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Anerkennung islamischer eheschließung

25. Mai 2013 um 19:58 Letzte Antwort: 29. Mai 2013 um 18:49

hallo,
mein lebensgefährte und ich überlegen, evtl zu heiraten; jedoch weder standesamtlich noch kirchlich, sondern nach islamischem brauch. ich kenn mich da aber nicht so gut aus, hat das irgendwelche rechtlichen konsequenzen für mich? ich komme übrigens aus österreich. wir planen weder, den selben nachnamen zu tragen noch standesamtlich zu heiraten (zumindest noch nicht). für meinen LG ist es aber einfach sehr wichtig, diese islamische zeremonie zu vollziehen.
ich hoffe es kann mir jemand tipps geben, gerne auch wo ich das selber recherchieren kann (hab es zwar versucht, bin aber nicht wirklich fündig geworden).
liebe grüße und danke im voraus,
irene

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26. Mai 2013 um 13:35

Rechtliche Anerkennung gibt es keine
Nur für ihn ist es eine vollwertige ehe.
Würde mich aber mal an deiner stelle damit beschäftigen was es genau heißt nach den isalm verheiratet zu sein und was die ehe in der Moschee für deinen Lebensgefährten bedeutet

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26. Mai 2013 um 15:50

.....
Ob die Ehe rechtliche Anerkannt wird weiß ich nicht. Hab damals im Heimatland meines Mannes geheiratet auf islamischer Weise ( Nikkah ). Bin zurück nach Deutschland und habe es hier vom Standesamt anerkennen lassen und seinen Namen hier angenommen.
Im Islam ist das so normalerweise ohne dieses Nikkah darf man noch nicht zusammen leben in einer gemeinsamen Wohnung oder Geschlechtsverkehr haben wie z.B wenn Kinder entstehen wären sie ja uneheliche Kinder. Das Nikkah ist bei uns so wie bei euch ganz normal Standesamtliche Hochzeit ... es wird Gebetet und dann die Braut und dem Bräutigam gefragt ob Sie einverstanden sind so wie hier auch dann wird unterschrieben und man ist dann auf islamischen Recht miteinander verheiratet. Er ist einfach nach seinem Glauben rechtlich mit dir verheiratet und du bist dadurch seine Ehefrau. Konsequenzen ? Als Ehefrau ?? Z.b ? Welche haste im Kopf ?

Wenn du noch genauere Fragen hast sag bescheid versuch dir so gut wie möglich zu helfen....

LG Honey

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26. Mai 2013 um 19:15

Eine islamische Eheschließung
Vor dem Imam in einer Moschee ist hier in Deutschland nicht anerkannt und gilt nicht als ehe. In Deutschland wird eine solche ehe nicht eingetragen. Diese Eheschließung ist fuer einen Moslem aber ein muss, deswegen wird es für deinen Lebensgefährten wichtig sein. Wenn du natuerlich im Heimatland des Mannes heiratest, meist genuegt da die islamische Eheschließung um das sie hier in Deutschland anerkannt wird. Wobei es bereits in vielen islamischen laendern Gang und gebe ist, erst "standesamtlich bzw. Behördlich" zu heiraten, dann islamisch. Ich habe in Deutschland islamisch geheiratet, das hat hier niemand interessiert, erst als wir standesamtlich geheiratet haben, wurden wir als Eheleute akzeptiert. Im Land meines Mannes sind wir auch anerkannt verheiratet (Irak).

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27. Mai 2013 um 16:27
In Antwort auf said_12341963

Rechtliche Anerkennung gibt es keine
Nur für ihn ist es eine vollwertige ehe.
Würde mich aber mal an deiner stelle damit beschäftigen was es genau heißt nach den isalm verheiratet zu sein und was die ehe in der Moschee für deinen Lebensgefährten bedeutet

Hallo
also wir würden ja nicht IN der moschee heiraten; aber was mich intressiert: macht das einen unterschied ob wir in der moschee heiraten oder nicht? und was genau meinst du ich soll mich damit beschäftigen nach dem islam verh. zu sein? kannst du das genauer definieren?
lg,
irene

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27. Mai 2013 um 16:30
In Antwort auf estee_12693448

.....
Ob die Ehe rechtliche Anerkannt wird weiß ich nicht. Hab damals im Heimatland meines Mannes geheiratet auf islamischer Weise ( Nikkah ). Bin zurück nach Deutschland und habe es hier vom Standesamt anerkennen lassen und seinen Namen hier angenommen.
Im Islam ist das so normalerweise ohne dieses Nikkah darf man noch nicht zusammen leben in einer gemeinsamen Wohnung oder Geschlechtsverkehr haben wie z.B wenn Kinder entstehen wären sie ja uneheliche Kinder. Das Nikkah ist bei uns so wie bei euch ganz normal Standesamtliche Hochzeit ... es wird Gebetet und dann die Braut und dem Bräutigam gefragt ob Sie einverstanden sind so wie hier auch dann wird unterschrieben und man ist dann auf islamischen Recht miteinander verheiratet. Er ist einfach nach seinem Glauben rechtlich mit dir verheiratet und du bist dadurch seine Ehefrau. Konsequenzen ? Als Ehefrau ?? Z.b ? Welche haste im Kopf ?

Wenn du noch genauere Fragen hast sag bescheid versuch dir so gut wie möglich zu helfen....

LG Honey

Hallo
mit konsequenzen meinte ich vorranig jene rechtlicher art; sollten wir z.b. noch einige jahre mit offizieller trauung, also standesamtlicher warten und davor aber schon kinder haben und ich würde mich trennen wollen; wird dann islamisches scheidungsrecht angewandt und wenn ja, ist dieses dann auch rechtskräftig? ich denke dass dem nicht so wäre, da ja bei uns österr. recht gilt, aber ich will mich einfach in allen erdenklichen hinsichten informieren bevor ich diesen schritt mit ihm gehe, denn wenn ich ihn heirate (egal ob "nur" islamisch oder auch standesamtlich), ist das für uns beide eine ernste sache und wir wollen ja auch zusammenbleiben.
mit den "konsequenzen" als ehefrau hab ich keine probleme wir leben quasi schon jetzt wie ein ehepaar, also würde sich da nicht allzuviel ändern.
lg,
irene

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27. Mai 2013 um 16:32
In Antwort auf dagrun_11866303

Eine islamische Eheschließung
Vor dem Imam in einer Moschee ist hier in Deutschland nicht anerkannt und gilt nicht als ehe. In Deutschland wird eine solche ehe nicht eingetragen. Diese Eheschließung ist fuer einen Moslem aber ein muss, deswegen wird es für deinen Lebensgefährten wichtig sein. Wenn du natuerlich im Heimatland des Mannes heiratest, meist genuegt da die islamische Eheschließung um das sie hier in Deutschland anerkannt wird. Wobei es bereits in vielen islamischen laendern Gang und gebe ist, erst "standesamtlich bzw. Behördlich" zu heiraten, dann islamisch. Ich habe in Deutschland islamisch geheiratet, das hat hier niemand interessiert, erst als wir standesamtlich geheiratet haben, wurden wir als Eheleute akzeptiert. Im Land meines Mannes sind wir auch anerkannt verheiratet (Irak).

Hallo,
wir würden in Ö heiraten, nicht in seinem heimatland.
ja, es ist ihm sehr wichtig und allein weil es ihm so viel bedeutet, möchte ich diesen schritt mit ihm wagen.

vielen dank für deine infos
lg
irene

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28. Mai 2013 um 9:20

Liebe Irene, du hast ja bereits Auskunft erhalten............


....bezüglich der islamischen Eheschließung.

Ob diese in der Moschee stattfindet oder nicht, im Heimatland ist ein "Adoul" anwesend, vgl.bar einem Notar, und mit diesem werden die Papiere unterzeichnet - was dann h i e r in eine standesamtliche Heirat "übertragen" wird. Oft findet diese Zeremonie auch im Hause der Brauteltern statt.

Eine Eheschließung "nur"= auschließlich mit einem fqih / hodja ist h i e r zivilrechtlich nicht von Bedeutung - wie z. B. auch die in letzter Zeit erlaubte Eheschließung "nur" in der kath. Kirche. Vergleich hinkt evtl.

Sollte jemand die "nur" vor dem hodja geschlossene Ehe ,also quasi ohne Papiere, wieder lösen wollen - darüber solltest du dich doch mal in der Moschee schlau machen.

Aber die grundlegende Frage ist doch: Du machst dir zurecht Gedanken darüber, also solltest du 100% sicher sein, was du tust.

Warum heiratet Ihr nicht standesamtlich?

Ich verstehe, dass die religiöse Heirat für deinen LG wichtig ist, finde aber, wenn schon, denn schon sollte er dann auch zivilrechtlich zu dir stehen - und du zu ihm, natürlich.

Ich will den Teufel nicht an die Wand malen - aber du weißt vermutlich, dass er noch weitere Ehefrauen "nur" religiös ehelichen dürfte , falls Ihr zivilrechtlich heiratet, natürlich nicht!

Dann wäre er dir auch mit allen Buchstaben des österr. Familienrechtes verpflichtet - und natürlich auch gegenüber euren Familien!

Wichtig wäre auch, wie seine Familie zu dir steht - und deine zu ihm.
Einen Orientalen heiratet man n i e m a l s alleine - immer steht die Familie dahinter, viel stärker als bei uns hier.

Und natürlich ist d e i n eigener Standpunkt zur Religion sehr wichtig - wie auch immer dieser aussehen mag.

Denn dass er die Religion ernst nimmt, siehst du an seinem Wunsch.

Lebte er sie allerdings konsequent, dürfte er mit dir nicht "nur" zusammenleben - von evtl. Kindern außerhalb der Ehe natürlich ganz abgesehen!

Das ist nicht meine persönliche Meinung, sondern Fakt.

Ich möchte dir keinesfalls Angst machen - aber man heiratet schließlich nicht mal so nebenbei.

Also, viel Glück!!



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28. Mai 2013 um 13:45
In Antwort auf umminti

Liebe Irene, du hast ja bereits Auskunft erhalten............


....bezüglich der islamischen Eheschließung.

Ob diese in der Moschee stattfindet oder nicht, im Heimatland ist ein "Adoul" anwesend, vgl.bar einem Notar, und mit diesem werden die Papiere unterzeichnet - was dann h i e r in eine standesamtliche Heirat "übertragen" wird. Oft findet diese Zeremonie auch im Hause der Brauteltern statt.

Eine Eheschließung "nur"= auschließlich mit einem fqih / hodja ist h i e r zivilrechtlich nicht von Bedeutung - wie z. B. auch die in letzter Zeit erlaubte Eheschließung "nur" in der kath. Kirche. Vergleich hinkt evtl.

Sollte jemand die "nur" vor dem hodja geschlossene Ehe ,also quasi ohne Papiere, wieder lösen wollen - darüber solltest du dich doch mal in der Moschee schlau machen.

Aber die grundlegende Frage ist doch: Du machst dir zurecht Gedanken darüber, also solltest du 100% sicher sein, was du tust.

Warum heiratet Ihr nicht standesamtlich?

Ich verstehe, dass die religiöse Heirat für deinen LG wichtig ist, finde aber, wenn schon, denn schon sollte er dann auch zivilrechtlich zu dir stehen - und du zu ihm, natürlich.

Ich will den Teufel nicht an die Wand malen - aber du weißt vermutlich, dass er noch weitere Ehefrauen "nur" religiös ehelichen dürfte , falls Ihr zivilrechtlich heiratet, natürlich nicht!

Dann wäre er dir auch mit allen Buchstaben des österr. Familienrechtes verpflichtet - und natürlich auch gegenüber euren Familien!

Wichtig wäre auch, wie seine Familie zu dir steht - und deine zu ihm.
Einen Orientalen heiratet man n i e m a l s alleine - immer steht die Familie dahinter, viel stärker als bei uns hier.

Und natürlich ist d e i n eigener Standpunkt zur Religion sehr wichtig - wie auch immer dieser aussehen mag.

Denn dass er die Religion ernst nimmt, siehst du an seinem Wunsch.

Lebte er sie allerdings konsequent, dürfte er mit dir nicht "nur" zusammenleben - von evtl. Kindern außerhalb der Ehe natürlich ganz abgesehen!

Das ist nicht meine persönliche Meinung, sondern Fakt.

Ich möchte dir keinesfalls Angst machen - aber man heiratet schließlich nicht mal so nebenbei.

Also, viel Glück!!



Hallo umminti,
vielen dank für deine ausführliche antwort, ich bin sehr froh dass ich mich hier mit leuten austauschen kann, die selber erfahrungen haben; in meinem privatumfeld kennt sich da auch keiner aus.

wir wollen mit der standesamtlichen trauung noch warten, weil wir erst seit einem jahr zusammen sind und mit dieser offiziellen heirat einfach noch warten wollen. denn bei dieser heirat nach dem islam wird es so sein, dass nur er und ich, der imam oder eben derjenige der uns dann verheiraten wird und zwei zeugen anwesend sein werden, wir wollen das beide so. und wenn wir das ganze offiziell am standesamt machen, möchten wir aber mehr leute dabei haben und allein aus finanziellen gründen möchten wir daher noch warten. außerdem wird meine familie nicht sehr begeistert sein wenn ich ihnen sage dass wir standesamtl., also in deren augen "richtig" heiraten...
für meinen LG hat es eben wirklich sehr religiöse gründe. ich weiß, dass er eigtl weder mit mir leben noch schlafen dürfte, er ist zwar sehr gläubig, aber eben wie so mancher christ legt er gewisse dinge für sich so aus, dass er sie dennoch mit seinem glauben vereinbaren kann, wenn auch nur grade mal so. verstehst du wie ich das meine? und es ist nicht neu, dass er heiraten möchte, ich war immer die die noch nicht bereit war. er hat mir erklärt, dass er sich jetzt ständig so fühlt, als lebe er in sünde, haram eben. und das möchte er nicht und das kann ich absolut verstehen - ich lese gerade den koran und beschäftige mich auch mit dem christen- und judentum vermehrt. ich selbst würde mich als agnostikerin bezeichnen, was sich aber auch wieder ändern kann, denn ich hatte eine zeit in der ich sehr katholisch gelebt habe.

dass er auch andere frauen heiraten dürfte/darf, ist mir klar. er dürfte ja auch eine andere ehelichen sollte ich ihm keine kinder schenken (können/wollen). jedoch schreckt mich das nicht ab, weil ich ihm nicht in allen hinsichten, interessanterweise aber in dieser zu einhundert prozent vertraue.

seine familie kenne ich nur über skype. ich bin die erste frau überhaupt, die er seiner familie "vorstellt" und sie sprechen immer sehr nett und gern mit mir. natürlich kann man nie wissen, wie menschen dann in der realität sind. ich weiß aber, dass nicht alle seiner schwestern sharia tragen, dass einige von ihnen auch freunde gehabt haben bevor sie dann ihre ehemänner kennenlernten, die meisten der mädels haben studiert bzw sind noch dabei... er selbst wurde in frankreich geboren und als er 6 war ist seine familie zurück nach nordalgerien gegangen. sie haben viele verwandte und teilw. auch wurzeln in europäischen ländern, vor allem eben frankreich. und mein LG selbst ist nicht dieser typische klischeemoslem, wie er so gerne dargestellt wird. er ist total ausgeglichen, nie aggressiv mir gegenüber, nicht mal verbal, er zeigt mir wie noch kein mann bevor, was er empfindet, er ist total gern unter leuten und unternimmt was mit mir, alle meine freunde und meine familie mögen ihn total gern, er ist offen und ehrlich und wir kommunizieren irrsinnig viel miteinander. er schreibt mir sogar zwischendurch total verliebte sms, das hatte ich noch nie mit einem mann. ich bin einfach glücklich mit ihm und möchte ihm den wunsch nach dieser zeremonie erfüllen, weil ich glaube mit nichts kann ich ihm mehr meine liebe zeigen.

ich bin natürlich dennoch auch ein bisschen nervös, daher stelle ich hier auch immer wieder fragen und suche den austausch... eben wie du schreibst, man heiratet ja nicht mal einfach so im vorbeigehen ^^

bist du selber muslimin oder mit einem moslem verh. oder so?
liebe grüße,
irene

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29. Mai 2013 um 18:04

Grüße aus Frankfurt
Hallo Irene, ich bin mit einem Algerier "richtig" verheiratet und kann Dir etwas betreffend zu Algerien schreiben. In Algerien ist es offiziell verboten, zuerst bei einem Korangelehrten zu heiraten ohne beim Standesamt gewesen zu sein. Das hat seine Gründe, die meistens im lockernen Umgang der Männer mit ihrer Ehefrau zu tun hat. Oft wurden diese Frauen einfach sitzen gelassen. Kinder, die aus so einer Ehe entstanden sind, werden nicht rechtlich anerkannt. In einigen Ländern heiratet man islamisch um sich eine Frau für gewisse Stunden zu erlauben(nach Koran). Nach dem Vollzug reicht es dann, wenn man 3 x hintereinander die Verstoßungsformel spricht und schon ist man wieder frei.
Alleine aus diesem Grund finde ich eine islamische "Hochzeit" etwas anstößig. Andererseits entstehen dadurch für Dich keinerlei Verpflichtungen.Solange Ihr zusammen in Deutschland lebt, interessiert es Niemanden, ob Ihr diesen Verbund eingegangen seit.
Etwas finde ich aber verwunderlich. Du schreibst, dass Dein Freund ein schlechtes Gefühl hat, wenn er mit Dir zusammen ist, aber er macht es trotzdem. Nun verlangt er, dass Du, obwohl Du keine Muslima bist, den islamischen Schwur ablegst? Er möchte, dass Du für ihn lügst? Um ihn einen Gefallen zu tun? Um sein Gewissen zu beruhigen? Das ist nach dem Koran absolut verboten. Ich habe eher das Gefühl, er will testen, wie weit Deine Toleranz ihm und seiner Religion gegenüber geht.
Ich bin gespannt, wie Du Dich entscheidest. Ich würde auch auf die standesamtliche(sichere) Hochzeit warten.
Ach übrigens, dass die Schwestern von ihm männliche Freunde in Algerien vor ihren Ehemännern hatten, halte ich für eine falsche Mitteilung. In Algerien haben diese Frauen einen sehr schlechten Ruf und kommen für andere Familien als Ehefrau nicht mehr in Betracht. Es sei denn, sie leben nicht in Algerien

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29. Mai 2013 um 18:48
In Antwort auf nanine02

Grüße aus Frankfurt
Hallo Irene, ich bin mit einem Algerier "richtig" verheiratet und kann Dir etwas betreffend zu Algerien schreiben. In Algerien ist es offiziell verboten, zuerst bei einem Korangelehrten zu heiraten ohne beim Standesamt gewesen zu sein. Das hat seine Gründe, die meistens im lockernen Umgang der Männer mit ihrer Ehefrau zu tun hat. Oft wurden diese Frauen einfach sitzen gelassen. Kinder, die aus so einer Ehe entstanden sind, werden nicht rechtlich anerkannt. In einigen Ländern heiratet man islamisch um sich eine Frau für gewisse Stunden zu erlauben(nach Koran). Nach dem Vollzug reicht es dann, wenn man 3 x hintereinander die Verstoßungsformel spricht und schon ist man wieder frei.
Alleine aus diesem Grund finde ich eine islamische "Hochzeit" etwas anstößig. Andererseits entstehen dadurch für Dich keinerlei Verpflichtungen.Solange Ihr zusammen in Deutschland lebt, interessiert es Niemanden, ob Ihr diesen Verbund eingegangen seit.
Etwas finde ich aber verwunderlich. Du schreibst, dass Dein Freund ein schlechtes Gefühl hat, wenn er mit Dir zusammen ist, aber er macht es trotzdem. Nun verlangt er, dass Du, obwohl Du keine Muslima bist, den islamischen Schwur ablegst? Er möchte, dass Du für ihn lügst? Um ihn einen Gefallen zu tun? Um sein Gewissen zu beruhigen? Das ist nach dem Koran absolut verboten. Ich habe eher das Gefühl, er will testen, wie weit Deine Toleranz ihm und seiner Religion gegenüber geht.
Ich bin gespannt, wie Du Dich entscheidest. Ich würde auch auf die standesamtliche(sichere) Hochzeit warten.
Ach übrigens, dass die Schwestern von ihm männliche Freunde in Algerien vor ihren Ehemännern hatten, halte ich für eine falsche Mitteilung. In Algerien haben diese Frauen einen sehr schlechten Ruf und kommen für andere Familien als Ehefrau nicht mehr in Betracht. Es sei denn, sie leben nicht in Algerien

Hallo nanine, ja, ........................so



......................ist es. Stimme dir vollkommen zu.
LG

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29. Mai 2013 um 18:49
In Antwort auf saida_11942718

Hallo umminti,
vielen dank für deine ausführliche antwort, ich bin sehr froh dass ich mich hier mit leuten austauschen kann, die selber erfahrungen haben; in meinem privatumfeld kennt sich da auch keiner aus.

wir wollen mit der standesamtlichen trauung noch warten, weil wir erst seit einem jahr zusammen sind und mit dieser offiziellen heirat einfach noch warten wollen. denn bei dieser heirat nach dem islam wird es so sein, dass nur er und ich, der imam oder eben derjenige der uns dann verheiraten wird und zwei zeugen anwesend sein werden, wir wollen das beide so. und wenn wir das ganze offiziell am standesamt machen, möchten wir aber mehr leute dabei haben und allein aus finanziellen gründen möchten wir daher noch warten. außerdem wird meine familie nicht sehr begeistert sein wenn ich ihnen sage dass wir standesamtl., also in deren augen "richtig" heiraten...
für meinen LG hat es eben wirklich sehr religiöse gründe. ich weiß, dass er eigtl weder mit mir leben noch schlafen dürfte, er ist zwar sehr gläubig, aber eben wie so mancher christ legt er gewisse dinge für sich so aus, dass er sie dennoch mit seinem glauben vereinbaren kann, wenn auch nur grade mal so. verstehst du wie ich das meine? und es ist nicht neu, dass er heiraten möchte, ich war immer die die noch nicht bereit war. er hat mir erklärt, dass er sich jetzt ständig so fühlt, als lebe er in sünde, haram eben. und das möchte er nicht und das kann ich absolut verstehen - ich lese gerade den koran und beschäftige mich auch mit dem christen- und judentum vermehrt. ich selbst würde mich als agnostikerin bezeichnen, was sich aber auch wieder ändern kann, denn ich hatte eine zeit in der ich sehr katholisch gelebt habe.

dass er auch andere frauen heiraten dürfte/darf, ist mir klar. er dürfte ja auch eine andere ehelichen sollte ich ihm keine kinder schenken (können/wollen). jedoch schreckt mich das nicht ab, weil ich ihm nicht in allen hinsichten, interessanterweise aber in dieser zu einhundert prozent vertraue.

seine familie kenne ich nur über skype. ich bin die erste frau überhaupt, die er seiner familie "vorstellt" und sie sprechen immer sehr nett und gern mit mir. natürlich kann man nie wissen, wie menschen dann in der realität sind. ich weiß aber, dass nicht alle seiner schwestern sharia tragen, dass einige von ihnen auch freunde gehabt haben bevor sie dann ihre ehemänner kennenlernten, die meisten der mädels haben studiert bzw sind noch dabei... er selbst wurde in frankreich geboren und als er 6 war ist seine familie zurück nach nordalgerien gegangen. sie haben viele verwandte und teilw. auch wurzeln in europäischen ländern, vor allem eben frankreich. und mein LG selbst ist nicht dieser typische klischeemoslem, wie er so gerne dargestellt wird. er ist total ausgeglichen, nie aggressiv mir gegenüber, nicht mal verbal, er zeigt mir wie noch kein mann bevor, was er empfindet, er ist total gern unter leuten und unternimmt was mit mir, alle meine freunde und meine familie mögen ihn total gern, er ist offen und ehrlich und wir kommunizieren irrsinnig viel miteinander. er schreibt mir sogar zwischendurch total verliebte sms, das hatte ich noch nie mit einem mann. ich bin einfach glücklich mit ihm und möchte ihm den wunsch nach dieser zeremonie erfüllen, weil ich glaube mit nichts kann ich ihm mehr meine liebe zeigen.

ich bin natürlich dennoch auch ein bisschen nervös, daher stelle ich hier auch immer wieder fragen und suche den austausch... eben wie du schreibst, man heiratet ja nicht mal einfach so im vorbeigehen ^^

bist du selber muslimin oder mit einem moslem verh. oder so?
liebe grüße,
irene

Beides trifft zu.

Herzliche Grüße!

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