in der schwierigen Zeit sogar, dass sie sehe ich wolle etwas ändern. Sogar in unserem letzten Gespräch sagte sie: "Ich weiß das du kämpfen kannst." 

Abgesehen davon.. ja ich weiß wie klein und bedürftig ich mich in diesen 2 Monaten + 3 Wochen gemacht habe. Der richtige Weg wäre wohl gewesen direkt auf räumlichen Abstand zu gehen und ihr einfach Ruhe und Zeit zu geben. 

Auch wie die 2 Monate bei uns verliefen in denen wir noch zusammen wohnten machen mir schwer zu schaffen. Ich schaffte es einfach nicht, mich halbwegs normal/fröhlich zu verhalten. Diese Zeit war beiderseits geprägt mit viel Traurigkeit - ich für meinen Teil konnte einfach nicht auf heile Welt machen und den gut gelaunten spielen mit dem Hintergedanken meine Freundin zu verlieren. 

Ich weiß sie hatte auch ihre Fehler - teilweise Fehler die zu Fehler meinerseits führten. Sie fand sich selbst nie wirklich attraktiv, sexy. Das brachte sie bereits in die Beziehung mit rein. Lange habe ich dagegen angeredet, versucht sie vom Gegenteil zu überzeugen. Irgendwann kamen dann Antworten wie "Du musst das sagen, du bist ja mein Freund.." oder "Bestimmt sagst du das nur, damit ich mich nicht schlecht fühle..". Ich habe mit der Zeit die Lust daran verloren ihr Komplimente zu machen weil ich mir dachte "Sie nimmt es doch eh nicht an..". Seitdem Schluss ist, schaut sie plötzlich in den Spiegel und sagt sich: Verdammt bin ich sexy. Keine Spur mehr von Selbstzweifel. Wie gern hätte ich auch etwas von dieser Seite mitbekommen, es freut mich aber aufrichtig für sie, dass sie von diesen Gedanken nun nicht mehr geplagt wird.

Seit des räumlichen Abstandes schläft sie auch wieder besser sagt sie, sie wird nicht mehr jede Nacht wach. Liegt das nun wirklich an mir ? Weil sie nicht mehr glücklich war ? Oder liegt es daran, dass nun ein Belastungspunkt von ihren Schultern gefallen ist - offensichtlich der, der am "einfachsten" zu beseitigen war ? Suche ich da nach Ausreden um mir diese Schuld nicht auch noch zuweisen zu müssen ? Ich weiß es nicht.

Es hat sich bereits so viel getan.. Finanziell geht es mir nun besser als vorher, ich rauche nicht mehr, ich mache Sport - viel Sport (6x die Woche). Bedingt durch meine CED bekam ich in regelmäßigen Abständen eine Infusion mit der es mir besser ging - die jedoch auch viele Nebenwirkungen mit sich brachte. Nun was soll ich sagen.. gesunde Ernährung + Sport = keine Infusion. Ich habe die Therapie (natürlich entgegen des Rates meines Arztes) abgesetzt. Bis jetzt weiterhin ohne Probleme. Ich habe mich um verschiedene Anträge gekümmert, alles mögliche in Bewegung gesetzt. WBS, Schwerbehindertenausweis, alle finanzielle Unterstützungen. Alles in allem kann ich eigentlich sagen: Läuft bei mir.

Eigentlich... ist aber nicht so. Ich versuche mich möglichst viel abzulenken, zu unternehmen, zu arbeiten - hauptsache ich bin nicht alleine und habe Zeit zu denken. Denn mir geht es emotional gesehen noch immer verdammt schlecht. Wenn ich mit freunden Unterwegs bin lache ich wenn es angebracht ist, nicht aber weil ich lachen muss. Nach wie vor weine ich viel, denke an unsere gemeinsame Zeit zurück. Allgemein gesagt gibt es in meinem Leben aktuell absolut keine Freude, kein Spaß. Bedingt durch die gesunde Ernährung zwinge ich mich zum Essen - was gut ist, irgendwie muss ich die verlorenen 14 KG wieder rein holen aber rein vom Gefühl her besteht kein Bedarf zu essen. Eigentlich will ich auch nichts und niemanden sehen, ich weiß aber das es mir damit nur noch schlechter gehen würde.

Nach meiner ersten Trennung habe ich mich viel mit Frauen abgelenkt - woran ich nun absolut kein Interesse habe. Ich verspüre nichtmal das Interesse eine Frau auch nur anzusprechen wenn ich unterwegs bin, weil sie mir egal sind. Es bot sich mir auch schon die Möglichkeit der entsprechenden Ablenkung, die ich jedoch im Sande verlaufen lassen habe, weil mir absolut nicht danach ist.

Will ich meine Ex zurück ? Ja. Könnte ich sie zurück nehmen ? Ich weiß es nicht. Und das zerreißt mich unglaublich. Ich wünsche mir auf der einen Seite nichts mehr, als das sie vor mir stehen würde und sagt: Es war alles ein Fehler. Auf der anderen Seite wünsche ich es mir irgendwie auch nicht, weil ich aktuell nicht weiß ob ich das könnte. Und ich möchte nicht, dass sie diese Situation ebenfalls durchmachen müsste. Ich bin einfach so unglaublich verletzt, und abgesehen von einem gewissen Grundvertrauen ist da vertrauenstechnisch auch nichts mehr vorhanden. 

irgendwie fühle ich mich teilweise sogar ein Stück weit veräppelt.. Ich bekomme hier und da immer mal wieder von wenigen gemeinsamen Freundin über WhatsApp Status mit, wie viel sie unternimmt. Ich habe das Gefühl sie hat sich noch immer nicht ausgiebig damit beschäftigt weil sie viel zu sehr damit beschäftigt ist, beschäftigt zu sein. Das ist aber reine Spekulation und irgendwo auch Wunschdenken.. 

Ich möchte einfach nicht mehr den ganzen Tag die Gedanken kreisen haben, all diese Selbstzweifel, den Selbsthass, die Wut, die Angst - die ganzen negativen Emotionen ablegen können. Ich möchte wieder etwas Freude empfinden..

Ich weiß grad einfach nicht wohin mit mir, meinen Gedanken oder Emotionen. Ich weiß nicht mal, was ich mir durch diesen Beitrag erhoffe - den die wenigsten aufgrund der Länge wohl lesen werden. 

Dennoch freue ich mich über Feedback jeder Art, wer es bis hier hin geschafft hat kann sich eine Umarmung abholen. 
 

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23. Dezember 2019 um 14:49

Dein Text ist viel zu lang. Habe es leider nicht geschafft. Du schreibst viel zu viel belangloses. 

eure Geschichte ist eine ganz normale Beziehung die ein Ende gefunden hat. Vorwürfe gibt es keine zu machen. So ist das Leben. Lass das mit dem zocken. Das ist immer falsch. Jede Beziehung hat irgendwann ein Ende. Sieh nach vorne 

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23. Dezember 2019 um 16:17

zu spät aufgewacht!!  sie hat dir mehrmals gesagt dass sie nicht glücklich ist...  du hast nichts geändert.   irgendwann kann man es nicht mehr gut machen

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23. Dezember 2019 um 17:53

Also erstmal dazu ich habe es bis zum Ende geschafft und kann mich wirklich in dich hinein versetzen. 

Zuerst würde ich sagen das du dir überhaupt keine Vorwürfe machen musst, bzw. hier kann das sowieso keiner. 

Sie hat dir mehrmals gesagt das sie unglücklich sei, du hast nicht direkt darauf reagiert. Erst als sie dir klar machen wollte das es auch noch andere Männer gibt die sie attraktiv finden, bist du ein Stück weit aufgewacht. Hat aber dennoch nicht zu heißen das du schuld daran bist das die Beziehung beendet wurde. 

Auch wenn es schwer ist und das eine sehr schlimme Zeit für dich ist, denke ich vom lesen her das es besser für euch beide ist wenn ihr getrennte Wege geht. 

Eine gesunde Beziehung hat sein Ende gefunden, auch wenn es im Endeffekt nicht für beide Seiten angenehm war oder immernoch ist. 

Das du keine Interesse hast dich mit anderen Frauen abzulenken finde ich sehr gut, da zeigst du dir selber wie loyal du bist, wenn du Gefühle für eine Frau hast, egal ob du mit ihr eine Beziehung führst oder nicht. 

Es sind prinzipiell eigentlich immer 2 daran schuld wie was läuft. Und das es nun zum Ende geführt hat liegt nicht nur alleine an dir. 

Es freut mich dennoch zu hören das du dein Leben und deine Krankheit in den Griff bekommen hast. Klar, ist es schwer sich gewisser weise abzulenken, aber auch das vergeht. 

Wenn sie nochmal zurück kommen würde, würde ich dir davon abraten (ich kenne das hatte ähnliche Erfahrungen) wieder mit ihr eine Beziehung zu führen. Klar kannst du selber entscheiden was für dich das wichtigste ist, aber möchtest du immer derjenige sein der für sie kämpft obwohl beide um eine Beziehung kämpfen sollten? 

Ich schicke dir eine Umarmung und ganz viel Kraft! 
 

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23. Dezember 2019 um 18:31
In Antwort auf vivian22

Also erstmal dazu ich habe es bis zum Ende geschafft und kann mich wirklich in dich hinein versetzen. 

Zuerst würde ich sagen das du dir überhaupt keine Vorwürfe machen musst, bzw. hier kann das sowieso keiner. 

Sie hat dir mehrmals gesagt das sie unglücklich sei, du hast nicht direkt darauf reagiert. Erst als sie dir klar machen wollte das es auch noch andere Männer gibt die sie attraktiv finden, bist du ein Stück weit aufgewacht. Hat aber dennoch nicht zu heißen das du schuld daran bist das die Beziehung beendet wurde. 

Auch wenn es schwer ist und das eine sehr schlimme Zeit für dich ist, denke ich vom lesen her das es besser für euch beide ist wenn ihr getrennte Wege geht. 

Eine gesunde Beziehung hat sein Ende gefunden, auch wenn es im Endeffekt nicht für beide Seiten angenehm war oder immernoch ist. 

Das du keine Interesse hast dich mit anderen Frauen abzulenken finde ich sehr gut, da zeigst du dir selber wie loyal du bist, wenn du Gefühle für eine Frau hast, egal ob du mit ihr eine Beziehung führst oder nicht. 

Es sind prinzipiell eigentlich immer 2 daran schuld wie was läuft. Und das es nun zum Ende geführt hat liegt nicht nur alleine an dir. 

Es freut mich dennoch zu hören das du dein Leben und deine Krankheit in den Griff bekommen hast. Klar, ist es schwer sich gewisser weise abzulenken, aber auch das vergeht. 

Wenn sie nochmal zurück kommen würde, würde ich dir davon abraten (ich kenne das hatte ähnliche Erfahrungen) wieder mit ihr eine Beziehung zu führen. Klar kannst du selber entscheiden was für dich das wichtigste ist, aber möchtest du immer derjenige sein der für sie kämpft obwohl beide um eine Beziehung kämpfen sollten? 

Ich schicke dir eine Umarmung und ganz viel Kraft! 
 

Danke für's durchlesen, ich weiß wie anstrengend das ist Mir war es aber dennoch wichtig, dass ein oder andere zu erklären um ein besseres Verständnis der Situation zu erzielen.

Das mit den Vorwürfen sagt sich so leicht.. ich würde sie mir auch lieber nicht machen - ich komme von den Gedanken aber einfach nicht los. Neben den anderen 300.000 Gedanken..

Ich denke in dem Punkt wie oft sie mir sagte das sie unglücklich sei bin ich typisch Mann. Frau sagt A und ich verstehe C. Sie sagte mir einige male was ihr fehlt, ich habe dabei nicht rausgehört das sie an sich unglücklich sei. Für mein Empfinden muss jemand nicht unglücklich sein, weil er sich von etwas mehr wünscht.. Aber ja, dieser Strich geht definitiv auf meinen Deckel.

Das auch andere Männer Interesse an meiner Ex hatten war nichts neues. Sie wurde oft angeflirtet, erzählte mir auch immer Stories nach dem Feiern. Ich habe mir nie Sorgen gemacht weil ich ihr zu 110% vertraut habe und immer wusste das mir die Typen das Wasser sowieso nicht reichen könnten - wir waren ja glücklich. Zumindest schien das so. Richtig wach geworden bin ich als sie sichtlich an ihren Gefühlen zweifelte.

Ob ich sie dann zurück nehmen würde.. ist eine gute Frage. Aktuell würde ich wollen, aber nicht können weil die Verletzungen viel zu präsent sind. Wie das in X Monaten oder einem Jahr aussieht.. weiß ich nicht. Aktuell hoffe ich einfach darauf, dass es mir in einem Jahr nicht noch genau so geht wie jetzt. Prinzipiell bin ich aber nicht gegen einen 2. Versuch - sondern vertrete da mehr die Einstellung "If you never try you will never know". Aber es ist definitiv zu früh um sich da Gedanken drum zu machen. Abgesehen davon müsste sie sich melden - der "Spielball" liegt nun bei ihr, nicht mehr bei mir..

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23. Dezember 2019 um 19:29
Beste Antwort
In Antwort auf tulio

Danke für's durchlesen, ich weiß wie anstrengend das ist Mir war es aber dennoch wichtig, dass ein oder andere zu erklären um ein besseres Verständnis der Situation zu erzielen.

Das mit den Vorwürfen sagt sich so leicht.. ich würde sie mir auch lieber nicht machen - ich komme von den Gedanken aber einfach nicht los. Neben den anderen 300.000 Gedanken..

Ich denke in dem Punkt wie oft sie mir sagte das sie unglücklich sei bin ich typisch Mann. Frau sagt A und ich verstehe C. Sie sagte mir einige male was ihr fehlt, ich habe dabei nicht rausgehört das sie an sich unglücklich sei. Für mein Empfinden muss jemand nicht unglücklich sein, weil er sich von etwas mehr wünscht.. Aber ja, dieser Strich geht definitiv auf meinen Deckel.

Das auch andere Männer Interesse an meiner Ex hatten war nichts neues. Sie wurde oft angeflirtet, erzählte mir auch immer Stories nach dem Feiern. Ich habe mir nie Sorgen gemacht weil ich ihr zu 110% vertraut habe und immer wusste das mir die Typen das Wasser sowieso nicht reichen könnten - wir waren ja glücklich. Zumindest schien das so. Richtig wach geworden bin ich als sie sichtlich an ihren Gefühlen zweifelte.

Ob ich sie dann zurück nehmen würde.. ist eine gute Frage. Aktuell würde ich wollen, aber nicht können weil die Verletzungen viel zu präsent sind. Wie das in X Monaten oder einem Jahr aussieht.. weiß ich nicht. Aktuell hoffe ich einfach darauf, dass es mir in einem Jahr nicht noch genau so geht wie jetzt. Prinzipiell bin ich aber nicht gegen einen 2. Versuch - sondern vertrete da mehr die Einstellung "If you never try you will never know". Aber es ist definitiv zu früh um sich da Gedanken drum zu machen. Abgesehen davon müsste sie sich melden - der "Spielball" liegt nun bei ihr, nicht mehr bei mir..

Das brauch jetzt alles erstmal Zeit damit du es verarbeiten kannst. Wenn was sein sollte oder du einfach jemand zum quatschen brauchst, kannst du dich gerne melden! 

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23. Dezember 2019 um 21:15
In Antwort auf tulio

Hallo zusammen,

vorab: es wird vermutlich etwas mehr Text, ich versuche mich dennoch so kurz wie möglich zu halten - ohne "wichtige" Punkte auszulassen. Was ich mir davon erhoffe, hier meine Geschichte zu schreiben ? Keine Ahnung - vielleicht etwas Ballast los werden, auf einen weiteren Arschtritt um klar zu kommen, unabhängige und neutrale Meinungen..

Vorweg die Bitte: Wenn jemand was dazu schreiben möchte, nehmt kein Blatt vor den Mund. Die Trennung ist 2 Monate her, und ich würde von mir selbst behaupten das ich während dieser Zeit durchaus gut reflektiert habe.

Die Eckdaten: Sie 23, ich 28, Beziehungsdauer 3,5 Jahre, sie hat sich getrennt, überaus harmonische Beziehung, kennengelernt durch einen Minijob, haben 3 Jahre zusammen gewohnt.

Meiner Meinung nach startete das grundliegende Problem bereits im August 2017 - ca. 1 Jahr nachdem wir zusammen kamen. ich war ziemlich unzufrieden in meinem Job/Firma, dies machte sich irgendwann auch durch körperliche Beschwerden bemerkbar. Der Entschluss stand, mir einen neuen Arbeitgeber zu suchen, dies gelang mir auch ziemlich schnell - so ging es von dem weltweiten Großunternehmen in das kleine Familienunternehmen. Doch die Beschwerden besserten sich leider nicht. Daraufhin zum Arzt und die Erstdiagnose CED (Chronisch-Entzündliche Darmerkrankung) bekommen. Entsprechend 1 Jahr lang Arbeitsunfähig gewesen, Therapieversuche mittels Kortison, Reha, unzählige Krankenhausaufenthalte. All das machte mir nicht halb so schwer zu schaffen wie ihr. Als ich wieder einigermaßen stabil war, haben wir zusammen entschlossen das ich eine zweite Ausbildung starten kann - diesmal in meinem Traumjob. Das finanzielle würden wir hinkriegen, dass sei überhaupt kein Thema. So startete ich am 01.08.2018 eine neue Ausbildung.

Wie sich viele vorstellen können, hat man extrem viel Zeit wenn man 1 Jahr lang krank geschrieben ist. Gaming war irgendwie schon immer ein Hobby von mir - so suchte ich mir auf dem Smartphone einige Games um mir die Zeit zu vertreiben. Wie der Zufall es so wollte, blieb ich auf einem Spiel hängen und entwickelte mit der Zeit eine Sucht. Während dieser ganzen Zeit schenkte ich meiner Ex weniger Beachtung, half weniger im Haushalt. Es ist nicht so, dass ich absolut nichts mehr gemacht hätte, oder das ich sie gar wie Luft behandelt hätte - ich habe sie jedoch nicht so behandelt, wie sie es eigentlich verdient hätte.

In dieser ganzen Zeit ist nicht nur bei mir einiges passiert. Sie hatte zunehmend Stress auf der Arbeit, einige doch sehr starke Meinungsverschiedenheiten mit 2 privaten Freunden, und war auch ziemlich von einer Arbeitskollegin genervt. Dennoch gab es während der 3 1/2 Jahre keinen Streit bei uns. Natürlich gab es hier und da mal eine Meinungsverschiedenheit, aber ernsthaft gestritten haben wir uns nie. Das lag wahrscheinlich daran, dass wir beide Menschen sind, die allgemein nicht viel mit Stress und Ärger innerhalb einer Beziehung anfangen können. Dies war für uns beide nicht die erste Beziehung, und wir kannten Streit und Stress bereits aus vergangenen Beziehungen, wir schwammen also auf einer Wellenlänge.

Von Zeit zu Zeit (jedoch nicht zu häufig) suchte meine Ex das Gespräch mit mir. Es ging darum, dass sie sich mehr von dem wünscht, was wir am Anfang unserer Beziehung hatten. Das man nicht die Finger voneinander lassen kann, mehr Zärtlichkeiten, mehr Küsse, mehr Sex. Es kam bei mir an, aber ich habe es nie so ernst aufgenommen wie es ihr war. 

Bis dann Tag X kam. Seit langer Zeit sollte es mal wieder klappen: Feiern mit der Freundin. Feiern bezog sich bei meiner Ex immer auf Tanzen gehen ohne Alkohol - sie war irgendwie nie der Mensch für Alk, genau wie ich. Am nächsten Morgen suchte sie das Gespräch, erzählte mir, dass dort ein Typ war der die ganze Zeit Komplimente gemacht habe, öfters erwähnte, wie schade es sei, dass sie vergeben ist. Zm Abschluss gab er ihr einen Kuss auf die Wange und sie tauschten die Nummern aus. Sie offenbarte mir, sie habe das Gefühl mich beschissen zu haben. Es war schon ziemlich komisch das zu hören, und es gab mir auch kein gutes Gefühl - ich war jedoch nie ein Eifersüchtiger Mensch. Ganz im Gegenteil, meine Ex hatte alle Freiheiten die sie nur haben konnte.

Ab dem Zeitpunkt fing der Stein an ins Rollen zu kommen. Ich werde hier nicht zu sehr ins Detail gehehn, da dies den textlichen Rahmen komplett sprengen würde. Ich merkte wie sehr sie das beschäftigte, die Geschichte mit dem Feiern gehen. Es folgte ein weiteres Gespräch, in dem sie mir mitteilte wie sehr sie es beschäftigt, was sie denkt und fühlt. Das war der Zeitpunkt an dem ich im wahrsten Sinne des Wortes "aufgewacht" bin. Ich habe meinen Account mit dem ich die ganze Zeit gespielt habe verkauft - kein zurück mehr. Ich habe mich wieder mehr in den Haushalt eingebracht, ihr Komplimente gemacht, mich wieder mehr um sie gekümmert. Doch scheinbar schon alles zu spät zu diesem Zeitpunkt. Sie entwickelte eine Blockade gegen mich, konnte oder wollte gewisse Interaktionen nicht mehr zulassen. So nahm alles mehr und mehr ab - also innerhalb von 2 Monaten von einer Beziehung hin zur WG. 

Eine unglaublich harte und tränenreiche Zeit für uns. Alles wurde nach und nach weniger. Zum Geburtstag erhielt ich eine Woche Urlaub an der Nordsee - in einer Ferienwohnung welche sie schon vor einiger Zeit buchte. Nun, den Urlaub traten wir an - jedoch sollten wir die geplante FeWo nicht bekommen. Das Alternativobjekt war keine Alternative für uns also gingen wir ins Hotel. Klasse. Damit war es aus mit dem gemeinsamen Kochen, gemütliche Abende auf der Couch, entspannen. So sind wir nach 3 Tagen dann wieder heim gefahren.

Dort angekommen suchte ich das Gespräch und ich habe ihr erklärt, dass wir so einfach keinen Schritt nach vorne kommen. Ich machte den Vorschlag auf räumlichen Abstand zu gehen. Jedoch kamen wir diesen Abend zu keiner wirklichen Einigung. Am nächsten Tag suchte sie dann nochmal das Gespräch und sagte, dass sie Angst davor habe, mich nicht zu vermissen. Wir entschieden uns dann für den Abstand, da uns die Situation einfach alles andere als gut tat. Ich blieb diesen Tag noch zuhause und fuhr den nächsten Tag gegen frühen Abend zu einem Kollegen. Diese beiden Tage waren extrem Tränenreich, wir haben viel miteinander geredet, plötzlich war die Situation irgendwie wieder Ertragbar. Sie wollte sogar wieder kuscheln - nicht weil sie die Nähe an sich wollte, sondern weil sie nicht wollte das ich gehe. Ich wusste also in welche Schublade ich dieses Gefühl zu schieben habe.

Wir einigten uns darauf, keinen Kontakt zu haben aus Angst, diese komische Situation aufrecht zu erhalten. Sonntags bin ich zu meinem Kollegen, Donnerstag hielt ich es nicht mehr aus. Ich schreib ihr. Nichts wildes, ich habe keine Entscheidung eingefordert. ich erzählte ihr "nur" was bei uns die letzten 2 Tage los war, und das ich sie vermisse. Die Antwort ? Ziemlich ernüchternd. Sie sagte das sie ihre Gedanken nicht ordnen könne, sie keinen klaren Gedanken fassen kann. Sie würde aktuell versuchen so viel wie möglich zu unternehmen um sich abzulenken. Ich war sauer. Wieso ? Meine Erwartung war einfach, dass sie die Zeit nutzen würde um nachzudenken, um zu reflektieren. Stattdessen nutzte sie die Zeit um sich abzulenken ? Ich kam mir etwas veräppelt vor. Ich machte ihr jedoch keinerlei Vorwürfe und sagte ihr, sie solle tun was ihr gut tut. 

Donnerstag schrieb ich ihr. Sonntag kam sie, um die Beziehung zu beenden. Ich war am Boden zerstört, konnte es nicht verstehen. Sie erklärte mir, sie hätte nicht mehr ausreichend Gefühle für mich, hätte nicht gemerkt, dass ich um sie gekämpft hätte. Alles was ich tat, wurde als "verbiegen" abgestempelt. Sie liebe mich, aber nicht so wie ich sie lieben würde. Es zog mir den Boden unter den Füßen weg. 

Sie hatte mir gegenüber ein unglaublich schlechtes Gewissen. Mich die ganze Zeit in der Luft hängen gelassen zu haben, die finanzielle Situation die sich durch die neue Ausbildung ergab. Am nächsten Tag holte ich ein paar Sachen, wir sprachen nochmal miteinander. Sie bot mir an zusammen zu Abend zu essen. Wir kochten zusammen, ich machte ihr ihren Salat für die Arbeit am nächsten Tag - alles war so vertraut und fühlte sich auch so an. Während des Gesprächs erwähnte sie: Ich muss mich immer wieder fragen "Was wäre wenn du ein Gespräch früher reagiert hättest.." ich schluckte erstmal.. doch erwiderte später: "Wenn du dich fragst, was wäre wenn du ein Gespräch früher reagiert hättest, dann musst dich auch fragen was wäre wenn ich ein Gespräch früher auf den Tisch gehauen hätte.." Sie sagte nur leise "Das stimmt..".

Die 3 darauffolgenden Wochen folgten noch einige Gespräche, meinerseits natürlich in der Hoffnung doch noch unsere zweite Chance zu bekommen - vergebens, natürlich. Sie hielt fest an ihrer Entscheidung. Sie wolle ihr Single dasein genießen. Sie fühlt sich wohl, genießt es keine Absprachen treffen zu müssen. Sie habe Angst etwas zu verpassen, ein Satz der natürlich unglaublich weh tat. 

So entschied ich mich nach 3 Wochen mein "Hab und Gut" aus der gemeinsamen Wohnung zu holen und den Kontakt komplett abzubrechen. Dies kommunizierte auch offen mit ihr. Es tat mir zu sehr weh, einen ganzen Tag auf eine Antwort zu warten und der letzte Mensch in ihrer Liste zu sein, der eine Antwort bekam bevor sie zu Bett ging. Und allgemein diese plötzliche kälte von ihr zu spüren, wo doch einst so viel Liebe war.

Sie erwähnte desöfteren während der Gespräche, dass sie sich wünschen würde, es stünde anders um ihre Gefühle. Sie gab mir enorm viel Hoffnung mit auf den Weg, sie wisse nicht ob es gerade ein "hoch" ist was sie hat, eine Selbstfindungsphase - wie es bei ihr in ein paar Monaten oder einem Jahr aussehe. Vielleicht macht sie gerade einen großen Fehler, aber sie müsse diesen machen. 

So viel zu dem Geschehenden. Wer bis hier hin gekommen ist: DANKE ! Und Respekt für das Durchhaltevermögen  Kommen wir nun zu etwas Reflektion..

Ich mache mir enorme Selbstvorwürfe bezüglich meiner Sucht, ich weiß mittlerweile wie viel ich kaputt gemacht habe, indem ich ihr nicht die Liebe und Aufmerksamkeit geschenkt habe, die sie verdient hat. Vielleicht kann jemand erahnen, wie ich mich damit fühle. Ob ich wieder Spiele ? Nein. Seit gut 4 Monaten nun habe ich kein Spiel mehr angefasst, weder auf dem PC, noch auf dem Smartphone - Konsole war ich noch nie der Mensch für. 

Desweiteren frage ich mich die ganze Zeit: Hast du wirklich nicht genug gekämpft ? Ich bemühte mich - sie bestätigte mir in der schwierigen Zeit sogar, dass sie sehe ich wolle etwas ändern. Sogar in unserem letzten Gespräch sagte sie: "Ich weiß das du kämpfen kannst." 

Abgesehen davon.. ja ich weiß wie klein und bedürftig ich mich in diesen 2 Monaten + 3 Wochen gemacht habe. Der richtige Weg wäre wohl gewesen direkt auf räumlichen Abstand zu gehen und ihr einfach Ruhe und Zeit zu geben. 

Auch wie die 2 Monate bei uns verliefen in denen wir noch zusammen wohnten machen mir schwer zu schaffen. Ich schaffte es einfach nicht, mich halbwegs normal/fröhlich zu verhalten. Diese Zeit war beiderseits geprägt mit viel Traurigkeit - ich für meinen Teil konnte einfach nicht auf heile Welt machen und den gut gelaunten spielen mit dem Hintergedanken meine Freundin zu verlieren. 

Ich weiß sie hatte auch ihre Fehler - teilweise Fehler die zu Fehler meinerseits führten. Sie fand sich selbst nie wirklich attraktiv, sexy. Das brachte sie bereits in die Beziehung mit rein. Lange habe ich dagegen angeredet, versucht sie vom Gegenteil zu überzeugen. Irgendwann kamen dann Antworten wie "Du musst das sagen, du bist ja mein Freund.." oder "Bestimmt sagst du das nur, damit ich mich nicht schlecht fühle..". Ich habe mit der Zeit die Lust daran verloren ihr Komplimente zu machen weil ich mir dachte "Sie nimmt es doch eh nicht an..". Seitdem Schluss ist, schaut sie plötzlich in den Spiegel und sagt sich: Verdammt bin ich sexy. Keine Spur mehr von Selbstzweifel. Wie gern hätte ich auch etwas von dieser Seite mitbekommen, es freut mich aber aufrichtig für sie, dass sie von diesen Gedanken nun nicht mehr geplagt wird.

Seit des räumlichen Abstandes schläft sie auch wieder besser sagt sie, sie wird nicht mehr jede Nacht wach. Liegt das nun wirklich an mir ? Weil sie nicht mehr glücklich war ? Oder liegt es daran, dass nun ein Belastungspunkt von ihren Schultern gefallen ist - offensichtlich der, der am "einfachsten" zu beseitigen war ? Suche ich da nach Ausreden um mir diese Schuld nicht auch noch zuweisen zu müssen ? Ich weiß es nicht.

Es hat sich bereits so viel getan.. Finanziell geht es mir nun besser als vorher, ich rauche nicht mehr, ich mache Sport - viel Sport (6x die Woche). Bedingt durch meine CED bekam ich in regelmäßigen Abständen eine Infusion mit der es mir besser ging - die jedoch auch viele Nebenwirkungen mit sich brachte. Nun was soll ich sagen.. gesunde Ernährung + Sport = keine Infusion. Ich habe die Therapie (natürlich entgegen des Rates meines Arztes) abgesetzt. Bis jetzt weiterhin ohne Probleme. Ich habe mich um verschiedene Anträge gekümmert, alles mögliche in Bewegung gesetzt. WBS, Schwerbehindertenausweis, alle finanzielle Unterstützungen. Alles in allem kann ich eigentlich sagen: Läuft bei mir.

Eigentlich... ist aber nicht so. Ich versuche mich möglichst viel abzulenken, zu unternehmen, zu arbeiten - hauptsache ich bin nicht alleine und habe Zeit zu denken. Denn mir geht es emotional gesehen noch immer verdammt schlecht. Wenn ich mit freunden Unterwegs bin lache ich wenn es angebracht ist, nicht aber weil ich lachen muss. Nach wie vor weine ich viel, denke an unsere gemeinsame Zeit zurück. Allgemein gesagt gibt es in meinem Leben aktuell absolut keine Freude, kein Spaß. Bedingt durch die gesunde Ernährung zwinge ich mich zum Essen - was gut ist, irgendwie muss ich die verlorenen 14 KG wieder rein holen aber rein vom Gefühl her besteht kein Bedarf zu essen. Eigentlich will ich auch nichts und niemanden sehen, ich weiß aber das es mir damit nur noch schlechter gehen würde.

Nach meiner ersten Trennung habe ich mich viel mit Frauen abgelenkt - woran ich nun absolut kein Interesse habe. Ich verspüre nichtmal das Interesse eine Frau auch nur anzusprechen wenn ich unterwegs bin, weil sie mir egal sind. Es bot sich mir auch schon die Möglichkeit der entsprechenden Ablenkung, die ich jedoch im Sande verlaufen lassen habe, weil mir absolut nicht danach ist.

Will ich meine Ex zurück ? Ja. Könnte ich sie zurück nehmen ? Ich weiß es nicht. Und das zerreißt mich unglaublich. Ich wünsche mir auf der einen Seite nichts mehr, als das sie vor mir stehen würde und sagt: Es war alles ein Fehler. Auf der anderen Seite wünsche ich es mir irgendwie auch nicht, weil ich aktuell nicht weiß ob ich das könnte. Und ich möchte nicht, dass sie diese Situation ebenfalls durchmachen müsste. Ich bin einfach so unglaublich verletzt, und abgesehen von einem gewissen Grundvertrauen ist da vertrauenstechnisch auch nichts mehr vorhanden. 

irgendwie fühle ich mich teilweise sogar ein Stück weit veräppelt.. Ich bekomme hier und da immer mal wieder von wenigen gemeinsamen Freundin über WhatsApp Status mit, wie viel sie unternimmt. Ich habe das Gefühl sie hat sich noch immer nicht ausgiebig damit beschäftigt weil sie viel zu sehr damit beschäftigt ist, beschäftigt zu sein. Das ist aber reine Spekulation und irgendwo auch Wunschdenken.. 

Ich möchte einfach nicht mehr den ganzen Tag die Gedanken kreisen haben, all diese Selbstzweifel, den Selbsthass, die Wut, die Angst - die ganzen negativen Emotionen ablegen können. Ich möchte wieder etwas Freude empfinden..

Ich weiß grad einfach nicht wohin mit mir, meinen Gedanken oder Emotionen. Ich weiß nicht mal, was ich mir durch diesen Beitrag erhoffe - den die wenigsten aufgrund der Länge wohl lesen werden. 

Dennoch freue ich mich über Feedback jeder Art, wer es bis hier hin geschafft hat kann sich eine Umarmung abholen. 
 

Lieber Tulio,

ich kann an der Seite deiner Freundin gut verstehen, wie schwierig es war. Wir hatten auch eine ähnliche Situation.

Mein Mann war zwei einhalb Jahre arbeitslos zu Hause und hat ständig Game gespielt. Er war im Haushalt auch nicht aktiv und war sehr empfindlich und oft schlecht gelaunt. Ich habe zu dem Punkt das zweite Kind bekommen und habe alles geleistet. Ich war oft unter Menschen und war fast immer fröhlich, egal wie schlecht uns ging, ich blieb positiv und motiviert, habe mir noch selber den Weg für die weitere berufliche Entwicklung gekämpft.


Es war eine sehr schwierige Zeit für uns. Finanziell war halb so schlimm als psychisch. Mein Mann war deprimiert, bliebt nur am Computer und ging nicht raus. 2,5 Jahre! Ich habe Haushalt gemacht und war vorsichtig, Gespräche mit ihm zu führen. Am Ende bat ich ihn, dass er einfach ausgeht, egal Praktikum nur zum Sport. Natürlich ist er für Handwerker überqualifiziert aber besser als nichts. Er war sehr passiv und sehr schlecht gelaunt. Es hat unsere Beziehung so sehr belastet.

Vor acht Monaten habe ich mich entschieden, weiter zu studieren und konnte keine Stipendium finden. Er saß noch da und meinte, noch ein Jahr dann nimmt er jeder Arbeit. Warum noch ein Jahr? Ich fühlte mich alleine im Boot und wollte nichts mehr von ihm. Ich würde alleine meine Familie retten. Na, Reguläres Studium in Naturwissenschaft mit 2 Kleinen Kindern und noch Hiwis. Ich habe viel geweint und konnte nicht mehr schlafen. Eine höchste Zeit, ich war fast am Ende.

Doch kam das Engel, das meinem Mann einen guten Job gebracht hat. Alles wurde schnell gelöst. Ich studiere und mein Mann arbeitet. Dennoch ist unsere Beziehung noch nicht früher. Wir arbeiten noch dran.

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23. Dezember 2019 um 21:39
In Antwort auf merinovui

Lieber Tulio,

ich kann an der Seite deiner Freundin gut verstehen, wie schwierig es war. Wir hatten auch eine ähnliche Situation.

Mein Mann war zwei einhalb Jahre arbeitslos zu Hause und hat ständig Game gespielt. Er war im Haushalt auch nicht aktiv und war sehr empfindlich und oft schlecht gelaunt. Ich habe zu dem Punkt das zweite Kind bekommen und habe alles geleistet. Ich war oft unter Menschen und war fast immer fröhlich, egal wie schlecht uns ging, ich blieb positiv und motiviert, habe mir noch selber den Weg für die weitere berufliche Entwicklung gekämpft.


Es war eine sehr schwierige Zeit für uns. Finanziell war halb so schlimm als psychisch. Mein Mann war deprimiert, bliebt nur am Computer und ging nicht raus. 2,5 Jahre! Ich habe Haushalt gemacht und war vorsichtig, Gespräche mit ihm zu führen. Am Ende bat ich ihn, dass er einfach ausgeht, egal Praktikum nur zum Sport. Natürlich ist er für Handwerker überqualifiziert aber besser als nichts. Er war sehr passiv und sehr schlecht gelaunt. Es hat unsere Beziehung so sehr belastet.

Vor acht Monaten habe ich mich entschieden, weiter zu studieren und konnte keine Stipendium finden. Er saß noch da und meinte, noch ein Jahr dann nimmt er jeder Arbeit. Warum noch ein Jahr? Ich fühlte mich alleine im Boot und wollte nichts mehr von ihm. Ich würde alleine meine Familie retten. Na, Reguläres Studium in Naturwissenschaft mit 2 Kleinen Kindern und noch Hiwis. Ich habe viel geweint und konnte nicht mehr schlafen. Eine höchste Zeit, ich war fast am Ende.

Doch kam das Engel, das meinem Mann einen guten Job gebracht hat. Alles wurde schnell gelöst. Ich studiere und mein Mann arbeitet. Dennoch ist unsere Beziehung noch nicht früher. Wir arbeiten noch dran.

Hey merinovui,

danke für dein Feedback. 

Es freut mich zu hören, dass ihr die Kurve scheinbar noch bekommen habt. Ich kann mich durchaus in die Lage meiner Ex-Freundin versetzen, dass es für sie nicht einfach war. Ich wollte arbeiten - konnte es aber nicht. Als ich medikamentös auf meine Krankheit eingestellt war, begann ich meine zweite Ausbildung - Erschöpfung pur am Anfang. Ich will damit nichts ! gar nichts rechtfertigen. 

Das ich so viel gespielt habe war nicht ihre Schuld. Ich kann mir selbst nicht erklären, warum ich so viel am Handy saß um zu spielen. Womöglich weil ich es als nicht so schlimm betrachtete, wie vor dem PC zu sitzen - da wir so ja räumlich getrennt gewesen wären. 

Dennoch habe ich es einfach nicht kapiert, und das zermürbt täglich meinen Kopf. Auch sie hat ihre Fehler gemacht, keine Frage. Es waren immer Kleinigkeiten bei uns, nichts weltbewegendes. Dennoch blieb uns die Möglichkeit aus an unserer Beziehung zu arbeiten - das hat sie so entschieden. 

Es gibt sicherlich Dinge, die man nicht verzeihen kann - ich bin nicht in der Lage, unsere Situation danach zu beurteilen ob man dies verzeihen kann oder nicht. Aber nach meinem Empfinden hätte man den Versuch wagen können, zu reparieren bevor man wegschmeißt. Natürlich stellt sich das bei uns weniger kompliziert dar weil keine Kinder und keine Ehe. Aber dennoch..

Vielleicht wäre es aber auch ohne meine Fehler dazu gekommen, früher oder später. Ihr Angst etwas zu verpassen, die Überlegung plötzlich (vielleicht) doch Kinder zu wollen - es war eigentlich immer klar für sie, dass sie keine möchte - und die Tatsache gerade komplett auszubrechen lassen mich schon den Gedanken fassen "es wäre VIELLEICHT so oder so passiert.." Aber eben nur vielleicht, was wirklich gewesen wäre, kann niemand wissen.

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23. Dezember 2019 um 21:51
In Antwort auf tulio

Hey merinovui,

danke für dein Feedback. 

Es freut mich zu hören, dass ihr die Kurve scheinbar noch bekommen habt. Ich kann mich durchaus in die Lage meiner Ex-Freundin versetzen, dass es für sie nicht einfach war. Ich wollte arbeiten - konnte es aber nicht. Als ich medikamentös auf meine Krankheit eingestellt war, begann ich meine zweite Ausbildung - Erschöpfung pur am Anfang. Ich will damit nichts ! gar nichts rechtfertigen. 

Das ich so viel gespielt habe war nicht ihre Schuld. Ich kann mir selbst nicht erklären, warum ich so viel am Handy saß um zu spielen. Womöglich weil ich es als nicht so schlimm betrachtete, wie vor dem PC zu sitzen - da wir so ja räumlich getrennt gewesen wären. 

Dennoch habe ich es einfach nicht kapiert, und das zermürbt täglich meinen Kopf. Auch sie hat ihre Fehler gemacht, keine Frage. Es waren immer Kleinigkeiten bei uns, nichts weltbewegendes. Dennoch blieb uns die Möglichkeit aus an unserer Beziehung zu arbeiten - das hat sie so entschieden. 

Es gibt sicherlich Dinge, die man nicht verzeihen kann - ich bin nicht in der Lage, unsere Situation danach zu beurteilen ob man dies verzeihen kann oder nicht. Aber nach meinem Empfinden hätte man den Versuch wagen können, zu reparieren bevor man wegschmeißt. Natürlich stellt sich das bei uns weniger kompliziert dar weil keine Kinder und keine Ehe. Aber dennoch..

Vielleicht wäre es aber auch ohne meine Fehler dazu gekommen, früher oder später. Ihr Angst etwas zu verpassen, die Überlegung plötzlich (vielleicht) doch Kinder zu wollen - es war eigentlich immer klar für sie, dass sie keine möchte - und die Tatsache gerade komplett auszubrechen lassen mich schon den Gedanken fassen "es wäre VIELLEICHT so oder so passiert.." Aber eben nur vielleicht, was wirklich gewesen wäre, kann niemand wissen.

Lieber Tulio,

es tut mir leid für dich. Aber ich würde an deiner Stelle nicht mehr viel zurück blicken. Wenn es nicht zu reparieren ist, dann muss man das akzeptieren und damit leben. Ich würde niemals jemanden verletzen, indem ich in der Beziehung zur Trennung drohe. Wenn ich es aber machen würde, dann wäre es wirklich schon Schluss. Nicht hin und her.

Ich finde es schön dass du Sport machst. Hast du sonst noch mehr Hobbies? Du kannst deine Single Zeit auch genießen oder? Reisen? Musik oder Sprachen lernen? Etwas neues anfangen und weiter leben. Du findest schon einen Weg. Lass die Vorgeschichte dein Leben nicht ruinieren. Du bist wert und das Leben ist noch viel so offen.

Alles Gute!

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23. Dezember 2019 um 23:20

Hey merinovui,

das nicht zurück blicken fällt schwer. Immer wieder kommen mir die schlechten Situationen während der Trennung sowie die guten Situationen während unserer Beziehung ins Gedächtnis. Das ist etwas was ich aktuell leider nicht ausschalten kann. Ich würde es liebend gerne. 

Ich hätte mir so einen Warnschuss allerdings gewünscht. Nach dem Motto "Dieses ganze spielen nervt mich so stark, ich weiß nicht ob unsere Beziehung so Sinn macht." Ist natürlich keine feine Art, aber mir hätte es gereicht um zu kapieren was Sache ist. 

Einfach einen Haken dran machen kann ich emotional gesehen leider auch nicht so einfach, da sie mir irgendwo so viel Hoffnung mit auf den Weg gegeben hat.. Ich weiß wie schlecht diese Hoffnung gerade für meinen Heilungsprozess ist, aber trotzdem klammere ich mich noch daran obwohl ich das eigentlich gar nicht möchte. Auch wieder was, was ich nicht einfach abstellen kann..

Abgesehen von Sport betreibe ich bislang kein weiteres Hobby. Ich versuche mich anderweitig voll aus zu lasten. Sprich mit Freunden oder Arbeit. Ob ich mein Single Leben genieße.. ganz klar: Nein. Das liegt nicht daran, dass ich nicht alleine sein kann, sondern mehr daran, dass ich noch so unglaublich viele Gefühle für meine Ex habe.

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24. Dezember 2019 um 1:11
Beste Antwort
In Antwort auf tulio

Hallo zusammen,

vorab: es wird vermutlich etwas mehr Text, ich versuche mich dennoch so kurz wie möglich zu halten - ohne "wichtige" Punkte auszulassen. Was ich mir davon erhoffe, hier meine Geschichte zu schreiben ? Keine Ahnung - vielleicht etwas Ballast los werden, auf einen weiteren Arschtritt um klar zu kommen, unabhängige und neutrale Meinungen..

Vorweg die Bitte: Wenn jemand was dazu schreiben möchte, nehmt kein Blatt vor den Mund. Die Trennung ist 2 Monate her, und ich würde von mir selbst behaupten das ich während dieser Zeit durchaus gut reflektiert habe.

Die Eckdaten: Sie 23, ich 28, Beziehungsdauer 3,5 Jahre, sie hat sich getrennt, überaus harmonische Beziehung, kennengelernt durch einen Minijob, haben 3 Jahre zusammen gewohnt.

Meiner Meinung nach startete das grundliegende Problem bereits im August 2017 - ca. 1 Jahr nachdem wir zusammen kamen. ich war ziemlich unzufrieden in meinem Job/Firma, dies machte sich irgendwann auch durch körperliche Beschwerden bemerkbar. Der Entschluss stand, mir einen neuen Arbeitgeber zu suchen, dies gelang mir auch ziemlich schnell - so ging es von dem weltweiten Großunternehmen in das kleine Familienunternehmen. Doch die Beschwerden besserten sich leider nicht. Daraufhin zum Arzt und die Erstdiagnose CED (Chronisch-Entzündliche Darmerkrankung) bekommen. Entsprechend 1 Jahr lang Arbeitsunfähig gewesen, Therapieversuche mittels Kortison, Reha, unzählige Krankenhausaufenthalte. All das machte mir nicht halb so schwer zu schaffen wie ihr. Als ich wieder einigermaßen stabil war, haben wir zusammen entschlossen das ich eine zweite Ausbildung starten kann - diesmal in meinem Traumjob. Das finanzielle würden wir hinkriegen, dass sei überhaupt kein Thema. So startete ich am 01.08.2018 eine neue Ausbildung.

Wie sich viele vorstellen können, hat man extrem viel Zeit wenn man 1 Jahr lang krank geschrieben ist. Gaming war irgendwie schon immer ein Hobby von mir - so suchte ich mir auf dem Smartphone einige Games um mir die Zeit zu vertreiben. Wie der Zufall es so wollte, blieb ich auf einem Spiel hängen und entwickelte mit der Zeit eine Sucht. Während dieser ganzen Zeit schenkte ich meiner Ex weniger Beachtung, half weniger im Haushalt. Es ist nicht so, dass ich absolut nichts mehr gemacht hätte, oder das ich sie gar wie Luft behandelt hätte - ich habe sie jedoch nicht so behandelt, wie sie es eigentlich verdient hätte.

In dieser ganzen Zeit ist nicht nur bei mir einiges passiert. Sie hatte zunehmend Stress auf der Arbeit, einige doch sehr starke Meinungsverschiedenheiten mit 2 privaten Freunden, und war auch ziemlich von einer Arbeitskollegin genervt. Dennoch gab es während der 3 1/2 Jahre keinen Streit bei uns. Natürlich gab es hier und da mal eine Meinungsverschiedenheit, aber ernsthaft gestritten haben wir uns nie. Das lag wahrscheinlich daran, dass wir beide Menschen sind, die allgemein nicht viel mit Stress und Ärger innerhalb einer Beziehung anfangen können. Dies war für uns beide nicht die erste Beziehung, und wir kannten Streit und Stress bereits aus vergangenen Beziehungen, wir schwammen also auf einer Wellenlänge.

Von Zeit zu Zeit (jedoch nicht zu häufig) suchte meine Ex das Gespräch mit mir. Es ging darum, dass sie sich mehr von dem wünscht, was wir am Anfang unserer Beziehung hatten. Das man nicht die Finger voneinander lassen kann, mehr Zärtlichkeiten, mehr Küsse, mehr Sex. Es kam bei mir an, aber ich habe es nie so ernst aufgenommen wie es ihr war. 

Bis dann Tag X kam. Seit langer Zeit sollte es mal wieder klappen: Feiern mit der Freundin. Feiern bezog sich bei meiner Ex immer auf Tanzen gehen ohne Alkohol - sie war irgendwie nie der Mensch für Alk, genau wie ich. Am nächsten Morgen suchte sie das Gespräch, erzählte mir, dass dort ein Typ war der die ganze Zeit Komplimente gemacht habe, öfters erwähnte, wie schade es sei, dass sie vergeben ist. Zm Abschluss gab er ihr einen Kuss auf die Wange und sie tauschten die Nummern aus. Sie offenbarte mir, sie habe das Gefühl mich beschissen zu haben. Es war schon ziemlich komisch das zu hören, und es gab mir auch kein gutes Gefühl - ich war jedoch nie ein Eifersüchtiger Mensch. Ganz im Gegenteil, meine Ex hatte alle Freiheiten die sie nur haben konnte.

Ab dem Zeitpunkt fing der Stein an ins Rollen zu kommen. Ich werde hier nicht zu sehr ins Detail gehehn, da dies den textlichen Rahmen komplett sprengen würde. Ich merkte wie sehr sie das beschäftigte, die Geschichte mit dem Feiern gehen. Es folgte ein weiteres Gespräch, in dem sie mir mitteilte wie sehr sie es beschäftigt, was sie denkt und fühlt. Das war der Zeitpunkt an dem ich im wahrsten Sinne des Wortes "aufgewacht" bin. Ich habe meinen Account mit dem ich die ganze Zeit gespielt habe verkauft - kein zurück mehr. Ich habe mich wieder mehr in den Haushalt eingebracht, ihr Komplimente gemacht, mich wieder mehr um sie gekümmert. Doch scheinbar schon alles zu spät zu diesem Zeitpunkt. Sie entwickelte eine Blockade gegen mich, konnte oder wollte gewisse Interaktionen nicht mehr zulassen. So nahm alles mehr und mehr ab - also innerhalb von 2 Monaten von einer Beziehung hin zur WG. 

Eine unglaublich harte und tränenreiche Zeit für uns. Alles wurde nach und nach weniger. Zum Geburtstag erhielt ich eine Woche Urlaub an der Nordsee - in einer Ferienwohnung welche sie schon vor einiger Zeit buchte. Nun, den Urlaub traten wir an - jedoch sollten wir die geplante FeWo nicht bekommen. Das Alternativobjekt war keine Alternative für uns also gingen wir ins Hotel. Klasse. Damit war es aus mit dem gemeinsamen Kochen, gemütliche Abende auf der Couch, entspannen. So sind wir nach 3 Tagen dann wieder heim gefahren.

Dort angekommen suchte ich das Gespräch und ich habe ihr erklärt, dass wir so einfach keinen Schritt nach vorne kommen. Ich machte den Vorschlag auf räumlichen Abstand zu gehen. Jedoch kamen wir diesen Abend zu keiner wirklichen Einigung. Am nächsten Tag suchte sie dann nochmal das Gespräch und sagte, dass sie Angst davor habe, mich nicht zu vermissen. Wir entschieden uns dann für den Abstand, da uns die Situation einfach alles andere als gut tat. Ich blieb diesen Tag noch zuhause und fuhr den nächsten Tag gegen frühen Abend zu einem Kollegen. Diese beiden Tage waren extrem Tränenreich, wir haben viel miteinander geredet, plötzlich war die Situation irgendwie wieder Ertragbar. Sie wollte sogar wieder kuscheln - nicht weil sie die Nähe an sich wollte, sondern weil sie nicht wollte das ich gehe. Ich wusste also in welche Schublade ich dieses Gefühl zu schieben habe.

Wir einigten uns darauf, keinen Kontakt zu haben aus Angst, diese komische Situation aufrecht zu erhalten. Sonntags bin ich zu meinem Kollegen, Donnerstag hielt ich es nicht mehr aus. Ich schreib ihr. Nichts wildes, ich habe keine Entscheidung eingefordert. ich erzählte ihr "nur" was bei uns die letzten 2 Tage los war, und das ich sie vermisse. Die Antwort ? Ziemlich ernüchternd. Sie sagte das sie ihre Gedanken nicht ordnen könne, sie keinen klaren Gedanken fassen kann. Sie würde aktuell versuchen so viel wie möglich zu unternehmen um sich abzulenken. Ich war sauer. Wieso ? Meine Erwartung war einfach, dass sie die Zeit nutzen würde um nachzudenken, um zu reflektieren. Stattdessen nutzte sie die Zeit um sich abzulenken ? Ich kam mir etwas veräppelt vor. Ich machte ihr jedoch keinerlei Vorwürfe und sagte ihr, sie solle tun was ihr gut tut. 

Donnerstag schrieb ich ihr. Sonntag kam sie, um die Beziehung zu beenden. Ich war am Boden zerstört, konnte es nicht verstehen. Sie erklärte mir, sie hätte nicht mehr ausreichend Gefühle für mich, hätte nicht gemerkt, dass ich um sie gekämpft hätte. Alles was ich tat, wurde als "verbiegen" abgestempelt. Sie liebe mich, aber nicht so wie ich sie lieben würde. Es zog mir den Boden unter den Füßen weg. 

Sie hatte mir gegenüber ein unglaublich schlechtes Gewissen. Mich die ganze Zeit in der Luft hängen gelassen zu haben, die finanzielle Situation die sich durch die neue Ausbildung ergab. Am nächsten Tag holte ich ein paar Sachen, wir sprachen nochmal miteinander. Sie bot mir an zusammen zu Abend zu essen. Wir kochten zusammen, ich machte ihr ihren Salat für die Arbeit am nächsten Tag - alles war so vertraut und fühlte sich auch so an. Während des Gesprächs erwähnte sie: Ich muss mich immer wieder fragen "Was wäre wenn du ein Gespräch früher reagiert hättest.." ich schluckte erstmal.. doch erwiderte später: "Wenn du dich fragst, was wäre wenn du ein Gespräch früher reagiert hättest, dann musst dich auch fragen was wäre wenn ich ein Gespräch früher auf den Tisch gehauen hätte.." Sie sagte nur leise "Das stimmt..".

Die 3 darauffolgenden Wochen folgten noch einige Gespräche, meinerseits natürlich in der Hoffnung doch noch unsere zweite Chance zu bekommen - vergebens, natürlich. Sie hielt fest an ihrer Entscheidung. Sie wolle ihr Single dasein genießen. Sie fühlt sich wohl, genießt es keine Absprachen treffen zu müssen. Sie habe Angst etwas zu verpassen, ein Satz der natürlich unglaublich weh tat. 

So entschied ich mich nach 3 Wochen mein "Hab und Gut" aus der gemeinsamen Wohnung zu holen und den Kontakt komplett abzubrechen. Dies kommunizierte auch offen mit ihr. Es tat mir zu sehr weh, einen ganzen Tag auf eine Antwort zu warten und der letzte Mensch in ihrer Liste zu sein, der eine Antwort bekam bevor sie zu Bett ging. Und allgemein diese plötzliche kälte von ihr zu spüren, wo doch einst so viel Liebe war.

Sie erwähnte desöfteren während der Gespräche, dass sie sich wünschen würde, es stünde anders um ihre Gefühle. Sie gab mir enorm viel Hoffnung mit auf den Weg, sie wisse nicht ob es gerade ein "hoch" ist was sie hat, eine Selbstfindungsphase - wie es bei ihr in ein paar Monaten oder einem Jahr aussehe. Vielleicht macht sie gerade einen großen Fehler, aber sie müsse diesen machen. 

So viel zu dem Geschehenden. Wer bis hier hin gekommen ist: DANKE ! Und Respekt für das Durchhaltevermögen  Kommen wir nun zu etwas Reflektion..

Ich mache mir enorme Selbstvorwürfe bezüglich meiner Sucht, ich weiß mittlerweile wie viel ich kaputt gemacht habe, indem ich ihr nicht die Liebe und Aufmerksamkeit geschenkt habe, die sie verdient hat. Vielleicht kann jemand erahnen, wie ich mich damit fühle. Ob ich wieder Spiele ? Nein. Seit gut 4 Monaten nun habe ich kein Spiel mehr angefasst, weder auf dem PC, noch auf dem Smartphone - Konsole war ich noch nie der Mensch für. 

Desweiteren frage ich mich die ganze Zeit: Hast du wirklich nicht genug gekämpft ? Ich bemühte mich - sie bestätigte mir in der schwierigen Zeit sogar, dass sie sehe ich wolle etwas ändern. Sogar in unserem letzten Gespräch sagte sie: "Ich weiß das du kämpfen kannst." 

Abgesehen davon.. ja ich weiß wie klein und bedürftig ich mich in diesen 2 Monaten + 3 Wochen gemacht habe. Der richtige Weg wäre wohl gewesen direkt auf räumlichen Abstand zu gehen und ihr einfach Ruhe und Zeit zu geben. 

Auch wie die 2 Monate bei uns verliefen in denen wir noch zusammen wohnten machen mir schwer zu schaffen. Ich schaffte es einfach nicht, mich halbwegs normal/fröhlich zu verhalten. Diese Zeit war beiderseits geprägt mit viel Traurigkeit - ich für meinen Teil konnte einfach nicht auf heile Welt machen und den gut gelaunten spielen mit dem Hintergedanken meine Freundin zu verlieren. 

Ich weiß sie hatte auch ihre Fehler - teilweise Fehler die zu Fehler meinerseits führten. Sie fand sich selbst nie wirklich attraktiv, sexy. Das brachte sie bereits in die Beziehung mit rein. Lange habe ich dagegen angeredet, versucht sie vom Gegenteil zu überzeugen. Irgendwann kamen dann Antworten wie "Du musst das sagen, du bist ja mein Freund.." oder "Bestimmt sagst du das nur, damit ich mich nicht schlecht fühle..". Ich habe mit der Zeit die Lust daran verloren ihr Komplimente zu machen weil ich mir dachte "Sie nimmt es doch eh nicht an..". Seitdem Schluss ist, schaut sie plötzlich in den Spiegel und sagt sich: Verdammt bin ich sexy. Keine Spur mehr von Selbstzweifel. Wie gern hätte ich auch etwas von dieser Seite mitbekommen, es freut mich aber aufrichtig für sie, dass sie von diesen Gedanken nun nicht mehr geplagt wird.

Seit des räumlichen Abstandes schläft sie auch wieder besser sagt sie, sie wird nicht mehr jede Nacht wach. Liegt das nun wirklich an mir ? Weil sie nicht mehr glücklich war ? Oder liegt es daran, dass nun ein Belastungspunkt von ihren Schultern gefallen ist - offensichtlich der, der am "einfachsten" zu beseitigen war ? Suche ich da nach Ausreden um mir diese Schuld nicht auch noch zuweisen zu müssen ? Ich weiß es nicht.

Es hat sich bereits so viel getan.. Finanziell geht es mir nun besser als vorher, ich rauche nicht mehr, ich mache Sport - viel Sport (6x die Woche). Bedingt durch meine CED bekam ich in regelmäßigen Abständen eine Infusion mit der es mir besser ging - die jedoch auch viele Nebenwirkungen mit sich brachte. Nun was soll ich sagen.. gesunde Ernährung + Sport = keine Infusion. Ich habe die Therapie (natürlich entgegen des Rates meines Arztes) abgesetzt. Bis jetzt weiterhin ohne Probleme. Ich habe mich um verschiedene Anträge gekümmert, alles mögliche in Bewegung gesetzt. WBS, Schwerbehindertenausweis, alle finanzielle Unterstützungen. Alles in allem kann ich eigentlich sagen: Läuft bei mir.

Eigentlich... ist aber nicht so. Ich versuche mich möglichst viel abzulenken, zu unternehmen, zu arbeiten - hauptsache ich bin nicht alleine und habe Zeit zu denken. Denn mir geht es emotional gesehen noch immer verdammt schlecht. Wenn ich mit freunden Unterwegs bin lache ich wenn es angebracht ist, nicht aber weil ich lachen muss. Nach wie vor weine ich viel, denke an unsere gemeinsame Zeit zurück. Allgemein gesagt gibt es in meinem Leben aktuell absolut keine Freude, kein Spaß. Bedingt durch die gesunde Ernährung zwinge ich mich zum Essen - was gut ist, irgendwie muss ich die verlorenen 14 KG wieder rein holen aber rein vom Gefühl her besteht kein Bedarf zu essen. Eigentlich will ich auch nichts und niemanden sehen, ich weiß aber das es mir damit nur noch schlechter gehen würde.

Nach meiner ersten Trennung habe ich mich viel mit Frauen abgelenkt - woran ich nun absolut kein Interesse habe. Ich verspüre nichtmal das Interesse eine Frau auch nur anzusprechen wenn ich unterwegs bin, weil sie mir egal sind. Es bot sich mir auch schon die Möglichkeit der entsprechenden Ablenkung, die ich jedoch im Sande verlaufen lassen habe, weil mir absolut nicht danach ist.

Will ich meine Ex zurück ? Ja. Könnte ich sie zurück nehmen ? Ich weiß es nicht. Und das zerreißt mich unglaublich. Ich wünsche mir auf der einen Seite nichts mehr, als das sie vor mir stehen würde und sagt: Es war alles ein Fehler. Auf der anderen Seite wünsche ich es mir irgendwie auch nicht, weil ich aktuell nicht weiß ob ich das könnte. Und ich möchte nicht, dass sie diese Situation ebenfalls durchmachen müsste. Ich bin einfach so unglaublich verletzt, und abgesehen von einem gewissen Grundvertrauen ist da vertrauenstechnisch auch nichts mehr vorhanden. 

irgendwie fühle ich mich teilweise sogar ein Stück weit veräppelt.. Ich bekomme hier und da immer mal wieder von wenigen gemeinsamen Freundin über WhatsApp Status mit, wie viel sie unternimmt. Ich habe das Gefühl sie hat sich noch immer nicht ausgiebig damit beschäftigt weil sie viel zu sehr damit beschäftigt ist, beschäftigt zu sein. Das ist aber reine Spekulation und irgendwo auch Wunschdenken.. 

Ich möchte einfach nicht mehr den ganzen Tag die Gedanken kreisen haben, all diese Selbstzweifel, den Selbsthass, die Wut, die Angst - die ganzen negativen Emotionen ablegen können. Ich möchte wieder etwas Freude empfinden..

Ich weiß grad einfach nicht wohin mit mir, meinen Gedanken oder Emotionen. Ich weiß nicht mal, was ich mir durch diesen Beitrag erhoffe - den die wenigsten aufgrund der Länge wohl lesen werden. 

Dennoch freue ich mich über Feedback jeder Art, wer es bis hier hin geschafft hat kann sich eine Umarmung abholen. 
 

Desweiteren frage ich mich die ganze Zeit: Hast du wirklich nicht genug gekämpft ? Ich bemühte mich - sie bestätigte mir in der schwierigen Zeit sogar, dass sie sehe ich wolle etwas ändern. Sogar in unserem letzten Gespräch sagte sie: "Ich weiß das du kämpfen kannst." 

Dafür das du krank wurdest kannst du nichts.
Aber du hast zuhause gesessen und gespielt (Geld auch verspielt?) anstatt ihr zu helfen oder zu reagieren als sie mal um Aufmerksamkeit bat.

Das ist jetzt eben die Quittung, irgendwann reicht es mal.
Ging mir in einer Beziehung auch schon so, man redet und redet, bittet und bettelt und irgendwann gibt man halt auf, dann ist das Geschrei groß und "Man kämpft ja so sehr" aber innerlich hat man als Partner eben schon lange schluss gemacht und sich emotional zu weit entfernt.

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24. Dezember 2019 um 8:11

Nein, für meine Krankheit kann ich wohl nichts. Und die will ich auch nicht als Ausrede für irgendetwas nehmen. 

Zum einen: Nein, Geld habe ich nie verspielt - so klar war ich im Kopf dann schon noch. Ich weiß auch nicht wie man Krankengeld verspielen kann - ist ja eh nicht das meiste. Ein Missverständnis das es aufzuklären gilt: Ich saß während dieser Zeit nicht nur da und spielte, mein Tagesablauf bestand darin den Haushalt zu machen so gut es mir möglich war - manchmal eben Stück für Stück, aber ich habe ihn gemacht. Auch lief es zu der Zeit nicht schlecht bei uns. Klar, Sex war aufgrund meiner Krankheit schwierig - aber Aufmerksamkeit hat sie von mir bekommen.

So richtig angefangen hat das ironischerweise alles als ich eine wirkungsvolle Therapie gegen meine Krankheit bekam. Mir ging es gesundheitlich wieder um einiges besser - ich konnte mich auf die Suche nach einer Ausbildungsstelle machen und habe diese auch bekommen. Enttäuschend war hier dann die Erkenntnis, dass es in Deutschland keinerlei finanzielle Unterstützung für Menschen gibt, die eine zweite Ausbildung machen ohne sich als Metzger die Hand abgehackt zu haben. So war ich finanziell mehr oder weniger auf meine Ex angewiesen was mir ein ständiger Dorn im Auge war, und was mich auch ziemlich belastet hat. Sie begab sich zu diesem Zeitpunkt (rückwirkend betrachtet) in eine emotionale Abhängigkeit mir gegenüber. 

Ja - offensichtlich habe ich die Quittung jetzt. Jedoch ist mein "Geschrei" nicht groß - den Vorwurf irgendetwas aus rationellen Gründen unversucht zu lassen habe ich ihr nie gemacht. Ich bin einfach nicht in der Lage zu verstehen wie man auf der einen Seite sagt "Ich wünschte meine Gefühle wären noch da" - die ganze Beziehung aber im nächsten Atemzug über den Haufen wirft statt zu schauen, ob da nicht vielleicht was verschüttet ist.

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24. Dezember 2019 um 10:41

Naja ich würde sagen , ihr hattet beide eure psyschischen Probleme und sie war nicht mehr bereit für die Beziehung zu kämpfen, anders als du. Bei vielen Frauen mag das Rationale weniger Bedeutung haben als die emotionale Bindung.
Ich war in einer ähnlichen Situation, nur dass ich nicht die ganze zeit gezockt habe, sondern die ganze zeit gearbeitet hatte und nur etwas gezockt. xD
Jedenfalls nach deinem Text zu urteilen, hast du mehr gekämpft als ich. Aber da hatte sie sich schon längst entschieden was neues anzufangen.

Im Prinzip mags vielleicht am Alter liegen, dass man nicht um eine Beziehung gekämpft hat, außerdem dann ihre Probleme mit Schlaflosigkeit etc, sie hat dich dann wohl später nur noch aufgrund ihrer eigenen Probleme als Belastung empfunden. Ich glaube sie macht sich da zum Teil schon was vor, aber hilft ihr vermutlich trotzdem auf ihren Weg, weil sie sich ja nun deutlich befreiter fühlt.

Du solltest mit dem Thema abschließen, sie wird nicht mehr zurückkommen, du brauchst einen neuen Weg für dich. Denk daran, dass dich das hadern nur aufhält. Ab einem Punkt hast du was getan,anders als viele andere, anders auch als ich. Und ich weiß für meinen Teil, dass die Story  mir sagt, dass manchmal das Kämpfen auch nix bringt, wenn sich die andere person schon entschieden hat.
Es ist dann quasi linear, Entscheidung wurde getroffen, dagegen kann man nix mehr machen.

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24. Dezember 2019 um 11:02
In Antwort auf dawnclaude

Naja ich würde sagen , ihr hattet beide eure psyschischen Probleme und sie war nicht mehr bereit für die Beziehung zu kämpfen, anders als du. Bei vielen Frauen mag das Rationale weniger Bedeutung haben als die emotionale Bindung.
Ich war in einer ähnlichen Situation, nur dass ich nicht die ganze zeit gezockt habe, sondern die ganze zeit gearbeitet hatte und nur etwas gezockt. xD
Jedenfalls nach deinem Text zu urteilen, hast du mehr gekämpft als ich. Aber da hatte sie sich schon längst entschieden was neues anzufangen.

Im Prinzip mags vielleicht am Alter liegen, dass man nicht um eine Beziehung gekämpft hat, außerdem dann ihre Probleme mit Schlaflosigkeit etc, sie hat dich dann wohl später nur noch aufgrund ihrer eigenen Probleme als Belastung empfunden. Ich glaube sie macht sich da zum Teil schon was vor, aber hilft ihr vermutlich trotzdem auf ihren Weg, weil sie sich ja nun deutlich befreiter fühlt.

Du solltest mit dem Thema abschließen, sie wird nicht mehr zurückkommen, du brauchst einen neuen Weg für dich. Denk daran, dass dich das hadern nur aufhält. Ab einem Punkt hast du was getan,anders als viele andere, anders auch als ich. Und ich weiß für meinen Teil, dass die Story  mir sagt, dass manchmal das Kämpfen auch nix bringt, wenn sich die andere person schon entschieden hat.
Es ist dann quasi linear, Entscheidung wurde getroffen, dagegen kann man nix mehr machen.

Hallo dawnclaude und danke für dein Feedback.

Ich habe gute 2 Monate und 3 Wochen gekämpft, in denen ich versucht habe wieder mehr mit ihr zu unternehmen, sie zu unterstützen wo ich kann, mich wieder etwas mehr um mich selbst zu kümmern - alles vergebens. Das meiste davon wurde als "verbiegen" abgestempelt obwohl es dies gar nicht war. Ich habe einfach das investiert, was ich auch die Jahre davor investiert habe. Ich wollte sie damit einfach wieder etwas entlasten.

Darüber hinaus bin ich aber ebenso der Meinung, dass die Schlaflosigkeit beispielsweise durch psychischen Stress kam. In der Woche des räumlichen Abstandes unternahm sie ja möglichst viel, war ständig unterwegs wie sie sagte - und plötzlich fühlte sie sich besser. Im Umkehrschluss hieß das für sie: Er ist da, mir gehts nicht gut - er ist weg, mir gehts gut. Meiner Meinung nach eine Situation die sie vermisst hat - diese ganzen Unternehmungen. Nichts was sie nicht auch hätte die ganze Zeit machen können. Aber wie du schon sagtest, rationell gegen Bindung.

Offensichtlich scheint es ihr auf ihrem Weg zu helfen. Ich liebe diese Frau nach wie vor, und ich möchte nicht das es ihr schlecht geht. Auch ein Grund, warum ich irgendwie nicht hoffe, dass sie eines Tages doch merkt das da vielleicht noch was ist. Denn dann würde sie das gleiche Gefühl haben wie ich nun habe, und ich möchte nicht das sie sich so fühlen muss..

Aber trotzdem kann ich diese Hoffnung einfach nicht ablegen.. Vielleicht bedingt durch das was sie gesagt hat, bedingt dadurch das es bei ihren Eltern mal genau so war, bedingt dadurch das ich noch 3 andere Paare kenne bei denen es so war.. Dieses alles aber nichts wissen ist einfach sowohl Herz als auch Kopfzerreißend.

Das einseitiges Kämpfen nichts bringt habe ich relativ früh verstanden, deshalb die KS 3 Wochen nach der offiziellen Trennung. Ich weiß das es mich nur noch tiefer in das Loch geworfen hätte, wenn wir weiterhin Kontakt hätten. Trotzdem fällt es mir schwer all das zu "verstehen".

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24. Dezember 2019 um 20:06
In Antwort auf tulio

Hallo dawnclaude und danke für dein Feedback.

Ich habe gute 2 Monate und 3 Wochen gekämpft, in denen ich versucht habe wieder mehr mit ihr zu unternehmen, sie zu unterstützen wo ich kann, mich wieder etwas mehr um mich selbst zu kümmern - alles vergebens. Das meiste davon wurde als "verbiegen" abgestempelt obwohl es dies gar nicht war. Ich habe einfach das investiert, was ich auch die Jahre davor investiert habe. Ich wollte sie damit einfach wieder etwas entlasten.

Darüber hinaus bin ich aber ebenso der Meinung, dass die Schlaflosigkeit beispielsweise durch psychischen Stress kam. In der Woche des räumlichen Abstandes unternahm sie ja möglichst viel, war ständig unterwegs wie sie sagte - und plötzlich fühlte sie sich besser. Im Umkehrschluss hieß das für sie: Er ist da, mir gehts nicht gut - er ist weg, mir gehts gut. Meiner Meinung nach eine Situation die sie vermisst hat - diese ganzen Unternehmungen. Nichts was sie nicht auch hätte die ganze Zeit machen können. Aber wie du schon sagtest, rationell gegen Bindung.

Offensichtlich scheint es ihr auf ihrem Weg zu helfen. Ich liebe diese Frau nach wie vor, und ich möchte nicht das es ihr schlecht geht. Auch ein Grund, warum ich irgendwie nicht hoffe, dass sie eines Tages doch merkt das da vielleicht noch was ist. Denn dann würde sie das gleiche Gefühl haben wie ich nun habe, und ich möchte nicht das sie sich so fühlen muss..

Aber trotzdem kann ich diese Hoffnung einfach nicht ablegen.. Vielleicht bedingt durch das was sie gesagt hat, bedingt dadurch das es bei ihren Eltern mal genau so war, bedingt dadurch das ich noch 3 andere Paare kenne bei denen es so war.. Dieses alles aber nichts wissen ist einfach sowohl Herz als auch Kopfzerreißend.

Das einseitiges Kämpfen nichts bringt habe ich relativ früh verstanden, deshalb die KS 3 Wochen nach der offiziellen Trennung. Ich weiß das es mich nur noch tiefer in das Loch geworfen hätte, wenn wir weiterhin Kontakt hätten. Trotzdem fällt es mir schwer all das zu "verstehen".

verstehen solltest du es schon.  es war einfach zu viel

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24. Dezember 2019 um 21:02
In Antwort auf carina2019

verstehen solltest du es schon.  es war einfach zu viel

Ich verstehe das sie die Beziehung beenden muss, wenn sie sich sicher ist keine Gefühle mehr zu haben. Ich kann nur nicht verstehen warum sie all das negative auf die Beziehung abwälzt. Darüber hinaus verstehe ich mein eigenes Verhalten nicht. Nicht nur das ich mich so in dieses Spiel gestürzt habe, sondern auch mein verhalten während der 2 Monatigen "Trennungsphase" sowie danach. 

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24. Dezember 2019 um 21:40
In Antwort auf tulio

Ich verstehe das sie die Beziehung beenden muss, wenn sie sich sicher ist keine Gefühle mehr zu haben. Ich kann nur nicht verstehen warum sie all das negative auf die Beziehung abwälzt. Darüber hinaus verstehe ich mein eigenes Verhalten nicht. Nicht nur das ich mich so in dieses Spiel gestürzt habe, sondern auch mein verhalten während der 2 Monatigen "Trennungsphase" sowie danach. 

Ich persönlich glaube an Schicksal, meiner Meinung nach kann man nciht immer seinen lebensweg kontrollieren bzw nur bis zu einem gewissen Punkt und ich finde du hast es schon gut gemistert, also aus dem Tiefpunkt herauszukommen, weil eigetnlich so gut wie jeder mal Tiefpunkte hat.

Lange Ehen halten nun mal auch oft, weil sie diese Tiefpunkte zusammen meistern. Es kann einfach sein, dass sie dafür auch nicht so geeignet ist , denn wenn es eure erste echte Krise war, hast du deine Antwort. Vielleicht liegts dabei auch am Alter und später wird man erst weiser und etwas weniger egoistisch.

Ich weiß nicht aktuell was du machen kannst, aber mach etwas was dir Spaß macht und womit du dich beschäftigen kannst. bei mir war es schon immer die Arbeit. Irgendwas wo du etwas Leidenschaft investieren kannst.


 

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24. Dezember 2019 um 22:16
In Antwort auf dawnclaude

Ich persönlich glaube an Schicksal, meiner Meinung nach kann man nciht immer seinen lebensweg kontrollieren bzw nur bis zu einem gewissen Punkt und ich finde du hast es schon gut gemistert, also aus dem Tiefpunkt herauszukommen, weil eigetnlich so gut wie jeder mal Tiefpunkte hat.

Lange Ehen halten nun mal auch oft, weil sie diese Tiefpunkte zusammen meistern. Es kann einfach sein, dass sie dafür auch nicht so geeignet ist , denn wenn es eure erste echte Krise war, hast du deine Antwort. Vielleicht liegts dabei auch am Alter und später wird man erst weiser und etwas weniger egoistisch.

Ich weiß nicht aktuell was du machen kannst, aber mach etwas was dir Spaß macht und womit du dich beschäftigen kannst. bei mir war es schon immer die Arbeit. Irgendwas wo du etwas Leidenschaft investieren kannst.


 

Ich persönlich glaube ehrlich gesagt gar nicht an Schicksal.. Danke für die lieben Worte, ich habe aber gefühlt noch nicht wirklich den richtigen Weg aus diesem Tiefpunkt heraus gefunden.

So zu sagen war es schon unsere erste echte Krise, zumindest wenn man dies unter dem Aspekt betrachtet "Ich möchte etwas was du nicht möchtest". Allgemein als Bewährungsprobe kann man meine Krankheit, 1 Jahr Krankschreibung sowie 5 Wochen Reha mit einbeziehen.. Was sie auch tut - was ich zwar anders sehe als sie aber ihr da auch keinen Vorwurf mache. 

Vielleicht liegts am Alter, schwer zu sagen. Sie ist 23 und eigentlich ziemlich reif für ihr alter. Ist mit 18 in die eigene Wohnung, hat das alles super gemeistert, sie hat ihr Leben durchaus voll im Griff. 

Was durchaus am Alter liegt ist das "Angst haben etwas zu verpassen". Da bin ich einfach irgendwie dran kleben geblieben. Natürlich frage ich mich ob diese "Angst" nur aufgekommen ist, weil sie die Möglichkeit sah: Jetzt kann ich ausbrechen. Oder ob dies ein Gefühl ist, was zwangsläufig kommt. 

Tausende Fragen, 0 Antworten 

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25. Dezember 2019 um 0:03
Beste Antwort
In Antwort auf tulio

Ich persönlich glaube ehrlich gesagt gar nicht an Schicksal.. Danke für die lieben Worte, ich habe aber gefühlt noch nicht wirklich den richtigen Weg aus diesem Tiefpunkt heraus gefunden.

So zu sagen war es schon unsere erste echte Krise, zumindest wenn man dies unter dem Aspekt betrachtet "Ich möchte etwas was du nicht möchtest". Allgemein als Bewährungsprobe kann man meine Krankheit, 1 Jahr Krankschreibung sowie 5 Wochen Reha mit einbeziehen.. Was sie auch tut - was ich zwar anders sehe als sie aber ihr da auch keinen Vorwurf mache. 

Vielleicht liegts am Alter, schwer zu sagen. Sie ist 23 und eigentlich ziemlich reif für ihr alter. Ist mit 18 in die eigene Wohnung, hat das alles super gemeistert, sie hat ihr Leben durchaus voll im Griff. 

Was durchaus am Alter liegt ist das "Angst haben etwas zu verpassen". Da bin ich einfach irgendwie dran kleben geblieben. Natürlich frage ich mich ob diese "Angst" nur aufgekommen ist, weil sie die Möglichkeit sah: Jetzt kann ich ausbrechen. Oder ob dies ein Gefühl ist, was zwangsläufig kommt. 

Tausende Fragen, 0 Antworten 


Es ist nun mal recht normal, dass viele Beziehungen in dem Alter scheitern.
Viel lernen halt auch noch, was sie so in einer Beziehung brauchen und was sie nicht so gebrauchen können mit den Höhen und Tiefen
oder sie jagen Träumen hinterher.

Ich persönlich wenn ich das so lese, denke immer noch, dass man so eine Krise meistern sollte, wenn man so richtig bereit ist für eine Beziehung.
Mit 23 war ich noch nicht so bereit, auch ich hatte da noch Angst etwas zu verpassen. Also hab ich damals auch meine gute Beziehung sausen lassen ohne krise.
Danach war ich dann im Endeffekt mit anderen Frauen zusammen,  und egal mit wem ich davon zusammengewesen wäre, es hätte vermutlich bei allen gut gepasst.

Was nicht bedeuten soll, dass sie austauschbar  sind, sie sind alles einzigartige Personen , aber vom Niveau her der Beziehung passte das eigentlich bei allen.  Von daher kann ich sagen, ich hab nicht wirklich was verpasst, aber vorher konnte ich das nicht wissen.  Und es hatte zumindest den Vorteil, dass ich sie alle kennen und lieben gelernt habe. ^^
Vermutlich hab ich noch mehr Magie erwartet , manche erleben ne turbolente Achterbahn der Gefühle, ich persönliche würde einfach sagen, dass ich etwas bescheidener sein sollte - eine gute Beziehung ist genug - ein Hollywood Märchen wäre definitiv üertrieben und darauf zu warten auch.

Die, die das filmreifer erleben, werden dir natürlich auch was anderes erzählen.



 

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25. Dezember 2019 um 7:26
In Antwort auf dawnclaude


Es ist nun mal recht normal, dass viele Beziehungen in dem Alter scheitern.
Viel lernen halt auch noch, was sie so in einer Beziehung brauchen und was sie nicht so gebrauchen können mit den Höhen und Tiefen
oder sie jagen Träumen hinterher.

Ich persönlich wenn ich das so lese, denke immer noch, dass man so eine Krise meistern sollte, wenn man so richtig bereit ist für eine Beziehung.
Mit 23 war ich noch nicht so bereit, auch ich hatte da noch Angst etwas zu verpassen. Also hab ich damals auch meine gute Beziehung sausen lassen ohne krise.
Danach war ich dann im Endeffekt mit anderen Frauen zusammen,  und egal mit wem ich davon zusammengewesen wäre, es hätte vermutlich bei allen gut gepasst.

Was nicht bedeuten soll, dass sie austauschbar  sind, sie sind alles einzigartige Personen , aber vom Niveau her der Beziehung passte das eigentlich bei allen.  Von daher kann ich sagen, ich hab nicht wirklich was verpasst, aber vorher konnte ich das nicht wissen.  Und es hatte zumindest den Vorteil, dass ich sie alle kennen und lieben gelernt habe. ^^
Vermutlich hab ich noch mehr Magie erwartet , manche erleben ne turbolente Achterbahn der Gefühle, ich persönliche würde einfach sagen, dass ich etwas bescheidener sein sollte - eine gute Beziehung ist genug - ein Hollywood Märchen wäre definitiv üertrieben und darauf zu warten auch.

Die, die das filmreifer erleben, werden dir natürlich auch was anderes erzählen.



 

Tiefen gab es bei uns eigentlich nie so richtig - wenn man jetzt mal von dieser Geschichte absieht, und meiner Krankheit. Im Prinzip beschränkt es sich darauf - ansonsten hatten wir eine harmonische und glückliche Beziehung. Für mich also nach wie vor unbegreiflich, warum man sowas einfach wegwirft.

Wenn ich dann mal den ein oder anderen Thread durchlese, wo sich Menschen von der Seele schreiben wie schlecht es ihnen in der Beziehung geht.. Fremdgehen, Seelische Gewalt, Narzissmus, On/Offs ohne Ende, krankhafte Eifersucht.. das einzige was aber alle gemeinsame haben: Emotionale Abhängigkeit.

Und wenn ich mir dann diese Aspekte vor Augen halte frage ich mich selbst manchmal: Einige dieser Menschen gaben bereits zweite Chancen. Und ICH habe diese zweite Chance nicht verdient ? Bei Betrachtung der Probleme anderer habe ich wohl das kleinste Übel an den Tag gelegt. Nicht das mich jemand falsch versteht - ich möchte das nicht verharmlosen, ich weiß das mein Verhalten da nicht korrekt war. 

Was man wirklich "verpassen" kann weiß ich allerdings auch nicht. Klar, Sex mit anderen Männern. Ob das so erfüllend ist ? Weiß ich nicht. WIll ich auch nicht beurteilen und auch nicht all zu viel drüber nachdenken. Aber wie du bereits sagtest.. die erste Beziehungskrise, eigentlich hätten WIR das hinbekommen sollen.

​Is doch alles zum Mäuse melken..

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25. Dezember 2019 um 7:44
In Antwort auf tulio

Hallo zusammen,

vorab: es wird vermutlich etwas mehr Text, ich versuche mich dennoch so kurz wie möglich zu halten - ohne "wichtige" Punkte auszulassen. Was ich mir davon erhoffe, hier meine Geschichte zu schreiben ? Keine Ahnung - vielleicht etwas Ballast los werden, auf einen weiteren Arschtritt um klar zu kommen, unabhängige und neutrale Meinungen..

Vorweg die Bitte: Wenn jemand was dazu schreiben möchte, nehmt kein Blatt vor den Mund. Die Trennung ist 2 Monate her, und ich würde von mir selbst behaupten das ich während dieser Zeit durchaus gut reflektiert habe.

Die Eckdaten: Sie 23, ich 28, Beziehungsdauer 3,5 Jahre, sie hat sich getrennt, überaus harmonische Beziehung, kennengelernt durch einen Minijob, haben 3 Jahre zusammen gewohnt.

Meiner Meinung nach startete das grundliegende Problem bereits im August 2017 - ca. 1 Jahr nachdem wir zusammen kamen. ich war ziemlich unzufrieden in meinem Job/Firma, dies machte sich irgendwann auch durch körperliche Beschwerden bemerkbar. Der Entschluss stand, mir einen neuen Arbeitgeber zu suchen, dies gelang mir auch ziemlich schnell - so ging es von dem weltweiten Großunternehmen in das kleine Familienunternehmen. Doch die Beschwerden besserten sich leider nicht. Daraufhin zum Arzt und die Erstdiagnose CED (Chronisch-Entzündliche Darmerkrankung) bekommen. Entsprechend 1 Jahr lang Arbeitsunfähig gewesen, Therapieversuche mittels Kortison, Reha, unzählige Krankenhausaufenthalte. All das machte mir nicht halb so schwer zu schaffen wie ihr. Als ich wieder einigermaßen stabil war, haben wir zusammen entschlossen das ich eine zweite Ausbildung starten kann - diesmal in meinem Traumjob. Das finanzielle würden wir hinkriegen, dass sei überhaupt kein Thema. So startete ich am 01.08.2018 eine neue Ausbildung.

Wie sich viele vorstellen können, hat man extrem viel Zeit wenn man 1 Jahr lang krank geschrieben ist. Gaming war irgendwie schon immer ein Hobby von mir - so suchte ich mir auf dem Smartphone einige Games um mir die Zeit zu vertreiben. Wie der Zufall es so wollte, blieb ich auf einem Spiel hängen und entwickelte mit der Zeit eine Sucht. Während dieser ganzen Zeit schenkte ich meiner Ex weniger Beachtung, half weniger im Haushalt. Es ist nicht so, dass ich absolut nichts mehr gemacht hätte, oder das ich sie gar wie Luft behandelt hätte - ich habe sie jedoch nicht so behandelt, wie sie es eigentlich verdient hätte.

In dieser ganzen Zeit ist nicht nur bei mir einiges passiert. Sie hatte zunehmend Stress auf der Arbeit, einige doch sehr starke Meinungsverschiedenheiten mit 2 privaten Freunden, und war auch ziemlich von einer Arbeitskollegin genervt. Dennoch gab es während der 3 1/2 Jahre keinen Streit bei uns. Natürlich gab es hier und da mal eine Meinungsverschiedenheit, aber ernsthaft gestritten haben wir uns nie. Das lag wahrscheinlich daran, dass wir beide Menschen sind, die allgemein nicht viel mit Stress und Ärger innerhalb einer Beziehung anfangen können. Dies war für uns beide nicht die erste Beziehung, und wir kannten Streit und Stress bereits aus vergangenen Beziehungen, wir schwammen also auf einer Wellenlänge.

Von Zeit zu Zeit (jedoch nicht zu häufig) suchte meine Ex das Gespräch mit mir. Es ging darum, dass sie sich mehr von dem wünscht, was wir am Anfang unserer Beziehung hatten. Das man nicht die Finger voneinander lassen kann, mehr Zärtlichkeiten, mehr Küsse, mehr Sex. Es kam bei mir an, aber ich habe es nie so ernst aufgenommen wie es ihr war. 

Bis dann Tag X kam. Seit langer Zeit sollte es mal wieder klappen: Feiern mit der Freundin. Feiern bezog sich bei meiner Ex immer auf Tanzen gehen ohne Alkohol - sie war irgendwie nie der Mensch für Alk, genau wie ich. Am nächsten Morgen suchte sie das Gespräch, erzählte mir, dass dort ein Typ war der die ganze Zeit Komplimente gemacht habe, öfters erwähnte, wie schade es sei, dass sie vergeben ist. Zm Abschluss gab er ihr einen Kuss auf die Wange und sie tauschten die Nummern aus. Sie offenbarte mir, sie habe das Gefühl mich beschissen zu haben. Es war schon ziemlich komisch das zu hören, und es gab mir auch kein gutes Gefühl - ich war jedoch nie ein Eifersüchtiger Mensch. Ganz im Gegenteil, meine Ex hatte alle Freiheiten die sie nur haben konnte.

Ab dem Zeitpunkt fing der Stein an ins Rollen zu kommen. Ich werde hier nicht zu sehr ins Detail gehehn, da dies den textlichen Rahmen komplett sprengen würde. Ich merkte wie sehr sie das beschäftigte, die Geschichte mit dem Feiern gehen. Es folgte ein weiteres Gespräch, in dem sie mir mitteilte wie sehr sie es beschäftigt, was sie denkt und fühlt. Das war der Zeitpunkt an dem ich im wahrsten Sinne des Wortes "aufgewacht" bin. Ich habe meinen Account mit dem ich die ganze Zeit gespielt habe verkauft - kein zurück mehr. Ich habe mich wieder mehr in den Haushalt eingebracht, ihr Komplimente gemacht, mich wieder mehr um sie gekümmert. Doch scheinbar schon alles zu spät zu diesem Zeitpunkt. Sie entwickelte eine Blockade gegen mich, konnte oder wollte gewisse Interaktionen nicht mehr zulassen. So nahm alles mehr und mehr ab - also innerhalb von 2 Monaten von einer Beziehung hin zur WG. 

Eine unglaublich harte und tränenreiche Zeit für uns. Alles wurde nach und nach weniger. Zum Geburtstag erhielt ich eine Woche Urlaub an der Nordsee - in einer Ferienwohnung welche sie schon vor einiger Zeit buchte. Nun, den Urlaub traten wir an - jedoch sollten wir die geplante FeWo nicht bekommen. Das Alternativobjekt war keine Alternative für uns also gingen wir ins Hotel. Klasse. Damit war es aus mit dem gemeinsamen Kochen, gemütliche Abende auf der Couch, entspannen. So sind wir nach 3 Tagen dann wieder heim gefahren.

Dort angekommen suchte ich das Gespräch und ich habe ihr erklärt, dass wir so einfach keinen Schritt nach vorne kommen. Ich machte den Vorschlag auf räumlichen Abstand zu gehen. Jedoch kamen wir diesen Abend zu keiner wirklichen Einigung. Am nächsten Tag suchte sie dann nochmal das Gespräch und sagte, dass sie Angst davor habe, mich nicht zu vermissen. Wir entschieden uns dann für den Abstand, da uns die Situation einfach alles andere als gut tat. Ich blieb diesen Tag noch zuhause und fuhr den nächsten Tag gegen frühen Abend zu einem Kollegen. Diese beiden Tage waren extrem Tränenreich, wir haben viel miteinander geredet, plötzlich war die Situation irgendwie wieder Ertragbar. Sie wollte sogar wieder kuscheln - nicht weil sie die Nähe an sich wollte, sondern weil sie nicht wollte das ich gehe. Ich wusste also in welche Schublade ich dieses Gefühl zu schieben habe.

Wir einigten uns darauf, keinen Kontakt zu haben aus Angst, diese komische Situation aufrecht zu erhalten. Sonntags bin ich zu meinem Kollegen, Donnerstag hielt ich es nicht mehr aus. Ich schreib ihr. Nichts wildes, ich habe keine Entscheidung eingefordert. ich erzählte ihr "nur" was bei uns die letzten 2 Tage los war, und das ich sie vermisse. Die Antwort ? Ziemlich ernüchternd. Sie sagte das sie ihre Gedanken nicht ordnen könne, sie keinen klaren Gedanken fassen kann. Sie würde aktuell versuchen so viel wie möglich zu unternehmen um sich abzulenken. Ich war sauer. Wieso ? Meine Erwartung war einfach, dass sie die Zeit nutzen würde um nachzudenken, um zu reflektieren. Stattdessen nutzte sie die Zeit um sich abzulenken ? Ich kam mir etwas veräppelt vor. Ich machte ihr jedoch keinerlei Vorwürfe und sagte ihr, sie solle tun was ihr gut tut. 

Donnerstag schrieb ich ihr. Sonntag kam sie, um die Beziehung zu beenden. Ich war am Boden zerstört, konnte es nicht verstehen. Sie erklärte mir, sie hätte nicht mehr ausreichend Gefühle für mich, hätte nicht gemerkt, dass ich um sie gekämpft hätte. Alles was ich tat, wurde als "verbiegen" abgestempelt. Sie liebe mich, aber nicht so wie ich sie lieben würde. Es zog mir den Boden unter den Füßen weg. 

Sie hatte mir gegenüber ein unglaublich schlechtes Gewissen. Mich die ganze Zeit in der Luft hängen gelassen zu haben, die finanzielle Situation die sich durch die neue Ausbildung ergab. Am nächsten Tag holte ich ein paar Sachen, wir sprachen nochmal miteinander. Sie bot mir an zusammen zu Abend zu essen. Wir kochten zusammen, ich machte ihr ihren Salat für die Arbeit am nächsten Tag - alles war so vertraut und fühlte sich auch so an. Während des Gesprächs erwähnte sie: Ich muss mich immer wieder fragen "Was wäre wenn du ein Gespräch früher reagiert hättest.." ich schluckte erstmal.. doch erwiderte später: "Wenn du dich fragst, was wäre wenn du ein Gespräch früher reagiert hättest, dann musst dich auch fragen was wäre wenn ich ein Gespräch früher auf den Tisch gehauen hätte.." Sie sagte nur leise "Das stimmt..".

Die 3 darauffolgenden Wochen folgten noch einige Gespräche, meinerseits natürlich in der Hoffnung doch noch unsere zweite Chance zu bekommen - vergebens, natürlich. Sie hielt fest an ihrer Entscheidung. Sie wolle ihr Single dasein genießen. Sie fühlt sich wohl, genießt es keine Absprachen treffen zu müssen. Sie habe Angst etwas zu verpassen, ein Satz der natürlich unglaublich weh tat. 

So entschied ich mich nach 3 Wochen mein "Hab und Gut" aus der gemeinsamen Wohnung zu holen und den Kontakt komplett abzubrechen. Dies kommunizierte auch offen mit ihr. Es tat mir zu sehr weh, einen ganzen Tag auf eine Antwort zu warten und der letzte Mensch in ihrer Liste zu sein, der eine Antwort bekam bevor sie zu Bett ging. Und allgemein diese plötzliche kälte von ihr zu spüren, wo doch einst so viel Liebe war.

Sie erwähnte desöfteren während der Gespräche, dass sie sich wünschen würde, es stünde anders um ihre Gefühle. Sie gab mir enorm viel Hoffnung mit auf den Weg, sie wisse nicht ob es gerade ein "hoch" ist was sie hat, eine Selbstfindungsphase - wie es bei ihr in ein paar Monaten oder einem Jahr aussehe. Vielleicht macht sie gerade einen großen Fehler, aber sie müsse diesen machen. 

So viel zu dem Geschehenden. Wer bis hier hin gekommen ist: DANKE ! Und Respekt für das Durchhaltevermögen  Kommen wir nun zu etwas Reflektion..

Ich mache mir enorme Selbstvorwürfe bezüglich meiner Sucht, ich weiß mittlerweile wie viel ich kaputt gemacht habe, indem ich ihr nicht die Liebe und Aufmerksamkeit geschenkt habe, die sie verdient hat. Vielleicht kann jemand erahnen, wie ich mich damit fühle. Ob ich wieder Spiele ? Nein. Seit gut 4 Monaten nun habe ich kein Spiel mehr angefasst, weder auf dem PC, noch auf dem Smartphone - Konsole war ich noch nie der Mensch für. 

Desweiteren frage ich mich die ganze Zeit: Hast du wirklich nicht genug gekämpft ? Ich bemühte mich - sie bestätigte mir in der schwierigen Zeit sogar, dass sie sehe ich wolle etwas ändern. Sogar in unserem letzten Gespräch sagte sie: "Ich weiß das du kämpfen kannst." 

Abgesehen davon.. ja ich weiß wie klein und bedürftig ich mich in diesen 2 Monaten + 3 Wochen gemacht habe. Der richtige Weg wäre wohl gewesen direkt auf räumlichen Abstand zu gehen und ihr einfach Ruhe und Zeit zu geben. 

Auch wie die 2 Monate bei uns verliefen in denen wir noch zusammen wohnten machen mir schwer zu schaffen. Ich schaffte es einfach nicht, mich halbwegs normal/fröhlich zu verhalten. Diese Zeit war beiderseits geprägt mit viel Traurigkeit - ich für meinen Teil konnte einfach nicht auf heile Welt machen und den gut gelaunten spielen mit dem Hintergedanken meine Freundin zu verlieren. 

Ich weiß sie hatte auch ihre Fehler - teilweise Fehler die zu Fehler meinerseits führten. Sie fand sich selbst nie wirklich attraktiv, sexy. Das brachte sie bereits in die Beziehung mit rein. Lange habe ich dagegen angeredet, versucht sie vom Gegenteil zu überzeugen. Irgendwann kamen dann Antworten wie "Du musst das sagen, du bist ja mein Freund.." oder "Bestimmt sagst du das nur, damit ich mich nicht schlecht fühle..". Ich habe mit der Zeit die Lust daran verloren ihr Komplimente zu machen weil ich mir dachte "Sie nimmt es doch eh nicht an..". Seitdem Schluss ist, schaut sie plötzlich in den Spiegel und sagt sich: Verdammt bin ich sexy. Keine Spur mehr von Selbstzweifel. Wie gern hätte ich auch etwas von dieser Seite mitbekommen, es freut mich aber aufrichtig für sie, dass sie von diesen Gedanken nun nicht mehr geplagt wird.

Seit des räumlichen Abstandes schläft sie auch wieder besser sagt sie, sie wird nicht mehr jede Nacht wach. Liegt das nun wirklich an mir ? Weil sie nicht mehr glücklich war ? Oder liegt es daran, dass nun ein Belastungspunkt von ihren Schultern gefallen ist - offensichtlich der, der am "einfachsten" zu beseitigen war ? Suche ich da nach Ausreden um mir diese Schuld nicht auch noch zuweisen zu müssen ? Ich weiß es nicht.

Es hat sich bereits so viel getan.. Finanziell geht es mir nun besser als vorher, ich rauche nicht mehr, ich mache Sport - viel Sport (6x die Woche). Bedingt durch meine CED bekam ich in regelmäßigen Abständen eine Infusion mit der es mir besser ging - die jedoch auch viele Nebenwirkungen mit sich brachte. Nun was soll ich sagen.. gesunde Ernährung + Sport = keine Infusion. Ich habe die Therapie (natürlich entgegen des Rates meines Arztes) abgesetzt. Bis jetzt weiterhin ohne Probleme. Ich habe mich um verschiedene Anträge gekümmert, alles mögliche in Bewegung gesetzt. WBS, Schwerbehindertenausweis, alle finanzielle Unterstützungen. Alles in allem kann ich eigentlich sagen: Läuft bei mir.

Eigentlich... ist aber nicht so. Ich versuche mich möglichst viel abzulenken, zu unternehmen, zu arbeiten - hauptsache ich bin nicht alleine und habe Zeit zu denken. Denn mir geht es emotional gesehen noch immer verdammt schlecht. Wenn ich mit freunden Unterwegs bin lache ich wenn es angebracht ist, nicht aber weil ich lachen muss. Nach wie vor weine ich viel, denke an unsere gemeinsame Zeit zurück. Allgemein gesagt gibt es in meinem Leben aktuell absolut keine Freude, kein Spaß. Bedingt durch die gesunde Ernährung zwinge ich mich zum Essen - was gut ist, irgendwie muss ich die verlorenen 14 KG wieder rein holen aber rein vom Gefühl her besteht kein Bedarf zu essen. Eigentlich will ich auch nichts und niemanden sehen, ich weiß aber das es mir damit nur noch schlechter gehen würde.

Nach meiner ersten Trennung habe ich mich viel mit Frauen abgelenkt - woran ich nun absolut kein Interesse habe. Ich verspüre nichtmal das Interesse eine Frau auch nur anzusprechen wenn ich unterwegs bin, weil sie mir egal sind. Es bot sich mir auch schon die Möglichkeit der entsprechenden Ablenkung, die ich jedoch im Sande verlaufen lassen habe, weil mir absolut nicht danach ist.

Will ich meine Ex zurück ? Ja. Könnte ich sie zurück nehmen ? Ich weiß es nicht. Und das zerreißt mich unglaublich. Ich wünsche mir auf der einen Seite nichts mehr, als das sie vor mir stehen würde und sagt: Es war alles ein Fehler. Auf der anderen Seite wünsche ich es mir irgendwie auch nicht, weil ich aktuell nicht weiß ob ich das könnte. Und ich möchte nicht, dass sie diese Situation ebenfalls durchmachen müsste. Ich bin einfach so unglaublich verletzt, und abgesehen von einem gewissen Grundvertrauen ist da vertrauenstechnisch auch nichts mehr vorhanden. 

irgendwie fühle ich mich teilweise sogar ein Stück weit veräppelt.. Ich bekomme hier und da immer mal wieder von wenigen gemeinsamen Freundin über WhatsApp Status mit, wie viel sie unternimmt. Ich habe das Gefühl sie hat sich noch immer nicht ausgiebig damit beschäftigt weil sie viel zu sehr damit beschäftigt ist, beschäftigt zu sein. Das ist aber reine Spekulation und irgendwo auch Wunschdenken.. 

Ich möchte einfach nicht mehr den ganzen Tag die Gedanken kreisen haben, all diese Selbstzweifel, den Selbsthass, die Wut, die Angst - die ganzen negativen Emotionen ablegen können. Ich möchte wieder etwas Freude empfinden..

Ich weiß grad einfach nicht wohin mit mir, meinen Gedanken oder Emotionen. Ich weiß nicht mal, was ich mir durch diesen Beitrag erhoffe - den die wenigsten aufgrund der Länge wohl lesen werden. 

Dennoch freue ich mich über Feedback jeder Art, wer es bis hier hin geschafft hat kann sich eine Umarmung abholen. 
 

armes, armes Tuc-tuc,

kann ich dich irgendwie trösten? An sich würde ich dir ja gerne einen Tritt in deinen Allerwertesten versetzen, aber ich vermute mal, du möchtest lieber gestreichelt werden für den Mist, den du die letzten Jahre angestellt hast und den du in epischer Breite vor uns hier ausbreitest. Aber heute ist schließlich Weihnachten, also fröhliches selbige und viel Spaß beim weiterhin sich selbst was vormachen...

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25. Dezember 2019 um 9:09
In Antwort auf py158

armes, armes Tuc-tuc,

kann ich dich irgendwie trösten? An sich würde ich dir ja gerne einen Tritt in deinen Allerwertesten versetzen, aber ich vermute mal, du möchtest lieber gestreichelt werden für den Mist, den du die letzten Jahre angestellt hast und den du in epischer Breite vor uns hier ausbreitest. Aber heute ist schließlich Weihnachten, also fröhliches selbige und viel Spaß beim weiterhin sich selbst was vormachen...

Dir auch ein frohes Fest.

Abgesehen davon, dass ich den Mist nicht über "Jahre" angestellt habe wie du so schön geschrieben hast, habe ich mir das nicht von der Seele schreiben wollen um "Streicheleinheiten" zu bekommen. Also nur her mit dem Tritt. Ich habe jedoch auch noch nicht erkannt was ich mir selbst vormache - kläre mich bitte auf.

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25. Dezember 2019 um 9:15
In Antwort auf py158

armes, armes Tuc-tuc,

kann ich dich irgendwie trösten? An sich würde ich dir ja gerne einen Tritt in deinen Allerwertesten versetzen, aber ich vermute mal, du möchtest lieber gestreichelt werden für den Mist, den du die letzten Jahre angestellt hast und den du in epischer Breite vor uns hier ausbreitest. Aber heute ist schließlich Weihnachten, also fröhliches selbige und viel Spaß beim weiterhin sich selbst was vormachen...

So ein Beitrag hat natürlich hier noch gefehlt. 

Da es hier viele medizinisch Ungebildete gibt. Viele von uns wären bei einer CED aus dem Fenster gesprungen. Und der TE hingegen meistert dafür sein Schicksal erstaunlich gut und tapfer und redet sich mit der Erkrankung nicht mal raus. Hut ab, kann ich  da nur sagen. Viel Glück und Tapferkeit wünsche ich dem TE.

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25. Dezember 2019 um 9:26
In Antwort auf zauderer22

So ein Beitrag hat natürlich hier noch gefehlt. 

Da es hier viele medizinisch Ungebildete gibt. Viele von uns wären bei einer CED aus dem Fenster gesprungen. Und der TE hingegen meistert dafür sein Schicksal erstaunlich gut und tapfer und redet sich mit der Erkrankung nicht mal raus. Hut ab, kann ich  da nur sagen. Viel Glück und Tapferkeit wünsche ich dem TE.

Hallo zauderer22,

Frohe Weihnachten und danke für deine lieben Worte.

Die CED war irgendwie nie ein großes Problem für mich. Es war natürlich irgendwie anstrengend aber ich habe mich da relativ schnell mit dem Gedanken "is halt jetzt so" abgefunden. Natürlich ist das nicht spurlos an mir vorbei gegangen, gerade was die Nahrungsaufnahme betraf, aber trotzdem war das - aus welchen Gründen auch immer - mein geringstes Problem die vergangenen Jahre. 

Zum anderen Thema: Solange ich objektive und konstruktive Tritte in meinen allerwertesten bekomme kann ich gut damit umgehen und wünsche diese auch. Deshalb sagte ich ja auch zu Beginn: Nimmt kein Blatt vor den Mund. Nüchterne und Situationsunabhängige Sichtweisen und Meinungen sind mir wichtig.

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25. Dezember 2019 um 10:32

Lieber Tulio,

mit dem "Verpassen" kann ich auch nachvollziehen. Sie ist 23 und die Welt ist so groß. Unter "Verpassen" kannst du verstehen " Die Welt mit Freiheit endecken". Wenn man in einer Beziehung ist, trägt man schon einigemaßen Verantwortung und Erwartung von dem Partner, also man ist nicht komplett frei und spontan irgenwohin gehen wo man spontan will, sondern immer mit der Absprache mit dem Partner.

Ich selber frage mich auch mal, ob ich viel verpasst habe. Ich habe mit 23 den ersten Kuss, mit 26 das erste Mal Sex und bin mit dem ersten Man verheiratet (Es ist auch Kulturdinge, in der ich aufgewachsen bin).  Ich bleibe seitdem in der Sicherheitszone und habe noch gar nicht wildes erlebt. Wenn ich 10 Jahre zurückkehren könnte, könnte ich freier und wilder leben, habe ich mir schon mal gedacht.

Deine Freundin hat sich schon entschieden. Ich kann mir nur von ihrer Seite vorstellen. Es gibt auch nicht nur einen guten Mann. Ich kenne auch ein schönes Paare, die 5 Jahre zusammen waren (da war sie 22, sie ist wunderschön). Sie hat die Beziehung beendet, weil sie noch so jung ist und die Welt noch entdecken will, er war zu dem Trenntpunkt 31 und konnte es auch sehr schwer akzeptieren.  Sie genießt erstmal die Freiheit und will noch nicht wieder von einer festen Beziehung bechränkt. Wenn sie schon 28-30 wäre, wäre es vielleicht schon anders, da haben Frauen oft Familienwunsch und Kinderwunsch.

Sei offen für neue Kontakte und Austausch, die Schmerzen werden mit der Zeit heilen.

Frohe Weihnachten!

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25. Dezember 2019 um 11:49
In Antwort auf merinovui

Lieber Tulio,

mit dem "Verpassen" kann ich auch nachvollziehen. Sie ist 23 und die Welt ist so groß. Unter "Verpassen" kannst du verstehen " Die Welt mit Freiheit endecken". Wenn man in einer Beziehung ist, trägt man schon einigemaßen Verantwortung und Erwartung von dem Partner, also man ist nicht komplett frei und spontan irgenwohin gehen wo man spontan will, sondern immer mit der Absprache mit dem Partner.

Ich selber frage mich auch mal, ob ich viel verpasst habe. Ich habe mit 23 den ersten Kuss, mit 26 das erste Mal Sex und bin mit dem ersten Man verheiratet (Es ist auch Kulturdinge, in der ich aufgewachsen bin).  Ich bleibe seitdem in der Sicherheitszone und habe noch gar nicht wildes erlebt. Wenn ich 10 Jahre zurückkehren könnte, könnte ich freier und wilder leben, habe ich mir schon mal gedacht.

Deine Freundin hat sich schon entschieden. Ich kann mir nur von ihrer Seite vorstellen. Es gibt auch nicht nur einen guten Mann. Ich kenne auch ein schönes Paare, die 5 Jahre zusammen waren (da war sie 22, sie ist wunderschön). Sie hat die Beziehung beendet, weil sie noch so jung ist und die Welt noch entdecken will, er war zu dem Trenntpunkt 31 und konnte es auch sehr schwer akzeptieren.  Sie genießt erstmal die Freiheit und will noch nicht wieder von einer festen Beziehung bechränkt. Wenn sie schon 28-30 wäre, wäre es vielleicht schon anders, da haben Frauen oft Familienwunsch und Kinderwunsch.

Sei offen für neue Kontakte und Austausch, die Schmerzen werden mit der Zeit heilen.

Frohe Weihnachten!

Einmal abgesehen davon, dass der TE Deine Worte sicher zu schätzen weiß.

Sie berühren mich, weil sie Realismus und Empathie miteinander vereinigen.

So gerne würde ich dem TE mit gutem Gewissen sagen können, dass seine Liebe noch eine Chance habe. Aber Ehrlichkeit und Realismus verbieten dies.

Statt dessen hoffe ich, dass tulio den schwierigen Weg des emotionalen Sichlösens weiter verfolgt. Im Augenblick wäre es zu billig, ihm zu wünschen, dass er eine Partnerin findet, die zu ihm gehört. Das wird sicher kommen, aber ist noch viel zu früh.

Es ist toll, wie er mit der CED umgeht. Ich würde dies an seiner Stelle überhaupt nicht können, da ich einige Fälle im Bekanntenkreis kenne. Es ist natürlich auch ein Glück, dass er medizinisch gut "eingestellt" werden konnte. (Ich habe ihm medizinisch nicht zu raten, aber bei bestimmten Formen "schläft" die Erkrankung nur bis zum nächsten noch schlimmeren Schub, wenn nicht beständig Medikamente eingenommen werden!). Die Erkrankung kann sogar lebensbedrohlich sein.

Er rechtfertigt da nichts, nimmt es eher leicht und unterschätzt sogar die "Anstrengung", wie er es nennt. Die psychischen Auswirkungen können gravierend sein, und vielleicht hat er das - wegen seines sonst sehr ausgeglichenen Naturells - gar nicht so deutlich wahrgenommen und unterschätzt.

Tulio, alles Liebe und viel Glück

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25. Dezember 2019 um 12:32
In Antwort auf merinovui

Lieber Tulio,

mit dem "Verpassen" kann ich auch nachvollziehen. Sie ist 23 und die Welt ist so groß. Unter "Verpassen" kannst du verstehen " Die Welt mit Freiheit endecken". Wenn man in einer Beziehung ist, trägt man schon einigemaßen Verantwortung und Erwartung von dem Partner, also man ist nicht komplett frei und spontan irgenwohin gehen wo man spontan will, sondern immer mit der Absprache mit dem Partner.

Ich selber frage mich auch mal, ob ich viel verpasst habe. Ich habe mit 23 den ersten Kuss, mit 26 das erste Mal Sex und bin mit dem ersten Man verheiratet (Es ist auch Kulturdinge, in der ich aufgewachsen bin).  Ich bleibe seitdem in der Sicherheitszone und habe noch gar nicht wildes erlebt. Wenn ich 10 Jahre zurückkehren könnte, könnte ich freier und wilder leben, habe ich mir schon mal gedacht.

Deine Freundin hat sich schon entschieden. Ich kann mir nur von ihrer Seite vorstellen. Es gibt auch nicht nur einen guten Mann. Ich kenne auch ein schönes Paare, die 5 Jahre zusammen waren (da war sie 22, sie ist wunderschön). Sie hat die Beziehung beendet, weil sie noch so jung ist und die Welt noch entdecken will, er war zu dem Trenntpunkt 31 und konnte es auch sehr schwer akzeptieren.  Sie genießt erstmal die Freiheit und will noch nicht wieder von einer festen Beziehung bechränkt. Wenn sie schon 28-30 wäre, wäre es vielleicht schon anders, da haben Frauen oft Familienwunsch und Kinderwunsch.

Sei offen für neue Kontakte und Austausch, die Schmerzen werden mit der Zeit heilen.

Frohe Weihnachten!

Hey merinouvui,

ich persönlich hatte dieses Gefühl "etwas zu verpassen" nie ehrlich gesagt. Und auch bei meiner Ex hatte ich nie das Gefühl das sie diesbezüglich etwas vermissen würde - sie hatte ja alle Freiheiten so zu sagen, ich habe sie nie eingeengt oder von ihr verlangt zuhause zu bleiben wenn sie weg wollte.

Ich habe meine Ex im Prinzip auch so kennengelernt, mehr der Sicherheitsmensch. Sicherheit war ihr immer enorm wichtig, in jeglicher Hinsicht. Sei es die Gesundheit, die Zukunft, finanzieller Natur oder sonst was. Sicherheit an sich wurde bei ihr immer groß geschrieben..

Richtig, leider hat sich meine Ex schon vor einiger Zeit entschieden. Das ich an dieser Entscheidung nichts rütteln kann, ist mir bewusst. Natürlich gibt es nicht nur einen guten Mann, genau so wenig wie es nur eine gute Frau gibt, da stimme ich dir zu. Aber dennoch war diese Beziehung auf gewisse Art und Weise was besonderes. (Bevor jemand stänkern möchte: Nein, ich meine damit nicht das vergangene Jahr wo ich Bockmist gebaut hab.) Ich meine damit viel mehr die Art wie wir miteinander umgegangen sind, wie wir Weihnachten und Geburtstage erlebt haben - und die Art von Geschenken die wir uns gemacht haben. Wie es nicht nur mit uns, sondern auch mit unseren Freunden gepasst hat. 

Familien- bzw Kinderwunsch war bei uns eigentlich nie ein Thema, weil bei uns von Anfang an klar war: Kinder möchten wir nicht. Das sagten wir allerdings schon vor der Beziehung. Ich dachte mir zwischendurch schon mal "Hm, vielleicht willst du ja doch mal ein Kind" - habe sie da aber nicht drauf angesprochen weil ich mir zum einen nicht sicher war, und zum anderen sie ja keine wollte. Sie erklärte mir dann während der Trennung "Vielleicht möchte ich doch mal Kinder, und du möchtest ja keine". Große Klasse 

Ich weiß aktuell noch nicht, wo die Reise hingehen soll.. 

Auch dir Frohe Weihnachten
 

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25. Dezember 2019 um 12:48
In Antwort auf zauderer22

Einmal abgesehen davon, dass der TE Deine Worte sicher zu schätzen weiß.

Sie berühren mich, weil sie Realismus und Empathie miteinander vereinigen.

So gerne würde ich dem TE mit gutem Gewissen sagen können, dass seine Liebe noch eine Chance habe. Aber Ehrlichkeit und Realismus verbieten dies.

Statt dessen hoffe ich, dass tulio den schwierigen Weg des emotionalen Sichlösens weiter verfolgt. Im Augenblick wäre es zu billig, ihm zu wünschen, dass er eine Partnerin findet, die zu ihm gehört. Das wird sicher kommen, aber ist noch viel zu früh.

Es ist toll, wie er mit der CED umgeht. Ich würde dies an seiner Stelle überhaupt nicht können, da ich einige Fälle im Bekanntenkreis kenne. Es ist natürlich auch ein Glück, dass er medizinisch gut "eingestellt" werden konnte. (Ich habe ihm medizinisch nicht zu raten, aber bei bestimmten Formen "schläft" die Erkrankung nur bis zum nächsten noch schlimmeren Schub, wenn nicht beständig Medikamente eingenommen werden!). Die Erkrankung kann sogar lebensbedrohlich sein.

Er rechtfertigt da nichts, nimmt es eher leicht und unterschätzt sogar die "Anstrengung", wie er es nennt. Die psychischen Auswirkungen können gravierend sein, und vielleicht hat er das - wegen seines sonst sehr ausgeglichenen Naturells - gar nicht so deutlich wahrgenommen und unterschätzt.

Tulio, alles Liebe und viel Glück

Natürlich sprechen Ehrlichkeit und Realismus gegen die Äusserung "Deine Liebe hat noch eine Chance". 

Dennoch kann ich die Hoffnung die ich habe aus irgendeinem Grund nicht ablegen. Womit das zusammen hängt weiß ich nicht. An ihren Worten ? An meinen Gedanken ? Das ihre Eltern das gleiche erlebt haben ? Weil ich so stark daran glaube, dass es keine unlösbaren Probleme waren ? Ich weiß es nicht, aber ich kann da gerade einfach noch nicht von los..

Ich weiß das mit einer CED prinzipiell nicht zu spaßen ist und diese auch durchaus lebensbedrohlich werden kann, wenn man die Anzeichen nicht ernst nimmt. Ein Schub kann jedoch auch dann kommen, wenn man mit Medikamenten versorgt ist - die Infusion reduzierte die Chance das dieser früh kommt. 

Ich habe mich nun jedoch gegen die Therapie entschieden, weil die Nebenwirkungen für mich aktuell nicht tragbar sind. Hautveränderungen und Schuppenflechte waren da ziemlich ausgeprägt. Mein Selbstbewusstsein ist ohnehin nicht vorhanden - da brauche ich dann nicht auch noch diese Nebenwirkungen on top. Bislang funktioniert es mit Sport und gesunder Ernährung auch ganz gut. Sollte es doch zu Problemen oder Beschwerden kommen, kann ich jederzeit wieder zu meinem Arzt um über eine weitere Behandlung zu sprechen.

In wie fern die CED eine psychische Belastung war, kann und mag ich nicht einschätzen - ich möchte meine Krankheit jedoch auch in keinster Weise als Erklärung für irgendetwas nutzen. Abgesehen von dem Spiel welches ich spielte - dieses hätte ich ohne die Krankheit nie "gefunden".

Aber im allgemeinen gesehen: Ist es denn so verwerflich diese Hoffnung zu haben ? Eine zweite Chance haben zu wollen ? Weil man einfach nicht "man selbst" war ? 

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25. Dezember 2019 um 16:15
In Antwort auf tulio

Natürlich sprechen Ehrlichkeit und Realismus gegen die Äusserung "Deine Liebe hat noch eine Chance". 

Dennoch kann ich die Hoffnung die ich habe aus irgendeinem Grund nicht ablegen. Womit das zusammen hängt weiß ich nicht. An ihren Worten ? An meinen Gedanken ? Das ihre Eltern das gleiche erlebt haben ? Weil ich so stark daran glaube, dass es keine unlösbaren Probleme waren ? Ich weiß es nicht, aber ich kann da gerade einfach noch nicht von los..

Ich weiß das mit einer CED prinzipiell nicht zu spaßen ist und diese auch durchaus lebensbedrohlich werden kann, wenn man die Anzeichen nicht ernst nimmt. Ein Schub kann jedoch auch dann kommen, wenn man mit Medikamenten versorgt ist - die Infusion reduzierte die Chance das dieser früh kommt. 

Ich habe mich nun jedoch gegen die Therapie entschieden, weil die Nebenwirkungen für mich aktuell nicht tragbar sind. Hautveränderungen und Schuppenflechte waren da ziemlich ausgeprägt. Mein Selbstbewusstsein ist ohnehin nicht vorhanden - da brauche ich dann nicht auch noch diese Nebenwirkungen on top. Bislang funktioniert es mit Sport und gesunder Ernährung auch ganz gut. Sollte es doch zu Problemen oder Beschwerden kommen, kann ich jederzeit wieder zu meinem Arzt um über eine weitere Behandlung zu sprechen.

In wie fern die CED eine psychische Belastung war, kann und mag ich nicht einschätzen - ich möchte meine Krankheit jedoch auch in keinster Weise als Erklärung für irgendetwas nutzen. Abgesehen von dem Spiel welches ich spielte - dieses hätte ich ohne die Krankheit nie "gefunden".

Aber im allgemeinen gesehen: Ist es denn so verwerflich diese Hoffnung zu haben ? Eine zweite Chance haben zu wollen ? Weil man einfach nicht "man selbst" war ? 

Tulio.

Es ist natürlich nicht verwerflich, und doch habe ich so ein Gefühl: Tut es Dir wirklich gut?

Nachdem ich alles noch einmal gelesen habe, wurde ich irgendwie traurig: Denn Du suchst das Problem nur bei Dir selbst, was Dich ehrt!

Natürlich hast Du wie jeder Mensch Schwächen, hast auch Fehler gemacht, aber ich werde das Gefühl nicht los, absolut nicht los, dass das alles nicht erklärt, was passiert ist. Das Gefühl kommt auch aus der Erfahrung mit vielen Beziehungen in meinem Leben: Alles hat seine Zeit! Nein, ich versuche jetzt auch keine inverse Schuldzuweisung, etwa sie anzuklagen. Wirklich nicht.

Das sind systemische Wechselwirkungen, das ist nur ganz schwer so auszumachen, dass nur einer am anderen gescheitert sei. Leute, die das sagen, denken in Schubladen.

Aber was Dich angeht, da habe ich das Gefühl, dass Du im Kern ein wunderbarer Mensch sein musst, nachdenklich und empathisch. Ich schreibe nicht "Mann": Wir alle sollten zuerst Menschen und dann erst geschlechtsspezifisch sein.

Mit so einem Mann wäre ich gern im real life befreundet, so ganz nebenbei.
 

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25. Dezember 2019 um 16:39
In Antwort auf merinovui

Lieber Tulio,

mit dem "Verpassen" kann ich auch nachvollziehen. Sie ist 23 und die Welt ist so groß. Unter "Verpassen" kannst du verstehen " Die Welt mit Freiheit endecken". Wenn man in einer Beziehung ist, trägt man schon einigemaßen Verantwortung und Erwartung von dem Partner, also man ist nicht komplett frei und spontan irgenwohin gehen wo man spontan will, sondern immer mit der Absprache mit dem Partner.

Ich selber frage mich auch mal, ob ich viel verpasst habe. Ich habe mit 23 den ersten Kuss, mit 26 das erste Mal Sex und bin mit dem ersten Man verheiratet (Es ist auch Kulturdinge, in der ich aufgewachsen bin).  Ich bleibe seitdem in der Sicherheitszone und habe noch gar nicht wildes erlebt. Wenn ich 10 Jahre zurückkehren könnte, könnte ich freier und wilder leben, habe ich mir schon mal gedacht.

Deine Freundin hat sich schon entschieden. Ich kann mir nur von ihrer Seite vorstellen. Es gibt auch nicht nur einen guten Mann. Ich kenne auch ein schönes Paare, die 5 Jahre zusammen waren (da war sie 22, sie ist wunderschön). Sie hat die Beziehung beendet, weil sie noch so jung ist und die Welt noch entdecken will, er war zu dem Trenntpunkt 31 und konnte es auch sehr schwer akzeptieren.  Sie genießt erstmal die Freiheit und will noch nicht wieder von einer festen Beziehung bechränkt. Wenn sie schon 28-30 wäre, wäre es vielleicht schon anders, da haben Frauen oft Familienwunsch und Kinderwunsch.

Sei offen für neue Kontakte und Austausch, die Schmerzen werden mit der Zeit heilen.

Frohe Weihnachten!

wäre die Beziehung gut gelaufen... und hätte er sie nicht ignoriert UND ihre mehrmaligen Äußerungen ihrer Unzufriedenheit nicht ignoriert, weil es ihm schlichtweg egal war, dann wäre ihr der Gedanke mit "etwas verpassen" wohl nicht gekommen!   

er hat das selbst verschuldet

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25. Dezember 2019 um 17:00
In Antwort auf carina2019

wäre die Beziehung gut gelaufen... und hätte er sie nicht ignoriert UND ihre mehrmaligen Äußerungen ihrer Unzufriedenheit nicht ignoriert, weil es ihm schlichtweg egal war, dann wäre ihr der Gedanke mit "etwas verpassen" wohl nicht gekommen!   

er hat das selbst verschuldet

Das sehe ich völlig anders, und nicht weil ich ein Mann bin, aber das muss eine Frau mir ja nicht abkaufen (in anderen Threads komme ich nämlich situativ zu ganz anderen Ergebnisse und stehe auch voll für die Frauen ein):

Was Tulio da an eigenem "Verschulden" zugibt, ist eine absolute Lächerlichkeit gegenüber dem, was ich sonst hier in Foren über männliches Verhalten lesen muss. Es gibt nur wenige so empathische Männer wie ihn (merkt man nur, wenn man aufmerksam genug liest und nicht an seinen Selbstbezichtigungen hängen bleibt), und er hat in einer bestimmten schwierigen Zeitspanne auf ihre Bedürfnisse nicht geachtet: in einer Phase, in der sich schwächere Charaktere als er vielleicht vor den Zug geworfen oder mit Drogen vollgepumpt hätten! Nach wiederholtem Lesen schien mir sein Selbstbeschwichtigungstrend schon beinahe absurd.

Fast wie erlernt, da ja bekanntlich Männer an allem schuld seien, so total unempathisch und die Bedürfnisse ihrer Frauen immer missachtet würden, was einige Personen meinen.

Bei anderen Kerlen bin ich mir sicher, dass die Frauen sehr schwer unter ihnen leiden müssen, weil sie nur an ihre eigenen Interessen denken und sonst nichts und überhaupt kein Einfühlungsvermögen haben. Da treffen solche Annahmen zu.

Bei Tulio lese ich heraus, dass selbst seine Selbstkritik eigentlich total überzogen ist: Da wird sie immer wieder in Schutz genommen.

Dabei ist doch absolut klar, was hier gelaufen ist:

Eine junge Frau war einfach mit schwierigeren Anforderungen in einer Partnerschaft überfordert, und er hatte nicht die Kraft ihr immer alles zu geben, was sie für absolut selbstverständlich hielt. Da erwachte bei ihr der Traum von Unabhängigkeit, mal was anderes zu erleben (eines Tages vielleicht auch mal was mit einem anderen Mann erfahren zu können).

In dem Alter dieser Frau sind beide Geschlechter noch nicht so gefestigt, um Freiheitsverlockungen widerstehen zu können. Die Partnerschaft hat noch nicht den Stellenwert, die Festigkeit, die auf Dauerhaftigkeit ausgerichtet ist.

So banal ist das alles, und es ist Blödsinn, ihm den schwarzen Peter zuzuweisen.
 

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25. Dezember 2019 um 17:18
In Antwort auf zauderer22

Tulio.

Es ist natürlich nicht verwerflich, und doch habe ich so ein Gefühl: Tut es Dir wirklich gut?

Nachdem ich alles noch einmal gelesen habe, wurde ich irgendwie traurig: Denn Du suchst das Problem nur bei Dir selbst, was Dich ehrt!

Natürlich hast Du wie jeder Mensch Schwächen, hast auch Fehler gemacht, aber ich werde das Gefühl nicht los, absolut nicht los, dass das alles nicht erklärt, was passiert ist. Das Gefühl kommt auch aus der Erfahrung mit vielen Beziehungen in meinem Leben: Alles hat seine Zeit! Nein, ich versuche jetzt auch keine inverse Schuldzuweisung, etwa sie anzuklagen. Wirklich nicht.

Das sind systemische Wechselwirkungen, das ist nur ganz schwer so auszumachen, dass nur einer am anderen gescheitert sei. Leute, die das sagen, denken in Schubladen.

Aber was Dich angeht, da habe ich das Gefühl, dass Du im Kern ein wunderbarer Mensch sein musst, nachdenklich und empathisch. Ich schreibe nicht "Mann": Wir alle sollten zuerst Menschen und dann erst geschlechtsspezifisch sein.

Mit so einem Mann wäre ich gern im real life befreundet, so ganz nebenbei.
 

Was genau tut mir wirklich gut ?

Ich suche das Problem nicht nur bei mir selbst - ein Paar Schuhe besteht immer aus 2, einen davon ziehe ich mir an. Sie hat(te) auch Fehler, keine Frage - vielleicht sogar Fehler die zu meinen geführt haben. Das ist und bleibt jedoch Spekulation, deshalb gehe ich da nicht näher drauf ein. Abgesehen davon, bringt es mir nichts IHRE Fehler zu analysieren - denn ich kann nur an meinen eigenen Arbeiten.

Danke für deine lieben Worte.

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25. Dezember 2019 um 17:24
In Antwort auf carina2019

wäre die Beziehung gut gelaufen... und hätte er sie nicht ignoriert UND ihre mehrmaligen Äußerungen ihrer Unzufriedenheit nicht ignoriert, weil es ihm schlichtweg egal war, dann wäre ihr der Gedanke mit "etwas verpassen" wohl nicht gekommen!   

er hat das selbst verschuldet

Ich denke es ist schwierig den Verlauf einer Beziehung anhand eines Rückblicks von einem Jahr zu beurteilen. Da fehlen noch ganz viele grundliegende Informationen - aber wenn du das scheitern einer Beziehung prinzipiell damit pauschalisierst, dass eine Beziehung nicht gut gelaufen ist dann sei dem so. 

Den Schuh für dieses Dilemma ziehe ich mir an. 

P.S. Wenn man hart sagen will: Ja, ihre Äußerungen habe ich "ignoriert" - nicht so ernst genommen wie es ihr war. Habe ich SIE "ignoriert" ? Sicherlich nicht. 

Kann es sein, dass du hier durch irgendetwas getriggert wirst ? Liest sich irgendwie so.

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25. Dezember 2019 um 17:30
In Antwort auf tulio

Was genau tut mir wirklich gut ?

Ich suche das Problem nicht nur bei mir selbst - ein Paar Schuhe besteht immer aus 2, einen davon ziehe ich mir an. Sie hat(te) auch Fehler, keine Frage - vielleicht sogar Fehler die zu meinen geführt haben. Das ist und bleibt jedoch Spekulation, deshalb gehe ich da nicht näher drauf ein. Abgesehen davon, bringt es mir nichts IHRE Fehler zu analysieren - denn ich kann nur an meinen eigenen Arbeiten.

Danke für deine lieben Worte.

Tulio.

Es ehrt Dich, dass Du richtigerweise zuallererst bei Dir selbst beginnst. Das darf aber nicht dazu führen, dass Selbstzweifel, die ich bei Dir befürchte, überhand nehmen! Auch übermäßige Selbstkritik führt zu einem falschen Selbstbild genauso wie übermäßige Unfähigkeit zu Selbstkritik.

Du sollst also nicht ihre Fehler analysieren, überhaupt nicht. Du sollst nur nicht alle Fehler nur bei Dir suchen. An sich selbst zu arbeiten, ist immer gut. Aber vielleicht solltest Du eben nicht daran arbeiten, für eine vergangene Beziehung nachträglich "tauglich" zu werden. Eine künftige andere Partnerin, für welche Du jetzt vielleicht noch nicht reif bist, könnte vielleicht ganz andere Anforderungen an Dich haben, als sie es seinerzeit hatte. Konkreter kann ich leider nicht werden, weil niemand die Zukunft kennt. Aber öffne Dich, halte Dich offen - auch für andere Menschen und andere Möglichkeiten!

In einer zu tiefen Trauer über Vergangenes sehe ich eine ganz große Gefahr.

Lasse Dich virtuell umarmen, ich fühle mit Dir.

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25. Dezember 2019 um 17:47
In Antwort auf zauderer22

Das sehe ich völlig anders, und nicht weil ich ein Mann bin, aber das muss eine Frau mir ja nicht abkaufen (in anderen Threads komme ich nämlich situativ zu ganz anderen Ergebnisse und stehe auch voll für die Frauen ein):

Was Tulio da an eigenem "Verschulden" zugibt, ist eine absolute Lächerlichkeit gegenüber dem, was ich sonst hier in Foren über männliches Verhalten lesen muss. Es gibt nur wenige so empathische Männer wie ihn (merkt man nur, wenn man aufmerksam genug liest und nicht an seinen Selbstbezichtigungen hängen bleibt), und er hat in einer bestimmten schwierigen Zeitspanne auf ihre Bedürfnisse nicht geachtet: in einer Phase, in der sich schwächere Charaktere als er vielleicht vor den Zug geworfen oder mit Drogen vollgepumpt hätten! Nach wiederholtem Lesen schien mir sein Selbstbeschwichtigungstrend schon beinahe absurd.

Fast wie erlernt, da ja bekanntlich Männer an allem schuld seien, so total unempathisch und die Bedürfnisse ihrer Frauen immer missachtet würden, was einige Personen meinen.

Bei anderen Kerlen bin ich mir sicher, dass die Frauen sehr schwer unter ihnen leiden müssen, weil sie nur an ihre eigenen Interessen denken und sonst nichts und überhaupt kein Einfühlungsvermögen haben. Da treffen solche Annahmen zu.

Bei Tulio lese ich heraus, dass selbst seine Selbstkritik eigentlich total überzogen ist: Da wird sie immer wieder in Schutz genommen.

Dabei ist doch absolut klar, was hier gelaufen ist:

Eine junge Frau war einfach mit schwierigeren Anforderungen in einer Partnerschaft überfordert, und er hatte nicht die Kraft ihr immer alles zu geben, was sie für absolut selbstverständlich hielt. Da erwachte bei ihr der Traum von Unabhängigkeit, mal was anderes zu erleben (eines Tages vielleicht auch mal was mit einem anderen Mann erfahren zu können).

In dem Alter dieser Frau sind beide Geschlechter noch nicht so gefestigt, um Freiheitsverlockungen widerstehen zu können. Die Partnerschaft hat noch nicht den Stellenwert, die Festigkeit, die auf Dauerhaftigkeit ausgerichtet ist.

So banal ist das alles, und es ist Blödsinn, ihm den schwarzen Peter zuzuweisen.
 

Danke dir für deinen Beitrag und die etwas tieferen Einblicke in meine Beiträge.

Das meine Selbstkritik überzogen ist würde ich so an dieser Stelle nicht sagen - wie auch, ist ja meine.. Aber dennoch wie bereits erwähnt bin ich mir darüber im klaren, dass auch sie Fehler hat. Fehler mit denen ich mich arangieren kann (auch während der Beziehung schon) und Fehler die nun nicht mehr vorhanden sind.

Um hier mal einen kurzen Einblick zu gewähren: 

Sie fand sich nie sonderlich attraktiv, sagte dies auch oft genug. Ich redete lange dagegen an mit Komplimenten, schlief viel mit ihr. Irgendwann habe ich die Lust daran verloren dagegen "anzureden" - ich konnte es ihr ohnehin nicht ausreden. Folgen ? Seltener Komplimente, weniger Sex. Habe ich das zu diesem Zeitpunkt selbst bemerkt ? Nein. Dazu kam die Spielsucht. Zum Ende hin ist dadurch, dass alles weniger geworden ist offensichtlich die Anziehung verpufft, daher keine Gefühle mehr. Nach der Trennung: Siehe da - meine Ex fühlt sich plötzlich super attraktiv. Es freut mich für sie, sie hatte da wirklich mit zu kämpfen. Jedoch hätte ich da auch gerne was von mitbekommen - ist das falsch ?

Ein ziemlich kurz gehaltenes Resultat meiner Selbstreflektion. Teilweise gefüllt mit Spekulation - lag es wirklich daran, lag es an was anderem, lag es an Medikamenten ? Weiß ich nicht, werde ich wohl auch nie erfahren - es ist passiert und ändern kann ich es nun nicht mehr.

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25. Dezember 2019 um 17:56
In Antwort auf zauderer22

Tulio.

Es ehrt Dich, dass Du richtigerweise zuallererst bei Dir selbst beginnst. Das darf aber nicht dazu führen, dass Selbstzweifel, die ich bei Dir befürchte, überhand nehmen! Auch übermäßige Selbstkritik führt zu einem falschen Selbstbild genauso wie übermäßige Unfähigkeit zu Selbstkritik.

Du sollst also nicht ihre Fehler analysieren, überhaupt nicht. Du sollst nur nicht alle Fehler nur bei Dir suchen. An sich selbst zu arbeiten, ist immer gut. Aber vielleicht solltest Du eben nicht daran arbeiten, für eine vergangene Beziehung nachträglich "tauglich" zu werden. Eine künftige andere Partnerin, für welche Du jetzt vielleicht noch nicht reif bist, könnte vielleicht ganz andere Anforderungen an Dich haben, als sie es seinerzeit hatte. Konkreter kann ich leider nicht werden, weil niemand die Zukunft kennt. Aber öffne Dich, halte Dich offen - auch für andere Menschen und andere Möglichkeiten!

In einer zu tiefen Trauer über Vergangenes sehe ich eine ganz große Gefahr.

Lasse Dich virtuell umarmen, ich fühle mit Dir.

Einen Teil hierfür habe ich wohl mehr oder weniger schon in meiner vorherigen Antwort geschrieben. 

Ich versuche mich nun nicht dahingehend zu verbiegen wie sie mich gerne gehabt hätte. Ich möchte mich selbst so nicht - und das rede ich mir nicht ein in der Hoffnung das könnte mit uns irgendwann vielleicht doch nochmal was werden.

Bevor ich in diese Beziehung gegangen bin hatte ich ein unglaublich großes Selbstbewusstsein. Dieses möchte ich wieder erlangen. Rauchen aufgegeben, Therapie ersetzt, mehr Aktivitäten mit Freunden, gesund leben durch Ernährung und Sport. Aufgrund meiner Neigung zu dieser Sucht bzgl. spielen habe ich mich bereits um einen Therapieplatz gekümmert, dass ist etwas was ich in den Griff bekommen will - auch wenn ich nun seit 4 Monaten "trocken" bin. 

Und wenn irgendwann eine zukünftige Partnerin andere "Anforderungen" an mich hat, dann muss sie sich jemanden suchen der diesen "Anforderungen" gerecht werden kann. Im Kern bin ich der selbe, und der werde ich auch immer bleiben - jedoch habe/hatte ich einige Gewohnheiten an mir, welche mich selbst stören. Jedoch habe ich diesbezüglich nie meinen Hintern hoch bekommen.

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25. Dezember 2019 um 18:31
In Antwort auf tulio

Ich denke es ist schwierig den Verlauf einer Beziehung anhand eines Rückblicks von einem Jahr zu beurteilen. Da fehlen noch ganz viele grundliegende Informationen - aber wenn du das scheitern einer Beziehung prinzipiell damit pauschalisierst, dass eine Beziehung nicht gut gelaufen ist dann sei dem so. 

Den Schuh für dieses Dilemma ziehe ich mir an. 

P.S. Wenn man hart sagen will: Ja, ihre Äußerungen habe ich "ignoriert" - nicht so ernst genommen wie es ihr war. Habe ich SIE "ignoriert" ? Sicherlich nicht. 

Kann es sein, dass du hier durch irgendetwas getriggert wirst ? Liest sich irgendwie so.

wieso getriggert? Ich verstehe nur nicht dass du dich nach deinem Verhalten wunderst, dass sie gegangen ist

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25. Dezember 2019 um 18:48
In Antwort auf tulio

Ich denke es ist schwierig den Verlauf einer Beziehung anhand eines Rückblicks von einem Jahr zu beurteilen. Da fehlen noch ganz viele grundliegende Informationen - aber wenn du das scheitern einer Beziehung prinzipiell damit pauschalisierst, dass eine Beziehung nicht gut gelaufen ist dann sei dem so. 

Den Schuh für dieses Dilemma ziehe ich mir an. 

P.S. Wenn man hart sagen will: Ja, ihre Äußerungen habe ich "ignoriert" - nicht so ernst genommen wie es ihr war. Habe ich SIE "ignoriert" ? Sicherlich nicht. 

Kann es sein, dass du hier durch irgendetwas getriggert wirst ? Liest sich irgendwie so.

Durchlesen dieses Romans schwierig, der Begriff Sucht würde mir schon ausreichen, diese "Beziehung" sofort zu beenden. 

Auch unter dem Überbegriff einer Erkrankung, hat "Mann" keinen Freifahrtsschein im Sinne von, ich lasse jetzt mal alles an der Freundin aus und mich selber gehen. 

Verstehen kann ich hier nur die Frau, welche ging und den Py, der das einfach mal konzentriert zusammenfasst. 

Da solltest du dir mal als Beispiel einen Hochleistungssportler ansehen, der einen falschen Hopsasa macht und einen Querschnitt erleidet, sich zurückkämpft ins Leben und drei Jahre danach oder wie auch immer, bei den Paralympics Gold -Silber oder Bronze holt. 

Da wird einem ja ganz weihnachtlich bei dem Lametta, halt, meine Lamento. 

 

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25. Dezember 2019 um 18:55
In Antwort auf tulio

Einen Teil hierfür habe ich wohl mehr oder weniger schon in meiner vorherigen Antwort geschrieben. 

Ich versuche mich nun nicht dahingehend zu verbiegen wie sie mich gerne gehabt hätte. Ich möchte mich selbst so nicht - und das rede ich mir nicht ein in der Hoffnung das könnte mit uns irgendwann vielleicht doch nochmal was werden.

Bevor ich in diese Beziehung gegangen bin hatte ich ein unglaublich großes Selbstbewusstsein. Dieses möchte ich wieder erlangen. Rauchen aufgegeben, Therapie ersetzt, mehr Aktivitäten mit Freunden, gesund leben durch Ernährung und Sport. Aufgrund meiner Neigung zu dieser Sucht bzgl. spielen habe ich mich bereits um einen Therapieplatz gekümmert, dass ist etwas was ich in den Griff bekommen will - auch wenn ich nun seit 4 Monaten "trocken" bin. 

Und wenn irgendwann eine zukünftige Partnerin andere "Anforderungen" an mich hat, dann muss sie sich jemanden suchen der diesen "Anforderungen" gerecht werden kann. Im Kern bin ich der selbe, und der werde ich auch immer bleiben - jedoch habe/hatte ich einige Gewohnheiten an mir, welche mich selbst stören. Jedoch habe ich diesbezüglich nie meinen Hintern hoch bekommen.

Tulio, das mit den neuen Anforderungen ist nicht so gemeint, dass Du ein "anderer" sein solltest oder wirst.

Du wirst Dich mit Deinen Neigungen, Fähigkeiten, Eigenschaften, Wünschen, normalen menschlichen Launen, Unzulänglichkeiten, Tugenden bei jeder Partnerin auf eine "neue" Situation einstellen müssen. Sie wird eben nicht die alte, sondern eine ganz andere sein. Bitte suche nicht, was Du verloren hattest:
Das wäre metaphorisch so etwas wie die Suche nach dem verlorenen Paradies.

Sei offen für eine ganz neue Erfahrung: Vielleicht wird eine andere völlig andere Interessen und Prioritäten haben. So ist es immer. Dann wird das eine neue Herausforderung sein. Jede neue Beziehung ist - entschuldige die Banalität - eine neue Herausforderung. Aber ich betone das Wort "neu" nicht im Sinne von "wiederholt". Es wird keine Wiederholung sein und es DARF keine Wiederholung sein.

Ich suche noch verzweifelt nach einem verständlichen Gleichnis, aber lass es mich mal so sagen:

Es gibt Freunde und Bekannte, mit denen man sich mal wohl fühlte, aber die vielleicht heute ein merkwürdiges Gefühl hinterlassen. Man fühlt sich vielleicht missverstanden und selbst unzulänglich.

Dann begegnet man neuen Menschen und erfährt sich selbst als ein ganz anderer: Während der frühere Freund einen für einen Misanthropen hielt und man sich beinahe selbst so gesehen hat, erkennt der neue Freund in Dir einen völlig anderen Menschen, "lockt" sozusagen Fähigkeiten aus Dir raus, von denen Du noch selbst gar nichts ahntest, vielleicht auch Interessen, die Dich ab jetzt bereichern. Und plötzlich erkennst Du: Ich bin gar nicht so schlecht drauf, ich bin ja gar nicht der, als den mich der frühere Freund gesehen hat. Klar, man muss sich nicht für supertoll halten, aber immerhin für so passabel, dass diese neue Freundschaft blüht und gedeiht.

Sorry, ich ringe noch nach Worten, aber vielleicht ahnst Du so ungefähr, was ich mit "neuen Anforderungen" sagen wollte, obwohl Du im Wesenskern der gleiche Mensch bist.

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25. Dezember 2019 um 18:58
In Antwort auf zauderer22

Tulio, das mit den neuen Anforderungen ist nicht so gemeint, dass Du ein "anderer" sein solltest oder wirst.

Du wirst Dich mit Deinen Neigungen, Fähigkeiten, Eigenschaften, Wünschen, normalen menschlichen Launen, Unzulänglichkeiten, Tugenden bei jeder Partnerin auf eine "neue" Situation einstellen müssen. Sie wird eben nicht die alte, sondern eine ganz andere sein. Bitte suche nicht, was Du verloren hattest:
Das wäre metaphorisch so etwas wie die Suche nach dem verlorenen Paradies.

Sei offen für eine ganz neue Erfahrung: Vielleicht wird eine andere völlig andere Interessen und Prioritäten haben. So ist es immer. Dann wird das eine neue Herausforderung sein. Jede neue Beziehung ist - entschuldige die Banalität - eine neue Herausforderung. Aber ich betone das Wort "neu" nicht im Sinne von "wiederholt". Es wird keine Wiederholung sein und es DARF keine Wiederholung sein.

Ich suche noch verzweifelt nach einem verständlichen Gleichnis, aber lass es mich mal so sagen:

Es gibt Freunde und Bekannte, mit denen man sich mal wohl fühlte, aber die vielleicht heute ein merkwürdiges Gefühl hinterlassen. Man fühlt sich vielleicht missverstanden und selbst unzulänglich.

Dann begegnet man neuen Menschen und erfährt sich selbst als ein ganz anderer: Während der frühere Freund einen für einen Misanthropen hielt und man sich beinahe selbst so gesehen hat, erkennt der neue Freund in Dir einen völlig anderen Menschen, "lockt" sozusagen Fähigkeiten aus Dir raus, von denen Du noch selbst gar nichts ahntest, vielleicht auch Interessen, die Dich ab jetzt bereichern. Und plötzlich erkennst Du: Ich bin gar nicht so schlecht drauf, ich bin ja gar nicht der, als den mich der frühere Freund gesehen hat. Klar, man muss sich nicht für supertoll halten, aber immerhin für so passabel, dass diese neue Freundschaft blüht und gedeiht.

Sorry, ich ringe noch nach Worten, aber vielleicht ahnst Du so ungefähr, was ich mit "neuen Anforderungen" sagen wollte, obwohl Du im Wesenskern der gleiche Mensch bist.

Ich vergaß zu sagen, dass man dafür natürlich viel tun muss, aber soviel Einsichtsfähigkeit setze ich ohnehin bei Dir voraus.

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25. Dezember 2019 um 19:07
In Antwort auf renae_18808338

Durchlesen dieses Romans schwierig, der Begriff Sucht würde mir schon ausreichen, diese "Beziehung" sofort zu beenden. 

Auch unter dem Überbegriff einer Erkrankung, hat "Mann" keinen Freifahrtsschein im Sinne von, ich lasse jetzt mal alles an der Freundin aus und mich selber gehen. 

Verstehen kann ich hier nur die Frau, welche ging und den Py, der das einfach mal konzentriert zusammenfasst. 

Da solltest du dir mal als Beispiel einen Hochleistungssportler ansehen, der einen falschen Hopsasa macht und einen Querschnitt erleidet, sich zurückkämpft ins Leben und drei Jahre danach oder wie auch immer, bei den Paralympics Gold -Silber oder Bronze holt. 

Da wird einem ja ganz weihnachtlich bei dem Lametta, halt, meine Lamento. 

 

Willkommen in der heutigen Wegwerfgesellschaft. Scheint aber durchaus ein persönlicher Aspekt zu sein wenn so etwas für dich unverzeihlich ist. (Nicht bös gemeint)

Um eins klar zu stellen: Ich habe mich weder gehen lassen, noch habe ich irgendetwas an meiner Freundin "ausgelassen" - wie du so schön geschrieben hast.

Was ein Hochleistungssportler mit mir konkret zu tun hat - keine Ahnung.

Auf den Sarkasmus gehe ich mal nicht weiter ein 

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25. Dezember 2019 um 23:51
In Antwort auf tulio

Hey merinouvui,

ich persönlich hatte dieses Gefühl "etwas zu verpassen" nie ehrlich gesagt. Und auch bei meiner Ex hatte ich nie das Gefühl das sie diesbezüglich etwas vermissen würde - sie hatte ja alle Freiheiten so zu sagen, ich habe sie nie eingeengt oder von ihr verlangt zuhause zu bleiben wenn sie weg wollte.

Ich habe meine Ex im Prinzip auch so kennengelernt, mehr der Sicherheitsmensch. Sicherheit war ihr immer enorm wichtig, in jeglicher Hinsicht. Sei es die Gesundheit, die Zukunft, finanzieller Natur oder sonst was. Sicherheit an sich wurde bei ihr immer groß geschrieben..

Richtig, leider hat sich meine Ex schon vor einiger Zeit entschieden. Das ich an dieser Entscheidung nichts rütteln kann, ist mir bewusst. Natürlich gibt es nicht nur einen guten Mann, genau so wenig wie es nur eine gute Frau gibt, da stimme ich dir zu. Aber dennoch war diese Beziehung auf gewisse Art und Weise was besonderes. (Bevor jemand stänkern möchte: Nein, ich meine damit nicht das vergangene Jahr wo ich Bockmist gebaut hab.) Ich meine damit viel mehr die Art wie wir miteinander umgegangen sind, wie wir Weihnachten und Geburtstage erlebt haben - und die Art von Geschenken die wir uns gemacht haben. Wie es nicht nur mit uns, sondern auch mit unseren Freunden gepasst hat. 

Familien- bzw Kinderwunsch war bei uns eigentlich nie ein Thema, weil bei uns von Anfang an klar war: Kinder möchten wir nicht. Das sagten wir allerdings schon vor der Beziehung. Ich dachte mir zwischendurch schon mal "Hm, vielleicht willst du ja doch mal ein Kind" - habe sie da aber nicht drauf angesprochen weil ich mir zum einen nicht sicher war, und zum anderen sie ja keine wollte. Sie erklärte mir dann während der Trennung "Vielleicht möchte ich doch mal Kinder, und du möchtest ja keine". Große Klasse 

Ich weiß aktuell noch nicht, wo die Reise hingehen soll.. 

Auch dir Frohe Weihnachten
 

Lieber Tulio,

das Ende für eine Beziehung ist bitter, insbesondere wenn man noch so sehr verliebt ist. Aber du siehst "Wenn man will, gibt es immer einen Weg. Wenn man nicht will, entsteht eine Ausrede".

Ich würde die schöne Erinnerung zusammen packen, das gehört dir und keiner kann es dir wegnehmen. Wenn du mal im Leben zurück blickt, kannst du immer über den Frühling lächeln.

Ich hatte auch einen langen Liebeskummer. Meine erste Liebe war auch mein Soul mate und die Zeit mit ihm war zwar kurz aber wunderschön. Eines Tages sagte er mir dass er ein weiteres Studium im Ausland hat und es war für uns Schluss. Einfach so ist er aus meinem Leben verschwunden. Wir haben uns nie gestritten und hatten ein tiefes Gefühl - Verbindung. Es war für mich inakzeptabel. Verstehst du? Ich hatte lange Zeit Tränen im Schlaf..

Schon 10 Jahre her, die Schmerzen heilen schon. Ich habe ihn nie wieder gesehen. Ab und zu träume ich von ihm, dass ich nochmals mit ihm reden kann. Die Liebe war noch nicht so intensiv damals, aber die Verlust eines Soulmate hat mich tief verletzt. Sehr schade.

Ich hoffe, dass du positiv siehst und weiter gehen kann. Important that you always have a choice.

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26. Dezember 2019 um 9:34
In Antwort auf tulio

Willkommen in der heutigen Wegwerfgesellschaft. Scheint aber durchaus ein persönlicher Aspekt zu sein wenn so etwas für dich unverzeihlich ist. (Nicht bös gemeint)

Um eins klar zu stellen: Ich habe mich weder gehen lassen, noch habe ich irgendetwas an meiner Freundin "ausgelassen" - wie du so schön geschrieben hast.

Was ein Hochleistungssportler mit mir konkret zu tun hat - keine Ahnung.

Auf den Sarkasmus gehe ich mal nicht weiter ein 

WegwerfGesellschaft?  ich glaube sie hat lang genug versucht die Beziehung zu retten bevor sie es beendet hat

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26. Dezember 2019 um 11:35
In Antwort auf carina2019

WegwerfGesellschaft?  ich glaube sie hat lang genug versucht die Beziehung zu retten bevor sie es beendet hat

Bezogen war der Post nicht auf mich und meine Ex, sondern auf die Einstellung eine Beziehung sofort zu beenden, sobald das Thema "Sucht" fällt. 

Soll kein Vorwurf sein, ist eben eine persönliche Einstellung von jedem einzelnen.

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26. Dezember 2019 um 12:36
In Antwort auf tulio

Ich verstehe das sie die Beziehung beenden muss, wenn sie sich sicher ist keine Gefühle mehr zu haben. Ich kann nur nicht verstehen warum sie all das negative auf die Beziehung abwälzt. Darüber hinaus verstehe ich mein eigenes Verhalten nicht. Nicht nur das ich mich so in dieses Spiel gestürzt habe, sondern auch mein verhalten während der 2 Monatigen "Trennungsphase" sowie danach. 

Hey,da musste ich gestern schon lachen als ich dieses las.

Du verstehst das sie sie Beziehung beenden muss.
..Negative auf die Beziehung abwälzen...( na ist doch gut, das es raus ist. Sie wälzt ab ... )
Bei all dem schlechten was du über sie schreibst, verstehst du dein eigenes Verhalten nicht.

Das ist grandios. Ehrlichkeit bedingt nur für sich selbst Satisfaction

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26. Dezember 2019 um 12:58
In Antwort auf specialtip

Hey,da musste ich gestern schon lachen als ich dieses las.

Du verstehst das sie sie Beziehung beenden muss.
..Negative auf die Beziehung abwälzen...( na ist doch gut, das es raus ist. Sie wälzt ab ... )
Bei all dem schlechten was du über sie schreibst, verstehst du dein eigenes Verhalten nicht.

Das ist grandios. Ehrlichkeit bedingt nur für sich selbst Satisfaction

Hast du wirklich den gesamten Text gelesen?

Irgendwie lesen einige doch sehr selektiv.

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26. Dezember 2019 um 13:03
In Antwort auf dawnclaude

Hast du wirklich den gesamten Text gelesen?

Irgendwie lesen einige doch sehr selektiv.

Hast du wirklich gelesen worauf ich geantwortet hab ?

Da gebe ich dir Recht  .

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